DE1623625C3 - Einrichtung zur Bestimmung und Anzeige eines digitalen Meßwertes - Google Patents
Einrichtung zur Bestimmung und Anzeige eines digitalen MeßwertesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Bestimmung und Anzeige eines digitalen Meßwertes, der aus
mehrstelligen Grob-, Fein- und Feinstteilme.ßwerten gewonnen wird.
Zur Bestimmung einer physikalischen Größe mit sehr großer Genauigkeit werden oft Meßmethoden
verwendet, die lediglich Teilmeßwerte liefern. Der Gesamtmeßwert muß dann aus diesen Teilmeßwerten
gewonnen werden.
Eine solche Meßmethode besteht darin, daß festgestellt
wird, wie oft eine größte Maßeinheit im zu messenden Wert enthalten ist, wie oft eine kleinere Maßeinheit
im verbleibenden Rest enthalten ist, wie oft eine nochmals kleinere Maßeinheit im nunmehr verbleibenden
Rest enthalten ist usw. Werden nun bei jeder Teilmessung zusätzliche Ziffernstellen ermittelt,
die bei der Bestimmung des Restes keine Berücksichtigung finden, so ergeben sich überlappende Teilmeßwerte.
Naturgemäß sind die doppelt ermittelten Stellenwerte der feineren Teilmessung genauer als
diejenigen der gröberen.
Es ist eine Einrichtung bekannt, die aus den ermittelten Teilmeßwerten den Gesamtmeßwert bestimmt
und anzeigt, wobei jeweils die doppelt ermittelten Stellenwerte, die aus der gröberen Teilmessung resultieren,
korrigiert werden. Die Korrektur wird dabei folgendermaßen bewerkstelligt: Es sind Mittel vorhanden,
die eine Differenz zwischen doppelt ermittelten Stellenwerten feststellen und derart korrigieren,
daß der in der gröberen Messung ermittelte Stellenwert mit der kleinstmöglichen Anzahl digitaler
Schritte auf den Wert der feineren Messung gebracht wird. Durch Stellenwertübertrager werden bei Übergangen
über die Ziffer Null die nächstgröberen Stellen nachgestellt. Für die Anzeige ist einer der doppelt ermittelten
Stellenwerte, die nunmehr auf den gleichen Wert korrigiert sind, abgedeckt, um nicht doppelt abgelesen
zu werden.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zur Bestimmung und Anzeige
eines digitalen, z. B. dekadischen, Meßwertes zu schaffen, der aus mehrstelligen Grob-, Fein- und
Feinstteilmessungen gewonnen wird. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß
eine während des Einzählens des feineren Teilmeßwertes durch Schaltmittel zur gröbsten Zählstufe des
feineren Teilmeßwertspeichers parallelschaltbare Hilfszählstufe vorgesehen ist, die einen Ausgang für
6" ein Nullwertsignal aufweist, daß ferner der gröbere
Teilmeßwertspeicher vor dem Einzählen durch weitere Schaltmittel auf einen Wert von minus fünf bzw.
minus sechs voreinstellbar ist und daß zur Übertragung der Differenz zwischen zehn und dem Wert der
Hilfszählstufe in den gröberen Teilmeßwertspeicher eine durch den Nullwert der Hilfszählstufe gesteuerte
und mittels der erstgenannten Schaltmittel an die Hilfszählstufe und den gröberen Teilmeßwertspeicher
anschaltbare Impulsgabe-Einrichtung vorhanden ist.
Die erfindungsgemäfk Einrichtung hat den Vorteil,
daß im Gegensal/ /ur bisher bekannten Lösung keine Mittel zum Vergleich der sich überlappenden Stellenwerte
notwendig sind. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß nur in
einer Richtung zählende Zählstufen benötigt werden.
Der ert'indungsgemäßen Einrichtung liegt der Gedanke zugrunde, das Kriterium für die Korrektur des
gröberen Teilmeßwertes aus einem Zählvorgang abzuleiten. Dieser besteht darin, daß der überlappende
Stellenwert α des gröberen Teilmeßwertes in eine Korrektur-Zählschaltung eingezählt werden, die an
Hand des in dieser gebildeten Resultates die Korrektur im gröberen Teilmeßwertspeicher vornimmt. Eine
besonders günstige Ausführungsform ergibt sich, wenn der gröbere Teilmeßwertspeicher gleichzeitig als
Korrekturzählschaltung benützt wird, wie es die erfindungsgemäße Einrichtung vorsieht. Der korrigierte
Teilmeßwert entsteht im gröberen Teilmeßwertspeicher, indem vom dort gespeicherten Wert α der
Wert 6, des feineren Teilmeßwertspeichers ab- und der Wert 5 oder 4 zugezählt wird.
