DE1771171A1 - Verfahren zur Herstellung von mit Poren versehenen keramischen Artefakten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Poren versehenen keramischen ArtefaktenInfo
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Description
PATE NTA,**..
PATENTANWALTDIPL-INCR-MOLLEr-BORNER PATENTANWALT D I P L-1 N G. H AN S-H. WEY
BERLIN-DAHLEM 33 · PO D BI ELSKIALLEE 68 8 MDNCHEN 22 · Wl D E NM AYE RSTRAS S E 49
TEL. 0311 - 762907 -TELEGR. PROPINDUS ■ TELEX 0184057 TEL. 0811 ■ 225585 · TELEGR. PROPINDUS · TELEX 0524244
20405 Berlin, den 16. April 1968
Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) Brüssel/Belgien
Verfahren zur Herstellung von mit Poren versehenen keramischen Artefakten
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit
Poren versehenen keramischen Artefakten.
Es ist bekannt, dass Kernbrennstoffe, besonders solche von'hoher
Dichte, bei Bestrahlung durch Neutronen aufschwellen und nach
Beenden der Bestrahlung zum Rissigwerden neigen, so dass sie schliesslich zerfallen. Aus diesem Grunde wurde vorgeschlagen,
Kernbrennstoffe durch pulvermetallurgisch'e Methoden zu formen, wobei in die Brennstoffmasse eingeschlossene Poren eingebracht
werden, um das Aufschwellen möglichst anzupassen, um so ein stabileres
Produkt herzustellen, ohne dass - so hofft man - die Brennstoffdichte übermässig reduziert wird. Es wird erwartet,
dass dieser Zweck umso wirkungsvoller erreicht wird, «je gleich-
massiger die Poren im Brennstoff verteilt werden können.
oo Wie in analogen Fällen, wird der Einschluss von geschlossenen
^ Poren in das Artefakt von Kernbrennmaterial normalerweise da-
^4 durch ausgeführt, dass man das Artefakt aus keramischem Material
bildet, in das ein zeitweiliger Füllstoff - z.B. Kohlenstoff,
Sägespäne oder Stärke - verteilt worden istj das Material wird '
dann gebrannt und 4abei der Füllstoff ausgebrannt, so dass ge-
schlossene Poren in dem Material verbleiben.
Die vorliegende Erfindung behandelt ein Verfahren zur Herstellung von solchen porösen Artefakten, die die Verbindung eines
mehrwertigen Elementes enthalten. Dieses Verfahren beinhaltet einmal die Bildung eines Artefaktes mit dem Element höherer Wertigkeit
durch Warmbehandlung und Entfernung der Anteile der nichtmetallischen Bestandteile der Verbindung, um Poren zu bilden.
Diese Erfindung kann z.B. angewandt werden auf Oyxde, Karbide,
Nitride oder Silicide solcher mehrwertigen Metalle wie Uran, Plutonium, Titan, Niobium usw. Die Verfahrensbeschreibung wird jedoch
hauptsächlich die Anwendung der Erfindung auf Oxyde -und Karbide des Kernbrennstoffmetails Uran behandeln.
Im Nachstehenden wird also ein Verfahren zur Bildung von porösen Artefakten von Uranoxyd oder - Karbid beschrieben, wobei die Anwendung
einer zweistufigen Waarioehandlung durchgeführt wird und
in deren ersten Stufe das Oxyd oder Karbid mit dem Uran in den Zustand höherer Wertigkeit so gesintert wird, um das Artefakt zu
verdichten, ohne dass es sich jedoch chemisch verändert. In einer zweiten Stufe wird dann das verdichtete Artefakt in einer reduzierenden
Atmosphäre solange erhitzt, dass ein Oxyd oder Karbid mit dem. Uran eines niederen Wertigkeitszustandes entstanden ist»
Bei diesem Vorgang wird ein feil des Sauerstoffes oder Kohlenstoffes entzogen, wodurch dann die Poren entstehen.
