DE1561662A1 - Papiermaschinenlangsieb - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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- D21F1/00—Wet end of machines for making continuous webs of paper
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Landscapes
- Woven Fabrics (AREA)
Description
1/li
(οΙοΊλ\
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Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann
Dr/R-Koenigsberger- Dipl. Phye. R. Holzhauer
Dr. F. Zumstein'jun.
Patentanwälte
8 München 2, Bräuhauistraßo 4/ll|
(Du l
Neue volictändfgo Anr^idiir-.^r-tr-r
F. C-.. Huyck & Sons, Rensselaer, N.T., USA
Pap i erma s chinenlangs i eb
Die Erfindung Τ3θΐΓί££ΐ ein Papiermaschinenlangsie"b für Maschinen
zur Papierherstellung. Das gemäß der Erfindung ausgebildete !Langsietituoh hat ausgezeichnete und in manchen fällen
unge\iöhnliche Entwässerungseigenschaften, und es hat über seine
ganze Länge eine gleichmässige Porosität.
Obwohl es "bekannt ist, Tücher aus synthetischen Materialien oder
aus Kombinationen solcher Materialien herzustellen, können solche Tücher oder Siebe nicht anstelle der Metallsiebe in Iangsiebpapiermaschinen
verwendet werden. So gibt es beispielsweise keine bekannte Technik zum Verbinden der Enden eines derartigen
synthetischen Tuches oder Siebes zur Bildung eines endlosen
Bandes mit gleichförmiger Porosität an allen Stellen einschließlich der Verbindungsstelle des Bandes.
Die Erfindung betrifft nun ein längsiebtuoh, das in endloser
Form aus einem geeigneten synthetischen Harzmaterial gewoben
ist und das die erforderliche gleiohmässige Porosität über seine
länge hat. Dies wird erfindungegemäß durch praktisch vollsynthetische Sett- und Schußfäden, die an den Kreuzungspunkten stabilisiert
sind, erreicht. Man erhält damit ein !langsieb, dessen
Unterlagen (Art. ? 11 Ab», 2 Nr. l SaU3desÄnderunfl8oe«.v.4.
Abmessungen in hervorragender Weise konstant bleiben und das unter Bedingungen, wie sie hei dem normalen Gebrauch einer Langsiebmaschine auftreten, einen ausgezeichneten Abriebwiderstand
hat.
Bas endlose längsiebtu cn, das gemäss der Erfindung ausgebildet
ist, bietet eine Reihe unerwarteter Vorteile gegenüber den bisher verwendeten metallischen Langsieben. Das erf indungsgemässe Langsiebtuch
ist in allen Eichtungen vollständig biegsam, und es kann sehr leicht in die Papierherstellungsmaschine eingebaut werden.
Es wird durch Biegungen oder Knickungen, die beim Transport oder beim Einbau auftreten, nicht beschädigt. Im Gegensatz dazu erforderten
die bisher verwendeten Metallsiebe eine außergewöhnliche und kostspielige Sorgfalt bei der Verpackung, beim Transport
und beim Einbau. Auch die Verbindung der Metalldrähte ist häufig
eine Quelle des Versagens durch Bruch, und in manchen Fällen unterscheidet sich die Verbindungsfläche etwas in der Porosität
von den übrigen Flächen des Metallsiebes. Die Langsiebtücher gemäss
der Erfindung sind in endloser form gewoben und haben daher keine Verbindungsstellen, die einen Anlaß zu einem Versagen oder
zu ungleichmäßiger Porosität geben können. Die Materialien, aus denen die erfindungsgemäßen Langsiebtücher hergestellt werden,
können wesentlich stärker gedehnt werden, ehe eine bleibende Verformung auftritt, als die üblicherweise verwendeten Metallsiebe.
