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DE228654C - - Google Patents

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Publication number
DE228654C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixture
air
wing
explosions
fine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT228654D
Other languages
English (en)
Publication of DE228654C publication Critical patent/DE228654C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K7/00Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Spray-Type Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 228654 -■ KLASSE 77 h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1909 ab.
Laut vorliegender Erfindung soll direkt unter (bzw. hinter) einer entsprechend ausgebildeten starren Tragfläche durch schnell folgende Entzündungen eines durch feine Kanäle austretenden Explosionsgemisches ein auf diese Fläche wirkender pulsierender Druck erzeugt werden, welcher geeignet ist, der Schwerkraft oder Widerstandskraft das Gleichgewicht zu halten oder dieselbe zu überwinden und so ein Aufsteigen und ein Fortbewegen des Apparates in der Luft herbeizuführen.
Es soll hier also nicht die Reaktionskraft eines durch Düsenapparate in der zur Bewegungsrichtung entgegengesetzten Richtung mit großer Geschwindigkeit in die Atmosphäre austretenden Preßgases als Vortriebkraft nutzbar gemacht werden, sondern bei der Verwirklichung des neuen Prinzips wird überhaupt kein Preßgas in einem geschlossenen Raum erzeugt. Das Explosionsgemisch erhält nur so viel Über-, druck, daß es durch feine Kanäle unter die Tragfläche austritt, und wird daselbst zur Explosion gebracht, und zwar in der Weise, daß kein ständiger, sondern ein sich intermittierend vollziehender Verbrennungsprozeß unterhalten wird. Der Apparat erhält also schnell aufeinanderfolgende Stöße bzw. Bewegungsimpulse, welche in ihrer Gesamtheit eine der Schwerkraft entgegenwirkende und dieselbe eventuell überwindende Spannung oder Druckluft erzeugen.
Je öfter pro Zeiteinheit diese Impulse statthaben, desto kleiner werden die Größenschwankungen dieser Auf- bzw. Vortriebkraft ausfallen. Bei unendlich großer Frequenz der Impulse würde diese Kraft konstant sein. Die Tragfläche ist mit dem Flugapparat unveränderlich, oder aber nachgiebig in der Weise verbunden, daß nur eine geradlinige gegenseitige Verschiebung in gewissen Grenzen stattfinden kann.
Zur Erläuterung des Wesens der Erfindung ist auf der Zeichnung ein Apparat zum Aufsteigen in der Luft in beispielsweiser Ausführung schematisch veranschaulicht, und zwar in Fig. ι die Gesamtanordnung von der "Seite gesehen und in Fig. 2 ein Teil der Tragfläche im Schnitt bei größerem Maßstab.
An der starren Tragfläche T ist eine zweite starre Fläche 5 mittels vorzugsweise rohrförmiger Stangen P befestigt, auf der die nötigen Apparate aufgestellt sind. Diese bestehen in der Hauptsache in einer Einrichtung zur Herstellung des Explosionsgemisches und einer Stromunterbrechungsvorrichtung, welche die Entzündungen des Explosionsgemisches direkt unterhalb der Tragfläche T bewirkt. Die erstgenannte Einrichtung besteht im vorliegenden Falle aus dem Behälter A für einen geeigneten Brennstoff, z. B. Benzin, und dem Vergaser C, durch welchen Luft hindurchgetrieben wird vermittels des Ventilators D mit elektrischem An-
triebsmotor E, der von der Stromquelle F gespeist wird. Das Benzin gelangt in den Vergaser C nicht direkt aus dem Behälter A, sondern durch einen Zwischenbehälter B, in dem die Brennstoffstandhöhe vermittels einer Schwimmervorrichtung konstant gehalten wird. Der Brennstoff wird in den Vergaser C eingeführt und mit der hindurchziehenden Luft in enge Berührung gebracht. Das sich hierbei
ίο bildende Explosionsgemisch gelangt durch ein oder mehrere Rohre P und Q in den Hohlraum O der Tragfläche und fließt aus diesem durch viele über diese Fläche verteilte und nach unten offene Röhrchen R (Fig. 2) in ununterbrochenen feinen Strahlen in die Atmosphäre, um nach Austritt durch schnell aufeinanderfolgende Explosionen verbrannt zu werden. Zur Herbeiführung der Explosionen dient bei der gezeichneten Ausführungsform eine Stromquelle G, in derem Stromkreis ein Unterbrecher H liegt, wobei eine Leitung an die Tragfläche T und die andere an eine von dieser isolierte und auf deren unterer Seite angeordnete Platte M (Fig. 2) angeschlossen ist. L und N sind Isolationsplatten. Bei Stromschluß werden sich zwischen M und den Röhrchen R Funken bilden und das ausgetretene Explosionsgemisch entzünden.
