DE1761612A1 - Steuervorrichtung fuer den Farbbandgabelhub einer speichersteuerbaren Schreibmaschine - Google Patents
Steuervorrichtung fuer den Farbbandgabelhub einer speichersteuerbaren SchreibmaschineInfo
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Description
Steuervorrichtung für den Farbbandgabelhub einer speichersteuerbaren
Schreibmaschine
Schreibmaschinen sind häufig mit einem mehrfarbigen Farbband ausgestattet,
mit dem zum Zwecke der Hervorhebung oder sonstigen Kennzeichnung bestimmter Worte oder Textteile bzw. Zahlen unterschiedlich gefärbte Abdrucke
hergestellt werden können. Die Umschaltung auf die verschiedenen Farbbandzonen,
z. B. Schwarz, Rot Löschen, erfolgt mit bekannten Handstellmitteln
verschiedener Art.
Bei aus einem Speicher oder fernsteuerbaren Schreibmaschinen erfordert die
Umschaltung der Farbbandgabel auf eine andere Farbbandzone einen besonderen Betätigungsmagneten, wie z.B. in der USA-Patentschrift 2 459 821 beschrieben.
Auch in einer anderen, durch die USA-Patentschrift 3 082 854 bekannten Anordnung ist ein gesondertes Relais für die Umschaltung der Farbbandgabel
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vorgesehen; dort handelt es sich um eine Prüfeinrichtung für die Impulseingabe bei der Fernsteuerung von Schreibmaschinen, und bei durch eine
gerade Impulszahl festgestellten Übertragungsfehlern bewirkt das zusätzliche Fehlerrelais, daß das falsche Zeichen rot abgedruckt wird. Ein
solches zusätzliches elektromagnetisches Betätigungselement beansprucht zusätzlichen Platz in der Schreibmaschine, und bei Schreibmaschinen mit
fester Schreibwalze und längs dieser wanderndem, den Typenträger tragendem Schlitten kommt erschwerend hinzu, daß die Umschaltbetätigung
der Farbbandgabel auf den Typenträgerschlitten übertragen werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steuerung für die Umschaltung des Farbbandgabelhubes bei speichersteuerbaren Sehreibmaschinen
wesentlich zu vereinfachen. Die Erfindung geht dabei von einer Schreibmaschine aus, bei der die Anschlagstä-ke für den Abdruck der Typen durch
Einstellung des die Anschlagenergie übertragenden Nockenfolgeelements auf eine von mehreren unterschiedlichen Nockenscheiben veränderbar ist.
Die Erfindung benützt diese Anschlagstärke vor richtung gleichzeitig für die
Steuerung des Farbbandgabelhubes. Die gestellte Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Vorrichtung gelöst worden. Diese Lösung hat
den Vorteil, daß ein zusätzlicher Betätigungsmagnet für die Farbbandhubverstellung nicht erforderlich ist, sondern der Elektromagnet für die Einstellung der Anschlagstärke des Typenabdrucks gleichzeitig «ach für die
Farbbandgabiesteuerung verwendet wird*Darüberhinaus sind nur wenige
einfache Übertragun gselemente erforderlich, die nennenswerten Raum in
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der Maschine nicht beanspruchen.
Für die Anzahl und Anordnung der Nockenscheiben gibt es im Rahmen der Erfindung zahlreiche Möglichkeiten, die dem einzelnen Bedarfsfall
angepaßt werden können. Im allgemeinen ist eine Schreibmaschine der
vorher gekennzeichneten Gattung mit mindestens zwei unterschiedlichen Nockenscheiben ausgestattet, die zwei verschiedene Anschlagstärken ermöglichen.
Vorzugsweise sind beide Nockenscheiben der einen Farbbandhälfte zugeordnet, während eine zusätzliche dritte Nockenscheibe für
Rotschreibung vorgesehen werden kann. Die Gestaltung dieser letzeren Nockenscheibe entspricht vorzugsweise einer mittleren Anschlagstärke.
