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DE1768832A1 - 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan - Google Patents

2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan

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DE1768832A1
DE1768832A1 DE19681768832 DE1768832A DE1768832A1 DE 1768832 A1 DE1768832 A1 DE 1768832A1 DE 19681768832 DE19681768832 DE 19681768832 DE 1768832 A DE1768832 A DE 1768832A DE 1768832 A1 DE1768832 A1 DE 1768832A1
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DE
Germany
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diisocyanatodicyclohexylmethane
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organic
mon
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Bayer Corp
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Mobay Corp
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
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    • C08G18/72Polyisocyanates or polyisothiocyanates
    • C08G18/721Two or more polyisocyanates not provided for in one single group C08G18/73 - C08G18/80
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    • C08G18/758Polyisocyanates or polyisothiocyanates cyclic cycloaliphatic containing two or more cycloaliphatic rings

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Description

MOBAY CHFMICAL COMPANY Penn Lincoln Parkway West . Pittsburgh, Pennsylvania 152O5
Leverkusen, den 3. JuIi 1968 GM/Bn
Z^'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan
A^'-Diisocyanatodicyclohexylmethan ist bekannt. Diese Verbindung liegt normalerweise bei Raumtemperatur im festen Zustand vor (Schmelzpunkt 830C) und weist relativ schlechte Löslichkeit und Verträglichkeit mit Polyolen auf, mit denen es z.B. zwecks Herstellung von Polyurethanlacken oder -Schaumstoffen umgesetzt werden könnte. Wird diese Verbindung durch Zusatz von gewissen Stereoisomeren so modifiziert, daß es bei Raumtemperatur im flüssigen Zustand vorliegt, so sind seine Eigenschaften indessen trotzdem nicht befriedigend für die Herstellung von Polyurethankunststoffen. Bei dieser Sachlage war zu erwarten, daß auch ähnliche Isomere ähnliche Eigenschaften aufweisen würden. Dieses ist indessen nicht der
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Mo 964 - 1 -
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist 2,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethan, welches bei Raumtemperatur im flüssigen Zustand vorliegt und auch bei Temperaturen unterhalb O0C flüssig bleibt.
So kann z.B. 2,4!-Diisocyanato-dicyclobexylmethan 48 Stunden bei -180C aufbewahrt werden, wobei der flüssige Zustand erhalten bleibt. Diese Eigenschaft macht diese Verbindung besonders geeignet zur Umsetzung mit organischen Polyolen zwecks Herstellung von Polyurethanüberzügen, Elastomeren oder auch Schaumstoffen. 2,4-'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan liefert darüberhinaus bei der Trimerisierung ein Polyisocyanurat, welches aufgrund der Anwesenheit von Isocyanatgruppen mit identischer Reaktivität besonders wertvoll ist. Die dem 2,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethan innewohnenden vorteilhaften Eigenschaften bleiben auch erhalten, wenn es mit bekannten organischen Polyisocyanaten gemischt wird. Dies gilt speziell, im Hinblick auf ihre Verträgli ihkeit mit Polyolen zwecks Herstellung von Polyurethankunststoffen.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch Gemische des 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethans mit mindestens einem anderen organischen Polyisocyanat, vorzugsweise solche Gemische, in denen mindestens 30 Gew.-# 2,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethan enthalten sind.
Mo 964 - 2 -
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Erfindungsgemäß bevorzugt sind aber auch Mischungen aus
30 - 95 Gew.-S^ 2,4l-Dilsocyanato-dicyclohexylmethan und 5-70 Gew.-# 4,4l-Diisocyanato-dicyclohexylmethan, wobei weniger als 50 Gew.-^ der Stereoisomere des 4,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmetbans aus dem trans,trans-Isomeren bestehen.
