DE1703248A1 - Abschussrohr mit Zwangsrotation fuer Raketen - Google Patents
Abschussrohr mit Zwangsrotation fuer RaketenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SCHDNWALD 1703248
DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
23, k. I968
Sch/cg
Dynamit Hobel Aktiengesellschaft, Troisdorf.
Abschußrohr mit Zwangsrotation für Raketen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Abschußrohr mit Zwangsrotation für Raketen, vorzugsweise mit Klappleitwerk.
Die herkömmlichen Absohußrohre für Raketen der genannten Art, die auch Werferrohre genannt werden, sind an der Innenseite
mit schwach spiralförmig verlaufenden Nuten versehen, in die überkalibrige Stifte der Rakete zur Führung eingreifen.
Die Herstellung solcher Werferrohre erfolgte Mittels spangebender Verarbeitung, was einerseits verhältnismäßig aufwendig
ist und andererseits die Gefahr des Entstehens von Ungenauigkeiten nicht ausschließt. Außerdem mußten die Werferrohre
für die Durchführung der spanabhebenden Bearbeitung eine verhältnismäßig große Wandstärke aufweisen, wodurch das
Werferrohr schwer wird. Da die Werferrohre auf einem Gestell in vielfacher Anzahl zu Bündeln zusammengefaßt sind, ergeben
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sioh verhältnismäßig große Gewichte, was insbesondere von
Nachteil ist, wenn das Aufnahmegestell verfahrbar und möglichst mobil sein soll.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Abschußrohr mit Zwangsrotation für die daraus abzuschießende Rakete zu schaffen, das einfach
in der Herstellung, verhältnismäßig leicht im Gewicht ist und eine entsprechende Stabilität aufweist. Die Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, daß das Abschußrohr als dünnwandiges Rohr konstanter Wanddicke außer den die Stifte der
Rakete aufnehmenden Nuten mit weiteren in Längsrichtung des Rohres verlaufenden Sicken versehen ist.
Auf diese Weise läßt sich ein Abschußrohr für den genannten Zweck erhalten, das durch eine spanlose Verformung hergestellt
werden kann, wodurch an Arbeits- und Materialaufwand gespart wird. Zugleich erhält das Abschußrohr trotz seiner
Dünnwandigkeit eine ausreichende Formstabilität. Ferner ist
die Gewähr gegeben, daß das Abschußrohr in einer Genauigkeit hergestellt v/erden kann, die bei der spanabhebenden Bearbeitung
des Rohres nicht sicher zu erreichen ist. Man erzielt ferner eine wesentliche Gewichtseinsparung, was für die Verwendung
des Abschußrohres in einer Vielzahl auf einem mobilen Fahrzeug von großer Bedeutung ist.
Das Abschußrohr gemäß derErfindung kann in mehrfacher Weise ausgebildet sein. Bei der einen Ausführungsform kann der
Durchmesser des dünnwandigen Rohres dem Durchmesser der Rakete entsprechen. Hierbei stellen die Nuten und Sicken - im Querschnitt
gesehen - radial nach außen geführte Erhebungen dar. Bei einer anderen Ausführungsform kann man den Durchmesser
des dünnwandigen Rohres größer als den Durchmesser der Rakete halten. Hierbei sind die die Nuten bildenden Randzonen der
Rohrwandung und die Sicken bis zum Rake-tendurchmesser nach innen ragend anzuordnen.
Die Herstellung des dünnwandigen Rohres läßt sich durch Ziehen oder Strangpressen o.dgl. erreichen. Zur Erzielung des Drallwinkels
bei den Nuten und Sicken erhält das Rohrprofil auf dem Ziehstein und auf der Matrize eine Neigung. Der Ziehstein
und die Matrize werden dabei drehbar gelagert. Beim Ziehvorgan-j;
kann sich somit das V/erkzeug in das ungesickte Rohr einschrauben. Das Rohr wird also während des Ziehvorganges zugleich
mit einem Drall versehen. Man kann auch so vorgehen, daß das Rohr mit der durch Nuten und Sicken sich ergebenden
Querschnittsgestaltung längs gezogen und danach verdrallt wird. Diesen Arbeitsgang wird man vorzugsweise bei im Strangpreßverfahren
hergestellten Rohren vornehmen. Bei einem stranggepreßten Rohr, z.B. aus Leichtmetall, kann dieses zur Bildung
der Nuten im Bereich dieser eine Materialanhäufung aufweisen. In allen Fällen ist die Wandstärke des Abschußrohres um die
Nuttiefe geringer als die Wandstärke bei den bekannten Abschußrohren.
Das Abschußrohr gemäß der Erfindung kann aus jedem geeigneten Material bestehen, vorzugsweise aus Stahl, aber auch aus Leichtmetall.
Die Erfindung wird anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform eines
Abschußrohres gemäß der Erfindung, während
Fig. 2 eine Seitenansicht darstellt.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine weitere Ausführungsform
im Querschnitt und in Seitenansicht.
Fig, 5 und 6 veranschaulichen im Querschnitt und in Seitenansicht
ein vorzugsweise stranggepreßtes Rohr gemäß der Erfindung.
