DE1770791A1 - Neue 1,3,8-Oxadiaza-4,5-spirodecanderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Neue 1,3,8-Oxadiaza-4,5-spirodecanderivate und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D498/00—Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and oxygen atoms as the only ring hetero atoms
- C07D498/02—Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and oxygen atoms as the only ring hetero atoms in which the condensed system contains two hetero rings
- C07D498/10—Spiro-condensed systems
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- Organic Chemistry (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
Description
Patenn» , 4.7.1968
pUn^R-BMtZU.
DipL-lng. Lampwht 1770701
DipL-lng. Lampwht 1770701
ETAT FRANgAIS represent* par 1· Ministre des Anrtts,
Delegation Ministerielle pour l'Armement (DIRBCTION DBS POUDBBS)
Pari« 4έ (Prankreich)
Neue I,j5,3-0xadiß2a*4,5-op:?.r»odecanderivate und
Varfohren zu ihrer Herstellung
Gegenstand der Erfindung sind neue l,j5,8-Oxadiaza-4,5-spirodeeanderivate
der allgemeinen Formel:
in der R- und R2 für sich genommen jeweils einen niederen Alkyl·
rest, einen gegebenenfalls substituierten Arylrest, einen niederen
Aralkylrest oder einen heterocyclischen pseudoaromatisehen
Rest, wie einen Thiophen- oder Pyridinrest bedeuten oder auch R- und R2 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden
sind, einen Cyoloalkylring mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen
96-(Cas 99-1 CM»;H 75^^)-NÖE (0)
1929
bilden können und IU Wasserstoff oder ein niederer Alkylreet
ist; sowie die nichttoxischen Säureanlagerungssalze dieser Verbindungen.
Die vorstehend genannten Produkte haben sich insbesondere als Neuroleptika, Scdativa, Kataleptogene und Adrenolytika als
vorteilhaft erwiesen.
Unter "niederen Alkylresten" werden in dieser Beschreibung
Alkylgruppon mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen verstanden.
Subetltuenten des Arylrestes können Chlor« Fluor, Methoxy-,
Dimethylamine" oder Hydroxygruppen sein, die vorzugsweise in 3- oder ^»Stellung sitzen.
Insbesondere bedeuten R1 Wasserstoff oder einen niederen
Alkylreet und IU einen niederen Alkyl- oder einen Phenylrest oder R1 und IU bilden zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das
sie gebunden sind, einen Cyclohexanring.
Die neuen Verbindungen können hergestellt werden, indes
man p-Fluor-4-ohlor-butyrophenon mit einem l»5,8-Oxadia*a-4,5-spirodeoan
der allgemeinen Formelι
CO-N-R.
-GX I <T)
109841/1921
reagieren läflt, wobei R1, Rg und R die bereits angegebene Bedeutung
haben.
Die Reaktion wird in einem inerten organischen Lösungsmittel und vorzugsweise in einem niederen Keton, wie Hethylisobutylketon
in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels, wie
Natriumcarbonat und Spuren Jod ausgeführt.
Zur Herstellung eines I,j5,8~0xadia2a*4,5~spirodecens der
Formel V läSt man:
a) ein N-substituievtos 06-Hydroxyfiinld der Formel:
-"CX
(ID
CO HHR3
alt einen Carbony!derivat der Formel:
^1C - O (III)
in Gegenwart eines geeigneten sauren Dehydratisierungseittels
und vorzugsweise Innerhalb eines geeigneten Lösungeeittels
reagieren sur Bildung eines 8-Benfcyl-l,j5,8-oxadia»a-4,5-«pirodeoans der Formel:
reagieren sur Bildung eines 8-Benfcyl-l,j5,8-oxadia»a-4,5-«pirodeoans der Formel:
109849/1929
BAD
CO-N-R,
(IV)
R1
in der R1* R2 und R- die bereits weiter oben angegebene Bedeutung
haben;
b) man entfernt dann von dem so erhaltenen Produkt der Porasel IV den Benzylrest durch Behandlung mit Wasserstoff in
Gegenwart von Pallndiusr.kohle und erhält so das 1,3,8-Oxadiaza«
4,5-spirodecan der Formel V.
Das in der Stufe a) verwendete Dehydratisierungsmittel ist
eine starke Mineralsäure und vorzugsweise Schwefel- oder Phosphorsäure.
