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Fessel zur Aufrechterhaltung des Passganges
Die Neuerung bezieht sich auf eine Fessel zur Aufrechterhaltung der als Passgang
bezeichneten Gangart für Pferde.
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Die Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber der in der amerikanischen
Patentschrift 2 697 902 beschriebenen Fessel dar. Die dort beschriebene Fessel besteht
aus einer Schleife aus flexiblem Metalldraht, welcher in einem geeigneten Hautschoner
angebracht ist und ein Vorderbein und ein Hinterbein eines Pferdes umschlingt. Dabei
sind auch Mittel vorgesehen, um die Enden der Schleife zu befestigen und die Grösse
der Schleife einstellen zu können. Bei der Benutzung dieser Fessel hat sich herausgestellt,
dass wegen des Mangels an Elastizität des Metalldrahtes die zur Einstellung der
Grösse der Schleife dienenden Mittel verrutschen können, was zur Folge haben kann,
dass das Pferd nicht bei der erforderlichen Gangart bleibt und das Rennen verliert.
Wenn andererseits die Verstellmittel so fest angezogen werden, dass sie nicht verrutschen
können, so wird der Metalldraht geschwächt und kann im Gebrauch brechen. Es besteht
somit
ein Bedarf nach einer genügend festen und gleichzeitig genügend leichten Fessel
zur Aufrechterhaltung des Passganges für Pferde, die sich im Gebrauch nicht verstellen
und nicht brechen kann.
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Die Neuerung bezieht sich auf eine Fessel zur Aufrechterhaltung des
Passganges für Pferde mit einer dem Vorderbein und dem Hinterbein des Pferdes zugeordneten
Schleife und mit einem schlauchartigen Hautschoner auf diesen Schleifen sowie mit
Verstellmitteln zwischen den Schleifen und ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Schleifen aus einem flachen Kunststoffstreifen bestehen und der Kunststoffstreifen
innerhalb der schlauchartigen Hautschoner um seine Längsachse gefaltet verläuft.
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Durch dieses letztere Merkmal wird bei einem Material, nämlich dem
Kunststoff, welches die an sich für den Kunststoff bekannte Eigenschaft der geringen
Dehnbarkeit aufweist, eine von einem rechteckigen flachen Querschnitt verhältnismässig
stark abweichende Querschnittsform des Kunststoffstreifens, soweit dieser innerhalb
des Hautschoners verläuft, geschaffen, die zur Ausfüllung des lichten Querschnitts
der Hautschonerschläuche besser geeignet ist als ein flacher Querschnitt.
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Man kann gewünschtenfalls aber auch einen durchlaufenden Kunststoffstreifen
für das Vorderbein und für das Hinterbein verwenden. Die beiden Kunststoffstreifen
werden miteinander verbundes und die Länge der ganzen Fessel kann eingestellt werden.
Man kann die Länge der ganzen Fessel auch bei Benutzung nur eines einzigen Kunststoffstreifens
für die ganze Fessel einstellen.
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Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Fessel gemäss einer
Ausführungsform der Neuerung.
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Fig. 2 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Aufsicht
auf
die Fessel gemäss Fig. 1.
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Fig. 3 ist eine Schnittansicht längs der Schnittebene 3-3 in Fig.
2.
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Fig. 4 ist eine Aufsicht auf die zur Verstellung der Länge der Fessel
dienenden Einrichtungen.
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In Fig. 1 enthält die im ganzen mit 10 bezeichnete Fessel die flachen,
flexiblen und halbelastischen Kunststoffstreifen 12 und 14, welche innerhalb der
als Hautschoner dienenden Schläuche 16 und 18 angeordnet sind. Mit einer Vorrichtung
20 werden die Enden der Streifen 12 und 14 zusammengehalten und eine Einstellung
der Länge der Fessel 10 ermöglicht.
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Die Fessel enthält also einen Streifen 12, der in einem als Hautschoner
für das Hinterbein dienenden Schlauch 16 angeordnet ist. Der Streifen 12 besteht
aus Kunststoff von geeigneter Art. Der Kunststoffstreifen wird, wie aus Fig. 1 und
3 ersichtlich, vor der Einführung in den Schlauch 16 in seiner Längsrichtung gefaltet.
Gewünschtenfalls kann man den gefalteten Streifen auch vernähen oder in seinem zusammengefalteten
Zustand anderweitig zusammenheften, um die Faltung aufrechtzuerhalten. In einem
Block 22 sind die freien Enden des Schlauches 16 befestigt. Dieser Block 22 besteht
aus zwei Teilen 24 und 26, die aus Kunststoff bestehen können. Wie in Fig. 2 zu
erkennen, werden die freien Enden 16a und 16b des Schlauches 16 von rechts in Öffnungen
28 eingefügt, welche sich in dem aus dem Unterteil 24 und dem Oberteil 26 bestehenden
Block 22 befinden. Von der
linken Seite in Fig. 2 aus sind in diese
Öffnungen aus Metall oder aus Kunststoff bestehende Rohre 30 eingesetzt. Diese Rohre
30 sollen eine starke Abnutzung des Blocks 22 bei längerer Benutzung verhindern.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist an der Oberseite der Blockhälfte 26 eine Öffnung
32 vorgesehen und die beiden Blockhälften werden mittels eines Bolzens 34 (Fig.