Es hat sich gezeigt, daß mit Hilfe von 2,4'-Diisocyanatodicycloheiylmethan hergestellte Lackmischungen eine sehr kurze Elebzeit aufweisen und schnell zu einem elastischen Überzug aushärten. Auch zeigen Folyurethanelastomere auf Basis des erfindungsgemäßen Diisocyanate eine verbesserte Elastizität. Die verbesserte Verträglichkeit des 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethans mit den zur Herstellung von
Polyurethankunststoffen verwendeten Komponenten, z.B. mit Polyolm, wird offenbar, wenn dieses Isocyanat bei Raumtemperatur mit den Polyolen gemischt wird. Während z.B. das entsprechende 4,4'-Isomere sich schon vor seiner vollständigen Reaktion mit dem Polycl absetzt, bleibt das 2,4'-Isomere in homogener Löaune während der Umsetzung zum Polyurethan. Dieser Befund ist besonders überraschend im Hinblick auf die verschiedenen Positionen der NCO-Gruppen im Ring aufgrund derer man auch verschiedene Reaktivitäten erwarten konnte. Ein anderes Isomeres ähnlicher Natur, welches theoretisch möglich wäre, ist das 2,2'-Isomere; indessen konnte dieses Diisocyanat bisher noch nicht hergestellt werden, da offenbar bei der Hydrierung des entsprechenden aromatischen Diamins gleichzeitig Zersetzung erfolgt.
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Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch Polyurethankunststoffe aus 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan und organischen Verbindungen mit mindestens 2 aktiven Wasserstoffatomen sowie auch speziell Lackxnischungen bestehend aus dem Reaktionsprodukt von 2,4'-DUSOCyBnBtO^iCyClOtIeXyI-methaη und organischen Verbindungen mit mindestens 2 aktiven Wasserstoffatoeen sowie organischen Lösungsmitteln.
Wie bereits ausgeführt, ist eine besonders vorteilhafte Eigenschaft des 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethans, daß es bei Raumtemperatur flüssig ist und daß seine Mischungen mit anderen organischen Polyisocyanaten in der Regel auch bei Raumtemperatur flüssig sind. In diesen Mischungen soll indessen, um den gewünschten Effekt zu erzielen, zu mindestens 30 Gew.-# das 2,4'-DiisocyaneSo-dicyclohexylmethan enthalten sein, wobei vorzugsweise das andere organische monomere Polyisocyanat ein aliphatisches oder cycloaliphatisches Polyisocyanat darstellt. Polyurethane auf Basis derartiger Polyisocyanatgemische zeigen z.B. eine gute Lichtstabilität. Als erfindungsgemäB mitzuverwendende Polyisocyanate kommen grundsätzlich solche beliebiger Art Infrage, z.B. Äthylendiisocyanat, Propylen-1,2-diisocyanat, Cyclohexan-1,4-dilsocyanat, 1, 6-Hexamethylendiisocj:anat, vorzugsweise 4,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan, Biuretpolyisocyanate wie sie z.B. durch Umsetzung von Hexamethylendiisocyanat mit Wasser gemäß der amerikanischen Patentschrift 3 124 605 hergestellt werden können. Wie bereits angeführt, sind Ge-
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mischte aus 30 - 95 Gew.-# 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan uad 5 - 70 Gew.-# 4,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan, in denen weniger als 50 <jo der Stereoisomere des 4,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethans trans-Isomere darstellen, besonders bevorzugt.
