DE1635106A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von fluessigkeitsdurchlaessigen Guetern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von fluessigkeitsdurchlaessigen GueternInfo
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Description
vnPA ag v 216 163;) ; O 6
Basel / SCHUT,IZ 1-12-1966
Verfahren und Vorrichtung zum Naiibehandeln von flüssigkeitsdurchlässigen
Gütern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und -eine Vorrichtung zum
Naßbehandeln, vorzugsweise Waschen und Tränken von flüssigkeitsdurchlässigen,
auf Längszug beanspruchbaren Gütern wie Kabel, Bänder, Garn, Gewebe, Gewirke, Nadelfilz- und Tufting Waren, Paservliese
und ähnliche Waren in laufender Bahn, bei dem das Gut auf wenigstens einer von Behandlungsflüssigkeit durchfluteten Siebtrommel durch
ein Beliandlungsbad geführt wird.
Es ist bekannt, derartige Güter mittels Siebtrommelbädern kontinuierlich
zu behandeln. Bei den bekannten Vorrichtungen sind in einem Behandlungsbad eine oder mehrere unter Saugzug stehende Siebtrommeln
hintereinander angeordnet, welche entweder vollständig in die Flüssigkeit eingetaucht sind oder lediglich teilweise in die Flüssigkeit
eintauchen. Die Flotte wird bei diesen Vorrichtungen durch den Saugzug der Siebtrommeln durch das Material geleitet und das Gut
dabei intensiv benetzt und z.B. bei Waschprozessen gereinigt. Der Unterdruck in den Siebtrommeln liegt dabei im allgemeinen zwischen
20 - 80 mm Wassersäule.
Es wurde bereits vorgeschlagen, anstelle von Saugtroimneln Siebtrommeln
zu verwenden, bei denen die Flüssigkeit in die Siebtrommel gepumpt wird und das Gut dabei durch die am Siebtrommelmantel austretende
Flüssigkeit durchströmt wird. Die Reinigungswirkung ist bei diesen Siebtrommelvorrichtungen gut. Es ist auch bekannt, die
Wirkung der Siebtrommelvorrichtung durch Abpressen des Gutes zu erhöhen. Im allgemeinen ist eine Presse jedem Behandlungsbad nachgeschaltet.
Dabei hat sich gezeigt, daß insbesondere bei dichten Geweben und ähnlichen dichten Textilgütern die Güter bei der Flotten-
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umwälzung als eine Art Filter wirken, so daß die in der Flotte
mitgerissenen größeren Teilchen, wie Faserreste und andere Verunreinigungen, sich auf der Anströmsei te des Gutes ablagern. Durch
das anschließende Abpressen werden diese Teilchen in das Gewebe oder das sonstige Gut gedruckt und sind daraus nur schwer wieder
zu entfernen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu
schaffen, bei der die Vorteile des Siebtrommelprinzipes noch verstärkt werden und gleichzeitig die vorgenannten Nachteile vermieden
werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe in einfacher i'/eise mit einem
Verffihren und einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art
dadurch gelöst, daß das Gut nach der Behandlung auf Siebtrommeln
durch Absaugen entwässert wird, und zwar vorzugsweise durch Absaugen an der Anströmseite der durch die Siebtrommel bzw. durch
die letzte der Absaugung vorgeschalteten Siebtrommel erzeugten Flottenströmung. Versuche haben gezeigt, daß durch Absaugen
anstelle von Abpressen der Behandlungseffekt wesentlich verstärkt
werden kann, so daß eine geringere Anzahl von Behaiidlungsbadern bei
Absaugung im allgemeinen notwendig sind. Durch die erfindimgsgemaße
Absaugung werden auch iille bei der Behandlung auf das Gewebe odor
das sonstige Gut aufgeschwemmten Teilchen abgesaugt. Dies ist umso
leichter möglich, da sie noch nicht durch eine Preßwirkung in innigem Kontakt mit dem Gut gebracht sind. Es hat sich gezeigt, daß bereits
durch eine relativ leichte Absaugung diese Teilchen restlos vom Gut
entfernt werden können. Der durch die Saugeinwirkung erzeugte Unter druck liegt im allgemeinen zwischen 100 - 2000 mm Wassersäule.
In Ausgestaltung der Erfindung wird daher vorgeschlagen, das Gut
durch Absaugen und Abpressen zu entwässern. Es ist auch möglich, und insbesondere beim letzten Behandlungsbad günstig, nach dem
Abpressen nochmals das Gut durch Absaugen zu entwässern. Es hat
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sich gezeigt, daß durch ein Absaugen nach dem Abpressen die Restfeuchte
des Gutes noch wesentlich gesenkt werden kann. Da bei der anschließenden Trocknung nunmehr weniger Wasser zu verdunsten
ist, so ergibt sich dadurch eine erhebliche Energieersparnis.