2) aneinander befestigt. Ein Bolzen 36 dient zur Befestigung eines Streifens 38,
dessen Zweck weiter unten noch erläutert werden wird. Gewünschtenfalls kann gemäss
Fig. 3 der Bolzen 36 noch mit einer Hülse 39 umgeben werden, um den Streifen 38
zu schonen.
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Der vordere Teil der Fessel 10 mit einem Streifen 14, einem Schlauch
18 und einem Block 40 ist ebenso wie der eben beschriebene hintere Tei ausgebildet.
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Im folgenden sei nun an Hand der Fig. 1 und 4 die Vorrichtung 20
beschrieben. Diese Vorrichtung 20 besteht aus einem U-förmigen Bügel 42, auf dem
die Bolzen 44, 46 und 48 so aufgereiht sind, dass sie auf den Bügelschenkeln gleiten
können. Nach der Aufreihung der Bolzen auf die Bügelschenkel werden die Muttern
50 festgezogen. Um den Bolzen 44 werden die beiden Enden des Streifens 14 herumgeschlungen
und in einer geeigneten Weise beispielsweise durch Vernähen befestigt. Die Enden
des Streifens 12 werden an ihrer Austrittsstelle aus dem Block 22 aneinander befestigt
beispielsweise miteinander vernäht und das vernäht Ende dann in der aus Fig. 4 ersichtlichen
Weise zwischen das in Fig. 4 rechte Ende des Bügels und den Bolzen 48 eingeführt.
Die
beiden miteinander vernähen Enden des Streifens 12 umschlingen
ferner den Bolzen 46 und nochmals den Bolzen 48, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Der Teil 52 des Streifens 12 in Fig. 1 kann also mit Hilfe der Vorrichtung 20 auf
eine beliebige Länge eingestellt werden. Der Bolzen 46 wird auf seinem Umfang vorzugsweise
mit eine Rändelung versehen, wie in Fig. 1 und 4 angedeutet, um die Reibung des
Streifens 12 auf dem Umfang dieses Bolzens zu vergrössern.
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Infolge des lockeren Sitzes der Bolzen 46 und 48 auf den Schenkeln
des Bügels 42 zieht sich das die Bolzen 46 und 48 umschlingende Ende der Schleife
12 bei einem in der Längsrichtung der Fessel auftretenden Zug selbsttätig fest.
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Am rechten und linken Ende der Fessel in Fig. 1 sind noch Befestigungsstreifen
54 und 56 vorgesehen, die zur Befestigung der Fessel 10 in üblicher Weise benutzt
werden können. Die Streifen 54 und 56 sind an den Streifen 12 und. 14 in der in
Fig. 2 dargestellten Weise angebracht. In jedem der Schläuche 16 und 18 befindet
sich eine Öffnung 58 und die Streifen 54 und 56 umschlingen die Streifen 12 und
14. Die Streifen 54 bzw. 56 können nach ihrer Anbringung mittels des Fadens 60 vernäht
werden. An den beiden Blöcken 22 und 40 sind weitere Streifen 38 bzw. 62 angebracht.
Der Streifen 38 umschlingt den Bolzen 36 in der oben beschriebenen Weise und der
Streifen 62 wird in gleicher Weise an einem Bolzen 64 im Block 40 befestigt. Es
wird im folgenden nur der Streifen 62 im einzelnen beschrieben, da die Befestigungsstreifen
54, 38 und 56 ebenso ausgeführt und befestigt
werden können. Der
Streifen 62 besteht aus einem einzigen Stück Kunststoffe dessen eines Ende an einer
Riemenschliesse 68 befestigt ist. Von der Schliesse 68 verläuft der Streifen 62
nach unten, umschlingt den Bolzen 64, verläuft wieder nach oben, passiert dabei
an der Stelle 66 die Riemenschliesse 68 und durchsetzt eine Öse eines Karabinerhakens
72. Das aus dieser Öse austretende Ende 70 mündet dann in der Riemenschliesse 68.
Man kann also die Länge des Streifens 62 entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen
einstellen und kann dann die Fessel mittels Karabinerhaken, nach Art des Hakens
72, die in der gleichen Weise an den Streifen 38, 54 und 56 anzubringen sind, an
dem Geschirr des Pferdes befestigen.
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Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Fessel besteht darin, dass
sie leicht durch Abspülen mit Wasser gereinigt werden kann.