-
Verfahren zur Herstellung von Dithiolphosphorsäuretriestern Die vorliegende
Erfindung betrifft Dithiolphosphorsauretriester der allgemeinen Konstitution
welche fungizide Eigenschaften besitzen, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
-
In vorgenannter Formel steht R für einen niederen Alkyl-, Halogenalkyl-,
Alkenyl-, einen Cycloalkyl-, Phenyl- oder Halogenphenylrest, während R' ein Halogenatom,
eine Nitro-, niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeutet und n den Wert null, 1, 2
oder 3 hat.
-
Aus der französischen Patentschrift Nr. 1,378,035 sind bereits (Thino)Dithiolphosphorsäure-diester-monoamide
der allgemeinen Struktur
bekannt, wobei R5 und Rb Wasserstoffatome, Alkyl- oder Arylreste
bedeuten können und Rc bzw. Rd u.a. Für Arylreste stehen, während X ein Sauerstoff-
oder Schwefelatom darstellt. Nach den Angaben der vorstehend genannten französischen
Patentschrift sind diese Verbindungen zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und
Pflanzenkrankheiten geeignet.
-
Es wurde nun gefunden, daß S,S-Dibenzyldithiolphosphorsäuretriester
der oben angegebenen Struktur (I) erhalten werden, wenn man Phosphorsäuremonoesterdihalogenide
der allgemeinen Konstitution
mit Benzylmercaptanen der Formel
in Gegenwart von Säurebindemitteln umsetzt.
-
Die verfahrensgemä# erhältlichen S,S-Diphenyldithiolphosphorsäuretriester
zeichnen sich durch hervorragende fungitoxische Eigenschaften bei nur geringer Warmblütertoxizität
aus; sie sind in dieser Hinsicht überraschenderweise bekannten analog gebauten,
für den gleichen Zweck bereits vorgeschlagenen Proedukten eindeutig überlegen und
steilen somit eine echte Bereicherung der Technik dar. Der Verlauf des erfindungsgemä#en
Verfahrens sei anhand des foLgenden-Reaktionsschemas naher er1autert:
In den Formeln (III) bis (V) haben die Symbole R, R' und n die weiter oben angegebene
Bedeutung, während Hal für ein Halogenatom steht.
-
Vorzugsweise bedeutet R jedoch einen geraden oder verzweigten, gegebenenfalls
ein- oder mehrfach halogensubstituierten Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen, z.B. den
Methyl-, Äthyl-, n- und Isopropyl-, n-, iso-, sec.- und tert.-Butyl-, n-, sec.-
und tert.-Amyl-, n-Hexyl-, 2-Chloräthyl-, 2,2,2-Trichloräthylrest, ferner-eine Alkenylgruppe
mit maximal 4 Kohlenstoffatomen beispielsweise den Allyl- oder Crotonylrest. Weiterhin
steht R vorzugsweise für einen Cyclohexyl-, ferner Mono-, Di- und Trialkylcyclohexyl-
wie den 2- bzw. 3- oder 4-Methylcyclohexyl-, den 1,1-, 1,2-, 1,3- und 1,4-Dimethylcyclohexyl-,
2-, 3- und 4-Athyl-,-Propyl-und-tert.-Butyl-cyclohexylrest.
-
Schließlich stellt R bevorzugt auch einen Phenyl-, Mono-, Di-und Trichlorphenylrest
dar.
-
R' bedeutet vorzugsweise Chlor, Brom oder Fluor, die Nitro-, Methyl-
oder Methoxygruppe, Hal ein Chlor-oder Bromatom und n hat bevorzugt den Wert null
oder 1. Als Beispiele für verfahrensgemäß umzusetzende Phosphorsäuremonoesterdihalogenide
der Struktur (III) seien genannt: O-Methyl-, -Äthyl-, -n-Propyl-, -iso-Propyl-,
-n-Butyl-, -iso-Butyl-, -sec.-Butyl-, -tert.-Butyl-, -2-Chlorthyl-,
-Cyclohexyl-,
-2-, -3- und -4-Methylcyclo-hexyl-, -4-tert.-Butylcyclohexyl, -Phenyl-, -2-, -3-
und -4-Chlorphenyl-, -2,4- bzw. 3,4-Dichlorphenyl-, -2,4,5-, -3,4,5- und -2,4,6-Trichlorphenylphosphorsäuremonoesterdichlorid.
