DE1769919C3 - Verbesserung einer molekular orientierten Folie aus Polyester - Google Patents
Verbesserung einer molekular orientierten Folie aus PolyesterInfo
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Description
Molekular orientierte Folien aus Polyester, insbesondere aus Polyäthylenterephthalat, sind bekannt und
finden aufgrund ihrer zahlreichen vorteilhaften Eigenschaften, wie beispielsweise Festigkeil: und gute
Fp^mstabilität, auf vielen Gebieten Anwendung.
Je nach Verwendungszweck der Folien ist man bestrebt, die Eigenschaften zu verbessern, die im
Hinblick auf die ins Auge gefaßte spätere Verwendung besonders erwünscht sind, und es sind in dieser Hinsicht
zahlreiche Verfahren entwickelt worden.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, auf breiter Basis gleichzeitig eine Vielzahl der günstigen Eigenschaften
von biaxial gereckten Polyesterfolien durch ein einfaches und wenig kostspieliges Verfahren zu
verbessern, durch welches nicht nur das übliche Herstellungsverfahren für diese Folien unverändert
bleibt, sondern auch dessen Anwendung erleichtert wird.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Folien mit verbesserten elektrischen Eigenschaften
aus Polyäthylenterephthalat geschaffen, bei welchem der Polyester in geschmolzenem Zustand extrudiert
wird und die erhaltene Folie zunächst in einer Richtung und danach in einer zweiten Richtung, die
senkrecht zu der ersten verläuft, gereckt wird. Das Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, daß man dem Polyester im Po'ykondensationsreaktor am Ende der Reaktion
oder d \nach im Extruder 0,05 bis 5 Gew.-°/o mindestens
eines !hermoplastischen Polymeren in homogener Weise einverleibt, dessen Erweichungspunkt höchstens
dem des Polyesters entspricht, wobei das Zusatzpolymer aus einem Polyolefin, Polystyrol oder einem Polyamid
oder deren Copolymer oder Mischungen dieser verschiedenen Polymeren besteht.
Es wurde gefunden, daß durch den Zusatz von Polymeren, der während des Verlaufs der Polykondensation
des Polyesters oder kurz vor Extrusion unter solchen Bedingungen durchgeführt wird, daß im
Ausgangspolymeren eine feine homogene Dispersion des zugesetzten Polymeren zustande kommt, die
Homogenität eier auf der Grundlage von derart zusammengesetzten Mischungen erhaltenen biaxial
gereckten Folien beträchtlich erhöht wird.
Eine sehr geringe Menge, wie etwa 0,01 Gew.-%, an
zugesetztem Polymeren hat bereits Verbesserungen zur Folge.
Eine weitere Verbesserung tritt ein, wenn man den Anteil an zugesetztem Polymerem erhöht Zur Erzielung
einer wesentlichen Änderung in den Eigenschaften der erzeugten Folie ist es nicht unbedingt erforderlich,
ίο einen hohen Zusatz einzuführea Man stellt überdies
fest, daß die Einführung einer zu hohen Menge an zugesetztem Polymerem unvereinbar mit der erstrebten
Homogenität des zu extrudierenden Materials ist und es praktisch uninteressant ist, einen Anteil von mehr als 12
!5 Gew.-% zuzusetzen. Die zugesetzte Menge beträgt
daher sinnvollerweise 0,05 bis 5 Gew.-%.
Zahlreiche sehr gesuchte Eigenschaften von biaxial gereckten Folien aus Polyäthylenterephthalat werden
durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens verbessert
Die Oberflächengleitfähigkeit der Folien wird um so besser, je höher die zugesetzte Polymerenmenge ist,
was leicht durch Messung des Reibungskoeffizienten nach den üblichen Verfahren festgestellt werden kann,
zum Beispiel nach ASTM D 1894-61T, oder durch
Messen der Kraft mittels eines Dynamometerringes, die erforderlich ist, um zwei aufeinanderliegende Folien bei
einer gegebenen Belastung gegenseitig zu verschieben. Dabei wird nicht nur festgestellt, daß die ermittelten
Reibungskoeffizienten einen geringeren Mittelwert haben, sondern auch, daß ihre Werte viel einheitlicher
sind. Dies beruht auf einer Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit,
die durch mikroskopische Untersuchung festgestellt werden kann. Diese zeigt daß die
Oberfläche feinkörnig und homogen ist Eine Verringerung des Reibungskoeffizienten der erfindungsgemäßen
Folien beim Gleiten auf Metall wird ebenfalls festgestellt. Durch die Verbesserung der Oberflächengleitfähigkeit
ergeben sich erhebliche technische Vorteile, insbesondere dadurch, daß die Wicklung wesentlich
erleichtert wird und Wickelfehler, besonders bei der Wicklung von dünnen Folien, vermieden werden und die
Menge der anfallenden Abfälle beträchtlich verringert wird.