Ist außerdem eine weitere Nicht-Druck-Nockenscheibe angeordnet, so ist es gleichgültig, welcher Farbbandbereich bei Einstellung des Nockenfolgeelements
auf diese Nockenscheibe zur Wirkung gelangt, da in diesem Fall ein Abdruck nicht stattfindet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
beschrieben.
Fig. 1 zeigt in schaubildlicher Darstellung von der vorderen rechten
Seite der Maschine aus gesehen die wesentlichen Teile des Farbbandgabelantriebes, der Anschlagstärkesteuerung sowie
der Farbbandgabelhubsteuerung einer Schreibmaschine mit einem kugelförmigen Typenträger und in
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" TT *·
Fig. 2 sind die Te ile der Farbbandgabelhubsteuerung schaubildlich
und vergrößert dargestellt, und zwar von der hinteren rechten
Seite der Maschine aus gesehen.
Der in Fig. 1 teilweise dargestellte Typenkopf 1 wird zur Einstellung des
ausgewählten Zeichens in bekannter Weise gedreht und geneigt und anschließend zum Abdruck des eingestellten Zeichens zur Schreibwalze 3
geschwenkt. Gleichzeitig bewirkt der Farbbandgabelantrieb 5 das Anheben des Farbbandes bis zu einer gewünschten Höhe.
Zum Abdruck einer vollständigen Zeile wird der Typenkopf 1 durch schrittweise
Fortschaltung des Typenkopfschlittens an der feststehenden Schreibwalze entlang bewegt. Während jeden Druckzyklus* führt die Druckwelle 7
eine vollständige Umdrehung aus und bewirkt dabei über einen Nockenantrieb
eine Schwenkbewegung der Lagerplatte 9 zum Zwecke des Abdrucks der eingestellten Type. Hierzu befinden sich auf einer Hülse auf der
Druckwelle 7 eine Anzahl Nockenscheiben 11, 13 und 15, und die Hülse ist verdrehfest mit der Druckwelle 7 verbunden. Je nach der Einstelllage
eines Nockenfolgehebels 17 wird jeweils eine der Nockenscheiben 11, 13 bzw. 15 wirksam. Die Übertragung der von der ausgewählten Nockenscheibe
abgegebenen Anschlagkraft auf die Lagerplatte 9 erfolgt fiber einen auf einem Bolzen 21 schwenkbar gelagerten Hebel 19.
Die beiden Nockenscheiben 11 und 15 weisen eine Übereinstimmende Form
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auf, während die Nockenscheibe 13 als Nicht-Druck-Nockenscheibe gestaltet
ist. Die Ausführung eines Leerschrittes des Typenträgerschlittens durch
Auslösung eines normalen Druckspiels, jedoch unter Verwendung einer Nicht-Druck-Nockenscheibe, hat den Vorteil, daß keine Schwierigkeiten
hinsichtlich der Überlappung von Abdruck und anderen Funktionen in der Schreibmaschine auftreten können. Die eingegebenen bzw, ankommenden
Signale lösen die gleichen Vorgänge in der Maschine aus, und lediglich der Abdruck des Typenkopfes wird verhindert. Dabei ist Vorsorge getroffen,
daß sämtliche Zeichen-Zwischenhebel durch die Kugelsperre blockiert sind.
Die Verwendung einer Nicht- Druck-Nockenscheibe erübrigt also jegliche Maßnahmen zur Verhinderung einer gleichzeitigen Auslösung eines Typenabdrucks
und eines Leerschrittes,
Der Nockenfolgehebel 17 ist an einem Rahmenteil 25 des Typenträgerschlittens
in Richtung parallel zur Schreibwalze 3 längsverschiebbar gelagert, und an seinem einen Ende, nämlich am Punkt 28, ist ein Zugband
27 eingehängt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Zugband 27 quer durch die Maschine über zwei Führungsscheiben 29 und 31 geführt, von denen die
Führungsscheibe 29 stationär gelagert ist, während die Führungsscheibe
in Zugrichtung des Zugbandes 27 verstellbar ist. Das andere Ende des Zugbandes 27 ist bei Punkt 33 am Rahmenteil 25 des Typenträgerschlittens
befestigt. Eine Feder 35 hält das Zugband 27 unter Spannung und ermöglicht
gleichzeitig die Verstellung der Führungescheibe 31 nach außen.