Resultat des Zählvorganges im gröberen Teilmeßwertspeicher:
a — b + 5 bzw. 4, Gleichung 1 oder auch
a + (W-b) -5 bzw. -6, Gleichung 2.
a + (W-b) -5 bzw. -6, Gleichung 2.
Die Durchführung des Zählvorganges nach Gleichung 2 hat den Vorteil, daß nur vorwärtszählende
Zählstufen benötigt werden.
An Hand der Zeichnung werden zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung
erläutert.
Fig. 1 und Fig. 2 sind Resultattabellen des Zählvorganges;
F i g. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Bestimmung des digitalen Meßwertes aus einem Fein-
und einem Grobteilmeßwert;
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung, bei der zwischen
dem Eingang und den anzeigenden Zählstufen ein Teilmeßwert-Zwischenspeicher geschaltet ist.
In F i g. 1 bzw. 2 sind die Resultate des Zählvorganges a — b + 5 bzw. a — b + 4 im gröberen Teilmeßwertspeicher
in Tabellen zusammengestellt. Unter α sind die Werte des Grobteilmeßwertes und unter b sind
diejenigen des Feinmeßwertes aufgetragen. Die zweistelligen Resultate beinhalten eine Korrektur in positivem Sinn, die negativen Resultate in negativem Sinn.
Die übrigen Resultate beinhalten keine Korrektur. Bei einer Korrektur in positivem Sinne bzw. negativem
Sinne wird der Stellenwert der zweitkleinsten Einheit des gröberen Teilmeßwertes um eine Einheit
erhöht bzw. vermindert.
Aus den Fig. 1 bzw. 2 geht hervor, bei weichen Kombinationen der sich überlappenden Stellenwerte
α und b Korrekturen vorgenommen werden.
Durch die Ziffern 5 bzw. 4 in der Gleichung J werden die Korrektur-Kriteriums-Grenzen gegenüber den
Stellenwerten α und b festgelegt. Da, wie angenommen,
der Fehler eines Teilmeßwertes höchstens vier der kleinsten Einheiten ausmacht, sind für die Korrektur nur solche Werte in Betracht, zu ziehen, die
um höchstens vier Einheiten differieren. Bei Fig. 1 können demnach Resultate von Zehn und Null und
bei F ig. 2 solche von minus 1 und 9 gar nicht vorkommen, so daß die resultierenden Korrekturen für F i g. 1
und Fig.2 identisch sind.
In Fig. 3 ist eine Einrichtung zur Bestimmung des
Meßwertes aus je einem sich um eine Stelle überlappenden Grob- und Feinteilmeßwert dargestellt, bei
der die Korrektur des gröberen Teilmeßwertes miltels eines Zählvorganges erreicht wird.
Die zusammengeschalteten dekadischen Zählstufen 1, 2, 3 bzw. 4, 5, 6 stellen je einen dreistelliger,
Teilmeßwertspeichcr dar. Von den an den Eingängen Fbzw. G eingezählten Teilmeßwerten werden in
den Zählstufen 1 bzw. 4 die Hunderter, in den Zählstufen 2 bzw. 5 die Zehner und in den Zählstufen 3
bzw. 6 die Einer gespeichert. Die Zählstufen 1 und 2 sind auf den Stellenwert 9 und die Zählstufe 3 auf
den Stellenwert 5 voreinstellbar, indem von der Span-
1S nungsquelle U über die Schalter 9, 10 und 11 Spannung
an die Anschlüsse Z gelegt wird. Die Hilfszählstufe 7 kann mittels des Umschalters 13 mit dem
Eingang der Zählstufe 4 oder dem Ausgang der Impulsgabe-Einrichtung 8 verbunden werden, der
gleichzeitig über den Schalter 12 mit dem Eingang der Zählstufe 3 des gröberen Teilmeßwertspeichers in
Verbindung steht. Die Hilfszählstufe 7 ist mit einem Nullwert-Ausgang 0 versehen, der beim Stellenwert
Null dieser Stufe eine Spannung abgibt. Die Schaltkontakte 9 bis 15 werden von einem nicht dargestellten
Programmgeber betätigt. Die Impulsgabe-Einrichtung 8 besteht aus einem Impulsgeber 16, einer
Flip-Flop-Stufe 17, einem UND-Tor 18 sowie einem UND-NICHT-Tor 19. Der Impulsgeber 16 ist über
einen Schalter 14 mit dem direkten Eingang des UND-NICHT-Tores 19 und dem Eingang der FHp-Flop-Stufe
17 verbunden. Diese Flip-Flop-Stufe 17 kann in den für den Ausgang spannungslosen Zustand,
fortan genannt »spannungslos«, gebracht werden, indem über den Schalter 15 die Spannung U auf den
Eingang Zgeschaltet wird. Vom invertierten Eingang des UND-NICHT-Tores 19 führt eine Verbindung
auf den Ausgang des UND-Tores 18. Dieses UND-Tor 18 ist eingangsseitig einerseits mit dem Ausgang
der Flip-Flop-Stufe 17 und andererseits mit dem Nullwert-Ausgang 0 der Hilfszählstufe 7 verbunden.