Erfindungsgemäß können den bekannten Siebtrommelbehandlungsbäde η
an sich bekannte Absaugeinrichtungen zugeordnet werden. Diese Vorrichtungen besitzen im allgemeinen einen Behälter, welcher
wenigstens teilweise mit Behaudlungsflüssigkeit gefüllt ist und
in dem wenigstens eine, gegebenenfalls jedoch auch mehrere von
Flüssigkeit durchflutete Siebtrommeln angeordnet sind. Das Absaugrohr
bzw. ein Absaugrohr der Absaugeinrichtung ist günstig einer Führungswalze am Auslauf der Vorrichtung unmittelbar zuzuordnen,
vorzugsweise vorzuschalten, da hier eine sichere Warenfiihrung und
im allgemeinen eine ruhige (nicht flatternde) Warenbahn vorliegt. Es ist jedoch auch möglich, ein Absaugrohr zwischen zwei Führungswalzen am Auslauf anzuordnen. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig,
wenn die Warenbahn vorher einer Flatterbewegung ausgesetzt ist.
Nach einem anderen Erfindungsgedanken wird vorgeschlagen, wenigstens
eine Führungswalze der Vorrichtung perforiert auszubilden und an die Absaugeinrichtung anzuschließen, wobei eine Abdeckung in oder
um die perforierte Führungswalze lediglich eine schlitzförmige Absaugung gestattet.
Bei einer Vorrichtung mit einer weitgehend vom Gut umschlungenen Siebtrommel, bei der zur Gutaufnahme und -abnähme je eine Führungswalze
der Siebtrommel zugeordnet ist, kann wenigstens die Führungswalze zur Gutabnahme als Absaugwalze ausgebildet werden/ Es ist
edoch auch möglich und vorteilhaft, beide Führungswalzen als augwalzen auszubilden.
ch einem anderen Erfindungsgedanken wird vorgeschlagen, bei einer
"richtung, die aus mehreren Behandlungsbädern besteht, die Führungs-
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walze zwischen zwei Bädern als Absaugwalze auszubilden. Die bekannten
bereits in Betrieb befindlichen Vorrichtungen, bei denen jedem Behandlungsbad ein I'reüwerk nachgeschaltet ist, können in
ihrer Leistung erheblich verbessert werden, wenn bei diesen dem Preßwerk eine Absaugwalze bzw. ein Absaugrohr zugeordnet, im allgemeinen
vorgeschaltet wird. Die Absaugeinrichtung kann bei dieser Vorrichtung mit relativ niedrigen Saugzügen, beispielsweise mit
einem Unterdruck von ca. 100 mm Wassersäule, auskommen.
Bei einer Vorrichtung mit mehreren Behandlungsbädern wird nach einem anderen ^rfindungsgedanken vorgeschlagen, eine gemeinsame
Absaugeinrichtung vorzusehen.
Es ist auch möglich und für eine gute Entwässerung insbesondere
,bei dickeren Gütern vorteilhaft, die untere Preßwalze eines Preßwerkes
als Absaugwalze auszubilden, wobei das Gut an der Quetschfuge, aber auch vor und nach der Quetschfuge, abgesaugt werden
kann.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 - eine Vorrichtung mit einer unter Saugzug stehenden Siebtrommel
, ·
Fig. 2 - eine Vorrichtung mit zwei übereinander angeordneten Siebtrommeln.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 besitzt einen Flüssigkeitsbehälter 1,
der mit Behandlungsflüssigkeit 2 gefüllt ist. In dem Flüssigkeitsbehälter
1 befindet sich eine unter Saugzug stehende Siebtrommel 3 zum Führen des Gutes h durch die Behandlungsflüssigkeit 2. Der Siebtrommel
3 sind Führungswalzen 5 und 6 zugeordnet, welche als Siebwalzen
ausgebildet und an eine Saugeinrichtung (nicht gezeigt) angeschlossen sind. In den Siebwalzen 5 und 6 ist eine Abdeckung 10
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vorgesehen, welche lediglich einen Saugschlitz IL an den Führungs-Wcilzen
5 und 6 freilaßt. V/eitere Führungswalzen 7 und 8 "befinden
sich am Ein- und Auslauf des Fliissigkeitsbehälters 1. Anstelle die
Fiihrungswalzen 5 nnd 6 als perforierte Walzen auszubilden, können
auch Saugrohre 9» welche in der Zeichnung nur gestrichelt angedeutet sind, zwischen den Führungswalzen 6 und S bzw. aucii zwischen den
Führungswalzen 7 und 5 angeordnet sein.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 ist ähnlich aufgebaut wie die Vorrichtung
nach Fig. 1. jJie gleichen Teile sind daher mit den gLeichen
Buchstaben versehen. Bei dieser Vorrichtung sind zwei Siebtrommeln
übereinander angeordnet, wobei die untere Siebtrommel unter Saugzug