Dementsprechend widerstehen die erfindungsgemäßen Langsiebtücher
einer Stoßbelastung, wie sie beispielsweise durch Knoten im Papierstoff oder durch fremdstoffe auftreten kann, durch die häufig
ein Metallsieb zerrissen wird, wenn sie auf das Sieb fallen, oder wenn sie sich zwischen dem Sieb und einer Walze oder einem Saugkasten
verfangen. Teilchen, die sich von dem erfindungsgemäßen
Lang8iebtuoh ablösen, haben keine abschleifende Wirkung, wie die«
bei Metallteilchen der fall ist, die durch Abnützung von einem
Metalleieb abgelöst werden. Dementsprechend ergibt die Anwendung
der Erfindung eine längere Lebensdauer der -rctrsohiedenen Maschinenteile,
z.B. der Saugkästen.
Ö098U/Q841
BAD ORIGINAL
Bei dem erfindungsgemäßen lengsiel) bestehen die Kettfäden aus Einzelfäden
und die Schußfäden aus Garnen.
Gemäß der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Langsiebtuches vorgesehen, hei dem ein Gewebe in Form
eines endlosen Schlauches gewoben wird, wobei jedes Schußgarn eine kontinuierliche Schraubenbahn bildet, die sich um den Umfang
dieses Schlauches erstreckt, und das Material für die Kettfäden aus Polyamid-, Polyester-, Acryl- und Gopolymeren-Materialien
ausgewählt wird, während die Schußgärne aus Vielfachfäden oder Stapelfasern und den gleichen Materialien bestehen, worauf man
die Fäden unter Ausnützung ihrer thermoplastischen Eigenschaften im Kalander oder Ofen erwärmt, dabei die Fäden unter Spannung
hält und so das Sieb stabilisiert.
Zur Stabilisierung des erfindungsgemäßen Langsiebes kann man ein
Bindemittel oder einen Klebstoff, z.B. ein härtbares Harz, verwenden.
Zweckmäßig werden die in der Wärme verarbeiteten Fäden bzw. Garne gekühlt, während sie in flachem und glattem Zustand gehalten
werden.
Die Erfindung wird im folgenden zum besseren Verständnis anhand der beiliegenden Zeichnung beschrieben, in der
Fig. 1 eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen LangsiebtucheB
zeigt.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Webstuhl zum Weben eines erfindungsgemäßen
Langsiebtuches.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1 und
Fig. 4 zeigt einen Schnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 1.
814/0841
In der Zeichnung ist in Pig. 1 ein endloses Langsieb dargestellt, das aus verwebten Fäden und Garnen 10 und 12 besteht, die sich
in Längs- und Querrichtung des endlosen Bandes erstrecken.
In Fig. 2 sieht man, wie das Material, aus dem das endlose, in Fig. 1 dargestellte Band besteht, aus dem Webstuhl 14 herausgeführt
wird. Man sieht, daß Garne 10 quer zum Webstuhl verlaufen und so als Schußgarne in das Tuch eingewebt werden, während Fäden
12 in Längsrichtung des Webstuhles verlaufen und daher als Kettfäden dienen. Das aua dem Webstuhl 14 austretende Sieb hat
Schlauchform. Die Kettfäden 12 können z.B. in Webgeschirren angeordnet
sein, um zwei Dächer für den oberen und unteren Teil 16 t
bzw. 18 zu bilden, und in speziellen Webgeschirren oder Führungen, um die durchgehenden Endäbschnitte 20 zu bilden. Die Schußgarne
10 können von einem oder mehreren Webschützen geliefert werden. Falls ein einziger Webschütz verwendet wird, wird das Schußgarn
10 durch eines dieser Dächer vorgeschoben und ohne Abschneiden beim nächsten Arbeitstakt des Webstuhles durch das andere
Dach zurückgeführt, so daß das Schußgarn eine Schraubenbahn bildet. Wenn mehrere Schützen verwendet werden, dann folgen sie einander
der Reihe nach, ohne daß sie an jedem Ende des Webstuhles abgeschnitten werden, wodurch die Schußgarne 10 längs mehrerer
paralleler kontinuierlicher Schraubenbahnen angeordnet werden.
In Fig. 2 ist ein einziger Schütz 11 dargestellt, der am Antriebsende des Webstuhles in dem Schützgehäuse 13 ruht.