-
An erfindungsgemäß umzusetzenden Benzylmercaptanen der allgemeinen
Konstitution (IV) seien beispielsweise erwähnt: Benzyl-, 2-, 7- und 4-Chlorbenzyl-,
2-, 3- und 4-Methylbenzyl-, 4-Isopropylbenzyl-, 4-Methoxybenzyl-, 2-, 3- und 4-Nitrobenzyl-,
2- und 4-Brombenzylmercaptan.
-
Die gemäß vorliegender Erfindung als Ausgangsstoffe zu verwendenden
Phosphorsäureinonoesterdihalogenide sind zum größten Teil bereits in der Literatur
beschrieben. Sie können nach bekannten Methoden aus den Phosphoroxyhalogeniden durch
Umsetzung mit den entsprechenden Alkoholen oder Phenolen häufig ohne Mitverwendung
von Säureakzeptoren hergestellt werden. Die auf diese Weise erhältlichen Rohprodukte
kann man meist ohne vorherige destillative Reinigung sofort im rinne der vorliegenden
Erfindung weiterumsetzen.
-
Das beanspruchte Verfahren wird bevorzugt in Gegenwart von Lösungsmitteln
bzw. Verdiinnungsmitteln durchgeführt. Als solche kommen praktisch alle inerten
organischen Solventien in Retracht. Besonders bewährt haben sich jedoch gegebenenfalls
chioriertealiphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid,
Di-, Tri- und Tetrachloräthylen, Chloroform, Tetrschlorkohlenstoff7 Benzin, Benzol,
Chlorbenzol, Toluol und
Xylol; Äther, z.B Diäthyl- und Di-n-butyläther,
Dioxan, Tetrahydrofuran; niedermolekulare aliphatische Ketone und Nitrile, beispielsweise
Aceton, Methyläthyl-, Metbylisopropyl- und Methylisobutylketon, Aceto- und Proprionitril,
ferner niedrig siedende aliphatische Alkohole, wie Methanol, Äthanol und Isopropanol.
-
Wie oben bereits erwähnt, führt man die verfahrensgemäße Umsetzung
in Anwesenheit von Säurebindemitteln durch. Es können für diesen Zweck alle gebräuchlichen
Säureakzeptoren, wie Alkalihydroxyde, -carbonate und -alkoholate, aber auch tertiäre
organische Basen, z.B. Triäthylamin, Dimethylanilin, Benzyldimethylamin und Pyridin
verwendet werden. Statt in Gegenwart von Säurebindemitteln zu arbeiten, ist es ebenso
gut möglich, zunächst die Salze, bevorzugt Alkali- oder Ammoniumsalze der betreffenden
Benzylmercaptane in Substanz herzustellen und diese anschließend mit den entsprechenden
Phosphorsäuremonoesterdihalogeniden umzusetzen.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren kann innerhalb eines größeren Temperaturbereichs
mit Erfolg durchgeführt werden. Im allgemeinen arbeitet man zwischen -20 0C und
dem Siedepunkt der Mischung, vorzugsweise bei 0 bis 1000C.
-
Die Umsetzung wird bevorzugt unter Normaldruck durchgeführt, jedoch
kann auch bei ber- oder Unterdruck gearbeitet werden.
-
Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt man im allgemeinen
pro Mol des betreffenden Phosphorsäuremonoesterdihalogenids
zwei
Mol Benzylmercaptan ein; jedoch kann letzteres auch im Überschuß angewendet werden.
-
Weiterhin wird das Phosphorsäuremonoesterdihalogenid zweckmäßig bei
den oben angegebenen Temperaturen unter Rühren zu der Lösung oder Suspension des
betreffenden Benzylmercaptans (bzw. des entsprechenden Mercaptids) getropft. Dabei
ist - weil die Umsetzung meist mit mehr oder minder stark positiver Wärmetönung
verläuft - manchmal eine äußere Kühlung der Mischung notwendig.
-
Schließlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen, das Reaktionsgemisch
nach Vereinigung der Ausgangskomponenten zur Vervollständigung der Umsetzung noch
längere Zeit (1 bis 5 Stunden oder über Nacht) gegebenenfalls unter Erwärmen zu
ruhren. Man erhält in diesem Falle die Verfahrensprodukte mit besonders guten Ausbeuten
sowie in hervorragender Reinheit.
