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Verfahren und Halterung zum Festhalten von Möbeln beim Transport Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Festhalten von Möbeln, die auf einem Gabelwagen
in einem Fahrzeug transportiert werden, das mit verstellbaren seitenwändex
versehen ist und
eine Halte» rang für die Möbel,
Es ist bekannt,
für den: Transport
von Möbeln, und
zwar insbesonfiere
einer aus
zwei Sesseln und einem
Sofa bestehenden Polster.. garnitur, eineeerfahrbaren
Gabelwagen zu
benutzen, auf dem oben»
seitig
die beiden Sessel und
unterseitig das Sofa lose abzusetzen sind.
Derartige Gabelwagen haben
sich bewährt für
den Transport der
Möbel über kleinere Entfernungen,
beispielsweise also in den Lagerräumen von Möbelhandlungen und Möbelfabriken.
Als nicht ausreichend haben sich hingegen solche Gabelwagen gezeigt ftür die Halterung
von Möbeln
auf dem Transport in
einem Fahr-
zeug wie einem Schienenfahrzeug,
z.B,
vom Möbelhersteller nach
einem entfernt ansässigen
Möbelhändler. Dies beruht im
wesent-
lichen darauf, das
die
Möbel mit ihren Außenseiten weit über
den Gabelwagen hinausstehen
und
dadurch leicht beschädigt werden
können, sofern
nicht zusätzliche
Schutzvorkehrungen
getroffen
werden, die in der Regel jedoch einen
erheblichen Aufwand
er-
fordern. Um
dem abzuhelfen, ist bereits
versucht worden, die
auf
einem Gabelwagen lose abgestellten Möbel in einem
Spezial-
Schienenfahrzeug zum
Versand zu bringen,
das mit verstellbaren
und
feststellbaren Trennwänden 3,m Lagerraue
versehen ist, zwi-
schen denen der Gabelzagen
mit den Möbeln
verspannt
werden kann.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daB
bei einer
festen Anlage
dieser Trennwände unmittelbar
an den Polstern
der Möbel
oder
einem Schutzüberzug
Über den Polstern
Druckstellen im
Stoff
hervorgerufen werden,
die nicht oder nur unter erheblichem
Aufwand zu beseitigen sind.
| Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Halterung |
| für Möbel zu schaffen, deren Anwendung die Möglichkeit gibt, |
| die Möbel auf den Gabelwagen in Fahrzeugen raumsparend trans- |
| portieren zu können, ohne daß es i dafür eines größeren
Aufwan- |
| des bedarf und die Gefahr einer Beschädigung der Möbel während |
| des Transportes gegeben ist. |
| Als Lösung dieser Aufgabe sieht die Neuerung vor, daß die |
| Möbel mit mindesten» einer an der Unterseite befestigten
brett- |
| förmigen Halterung in der Läagsriohtung umverschiebbar auf
dem |
| . Gabelwagen abgestellt werden, welche mit ihren beiden
Iardab# |
| schnitten Über die Mbel und den Nabelwagen htaausateht
und |
| daß anschließend der Gabelteen mit den NObelw üuteh Anstel- |
len von zwei Stellwänden an den freien Endabschnitten der Hal.
terung mit
den Fahrzeug verspannt wird. Dabei können auch mehre.. re-Möbel
mit gleich langen Halterungen versehen werden und auf einer oberen und unteren Abstellfläche
des Gabelwagens unter Verankerung der Halterungen mit dem Gabelwagen abgestellt
und durch Anstellen von zwei Stellwänden an den freien Endabschnit-. ten von
allen Halterungen mit dem Fahrzeug verspannt werden. Durch diese Maßnahmen
wird eine Verbindung hergestellt zwischen dem Gabelwagen und den Möbeln einerseits
und dem Gabelwagen und dem Fahrzeug andererseits, welche dergestalt ist, daß keine
Druckkräfte von den Stellwänden auf die Möbel übertragen werden, die eine Beschädigung
des Polsters hervorrufen könnten
| und eine Verlagerung der Möbelt':@end des Transportes nicht |
| einzutreten vermag, da die voßi de,.,., Druc'CY.-- |
| kräfte allein von den auch als Abstandshalter Halte- |
rungen
aufgenommen werden.