Durch ein Ventil an der Brennstoffzuleitung und durch ein Luftventil am Vergaser, das zum Ansaugen von atmosphärischer Luft dient, kann das Mischungsverhältnis von Brennstoff und Luft im Explosionsgemisch bzw. dessen Explosionskraft derart geändert werden, daß bei konstant bleibender Frequenz der Explosionen ein Auftrieb, ein Inderschwebehalten oder ein Abstieg stattfindet. Dasselbe Resultat kann aber auch durch Änderung der Frequenz der Explosionen erreicht werden.
Das wagerechte Fortbewegen in der Luft kann durch eine gleichartig ausgebildete senkrechte Vortriebfläche oder aber durch die bekannten Schraubenpropeller bewirkt werden. Bei geneigt eingestellter Fläche T wird Auftrieb und Vortrieb gleichzeitig erzielt. Durch Explosionen unter geneigt und eventuell veränderlich eingestellten Flächen kann der Apparat auch gesteuert werden, und diese Steuerungsweise kann gegebenenfalls neben den bekannten Steuervorrichtungen Anwendung finden.
Um bei schnellem Vortreiben des Apparates dem Abblasen des Explosionsgemisches durch die Luft Rechnung zu tragen, kann die Tragfläche T in der Richtung nach hinten (allgemein in der Richtung, in welcher das Explosionsgemisch abgeblasen wird) eine Verlängerung erhalten, welche an Stelle der Gasaustrittsröhrchen R volle Stifte für die Funkenbildung besitzt, so daß dort aufgefangenes Explosionsgemisch noch zur Entzündung gebracht wird.
Das Abblasen des in feinen Strahlen austretenden Explosionsgemisches kann auch durch geeignet einstellbare Schutzflächen an der Vorderkante der Tragfläche beseitigt oder abgeschwächt werden. . .
Die möglichst rasch aufeinanderfolgenden Explosionen müssen möglichst schnell ihren Abschluß erreichen, damit nicht ein stetiger Verbrennungsprozeß sich entwickele, und Explosion von Explosion zeitlich immer möglichst scharf abgetrennt bleibe. Dies ist Grundbedingung für die praktische Ausführbarkeit des Apparates. Dies Gemisch muß im Falle eines flüssigen Brennstoffes (z. B. Benzin) ein Dampfgasgemisch sein, da auch die feinsten Tropfchen (Nebel) eine Verlangsamung der Explosion nach sich ziehen und folglich die der Tragfläche mitzuteilenden Impulse abschwächen würden. Um dies zu erreichen, wird zweckmäßig ein Vergaser mit Vorwärmung des Benzins 0. dgl. in Anwendung gebracht oder aber das fertige Gemisch vor Austritt in die Atmosphäre erwärmt. Zu diesem Zweck kann in der Kammer O eine geeignete Temperatur aufrechterhalten werden.
Da die Röhrchen R mit den feinen Kanälen nur dann die Verbreitung der Explosion in die Kammer O verhindern, wenn ihre Temperatur unterhalb einer gewissen Grenze liegt, und da bei zu starker Erhitzung der Austrittsenden dieser Röhrchen ein ununterbrochener Verbrennungsprozeß eintreten würde, so muß für deren Kühlung und eventuell auch für die Kühlung der Platte M gesorgt werden. Dies kann durch Luft- oder Wasserzirkulation erreicht werden. Um den mit Explosionsgemisch angefüllten großen Hohlraum O, der unter gewissen Umständen gefährlich werden könnte, entbehrlich zu machen, kann jedes Röhrchen R für sich, oder mehrere solcher entsprechend gruppierter Röhrchen für sich, direkt an das Speiserohr P angeschlossen sein. Die Tragfläche wird in diesem Falle durch die Isolationsplatte L und die untere Metallplatte M gebildet. In diesem Falle, d. h. wenn kein großer Sammelraum O vorhanden ist, kann das Explosionsgemisch auch ruckweise durch die Röhrchen R in die Atmosphäre ausgeblasen werden, wobei dann natürlich die Frequenz der Gasstöße und der Funkenbildungen zeitlich genau koordiniert sein müssen, was durch verschiedene bekannte Mittel erreicht werden kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Aufsteigen und Fortbewegen in der Luft durch Rückstoß explodierender Gasgemische, dadurch gekennzeichnet, daß das fertige Gemisch durch feine Poren einer starren Tragfläche aus-
    tritt und vor dieser zur Explosion gebracht wird.
  2. 2. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die starre Tragfläche (T) eine isolierte Metallplatte (M) besitzt, durch welche die von den feinen Gasaustrittsröhrchen (R) durchsetzten ringförmigen Vorsprünge der Isolationsplatte (L) hervortreten, wobei die Explosionen des Gasgemisches durch zwischen R und M erzeugte elektrische Funken herbeigeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
DENDAT228654D Active DE228654C (de)

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