Zur Herstellung eines Oxyd-Brennstoffes wird durch die Verwendung
eines Artefaktes aus U~Og als Ausgangsmaterial nit einer theoretischen
Dichte von 8,39 g/cm ausgegangen.
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Das Artefakt wird zuerst mit der höheren Wertigkeit in einer
Sauerstoffatmosphäre gesintert, um die Körner zusammenwachsen zu lassen und damit die Korngrenzen zu fixieren, mit dem Ergebnis,
dass das Artefakt wirklich vollständig verdichtet und doch noch
chemisch unverändert bleibt." Dann wird die Ofenatmosphäre auf eine reduzierende umgestellt, um einen Teil des gebundenen Sauerstoffes
zu. entfernen. Biese reduzierende Ofenatmosphäre eignet sich besonders zur Herstellung von UO2 mit einer theoretischen
Dichte von 10,95 g/cm . Die Berechnung ergibt, dass das veränderte Artefakt eine Brosität von 26 56 hatte, da die Poren in dem Artefakt
durch Reduktion des nichtmetallischen Verbindungsbestandteils
erzeugt werden. Diese Poren sind ausserdem über das Artefakt
sehr gleichförmig verteilt.
Bei der Herstellung von Kernbrennstoffkarbiden wird analog dem Oxyd zu Beginn ein Artefakt aus UC2 gebildet, das die theoretische
Dichte von 11,68 g/cm besitzt. Dieses Artefakt wird durch Erhitzung auf Sintertemperatur in einer karbonisierenden Atmosphäre
verdichtet, wobei es chemisch unverändert bleibt. Wenn das Artefakt
als UC2 verdichtet worden ist, wird es schließlich in einer
reduzierenden Atmosphäre warmbehandelt, z.B. in Wasserstoff mit
einem Methananteil, um dann das UC2 umzuwandeln, das eine theoretische
Dichte von 13,63 g/cm besitzt. Da das Volumen fixiert
ist, ergibt sich eine Porosität von 18,2 #.
Dieses Resultat ist auch anwendbar bei der Produktion von Kernbrennstoff
körpern, die bestimmte Mischungen von PuO2 und UO2 oder
von PuC und SC einschliessen, die als geeignet für die Verwendung
in Schnellkernreaktoren vorgeschlagen werden, und in denen eine gut verteilte Porosität erforderlich ist, damit der Brennstoff
ohne Schwierigkeiten zu starker Verbrennung kommt.
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BAD ORIGINAL
Zum besseren Vers-tändnis der vorliegenden Erfindung soll nun
die Herstellung von porösen Urandioxyd-Kugeln durch verschiedene
Beispiele beschrieben werden, zu deren Erläuterung die anliegenden
Porositäts-Diagramme dienen.
Die graphische Darstellung Bild 1 zeigt die Wirkung der Herstellungsmethode
auf die Sinterungs-Charakteristiken von U-Og - Kugeln.
Die graphische Darstellung Bild 2 zeigt die Wirkung von Temperatur
auf die Sinterungs-Charakteristiken von U-Og- Kugeln.
φ Die graphische Darstellung Bild 3 zeigt die Wirkung von Produktionsmethode
und Sinterungs-Zeit auf die Dichten von UC2 - Kugeln.
Die porösen: erfindungsgemäss dargestellten Kugeln, ca. 800 u
im Durchmesser, werden benötigt zur Verwendung bei der Herstellung von sogenannten überzogenen Brennstoffteilchen, wobei jede
Kugel nachträglich mit Schichten überzogen wird, z.B. aus Kohlenstoff
(Pyrocarbon) und Carborundum (Silicon-Karbid); diese Schich- ^ ten dienen als Schranke gegen Spaltprodukte, die während der Einwirkung
des Brennstoffs entstehen*
Das ausgewählte Verfahren kann wie folgt zusammengefasst werden:
a) Herstellung von U~0Q - Pulver
b) Bildung von grünen U~Og - Kugeln
c) Sintern von U~Og - Kugeln
d) Reduktion zu UO2 - Kugeln
Zur Herstellung von U5O8 - Pulver werden Chargen von ca. 400 g UO2
in flache Quarz-Mulden getan und 30 Minuten auf einer heissen
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5 -
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Platte in luft erhitzt. Der Stoff/beginnt bald zu oxydieren
und bei der genannten Menge steigt seine Temperatur auf ca. 700° C
Jede Charge wurde gerührt, um die vollständige Umwandlung zu dem
höheren Oxyd zu sichern, was durch die Gewichtszunahme bestätigt wurde.