Das erfindungsgemäße Isocyanat wird vorzugsweise in einem Zweistufenverfahren hergestellt. In erster Stufe wird das bekannte 2,4'-Diaminodiphenylmethan hydriert und in zweiter · Stufe wird das ehaliaae Z^'-MaminodicyclcheaylnBthan vorzugsweise dreh Reaktion mit Phosgm In das ÜBogenafc übafübrt. Bei der Hydrierungsstufe kann jeder beliebige Hydrierungskatalysator verwendet werden, gegebenenfalls zusammen mit einem Lösungsmittel, und die Reaktion wird vorzugsweise unter Druck durchgeführt. Das Hydrierungsverfahren selbst kann indessen beliebig gewählt werden. Mai kann z.B. nach der Verfahrensweise gemäß der amerikanischen Patentschrift 2 817 644 arbeiten. Als Hydrierungskatalysatoren seien beispielsweise die folgenden genannt: Platin, Ruthenium, Rhodium, Nickel, Kupfer, Chromlegierungen, Kobaltkatalysatoren wie sie z.B. im OPB-Report, TB-742 (1941) genannt werden. Vorzugsweise wird ein Rutheniumkatalysator verwendet, wobei die aktive Katalysatorkomponente entweder elementares Ruthenium, ein Rutheniumoxid, ein Rutheniumsalz, in dem das Ruthenium entweder als Anion oder als Kation vorliegt, verwendet werden. Genannt seien z.B. Rutheniumsesquioxid, Rutheniumdioxid und Ruthetiiumtetraoxid. Ferner Perruthenite wie Bariumperruthenit, Natriumperruthenit, darüberbinaus Ruthenate wie Kalium-, Natrium-, Barium-, Strontium-*
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Silberrutbenat und-perruthenat, Ruthenlumbalogealde wie Rutheniumpentafluorid und Ruthenlumdichlorid, Rutheniumtrichlorid uad -tetrachlorid. Diese Katalysatoren können auf an sich bekannter Weise aktiviert werden. Der Katalysator kann sich darüberhinaus auch auf Trägertnaterlallen wie Kohle, Silikagel oder Aluminiumoxid befinden. In Abhängigkeit von der Wahl des Hydrierungskatalysator kann die Hydrierungstemperatur in einem weiten Bereich schwanken, liegt aber vorzugsweise zwischen 25 und 3>jO°C, wobei Temperaturen zwischen 50 und 250° besonders geeignet sind. Die Hydrierung kann auch in Gegenwart von Ammonium zwecks Vermeidung von Nebenreaktionen durchgeführt werden. Ea 1st möglich, entweder drucklos oder unter Druck zu arbeiten.
Wird bei der Hydrierung des 2,4'-Diisocyanato-dlcyclohexylmethans zum entsprechenden gesättigten Amin keine lOOjiige Umwandlung erzielt, so ist es durchaus möglich, das gesättigte AmIn über dem aromatischen Amin durch fraktionierte Destillation abzutrennen, da z.B. reines 2,4I-Diaminodicyclohexylmethan bei 130°C/1 mm Hg und 2,4'-Diisocyanato-dlcyclohexylmethan bei 188°C/1 mm Hg siedet.
Das resultierende 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan wird nach an sich bekannten Verfahren in das entsprechende Diisocyanat übergeführt, z.B. durch Phosgenierung des Amins oder des Aminsalzes. Bevorzugt arbeitet man nach der Kaltphasen-Heißphasen-Phosgenierung, wobei 2,4'-Diaminodicyclohexy line than
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. ., Γ/68832
zunächst mit einem organischen Lösungsmittel wie Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Toluol gemischt wird, dann mit COg zwecks Bildung einer Salzdispersion kombiniert wird und schließlich mit Phosgen anfangs bei -10 - 800C und in zweiter Stufe bei
5O0C - 20O0C umgesetzt wird. Das erhaltene Isocyanat hat die
Formel
NCO
[JH2 CH ^ CH CH
H2C CH - CHp - CH 2 2 CH-NCO
\( ~ττ /tit —
-«Up UUn
^- 2\ /tit ______ ntj *
vllp WIIp
Erfindungsgemäß ist es nicht notwendig, die reine Verbindung herzustellen, sondern auch möglich, gleichzeitig ein Gemisch aus 2,4I-Diaminodicyclohexylmethan und 4,4'-Diaminodicyclohexylmethan zu phosgenieren uad so ein erfindungsgemäß bevorzugtes Gemisch von Polyisocyanat herzustellen. Dabei werden vorzugsweise solche Reaktionsbedingungen gewählt, daß das trans, trans-Isomere des 4,4t-Diaminodipbenyl-cyclohexylmethans maximal zu 50 ?t vorliegt. Dieses kann erreicht werden durch Anwendung eines Rutheniumkatalysators und Temperaturen von über 1500C bei der Hydrierung.
