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DE1619113C - Verfahren zur Herstellung von textlien Flachengebilden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von textlien Flachengebilden

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Publication number
DE1619113C
DE1619113C DE19661619113 DE1619113A DE1619113C DE 1619113 C DE1619113 C DE 1619113C DE 19661619113 DE19661619113 DE 19661619113 DE 1619113 A DE1619113 A DE 1619113A DE 1619113 C DE1619113 C DE 1619113C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
fiber
nonwovens
fiber material
materials
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661619113
Other languages
English (en)
Other versions
DE1619113A1 (de
Inventor
Wladislaw B Moskau Tichomirow
Original Assignee
Moskowskij textilnij Institut, Moskau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Moskowskij textilnij Institut, Moskau filed Critical Moskowskij textilnij Institut, Moskau
Publication of DE1619113A1 publication Critical patent/DE1619113A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1619113C publication Critical patent/DE1619113C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

beispielsweise zu der Herstellung von Kunstleder Polyvinylacetat in einer Gewichtsmenge von .0% zur Verwendung gelangen. gebildet wird. Aus den mit Polyvinylacetat überzogenen
Die Eigenschaften der erfindungsgemäß herge- Fasern wird sodann nach einem aerodynamischen stellten Faserwerkstoffe können durch zusätzliche Verfahren ein Vlies mit einem Einheitsgewicht von Anwendung bekannter Behandlungsmethoden, welche 5 700 g/m2 geformt. Durch anschließendes Verpressen in der Fertigungstechnik geleimter bzw. verkitteter des Vlieses bei einer Temperatur von 1800C unter Faserwerkstoffe zur Anwendung gelangen, modifiziert einem Druck von 8 bis 10 kg/cm2 erhält man einen werden, beispielsweise durch eine Nadelbearbeitung Werkstoff, der eine Reißfestigkeit von 400 kg/cm2 unter Durchstechen der Vliese, durch Schrumpfen, und eine Reißdehnung von 32% aufweist.
Auflösen bzw. Anquellen eines Teils der Faser- io .
komponenten, zusätzliches Durchtränken des Vlieses Beispiel 2
mit anderen bekannten Bindemittelarten, Auftragen Polypropylen-Fasern, deren mittlerer Durchmesser
eines polymeren Überzuges auf das behandelte Faser- 22 bis 24 μ beträgt, erhitzt man an der Luft auf 1200C vlies, Kombinieren von Vliesen mit Punktstruktur und danach bei einer Temperatur von 150 bis 200° C in mit Geweben, Folien oder anderen Materialien. 15 Vinylacetatdampf. Man erhält Fasern mit einer
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge- Oberflächenschicht aus Polyvinylacetat in einer Gestellten nichtgewebten textlien und faserverstärkten wichtsmenge von 30 % und aus denen man nach einem Werkstoffe \veisen hohe Festigkeiten, die mit deren mechanischen Verfahren ein Vlies mit einem Einheits-Punktstruktur zusammenhängen, sowie gute Ver- gewicht von 120 g/m2 formt. Nach Verpressen des formungseigenschaften auf. Aus natürlichen Textil- 20 Vlieses bei einer Temperatur von 150 bis 2000C und fasern können Werkstoffe solcher Festigkeit her- einem Druck von 20 kg/cm2 gewinnt man einen Werkgestellt werden, wie sie die nach bekannten Verfahren stoff mit einer Reißfestigkeit von über 40 kg/cm2,
hergestellten Werkstoffe nicht besitzen. . .
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch B e 1 s ρ 1 e 1 4
eine hohe Wirtschaftlichkeit aus, weil keine fertigen 25 Ein Baumwollvlies übergießt man mit einer Lösung polymeren Bindemittel, sondern deren Monomere von Styrol in Methanol und aktiviert dann das imverwendet werden, welche leichter zugänglich und prägnierte Vlies mit y-Strahlen, Co60. Nach dem billiger sind. Darüber hinaus kann der Verbrauch Trocknen und Pressen bei einer Temperatur von an Bindemitteln gegenüber demjenigen bei früheren 150 bis 18O0C unter einem Druck von 10 kg/cm2 Verfahren ohne Beeinträchtigung der Eigenschaften 30 erhält man einen Werkstoff mit einer Reißfestigkeit der Fertigprodukte wesentlich verringert werden, weil von über 50 kg/cm2,
sich das Bindemittel in solchen Werkstoffen viel . .
zweckmäßiger verteilt. Beispiels
Die erfindungsgemäße Herstellung einiger Arten Glasfasern werden im Vakuum mit Titantetrachlorid
von Werkstoffen wird in den nachstehenden Bei- 35 und dann mit Styroldämpfen bei 200C behandelt;
spielen näher erläutert. man erhält Fasern mit einer Oberflächenschicht von
. ·.-, Polystyrol. Aus den Fasern formt man ein Vlies und
Beispiel 1 verpreßt dieses bei einer Temperatur von 2000C und
Ein Vlies aus Polyamidfasern mit einem mittleren einem Druck von 8 bis 10 kg/cm2. Der erhaltene Durchmesser von 18 bis 20 μ (Einheitsgewicht des 40 glasfaserverstärkte Kunststoff ist als Konstruktions-Vlieses 70 g/m2) wird im Styroldampf (gereinigt vom werkstoff verwendbar.
Inhibitor durch Vakuumdestillation) durch Bestrahlen Ώ . .
mit y-Strahlen Coeo bei 20° C aktiviert, worauf sich an B e 1 s ρ 1 e 1 ö
der Faseroberfläche das Polystyrol in Form einer Ein Vlies aus mit Polyvinylacetat überzogenen
Oberflächenschicht bildet, dessen Gewicht etwa 20 % 45 Polyesterfasern, hergestellt nach dem im Beispiel 2 vom Gewicht der Polyamidfasern ausmacht. Sodann beschriebenen Verfahren, kombiniert man mit einem wird das Vlies einem Preßdruck von 8 bis 10 kg/cm2. Vlies, das gleichartig gewonnen wurde, jedoch nur bei einer Temperatur von 1800C unterworfen, wo- 10 Gewichtsprozent Polyvinylacetat enthält. Zwischen durch die Fasern miteinander unter Bildung eines die beiden Vliese bringt man Mullgewebe ein. Den Werkstoffes mit gleichmäßiger Struktur sowie einer 50 gewonnenen kombinierten Werkstoff bearbeitet man Reißfestigkeit von 50 kg/cm2 und einer Zerreißdehnung auf einer Nadelstechmaschine und unterwirft ihn sovon 15% verkitten. dann bei einer Temperatur von 1800C einem Druck
. ·19 von 2 kg/cm2. Im Ergebnis erhält man einen volumi-
Beispiel / nösen Werkstoff mit einer Reißfestigkeit von 100 kg/
Polyesterfasern werden mit y-Strahlen Co60 bei 90° C 55 cm2. Trägt man auf diesen Werkstoff einen Überzug in Gegenwart von Vinylacetatdämpfen aktiviert, wo- auf der Grundlage von Polyvinylchlorid mit 40 % durch auf den Fasern eine Oberflächenschicht aus Dibutylphthalat auf, so erhält man ein Kunstleder.