Der zur Herstellung der Ausgangs-XJ^Og-Kugeln verwendete Apparatwar eine gummiverJcleidete zylindrische geschlossene Schale, die an
einer Planetenrührmaschine befestigt ist»
Das hergestellte U^Oq-PuIver wurde mit n-Decanol im Verhältnis von
9-11 cnr/100 g ^3^8 ^0*11^80^» um ein feuchtes Pulver zu erzielen
und 200 g wurden in die Schale gefüllt· Nach kurzer Rührzeit bilden
sich Kornteilchen und weiteres Pulver wird in Chargen hinzugefügt, um diese Kornteilchen anwachsen zu lassen* Nach einiger
Zeit wird der Inhalt der Schale gesiebt, um den Teil in der ffrössenordnung
von 1000 ρ Ms 1200 p. zu sammelnj die grösseren Körner
werden gemahlen und mit den kleineren zusammen zur weiteren Agglomeration wieder zurückgeführt.
Um. das Decanoi zu entfernen, werden die gxünea Kugeln in Glasschalen
auf einer heissen flachen Hatte (ca. 150° C) in einer
Schicht von der Dicke eines Teilchens getrocknet. Das dauert ca.
10 Minuten· Um die höhersiedenden Verunreinigungen, die noch den
Kugeln anhaften, zu entfernen, werden die Kugeln dann in Silikat-»
schalen auf einer heissen Platte bei ca. 400° C getrocknet. Wenn
nicht alle flüchtigen Stoffe aus dem Ausgangsstoff entfernt werden, kann das zur Folge haben, dass sie bei der nachfolgenden
Wärmebehandlung spalten. Dieser Gefahr sind die kompakteren Ausgangekugeln besondere ausgesetzt«
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Je nach Technik der verwendeten Mühle zur Bildung der Kugeln, der Bindemittelkonzentration und den Eigenschaften des IJ15Og
"vers können rohe Kugeln mit unterschiedlicher Porosität erzeugt
werden. Die Porosität liegt im allgemeinen zwischen 43 # und 65 <$>.
Es ist verständlich, dass die rohen Kugeln mit verschiedenen Dichten
hergestellt werden können und es ist möglich, auch gesinterte U,Og - Kugeln mit verschiedenen Sichten herzustellen, und zwar
abhängig von dem Ausgangsmaterial. Ausserdem wird der vorbestimmte
Sinterungsweg die Dichte beeinflussen. Auf dem empfohlenen Weg werden Muster von 'ca. IO g der getrockneten rohen Kugeln in kleine
yerbrennungsschiffchen getan und in einen elektrischen Muffelofen eingebracht , der auf die benötigte Temperatur gebracht worden ist.
Diese Schock-Sinter-Behandlung wurde gewählt, um die maximale Sehrumpfung
in kürzester Zeit zu erreichen und jede komplizierende Wirkung zu vermeiden, ß.±e eingetreten wäre, wenn die Kugeln langsam
auf die benötigte Sinter-Temperatur erhitzt worden wären.
Um den Zerfall von U-Og während des Sinterns auf ein Mindestmass
zu reduzieren, wurde die angewandte Höchsttemperatur mit 1000 ° C festgesetzt und ein langsamer Sauerstoffstrom während der ganzen
Warmbehandlung über die Kugeln geleitet.
Nach dem Sintern werden die Kugeln aus dem Ofen herausgenommen,
schnell in der Atmosphäre auf Raumtemperatur abgekühlt und ihre Dichte durch die Quecksilber-Pyknometer-Methode bestimmt.