Zur Herstellung von Polyurethankunststoffen auf Basis des Z^'-Dilsocyanato-dicyclohexylmethans können beliebige organische Verbindungen mit aktiven Wasserstoffatomen zwecks Umsetzung nit diesem Diisocyanat infrage. Dabei kommen als aktive Wasserstoffatome aufweisende Gruppen z.B. OH-Gruppen, NHg-Gruppen, NH-Gruppen, COOH-Gruppen und SH-Gruppen infrage.
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Γ/68832
Typische Verbindungen mit aktiven Wasserstoffetomen, die für die Umsetzung mit dem erfindungsgemäßen Diisocyanat infrage kommen, sind z.B. Hydroxylpolyester, mehrwertige Polyalkylenglykoläther, mehrwertige Polythioäther, Polyacetale, aliphatische Polyole wie Alkane Alken-und Alkindiole, -triole und -tetrole, aliphatische Thiole wie Alkan, Alken und Alkinthiole mit 2 oder mehr SH-Gruppen, Polyamine wie aromatische, aliphatische, heterocyclische Diamine, Triamine und Tetramine sowie Mischungen dieser Verbindungen. Auch Aminoalkohol, Aminothiole, Hydroxymerkaptane und andere Verbindungen mit zwei verschiedenen funktionellsn Gruppen kommen erfindungsgemäß zwecks Umsetzung mit dem 2,4t-Diisocyanato-dicyclohexylmethan bzw. Mischungen dieses Dilsocyanats mit anderen Diisocyanaten infrage.
Das Molekulargewicht der organischen Verbindung mit mindestens zwei aktiven Wasserstoffatomen kann in weiten Bereichen schwanken, vorzugsweise haben diese Verbindungen indessen ein Molekulargewicht von mindestens 200 und vorzugsweise zwischen 500 und 5000 und weisen, soweit sie Hydroxylgruppen darstellen, eine Hydroxylzahl im Bereich von 25 - 800 auf und eine Säurezahl, soweit vorhanden, unter 5. Als obere Grenze für das Molekulargewicht dieser Verbindungen ist im allgemeinen 10 000 anzusehen, indessen kann diese Grenze auch durchaus überschritten werden. Man kann auch so arbeiten, daß man neben Verbindungen mit mindestens zwei aktiven Wasserstoffatomen von höherem Molekulargewicht Verbindungen des gleichen Typs mit einem Molekulargewicht unter 750 und vorzugsweise unter 500 mitverwendet. Für diesen Zweck sind aliphatische Diole und Triole besonders geeignet.
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ORIGINAL INSPECTED
f>6Ö832
Als Hydroxylpolyester kommen solche beliebiger und bereits bekannter Art infrage, wie sie aus Polycarbonsäuren wie z.B. Bernsteinsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Phthalsäure und Terephthalsäure und mehrwertigen Alkoholen wie Äthylenglykol, Propylenglykol, Hexandiol-(1,6), Glyzerin, Trimethylolpropan oder Pentaerythrit hergestellt werden können. Auch erfindungsgemäß zu verwendende mehrwertige Hydroxylgruppen aufweisende Polyalkylenäther können beliebig gewählt werden und stellen solche der an sich bekannten Art dar. Diese leiten sich E.B. ab von Alkylenoxiden wie Äthylenoxid, Propylenoxld oder Tetrahydrofuran unter Mitverwendung eines Initiators wie Wasser, Alkoholen, Aminen, z.B. Äthylenglykol, Glyzerin, Ammoniak, Triäthanolamin, 4,4'-Diphenylmethandiamin, Propylendiamin. Auch phosphorhaltige Polyole können als Initiator mitverwendet werden. Auch zu verwendende mehrwertige Polythioäther sind solche der bekannten Art wie sie z.B. in den amerikanischen Patentschriften 2 869 972 und 2 900 368 beschrieben werden. Darüberhinaus kommen auch Polyesteramide der an sich bekannten Art, Polyacetale, die z.B. Reaktionsprodukte von Formaldehyd