1 0 9G5; /00?6
In den Fig, 7 und δ ist eine andere Λ usfüh rungs form eines
stranggepreßten Rohres im Querschnitt und in Seitenansicht dargestellt.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 und 2 ist das Rohr 1 vorzugsweise
als gezogenes Rohr, z.B. aus Stahl, so ausgebildet, daß das Rohr zwei längsgeführte Nuten 2, in die die kalibrierten
Stifte 3 der Rakete 4 eingreifen, ;nd zwei weitere
Sicken 5 aufv/eist. Der Durchmesser des Abschußrohres 1 ist Jem Durchmesser der Rakete 4 angepaßt. Die Nuten 2 und die
oicken 5 sind nach außen geführt. Nuten und Sicken verlaufen f;chv;ach spiralförmig. Die V/andstärke des Rohres 1 ist auf dom
ganzen Umfang konstant.
Bei der Ausführungsform der Fig. 3 und 4 weist das Rohr 6
einen größeren Durchmesser als das Kaliber der Rakete 4 auf. Die die Hüten 2 bildenden Randzonen 2a, wie auch die Sicken "f,
sind so vielt nach innen ragend vorgesehen, daß die Rakete durch die Randzonen 2a und die Sicken 7 geführt wird. Auch
hierbei v/eist das Abschußrohr im Querschnitt eine konstante V/andstärke auf. Kuten und Sicken verlaufen schwach spiralförmig
.
D';c /-. .,sführungEoeispiel der Fig. '^ und G entspricht im irosent-IiOJi-^r:
derjenigen der Fig. 1 und k mit ö-.-v Ausnahme, daß es
sich \;:n ein si-ranggeproßtc-s /'ohr B handelt. Die oicken 5 sind
■:.-:■ :\\ -L-.j.i--.-:i ·: "haben , :ctalte';. Zur Bildung der 1 Juten 2 für die
:;'u:.rv:ir jer Stifte j; der Rakete '-'<
ist cn π Rohr im J3ereicn üci·
'.■•Jtei. :u.4; einer '■Ίε-terialanhävfung 9 /trsohen. Bei d<..jr Au:;-I'üii?1·.::.
.v.-forr. ο er Fi:;. / und ο ist ent:: .^'^ch-^nd der Ausf ünrui.gs-
; .r'S j -.- ' Fi . " L':n ■■ aas Rohr 10 im Durciimcssei' gr;ji'i'":r ·■; 1 s
dir :v >:::■:-ΐ -; :;·'-.;.al ·;.:.. Entsprechend π in·: die Sickc.-i 7 nac;
j ■..:.'■:. VGrl-r:f ■- r.-; ffülirt. A:on dl'; 'i·-. ■;-.■ 11I -ilanhäufunr U ::\r.'
~i'. Ι·λ-:-■:..■;
<]~: "■-*;■'.·η Γ: : :.-t auf eier Inner.rv :ΐί- des Ro};rt:S 10 v^r·-
die .a.keto nur im W-v-λ..-, -lev Führungsnul
Claims (9)
1./Abschußrohr mit Zwangs ro ta ti ο η für Raketen, vorzugsweise
mit Klappleitwerk, bei dem das Rohr an der Innenseite schwach spiralförmig verlaufende Nuten aufweist, in die
überkalibrierte Stifte der Rakete eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschußrohr (1,6,8,16) als dünnwandiges
Rohr konstanter Wanddicke außer den die Stifte (3) der Rakete (4) aufnehmenden Nuten (2) mit weiteren
in Längsrichtung des Rohres verlaufenden Sicken (5*7) versehen ist.
2. Abschußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des dünnwandigen Rohres (1,8) dem
Durchmesser der Rakete (4) entspricht und die Nuten (2) und Sicken (5) - im Querschnitt gesehen - radial nach
außen geführte Erhebungen darstellen.
J. Abschußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser des dünnwandigen Rohres (6,lo) größer als der Durchmesser der Rakete (4) vorgesehen ist
und daß die die Nuten bildenden Randzonen (2a) des Rohres und die Sicken (7) bis zum Raketendurchmesser nach innen
ragend angeordnet sind.
4. Abschußrohr nach einem der Ansprüche 1 - j5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr mit der durch Nuten und Sicken sich ergebenden Querschnittsgestaltung ein durch Ziehen
hergestelltes Rohr ist.
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5. Abschußrohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr nach dem Ziehvorgang verdrallt wird.
6. Abschußrohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr zugleich während des Ziehvorganges mit einem Drall versehbar ist.
7. Abschußrohr nach einem der Ansprüche 1-5* dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr mit der durch Nuten und
Sicken sich ergebenden Querschnittsgestaltung ein durch Strangpressen hergestelltes Rohr ist, wobei das Rohr
nachträglich verdrallt sein kann.
3. Abschußrohr nach einem der Ansprüche 1-5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das stranggepreßte Rohr
zur Bildung der Nuten im Bereich dieser eine Materialanhäufung (9, 11) auf v/eist.
9. Abschußrohr nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Leichtmetall hergestellt 1st.
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