Das Lösungsmittel wird zum einen im Hinblick auf die Löslichkeit
der Anlagerungssalze des Hydroxyamids und des gebildeten Spirodecans ausgewählt und zum anderen im Hinblick auf die Möglichkeit,
die Reaktionsmischung auf -eine Temperatur zwischen 20 und l4o°C zu bringen« deren Wahl von der Art und Reaktivität des
Carbonylderivats abhängt. Man kann zu diesem Zweok nieder« Fett*
säuren und insbesondere Essigsäure im Überschuß verwenden, wodurch die Auebeute bei den Beispielen, bei denen die Reaktionsaisohung
nicht xu erhitzt werden braucht. Merklich erhöht werden kann.
Oenäfi einer bevorzugten Durchftlhrungsart des erfindungsgemäßen
Verfahrene arbeitet man in der Stufe a) unter den folgen- -
109849/1929
BAD ORIGINAL
den Reaktionsbedingungen, für den Pail« daß das Carbonylderivat
ein aromatischer Aldehyd ist:
0(. -Hydroxyamid II
Reaktionszeit: 8 bis 20 Stunden
Temperatur: 100 bis l40°C
Temperatur: 100 bis l40°C
Venn man länger aufheizt« oder oberhalb von l40°C arbeitet«
besteht die Gefahr einer Aufspaltung der gebildeten Moleküle·
Ist das Carbonylderivat dagegen ein aliphatisches Keton« so liegt die Reaktionsdauer zwischen 40 und 70 Stunden und die
Temperatur wird bei 200C gehalten.
Zur Erfindung gehören ebenfalls als Ausgangsprodukte die
für die Bildung der l«3*3-0xadia2a~4«5-spirodecanderlvate
der Formel I verwendeten Verbindungen der allgemeinen Formel:
-CX
CO-N-R,
I (VI)
R1 B2
in der Rj. Wasserstoff oder ein Benzylrest ist und R|« Rg und R.
1099^9/1929
die bereits angegebene Bedeutung haben, und die mithin einen Teil der Erfindung bilden.
Es folgen nicht-einschränkende Beispiele zur näheren Erläuterung
der Erfindung. In den Beispielen 1 bis 4 wird die Herstellung von Verbindungen der allgemeinen formel VI beschrieben.
Herstellung von 2,2~dn«thyl-4-oxo-»8-benzyl~l,3,8-oxadlasa-4,5-spirodecan
der Formel:
CO-MH
CH
, CH,
Man versetzt eine Lösung von 2 g N-Benzyl-^hydrcicy-t-oarba-■inyl-piperidin
in 200 ca** absolutem Aceton mit 2 o«? konzentrier·
ter Schwefelsäure. Nach einem Durchrühren und dreistündigen Ruhenlassen wird die rötlich· Lösung im Vakuum eingeengt, der Rückstand
mit 20 ow5 Wasser aufgenommen, die wäßrige säur· Lösung
durch Zugabe von konzentriert·« Ammoniak alkalisch gemacht und
die milchige Ausfällung mit Xther extrahiert. Nach Eindampfen der ätherischen Lösung erhält man Kristalle des gewünschten
Produktes (1,2 g), die aus einer Mischung von gleichen Hellen
Benzol und Cyolohexan uakrlstalllslert werden.
109848/1929
CHN
| berechnet % | 70,13 | 8,09 | 10,22 |
| gdrunden £ | 70,29 | 8,(A | 10,36 |
| Beispiel 2 |
Herstellung von 2,2-Spirocyclohexyl-4-oxo-8-ben«yl-l,3»8-oxa·
dlaxa-4,5-spirodecan der Formelt
CO-NH
-CX
Nui versetzt eine Lösung von 3 g N-Beneyl-^-hydroxy-^-carba·
■lnylplperidln in 100 cnr rektifiziertem Cyclohexanon Kit 3 o»
konxentrlerter SchwerelsKure. Nach einer Kontaktselt der Reaktion·«
partner von 3 Tagen engt mn die erhaltene rötlich· Lösung auf
2/3 Ihres Volumens ein, gibt 50 osr Wasser hinxu, wäscht dl·
wtßrige saure Löeung alt Xther, smoht dann mit Hilfe von feste«
K&trluacarbonat alkalisch, extrahiert die frelgesetste Bas· Mit
Chloroform und erhält nach den ttbllohen Behandlungen Kristalle
des gewünschten Produktes (2,3 g; d.h. 69£), die ttan aus
einer Mischung von Benaol und Cyolohexan unkrlstalllslert.