Die Impulsgabe-Einrichtung 8 hat die Aufgabe, an die Hilfszählstufe 7 und an die Zählstufe 3 des gröberen
Teilmeßwertspeichers Impulse abzugeben, sobald der Schalter 14 geschlossen wird, und zwar so lange,
bis am Nullwert-Ausgang 0 der Hilfszählstufe 7 eine Spannung erscheint. Eine Besonderheit der Schaltung
besteht darin, daß die Impulsabgabe anläuft, auch wenn die Hilfszählstufe 7 den Stellenwert Null speichert.
Es wird also in jedem Fall eine Anzahl Impulse abgegeben, die der Differenz zwischen zehn und dem
Stellenwert der Hilfszählstufe 7 entspricht.
Die Einrichtung gemäß Fig. 3 funktioniert nun folgendermaßen:
Über den Eingang F der Zählstufe 6 des feineren
Teilmeßwertspeichers wird die dem feineren Teilmeßwert proportionale Anzahl Impulse zugeführt.
Über den Schalter 13 ist der Eingang der Hilfszählstufe 7 parallel zum Eingang der Hunderter-Zählstufe
4 geschaltet. Dies hat zur Folge, daß der überlappende Stellenwert b ebenfalls in die Hilfszählstufe
7 eingezählt wird. Die dem gröberen Teilmeßwert proportionale Anzahl Impulse gelangt über den
Eingang G und den Schalter 12 an den Eingang des gröberen Teilmeßwertspeichers. Dieser Teilmeßwertspeicher
wurde vorgängig auf den Wert — 5 voreingestellt, was bei diesem dreistelligen Speicher
gleichbedeutend ist mit dem Wert 995. In der Zähl-
stufe 3 des gröberen Teilmcßwertspeichers ist demnach
der überlappende Stellenwert α vermindert um die Voreinstellung gespeichert, was dem Wert a — 5
entspricht. ■
Zur Auslösung des Korrekturvorganges werden die Schalter 12, 13 und 14 umgeschaltet. Der Impulsgenerator
16 gibt Impulse über das UND-NICHT-Tor 19 an die Hilfszählstufe 7 und die Zählstufe 3 des gröberen
Teilmeßwertspeichers ab. bis der Nullwert-Ausgang 0 der Hilfszählstufe 7 Spannung abgibt und
über das UND-Tor 18 und das UND-NICHT-Tor 19 die Impulsabgabe sperrt. Die Flip-Flop-Stufe wird dabei
vom ersten Impuls des Impulsgebers 16 gekippt und gibt an ihrem Ausgang eine Spannung an den Eingang
des UND-Tores 18 ab. welches das UND-NICHT-Tor 19 sperrt, sobald vom Nullwert-Ausgang
0 der Hilfszählstufe 7 an den anderen Eingang des UND-Tores 18 Spannung zugeführt wird. Die
Hilfszählstufe 7 wird beim Korrekturvorgang durch Impulse aus der Impulsgabe-Einrichtung 8 auf den
Wert Null aufgefüllt, wobei die hierzu notwendige Anzahl Impulse ebenfalls in den gröberen Teilmeßwertspeicher
eingezählt werden. Dadurch addiert sich im gröberen Teilmeßwertspeicher der Wert KJ — 6
zum bereits gespeicherten Wert a — 5. In der Zählstufe 3 des gröberen Teilmeßwertspcichers ist nun die
Einerstelle des in Fig. 1 aufgetragenen Resultates gespeichert, und eine eventuelle Korrektur der Zählstufe
2 und auch der Zählstufe 1 ist mittels Übertragen vollzogen.