oder anderen Aldehyden mit mehrwertigen Alkoholen darstellen, infrage. Als Verbindungen mit reaktionsfähigen Wasserstoffatomen mit niederem Molekulargewicht, die zur Umsetzung mit dem erfindungsgemäßen. Diisocyanat kommen können, seien beliebige Polyole, vorzugsweise aliphatischer Natur, Thiole und Polyamine genannt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist auch,eine phosphorhaltige Verbindung bei der Herstellung der Polyurethankunststoffe als Flammschutzmittel mitzuverwenden. Diese Phosphorverbindungen können solche beliebiger Art darstellen und weisen z.B. die allgemeine Formel
1 0 9 8 A 7 7197 Il orig.nal inspected
1/68832 ο AQ
(RO)2 - P - R» - N - (R1 - OH)2
auf, in der R einen niederen Alkyl- oder Pbenylreat und Rf einen Alkylenrest, vorzugsweise mit 1-4 C-Atomen ,darstellt. Eine bevorzugte Verbindung dieses Typs ist Dioxyäthylen-N,N-bis-(2-hydroxyätbyl)-aminomethylphosphat. Werden erfindungsgemäß Polyurethanschaumetoffe hergestellt, so ist die Mitvervendung eines Treibmittels wie Wasser und/oder niedrigsiedende Lösungsmittel erforderlich. Als solche niedrigsiedende Lösungsmittel kommen vor allem Iodkohlenwasserstoffe wie Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan oder Alkane wie Hexan infrage. Zur Schaumstoffherstellung werden auch in der Regel die hierfür üblichen Katalysatoren und Stabilisatoren mitverwendet. Als Katalysatoren kommen vor allen Dingen metallorganische Verbindungen wie tertiäre Amine in Betracht, während als Stabilisatoren im allgemeinen solche auf Basis von Polysiloxanen, z.B. Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolyoere Anwendung finden. Beispiele für derartige Verbindungen sind in der amerikanischen Patentschrift 2 834 748 sowie in den kanadischen Patentschriften 668 478, 668 537 und 670 091 genannt. Bei der Polyurethanschaumetoffherstellung können ferner auch Pigmente, Farbstoffe und Füllstoffe mitverwendet werden.
Das erfindungsgemäße Polyisocyanat wird sur Herstellung von Lacküberzügen verwendet. In diesem Fall wird die organische Verbindung mit mindestens zwei aktiven Wasserstoffatom ei mit dem Polyisocyanat, vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel, umgesetzt, wobei als Lösungsmittel s.B. Ben»öl,
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^-1" ORIGINAL INSPECTED
109847/1742
Xylol, Benzin, Dimethylformamid oder Diäthylenglykoldiäthylätber infrage kommt. Zwecke Herstellung von elastomeren
Polyurethanen kann z.B. die organische Verbindung mit
mindestens zwei aktiven Wasserstoffatomen mit einem Überschuß an erfindungsgemäßem Polyisocyanat in erster Stufe zu einem Isocyanatendgruppeη aufweisenden Yoraddukt umgesetzt werden, welches in zweiter Stufe mit einem Kettenverlängerungsmittel wie Butandiol-(1,4) oder Hydrochinon-bis-ß-hydroxyäthyläther oder Wasser zur Reaktion gebracht wird, wonach das resultierende Reaktionsgemisch in Formen gegossen wird.
Erfindungsgemäß hergestellte Schaumstoffe können für Polsterungszwecke, Isolierzwecke und als Schalldämmittel verwendet werden, während man mit den erfindungsgemäßen Lackmischungen z.B. Holz oder Metall überziehen kann. Elastomere auf Basis des erfindungsgemäßen Polyisocyanats können z.B. zur Herstellung von Reifen oder Dichtungen dienen.
Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind
Gericht steile, wenn ni'cht anders definiert.