Fp» 211-213°C
109149/1929
| Summenfonnelt | C19H26N2 | °2 | H | N |
| C | 8,55 | 8,92 | ||
| berechnet % | 72,67 | 8,04 | 9.03 | |
| gefunden % | 71,96 | |||
Man kann das gewünschte Produkt In besserer Auebeut· erhalten,
wenn nan In elnetn Lösungsmittel und gegebenenfalls In
Essigsäure, die in übersohuS verwendet wird, wie folgt arbeitetι
Man löst 11,7 g (0,03 Mole) N-Benzyl-4~hydix>xy-4-earbs*inyl·
piperidin in 200 car Eisessig. Man gibt dann unter Rühren 8 osr
(0,1 Hol) konzentrierte Schwefelsäure hinzu und dann 24,5 g (0,15 Mole) frisch destilliertes Cyclohexanon, Man rührt die
ReaJctlensalsohung 50 Stunden lang bei Umgebungateaperatur, vertreibt dann die Essigsäure unter verhinderte« Druck (5-6 MaQg),
niaert den Röokstand alt 50 ca? destillierte« Wasser auf, wtsoht
dl· wtfrige saure Lösung mehrere Male mit Äther zur ftitfernung
des CyoloheoanonUbersohusses, «acht dann unter Aufrechterhaltuag
einer Temperatur von 0°C »it Ammoniak.alkalisch und extrahiert
dl· w&irlg· Lusting alt Ghlorofom. Nach Trocknen, Binengan oaA
Oakriatallisieren des kristallinen RUckatandes aus einst·
Mischung Ton gleichen Teilen Benzol und Cyolohexan erhält sjsn
12*1 g (77Ji) des gewünschten Produktes.
Ppt
Beispiel 3
Beispiel 3
herstellung von 2-Wienyl-4-oxo-8-benzyl-l,3,8«<Miadiaza-4,5·
spirodecsn der Vonselt
100840/1029
9 -
CO-NH
0 - CH
Man löst 23,4 g (0,1 Mol) N-Benzyl-4-hydroxy^~carbajdnylpiperidin
in 500 car Eisessig und gibt dann unter Rühren 19,6 g (0,2 Mole) konzentrierte Schwefelsäure und schließlich 31,8 g
(0,3 Mole) frisch destillierton Benzaldehyd hinzu· Man behandelt
die Reaktionsnlschung 16 Stunden lang unter Rückfluß (der Essigsäure).
Nach den Abkühlen vertreibt man die Essigsäure unter vermindertem Druck, nimmt den Rückstand alt 110 ear Wasser auf,
wäscht die wäßrige saure Lösung mehrere Male mit Kther zur Entfernung
des Benaaldehydüberschusses, nacht dann Bit JUmonlaJc
alkalisch und extrahiert die wäßrige Lösung mit Chloroform.
Nach Trocknen, Einengen und Vertreiben des Rückstandes alt wasserfreiem Äther erhält man weiße Kristalle des gewünschten
Produktes (9,6 g), die man aus Cyclohexan uakristallisiert.
| Ppi 155-157°C. | C | 6, | H | N |
| Suanenforael: | 74,60 | 6, | 89 | 8,70 |
| 73,96 | 9* | 8,67 | ||
| berechnet % * |
||||
| gefunden % | ||||
109849/1929
- ίο -
Durch Abtrennung des Benzylreotes bei den Verbindungen g*agi
Formel IV erhält man die Verbindungen dor Poruel V wie la
nachfolgenden Beispiel gezeigt wird.
