DE228654C - - Google Patents
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- DE228654C DE228654C DENDAT228654D DE228654DA DE228654C DE 228654 C DE228654 C DE 228654C DE NDAT228654 D DENDAT228654 D DE NDAT228654D DE 228654D A DE228654D A DE 228654DA DE 228654 C DE228654 C DE 228654C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02K—JET-PROPULSION PLANTS
- F02K7/00—Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof
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- Spray-Type Burners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 228654 -■ KLASSE 77 h. GRUPPE
Laut vorliegender Erfindung soll direkt unter (bzw. hinter) einer entsprechend ausgebildeten
starren Tragfläche durch schnell folgende Entzündungen eines durch feine Kanäle austretenden
Explosionsgemisches ein auf diese Fläche wirkender pulsierender Druck erzeugt werden,
welcher geeignet ist, der Schwerkraft oder Widerstandskraft das Gleichgewicht zu halten
oder dieselbe zu überwinden und so ein Aufsteigen und ein Fortbewegen des Apparates
in der Luft herbeizuführen.
Es soll hier also nicht die Reaktionskraft eines durch Düsenapparate in der zur Bewegungsrichtung
entgegengesetzten Richtung mit großer Geschwindigkeit in die Atmosphäre austretenden
Preßgases als Vortriebkraft nutzbar gemacht werden, sondern bei der Verwirklichung
des neuen Prinzips wird überhaupt kein Preßgas in einem geschlossenen Raum erzeugt. Das
Explosionsgemisch erhält nur so viel Über-, druck, daß es durch feine Kanäle unter die
Tragfläche austritt, und wird daselbst zur Explosion gebracht, und zwar in der Weise,
daß kein ständiger, sondern ein sich intermittierend vollziehender Verbrennungsprozeß
unterhalten wird. Der Apparat erhält also schnell aufeinanderfolgende Stöße bzw. Bewegungsimpulse, welche in ihrer Gesamtheit eine
der Schwerkraft entgegenwirkende und dieselbe eventuell überwindende Spannung oder Druckluft
erzeugen.
Je öfter pro Zeiteinheit diese Impulse statthaben, desto kleiner werden die Größenschwankungen
dieser Auf- bzw. Vortriebkraft ausfallen. Bei unendlich großer Frequenz der
Impulse würde diese Kraft konstant sein. Die Tragfläche ist mit dem Flugapparat unveränderlich,
oder aber nachgiebig in der Weise verbunden, daß nur eine geradlinige gegenseitige
Verschiebung in gewissen Grenzen stattfinden kann.
Zur Erläuterung des Wesens der Erfindung ist auf der Zeichnung ein Apparat zum Aufsteigen
in der Luft in beispielsweiser Ausführung schematisch veranschaulicht, und zwar in Fig. ι die Gesamtanordnung von der "Seite
gesehen und in Fig. 2 ein Teil der Tragfläche im Schnitt bei größerem Maßstab.
An der starren Tragfläche T ist eine zweite starre Fläche 5 mittels vorzugsweise rohrförmiger
Stangen P befestigt, auf der die nötigen Apparate aufgestellt sind. Diese bestehen in
der Hauptsache in einer Einrichtung zur Herstellung des Explosionsgemisches und einer
Stromunterbrechungsvorrichtung, welche die Entzündungen des Explosionsgemisches direkt
unterhalb der Tragfläche T bewirkt. Die erstgenannte Einrichtung besteht im vorliegenden
Falle aus dem Behälter A für einen geeigneten Brennstoff, z. B. Benzin, und dem Vergaser C,
durch welchen Luft hindurchgetrieben wird vermittels des Ventilators D mit elektrischem An-
triebsmotor E, der von der Stromquelle F gespeist wird. Das Benzin gelangt in den Vergaser
C nicht direkt aus dem Behälter A, sondern durch einen Zwischenbehälter B, in
dem die Brennstoffstandhöhe vermittels einer Schwimmervorrichtung konstant gehalten wird.
Der Brennstoff wird in den Vergaser C eingeführt und mit der hindurchziehenden Luft in
enge Berührung gebracht. Das sich hierbei
ίο bildende Explosionsgemisch gelangt durch ein
oder mehrere Rohre P und Q in den Hohlraum O der Tragfläche und fließt aus diesem durch
viele über diese Fläche verteilte und nach unten offene Röhrchen R (Fig. 2) in ununterbrochenen
feinen Strahlen in die Atmosphäre, um nach Austritt durch schnell aufeinanderfolgende Explosionen
verbrannt zu werden. Zur Herbeiführung der Explosionen dient bei der gezeichneten
Ausführungsform eine Stromquelle G, in derem Stromkreis ein Unterbrecher H liegt,
wobei eine Leitung an die Tragfläche T und die andere an eine von dieser isolierte und auf
deren unterer Seite angeordnete Platte M (Fig. 2) angeschlossen ist. L und N sind Isolationsplatten.
Bei Stromschluß werden sich zwischen M und den Röhrchen R Funken bilden und das ausgetretene Explosionsgemisch
entzünden.