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Darüber hinaus iät der Vorteil gegeben, Möbelgarnituren
mit
zugehörigen Gabelwagen platzsparend verfrachten zu können,
ohne daß sie zwischen dem Ort ihrer Herstellung und dem ihres
Vertriebes
umgeladen zu werden brauchten.
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Die Halterung für Möbel, die auf einem Gabelwagen in einem
Fahrzeug
zu transportieren sind, das mit versteilbaren SeitenwInden versehen
ist, besteht ertindungsgem9ß aus einem an der Unterseite des Möbels zu
befestigendem Brett, das mit minde. stens einem Widerlagerkörper
gegen eine Längsverschiebung
nach Auflage auf den
Gabelwagen versehen ist und mit seinen
freien Enden über die Seiten
des Gabelwagens und Möbels hinaus-
ragt.
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Eine derartige Halterung läßt
sich beispielsweise mit Nägeln
oder
Schrauben an dem unterseitig eines Möbels vorgesehenen
Holzrahmen mühelos
anbringen und ist besonders geeignet, die
Doppelfunktion
der Halterung der
Möbel am Gabelwagen und der
Aufnahme des Druckes der verstellbaren Trennwände
des Fahr-
zeuges zu erfüllen: Sie kann
im übrigen bei den verschieden-
artigsten
Ausführungsformen
von Gabelwagen Anwendung finden.Soll
ein Transport der
Möbel unter Benutzung der im
Verkehr bereits
weitgehend eingeführten
Gabelwagen erß lgen,
deren Oberrahmen
aus zwei oder mehreren parallelen
Holmen besteht, die durch
Träger miteinander verbunden sind, so hat es sieh
im Hinblick
auf einen nur geringen Aufwand und einen festen Sitz der Möbel
auf
dem Gabelwagen als zweckmäßig
gezeigt, wenn die Halterung
an ihrer
Unterseite mit zwei Widerlagerkörpern
versehen ist,
deren Außenabstand
etwa dem Innenabstand von zwei Trägern
den
Gabelwagens
entspricht.
| Vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn ein Widerlagerkörper |
| einen hakenförmigen Querschnitt aufweist. Durch diese Formge- |
| bung ist es möglich, die an dem Möbel befestigte Halterung |
| zunächst mit dem hakenförmigen Steg des einen üiderlagerkörpers |
| .unter den einen Holm den Oberrahmens zu schieben und aneohlies-, |
| send durch Niederdrüaken.der Halterung den anderen Widerlager- |
körper an dem h zweiten Holm derart zur Anlage zu bringen, daß
sich das Möbelstück mit der Halterung nicht in deren Längsrichtung verschieben läßt.
Bei dieser Art von Gabelwagen ist es üblich, den Oberrahmen an seinen beiden Seiten
durch jeweils zwei voreinander stehenden Stützen mit dem etwa U.förmigen Unterrahmen
zu verbinden, dessen Seitenstege gespreizt verlaufen können. Soll auf einem derartigen
Unterrahmen das zu den Sesseln gehört. ge Sofa abgestellt werden, so wäre die Anwendung
der vorbeschrie@ benen Halterungen am Unterrahmen unzureichend.
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In weiterer Ausgestaltung ist deshalb vorgesehen, daß die Halterung
an ihrem Rand mit einer schlitzförmigen A usnehmung versehen ist. Eine derartige
Halterung läßt sich mit ihrem Schlitz so weit Tiber die beiden Stützen schieben,
daß sie mit ihrem Endabschnitt, an dem die Stellwand des Fahrzeuges zur Anlage kommt,
in dem geeigneten Abstand zu den Polstern steht. Diese Ausbildung der Halterung
mit Schlitz bedeutet indes nicht, unbedingt zwei verschiedene Ausführungen von Halterungen
in einem Gabelwagen benutzen zu müssen. Es besteht vielmehr die Möglichkeit, beispielsweise
auch die mit zwei Widerlagerkörpern versehenen vorbeschriebenen Halterungen zusätzlich
mit einem Schlitz zu versehen, so daß sie sowohl auf dem Ober- als auch Unterrahmen
eines Gabelwagensabg *legt werden können.