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Pas in Fig. 1 angedeutete, durch Farbbandführungen 39 geführte Farbband Ο-sei als zweifarbiges Farbband angenommen, wobei die obere Hälfte schwarz-
und die untere Hälfte rot ist. Soll das eingestellte Zeichen schwarz abgedruckt werden, so wird der Nockenfolgehebel 17 durch Verstellen der Führungsscheiben 31 in seine äußerste linke Lage (Fig. 1) eingestellt« in der
er mit der Nockenscheibe 11 zusammenwirkt. Gleichzeitig bewirkt die
ebenfalls auf der Druckwelle 7 befindliche Farbbandhub-Nockenscheibe 37 über den Farbbandgabelantrieb 5 das Anheben des durch die Farbbandführungen 39 geführten Farbbandes in die gewünschte Höhe.
Der Farbbandgabelantrieb enthält außer den Farbbandführungen 39 Führungsarme 41 und 43 zu beiden Seiten der Lagerplatte 9 des Typenkopfes 1. Die
beiderseitigen Führungsarme 41 sind durch einen Steg 45 starr miteinander verbunden, so daß sie einen festen Rahmen bilden. Dabei bilden die Arme
41 und 43 beiderseits jeweils ein Parallelogrammsystem, das eine Parallelverstellung der Farbbandführungen 39 ermöglicht.
Der Hubvorgang für das Farbband läuft folgendermaßen abs Über eine Abwinkelung 47a wird die Farbbandhub-Nockenscheibe 37 auf eine Steuerplatte
47 wirksam, die als Nockenfolgeelement dient und um einen Drehpunkt 49 schwenkbar ist. Bereits vorher wurde unter der Wirkung einer Feder 53
ein Hebel 51 nach rec hts (Fig. 2) verstellt, der seinerseits über einen
Schubhebel 57 einen Steuerstift 55 in einem Langloch der Steuerplatte 47 so weit nach rechts verschiebt, bis er an dem Ende 59a eines Stellhebels
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59 anliegt. Da die Steuerplatte 47 unter der Wirkung der Farbbandhub-Nockenscheibe
37 um den Drehpunkt 49 geschwenkt wird, ist die Lage des Steuerstifts 55 für die effektive Hubbewegung der Führungsarme 41 maßgebend,
von denen der eine, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit seiner unteren Kante auf dem Steuerstift 55 aufliegt. Aus der Darstellung wird deutlich, daß der Farbband,
hub desto größer ist, jewiter links (in Fig, 2) sich der Steuerstift 55 befindet.
Sollen die Zeichen rot abgedruckt werden, so kann bei einer tastenbetätigten
Schreibmaschine der Bediener mittels des Stellhebels 59 die wirksame Lage des Steuerstifts 55 verändern, d.h. in vorliegendem Falle, daß der Steuerstift
55 mittels des Stellhebels 59 in Fig. 2 nach links verschoben wird. Die
Folge ist ein entsprechend vergrößerter Hub des Farbbandgabelantriebs 5, so daß die untere Farbbandhälfte zur Wirkung gelangt, Soll die Rotschreibung
durch ankommende Steuersignale bewirkt werden, so wird die Führungsscheibe 31, beispielsweise durch einen (in Fig. 1 angedeuteten) Magneten, um einen
bestimmten Betrag nach links verstellt, so daß nunmehr der Nockenfolgehebel 17 mit der Nockenscheibe 15 ausgerichtet ist. Wie bereits erwähnt, entspricht
die Form der Nockenscheibe 15 derjenigen der Nockenscheibe 11, so daß eine
Änderung in der Abdruckstärke durch diese Verstellung des Nockenfolgehebels 17 nicht eintritt.
Mit dem Nockenfolgehebel 17 ist ein Steuerflügel 23 verbunden, der die Verstellbewegung
des Nockenfolgehebels 17 mitmacht. Bei dieser Veetellbewegung wirkt der Steuerflügel 23 mittele seiner Kante 23a auf eine Stange 61 und
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dreht diese entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch der Hebel 51 im gleichen
Sinne, nämlich zur Vorderseite der Schreibmaschine hin, geschwenkt wird.
