DE1758143C3 - Mehrstufige Anlage zum Vorwärmen von Zementrohmehl oder ähnlichem feinkörnigem Material - Google Patents
Mehrstufige Anlage zum Vorwärmen von Zementrohmehl oder ähnlichem feinkörnigem MaterialInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine mehrstufige Anlage zum Vorwärmen von Zementrohmehl oder ähnlichen
feinkörnigem Material durch die Abgase eines Ofens, bei der nur das Material nacheinander · durch alle
Stufen geführt wird.
Im allgemeinen besteht bu diesen Anlagen der Vorwärmer aus mehreren Abscheidern, gewöhnlich
Zyklonen, die untereinander und mit dem Ofen derart verbunden sind, daß die vom Ofen kommenden
Gase aufeinanderfolgend durch alle Abscheider strömen, wobei das von jedem Abscheider abgeschiedene
Material, mit Ausnahme des dem Ofen am nächsten gelegenen, in die Leitung eingeführt wird, welche das
Gas, bezogen auf die Gasströmungsrichtung dem vorhergehenden Zyklon zuführt, während das in dem
mit dem Ofen verbundenen Zyklon abgeschiedene Material in den Ofen eingeführt wird.
Bei Vorwärmen dieses Typs erfolgt der Wärmeaustausch zwischen dem Material und den Gasen vor
allem in den die Gase zu den Zyklonen führenden Leitungen, wo das von den Gasen mitgeführte Material
in der gleichen Richtung wie das Gas strömt. Nun ist aber bekanntlich der Wärmeaustausch unter
diesen Bedingungen auf die Differenz der Materialtemperatur von der Gastemperatur beschränkt und
deshalb ist auch die Temperatur der Gase bei ihrem Austritt aus dem Vorwärmer relativ hoch, selbst
wenn man mehrere Stufen verwendet.
Um den Wärmeinhalt der entweichenden Gase zurückzugewinnen, verwendet man diese bisweilen, insbesondere
bei Anlagen zur Zementherstellung, zum Trocknen des Rohmaterials oder des zum Heizen des
Ofens verwendeten Brennstoffes. In diesem Fall muß aber die Trockenanlage abhängig von der Temperatur
der entweichenden Gase bemessen werden, da hiervon das Durchsatzvolumen der Gase abhängt. Es
sind daher im allgemeinen Apparate und Rohrleitungen mit großem Durchtrittsquerschnitt erforderlich,
die den Preis erhöhen und die Schwierigkeiten bei der Ldtungsführung machen. , «o,™* ·
Durdi die deutsche Auslegeschrift 1083 746 ist
ein Vcrerhitzer bekannt, der aus einem vertikalen Schacht besteht, welcher zwei Gruppen von Zyklonen
trägt Die Ofenabgase werden dem unteren Teil des Schachtes zugeführt und gelangen über die Abgasrohre
in die Zyklone, von wo sie im oberen Teil
des Schachtes über Abgasrohre wieder zugeführt werden, in diesem nach oben strömen, über weitere
Abgasrohre in die zweite Gruppe von Zyklonen gelangen und dort von einem Ventilator abgesaugt werden.
Bei dieser Anlage wird das grobe Material im Gegenstrom erwärmt, während das feinkörnige Material
durch den nachgeschalteten Zyklon gerissen werden kann. Dieses feinkörnige Material unterliegt
nicht der Gegenstromerwärmung.
Durch die deutsche Auslegeschrift 1 083 746 ist eine mehrstufige Anlage zum Vorwärmen von feinkörnigem
Material bekannt, bei der die Abgase eines Ofens über zwei getrennte Wege unterschiedliche Z\
klone durchströmen. Das Material wird nacheina::
der durch alle Zyklone geführt. Eine Gegenstrorr. Wärmetauschung erfolgt bei dieser Anlage nicht. Insbesondere
die Aufgabestufe ist nicht als Gegenstrom-Wärmetauscher ausgebildet.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, den Wirkungsgrad von Vorwärmeanlagen dadurch zu verbessern,
daß der Wärmeinhalt der aus dem Ofen entweichenden Gase nicht nur auf rationellere Art, aber
auch nicht bis zur weitgehenden Abkühlung in mehrstufigen Anlagen verwertet wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß
a) eine nur von einem Teil der Heißgase durchströmte, als Gegenstrom-Wärmetauscher ausgebildete
Aufgabestufe, vor deren Gasauslaß in die Atmosphäre nur ein Zyklon und/oder eine
andere Entstaubungsanlage geschaltet ist,
b) (eine) zur Aufgabestufe gasseitig parallel-, materialseitig nachgeschaltete Stufe(n), deren
Abgasleitung mit einem Trockner oder anderem Wärmeverbraucher verbunden ist,
c) eine gasseitig erste Wärmestufe, die von der Gasmenge beaufschlagt ist.