Herstellung von 2-Phenyl~4~oxo-l,3,8~oxadiaza^,5~aplrodeoan
der Formel:
CO-NH
Die Abtrennung de· Bensylreste· aus der Verbindung geaftl
Beispiel 3 durch Behandlung Mit Wasserstoff in einer Lesung von
5 g des in 100 car Xthanol gelösten Produktes in Gegenwart von 0,5 g Palladlu« (5J&g auf Kohle) erfolgt bei Ateosphärendruck
und einer Temperatur von 50°C. Nach Absorption der theoretischen Menge Wasserstoff wird der Katalysator abfiltriert, dl* alkoholische
Lösung la Vakuua eingeengt« der guaalartlge Rücketand alt
50 ear 5£lger Salssaure wieder aufgenoaaen, die saure ygirlge
Lösung alt Xther gewaschen, alt festea Matriuacarbonat alkallseh
geaaoht und alt Chlorofora extrahiert. Nach den Üblichen Behandlungen
wird der halbkristalline Rückstand alt wasserfrei« Xther angerleben, filtriert, in der Wftrae alt 20 cm3 aiedendea
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- li -
Benzol gewaschen« und man erhält so das gewünschte Produkt (3
In Form eines mikrokristallinen Produktes, das sich bei einer
DUraischichtchromatographie an Silicagel als homogen erweist und
im I«R.-Spektrum eine charakteristische Bande für die sekundäre
Amlnfunktlon ^_ , se Igt.
J^ti-H bei 3 250 cm"1
Pp: 196-199°C.
CHN
berechnet % 66,12 6,89 11*97
gefunden ft 66,62 6,72 12,09
Analog der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise werden 2-Spirocyclobaxyl-4-oxo-l,3»8-oxadia*a-4,5-epirodecan und 2,2-Dimethyl-4-0X0-1,3,
8-oxadiaMt-4,5-epirodeoan hergestellt* indem
man da« 2-Phenyl-4-oxo-8-b«nÄyl™l,3,8-cücadla*a-4,5-epirodecan
In Beispiel 4 durch das 2-apiroeyelohe3qrl^-oxo-8-bsn«yl«l,3,8-oxadlaxa-4,5~aplrodecan
bew. dureh das 2,2-Dimethyl-4-oxo-8-bansyl-l,3»e-oxadlasa-4v5-splrodeoan
ersetzt.
JA «mn naoHfolseaden Beispielen wird dl· Herstellung der
el« 4sa mnfgihsnsn pnarmasvutlMheti Wirkungen auageitletaetaa
V^rMadmngso Air formel I beschrieben.
109840/1929
1770Ϊ91
Man erhitzt eine Mischung von 4 g (0,017 Molen) 2-phenyl-4-oxo-l,5>8-oxadiaza-4,5-spirodeean,
5,7 g (0,018 Molen) p-Fluor-4-chlorbutyrophenon,
5*5 g reinen trockenen Natrluncarbonat und
einigen Kaliumjodidkristellen in Suspension in 155 ear Methylisobutylketon
64 Stunden lang unter Rückfluß. Nach des Abkühlen gibt man 50 cm Wasser hinzu, extrahiert mit Xther, dekantiert
die organische Schicht, die getrocknet und bis zur Trockne eingeengt
wird. Der Rückstand kristallisiert nach Anreiben edit wasser·
freiem Äther. Die erhaltenen Kristalle .werden dann aus einer
Mischung von Benzol und Cyclohexan umkristallisiert· Man erhält eine Ausbeute von 2,8 g 2-Phenyl-4-OXO-8-^-(p-fluorbenzg^yl)-propyl]-l,5,8-oxadiaza-4,5-spirodecan.
| SuMMnf omel s C | I23H25M | 203P; M - 5S | 16 | N |
| • | H | C | 7.07 | |
| berechnet % | 6,56 | 69.76 | 7.05 | |
| gefunden % | 6,56 | 69*42 | ||
| Beispiel 6 | ||||
| Porael I, R_ - H R1 | ^ Ho "* | oyolohexyl |
e-oxadiaza^^-epirodecan, 5 g (0,025 Molen)
p-Pluor-4-ohlorbuiqrrophenon, 7,4 g Matriuecarbonat und einigen
Xklluajodldkrlstallen etwa 70 Stunden lang unter Rückflul In
109US/1029
190 cor Methylisobutylketon. Nach dem Abkühlen saugt bzw. schleudert
man die abgesetzten Kristalle ab, die zur Entfernung der Mineralsalze dreiaal mit Je 50 cnr Wasser gewaschen werden und
dann mit wasserfreiem Äther und schlieBllch aus 95#Lgera Xthanol
