DE1805119B2 - Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen merzerisieren von textilgut - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen merzerisieren von textilgutInfo
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- D06M11/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
- D06M11/32—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
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- D06M11/38—Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
- D06M11/40—Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table combined with, or in absence of, mechanical tension, e.g. slack mercerising
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Merzerisieren von
Geweben und anderen Textilbahnen, die ganz oder teilweise aus Baumwolle bestehen, bei dem das Textilgut
mit Natronlauge unter Spannung behandelt und danach die Natronlauge durch Waschen entfernt wird.
Es ist bekannt, durch Merzerisieren bei Baumwollgeweben
einen Glanz zu erzielen. Unter Merzerisieren versteht man die Behandlung mit starker Natronlauge
unter Spannung. Beim Merzerisieren nimmt die Dichte und Festigkeit der Baumwollfasern zu, und das
Farbstoffaufnahmevermögen wird gesteigert.
Die bekannten Merzerisier-Maschinen haben ein Laugier- bzw. Imprägnierabteil, ein Stabilisier-Abteil,
einen Dampfentlauger und anschließend eine Waschmaschine. Im Laugierabteil sind eine Vielzahl von
Walzen vorgesehen, die vorzugsweise versetzt zueinander angeordnet sind. Über diese Walzen wird das
Gewebe mäanderförmig unter Spannung geführt und
dabei in die Natronlauge getaucht. Durch die Einwirkung der Natronlauge ist das Gewebe bestrebt zu
schrumpfen. Ein Schrumpfen des Gewebes wird jedoch durch die Auflage des stark gespannten Gewebes auf
den Walzen vermieden.
Durch die feste Anlage des Materials an den Walzen ist ein rasches Durchnetzen der Baumwollgewebe oder
der Mischgewebe, die Baumvolle enthalten, nicht gegeben. Da derartige Maschinen z. Z. mit 40-6Om/
min. laufen und Geschwindigkeiten von 100 m/min, und
mehr angestrebt werden, muß das Laugierabteil wie auch das Stabilisierabteil entsprechend groß und mit
einer sehr großen Anzahl von Walzen versehen sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Merzerisierverfahren zu schaffen, bei dem bei äußerst
gleichmäßigem Effekt die Behandlungszeiten, insbesondere die Laugierzeit, verkürzt werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe in einfacher Weise dadurch gelöst, daß das Textilgut wenigstens
während eines Teiles, und zwar vorzugsweise während des ersten Teiles der Laugierbehandlung, von der
Natronlauge durchströmt wird. Hierbei kommt jede einzelne Faser intensiv mit Natronlauge in Berührung,
so daß eine schockartige und vollständig gleichmäßige Netzung erfolgt. Vor allem bei billigen Qualitäten, bei
denen im allgemeinen das gesenkte, scnlecht saugfähige Rohgewebe merzerisiert wird, bringt das neue Verfahren
eine wesentliche Verbesserung. Aber auch bei entschlichteten Geweben ist das neue Verfahren von
Vorteil.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es. daß nunmehr auch mehrere Bahnen übereinander gleichzei
tig über die Merzerisiermaschine gefahren werden können.
Bei Mischgeweben, z. B. solchen aus Baumwolle und Zellwolle oder aus Baumwolle und Polyamid-Fasern, ist
es besonders wichtig, daß die Natronlauge aus den Geweben möglichst schlagartig auf eine Konzentration
von ca. 8° Be Stabilisierabteil gesenkt wird. Eine schlagartige Senkung der Laugen-Konzentration kann
auch hier wiederum durch Einsatz des Durchström prinzips erreicht werden, indem z. B. heißes Wasser durch
das Textilgut geleitet wird.
Außer Geweben können auch Wirkwaren und Vliese nach diesem Verfahren merzerisiert werden.
Eine rasche weitere Entlaugung ergibt sich durch Verwendung eines Dampfentlaugers und anschließend
durch Anwendung des Durchströmprinzips beim Auswaschen auf der Waschmaschine.
Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung, die aus einem Laugierabteil mit in zwei
Reihen versetzt zueinander angeordneten Walzen, von denen die untere Reihe in die Lauge eintaucht, aus
einem dem Laugierabteil nachgeschalteten Stabilisierabteil und aus einer Breitwaschmaschine ggf. mit einem
Dampfentlauger, besteht, ist dadurch gekennzeichnet, daß im Laugierabteil wenigstens eine Walze flüssigkeitsdurchlässig
ausgebildet und von der Lauge durchströmt ist.
Die aus dieser Walze an einer oder beiden Stirnseiten selbsttätig ausströmende Flotte kann dabei in einen
Auffangbehälter fließen, in dem eine Pumpe angeordnet ist, die die Flotte in das Laugierabteil zurückpumpt.
Sind mehrere flüssigkeitsdurchlässige Walzen vorgesehen, so ist es günstig, hierfür einen gemeinsamen
Auffangbehälter vorzusehen mit ggf. nur einer Pumpe zum Rückführen der Lauge in das Bad.
Das Stabilisierabteil kann bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung entsprechend wie das Laugierabteil mit wenigstens einer von der Flotte durchströmten,
flüssigkeitsdurchlässigen Walze versehen sein, so daß
mittels dieser Walze die Entlaugung des Gutes auf ca. 8° Be gleich zu Beginn des Stabilisierabteiles
durchgeführt werden kann.