-
Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt nach prinzipiell bekannten
Methoden durch Ausgießen des Ansatzes in Wasser, Trennung der Schichten, Waschen
und Trocknen der organischen Phase, Abdestillieren des Lösungsmittels - soweit möglich
-fraktionierte Destillation des Rückstandes unter vermindertem Druck.
-
Die verfahrensgemäß erhältlichen Dithiolphosphorsäuretriester fallen
entweder in Form kristalliner Verbindungen mit scharfem Schmelzpunkt an, die sich
durch Umkristallisieren aus den gebräuchlichen Lösungsmitteln leicht weiter reinigen
lassen oder sie stellen farblose bis gelbe wasserunlösliche Öle dar, welche nur
zum Teil unter stark vermindertem Druck ohne Zersetzung
destilliert
werden können. Sofern dies nicht möglich ist, kann man die erfindungsgemäß erhältlichen
Verbindungen zwecks Reinigung "andestillierenR, d.h. durch längeres rhitzen unter
vermindertem Druck auf schwach bis mäßig erhöhte Temperaturen von den letzten flüchtigen
Verunreinigungen befreien.
-
Nach dem erfindungsgemä#en Verfahren können u.a. die folgenden Verbindungen
erhalten werden: 0-Äthyl-, -n-Propyl- un -n-Butyl-S,S-dibenzyl-, 0-Äthyl-, n-Propyl-
und n-Butyl-S,S-di(2- bzw. 4-methyl-benzyl)-, 0-Äthvl-und -Isopropyl-S,S-di(4-chlorbenzyl-)-,
O-Äthyl-S,S-di(4-methoxybenzyl)-, 0-Allyl-S,S-dibenzyl-, O-Äthyl-S,S-di(2,4-dichlorbenzyl)-,
O-Äthyl-S,S-di(4-nitrobenzyl)- O-IsOpropyl-S,S-dibenzyl- und O-Isopropyl-S,S-di-(2-methylbenzyl)-dithiolphosphorsäureester,
0-Phenyl- und O-Cyclohexyl-S,S-dibenzyl-, -S,S-bis-(2- bzw. 4-methylbenzyl)-, -S,S-bis-(4-chlorbenzyl)-,
-S,S-bis-(2,4- bzw. 3,4-dichlorbenzyl)-, -S,S-(2,4,5- bzw.
-
3,4,5- bzw. 2,4,6-trichlorbenzyl)-, -S,S-bis-(2- bzw. 3- bzw.
-
4-methoxybenzyl)-, -S,S-bis-(2- bzw. 3- bzw. 4-nitrobenzyl)-dithiolphosphorsäureester
sowie die entsprechenden 0-Trimethylcyclohexyl-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureester.
-
Wie bereits erwähnt, besitzen die Verfahrensprodukte eine starke fungitoxische
Wirksamkeit gegen eine Reihe von pilzlicnen Krankheitserregern. Aufgrund dieser
Tatsache sowie im Hinblick auf ihre geringe Warmblütertoxizität sind sie daher zur
Bekämpfung unerwünschten Pilzwachstums besonders geeignet, wobei dS gute
Verträglichkeit
für höhere Pflanzen ihren Einsatz gegen Pilzkrankheiten besonders begünstigt. Die
erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen können als fungitoxische Mittel im Pflanzenschutz
gegen Pilze der verschiedensten Klassen, z.B. Archimyceten, Phycomyceten, Ascomyceten,
Basidiomyceten und Fungi imperfecti, angewendet werden.
-
Besonders bewährt haben sich die Verfahrensprodukte jedoch bei der
Bekämpfung von Reiskrankheiten, da sie eine vorzügliche protektive und kurative
Wirkung gegen Piricularia oryzae an Reis besitzen.