Eine bemerkenswerte Verringerung des Schrumpfkoeffizienten wird ebenfalls nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhalten. Diese tritt durch Zusatz einer nur geringen Menge an Polymerem dn und kann leicht
festgestellt werden, indem zum Beispiel die Folien 30
so Minuten lang bei einer Temperatur von 150°C in einem
Trockenschrank gelagert werden.
Bei den im Rahmen der Erfindung erhaltenen Folien wird außerdem eine Verbesserung der mechanischen
Eigenschaften und insbesondere der Zähigkeit festgestellt. Diese Verbesserung ist sehr vorteilhaft, da die
Polyesterfolien, sonst wegen ihrer großen Festigkeit begehrt, eine gewisse Sprödigkeit aufweisen. Mit Hilfe
des sogenannten Elmendorf-Prüfverfahrens kann diese Verbesserung leicht verdeutlicht werden. Man stellt
ebenfalls fest, daß durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Verbesserung anderer mechanischer
Eigenschaften, wie zum Beispiel der Reißfestigkeit und der Elastizität der Folie eintritt.
Bei Anwendung auf elektrotechnischem Gebiet tritt die qualitative Verbesserung der erfindungsgemäßen
Folien ebenfalls deutlich zutage. Die Durchschlagfestigkeit dieser Folien, d. h. ihre Spannungsfestigkeit, wird
wesentlich erhöht, was sich aus der größeren Homoge-
nität der so erhaltenen Folien ergibt Man beobachtet,
daß durch dieses Verfahren viele Mangel, die sich aus dem Vorhandensein von Löchern, Einschlüssen, die
örtlich den elektrischen Widerstand verringern, heterogenen Kristallisationspunkten usw. ergeben, nicht mehr
so häufig auftreten. Aufgrund all dieser Mangel entstand
bei den technischen Kontrollen, die üblicherweise bei der Herstellung von solchem Material vorgenommen
werden, eine Menge an Abfall, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung wesentlich verringert wird.
Man stellt ebenfalls fest, daß bei den Folien durch Zusatz eines Polymeren eine Erhöhung der spezifischen
Kapazität eintritt, die mit der Erhöhung ihrer Dielektrizitätskonstanten
zusammenhängt.
Außer den obengenannten Vorteilen werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bei einer Folie die
Schwankungen, denen Oberflächengleitfähigkeit, Formbeständigkeit
und mechanische oder elektrische Eigenschaften unterliegen, beträchtlich verringert Dieser sich
aus der Verbesserung der Homogenität der so erhaltenen Folien ergebende Vorteil erweist sich in der
Industrie als sehr günstig, da dadurch die Qualität des Endproduktes wesentlich verbessert wird und gleichbleibender
ist Diese Präzision in der Qualität ermöglicht es insbesondere, die in den Polyester eingeführte
Polymerenmenge auf das zu erzielende Resultat abzustimmen, wobei die eingeführte Menge sich nach
der Foliendicke, dem Verwendungszweck und den zu verbessernden und ervünschten Eigenschaften richtet
Insgesamt gesehen haben diese Verbesserungen auf allen Gebieten fühlbare technische Vorteile zur Folge.