steht und die obere unter Überdruck. Dies ist insofern günstig, aa
die in die untere Siebtrommel 3 gesaugte Flüssigkeit durch einunddieselbe
Pumpe (nicht gezeigt), ivelche einer der beiden Si out rosine la
stirnseitig zugeordnet sein kann, in die obere Siebtrommel gepumpt
wird. Es können jedoch auch alle Siebtrommeln unter Saugzug oder unter Überdruck stehen bzw. kann auch die obere Siebtrommel unter
Saugzug und die untere unter Überdruck stehen. Die materialfreie
Seite ist bei diesen Siebtrommeln wie auch bei der Siebtrommel nach
Vorrichtung 1 vom Saugzug durch eine in der Siebtrommel angeordnete
Abdeckung 12 abgeschirmt. Bei der Vorrichtung nach Fig. 2 wird das Gut h über eine Führungswalze 7 und eine weitere der oberen Siebtrommel
3 zugeordnete Führungswalze 13 in die Flüssigkeit getaucht. Danach wird das Gut 6 um die obere Siebtrommel und dann unter die
untere Siebtrommel geführt. Um die Verweilstrecke.im Bad zu ver-.
längern, wird das Gut nach der Führungswalze 13, welche der unteren Siebtrommel 3 zugeordnet ist, über eine weitere Führungswalze Lh
geführt, ehe es zur Führungswalze 8 am Auslauf des Bades kommt. Der Führungswalze 8 ist ein Saugrohr 9 vorgeschaltet zum Entwässern
des Gutes. Eine weitere Entwässerung durch Abpressen kann erfolgen, wenn die Führungswalze 8 als Preßwalze ausgebildet und dieser eine
weitere Preßwalze 15, wie gestrichelt angedeutet, zugeordnet ist.
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Claims (11)
- ag ν 216 1 b 3 5 1 ü 6 ■Basel / SCHWEIZ W* 1-12-1966P A TENT A NSP R it C II Eerfahren zum Naßbehandeln, vorzugsweise Waschen und Tränken von flussigkeitsdurchlässigen, auf Längszug beanspruchbaren Gütern wie Kabel, Bänder, Garn, .Gewebe, Gewirke, Nadelfilz- und Tufting Viaren, Faservliese und ähnliche Güter in laufender Bahn, boi dem das Gut auf wenigstens einer von Behandlungsflüssigkeit durchfluteten Siebtrommel durch ein ßehandiungsbad geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut anschließend durch Absaugen entwässert wird, und zwar vorzugsweise an der Anströi.iseite der durch die Siebtrommel bzw. durch die letzte der Absaugung vorgeschalteten Siebtrommel erzeugten Flottenströmung.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut durch Absaugen und Abpressen entwässert wird.
- 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i mit einem Behälter, welcher wenigstens teilweise mit Behandlungs-. flüssigkeit gefüllt ist und in dem wenigstens eine von Flüssigkeit durchflutete Siebtrommel angeordnet ist, auf der das Gut geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte Absaugeinrichtung der Vorrichtung zugeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr bzw. ein Absaugrohr der Absaugeinrichtung einer Führungswalze am Auslauf der Vorrichtung unmittelbar zugeordne vorzugsweise vorgeschaltet ist.109813/1329
- 5. Vorrichtung nach einem eier vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Absaugrohr zwischen zwei Führungswalzen am Auslauf angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß v/enigstens eine Führungswalze der Vorrichtung perforiert und an die Absaugeinrichtung angeschlossen ist, wobei eine Abdeckung in oder um die Siebtrommel lediglich eine scr. iitzförmige Absaugung zuläßt.
- 7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche mit einer weitgehend vom Gut umschlungenen Siebtrommel, der zur Gutauflage und -abnähme je eine Führungswalze zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Führungswalze zur Gutabnahme als Absaugwalze ausgebildet ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche mit mehreren Behandlungsbädern, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswalze zwischen zwei Bädern als Absaugwalze ausgebil-d-et ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugwalze bzw. dem Aüsaugrohr ein I'reßwalzenpaar zugeordnet ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Behandlungsbäder mit einer gemeinsamen Absaugeinrichtung versehen sind.
- 11. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Preßwalze eines Preßwerkes als Absaugwalze ausgebildet ist.109813/1329Leerseife
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