-
Darüber hinaus können sie auch zur dekämpfung weiterer pilzsicher
Krankheitserreger an £teis- und anderen Kulturpflanzen Verwendung finden. Eine besondere
Wirkung besitzen sie gegen folgende Pilzarten: Cochliobolus miyabeanus Mycosphaerella-Arten
Corticium-Arten Cerospora-Arten Alternaria-Arten Botrytis-Arten
Außerdem
zeigen die erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoffe eine sehr gute Wirkung gegenüber
Pilzen, die die Pflanze vom Boden her angreifen und teilweise Tracheomycosen verursachen,
wie Fusarium cubense, Fusarium dianthi, Verticillium alboatrum und Phialophora cinereecens.
-
Bei der Anwendung als fungitoxische Mittel kann man die erfindungsgemäß
herstellbaren Wirkstoffe entweder einzeln oder in Kombination untereinander zum
Einsatz bringen. Ferner ist eine Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln, wie
Fungiziden, Herbiziden, Insektiziden und Bakteriziden möglich.
-
Je nach ihrem Anwendungszweck können die neuen Wirkstoffe in die üblichen
Formulierungen übergeführt werden, wie Lösungen, bmulsionen, Suspensionen, Pulver,
Pasten und Granulate. Diese werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Verstrecken
der Wirkstoffe mit Lösungsmitteln und/oder Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung
von Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln, wobei z. B. im Falle der Benutzung
von Wasser als Verdünnungsmittel gegebenenfalls organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel
verwendet werden können (vgl.
-
Agricultural Chemicals, März 1960, Seite 35-38). Als Hilf8-stoffe
kommen im wesentlichen infrage: Lösungsmittel, wie Aromaten (z. B. Xylol, Benzol),
chlorierte Aromaten (z.B.
-
Chlorbenzole), Paraffine (z.3. Erdölfraktionen), Alkohole (z.B. methanol,
Butanol), Amine und Aminderivate (z.B. Athanol-" amin, Dimethylformamid) lxnd Wasser;
Trägerstoffe, wie natürliche
Gesteinsmehle (z.B. Kaoline, Tonerden,
Talkum, Kreide) und synthetische Gesteinsmehle (z.B. hochdisperse Kieselsäure, Silikate);
Emulgiermittel, wie nichtionogene und anionische Emulgatoren (z,B. Polyoxyäthylen-Fettsäure-Ester,
Polyoxyäthylen-Fettalkohol-Äther, Alkylsulfonate und Arylsulfonate) und Dispergiermittel,
wie Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.
-
Wie oben bereits erwähnt, können die erfindungsgemäßen Wirkstoffe
in den Formulierungen in Mischung mit anderen bekannt ten Wirkst offen vorliegen.
-
Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent
Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 %.
-
Die Anwendung der Verfahrensprodukte bzw. ihrer Aufbereitungen als
fungitoxische mittel geschieht in üblicher Weise, z.B. durch Bespritzen, Verstreuen,
Besprühen, Vernebeln. Der aktive Wirkstoff kommt dabei je nach Verwendungszweck
in einer Konzentration von 5 bis 0,0005 % zur Anwendung. Dieser sonzentrationsbereich
kann jedoch in besonderen Fällen auch über- oder unterschritten werden.
-
Die hervorragende fungitoxische Wirkung der erfindungsgemäß herstellbaren
S,S-Diphenyldithiophosphorsäuretriester sowie ihre eindeutige Uberlegenheit im Vergleich
zu analog gebauten Produkten des Standes der Technik geht aus den folgenden Versuchaergebnissen
hervor:
Beispiel A Piricularia-Test / flüssige Wirkstoffzubereitung
Lösungsmittel: 1 Gewichtsteiles Aceton Dispergiermittel: 0,05 Gewichtsteile Natrium-Oleat
andere Zusätze: 0,2 ;ewichtsteile Gelatine Wassers 98,75 Gewichtsteile H20 Man vermischt
die für die gewünschte Wirkstoffkonzentration in der Spritzflüssigkeit nötige Wirkstoffmenge
mit der angegebenen Menge des Lösungsmittels und verdünnt das Konzentrat mit der
angegebenen Menge Wasser, das die genannten Zusätze enthält.
-
Mit der Pritzflüssigkeit bespritzt man 30 etwa 14 Tage alte Reispflanzen
bis zur Tropfnässe. Die Pflanzen verbleiben bis zum Abtrochnen in einem Gewächshaus
bei Temperaturen von 22 bis 24 0C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa
70 ,.