Die Muster von rohen U~-Og-Kugeln mit drei verschiedenen Porositäten
( 56 #, 64 # und 43 30 werden bei 1000° 0 1, 2 und 4 Stunden
lang einer Warmbehandlung unterworfen. Die resultierenden Porositäten
sind in Bild 1 dargestellt·
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PAD ORIGINAL
Um die Wirkung der Temperatur auf die Porosität zu demonstrieren, wurden die Muster von getrockneten rohen 1MJg - Kugeln mit
56 .36 AnfangspxOsität bei 800°, 900° und 1000° C 1, 2 und 4 Stunden
lang einer Warmbehandlung unterworfen; die durch diese Behandlungen
erzielten Porositäten sind in Bild 2 dargestellt wordenj
höhere Temperaturen erzeugen folgerichtig niedrigere Porositäten»
Die Reduktions-versuche zur Reduktion zu UO « - Kugeln werden in
einem horizontalen Graphitrohrofen durchgeführt, in dem die Sinter-Temperatur
auf 1600° C begrenzt wurde und damit die Nebenasaktion
UOp/C durch Kohlenmonoxyd bei atmosphärischem Druck verhindert
wird.
Um weiterhin die Möglichkeit des Niederschlags von Kohlenstoff
während der Aufheizperiode in den Poren der ü*Oq - Kugeln zu vermeiden und jedes weitere Sintern des ΐΜ)ο auf ein Mindestmass
vor der Reduktion zu UO2 zu beschränken, wird der Ofen bei Raumtemperatur
mit einer Wasserstoffatmosphäre beladen, und dieses
Gas wird dann bei 1000° C durch Kohlenmonoxyd ersetzt.
Eine Probe 5g von IM)8 wird in einen offenen Graphit-Behälter eingeführt,
dann so schnell wie möglich auf die gewählte Sinter-Temperatur
(1600° C) {20° C - 1000° C in 10 Minuten, 1000° - 1600° C
in 15 - 20 Minuten) gebracht, und 1, 2 und 4 Stunden lang erhitzt.
Danach werden die Proben in dem Ofen auf 1000° C in Kohlenmonoxyd-AtmoSphäre
abgekühlt, die dann - wiederum um Kohlenstoff-Niederschlag auf und in den Kugeln zu vermeiden - durch Helium für den
Abkühlungsbereich von 1000° C - 20° C ersetzt werden.
Die Dichten der gesinterten Kugeln werden durch die Quecksilber-Pyknometer-Methode
festgestellt. .
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— ö —
Die Ergebnisse der Porositäten von UO2 - Kugeln nach Warmbehandlung
bei l600° 0 während 1, 2 und 4 Stunden, die aus den Resultaten von annähernd einhundert Einzelexperimenten ermittelt
worden sind, werden in Bild 3 gezeigt. Die graphischen Darstellungen,
die in Verbindung mit Tafel 1 genommen werden, zeigen das Spektum von Porositäten, das erreicht werden kann (2 - 35 $)
durch die Kombination von Änderungen bei dem Herstellungsverfahren für die Rohkugeln mittels unterschiedlicher Warmbehandlung des
U,Og in oxyifräfdierender Atmosphäre. Sie zeigen aber auch an, daß
Porositäten, die für die Brennerfordernisse des niederen Anreicharungskreislaufes
geeignet sind, hergestellt werden können.
| Oxydative | Tabelle 1 | Porosität % | 35 | |
| Zeit (Stunden) |
Roh-Kugeln U5O8 Kugeln |
31 | ||
| Pos. | 1 | Behandlung | 64 | 44 |
| 4 | Temperatur | 64 | 20 | |
| A | 1 | 1000 | 56 | 43 |
| B | 4 | 1000 | 56 | 23 |
| C | 2 | 800 | 56 | - |
| D | 4 | 1000 | 56 | - |
| E | 0.5 | 800 | 43 | an |
| P | 0,0 | 900 | 56 | 42 |
| G | 0,0 | 800 | 56 | 42 |
| H* | 4 | 56 | ||
| J | 4 | 56 | ||
| K | 800 | |||
| L | 800 | |||
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BAD ORIGINAL
Es muss klargemacht werden, dass die Sinterung in oxydierender.