Zum restlosen Entfernen der Lauge aus dem Textilgut ist es zweckmäßig, eine Waschmaschine mit unter
Saugzug stehendenSiebtrommeln zu verwenden bzw. eine Waschmaschine, die nach dem Durchströmprinzip
arbeitet. Der Wascheffekt beim Entfernen der Lauge ist dabei so gut, daß mit einer fünfbädrigen Waschmaschine
der gleiche Auswascheffekt erzielt wird wie bisher mit einer zehnbädrigen K.ufenwaschmaschine.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in einem Beispiel in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Merzerisier-Vorrichtung
und
F i g. 2 einen Querschnitt durch das Laugierabteil.
Die Vorrichtung besteht aus einem Laugier- bzw. Imprägnierabteil I1 einem Stabilisierabteil 2 und einer
fünfbädrigen Waschmaschine 3. Zum Halten des Gewebes ist am Anfang ein Preßwerk 4 vorgesehen,
anschließend wird das Gewebe im Laugierabteil über Walzen 5 geführt. Die beiden ersten Walzen 6 der
unteren Reihe sind perforiert und werden von Flüssigkeit von außen nach innen durchströmu Die
Flüssigkeit strömt bei dieser Vorrichtung an den beiden Stirnseiten selbsttätig aus der Walze heraus in seitliche
Auffangbehälter 7, von wo sie über Pumpen 8 in das Bad über die Verteilerkasten 9 zurückgepumpt wird. In
vielen Fällen genügt ein einseitiger Flüssigkeitsaustritt
Beim Obertritt der Textilbahn 10 vom Laugierabteil t
in das Stabilisierabteil 2 wird die Textilbahn 10 durch ein weiteres Preßwerk 4 entwässert Das Stabilisierabteil 2
ist ähnlich wie das Laugierabtetl 1 aufgebaut und besitzt
jo zwei von Flüssigkeit durchflossene, perforierte Walzen
6.
Wie aus F i g. 2 zu ersehen, sind die Pumpen 8 über eine Pumpenwelle 11 direkt mit dem Pumpenmotor 12
verbunden. Diese Teile bilden zusammen eine leicht auswechselbare Einheit.
Im Anschluß an das Stabilisierabteil ist eine fünfbädrige Waschmaschine 3 angeordnet, bei der in
jedem Bad wiederum eine perforierte, von Flüssigkeit durchströmte, gleichkonstruierte Walze 6 vorgesehen
ist.
Zwischen den einzelnen Bädern sind Pressen 4'
vorgesehen. Dadurch, daß die Textilbahn an den perforierten Walzen von der Waschflotte durchströmt
wird, ist eine außerordentlich intensive Entlaugung gegeben. Zwischen Stabilisierabteil ?. und Waschmaschine
3 kann, sofern gewünscht, ein bekannter Dampfentlauger?wischengeschaltet
sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Merzerisieren von Geweben und anderen Textilbahnen, die ganz
oder teilweise aus Baumwolle bestehen, bei dem das Textilgut mit Natronlauge unter Spannung behandelt
und danach die Natronlauge durch Waschen entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilgut wenigstens während eines Teiles
der Laugierbehandlung von der Natronlauge durchströmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Entfernen der Natronlauge das
Textilgut mit Wasser und ggf. mit Dampf und Säurelösung durchströmt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bestehend
aus einem Laugierabteil, in dem zwei Reihen von sich berührenden Walzen versetzt zueinander
angeordnet sind, über die das Textilgut unter Spannung geführt und an den unteren Walzen mil
Natronlauge getränkt wird, aus einem dem Laugierabteil nachgeschalteten Stabilisierabteil und aus
einer Breitwaschmaschine ggf. mit einem Dampfentlauger zum Entfernen der Lauge aus dem Textilgut,
dadurch gekennzeichnet, daß im Laugierabteil (1) wenigstens eine Walze (6) flüssigkeitsdurchlässig
ausgebildet und von der Lauge durchströmt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdurchlässige Walze (6)
mittels Niveauunterschied von außen nach innen durchströmt ist und daß die aus der Walze (6) an
einer oder beiden Stirnseiten selbsuätig ausströmende Flotte in einen Auffangbehälter (7) fließt, in dem
eine Pumpe (8) angeordnet ist, die die Flotte in das Bad (1) zurückpumpt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auffangbehälter (7) für mehrere
flüssigkeitsdlurchlässige Walzen (6) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Stabilisierabteil (2) wenigstens eine von der Flotte durchströmte, flüssigkeitsdurchlässige Walze (6)
angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| FR6936463A FR2024796A7 (en) | 1968-10-25 | 1969-10-23 | Textile fabric mercerisation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681805119 DE1805119B2 (de) | 1968-10-25 | 1968-10-25 | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen merzerisieren von textilgut |
Publications (2)
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| DE1805119A1 DE1805119A1 (de) | 1970-05-21 |
| DE1805119B2 true DE1805119B2 (de) | 1976-08-26 |
Family
ID=5711487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681805119 Granted DE1805119B2 (de) | 1968-10-25 | 1968-10-25 | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen merzerisieren von textilgut |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| FR (1) | FR2024796A7 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE69027605T2 (de) * | 1990-12-05 | 1996-10-31 | Gesma Spa | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Mercerisieren |
| IT1262155B (it) * | 1993-06-30 | 1996-06-19 | Gesma Spa | Procedimento di mercerizzo in continuo di fibre di poliestere e relativo impianto |
-
1968
- 1968-10-25 DE DE19681805119 patent/DE1805119B2/de active Granted
-
1969
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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