Die Verwendung von dünnen, metallisierten oder nicht metallisierten Folien bei der He stellung von
Kondensatoren bringt zahlreiche Vorteile mit sich, wenn sie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt werden. Dabei werden die durch Wickelfehler, besonders durch die Entstehung von Falten und
durch starken Lufteinzug, bei der Herstellung anfallenden Abfälle wesentlich verringert, und man erhält
Kondensatoren mit gleichbleibenden Eigenschaften. Die Steigerung der Folienkapazität sowie die Verbesserung
ihrer Gleitfähigkeit ermöglichen es, bei gleicher Kapazität Kondensatoren mit geringeren Ausmaßen
herzustellen. Durch Verbesserung der Durchschlagfestigkeit der Folien wird die Lebensdauer der Kondensatoren
wesentlich gesteigert sowie der Ausschuß bei der Kontrolle in starkem Maße verringert. Diese Resultate
we'den bei Verwendung von biaxial gereckten Polyäthylenterephthalatfolien
in Dicken von 2,5 bis 25 μΐη durch Zusatz einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-%
Zusatzpolymerem im Polyester ohne weiteres erhalten.
Die sich aus einer größeren Homogenität der Folie und der Veränderung ihrer Oberflächenbeschaffenheit
ergebende- Verbesserung ist für dünne, stark oder weniger stark gereckte Folien besonders vorteilhaft,
wenn sie als Magnetbandträger, d. h. als Bänder für Tonband- oder Fernsehaufnahmen ganz allgemein oder
abci" in Computern, Verwendung finden. Man stellte fest, daß die auf Polyesterfolien beobachteten mikrosko=
pischen Unebenheiten durch Reibung an den Führungselementen losgelöst werden konnten und auf der Folie
haften blieben, wodurch die Übertragungsqualität gemindert wurde. Die sich aus der vorliegenden
Erfindung ergebende Verringerung dieser Unebenheiten ermöglicht es insbesondere, diesen Mangel auszuschalten
und die Qualität dünner biaxial gereckter Folien aus Polyester mit einer Dicke zwischen 20 und
125μηι, die auch in einer Richtung stark nachgereckt
sein können auf eine Enddicke zwischen 5 und 40 μπι, für
diese Anwendung zu verbessern. Die durch die Einführung von 0,05 bis 5 Gew.-% Polymeren!
hervorgerufene Veränderung hat eine beträchtliche Verbesserung der Übertragungsqualität zur Folge.
Die durch die Erfindung entstandenen technischen Vorteile können auch sehr gut in anderen Bereichen der
Technik wahrgenommen werden, zum Beispiel bei der Isolierung beweglicher oder nichtbeweglicher Teile in
ü> elektrotechnischen Geräten oder bei der Herstellung
mattierter Filme, die in der Graphik Verwendung finden.
Für Hie erfindungsgemäße Verbesserung von Polyät-·
hylenterephthalatfolien ist es erforderlich, daß der Erweichungspunkt der Polymeren höchstens dem des
Polyesters entspricht Der Erweichungspunkt der Polymeren kann nach den bekannten Verfahren
ermittelt werden, zum Beispiel durch das Townsend-Crawther-Verfahren.
Man erhält gute Resultate, wenn Polystyrol, Polyolefine, zum Beispiel Polyäthylen,
Polypropylen und in erster Linie Polyamide zugesetzt werden. Es sind für diesen Zweck alle
Polyamide geeignet, zum Beispiel Caprolactampolymere
(Nylon 6), Polyamide aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure (Nylon 66), Hexamethylendiamin und Sebacinsäure
(Nylon 610), Amino-Undecansäure (Nylon 11) oder Amino-Dodecansäure (Nylon 12) oder
Copolyamide. Man kann auch Mischungen dieser verschiedenen Polymeren verwenden.
jo Es ist auch möglich, der Mischung aus Polyester und
zugesetztem Polymeren diverse Füllstoffe und Zusätze zuzugeben, die üblicherweise für die Herstellung von
molekular orientierten Folien aus Polyäthylenterephthalat verwendet werden.