-
Danach werden sie mit einer wässrigen Suspension von 100 000 bis 200
000 Sporen/ml von Piricularia oryza inokuliert und in einem Raum bei 24 - 26°C und
100 % relativer Luitfeuchtigkeit aufgestellt.
-
5 Tage nach der Inokulation wird der Befall bei allen zur Zeit der
Inokulation vorhandenen Blättern in Prozent der unbehandelten, sber ebenfalls inokulierten
Kontrollpflanzen bestimmt. 0 % bedeutet keinen Befall, 100 % bedeutet, das der Befall
genau 80 hoch ist wie bei den Kontrollpflanzen.
-
Virkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen und Resultate gehen aus ler nachfolgenden
Tabelle hervor:
Prüfung auf kurative Wirkung Bei dem vorstehend
beschriebenen Test mit flüssiger Wirkstoffzubereitung wird neben der protektiven
auch die kurative Wirkung der Verfahrensprodukte ermittelt. Die Prüfung auf kurative
Wirkung weicht in gewesen Punkten von dem oben beschriebenen Testverfahren ; das
nur eine Aussage über den protektiven Effekt liefert, insofern ab als die Wirkstoffe
nicht vor, sondern erst 16 Stunden nach der Inokulation appliziert werden. Substanzen,
die b dieser Art der Vereuchsd-urchführung eine Wirkung zeigen, sind in der Lage,
den Pilz nach der Infektion abzutöten und dadurch curativ zu wirken.
-
T a b e l l e Pircularia-Test / Flüssige Wirkstoffzubereitung Befall
in % des Befalls der unbehandelten Kontrolle bei einer Wirkstoffkonzentration (in
%) von Wirkstoff (Konstitution) 0,05 0,025
(Vergleichspräparat bekannt aus franz. Patentschrift 1,378,035) Es bedeutet: pr.
= protektive Wirkung cur. = curative Wirkung
Die folgenden Beispiele
vermitteln einen Überblick über das beanspruchte Verfahren: Beispiel 1:
0,5 molarer Ansatz: 124 g Benzylmercaptan werden in 600 com Benzol gelöst. Zu dieser
Lösung fügt man unter Rühren 102 g Triäthylamin, versetzt sie anschließend tropfenweise
unter weiterem Rühren mit 82 g 0-Äthylphosphorsäureesterdich10rid und rührt die
Mischung danach noch 2 Stunden bei Raumtemperatur. Dann wird das Umsetzungsgemisch
bis zur neutralen Reaktion mit Wasser gewaschen, die wässrige Schicht abgetrennt,
die Benzollösung über Natriumsulfat getrocknet und sehließlich das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdestilliert. Man erhält 130 g (77 % der Theorie) des
0-Äthyl-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters als farbloses wasserunlösliches
Öl.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 338 : 9,2 %; 18,9 %;
Gefunden: 9,3 %; 18,8 .
-
Beispiel 2:
0,25 molarer Ansatz: Zu einer Lösung von 80 g 4-Chlorbenzylmercaptan in 300 ccm
Benzol fügt man 51 g Triäthylamin, versetzt sie anschließend tropfenweise
unter
Rühren bei 200C mit 4.1 g O-Äthylphosphorsäureesterdichlorid, rührt die Mischung
danach noch eine Stunde und arbeitet sie dann wie im Beispiel 1 beschrieben auf.
Es werden 90 g (89 % der Theorie) des O-Äthyl-S,S bis-(4-chlorbenzyl-)dithiolphosphorsäureesters
in Form eines wasserunlöslichen farblosen Öles erhalten.
-
Analyse: P S cl Berechnet für ein Molgewicht von 407: 7,6 %; 15,7
%; 17,4 %; Gefunden : 7,5 %; 15,2 %, 18,0 %.
-
Beispiel 3:
0,6 molarer ansatz: Man löst 147 g Benzylmercaptan in 600 ccm Benzol, fügt zu dieser
Lösung zunächst 123 g Triäthylamin, dann tropfenweise unter Rühren bei 15 bis 20°C
108 g O-n-Propylphosphorsäureesterdichlorid, rührt das Reaktionsgemisch anschließend
noch 4 Stunden und arbeitet es dann wie in den vorhergehenden Beispielen auf. Es
werden so 168 g (80 % der Theorie) des O-n-Propyl-S, S-dibenzyl-dithioiphosphorsäureesters
als farbloses, wasserunlösliches Öl erhalten.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 352: 8,8 %; 18,2 %;
Gefunden : 8, 1 % ; 18, 0 %.