(ethanol ä 95°) umkristallisiert werden. Man erhält eine Ausbeute
von 4,5 g 2-SpirocyclohGxyl-4-oxo-8-.r3-(p-fluorbenzoyl)-propylj
~1,;5,8-o;xadiaza-4,5-spirodecan·
Pp: 205«207°C
berechnet % C = 68,10 H - 7,22 N - 7.53
gefunden % C » 68, l6 H - 7,6l N -
Fomel I, R5-H R1-
Man erhitzt eine Mischung von 4,5 g (0,024 Mjolen) 2,2-Dinethyl-4-oxo-l,3,8-oxadiaza-4,5-8pirodecan,
5 g (0,025 Molen) p-Fluor-4-chlorbutyrophenon, 7,4 g Natriumcarbonat und einigen
Kaliumjodidkriatallen etwa 70 Stunden lang unter RückfluB
in 190 ce5 Methylisobutylketon. Nach dem Abkühlen werden die
Kristalle abgesaugt bxw. abgeschleudert und dreinal alt 30 cm
Wasser und dann Mit wasserfrei·« Xther gewaschen und* schllefilluh
aus 95?iiÄ·" Xthanol uekrietallieiert. Man erhKlt 3»9 f 2,2-UsjattvX*
p-f luorbenxoyl )-propyl] -1 ,^,e-ajcadiax·-^, 5-epirod«eaii·
Ppt 207-2080C
BAD ORDINAL
109349/1929
- l4 -
C HM
berechnet % 65,57 7,24 8,05
gefunden % 65,2} 7,24 8,10
Die neuen erfindungsgemäScn Derivate und ihre physiologisch
akzeptablen wasserlöslichen nichttoxischen Anlagerungssalze besitzen
Interessante neuroleptische, sedative, kataleptogene und
adrenolytische Eigenschaften und sind insbesondere fUr die Behandlung
von Geisteskrankheiten brauchbar. Darüber hinaus potentlall* sieren sie Narkosen und hemmen bedingte und emotioneile bzw· Affektreaktionen
sowie die Motilität der behandelten Tiere*· SI· unterscheiden
sich von den in Handel bekannten In gleicher Richtung wirkenden Produkten ähnlicher Struktur, wie dem "Spiroperidol*
(splroperldol) und den "Benperidol" (benperidol) durch Ihre
geringe ToxizltKt und das Fehlen einer apomorphinantagonlstischen
Wirksamkeit, was sie in dieser Hinsicht Insbesondere den Fhenthiazlnverbindungen
und dem "Largactyl" (largactyl), deren Antibreehmitteleigenschaften
weniger ausgeprägt sind als diejenigen desNSplroperldols", ähnlicher macht. Die pharmakologiaohen Wirkungen
der erfindungsgemäBen Verbindungen wurden anhand der
nachfolgenden Prüfungen nachgewiesen:
a) DrehetabUst (CR. Soe. Blol. 148 I617, 1954)
Der DE-Q-Wert wurde nach der "Probite-Methode* (methode de·
problts) von Blies bestimmt.
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8^ ORIGINAL
Verbindung nach Beispiel 5^7
(mg/kg s.o.) 8 25 20
Die mit der Verbindung gcni&3 Beispiel 5 behandelten Mause
zeigten außerdem besonders ausgepi^ägte Symptome von Niedergeschlagenheit
und Ptose sowie Anzeichen von Katalepsie; bei Dosen bis zu 200 mg/kg wurde keinerlei tfortalitKt beobachtet.
Zum Vergleich sei angegeben, daß das "Chlorpromazin" und
das "Spiroperidol" DS5Q-V;erte von 4,7 ng/teg s.c. bzw, 0,260 mg/
kg ß.c. liefern.
b) Verhalten beim Hund
(S. LECOLIER und a. TROUILLER "Chimie therapeutique" 2,
No. 1 1967).
Die drei beim Hund durch intravenöse Verabreichung untersuchten
Verbindungen sind bei folgenden Dosen wirksam:
(D.M.A. · mininale wirksame Dosis)
D.H.A. (egAg i.v.) 3,0 2,5 3,0
Man beobachtet Insbesondere eine Verzögerung bein Springtest
alt Anzeichen von Sedation und Apathie. Die mittlere Wirkungsdauer liegt zwischen 2 und * Stunden.
Zm Vergleich dazu zeigt das "Chlorpromazin" eine D.M.A. von
"eAg (!··▼·) und das "Spiroperidol" von 0*100 «g/kg (i.V.) und
BAD ORIGiNAL
109849/1929
die mittlere Wirkungsdauer beträgt beim "Chlorprosmzin11 4 Stunden und beim "Spiropcridol" 6 Stunden.