Das endlose, in Fig. 1 dargestellte Band wird in geeigneter Breite
abgeschnitten, indem man das Gewebe in einer Richtung abschneidet, die parallel zu den Schußgarnen 10 verläuft und so die Kettfäden
12 quer durchtrennt. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, erstrecken sich die Kettfaden 12 über die Breite des Bandes, und
die kontinuierlichen Schußgarne 10 erstrecken sich in endloser Form über die Länge des Bandes. Es ist offensichtlich, daß jedes
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kontinuierliche Schußgarn 10 an einer Stelle längs der Ränder des
Bandes abgeschnitten wird, und daß die abgetrennten Enden der Kettfäden 12 abgeschnittene Ränder 22 und 24 bilden. Diese Ränder
können verstärkt oder in irgendeiner geeigneten Weise gebunden werden. Sie können beispielsweise genäht oder in ein härtbares
Klebmittel oder in einen Binder eingetaucht werden, z.B. in einen Kunststoff oder in einen Gummi oder in einen synthetischen
Gummi, oder sie können durch Wärme verschmolzen werden, . so daß eine Stabilität längs der Ränder 22 und 24 sichergestellt
wird. Us ist normal, daß beim Weben in einem üblichen Webstuhl
die Kettfaden eine etwa sinusförmige Gestalt annehmen, während die Schußgarne praktisch gestreckt bleiben. In den Fig. 3 und 4
sind zur üJrläuterung ebene Gewebe dargestellt, und in einem solchen
Gewebe folgen die Kettfäden 12 einer gekrümmten Bahn und
liegen über bzw. unter den danebenliegenden Schußgarnen 10. Die Kettfäden 12 bilden Erhöhungen 26 und 28, die die Verschleißfläche
des Siebes bilden. Das Langsieb in einer Papiermaschine ' wird über Pührungswalzen, lischwalzen, Saugkasten, Saugpressen
und dergl, geführt, und es ist offensichtlich, daß die Erhöhungen
26 und 28 den maximalen Abrieb aufnehmen. Bei einem üblichen Metallsieb, das in endloser Länge gewoben ist, und das zur Bildung
eines endlosen Bandes aneinander gestoßen und verbunden ist, erstrecken sich die Kettendrähte in Längsrichtung des Siebes und
müssen nicht nur den Zug aushalten, sondern sie unterliegen auch dem durch Abnützung bedingten Abrieb an der Stelle der Erhöhungen,
wodurch natürlich die Zugfestigkeit in zunehmendem Maße bis zum Versagen des Siebes verringert wird. Ein besonderer Vorteil der
Erfindung liegt darin, daß die Schußgarne in Querrichtung des
Ruches verlaufen, und daß durch die auf die Erhöhungen einwirkende
Abnützung keine zunehmende Verminderung der Zugfestigkeit in Längsrichtung des Bandes hervorgerufen wird. In speziellen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können die Kettfäden
aus solchem Material bestehen, oder sie können so angeordnet
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sein, daß sie einen Abriebwiderstand haben, während die Schußgarne
aus einem anderen Material bestehen oder so angeordnet sein können, daß eine Zugfestigkeit erzielt wird.
Mit den verhältnismäßig feinen Produkten, die gemäß der Erfindung
hergestellt werden können, kann man ein ausgezeichnetes Papier herstellen, das praktisch frei von sogenafPten "Drahtmarkierungen11
ist.
Bei vielen der synthetischen Materialien, die hier in Betracht
gezogen werden, versuchen die Kettfaden eine gestreckte Lage einzunehmen, und unter solchen Umständen wird das fertige Tuch
leicht verschieblich. Um die damit verbundenen Nachteile zu vermeiden,
bildet man gemäß der Erfindung vorzugsweise dauerhafte Verbindungen an jeder Schnittstelle von Kette und Schuß aus.