Durch die Ausbildung der Aufgabestufe als Gegenstrom-Wärmetauscher
ist eine gute Wärmeausnutzung der Gase gewährleistet. Die gesonderte Ableitung der Gase aus den materialseitig vorgeschalteten
Stufen zu anderen Wärmeverbrauchern sorgt für eine rationelle Trocknung und auch für eine weitgehende
Ausnutzung dieser Gase. Die gemeinsame, erste gasseitige Stufe ist in der Bauart sehr einfach. Auch die
Gesamtanlage ist bezüglich ihrer Bauart einfach. Es können auch Gase mit höherer Temperatur als bei
den bekannten Anlagen für die Trocknung des Rohmaterials verwendet werden, so daß ein entsprechend
kleines Gasvolumen auch zur Trocknung sehr feuchter Materialien ausreicht. Hierdurch können hinsichtlich
der Wärmeabstrahlung und auch der Strömungsverluste günstigere Vorrichtungen für die Trocknung
verwendet werden. Durch die abrupte Trocknung wird der spezifische Energieverbrauch bei einem
kombinierten Brecher und Trockner geringer. Der andere Gasanteil kann in einer weiteren Anlage verwehet
werden, nachdem er die hinter der Entnahmestelle, an der die Gase für den Gegenstrom-Wärmetauscher
abgezapft werden, gelegene Zyklone durchlaufen hat.
3 l 4
Durch die Erfindung ist es möglich, die Durchsatz- gewonnene Staub werden am oberen Ende des Gegen -
menge und die Temperatur der aus der letzten Stufe strom-Wärmetauschers 16 eingeführt, wanrena cm
des Zyklon-Vorwärmers kommenden Gase zu regeln Teil der aus dem Zyklon 14 austretenden Oase_ am
und insbesondere diese Größen den Bedürfnissen der unteren Ende des Gegenstrom-Warmetauscners uoer
weiteren Anlage anzupassen, in'der sie verwertet 5 Rohrleitungen 24 und 25 eingeführt wird-im uegen-
werden. Andererseits wird durch Verwendung eines strom-Wärmetauscher fällt das Material aur uruna
Gegenstrom-Wärmetauschers der Wämeinhalt der der Schwerkraft nach unten, wahrend die uase_ von
Gase sehr viel besser asugenützt, der in diesem Aus- unten nach oben strömen. Diese GegenstromzirKuia-
tauscher praktisch ganz abgegeben wird. tion der Gase und des Materials schaffen einen lnien-
Gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung io siven Wärmeaustausch und die aus dem uegensirom-
durchströmt der nicht im Gegenstrom-Wärmetau- Wärmetauscher 16 austretenden Oase naoen l°l&"cn
scher verwendete Abgasanteil alle im weiteren Vor- eine niedrige Temperatur. Diese Oase durcn auien
wärmer enthaltenen Zyklone aufeinanderfolgend. dann den Zyklon 42, wo sie von dem entnaiienen
Hierdurch wird eine zweckmäßige Aufteilung der Staub befreit werden, der in dem unteren ι en oes
Gase vorgenommen. 15 Gegenstrom-Wärmetauschers 16 eingeführt wira.
Je nach Materialart des vorzuwärmenden Mate- Nach Durchqueren des Zyklons 42 und des,
rials kann es zweckmäßig sein, die Zyklone und den Rauchgasreinigers 18 werden die Gase vom ventua-
Gegenstrom-Wärmetauscher mit gleich warmen Gas- tor 26 an die Atmosphäre abgegeben. Das im uegen-
anteilen zu versorgen. strom-Wärmetauscher 16 erwärmte Material wird am
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezug- 20 unteren Ende der Leitung 50 eingeführt, wo es von
nähme auf die Zeichnung beschrieben. Die beschrie- den aus dem Zyklon austretenden Oasen mitgetunrt
bene Anlage kann zur Kalzination mineralischer wird. „
Materialien, zur Fabrikation von Kalk, Zement Im Zyklon 46 wird das Material von den uasen
od. dgl. verwendet werden. aogeschieden und dann am unteren Ende der Le'™11?
Die dargestellte Anlage besteht im wesentlichen 25 48 eingeführt, wo es der von der Rohrleitung 24 über
aus einem Drehrohrofen 10, einem dreistufigen Zy- die Rohrleitung 36 kommende Gasstrom weiteroe-
klonvorwärmer mit vertikalen Leitungen 12, 48 und fördert. .