Abgesehen vom Zusatz des Polymeren zum Polyester, mit dem der Extruder gespeist wird, entspricht die
Herstellung der erfindungsgemäßen Folien genau der biaxial gereckter Foliep herkömmlicher Art aus
Polyäthylenterephthalat. Man führt in den Extruder die vorher getrockneten Rohstoffe ein, wobei die Trocknung
des Polyesters in Luft bei Normaldruck vor sich gehen kann, die Trocknung der zuzusetzenden Polymeren
aber, besonders im Falle der Polyamide, zweckmäßigerweise im Vakuum vorgenommen wird. Die
■»5 zuzusetzenden Polymeren werden getrennt in den
Einfülltrichter des Extruders eingeführt, so daß die Homogenisierung der Mischung im Trichter beginnt.
Zur Beschleunigung der Homogenisierung der Mischung führt man vorteilhaft das Polymere in feinver-
>o teilter Form, zum Beispiel in Form von zerkleinerten
Folienabfällen, ein. Die Homogenisierung tritt im Extruder ein und vollzieht sich nach und nach in den
verschiedenen Bereichen in herkömmlicher Weise bei Temperaturen von 265 bis 2800C.
Die Einführung des zuzusetzenden Polymeren in den Polyester kann auch während der Polykondensation des
Polyesters erfolgen. Dabei wird vorteilhaft das vorher getrocknete Polymere direkt zu Ende der Polykondensation
in den Reaktor eingeführt und der Ansatz einige Minuten bei gleicher Temperatur weitergerührt.
Eine Filtrierung wird in dem durch den Verwendungszweck
bestimmten Feinheitsgrad vorgenommen. Die Extrusicn vollzieht sich in der herkömmlichen Weise:
An der Ausgangsöffnung der Düse wird die Folie auf eine gekühlte Walze bei einer Temperatur zwischen 40
und 80° C gebracht, je nach Dicke der herzustellenden Folie.
Dann wird die Folie unter Bedingungen biaxial
Dann wird die Folie unter Bedingungen biaxial
gereckt, die den bei der herkömmlichen Folienherstellung
aus Polyäthylenterephthalat üblichen analog sind. Dabei wird die Reckung zuerst in Längsrichtung oder
auch in Querrichtung vorgenommen. Auf die bi axiale Reckung kann gegebenenfalls eine starke Nachstrekkung
in einer Richtung oder auch in beiden Richtungen folgen. Dieses Verfahren kann zur Erlangung von Folien
aller herkömmlichen Dicken angewandt werden.
Auf die Reckungsvorgänge kann unter den durch die Eigenschaften der zu erhaltenden Folien geforderten
Bedingungen eine Thermofixierung folgen. Will man
eine schrumpffähige Folie erhalten, so wird keine Thermofixie-ung vorgenommen.
Die Herstellungsbedingungen der erfindungsgemäßen Folie entsprechen in allen Punkten denen der
herkömmlichen Polyäthylenterephthalatfolien, durch den Zusatz der Polymeren werden diese nicht nachteilig
verändert. Eher ergibt sich'bei Herstellung im Rahmen
der Erfindung eine Erleichterung, was durch die Tatsache deutlich wird, daß der bei Eintritt in den Filter
gemessene Extrusionsdruck merklich verengert und
gleichmäßiger wird. Dieser Vorteil ergibt sich aus einer größeren Homogenität der Schmelze. Diese technische
Verbesserung konnte vorher nur bei der Herstellung von lichtundurchlässigen Folien, die inerte Füllstoffe
enthalten, erzielt werden. Sie kann jetzt auf die Herstellung von verhältnismäßig transparenten Folien
ausgedehnt werden. Die Regulierung des Extrusionsdruckes hat auch eine größere Dickengleichmäßigkeit
der Folien zur Folge. Sie ist wesentlich besser als die, die man bei sonst gleichen Bedingungen bei einem
herkömmlichen Polyester enthält. Eine Verringerung der gewöhnlich auf den Folien entstehenden Extniisionsschlieren
wurde dabei ebenfalls beobachtet.
Die folgenden Beispiele dienen dem besseren Verständnis der Erfindung, ohne diese jedoch in
irgendeiner Weise zu begrenzen.
Aus einem Polyester, hergestellt mit calciumacetathaltigem Katalysator, extrudiert man mit den herkömmlichen
Mittein eine Folie von ca. 5 μΐη Dicke. Die
Extrudertemperatur beträgt dabei ca. 275° C.