Eine Korrektur des gröberen Teilmeßwertes in negativem Sinne kommt dadurch zustande, daß die Stellenwert-Verminderung
der Stufe 2 infolge der Voreinstellung des Teilmcßwertspeichers auf den Wert 995 durch die Einzahlung des Wertes « + (10 — /?)
nicht kompensiert wird, da kein Stellenübertrag erfolgt.
Es tritt keine Korrektur des gröberen Teilmeßwertes auf. wenn die Stellenwertverminderung der Stufe 2
infolge der Voreinstellung durch einen Stellenübertrag bei der Einzahlung des Wertes a + (10 — b) kompensiert
wird.
Eine Korrektur in positivem Sinne ergibt sich, wenn durch die Einzahlung des Wertes α +(10 —6) zwei
Stellenüberträge auf die Zählstufe 2 erfolgen.
Die Anzeige des gespeicherten digitalen Meßwertes kann durch die Zählstufen erfolgen, wenn diese dafür
eingerichtet sind oder es können separate Anzeige-Vorrichtungen vorgesehen werden, in die der Meßwert
übertragen wird. Der Wert der Zählstufe 3 findet bei der Anzeige keine Berücksichtigung.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung ist in Fi g. 4 dargestellt. Bei dieser
Schaltung ist zwischen dem Eingang E und den anzeigenden Zählstufen 36 bis 41 ein Teilmeßwertzwischenspeicher
eingeschaltet, in dem einerseits die Impulse gezählt und andererseits die Teilmeßwerte
zwecks Korrektur kurzzeitig gespeichert werden. Der zweistellige Zwischenspeicher wird durch die drei dekadischen
Zählstufen 30, 31 und 32 gebildet, wobei die gröbste Zählstufe 31 bzw. 32 doppelt vorhanden
ist. Über Kontakte 51 und 52 bzw. 51 und 53 wird entweder die Zählstufe 31 oder 32 mit der Zählstufe
30 zu einem zweistelligen Zwischenspeicher zusammengeschaltet. Die Zählstufen 31 und 32 sind je mit
einer Impulsgabe-Einrichtung 34 bzw. 35 zusammengeschaltet. Der Ausgang der Impulsgabe-Einrichtung
34 führt über den Kontakt 52 auf die Zählstufe 31.
über den Kontakt 50 auf den Eingang des Zwischenspeichers und über die Kontakte 70 bzw. 72 bzw. 74
auf eine anzeigende Zählstufe. Der Ausgang der Impulsgabe-Einrichtung 35 führt über den Kontakt 53
auf die Zählstufe 32, über den Kontakt 50 auf den Eingang des Zwischenspeichers und über einen Kontakt
73 bzw. 71 auf eine anzeigende Zählstufe. Die anzeigenden Zählstufen sind rückwärtszählend ausgeführt.
Die Zählstufen 30, 31 und 32 sind voreinstellbar, indem über die Kontakte 57 bzw. 58 bzw.
59 bzw. 60 bzw. 61 Spannung an die Anschlüsse ZO, ZS oder Z9 gegeben wird. Ferner ist ein Impulsgeber
33 vorhanden, der über den Schalter 54 mit dem direkten Eingang des UND-NlCHT-Tores 42'verbun-
l5den ist. dessen invertierter Eingang auf den Nullwert-Ausgang
0 der Zählstufe 30 führt. Am Ausgang des UND-NICHT-Tores 42 ist die anzeigende Zählstufe
36 und über den Kontakt 50 die Zählstufe 30 angeschlossen. Die Kontakte 50 bis 74 werden durch
einen nicht dargestellten Programmgeber gesteuert.
Die Einrichtung gemäß F i g. 4 hat den Vorteil, daß
sie für die Aufnahme einer beliebigen Anzahl Teiimeßvvcrte
ausgebaut werden kann. Für jeden weiteren
Teilmeßwert ist nur eine weitere anzeigende Zählstufe anzuschließen. Die Bestimmung und Anzeige eines
Meßwertes mit diesem Ausführungsbeispiel dererfindungsgcmäß.cn
Einrichtung geschieht in der nachfolgend beschriebenen Weise. Die Lage der Schaltkontakte
des Programmgebers ist bei der nachfolgenden Beschreibung der starr programmierten Vorgänge nur
in der von der Zeichnung abweichenden Stellung erwähnt.