Der Hebel 51 zieht dabei über den Schubhebel 57 den Stai er stift 55 in dem
Langloch der Steuerplatte 47 nach links bis zu einer, durch einen bestimmten Abstand vom Drehpunkt 49 definierten Lage, ·
Da nun der Steuerstift 55 weiter nach links eingestellt ist, bewirkt in der
bereits vorher beschriebenen Weise das Wirksamwerden der Farbbandhub-Nockenscheibe
37 einen entsprechend größeren Hub des Farbbandgabelantriebs 5, so daß die untere Hälfte des Farbbandes zwischen eingestellter Drucktype
und Schreibwalze zu liegen kommt.
Wird durch die ankommenden Signale der Nockenfolgehebel 17 auf die Nockenscheibe
13 eingestellt, so bewirkt der Steuerflügel 23 über die Stange 61 eine
nur geringe Vergrößerung des Farbbandhubes, so daß auch jetzt noch die
" schwarze Hälfte des Farbbandes in den Druckbereich eingestellt wird. Dies
ist aber ohne jede Wirkung, da ja die Nockenscheibe 13 als Nicht-Druck-Nockenscheibe
ausgebildet ist und ein Abdruck nicht ausgelöst wird.
Bei manueller Einstellung des Farbbandhubes mittels des Stellhebels 59
wird eine in Fig. 1 gezeigte Rastvorrichtung zur Arretierung des Stellhebels 59 in seiner eingestellten Lage wirksam. Wird die Schreibmaschine jedoch
durch ankommende Signale gesteuert, so ist der Stellhebel 59 in seine Lage am weitesten rechts (Fig. 2) einzustellen, so daß der Steuerstift 55 entsprechend
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der Einstellung des Nockenfolgehebels 17 über den Schubhebel 57 ungehindert
in seine jeweilige Wirklage verschoben werden kann.
Anstelle der beschriebenen Anordnung von drei Nockenscheiben, von denen
eine als Nicht-Druck-Nockenscheibe ausgebildet ist und die andern beiden gleiche Form aufweisen, jedoch Rot- und Schwarzschreibung zugeordnet sind,
kann auch eine andere Anzahl oder Kombination von Nockenscheiben vorges ehen werden. So besteht eine bevorzugte Möglichkeit darin, auf der Druckwelle
7 insgesamt vier Nockenscheiben zu befestigten. Davon ist eine Nockenscheibe als Nicht-Druck-Nockenscheibe gestaltet, zwei weitere
Nockenscheiben sind der Schwarzschreibung zugeordnet, wobei die eine einen schwächeren und die andere einen stärkeren Abdruck bewirkt, und die
vierte Nockenscheibe ist der Rotschreibung zugeordnet und für eine mittlere Abdruckstärke ausgelegt. Unabhängig von der gewählten Kombination der
Nockenscheiben besteht in jedem Fall die Möglichkeit, mit der gleichen Anordnung aufgrund der ankommenden Steuersignale sowohl die Abdiuckstärke
als auch den jeweils wirksamen Farbbandbereich zu wählen.
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Claims (1)
1.) Vorrichtung zur Steuerung des Farbbandgabelhubes einer speichersteuerbaren Schreibmaschine, bei der die Anschlagstärke für den Abdruck der
Typen durch Einstellung des die Anschlagenergie fibertragenden Nocken« folgeelements auf eine von mehreren unterschiedlichen Nockenscheiben
veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem mittels eines Elektromagneten verstellbaren Nockenfolgeelement (17) ein Steuerflügel
(23) verbunden ist, der in Abhängigkeit von der Stellung des Nockenfolgeelements
(17) über ein Gestänge (61, 51, 57) auf den Anlenkpunkt (55) der Steuerplatte (47) des Farbbandgabelantriebs (5) verstellend und damit den
Farbbandhub verändernd wirksam ist.
2, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar
™ gleicher Nockenscheiben (11, 15) vorgesehen ist, die unterschiedlichen
Farbbandhüben zugeordnet sind.
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