Claims (1)

1 . ■ 2
- In Abänderung der vorgenannten Verfahren wurde
Patentanspruch: der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde
gelegt, aus beliebigem Fasergut in einfacher Weise
Verfahren zur Herstellung von textlien Flächen- und mit geringen Kosten verleimte flächenförmige gebilden, die aus mittels thermoplastischer Binde- 5 Faserwerkstoffe, die eine erhöhte Haltbarkeit und eine mittel verleimten Faservliesen bestehen, da- Punktstruktur aufweisen, herzustellen, ohne daß eine durch gekennzeichnet, daß man vollständige Überführung des Fasermaterials in ein
(A) vor oder nach der Verarbeitung der Fasern Pfropf polymerisat erforderlich wäre.
zum Faservlies auf die Fasern zu Thermo- Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herplasten polymerisierbare organische Mono- io stellung von textlien Flächengebilden, die aus mittels mere in an sich bekannter Weise unter ober- thermoplastischer Bindemittel verleimten Faservliesen flächlicher Aufpfropfung und Polymerisation ' bestehen, gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, aufbringt und man ■ daß man
(B) die Faservliese danach- mittels Druckerhitzen (A) vor oder nach der Verarbeitung der Fasern zum verformt. · ' 15 Faservlies auf die Fasern zu Thermoplasten
polymerisierbare organische Monomere in an sich bekannter Weise unter oberflächlicher Auf-'
. . . pfropfung und Polymerisation aufbringt und man
(B) die Faservliese danach mittels Druckerhitzen ver-20 formt.
Die'Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung Das neuartige Verfahren hat den Vorteil einer
von porösen und nichtporösen textlien Flächen- besseren mechanischen Haltbarmachung bzw. Vergebilden, die aus Faservliesen und thermoplastischen steifung der Textilgebilde, vorzugsweise zwecks Her-_ Polymerisaten als Bindemittel bestehen und als textile stellung von kunstlederartigen Flächengebilden, wosowie als Konstruktionswerkstpffe verwendet werden 25 gegen das zuletzt genannte bekannte Verfahren nur können. die oberflächlichen ■ Eigenschaften des Fasergutes
Bekannt sind Verfahren zur Herstellung verleimter verbessern kann. ■ . .
Faserwerkstoffe, die darauf beruhen, daß man in das Das mit den Monomeren beladene lose Fasergut
Fasergut, ζ. B. in ein Faservlies oder ein Fädengebilde, kann zuvor mit anderen Fasern bzw. mit in einer ein polymeres Bindemittel in Form von Dispersionen, 30 andersartigen Weise erfindungsgemäß beladenem Faser-Lösungen, Pulvern oder Fasern einführt und die gut gemischt und erst dann zu Vliesen geformt und Bindung des Bindemittels an die Fasern durch eine anschließend einer den Pfropf- und Polymerisationsgeeignete Behandlung, wie Erhitzen oder Einwirken Vorgang beendenden Behandlung unterworfen werden, chemischer Reagenzien, beschleunigt und verstärkt. Es können auch zwei oder mehrere Arten von Vliesen Hierbei gelingt es aber nicht, das Bindemittel im 35 schichtweise miteinander kombiniert werden.
Fasergut zweckmäßig zu verteilen; eine große Menge Das Aufbringen des Monomeren auf der Faser-
von Bindemitteln wird nicht nutzbringend verwertet, oberfläche kann in flüssiger oder gasförmiger Phase so daß die geleimten Faserstoffe unbefriedigende nach bekannten Verfahren durchgeführt werden, Eigenschaften, beispielsweise eine geringe Reißfestig- indem man die Fasern in der Flüssigkeit oder in den keit, die faserverstärkten Plaste dagegen eine erhöhte 40 Dämpfen der Monomeren hält und dann diese in die Steifheit und eine geringe Biegsamkeit aufweisen. Form von Homopolymeren bzw. Pfropfpolymerisaten