Der Polyester wird zunächst in Längsrichtung im Verhältnis 1 :3,5 gestreckt, dann in demselben Verhältnis
quergestreckt und bei einer Temperatur von 2iO°C
thermofixiert.
Man erhält eine Folie, deren Reibungskoeffizient i beträgt.
Man wiederholt denselben Vorgang und disporgiert
im Einfülltrichter des Extruders 2 Gew.-% vorher zerkleinertes Polyamid 610.
Dieser Vorgang wird genau wie bei der Vergleichsro-He
durchgeführt, und man erhält eine Folie, deren Reibungskoeffizient bei 0,5 liegt.
Aus einem Polyester, hergestellt mit manganhaltigem Katalysator, erhält man eine vollkommen transparente
und oberflächenglatte Folie. Man extrudiert unter den Bedingungen von Beispiel 1 eine Vergleichsfolie von
9 μπι Dicke.
Man wiederholt diesen Vorgang unter Zusatz von 1 Gew.-% vorher verkleinertem Polyamid 610 in den
Einfülltrichter.
Die Vergleichsfolie iiat einen nicht mehr meßbaren Reibungskoeffizienten, die dünne und nicht schlupfende
Folie kann nicht mehr richtig gewickelt werden.
Das mit Hilfe von Polyamid verfertigte Muster hat einen Gleitfähigkeitskoeffizienten von 0,9 und kann
ohne weiteres gewickelt werden.
Man verfährt wie in Beispiel 1 und stellt eine
Polyesterfolie mit einer Dicke von 38 μπα her. Man mißt
die Schrumpfung des so erhaltenen Vergleichsstückes,
ίο nachdem dieses 30 Minuten lang auf eine Temperatur
von 150° C erhitzt wurde.
Es wird eine Dimensionsverringerung von 03%
festgestellt
Auf einer unter denselben Bedingungen hergestellten Folie, in die 0,5 Gew.-°/o Nylon 610 eingeführt wurde,
ergibt die Schrumpfmessung unter denselben Bedingungen einen Wert von nur 0,55%.
„ Beispiel <■
In den Reaktor, der der Polykondensation des Polyesters dient, gibt man am Ende der Reaktion 5
Gew.-% Polyamid 610 in das geschmolzene Reaktionsgut und rührt noch Ua Stunde lang weiter, um eine
vollständige Homogenisierung zu erreichen.
Der so erhaltene, auf dem herkömmlichen Wege gewonnene Polyester wird extrudiert, und man erhält
eine Folie mit einer Dicke von 190 μηι. Die Extrusionstemperatur
liegt bei 278° C. Eine Längsstreckung im Verhältnis 3 :1 wird bei 80° C vorgenommen, dann eine
Querstreckung im Verhältnis 3:4 bei 110°C. Danach
wird die Folie durch Erwärmung auf 210°C thermofixiert.
Auf der so erhaltenen Folie und auf einer unter denselben Bedingungen hergestellten Vergleichsfolie, in die jedoch kein Polyamid eingeführt -"urde, wird eine Messung der Reißfestigkeit nach AST tvl D 193-62 T vorgenommen.
Auf der so erhaltenen Folie und auf einer unter denselben Bedingungen hergestellten Vergleichsfolie, in die jedoch kein Polyamid eingeführt -"urde, wird eine Messung der Reißfestigkeit nach AST tvl D 193-62 T vorgenommen.
Die Vergleichsfolie hat eine Reißfestigkeit von 420 g, b··; der erfindungsgemäßen Folie beträgt die Reißfestigkeit
465 g.
Wie in Beispiel 3 wird eine Vergleiciisfolie von 36 μπι
Dicke hergestellt sowie zwei verschiedene Proben gleicher Dicke, denen 4 bzw. 10 Gew.-% Polyamid 610
zugesetzt wurden.
Man mißt die Durchschlagfestigkeit dieser Proben
Man mißt die Durchschlagfestigkeit dieser Proben
nach UTE C. 26.225. Die Messungen ergeben 196 kV/mm bei dem Muster, das kein Polyamid enthält,
206 kV/mm bei dem Muster, das 4 Gew.-% Polyamid enthält und 220 kV/mm bei dem Muster, das 10 Gew.-%
Polyamid enthält.