2: Kataleptogenc Wirkung
(R. BOISSIER und P. SIMON, "Th&rapie" 18,1257, 1965)
Katalepsioteot bei Batten:
Die untersuchten Verbindungen sind bei den folgenden Dosen
wirksam:
Verbindung nAch Beispiel: 5 6 7
DE50 (ms/kg s.o.) 10,0 hO 40
Die Verbindung gemäfl Beispiel 5 zeigt bei diesem Test
eine ähnliche Wirkung, wie das " Chlorpromazin" (DE50: 7,5 mg/kg
s.o.).
3: Apomorphinantagonismus
Die erflndungegemäBen Verbindungen zeigten keine antagonist!·
sehe Wirkung gegenüber Apomorphin; die Kautätigkeit (taachonnement)
bei Ratten (in "Arzneimittelforschung" 1% (1965) 104-117 beschriebener
Test), die durch intravenöse Verabreichung von 1,25 mg/kg Apomorphin hervorgerufen wird, wurde durch Dosen
von 40 mg/kg (der erflndungcgemäSen Verbindungen) nicht unterdrückt«
Trotz der Strukturanalogien der erfindungsgenölßen
Verbindungen mit den Neuroleptika der Familie der Butyrophenone
(insbesondere dem "Spiroperidol") unterscheiden sich also die
erfindungsgenKBen Verbindungen grundlegend von diesen durch die
109849/1929
177079t
Abwesenheit eines Apomorphinantagonismus.
4: Schutzwirkung gegen biogene Amine
Die erfindungsgeraäßen Verbindungen üben eine Schutzwirkung
gegenüber der Toxizität von intravenös bei Ratten verabreichten biogenen Aminen nach der Technik von P.A. Janssen (beschrieben
in "Arzneiinittelforschung11 1£ (1963) 205) aus.
nach 5 6 7
Beispiel
1. Adrenalin 4,66 2,50 3,66
2. Noradrenalln 1,82 2,51 1*7?
Die erf indungsgemäßen Verbindungen sind in der Hu«antn«raple
insbesondere als Neuroleptika, Sedativa, Kataleptogene und Adre«
nolytika brauchbar.
Die Dosierung liegt für die bevorzugte Verbindung (Verbindung
geaHfi Beispiel 5) bei Dosen mit zumindest 50 bis 200 BC
des Wirkstoffes pro Einheit.
Ih Anbetracht der vorgeschlagenen Dosierung einerseits und
der Grenzen der Löslichkeit der Verbindung gemäfl Beispiel 5
sowie derjenigen ihrer nicht-toxischen Anlagerungssalze andererseits 1st die Verabreichung beschrankt auf therapeutisch akzeptable
Formen, wie Tropfen, Suppositorlen oder Tabletten mit
Ausschluß injizierbarer wässriger Lösungen.
1093^9/1929
Claims (15)
1. l,3J,8-oxadiaza-4,5~spirodeeane der allgemeinen Formel:
P ^3- CO - CH2 - CH2 - CH2 - m£3( j (I)
0 - C
in der R1 und R2 für sich genommen jeweils einen niederen Alkyl
rest» einen gegebenenfalls substituierten Arylreat, einen niede
ren Aralkylrest oder einen heterocyclischen pseudoaroraatisehen
Rest bedeuten können und R1 ebenfalls ein Wasserstoffatom sein
kann oder R, und R2 zusammen mit dem Kohlenstoffatom» an das
sie gebunden sind, einen Cycloalkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen
bilden und R, Wasserstoff oder ein niederer Alkylrest
ist, wobei die Bezeichnung "niederer Alkylrest" für einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen steht; sowie ihre
nlchttoxisohen Säureanlagerungssalze.
2· 2-Phenyl-4-oxo-8- Pj-(p-fluorbenzoyl)-propyl]-1, 3# 8-oxadiaza-4,5-spirodecan
als Verbindung gemäß Anspruch 1.
3. 2-Spirocyclohexyl-4-oxo-8-[]3-(p-fluorbenzoyl)-propylj[-l,3,8-oxadiaza-4#5-8plrodeean
als Verbindung nach Anspruch 1.
4,2,2-Dimβthyl-4-oxo-8-[3-(p-fluorbenzoyl)-propylj-1,3» 8-oxadlasa-4,5-splrodeoan
als Verbindung nach Anspruch 1.