Bei langsieben, die als endlose Bänder hergestellt werden, bei
denen Kette und Schuß aus synthetischem Harzmaterial bestehen, kann das fertige Band, entweder vor oder nach dem Schneiden, auf
eine geeignete Breite, in ein härtbares Harzmaterial eingetaucht werden, das anschließend gehärtet wird, um an jeder Kreuzungsstelle eine Bindung zu erzeugen. Durch die auf diese Weise entstandenen
Bindungen wird das Gewebe nicht nur stabilisiert, sondern durch diese Bindungen wird auch ein Ausfransen der Ränder
vermindert. Torzugsweise wählt man das Harzmaterial so aus, daß sowohl die Zwischenräume der Garne, als auch die Bindungen an
den Kreuzungsstellen imprägniert bzw. verfestigt werden.
Die Ausbildung von Verbindungen an den Kreuzungsstellen kann
man auch durch Ausnutzung der thermoplastischen Eigenschaften
err β ionen, die allen Päden bzw. Garnen gemeinsam ist, die zur
Durchführung der Erfindung brauchbar sind. Das Gewebe wird
beispielsweise bei ausreichend hoher Temperatur und ausreichend hohem Druck kalandert oder in einem Ofen erwärmt, während das
Gewebe unter Spannung gehalten wird, so daß sich Bindungen ausbilden, die beim Kühlen des Gewebes beständig bleiben.
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Es ist manchmal erwünscht, solche Materialien zu verwenden, die
einen maximalen Widerstand gegen Abrieb oder eine maximale Zugfestigkeit
haben. So ist es beispielsweise üblich, Polyamidfäden
bei erhöhter Temperatur zu strecken, um ihnen eine Warmhärtung zu erteilen, wodurch das Endprodukt eine größere Stabilität in
seinen Abmessungen erhält. Auch ein Warmhärtverfahren kann angewandt werden.
Die Gewebe werden stabilisiert, indem man die thermoplastischen
Eigenschaften der Fäden bzw» Garne ausnützt. Ein reines Polyamidgewebe oder ein Gewebe, das aus einer Mischung von Polyamid
und Acrylharz besteht, kann durch eine Wärmebehandlung bei etwa 238° stabilisiert werden, wobei die Behandlung etwa 5 Sekunden
dauert. So kann das gewobene, schlauehförmige Gewebe durch
erwärmte Kalanderwalzen geführt werden, die auf die gewünschte Temperatur erhitzt sind, bei der die fasern etwas klebrig werden,
ohne jedoch wirklich zu schmelzen. Die vereinigte Wirkung von Wärme und Druck ergibt dauerhafte Bindungen an den Kreuzungsstellen,
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Claims (5)
1. Endlos gewebtes Papiermaschinensieb, dessen Kett-
und Schußfäden aus vollsynthetischen Kunststoffen bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass für diese Kett- und Schußfäden
Garne verwendet werden, die Einfachfäden, Mehrfachfäden oder Anordnungen aus Stapelfasern sind und die Kett- und Schußfäden
an den Kreuzungsstellen durch ein Bindemittel, oder einen Klebstoff, z.B. ein härtbares Harz, oder durch Anwendung
von Wärme miteinander verbunden sind, ausgenommen Siebe, bei denen für die Kett- und Schußfäden aus Mehrfachfäden und Anordnungen
von Stapelfasern bestehende Garne verwendet werden, die an den Kreuzungspunkten thermofixiert sind und die Garne
aus Kunststoffen mit verschiedenem Erweichungspunkt bestehen.
2. Papiermaschinensieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kettfäden aus Einfachfäden und die Schußfäden aus Garnen aus Mehrfachfäden oder Stapelfasern bestehen.
3. Verfahren zum Herstellen eines Papiermaschinenlangsiebs nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die
Fäden unter Ausnützung ihrer thermoplastischen Eigenschaften im Kalander oder Ofen erwärmt, dabei die Fäden unter Spannung
hält und so das Sieb stabilisiert.
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4. Verfahren zum Herstellen eines Papiermaschinenlangsiebs nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Stabilisierung des Siebes ein Bindemittel oder einen Klebstoff verwendet.
z.B. ein härtbares Harz.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man
die in der Wärme verarbeiteten Fäden bzw. Garne kühlt, während man sie in flachem und glattem Zustand hält.
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