Voreinstellen für das Einzählen: Die Zählstufen 30 und 31 werden durch Schließen der Kontakte 58 bzw.
60 auf den Wert Null gestellt.
Einzählen: Die dem feinsten Teilmeßwert proportionale
Anzahl Impulse gelangt über den Eingang E und den Schalter 50 auf die Zählstufe 30, in der die
Einer des Teilmeßwertes gespeichert werden. Die den Zehnern des Teilmeßwertes entsprechenden Impulse
werden über die Schalter 51 und 52 auf die Zählstufe 31 geleitet.
Auszählen: Der Kontakt 50 steht in Stellung c, die Kontakte 51 und 53 sind auf Stellung b und der Kontakt
54 ist geschlossen. \ om Impulsgeber 33 gelangen Impulse über den Schalter 54 auf das invertierte
UND-NICHT-Tor 42. Sofern die Zählstufe 30 nicht den Wert Null speichert, ist der Nullstellungsanschluß
0 spannungsfrei Die Impulse können in diesem Fall das Tor 42 passieren und gelangen sowohl auf
die Zählstufe 30 als auch auf die anzeigende Zählstufe 36, in der die feinsten Einheiten angezeigt werden.
Voreinstellen für das Einzählen und Korrigieren:
Der Kontakt 50 steht in Stellung a, die Kontakte 51 und 52 stehen in der Stellung b, die Kontakte 57, 61
und 62 sind geschlossen. Die Zählstufe 30 wird auf 5, die Zählstufe 32 auf 9 und die Flip-Flop-Stufe 43
auf »spannungslos« gestellt.
Auszählen und Übertragen: Der Kontakt 50 steht
in Stellung α, die Kontakte 51 und 52 sind in Stellung
b, die Kontakte 55 und 70 sind geschlossen. Die Impulsgabe-Einrichtung 34 gibt eine Anzahl Impulse
ab entsprechend der Differenz zwischen zehn und dem in der Zählstufe 31 gespeicherten Wert. Diese Impulse
gelangen auf die Zählstufe 31, auf die anzeigende Zählstufe 37 und auf die Zählstufe 30. Bei diesem
Vorgang wird mit Hilfe der als Hilfszählstufe wirkenden Zählstufe 31 die Differenz K)- b gebildet und
in den auf —5 voreingestellten Zwischenspeicher übertragen. In der anzeigenden Zählstufc 37 werden
die zweitfeinsten Einheiten angezeigt.
Einzählen und Korrigieren: Der Kontakt 51 steht in Stellung b. Wird nun bei diesem Einzählvorgang
der nächstgröbere Teilmeßwert in die Zählstufen 30 und 32 eingezählt, so bildet sich in der Zählstufe 30
das Resultat α + (10 — b) — 5 mit eventuellen Übertragen
in die Zählstufe 32, womit die Korrektur dieses Teilmeßwertes erfolgt.
Voreinstellen für das Einzählen und Korrigieren: Der Kontakt 50 steht in Stellung d, der Kontakt 53
steht in Stellung b. Die Kontakte 57, 59 und 63 sind geschlossen. Die Zählstufe 30 wird auf 5, die Zählstufe
31 auf 9 und die Flip-Flop-Stiife 44 auf »spannungslos«
gestellt.
Auszählen und Übertragen: Der Kontakt 50 steht in Stellung d. Der Kontakt 53 ist in Stellung b. Die
Kontakte 56 und 71 sind geschlossen. Die Impulsgabe-Einrichtung 35 gibt eine Anzahl Impulse ab entsprechend
der Differenz von Zehn und dem in der Zählstufe 32 gespeicherten Wert. Diese Impulse gelangen
auf die Zählstufe 32. auf die anzeigende Zählstufe
38 und auf die Ziihlstufe 30. Bei diesem Vorgang wird mit Hilfe der als Hilfszählstufe wirkenden Zählstufe
32 die Differenz 10 — /; gebildet und in den auf
— 5 vorangestellten Zwischenspeicher übertragen. In der anzeigenden Zählstufc 38 werden die drittfeinsten
Einheiten angezeigt.
Für jeden weiteren Teilmeßwert wiederholen sich nun in analoger Weise die Vorgänge: Einzählen und
Korrigieren, Voreinstellen für das Einzählen und Korrigieren sowie das Auszählen und Übertragen.