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1098Λ7/17Α2
Beispiel 1;
In ein Druckgefäß werden 100 Teile 2,4'-Diaini aod iphenylme than, 300 ml Dioxan, 4U Teile Ammoniak und 20 Teile eines feinvertellten Katalysators, bestehend aus 5 $> Ruthenium, auf Siliziumdioxid gefüllt. Die Temperatur wird auf 20O0C gesteigert und Wasserstoff wird bis zu einem Druck von 350 kg/cm eilgeleitet. In dem Maße wie Wasserstoff absorbiert wird, werden weitere Mengen an Wasserstoff eingeleitet, um einen Gesamtdruck von etwa 350 kg/cm aufrecht zu erhalten. Die Hydrierung ist nach 4 Stunden beendet. Das durchhydrierte Produkt wird aufgearbeitet und stellt gemäß Analyse 2,4'-Diaminodicyclohexylmethan mit etwa 2,8 Gew.-fi an niedrigsiedendem Material und 1,9 > an hochsiedenden Rückständen dar.
100 Teile dieses 2,4'-Diaminodicyclohexylmethans werden in 1100 Teilen o-Dichlorbenzol unter Rübren gelöst und bei 90 95° mit CO2 gesättigt. Nach vollständiger Absorption des CO2 wird die gesättigte Lösung 6 Stunden bei 95° gerührt. Dann wird das Gemisch auf unter 0° abgekühlt und 360 Teile Phosgen werden eingeleitet. Während der Phosgenaddition soll die Temperatur nicht über O0C steigen. Die Lösung wird dann allmählich auf 16O0C erhitzt und Phosgen wird kontinuierlich eingeleitet bei dieser Temperatur, bis es nicht mehr absorbiert wird. Danach wird überschüssiges Phosgen 30 Minuten mit Stickstoff ausgeblasen,und nach der Aufarbeitung erhält man praktisch reines 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan.
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109847/1742
Beispiel 2:
100 Teile eines mehrwertigen Polyalkylenäthers, der durch Kondensation von Propylenoxid mit Glyzerin hergestellt worden ist und eine OH-Zahl von 56 aufweist, werden mit 57 Teilen des 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethans gemäß Beispiel 1 gemischt sowie mit 3 Teilen Wasser, 0,3 Teilen Zinnoctoat, 0,5 Teilen i-Methyl-4-dimethylaminoäthylpiperazin und 1 Teil eines Silikonöls der Formel
in der (GnHpnO) ein gemischtes Polyoxyäthylen und -oxypropylen-Blockcopolymeres mit 17 Oxyäthyleneinheiten und 13 Oxypropyleneinheiten darstellt. Biese Komponenten werden gemäß dem Verfahren des U.S. Reissue patents 25 414 maschinell gemischt und in eine Form eingetragen, in der sie eine cremeartige Konsistenz annehmen und innerhalb kurzer Zeit einen Polyurethanschaumstoff liefern.
Beispiel 3:
111 Teile des Hydroxylpolyesters der OH-Zahl 56, der aus Adipinsäure und gleichen molaren Mengen an 1,4-Butandiol und Äthylenglykol hergestellt worden ist, 20 Teile 1,4-Butandiol und 0,05 Teile Dlbutylzinndilaurat werden vorgemischt und dann mit 80 Teilen 2,4'-Düsocyanato-dicyclohexylmethan gemäß Beispiel 1 vermischt. Pas resultierende Reaktionsgemisch wird In eine Form gegossen, in der es in kurzer Zeit zu einem Mo 964 1098*7/^42
elastischen Polyurethan aushärtet.
Beispiel 4:
Das 2,4l-Diisocyanato-dicyclohexylmethan gemäß Beispiel 1 wird mit einem durch Addition von 3 Mol Propylenoxid an 1 Mol Trimethylolpropan hergestelltes Triol vermischt, wobei im wesentlichen äquimolare Mengen verwendet werden. Die Komponenten sind sehr gut verträglich miteinander und reagieren in kurzer Zeit zu einem elastomeren Polyurethan. Wird im Vergleich dazu als Diisocyanat 4,4*-Diisocyanatodicyclohexan verwendet, so erhält man ein inhomogenes Reaktionsprodukt,und eine große Menge des Diisocyanate setzt sich ab, ohne reagiert zu haben. Alle Komponenten wurden bei Raumtemperatur vermischt.