Atmosphäre freigestellt ist und - wie durch die graph. Darstellungen H und J gezeigt - auch fortgelassen werden kann.
Es ist also zu ersehen, dass ITOp-Artefakte mit einem grossen Bereich
an stabilen Porositäten (bei denen die Poren einheitlich
verteilt sind) hergestellt werden könnenj die Porosität ist kontrollierbar
durch Variieren:
1) der Methode der Herstellung des Ö^Og - Pulvers;
2) der Warmbehandlung (Zeit / !Temperatur)des ^xOg - ArtefaldB
in Sauerstoff; und
3) der Warmbehandlung (Zeit / Temperatur) des U~Oq - Artefakts
in einer reduzierenden Atmosphäre.
Die durch diese Kombinierung von Weinbehandlung erreichten Porositäten
sind ausserdem sehr stabile Porositäten. Das wird deutlich
in Bild 3 gezeigt. Die metallographischen Prüfungen der auf diesem Wege hergestellten Brennstoffkugeln haben gezeigtf dass die
Porosität ausserordentlich fein und.gleichmässig verteilt ist.
ObiLeieh bei den obigen Versuchen die in der oxydierenden Stufe
verwendete Temperatur 1000° C war, ist es möglich, diesen Wert zu überschreiten· Zum Beispiel kann eine Temperatur bis zu 1600° C,
wie sie in der Eeduktionsstufe verwendet wird, in bestimmten Fällen
von Vorteil sein.
Tbr/Ho Patentanspjüeiig
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Claims (9)
1) Verfahren zur Bildung eines porösen Artefakts, das eine Verbindung
eines vielwertigen Elementes enthält; dadurch gekennzeichnet, dass dieses Verfahren folgende Stufen umfas-st:
a) Bildung eines Artefakts mit einer Verbindung im Zustand
höherer Wertigkeit;
b) Eeduzierujßg der Wertigkeit durch Warmbehandlung, und
c) Entfernung des Anteils des nichtmetallischen Bestandteils der Verbindung, um Poren zu bilden.
2) Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Bildung eines porösen Artefakts
aus Uranoxyd oder - Karbid, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweistufige Warmbehandlung zur Anwendung kommt, bei der
in der ersten Stufe das Oxyd oder Karbid mit dem Uran in einem
höheren Wertigkeitszustand gesintert wird, um das Artefakt zu verdichten, es jedoch chemisch unverändert zu belassen, und
in der zweiten Stufe dann das verdichtete Artefakt in einer
reduzierenden Atmosphäre während einer solchen Zeitdauer erhitzt wird, dass daraas ein Oxyd oder Karbid mit dem Uran niederen
Wertigkeitszustand hergestellt wird, wobei ein Teil
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des Sauerstoffes oder Kohlenstoffes entfernt wird, um Poren
entstehen zu lassen.
3) Verfahren gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
poröse Artefakt auch Plutonium- Oxyd oder - Karbid enthält.
4) Ein Verfahren gemäss der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Artefakt eine Kugel ist und ein Roh-Artefakt dadurch hergestellt wird, dass Ή-Oq mit einem organischen Bindemittel
vermengt wird.
5) Verfahren gemäss Anspruch. 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rohkugeln bei Temperaturen bis zu ca. 400° C erhitzt werden, um.
das Bindemittel zu entfernen.
6) Verfahren gemäss Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnetr dass
die Rohkugeln eine Porosität von 43 # bis 65 $ haben.
7) Verfahren gemäss Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
bei Temperaturen zwischen 800° und 16OO° C während einer Zeitdauer
von 1-4 Stunden gesintert wird. λ
8) Verfahren gemäss Ansprüche 2 Ms 7, dadurch gekennzeichnet, dass
bei Temperaturen von ca. 1600° C während einer Zeitdauer von
1-4 stunden reduziert wird.
9) Verfahren-gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Artefakt Uranoxyd ist und die reduzierende Atmosphäre aus Kohlenmonoxyd
besteht.
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Tbr/Ro
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