50 und Zyklonen 14, 44 und 46, einem Gegenstrom- Das im Zyklon 44 aus diesem Gasstrom abgescnie-
Wärmetauscher 16, der von einem Turm gebildet dene Material wird am unteren Ende der Leitung IZ
wird, den das Material und die Gase in umgekehrten 3» eingelassen, wo es mit den aus dem Ofen austrctcn-
Richtungen durchlaufen, einem Abscheider 42 und den Gasen in Berührung kommt und nachdem es im
einem Rauchgasreiniger oder Staubabscheider 18. Zyklon 14 aus dem Gasstrom ausgeschieden worden
Eine senkrechte Leitung 12 ist an ihrem unteren ist, wird es teils in den Ofen 10 eingeführt und teils
Ende an die Rauchschutzkappe 22 des Ofens 10 und in die Kolonne oder Leitung 12.
am oberen Ende an die Eintrittsseite des Zyklons 14 35 Durch die Rückführung eines Teils des Materials
angeschlossen. Unter der Spitze des Zyklon 14 ist ein kann man diesen in der Leitung 12 einer intensiven
Verteiler 28 bekannter Art angeordnet, der das aus Erwärmung unterwerfen oder sogar einer Warrnebe-
dem Gasstrom abgeschiedene Material zwischen zwei handlung, z. B. einer Dekarbonatisierung. Diese
Kanälen 30 und 32 aufteilt, die es zum unteren Ende Rückführung kann jedoch gegebenenfalls wegfallen
der Leitung 12 bzw. in den Ofen 10 fördern. 40 und es könnte in dem Ofen 10 das ganze am Kegel
Durch Rohrleitungen 24 und 25 ist der Gasauslaß des Zyklons 14 abgezapfte Material eingeführt wer-
des Zyklons 14 mit dem unteren Ende eines Gegen- den.
strom-Wärmetauschers 16 verbunden. Die aus dem Zyklon 46 austretenden Gase werden
Die Leitung 48 ist an ihrem unteren Ende über von einem Ventilator 52 einer Trockenvorrichtung
eine Rohrleitung 36 mit der Rohrleitung 24 und an 45 für das Rohmaterial oder fur den im Uten iu ver-
ihrem oberen Ende mit der Einlaßseite des Zyklons wendeten Brennstoff oder irgendeiner anderen ange-
44 verbunden. Die Gasauslaßseite des Zyklons 44 ist schlossenen Anlage zugeführt.
mit einer Rohrleitung 49 an das untere Ende der Lei- Der Gasdurchsatz durch die Rohrleitung, 36 und
tung 50 angeschlossen, deren obeies Ende zur Ein- die Eigenschaften der zweiten und dritten Stufe des
laßseite des Zyklons 46 führt. Die Gasauslaßseite des 50 Zyklonvorwärmers hangen von dem warmeoeaart
Zyklons ist mit der Ansaugseite eines Ventilators 52 der von diesen Gasen beschickten angeschlossenen,
verbunden. weiteren Anlage ab.
Das obere Ende des Gegenstrom-Wärmetauschers Die Anordnung des Zyklonvorwärmers kann be-
16 ist mit der Einlaßseite des Zyklons 42 verbunden, züglich des Gasstromes auch so sein, daß die zweiten
dessen Gasauslaßseite unter Zwischenschaltung des 55 und dritten Stufen parallel anstatt in Reihe geschaltet
Rauchgasreinigers 18 mit einem Ventilator 26 ver- sind. In diesem Falle zweigt sich der Gasstrom in
bunden ist. entsprechend viele Zweigströme auf. Das zu behan-
Das zu behandelnde, von einem Trichter 40 korn- delnde Material folgt dabei aber dem gleichen Weg
mende Material und der in dem Rauchgasreiniger 18 wie in der beschriebenen Anlage.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Mehrstufige Anlage zum Vorwärmen von Zementrohmehl oder ähnlichen feinkörnigem
Material durch die Abgase eines Ofens, bei der nur das Material nacheinander durch alle Stufen
geführt wird, gekennzeichnet durch
a) eine nur von einem Teil der Heißgase durchströmte, als Gegenstromwärmetauscher
(16) ausgebildete Aufgabestufe, vor deren Gasauslaß in die Atmosphäre nur noch ein Zyklon (42) und/oder eine andere
Entstaubungsanlage geschaltet ist,
b) (eine) zur Aufgabestjfe gasseitig parallel-, materialseitig nachgeschaltete Stufe(n) (44,
48; 46, 50), deren Abgasleitung mit einem Trockner oder anderem Wärmeverbraucher
verbunden ist,
c) eine gasseitig ersle Wärmestufe (12, 14), die von der Gesamtgasmenge beaufschlagt ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht im Gegenstrom-Wärmetauscher
(16) verwendete Abgasanteil alle im weiteren Vorwärmer enthaltenen Zyklone (46, 44)
aufeinanderfolgend durchströmt.
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