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Eine weitere Vereinfachung läßt sich dadurch herbeiführen,
daB die Halterung reit vorgefertigten Durohsteoköffnungen für Nägel
oder Sehrauben versehen ist. Durch diese kann sichergestellt
werden,
daß die Möbel mit ihrem Schwerpunkt in der geeigneten
Lage zum
Gabelwagen stehen, wenn alle äußeren Kanten der versehiedenen
Halterungen eines Gabelwagens auf dem Ober.. und Unterrahmen
zueinander
ausgerichtet sind, d.h. mit ihren äußeren Kanten in
zwei parallelen
senkrechten Ebenen stehen, ohne daß es dafür besonderer Messungen
bedarf beim Befestigen der Halterungen an den
Möbeln.
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Als nützlich hat es sich schließlich gezeigt, wenn
die Randab-
schnitte der Halterungen eine stoßdämpfende Polsterung
aufwei-
sen. Es werden dadurch Beschädigungen der Möbel vermieden,
die
anderenfalls beim Transport in Schienenfahrzeugen durch
die
Schwingungen des Fahrzeuges hervorgerufen werden können.
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Wenn vorstehend allgemein von Gabelwagen gesprochen ist,
so
versteht es sich, daß diese Bezeichnung In weitestgehenden
Sinne zu verstehen ist und die Erfindung bzw. Halterung
dem.. zufolge bei den verschiedenartigsten Ausfthrungsformen von
Transportwagen für Möbel'Benutzung finden kann.
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Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung
ist nachstehend unter
Bezugnahme
auf eine Zeichnung
erläutert. In dieser zeigen: Fig. l
einen Gabelwagen
in
perspektivischer Darstellung, Fig. 2
die Unteransicht eines
Sessels mit befestigter Hal-
terung,
| Fig. 3 den Endabschnitt einer anderen A»fMrvanforn
einer |
| brettförmigen Halterte und |
Fig. 4 einen Ausschnitt eines Transportfahrzeuges mit Gabelwagen
und darauf gestapelten Möbeln in der Teildraufsicht.
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In der Fig. 1 ist ein Gabelwagen 1 gezeigt, welcher für den Transport
eineeeispielsweise aus zwei Sesseln und einem Sofa bestehenden Möbelgarnitur geeignet
ist. Der Gabelwagen 1 besteht aus einem unteren Rahmen 2, dessen Schenkel 3 und
4 sich nach außen erweiternd verlaufen. Der Unterrahmen 2 ist fest mit zwei Stützen
5 und 6 verbunden, sowie zwei weiteren davor liegenden Stützen 7 und $, die gemeinsam
einen klappbaren Oberrahmen 9 tragen. Der Oberrahmen 9 besteht aus
zwei Holmen 10 und 11, die durch Träger 12 und 13 miteinander verbunden sind.
Die Träger 12 und? 7;% sind gelenkig mit den Stützen 5 und 6 verbunden@nd
liegen auf Gen
uni 8 lose auf, damit der Oberrahmen 9 aus der 3.n der
wiedergegebenen Stellung hochgeklappt werden kann. Die Ablage einer Möbelgarnitur
erfolgt im allgemeinen dergestalt, daß
auf dem Unterrahfien
2 bzw. den Schenkeln 3 und 4 ein Sofa ab-
gesetzt wird, während
die dazugehörigen beiden Sessel auf dem
Oberrahmen 9 abgesetzt
werden.
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Um die Möbelgarnitur zusamen mit dem Gabelwagen 1 beispiels-weise
in einem Schienenfahrzeug mit verstellbaren Seitenwänden verfrachten
zu können, ohne daß die Möbelstücke der Gefahr einer Beschiidigung
ausgesetzt sind, ist vorgesehen, fades
Möbelstock an seiner
Unterseite mit einer brettförmigen Haiterung
z@;
versehen, mit welcher das Läbelstück auf den Gabelwagen zu arretieren und mit diesem
zusammen in dem Fahrzeug zu verspannen ist.