Beispiel 5: Beispiel 1 wird wiederholt mit dem Unterschiede, daß als Ausgangsmaterialien ein Gemisch aus 40 $> 2,4'-Diaminodi-
phenylmethan und 60 4,4f-Diamlnodlphenylmethan verwendet wird. Das resultierende Polyisocyanat 1st ein Gemisch aus 40 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan und 60 # 4,4'-
Diisocyanato-dicyclohexylmetban. Beispiel 6;
Beispiel 1 wird wiederholt mit dem Unterschied, daß eic Gemisch aus 80 # 2,4'-Diaminodiphenylmethan und 20 £ 4 4'-Diaminodiphenylmethan eingesetzt wird, wobei das entsprechende Dllsocyanatgemlsch resultiert.
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109847/1742

Claims (6)

Patentansprüche ι
1. 2,4l-Diisocyanato-dicyclohexylmethan.
2. Mischungen aus mindestens 30 Gew.-# 2,4I-Diisocyanatodicjdohexylmethan und mindestens einem anderen organischen Polyisocyanat.
3. Mischungen aus mindestens 30 Gew.-i» 2,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethan und mindestens einem anderen aliphatischen Polyisocyanat.
4. Mischungen aus 30 - 95 Gew.-# 2,4l-Diisocyanato-dicyclohexyloaethan und 5-70 Gew.-% 4t4'"Diisocyanatodicyclohexylmethan, wobei weniger als 50 Gew.-# der Stereoisomeren des 4,4'-Diisocyanatodicyclohexylmethans trans,trans-Isomere darstellt.
5. Polyurethankunststoffe auB 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan und organischen Verbindungen mit mindestens 2 aktiven Wasserstoffatomen.
6. Lackoischungen enthaltend das Reaktionsprodukt von 2,4'-Diisocyanato-dicyclohexylmethan mit organischen Verbindungen mit mindestens 2 aktiven Wasserstoffatomen und organische Lösungsmittel.
Mo 964 - 15 -
1098-47/1742
DE19681768832 1967-07-21 1968-07-05 methan Expired DE1768832C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US65498267A 1967-07-21 1967-07-21
US65498267 1967-07-21

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1768832A1 true DE1768832A1 (de) 1971-11-18
DE1768832B2 DE1768832B2 (de) 1977-02-17
DE1768832C3 DE1768832C3 (de) 1977-10-13

Family

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0104551B1 (de) * 1982-09-25 1985-11-13 Bayer Ag Gegebenenfalls Isomerengemische darstellende cycloaliphatische Diisocyanate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung, sowie ihre Verwendung als Ausgangsmaterialien bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen
EP0104531B1 (de) * 1982-09-22 1985-11-21 Bayer Ag Gegebenenfalls Isomerengemische darstellende cycloaliphatische Diisocyanate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung, sowie ihre Verwendung als Ausgangsmaterialien bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen

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EP0104531B1 (de) * 1982-09-22 1985-11-21 Bayer Ag Gegebenenfalls Isomerengemische darstellende cycloaliphatische Diisocyanate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung, sowie ihre Verwendung als Ausgangsmaterialien bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen
EP0104551B1 (de) * 1982-09-25 1985-11-13 Bayer Ag Gegebenenfalls Isomerengemische darstellende cycloaliphatische Diisocyanate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung, sowie ihre Verwendung als Ausgangsmaterialien bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen

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Publication number Publication date
FR1575021A (de) 1969-07-18
BE718299A (de) 1968-12-31
SE355574B (de) 1973-04-30
DE1768832B2 (de) 1977-02-17
GB1203150A (en) 1970-08-26
US3590002A (en) 1971-06-29
NL6810311A (de) 1969-01-23

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