Durch ein Ventil an der Brennstoffzuleitung und durch ein Luftventil am Vergaser, das zum
Ansaugen von atmosphärischer Luft dient, kann das Mischungsverhältnis von Brennstoff und
Luft im Explosionsgemisch bzw. dessen Explosionskraft derart geändert werden, daß bei
konstant bleibender Frequenz der Explosionen ein Auftrieb, ein Inderschwebehalten oder ein
Abstieg stattfindet. Dasselbe Resultat kann aber auch durch Änderung der Frequenz der
Explosionen erreicht werden.
Das wagerechte Fortbewegen in der Luft kann durch eine gleichartig ausgebildete senkrechte
Vortriebfläche oder aber durch die bekannten Schraubenpropeller bewirkt werden. Bei geneigt eingestellter Fläche T wird Auftrieb
und Vortrieb gleichzeitig erzielt. Durch Explosionen unter geneigt und eventuell veränderlich
eingestellten Flächen kann der Apparat auch gesteuert werden, und diese Steuerungsweise
kann gegebenenfalls neben den bekannten Steuervorrichtungen Anwendung finden.
Um bei schnellem Vortreiben des Apparates dem Abblasen des Explosionsgemisches durch
die Luft Rechnung zu tragen, kann die Tragfläche T in der Richtung nach hinten (allgemein
in der Richtung, in welcher das Explosionsgemisch abgeblasen wird) eine Verlängerung erhalten,
welche an Stelle der Gasaustrittsröhrchen R volle Stifte für die Funkenbildung besitzt,
so daß dort aufgefangenes Explosionsgemisch noch zur Entzündung gebracht wird.
Das Abblasen des in feinen Strahlen austretenden Explosionsgemisches kann auch durch geeignet
einstellbare Schutzflächen an der Vorderkante der Tragfläche beseitigt oder abgeschwächt
werden. . .
Die möglichst rasch aufeinanderfolgenden Explosionen müssen möglichst schnell ihren Abschluß
erreichen, damit nicht ein stetiger Verbrennungsprozeß sich entwickele, und Explosion
von Explosion zeitlich immer möglichst scharf abgetrennt bleibe. Dies ist Grundbedingung
für die praktische Ausführbarkeit des Apparates. Dies Gemisch muß im Falle eines
flüssigen Brennstoffes (z. B. Benzin) ein Dampfgasgemisch sein, da auch die feinsten Tropfchen
(Nebel) eine Verlangsamung der Explosion nach sich ziehen und folglich die der Tragfläche
mitzuteilenden Impulse abschwächen würden. Um dies zu erreichen, wird zweckmäßig
ein Vergaser mit Vorwärmung des Benzins 0. dgl. in Anwendung gebracht oder aber das
fertige Gemisch vor Austritt in die Atmosphäre erwärmt. Zu diesem Zweck kann in der Kammer
O eine geeignete Temperatur aufrechterhalten werden.
Da die Röhrchen R mit den feinen Kanälen nur dann die Verbreitung der Explosion in die
Kammer O verhindern, wenn ihre Temperatur unterhalb einer gewissen Grenze liegt, und da
bei zu starker Erhitzung der Austrittsenden dieser Röhrchen ein ununterbrochener Verbrennungsprozeß
eintreten würde, so muß für deren Kühlung und eventuell auch für die Kühlung der Platte M gesorgt werden. Dies
kann durch Luft- oder Wasserzirkulation erreicht werden. Um den mit Explosionsgemisch
angefüllten großen Hohlraum O, der unter gewissen Umständen gefährlich werden könnte,
entbehrlich zu machen, kann jedes Röhrchen R für sich, oder mehrere solcher entsprechend
gruppierter Röhrchen für sich, direkt an das Speiserohr P angeschlossen sein. Die Tragfläche
wird in diesem Falle durch die Isolationsplatte L und die untere Metallplatte M gebildet.
In diesem Falle, d. h. wenn kein großer Sammelraum O vorhanden ist, kann das Explosionsgemisch
auch ruckweise durch die Röhrchen R in die Atmosphäre ausgeblasen werden,
wobei dann natürlich die Frequenz der Gasstöße und der Funkenbildungen zeitlich genau
koordiniert sein müssen, was durch verschiedene bekannte Mittel erreicht werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum Aufsteigen und Fortbewegen in der Luft durch Rückstoß explodierender Gasgemische, dadurch gekennzeichnet, daß das fertige Gemisch durch feine Poren einer starren Tragfläche aus-tritt und vor dieser zur Explosion gebracht wird.
- 2. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die starre Tragfläche (T) eine isolierte Metallplatte (M) besitzt, durch welche die von den feinen Gasaustrittsröhrchen (R) durchsetzten ringförmigen Vorsprünge der Isolationsplatte (L) hervortreten, wobei die Explosionen des Gasgemisches durch zwischen R und M erzeugte elektrische Funken herbeigeführt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE228654C true DE228654C (de) |
Family
ID=489029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228654D Active DE228654C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228654C (de) |
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