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In der Fig. 2 ist ein Sessel 14 wiedergegeben, der unterseitig ..
wie allgemein üblich - mit einem Holzrahmen 15 versehen ist. An dem Holzrahmen 15,
welcher Laufrollen 16 des Sessels trägt, ist eine brettförmige Halterung 17 festgenagelt.
Die Halterung 17 trägt auf ihrer Unterseite einen ersten stabförmigen Widerlagerkörper
18 sowie im Abstand parallel zu diesem laufend einen zweiten Widerlagerkörper
19, der im Querschnitt hakenförmig ausgebil-
det ist. Der Abstand
dieser beiden Widerlagerkörper und ihre Grösse ist dergestalt, daß bei
einem Abstellen des Sessels 14 auf dem
Oberrahmen 9 der Widerlagerkörper
19 mit seinem hakenförmigen Steg unter den Holm 10 geschoben werden kann,
und zwar so weit,
daß bei einem Absenken der Halterung 17 der
Widerlagerkörper 18 hinter den zweiten Holm 1l faßt. Dadurch
ist sichergestellt, da8 der Sessel 14 nach seinem Abstellen auf
den Gabelwagen 1 nicht
in der Längsrichtung der Halterung 17
verschoben werden kann. Aus der Fig. 2 ist weiterhin ersichtlich,
daß die Halterung 17,
die aus einem Holzbrett besteht, so lang
ausgebildet ist, da8 sie mit ihren Endabschnitten aber den
Sessel und den Gabelwagen seitlich hinaussteht. Der Rand
dieser Bndabsohnitte ist mit eiarm Wulst bzw. einer stoBdämpfeaden
Polsterung 20 versehen.
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Die in Fig. 3 wiedergegebene Halterung 117 ist
in ihres Endabschnitt reit einer schlitzförmigen Ausnehmung 22 versehen,
sowie
an ihrer Unterseite mit einem neben dem Schlitz 2 dinerlagerkörper
23. Durch diese Anordnung ist e :`@g°:i.1, nach dem Befestigen der Haltertuig 117
an der Unterselte -e.nes Sofas die Halterung unverdrehbar auf dem Unterrahmen °
--1 ufzu.. legen, indem sie mit ihrem ,Schlitz über die vo-_@inänder ütel-en. den
Stützen 5 und 7 bzw. 6 und 8 geschoben wird, und zwar si we-@. daß der Widerlagerkörper
23 hinter den Verbindungssteg 2 fÜ,r'i#u Um die Befestigung der Sessel 14 und des
Sofas 25 (Fig. 4) auf den Halterungen 17 und 117 in einer Lage zu gewährleisten.,
in welcher einerseits die übereinander Degenden Halterungen 17 und 117 gleich weit
über den Gabelwagen hinausstehen, andererseits jedoch die Möbelstücke sich mit ihren
Schwerpunkten in der geeigneten Lage zum Gabelwagen befinden, sind die Halterungen
17 und 117 mit vorgefertigten Öffnungen 24 versehen, durch welche Nägel oder Schrauben
26 zum Befestigen der Möbel hindurehzustecken sind.
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Die Fig. 4 zeigt die Transportstellung eines Gabelwagens 1 mit
aufgeladener Möbelgarnitur in einem Speza@iischienenfahr. zeug 30, welches
mit mehreren parallel verstellbaren Wänden 31, 32 versehen ist. Die Wände
31, 32 hängen mit Rollen verfahrbar an Trägern an der Deckendes Schienenfahrzeuges
30 und ermöglichen es, durch feste Anlage an den Halterungen 17 und 117 die Möbel
zusammen mit dem Gabelwagen derart zu verspannen, daß keine Beschädigungen
.. wie beispielsweise Druckstel-len irr Stoff der Möbelgarnitur
#» auch bei längeren Transporten
und stärkeren Erschütterungen
des Fahrzeuges 30, auftreten können, vorausgeae';zt, daß
sie in ihrer Stellung festgehalten werden durch mit PreBluft betriebene
Balge 33 oder ähnliche Mittel.