Wie in Beispiel 2 beschrieben, wird eine Vergleichsfolie von 9 μιη Dicke aus einem Polyester hergestellt, der
mit Hilfe eine-, üblichen Calciumacetatkatalysators gewonnen wurde, und Proben, in die, wie beschrieben,
durch den Einfülltrichter des Extruders 1 bzw 2 bzw. 3 Gew.-% Polyamid 610 eingemischt wurden.
Man mißt die Anzahl der Leitstellen der erhaltenen Folien.
Man nimmt an, u;ß eine Leitstelle vorliegt, wenn, falls
zwischen den beiden Folienoberfiächen eine Spannung von 1.00 Volt herrscht, an dieser Stelle ein Strom in
Stärke von 10 μΑ fließt, was einem elektrischen Widerstand von unter 10 Megaohm entspricht. Im
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17 69919
7 |
Polyamid enthält
Polyamid enthält, |
3 | ! |
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Mittel findet man bei der Vergleichsiolie 6, dem Muster, Gew.-°/o
das 1 Gew.-% Polyamid enthält, 4,2, dem Muster, das 2 Gew.-°/o |
1,9 und dem Muster, das 3
1,8 Leitstellen/m2. |
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Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Folien mit verbesserten elektrischen Eigenschaften aus Polyethylenterephthalat,
bei welchem der Polyester in geschmolzenem Zustand extrudiert wird und die erhaltene Folie zunächst in einer Richtung und
danach in einer zweiten Richtung, die senkrecht zu der ersten verläuft, gereckt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß man dem Polyester im Polykondensationsreaktor am Ende der Reaktion
oder danach im Extruder 0,05 bis 5 Gew.-% mindestens eines thermoplastischen Polymeren in
homogener Weise einverleibt, dessen Erweichungspunkt höchstens dem des Polyesters entspricht,
wobei das Zusatzpolymer aus einem Polyolefin, Polystyrol oder einem Polyamid oder deren Copolymer
oder Mischungen dieser verschiedenen Polymeren besteht.
2. Verwendung von biaxial gereckten Folien einer Dicke von 2£ bis 25 μπτ, hergestellt nach Anspruch 1,
zum Herstellen von Kondensatoren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1769919A DE1769919C3 (de) | 1968-08-06 | 1968-08-06 | Verbesserung einer molekular orientierten Folie aus Polyester |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1769919A DE1769919C3 (de) | 1968-08-06 | 1968-08-06 | Verbesserung einer molekular orientierten Folie aus Polyester |
Publications (3)
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| DE1769919C3 true DE1769919C3 (de) | 1985-03-21 |
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ID=5700334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1769919A Expired DE1769919C3 (de) | 1968-08-06 | 1968-08-06 | Verbesserung einer molekular orientierten Folie aus Polyester |
Country Status (1)
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Families Citing this family (3)
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| JPS59195322A (ja) * | 1983-04-20 | 1984-11-06 | Toray Ind Inc | 磁気デイスク |
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| GB610140A (en) * | 1946-03-28 | 1948-10-12 | James Tennant Dickson | Melt blending of aromatic polyesters with other polymeric materials |
| FR943362A (fr) * | 1946-03-28 | 1949-03-07 | Ici Ltd | Mélange par fusion de polyesters aromatiques et d'autres polymères |
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| NL225418A (de) * | 1957-03-01 | |||
| GB951818A (en) * | 1961-08-18 | 1964-03-11 | Kunoshima Kagaku Kogyo Kabushi | Polyester moulding materials |
| GB1050082A (de) * | 1962-05-08 | 1900-01-01 | ||
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-
1968
- 1968-08-06 DE DE1769919A patent/DE1769919C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1769919A1 (de) | 1971-07-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8281 | Inventor (new situation) |
Free format text: LE PARANTHOEN, RENE, ST. MAURICE DE BEYNOST, FR BONJOUR, GEORGES, LYON BRON, FR |
|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |