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DE18609C - Verfahren und Apparate zur Fortbewegung von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Fortbewegung von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen

Info

Publication number
DE18609C
DE18609C DENDAT18609D DE18609DA DE18609C DE 18609 C DE18609 C DE 18609C DE NDAT18609 D DENDAT18609 D DE NDAT18609D DE 18609D A DE18609D A DE 18609DA DE 18609 C DE18609 C DE 18609C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
land
machine
locomotion
air vehicles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT18609D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. H. VAN DE KERKHOVE und TH. SNYERS FILS in Brüssel
Publication of DE18609C publication Critical patent/DE18609C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof
    • F02K9/42Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof using liquid or gaseous propellants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in BRÜSSEL.
Das System beruht auf dem Princip, dafs eine unter Druck stehende, aus einem Behälter ausströmende tropfbare oder gasförmige Flüssigkeit auf die der Ausflufsöffhung gegenüberliegende Wandung einen Druck ausübt, welcher direct im Verhältnifs der Ausströmungsgeschwindigkeit zu- oder abnimmt.
Die Apparate zerfallen in vier Theile: ι. den Generator der Gase, 2. den Regulator der Gasentwickelung, 3. den Regulator der Fortbewegung und 4. den Bewegung gebenden Ausbläser.
1. Der Gasgenerator. AA1, Blatt I, Fig. 1, ist eine elektrische Batterie von zwei oder mehr Elementen, deren Leitungsdrähte B B1 mit den beiden Platinspitzen CC1 verbunden sind, welche in dem gebogenen Glasrohr DD1 sitzen. Durch die Wirkung des Stromes, der nr'ttelst der Kurbel E geöffnet oder geschlossen werden kann, wird das Wasser im gebogenen Rohr zersetzt, Sauerstoff steigt in dem einen Schenkel auf und sammelt sich unter der Glocke F, während Wasserstoff, im anderen Schenkel aufsteigend, die doppelt so grofse Glocke F1 füllt.
2. Der Regulator der Gasentwickelung. G G1 ist ein gebogenes Rohr, welches reines Wasser, Salzwasser oder Quecksilber enthält, je nach dem Grad der Pressung, welche Natur und Zweck der Maschine erheischt. Das Rohr mündet in eine der Glocken FF' ein, das andere Ende O1 ist offen.
Auf dem Wasser (bezw. Quecksilber) ruht ein Schwimmer H mit U-förmig gebogener Stange /, deren unteres Ende J nicht leitend ist. Hier sind zwei oder mehrere Kupferplättchen KK aufgesetzt. Stange mit Plättchen können frei auf der Glasplatte L gleiten, in welche Stifte eingesetzt sind, die mit den von der Batterie kommenden Leitungsdrähten in Verbindung stehen, sowie es die Zeichnung darstellt, ü/ist eine mit dem Pol C verbundene Metallstange, auf der das untere (halbe) Plättchen schleift. Der vom negativen Pol der Batterie kommende Strom kann über dieses untere Plättchen, Stange M und Draht B nach C gelangen und wasserzersetzend wirken; die beiden Elemente sind durch das obere Plättchen in leitende Verbindung gebracht. Wird die Gasentwickelung bei Thätigkeit beider Elemente zu stark, und der Druck im Rohr G treibt den Schwimmer hoch, so verläfst das obere Plättchen die oberen, mit -J- und — bezeichneten Stiftchen,
das halbe Plättchen setzt den Stift mit dem
Stab M in leitende Verbindung, und somit ist das Element A1 aus dem Stromkreise ausgeschlossen. Es arbeitet nur das Element A. Rückt indessen der Schwimmer noch höher und auch das untere halbe Plättchen geht bei den Stiften vorbei, so hört der Strom ganz auf zu arbeiten, bis durch Sinken des Schwimmers H die Leitung für ein bezw. für beide Elemente wieder hergestellt wird.
3. Der Regulator der Fortbewegung besteht, ähnlich wie bei einer Dampfmaschine, aus Schwungrad, Schieber und zwei Cylindern, einem gröfseren W, dem das Wasserstoffgas durch Rohr O zuströmt, und einem kleineren (hinter W gelegenen), der durch Rohr iVSauer-
stoff empfängt. Die Gase drücken auf die Kolben, setzen Schwungrad, Vertheilungsschieber u. s. w. in Bewegung und entweichen (gleich dem Abdampf einer Dampfmaschine) durch ein gemeinsames Rohr in abgemessenen Quanten in den Explosionsraum des Ausbläsers. Fig. 8 zeigt die Vertheilungsschieber, deren Stangen cc1 geschlitzt sind, so dafs die Schieber stets plötzlich ihre Stellung verändern. Das Excenter des Grundschiebers A sitzt fest auf der Welle, während die Stellung des Excenters zur Führung des Schiebers B während des Ganges der Maschine verändert werden und mehr oder weniger Voreilung erhalten kann, und zwar in folgender Weise: Fig. io zeigt die Ansicht eines Schwungradarmes (an der Seite der Kurbel, Fig. 9, gesehen), Fig. 11 ist die Ansicht von der entgegengesetzten Seite. Die Schwungradwelle α ist hohl; die Arme des Schwungrades bilden, wie die Darstellung zeigt, Gleitwangen für ein Gewicht P (A und B sind die Vertical- und die Horizontalschnitte), in welchem die Stange t festsitzt. Diese Stange geht durch den fest aufgeschraubten Querriegel b hindurch und trägt unten einen gleitenden Querriegel c, gegen welchen sich eine Spiralfeder stützt. An dem Querriegel c, Fig. 10, sitzt die Zahnstange d, welche in einen Zahnkranz e des auf der Welle lose aufsitzenden Explosionsschieberexcenters B eingreift. Hieraus erhellt, dafs die Voreilung des Excenters verändert wird, wenn bei zu schnellem Gange der Maschine das Gewicht P infolge der Centrifugalkraft dem Radkranze sich nähert und die Spiralfeder zusammenprefst. Das obere Ende der Feder ist gegen den Riegel h gestützt, welcher mit der Gabelzahnstange f, Fig. 9 und 11, zusammenhängt. Die Zahnstange steht mit den Zahnrädern ti in Eingriff und dreht somit das Rädchen m, welches in den gleich einem Kammzapfen genutheten Bolzen χ eingreift. Derselbe tritt durch das Lager der Schwungradwelle nach aufsen und steht in Eingriff mit einem am Hebel S befindlichen Zahnsector r. Eine Schraube U am Hebel, welche in einem Schlitz T des Quadranten k gleitet, gestattet ein Feststellen des Hebels an beliebiger Stelle der Scala.
Man hat somit einen Regulator für die Vertheilung und für die Geschwindigkeit der Maschine.
Wenn man den Hebel S beispielsweise bis zur 'Zahl 120 hebt, so wird die Stange χ herausgezogen. Die Rolle m kommt unbeschadet der Bewegung der Maschine in Drehung, die Seitenrädchen ii ziehen die Gabelstange/ an, und die Spiralfeder im Schwungradarme wird durch die Verstellung des Riegels h wesentlich stärker gespannt, so dafs das Gewicht P erst bei einem höheren Grad der Geschwindigkeit der Maschine zu wirken anfängt und erst bei Ueberschreiten derselben das bewegliche Excenter B verschiebt.
Der Bewegung gebende Ausbläser ist das Hauptelement des Systems. Form und Dimensionen werden je nach dem Zweck der Maschine geändert. Das durch die Maschine eingeführte Wasserstoff- und Sauerstoffgas explodirt an der Flamme einer beliebigen Lampe, dehnt die Luft im Apparat aus, welche durch die enge Oeffnung X entweicht und dadurch einen starken Druck auf die der Oeffnung gegenüberliegende halbkugelige Basis ausübt, wodurch Bewegung erfolgt, Fig. 1.
Vor der Oeffnung X ist ein Trichter S angebracht, um der Luft nach der Explosion das Eintreten in den leer gewordenen Raum zu erleichtern (Reactionstrichter).
Landfahrzeuge. Dieselben werden mit doppelten konischen Ausbläsern, A und B, Fig. 2, versehen, die sich einander gegenüberstehen und je einen Reactionstrichter C und D haben. Der oben beschriebene Gaserzeugungsapparat findet auf dem Wagen Platz, das Gaszuleitungsrohr T wird mit einem Dreiweghahn E (Detail Fig. 2 a) versehen, um die Wirkung in dem Ausbläser A oder in B erfolgen lassen zu können, so' dafs Vorwärts- bezw. Rückwärtsbewegung erfolgt.
Wasserfahrzeuge. Dieselben erhalten Ausbläser in Form von Hörnern A und B, Fig. 3, welche zum Theil über, zum Theil unter der Wasserlinie liegen. Ein Luftventil D schliefst durch Eigengewicht und öffnet sich mit Leichtigkeit beim Eintreten der Luft nach erfolgter Explosion. Das Schiff wird am besten vorn und hinten symmetrisch gebaut, die Maschine findet in der Mitte unter dem Cajütenraum C Platz, und die Oeffnungen XX werden möglichst am Kiel angebracht, um die Steuerfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.
Luftfahrzeuge. Das Diagramm Z, Fig. 4a, zeigt, dafs eine Fläche ab (gleich der eines Drachens) vertical in die Höhe steigt. Fig. 4 stellt ein Luftschiff theilweise in Ansicht, theilweise im Durchschnitt dar. ABCD ist die Neigungsachse der Flügelfläche, deren Grundrifs Fig. 4 c und deren Vorderansicht Fig. 4 b zeigt. Die Fläche EBB1E1 ist, wie Fig. 4 b erläutert, etwas gebrochen. Der Körper des Schiffes ist verhältnifsmäfsig lang, schmal lind ziemlich hoch. Im Hintertheil liegt der Ausbläser .S1 in konischer Form mit runder Basis und kleiner Oeffnung O. Der Generator ruht in der Mitte, unter dem Mittelpunkt der Flügelfläche, und bildet so den Schwerpunkt des Ganzen.
Das Schiff in Ruhe schwimmt auf dem Wasser und wird nach der Luftfahrt wieder auf eine
Wasserfläche herabgelassen. Beim Anlassen der Maschine soll es sich aus dem Wasser heben und in die Luft steigen.
Stationäre Motoren. Dieselben sind Luftturbinen, horizontal oder vertical, von folgender Einrichtung: Drei oder mehr Ausbläser SS1 S", Fig. 7, sind zu einem Rade zusammengestellt. Vor den engen Austrittsöffhungen XX1 X" liegen Reactionstrichter PP1 P". Die vollen Theile V V1 V" dienen als Schwungrad. Auf einer Seite ist die Riemscheibe auf die Hauptwelle O aufgesetzt, auf der anderen Seite befinden sich drei Schlitze LL1L", in einem Kreise liegend, in der Seitenwand des Rades. Dieselben passiren bei der Rotation des Rades vor dem Zündlicht C und der Einströmungsöffnung / Die beiden Oeffnungen sind in der Stützplatte H so angeordnet, dafs die Füllung in einem Räume sich vollzieht, während im anderen die Explosion erfolgt. Die Gaspumpe ist hier einfach wirkend, und der Regulator wird nicht durch den Gasdruck bewegt, sondern durch die Turbine mittelst des Zahnrades D ■auf der Welle O, welches in das Zahnrad E auf der Achse G eingreift. Das Uebersetzungsverhältnifs ist so gewählt, dafs es drei Umdrehungen macht, während D einmal umgeht, so dafs jede der drei Kammern eine Pumpenfüllung erhält.

Claims (5)

Patent-Ansprüche: An Vorrichtungen zur Fortbewegung von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen:
1. Die Combination des Gasgenerators mit einem Regulator für die Gasentwickelung, bestehend aus dem Rohr G G1 mit Schwimmer H und den durch ihn bewegten, auf der Glasplatte L gleitenden Metallplättchen, um Theile der galvanischen Batterie nach Bedarf ein- oder auszuschalten.
2. Die Anordnung zum Verstellen der Schieberexcenter während des Ganges der Maschine, bestehend aus Gewicht P, Stange t mit Spiralfeder, Riegel c und Zahnstange d, im Eingriff mit dem Zahnkranz des Excenters B.
3. Die Einrichtung, mittelst welcher die Spiralfeder während des Ganges der Maschine mehr oder minder gespannt wird, bestehend aus dem Hebel S am Quadranten mit Zahnsector r der Zahnstange x, Rollen mit1, Gabel f und Querriegel.
4. Die Anordnung eines explosiven Gemisches von Wasserstoff und Sauerstoff in Ausbläsern der dargestellten Form auf Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen.
5. Die Einrichtung der beschriebenen Luftturbine mit im Kreise liegenden Oeffnungen der Explosionsräume behufs Speisung und Zündung.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT18609D Verfahren und Apparate zur Fortbewegung von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen Active DE18609C (de)

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