Es sind auch Verfahren zur Herstellung verleimter überführt. Hierbei wird auf das Fasergut in der Faserwerkstoffe bekannt, die auf der sogenannten Regel etwa 10 bis 30 Gewichtsprozent Polymer aufAnwendung heterogener Fasern beruhen, d. h. Fasern, gebracht, d. h. in einem Verhältnis von Fasergut zum die aus mindestens zwei Komponenten verschiedener 45 Polymer von etwa 10:1 bis 10: 3. Die auf der Faser-, Herkunft bestehen, wobei die auf die Oberfläche einer oberfläche polymerisierten Bindemittel können zur Faserart aufgebrachte Deckschicht, die mindestens Förderung des Verkittens der Fasern nach ver-20 bis 40% vom Fasergewicht ausmacht, die Funktion schiedenen bekannten Verfahren, wie mittels Wärmeeines Bindemittels ausübt. Ein Nachteil dieser Ver- behandlung in Verbindung mit Pressen und ohne fahren besteht darin, daß hierzu keine Naturfasern 50 Pressen oder durch Behandlung mit chemischen und synthetischen Kurzfasern, sondern lediglich Reagenzien, aktiviert werden.
endlose Synthesefäden verwendet und daß diese Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es,
Fasern nur bei der Aufbereitung des Faserrohstoffes Flächengebilde aus Kurzfasern oder aus endlosen vor der Vliesbildung eingeführt werden können. Fasern beliebiger Herkunft und beliebiger Länge
Ferner ist bekannt, polymerisierbare Monomere 55 herzustellen, beispielsweise aus Naturfasern wie Baumin Dampfform auf flächenförmige Fasergebilde wie wolle, Wolle oder Leinen, Synthese- bzw. Kunstfasern, Gewebe unter ionisierender Bestrahlung oder in wie Polyamid-, Polyester-, Celluloseacetat-, Kollagenanderer Weise aufzupfropfen und damit die Faser- fasern, sowie Glas- und Asbestfasern. Die Obergebilde in ihren Eigenschaften oberflächlich zu ver- flächenschicht der anorganischen Silikatfasern kann ändern. Weiterhin ist bekannt, ein Polyamidgarn 60 aus verschiedenen Polymeren, wie Polyvinylacetat, durch Behandeln mit einem ungesättigten Säureamid Polystyrol oder Polyamiden, bestehen,
in ein einheitliches Pfropfmischpolymerisat über- Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht die
zuführen, dann das Garn in die gewünschte Form zu Herstellung sehr verschiedenartiger Flächengebilde bringen, hierauf es der Einwirkung von überhitztem mit vielen wertvollen Eigenschaften. Solche Werk-Dampf auszusetzen und schließlich zwecks Fixierung 65 stoffe können als nichtgewebte Textilbahnen, z. B. der Faserform zu trocknen oder zu kühlen. Dieses auch als Filtrier- und Dichtungsstoffe, sowie als Verfahren dient vorzugsweise zur Gewinnung von Konstruktipnswerkstoffe, insbesondere als glasfaserknitterfestem Fasergut. verstärkte flächenförmige Kunststoffe geringer Dichte,
DE19661619113 1966-01-20 1966-01-20 Verfahren zur Herstellung von textlien Flachengebilden Expired DE1619113C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM0068079 1966-01-20
DEM0068079 1966-01-20

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1619113A1 DE1619113A1 (de) 1969-07-03
DE1619113C true DE1619113C (de) 1973-04-05

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