109843/1929
5« Pharmazeutische Mittel« gekennzeichnet durch einen Gehalt
an zumindest einer der Verbindungen gemäß Anspruch 1 bis 4
in einer Menge von zumindest 50 bis 200 mg des aktiven Wirkstoffes
pro Einheit.
6· Verfahren zur Herstellung der lJ^,8-oxadiaza-4,5-spirodeeanderivate
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) ein N-substituiertes OC-Hydroxyamid der Formel:
OH ^~Λ- CH2 - n(3^ (II)
CO - NH R^
in der R_ die bereits angegebene Bedeutung hat, in Gegenwart
eines sauren Dehydratisierungsnitteis und vorzugsweise Innerhalb
eines geeigneten Lösungsmittels mit einen CarbonylderiTat
der Formel:
(III)
in der R, und Rp die bereits angegebene Bedeutung haben* unter
Bildung eines 8-Benzyl-l,3,8-oxadiaza-4,5-spirodecanderivates
der Forael:
109849/1929
CO-N-R-
(IV) 0 - C
R1 B2
in der R1* R2 und R-* die bereits angegebene Bedeutung haben,
reagieren läßt; und
b) den Benzylreet des so erhaltenen Produktes der Formel IV
durch Behandlung mit Wasserstoff In Gegenwart von Palladlumkohle
abtrennt, unter Bildung eines l^e
decanderivates der Formel:
CO-N-R3
j (V)
0 -
R, ]
in der Rj, R2 und R- die bereite angegebene Bedeutung haben;
und daß man dann
c) die so erhaltene Verbindung der Formel V mit p-Fluor-4-chlorbutyrophenon
innerhalb eines niederen Ketone und Vorzugs· weise innerhalb von Methylleobutylketon in Oegenwart eines
alkalischen Kondensationemittels und Spuren von Jod reagieren llßt.
109849/1929
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das in Stufe (a) verwendete Dehydratisierungsmittel eine starke
Mineralsäure und vorzugsweise Schwefel- oder Phosphorsäure ist und das Lösungsmittel aus der Gruppe der niederen Fettsäuren
ausgewählt wird und insbesondere durch Essigsäure gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe (a) insbesondere wenn das Carbonylderivat
der Formel III ein aromatischer Aldehyd ist, unter den folgenden Reaktionsbedingungen arbeitet:
Carbonylderivat III
Molverhältnis
Molverhältnis
OC -Hydroxyamid II Dehydratisierungsmittel
O^-Hydroxyamid II Reaktionszeit: 8 bis 20 Stunden; und
Temperatur: 100 - l40°C.
9· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in
Stufe (a) für den Fall, daß das Carbonylderivat ein aliphatiaches Keton 1st, die Reaktionsdauer zwischen 40 und 70 Stunden
liegt und die Temperatur bei 200C gehalten wird.
10. I,j5>8-0xadias6a~4,5-spirodecanderivate der Formel:
CO-N-R5
(VI)
0 - C,
109849/19^9 2
in der R,, R- und PL· die bereits angegebene Bedeutung haben
und R^ Wasserstoff oder ein Benzylrest 1st, insbesondere als
Auegangsmaterialien für die Verbindungen der allgemeinen Pormel I·
11. 2,2-Dleethyl-4-oxo-8-benzyl-l,3»8-oxadiaza-4,5~spirodecan
als Verbindung gemäß Anspruch 10·
Ä 12· 2,2-8pirocyclohexyl-4-oxo-8-benzyl~l,3»8"Oxadiaza'-4,5-spirodecan
als Verbindung gemäß Anspruch 10.
13· 2-Phenyl-4-oxo-8-benzyl-l,JJ»8-oxadlaza-4,5-8plrodecan als
Verbindung gemäß Anspruch 10.
14. 2-Phenyl~4-oxo-l,3,8-oxadiaza-4,5-eplrodecan als Verbindung
gemttd Anspruoh 10.
15. 2,2-Dla»ethyl-4-oxo-l,3,8-oxadia»a-4,5-epirodecan als Verbindung gwHlt Anspruch 10.
16· 2,2-3PIrOCyOlOhBXyI^-OXo-1,3,8-oxadlaza-4,5-eplrodeoan als
Verbindung gsmMO Anspruoh 10.
109849/1929
-V
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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