DE1620342A1 - Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer IndolderivateInfo
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Description
FdferftolW
Dr. W. Schalk, DipUng. f. WWÜ
DipUr.g. G. Danßenberg
Dr. V. trir.rijÜ-Kowäailc
DipUr.g. G. Danßenberg
Dr. V. trir.rijÜ-Kowäailc
Dr. *. \y;ür>hol4 Dr. D. Gudgi ;
r* 39.
SANDQZAG. CasB lQÖ-2098
Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Indolderivate der
Formel I (siehe Formelblatt), worin R, ein -Wasserstoff-"
atom oder eine Methylgruppe, die in Position 1, .2 oder 3
des Indolgerüstes steht, bedeutet und Rp für die Isopropyl-,
Cyclopropyl-, sec. Butyl- oder tert. Butylgfuppe steht, *
ihre Säureadditionssalze sowie ein Verfahren zur Herstellung dieser neuen Verbindungen und ihrer Säureadditions-*
salze.
Erfindungsgemäss gelangt man zu den neuen Verbindungen und
ihren Salzen, indem man ein Hydroxy-indoIderivat der Formel
II, worin R-, obige Bedeutung besitzt, in Form eines Alkali-.
metallsalzes mit Epichlorhydrin umsetzt, das rohe Reaktions-"
produkt ansehliessend mit einem Amin der Formel ΙΊΙ, worin R„-obige
Bedeutung besitzt und R, für ein Wasserstoffatom oder
eine Benzylgruppe steht, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels erhitzt, hierauf eine allfällige Benzylgruppe hydrogenolytisch
abspaltet und die erhaltene Verbindung gewünschtenfalls
mit einer anorganischen ode.r organischen Saure behandelt. .'.". :;
Als Ausgangsprodukte der Formel II eignen sich beispielsweise
4-Hydroxy-indol oder 1-Methyl-^-hydroxy-indol und als Amine
Unterlagen (Art. J 11 Abs. 2 Wr.'l Satz 3 des Ähd»runiSfle3„v. 4.9.1S671.
. - 2 - 100-2098
der Formel III sind Isopropylamin, Cyclopropylamin, see.
Butylamin oder N-Isopropyl-benzylamin.
. Das erfindungsgemässe Verfahren wird im folgenden näher
erläutert:
Das Hydroxy-indolderivat II wird in Form eines seiner Alkalimetallsalze,
vorzugsweise als Natriumsalz, eingesetzt. Hierzu wird es in eine äquimolare wässerige Alkalihydroxidlösung
eingetragen oder in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem aromatischen
Kohlenwasserstoff wie Benzol oder Toluol, mit einer äquimolaren Menge eines Alkalimetallalkoholates, -amides
oder -hydrides umgesetzt. Anschliessend fügt man 1 bis 5 Aequivalente Epichlorhydrin zu und rührt das Gemisch während
mehrerer Stunden bei Raumtemperatur. Da das Epichlorhydrin-Molekül
zwei reaktive Stellen aufweist, kann man so ein Gemisch von zwei Reaktionsprodukten erhalten. Da beide Komponenten
im weiteren Verlauf des Verfahrens das gleiche Endprodukt liefern, kann auf eine Auftrennung des Gemisches verzichtet
werden.
Das rohe Gemisch der Zwischenprodukte wird nun mit einem Amin
der Formel III einen bis mehrere Tage am Rückfluss zum Sieden
erhitzt. Als säurebindendes Mittel verwendet man z.B. eine tertiäre organische Base wie Pyridin oder Triäthylamin, eine
anorganische Base wie Kaliumcarbonat oder vorzugsweise einen
Ueberschuss des Amins der Formel III. Die Hauptkomponente des eingesetzten Produktegemisches reagiert in der Regel bei Terrfperaturen
von 50 bis 60°, die in geringerer Menge vorliegende
Komponente jedoch erst bei höheren Temperaturen.
Wird ein primäres Amin der Formel III (R, -H) verwendet, so
entsteht in einem Schritt das gewünschte Endprodukt; wegen
des relativ niedrigen Siedepunktes dieser Amine ist es dabei
009818/1893
BAD
meist notwendig, die Siedetemperatur des Gemisches durch
Zusatz eines höher siedenden, unter den Reaktiönsbedingungen
inerten Verdünnungsmittels, z.B. eines aromatischen Kohlenwasserstoffs wie Toluol, auf den für die Reaktion günstigen
Temperaturbereich (50 bis lOO6) zu erhöhen oder die
Reaktion in einem Druckgefass durchzuführen. Nach einer Variante des Verfahrens setzt man ein sekundäres Amin der Formel III (R- = Benzyl) ein, das - schon durch seinen höheren
Siedepunkt - für. die durchzuführende Umsetzung besonders geeignet ist j aus dem so gewonnenen Produkt kann die Verbindung der Formel I durch hydrögenolytische Abspaltung der Benzylgruppe,
beispielsweise durch-Schütteln mit Palladium und
Wasserstoff in einem unter den Reäktionsbedingungen inerten
lösungsmittel, leicht erhalten werden.
Die Endprodukte des Verfahrens können als freie Basen oder in
Form ihrer Salze nach bekannten Methoden isoliert und gerei'-nigt werden. Sie stellen farblose, meist kristalline Stoffe
dar, die in Wasser wenig, in organischen Lösungsmitteln meist gut löslich sind. Mit dem Keller-Reagens (Eisen-III-chlorid
enthaltender Eisessig und konzentrierte Schwefelsäure) und
dem Van Urk-R.eagens (p-Dimethylaminobenzaldehyd und verdünnte
Schwefelsäure) geben sie im allgemeinen charakteristische
Färbungen*
Die Erfindung umfasst auch die Herstellung von Säureadditionssalzen der neuen Verbindungen, z.B. mit anorganischen Säuren
wie Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, oder mit organischen Säuren wie Fumarsäure, Maleinsäure,
Weinsäure, Benzoesäurei Methan-, Aethan- oder p-Toluolsulfansäure
usw.
Die neuen Verbindungen zeichnen sich im Tierversuch durch interessante pharmakodynamisehe Eigenschaften aus. Insbesondere besitzen sie eine ausgeprägte, langanhaltende bradykarde
' ' 009818/1893 ^,^
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und eine gewisse blutdrucksenkende Wirkung. Sie beeinflussen
Adrenalineffekte am Blutdruck nicht, hemmen aber die durch Adrenalin erzeugte Tachykardie. Die Verbindungen entfalten
eine Hemmwirkung gegenüber Kreislaufeffekten djes Isoprena- ■
lins [l-(3>4-Dihydroxyphenyl)-2-isopropylamino-äthanol] und besitzen demnach eine Blockerwirkung auf die β-Rezeptoren des
adrenergischen Nervensystems.
Die Verbindungen können deshalb in der Therapie verwendet
werden, insbesondere zur Prophylaxe oder .Behandlung von Co- ,
ronarerkrankungen und anginösen Beschwerden, zur Behandlung
von Herzarrhythrnien und Rhythmusstörungen, die mit einer
Tachykardie einhergehen.. Vorzugsweise gelangen sie in Form ihrer wasserlöslichen, physiologisch verträglichen Salze
zur Anwendung. Die mittlere Tagesdosis kann 1 bis 50 mg betragen.
Als Heilmittel können die neuen Verbindungen allein oder in
entsprechenden Arzneiformen enteral oder parenteral verabreicht werden. Zur Herstellung geeigneter Arzneiformen werden
sie mit anorganischen oder organischen pharmakologiseh indifferenten
Hilfsstoffen verarbeitet; man verwendet beispielsweise für Tabletten und Dragees: Milchzucker, Stärke, Talk,
Stearinsäure usw. ; für Injektionspräparate: Wasser, Alkohole,
Glycerin, pflanzliche OeIe usw.; für Suppositorien: natürliche
oder gehärtete OeIe und Wachse usw.
Ausserdem können die Zubereitungen geeignete Konservierungs-,
•Stabilisierurigs- oder Netzmittel, LösungsVermittler, Süss-
oder Farbstoffe, Aromantien usw. enthalten.
4-Hydroxyindol-Derivate, die im Pyrrolring eine Methylgruppe
tragen, können beispielsweise folgendermassen erhalten v/erden:
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■. - 5 - 100-2098
1* Methylgruppe in 1-Steilung: Man methyliert ty-Benzyloxyindol,
beispielsweise durch Umsetzung mit Methyljodid in
flüssigem Ammoniak unter zusatz von Natriumamid, und spaltet
anschliessend die Benzylgruppe hydrogenolytisch ab/ z.B.
durch Schütteln mit Palladium und Wasserstoff in Methanol.
2. Methylgruppe in 3-Steilung: Man führt 4-Benzyloxyindol
mit Formaldehyd und Dimethylamin in schwach saurer Losung in
das entsprechende Benzyloxygramin über und hydriert dieses
über Palladium in Methanol, wobei gleichzeitig Abspaltung der Dimethylamino- und der Benzylgruppe erfolgen..
3. Methylgruppe in 2-Stellung: Man führt 4-Benzyloxy-indol-2-carbonsäure
über das Säureehlorid in das Dimethylamid über, reduziert dieses mit Lithiumaluminiumhydrid zum entsprechenden
Dimethylamin, das man mit einem Methylhalogenid quartarisiert.
Durch Verkochen mit wässerigem Natriumcyanid gewinnt man hieraus 2-Cyanomethyl-4-benzyloxy-indolj hydroIy- siert
dieses und decarboxyliert die erhaltene Säure; die Benzylgruppe wird hydrogenoIytisch abgespalten. Das obige Dimethylamin
kann auch direkt zu 4-Hydroxy-2-methylindol hydriert werden. - ,
In den nachfolgenden Beispielen, welche die Ausführung des
Verfahrens erläutern, den Umfang der Erfindung aber in keiner
Weise einschränken sollen, erfolgen alle Ternperaturaiigaben in
Celsiusgradenj die Schmelz- und Siedepunkte sind nicht korrigiert*
.
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Eine Lösung von 2,25 g Natriumhydroxid in 50 ml Wasser wird
unter Stickstoff atmosphäre und unter Rühren mit 7*3 g 4-Hydroxy-indol
und anschliessend mit 4,5' ml Epichlorhydrin ver-» '
setzt. Man rührt während 24 Stunden bei Raumtemperatur weiter,
extrahiert das Reaktionsgemisch 4 mal mit Methylenchlorid und dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat getrockneten organischen Schichten unter vermindertem Druck
ein. ,
Der ölige Rückstand wird in 50 ml. Toluol und 50 ml Isopropylamin aufgenommen und während 2Y2 Tagen bei einer Badtemperatur
von 70° am Rückfluss erhitzt. Man dampft unter vermindertem
Druck zur Trockne ein, schüttelt den Rückstand 3 mal
zwischen Essigester und IN Weinsäurelösung und versetzt hierauf
die vereinigten weinsauren Phasen bis zur alkalischen Reaktion mit 5 N Natronlauge. Der ausgefallene Niederschlag
wird filtriert, mit Wasser gewaschen uhd aus Aethanol umkristallisiert.
Smp. 171 bis 173° (Nadeln).
Keller'sehe Farbreaktion (0,2 mg) : olivgrün
Van Urk'sche Farbreaktion (1 mg) : vor Belichtung lila, nachher
dunkel lila-violett
Beispiel 2; i~Methyl-4-^2-hydrox^23-is2Brogylamino-Dropoxy}-indol
Man geht von 2,73 g Natriumhydroxid in 65 ml Wasser; 10 g 1-Methyl-4-hydroxy-indol
und 7,4 ml Epichlorhydrin aus und verfährt analog zu der für Beispiel 1 gegebenen Vorschrift. Smp.
79 bis 8l° (aus Essigester/Aether).
Keller'sehe Farbreaktion (0,2 mg) j dunkelblau
Van Urk'sche Farbreaktion (1 mg) : rotviolett ^ t
00 9818/ 1813 bad ordinal
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l-Methyl-^-hydroxy-indol (Smp. 89 bis 91° λ Drusen aus Benzol/
Ligroin) erhält man durch Entbenzylierung von l-Methyl-4-benzyloxy-indol
(Smp,. 71 bis 73°> Prismen aus Aether) mit '
Wasserstoff in Gegenwart eines 5 % Palladium-Katalysators auf Aluminiumoxid. l-Methyi-4-benzyloxy-indol wird durch Methylierung
von 4-Benzyloxy-indol mit Methyljodid in flüssigem
Ammoniak unter Zusatz von Natriumamid erhalten*
Beispiel 3: 2ζϊ3®^ΐϊϊϊζίίΐ:ί§ζ
propoxy}indol
propoxy}indol
Eine Lösung von 5#8 gNatriumhydroxid in 140 ml Wasser wird
unter Stickstoffatmosphäre und unter Rühren mit 21,2 g 3-Methyl-4-hydroxy-indol
-und anschliessend mit 17 ml Epichlorhydrln
versetzt. Man rührt während 15 Stunden bei Raumtemperatur
weiter\t. extrahiert das Reaktionsgemisch 5 mal mit
100 ml Chloroform und dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat
getrockneten organischen Schichten unter vermindertem
Druck ein. Als Rückstand verbleibt ein OeI, das in 90 ml
Toluol und 90 ml Isopropylamin 3 Tage zum Sieden erhitzt wird.
Man dampft im Vakuum zur Trockne ein, schüttelt den P.ückstand
3 mal zwischen Essigester und 1 N Weinsäure aus und versetzt
dann die 'vereinigten weinsauren Phasen bis zur alkalischen Reaktion
mit 5 K Natronlauge» Nun schüttelt man die alkalische
LösungΛ mal mit 100 ml Chloroform aus, trocknet die Auszüge
über Magnesiumsulfat und verdampft das Lösungsmittel im Vakuum, Der ölige, zähe Rückstand lässt sich aus Benzol mit wenig Ligroin
kristallisieren. Smp. 95 bis 97°·
Keller'sehe Farbreaktion (0,2 mg) : oliv .
Van Uric's ehe Farbreaktion (1 mg) s blauviolett
Das als Ausgangsprodukt benötigte 3-Methyl-4-hydroxy-indol erhält
man durch Hydrierung von 4-Benzyloxy-gramin (Smp. 194 eis
009018/1883 /,-—*
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198°, Blättchen aus Chloroform) in Gegenwart eines 5 % Palladium-Katalysators
auf Aluminiumoxid, wobei die Dimethylamino- und die Benzylgruppe gleichzeitig abgespalten werden. Smp.
122 bis 124°, aus Benzol. *
Beispiel k\ 4-(2-Hydroxy-3-cyclopropylamino-propoxy)-indol
■■•P11"·^*·1™^^"^·11"·*"*""·· Mb) Mfc #ml ΛΒ>
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Eine Lösung von 2.15 g Natriumhydroxid in 40 ml Wasser wird unter Stickstoffatmosphäre und unter Rühren mit 7 g 4-Hydroxyindol
und anschliessend mit 6,3. ml Epichlorhydrin versetzt.
Man rührt während 20 Stunden bei Raumtemperatur weiter, extrahiert das Reaktionsgemisch 4 mal mit Methylenchlorid und
dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat getrockneten organischen Schichten unter vermindertem Druck ein. Der halbkristalline Rückstand wird in 50- ml Toluol und $0 ml Cyclopropylamin
aufgenommen und während 2 V2 Tagen bei einer Badtemperatur
von 70° am Rückfluss erhitzt. Man dampft unter vermindertem Druck zur Trockne ein, schüttelt den Rückstand 4 mal
zwischen Essigester und 1 N Weinsäurelösung aus und versetzt hierauf die vereinigten weinsauren Phasen bis zur alkalischen
Reaktion mit 5 N Natronlauge. Nun extrahiert man 4 mal mit Methylenchlorid und dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat
getrockneten organischen Schichten unter vermindertem Druck ein. Das verbleibende rohe 4-(2-Hydroxy-3-cyclopropylamino-propoxy)-indol
kristallisiert aus Essigester in Nadeldrusen vom Smp. II8 bis 120°.
Keller'sche Farbreaktion (0,2 mg) jolivgrün
Van Urk'sche Farbreaktion (1 mg) :hellviolett
Man geht von 2,15 g Natriumhydroxid in 40 ml Wasser, 7 g Ί-Hydroxy-indol
und 6,3 ml Epichlorhydrin aus und verfährt analog zu der für Beispiel 4 gegebenen Vorschrift, wobei man
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BAD
. - 9 - lOQ-2098
anstatt Cyclopropylamin sec. Butylamin verwendet. Die im
Titel genannte Verbindung bildet aus Methanöl/Essigester
Prismen vom Smp. 154 bis 156°.
Keller'sehe Farbreaktion(0*2 mg) : olivgrün
Van Ürk/sche Farbreaktion (1 rag) : lila
Beispiel 6: !i"i§
methylindol
Eine Lösung von 3,1 g Natriumhydroxid in 150 ml Wasser wird
unter Stickstoffatmosphäre und unter Rühren mit 11,6 g 4-Hydroxy-2-methylindol
und anschliessend mit 12,4 ml Epi- ·
chlorhydrin versetzt· Man rührt während 24 Stünden bei Raumtemperatur weiter, extrahiert das Reaktionsgemisch 4 mal mit
Methylenchlorid und dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat
getrockneten organischen Schichten unter vermindertem
Druck ein*
Der verbleibende Rückstand wird in 150 ml Dioxan und 50 ml
isopropylamin aufgenommen und während 6 Stunden zum Sieden
erhitzt. Man dampft unter vermindertem Druck zur Trockne ein/ schüttelt den Rückstand 4 mal zwischen Essigester und IN
wässeriger Weinsäurelösung und versetzt hierauf die vereinigten
weinsauren Phasen bis zur alkalischen Reaktion mit 5 N Natronlauge* Nun schüttelt man die alkalische Lösung 6 mal
mit Methylenehlorid aus, trocknet die vereinigten Auszüge über Magnesiumsulfat und verdampft das Lösungsmittel im Vakuum. Der
ölige, zähe Rückstand lässt sich aus Essigester kristallisieren;
Smp. .der im Titel genannten-Verbindung: 95 bis 97°.
Keller'sehe Farbreaktion (0,2 mg) : grauviolett
Van Urk'sche Farbreaktion (!,mg.)"-- i rotbraun
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Das als Ausgangsprodukt benötigte 4~Hydroxy-2-methylindol
(Smp. 112 bis 115°, aus Benzol/Essigester) erhält man durch Hydrierung von ^-Benzyloxy-^-dimethylaminomethylindol (Smp.
117 bis 120°, Drusen aus Benzol) in Gegenwart eines Palladium-Katalysators
(5 % auf Aluminiumoxid).
Eine Lösung von 3*1 g Natriumhydroxid in 150 ml Wasser wird
unter Stickstoffatmosphäre und unter Rühren mit 11,6 g 4-Hydroxy'-2-methylindol
und anschliessend mit 12,4 ml Epichlorhydrin versetzt. Man rührt während 24 Stunden bei Raumtemperatur
weiter, extrahiert das Reaktionsgemisch 4 mal mit
Methylenchlorid und dampft die vereinigten, über Magnesiumsulfat getrockneten organischen Schichten unter vermindertem Druck ein. 1-4,6 g des halbkristallinen Rückstandes werden
in 100 ml Dioxan und 21 g tert. Butylamin aufgenommen und
während l6 Stunden zum Sieden erhitzt. Man dampft unter vermindertem
Druck zur Trockne ein, schüttelt den Rückstand 4 mal zwischen Essigester und IN Weinsäurelösung und versetzt die
vereinigten weinsauren Phasen bis zur alkalischen Reaktion mit 5 N Natronlauge. Nun schüttelt man die alkalische Lösung
4 mal mit Methylenchlorid aus, trocknet die Auszüge über Magnesiumsulfat und verdampft das Lösungsmittel im Vakuum.
Das ölige Rohprodukt wird nun mit Benzol + 1 % Methanol durch
150 g Aluminiumoxid filtriert, das Piltrat eingedampft und das
verbleibende 4- (2-Hydroxy-3-tert. butylaminopropoxy)-2-methyl;·
indol aus Essigester kristallisiert. Smp. 131 bis 133°·
Keller'sehe Farbreaktion (0,2 mg) : violett
Van ürk'sche Farbreaktion (1 mg) : rot
ORIGINAL ■
009818/1893
100-2098
OH
-CHH
II
III
00 9818/1893
Claims (6)
1. Indolderivate der Formel I, worin R · Wasserstoff oder
eine Methylgruppe, die in Position 1, 2 oder 3 des Indolgerüstes
steht, bedeutet und R_ für die Isopropyl-, Cyclopropyl-,
sec.Butyl- oder tert.Butylgruppe steht, und ihre
'Säureadditionssalze.
2. 4-(2-Hydroxy-3-isöpropylamino-propoxy)-indol und seine
Säureadditionssalze
3· 4-(2-Hydroxy-3-isopropylaminopropoxy)-2-methylindol und
seine Säureadditionssalze
ti
4 * 4-(2-Hydroxy-3-tert.butylaminopropoxy)-2-methylindöl
und seine Säureadditionssalze
5* Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate der Formel ■t, worin R "Wasserstoff oder eine Methylgruppe, die in Position
1, 2 oder 3 des Indolgerüstes steht, bedeutet und FU für
die Isopropyl-, Cyclopropyl-, sec.Butyl- oder tert.Butylgruppe
steht, und ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II, worin R, obige
Bedeutung besitzt, in Form eines Alkalimetallsalzes mit EpI-chlorhydrin
umsetzt, das rohe Reaktionsprodukt anschliessend
mit einem AmIn" der Formel III, worin Rp obige Bedeutung besitzt
und R, für ein Wasserstoffatom oder eine Benzylgruppe
steht, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels erhitzt, hierauf eine allfällige Benzylgruppe hydrogenolytisch abspaltet
und die erhaltene Verbindung gewünschtenfalls mit einer anorganischen
oder organischen Säure behandelt.
Neue UlWiagen i^/ äi.At** m.
BAD 009818/1893
- 13 - 100-2098
6. Heilmittel* dadurch gekennzeichnet» dass es teilweise oder
zur Gänze aus einer oder mehreren Verbindungen .der Formel I
bzw. ihren Säureadditionssalzen besteht«
SE»
Der Patentanwalt:
QG98T8/ 1813
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