Dabei werden die Vorgänge abwechslungsweise über den Zwischenspeicher bestehend aus den Zählstufen
'5 30 und 31 und denjenigen bestehend aus den Zählstufen
30 und 32 abgewickelt.
Die Einrichtung kann auch für nichtdekadische Zahlensysteme aufgebaut werden. Die Voreinstellung
des gröberen Teilmeßwertspeichers und die Bildung der Differenz a — b hat dann auf eine dem System
entsprechende Weise zu erfolgen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
409 543/22
Claims (4)
1. Einrichtung zur Bestimmung und Anzeige eines digitalen Meßwertes, der aus wenigstens zweistelligen
Teilmeßwerten zusammengesetzt ist, die aus Grob-, Fein- und Feinstteilmessungen hervorgehen,
sich mit den nächstgröberen und den nächstfeineren Teilmeßwerten je um wenigstens
eine Stelle überlappen, einen Fehler von höchsten plus oder minus vier der niedrigsten Einheiten des
betreffenden Teilmeßwertes aufweisen und für deren Speicherung mehrstellige, aus einer der
Stellenzahl der Teilmeßwerte entsprechenden Anzahl Zählstufen zusammengesetzte Teilmeßwertspeicher
vorhanden sind, die mit Mitteln verbunden sind, die bei einer Differenz der sich überlappenden
Stellenwerte im gröberen der beiden Teilmeßwerte eine Korrektur vornehmen, wobei
nur je eine von zwei sich überlappenden Stellen zur Anzeige gelangt, dadurch gekennzeichnet,
daß eine während des Einzählens des feineren Teilmeßwertes durch Schaltmittel (13) zur
gröbsten Zählstufe (4) des feineren Teilmeßwertspeichers parallelschaltbare Hilfszählstufe (7)
vorgesehen ist, die einen Ausgang (0) für ein Nullwertsignal aufweist, daß ferner der gröbere Teilmeßwertspeicher
vor dem Einzählen durch weitere Schaltmittel (9 bzw. 10 bzw. 11) auf einen
Wert von minus fünf bzw. minus sechs voreinstellbar ist und daß zur Übertragung der Differenz
zwischen zehn und dem Wert der Hilfszählstufe (7) in den gröberen Teilmeßwertspeicher eine
durch den Nullwert der Hilfszählstufe (7) gesteuerte und mittels der erstgenannten Schaltmittel
(13) an die Hilfszählstufe (7) und den gröberen Teilmeßwertspeicher anschaltbare Impulsgabe-Einrichtung
(8) vorhanden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulsgabe-Einrichtung (8) aus einem über Schaltmittel (14) anschaltbaren
Impulsgeber (16), einer Flip-Flop-Stufe (17), einem UND-Tor (18) und einem UND-NICHT-Tor
(19) besteht, die in der Weise zusammengeschaltet sind, daß das den Ausgang der Einrichtung darstellende
UND-NICHT-Tor (19) über seinen direkten Eingang mit dem Impulsgeber (16) und über seinen invertierten Eingang mit dem UND-Tor
(18) verbunden ist, dessen ersler Eingang auf den Ausgang (0) des Nullwertsignals der Hilfszählstufe
(7) und dessen zweiter Eingang auf die Flip-Flop-Stufe (17) führt, die eingangsseitig am
Impulsgeber (16) angeschlossen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, bei der zwischen dem Eingang (E) und den anzeigenden
Teilmeßwertspeichern (36 bis 41) ein Teilmeßwertzwischenspeicher (30 bis 32) sowie eine Einrichtung
zur Übertragung des kurzzeitig gespeicherten Teilmeßwertes in die anzeigenden Teilmeßwertspeicher
(36 bis 41) vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß für die gröbsten Einheiten im Zwischenspeicher zwei, über Schaltmittel
(51, 52, 53) anschaitbare Zählstufen (31, 32) vorhanden sind, die den Wert der gröbsten
Einheiten des jeweiligen Teilmeßwertes speichern, abwechslungsweise mit je einer Impulsgabe-Einrichtung
(34 bis 35) zusammengeschaltet als Hilfszählstufe wirkend über Schaltmittel (50)
mit dem Hingang des Zwischenspeichers (30) und der zugeordneten Zählstufe des anzeigenden Tcilmeßwertspeichers
(36 bis 41) verbunden sind.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel mittels
eines Programmgebers steuerbar sind.
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