DE1620569B2 - Verfahren zur herstellung von laurinsaeurelactam - Google Patents
Verfahren zur herstellung von laurinsaeurelactamInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D201/00—Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
- C07D201/02—Preparation of lactams
- C07D201/04—Preparation of lactams from or via oximes by Beckmann rearrangement
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- C07D201/02—Preparation of lactams
- C07D201/10—Preparation of lactams from cycloaliphatic compounds by simultaneous nitrosylation and rearrangement
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Laurinsäurelactam, bei welchem man
Cyclododecan einer üblichen Photonitrosierung unterwirft und das erhaltene Cyclododecanonoximhydrochlorid
in Gegenwart einer Säure oder eines Säurehalogenids der Beckmannschen Umlagerung unterwirft.
Nach den bisher bekannten Arbeitsweisen zur Herstellung von Cyclododecanonoximhydrochlorid wird
Cyclododecan der Wirkung verschiedener Nitrosierungsmittel, während es in einem inerten, an der Reaktion
nicht teilnehmenden Lösungsmittel, beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff, Benzol od. dgl., gelöst
ist, unter Bestrahlungsbedingungen unterworfen.
Bei dieser bekannten Arbeitsweise löst sich jedoch das gebildete Cyclododecanonoximhydrochlorid in
beachtlichen Mengen in der Reaktionsflüssigkeit. Die kontinuierliche Entfernung und rechtzeitige Abtrennung
aus dem Reaktionssystem ist daher schwierig. Ein zusätzlicher Nachteil besteht darin, daß die
Hauptmenge des Cyclododecanonoximhydrochlorides unverzüglich kristallisiert und an der Wand des
Reaktionsgefäßes anhaftet, wodurch nicht nur seine Entfernung aus dem Reaktionssystem schwierig wird,
sondern auch der Durchgang des Lichtes verhindert wird.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur technisch vorteilhaften und
zweckmäßigen Herstellung von Laurinsäurelactam, bei welchem die vorstehend beschriebenen Nachteile
des bekannten Verfahrens überwunden werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung von Cyclododecan
in einem C5- bis C8-Cycloalkan der Photonitrosierung
unterwirft, die sich bildende ölartige Abscheidung der Beckmannschen Umlagerung unterwirft und
danach die Reaktionsmasse ohne Neutralisation mit Wasser verdünnt und ω-Laurinsäurelactam abtrennt.
Als Cycloalkane mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen können Cyclopentan, Cyclohexan, Cycloheptan oder
Cyclooctan verwendet werden.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nimmt das C5-C8-Cycloalkan im Unterschied zu den bisher
verwendeten inerten Reaktionslösungsmitteln nicht nur selbst als Reaktionskomponente an der Umsetzung
teil, sondern dient auch gleichzeitig als Lösungsmittel. Dabei wird das mit dem Cycloalkan gemischte
und darin gelöste Cyclododecan der Einwirkung eines Nitrosierungsmittels unter Bestrahlungsbedingungen
unterworfen, wobei eine Mischung aus Cyclododecanonoximhydrochlorid und Cycloalkanonoximhydrochlorid
als ölähnliche Abscheidung erhalten wird. Mit dieser ölahnlichen Abscheidung kann dann die
Beckmannsche Umlagerung direkt in Gegenwart einer Säure, z. B. Schwefelsäure, oder eines Säurehalogenids,
z.B. eines Säurechlorids, ausgeführt werden, wobei eine Mischung aus ω-Laurinsäurelactam und
dem entsprechenden Lactam des vorstehend genannten C5-C8-Cycloalkans erhalten wird. Bei Verdünnung
dieser Mischung mit einer entsprechenden Was-
*5 sermenge scheidet sich ω-Laurinsäurelactam in weißen
Kristallen ab. Nach diesem Verfahren gemäß der Erfindung kann ω-Laurinsäurelactam in technisch
vorteilhafter Weise hergestellt werden, ohne daß eine vorherige gesonderte Isolierung von Cyclododecanonoximhydrochlorid
erforderlich ist.
Als Säure oder Säurehalogenide können Schwefelsäure oder rauchende Schwefelsäure, Chlorsulfonsäure,
Phosphorpentachlorid od. dgl. verwendet werden. Zweckmäßig wird eine Reaktionstemperatur im
a5 Bereich von 90° bis 150° C angewendet, wobei eine
Temperatur zwischen 110° und 120° C besonders bevorzugt ist.
Da das molare Verhältnis der beiden bei der Photonitrosierungsreaktion
entstehenden Oximhydrochloride dem Gewichtsverhältnis des in der Reaktionsflüssigkeit
gemischten Cyclododecans und C5-C8-CyCIoalkans
praktisch äquivalent ist, kann durch zweckmäßige Veränderung des Verhältnisses von Cyclododecan
und Cycloalkan, welche zusammen vorliegen, ω-Laurinsäurelactam in der gewünschten Menge erhalten
werden.
Ein zylindrisches Glasreaktionsgefäß mit einem Innendurchmesser von 8,0 cm und einer Höhe von 25 cm,
das mit einem mit Ventil versehenen Auslaß am Boden ausgestattet ist, wurde mit einer Mischung aus
275 g Cyclododecan und 550 g Cyclohexan beschickt. In das Rohr wurde eine Lichtquelle, bestehend aus
einer stabförmigen Hochdruck-Quecksilberlampe von 270 W, eingetaucht, die in ein mit einem Mantel
für Kühlwasser ausgestattetes Glasrohr mit einem offenen Ende eingesetzt war. Sobald die Quecksilberlampe
eingeschaltet war, wurde ein Gasgemisch aus Nitrosylchlorid und Chlorwasserstoff von unten in die
Reaktionsflüssigkeit eingeblasen, die auf einer Temperatur von 12° C gehalten war, wobei die Zufuhr von
Nitrosylchlorid in einer Menge von 140, die Zufuhr von Chlorwasserstoff in einer Menge von 480 cm/min
erfolgte. Nach einer Reaktionszeit von 4 Stunden wurden 120,0 g einer ölahnlichen Substanz erhalten.
Dieses ölähnliche Produkt wurde unter gutem Rühren allmählich in 30 g einer auf 115 bis 120° C erhitzten
100%igen Schwefelsäure eingeleitet, während gleichzeitig 75 g 100%ige Schwefelsäure zugegeben wurden.
Das sich ergebende Produkt wurde auf 300 g Eis geschüttet und es wurde ω-Laurinsäurelactam in
Form weißer Kristalle abgetrennt. Diese wurden mit
Wasser gewaschen. Auf diese Weise wurden 33,0 g ω-Laurinsäurelactam mit einem Schmelzpunkt von
150° bis 1510C erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Laurinsäurelactam, bei dem man Cyclododecan einer üblichen Photonitrosierung unterwirft und das erhaltene Cyclododecanonoximhydrochlorid in Gegenwart einer Säure oder eines Säurehalogenids der Beckmannschen Umlagerung unterwirft, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung von Cyclododecan in einem C5- bis Cg-Cycloalkan der Photonitrosierung unterwirft, die sich bildende ölartige Abscheidung der Beckmannschen Umlagerung unterwirft und danach die Reaktionsmasse ohne Neutralisation mit Wasser verdünnt und ω-Laurinsäurelactam abtrennt.
Applications Claiming Priority (1)
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