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DE1629542C - Mitlauferbahn aus einem aus Kette und Schuß bestehenden Gewebe - Google Patents

Mitlauferbahn aus einem aus Kette und Schuß bestehenden Gewebe

Info

Publication number
DE1629542C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weft
ribbons
warp
ribbon
fabric consisting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Josef Dipl Chem Dr 6400 Fulda Brielmaier
Original Assignee
VaI Mehler AG, 6400 Fulda
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Mitläuferbahn aus einem aus Kette und Schuß bestehenden Gewebe, das mindestens zum Teil aus thermoplastischem Kunststoff besteht. Derartige Gewebe oder Gewebebahnen werden insbesondere in der kunststoff- und kautschukverarbeitenden Industrie bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Kunststoffen und Elastomeren verwendet. Sie laufen hier zusammen mit den Kunststoffen und Elastomeren durch die verschiedenen Bearbeitungsstufen hindurch und müssen danach wieder von den eigentlichen Werkstoffen getrennt werden. Sie müssen daher neben guten Trenn- und Laufeigenschaften gegenüber Kunststoffen und Elastomeren eine hohe Formstabilität und geringe Feuchtigkeitsaufnahme aufweisen.
Es ist bereits eine Mitläuferbahn bekannt, die mindestens zum Teil aus thermoplastischem Kunststoff besteht. Bekannt sind ferner Mitläufer- und Zwischenlagegewebe aus gesponnenen und endlosen synthetischen Garnen sowie Monofilen, wobei Vorzugsweise Polyolefine Verwendung finden. Bei diesen Geweben sind aber die Kette- und Schußfäden ihrer Formung nach rund oder elliptisch. Dadurch sind mit derartigen Fäden hergestellte Gewebe nicht sehr glatt, und es tritt bei ihnen gewöhnlich eine Rippen- 2$ bildung auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mitläuferbähn sehr glatt und mit guten Trenneigenschaften auszubilden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Fäden der Kette und/oder des Schusses mindestens zum Teil als Bändchen aus dem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sind und daß die Bändchen vielfach längsgespalten sind. Die Bändchen sind im Gegensatz zu runden oder elliptischen Fäden flacher und lassen sich dadurch sehr glatt und ohne Neigung zu einer Rippenbildung applizieren. Darüber hinaus können die Bändchen, da sie durch geeignete Maßnahmen (Drallgebung aufgesplittert werden, auf der darunterliegenden Fadenschar stärker verankert und flächiger verbunden werden.
Bei der Mitläuferbahn gemäß der Erfindung kann beispielsweise die Kette aus Kunstseide und der Schuß aus Polypropylenbändchen bestehen oder auch umgekehrt. Bevorzugt wird es jedoch, wenn die ganze Mitläuferbahn aus thermoplastischem Material besteht. Es ist auch nicht notwendig, daß das gesamte die Bahn bildende Strangmaterial in Bändchenform vorliegt. So kann beispielsweise der Schuß aus Polyamidmonofilen bestehen. Bevorzugt wird es jedoch, daß sämtliche Fäden der Kette und des Schusses als Bändchen aus dem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sind.
Wenn es auch möglich ist, die Bändchen, die durch Schneiden aus Folien gefertigt werden können, glatt und ohne wesentliche Verstreckung zu verarbeiten, so wird es jedoch zur Erhöhung der Festigkeit und Formstabilität der Mitläuferbahn vorgezogen, die Bändchen vor dem Verweben zu verstrecken und/ oder zu verdrillen. Um die Bändchen vielfach längs zu spalten, werden diese einem Zwirnprozeß unterzogen, wobei abhängig vom Verstreckungsverhältnis beim Herstellungsprozeß der Bändchen und der Zwirndrehung eine variierbare Längsaufsplitterung der Bändchen erfolgt, so daß beim Verzwirnen ein einem multifilen Faden sehr ähnliches Produkt entsteht. Der Zwirnprozeß kann ein einfaches Hochdrehen oder ein Verzwirnen mehrerer Bändchen nach üblichen Zwirnverfahren sein.
Zur Erhöhung der Formstabilität sowie der Trenn- und Laufeigsnschaften kann die Mitläuferbahn aus Bändchen bzw. aus Bändchen in Faserform, also aus längsgespaltenen Bändchen, einem Kalander- oder Fixierprozeß unterzogen werden.
Durch den flächigen Charakter der Bändchen bzw. der aufgespaltenen Bändchen erhält man eine Mitläuferbahn mit erhöhtem Trenneffekt, verbesserten Laufeigenschaften bei verringerter Gewebedicke, verringertem Gewicht pro Flächeneinheit und erhöhter Formstabilität gegenüber vergleichbaren bekannten Mitläuferbahnen.
Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele von Mitläuferbahnen gemäß der Erfindung beschrieben.
1. Die Bahn besteht aus zu Faserform aufgesplitterten Polypropylenbändchen in Kette und Schuß. Die Bändchen wurden mit einem Verhältnis von 1: 10 verstreckt. Die Breite des verstreckten Bändchens betrug 3,5 mm bei einer Dicke von' 40 μ. Die Bändchen erhielten 150 Drehungen pro Meter Länge. In der Kette verlaufen 16 Bändchen pro Zentimeter Breite, während im Schuß 10 Bändchen pro Zentimeter Breite verlaufen. Das Gewebe hat eine Leinwand- oder Panamabindung.
2. Die Bahn hat eine Kette, welche aus den 1000 Polypropylen-Multifil besteht. Die Einstellung der Kette ist 15 Faden pro Zentimeter. Der Schuß besteht aus zu Fasern aufgespaltenen Polypropylenbändchen, welche mit einem Verstreckverhältnis von 1: 10 hergestellt wurden. Die Breite des verstreckten Bändchens betrug 3,5 mm bei einer Dicke von 40 μ. Die Drehung
der Bändchen beträgt 100 Drehungen pro Meter. Die Einstellung im Schuß beträgt 12 Bändchen pro Zentimeter. Das Gewebe hat Leinwandbindung.
3. Die Kette der Bahn besteht aus Polypropylenbändchen in Faserform. Die Bändchen wurden mit einem Verstreckverhältnis von 1 : 12 hergestellt bei einer Breite von 3 mm und einer Dicke von 30 μ. Es wurden je zwei Bändchen mit 100 Drehungen pro Meter miteinander verzwirnt. Die Einrichtung in Kettrichtung betrug 10 Bändchen pro Zentimeter. Der Schuß bestand aus Polyamid-6-Monofiien mit einem Durchmesser von 0,25 mm. Die Einstellung im Schuß betrug 12 Faden pro Zentimeter. Das Gewebe hatte Leinwandbindung.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Mitläuferbahn aus einem aus Kette und Schuß bestehenden Gewebe, das mindestens zum Teil aus thermoplastischem Kunststoff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der Kette und/oder des Schusses mindestens zum Teil als Bändchen aus dem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sind und daß die Bändchen vielfach längs gespalten sind.
2. Mitläuferbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Fäden der Kette und des Schusses als Bändchen aus dem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sind.
3. Mitläuferbahn nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bändchen verstreckt und/oder verdrillt sind.

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