-
Beispiel 4:
0,75 molarer Ansatz: Eine Lösung von 186 g Benzylmercaptan in
800 ccm Benzol wird zunächst mit 153 g Triäthylamin und anschließend tropfenweise
unter Rühren bei 20 bis 300C mit 147 g 0-sec.-Butylphosphorsäureesterdichlorid versetzt.
Danach rührt man das Reaktionsgemisch noch 4 Stunden und arbeitet es dann wie in
Beispiel 1 beschrieben auf. Es werden so 228 g (83 % der Theorie) des O-sec.-Butyl-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters
als wasserunlösliches 01 erhalten.
-
Analyse: Berechnet für ein Molgewicht von 366: 8,5 %; 17, 5-% ; Gefunden:
8,4 %; 17,0 .
-
Beispiel 5:
0,6 molarer Ansatz: 147 g Benzylmercaptan werden in 600 ccm Benzol gelöst. Zu dieser
Lösung fügt man zunächst 123 g Triäthylamin, anschließend tropfenweise bei 20 bis
300C 165 g 0-(4-tert.-Butylcyclohexyl)-phosphorsäureesterdichlorid, gelöst in 150
ccm Benzol, rührt die Mischung danach noch 2 Stunden bei 30 bis 4G°C und arbeitet
sie dann in der oben beschriebenen Weise auf. Es werden so 185 g (69 % der Theorie)
des O-(4-tert.-Butylcyclohexyl-)-S,S-dibenzyldithiolphosphorsäureesters in Form
eines wasserunlöslichen Öles erhalten.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 448: 6,9 %; 14,3 %;
Gefunden: 6,9%; 14,1 %.
-
Beispiel 6:
X, molarer Ansatz: Man löst 147 g in 600 com Benzol, versetzt diese Lösung zunächst
mit 123 g Triäthvlamin, anschließend tropfenweise bei 25 bis 300C unter Rühren.mit
127 g 0-Phenylphosphorsäureesterdichlorid, rührt sie danach noch 2 Stunden bei Raumtemperatur
und arbeitet das Reaktionsgemisch wie in Beispiel 1 beschrieben auf. Es werden so
205 g (88 % der Theorie) des O-Phenyl-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters als
farbloses wasserunlösliches Öl erhalten.
-
Analyse : P Berechnet für ein Molgewicht von 386: 8,0 %; 16,6 %; Gefunden:
7,9 %; 16,7 %.
-
Beispiel 7:
0,6 molarer Ansatz: Zu einer Lösung von 147 g Benzylmercaptan in 600 ccm Benzol
werden zunächst 123 g Triäthylamin und anschließend tropfenweise unter Rühren bei
25 bis 30°C 138 g O-(4-Chlorphenyl-)-phosphorsäureesterdichlorid gefügt. Man rührt
die Mischung danach noch
zwei Stunden, arbeitet sie dann in der
oben beschriebenen Weise auf und erhält 177 g (70 % der Theorie) des 0-(4-Chlorphenyl-)
-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters in Form farbloser Kristalle vom Schmelzpunkt
660C.
-
Analyse: r S C1 Berechnet für ein Molgewicht von 420: 7,4 % ; 15,2
%; 8,4 %; Gefunden: 7,8 %; 15,2 2 %; 8,5 .
-
Beispiel 8:
0,6 molarer Ansatz: Eine Lösung von 147 g Benzylmercaptan in 600 ccm Benzol wird
mit 123 g Triäthylamin versetzt. Anschließend tropft man unter Rühren bei 200C 140
g 0-(3-Methylcyclohexyl)-phosphorsäureesterdichlorid zum Reaktionsgemisch, rührt
letzteres noch 3 Stunden bei 30 bis 400C und arbeitet es dann-wie in Beispiel 1
beschrieben auf. Es werden so 160 g (66 % der Theorie) des 0-(3-Methylcyclohexyl-)
-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters als farbloses wasserunlösliches Öl erhalten.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 406: 7,6 %; 15,8 %;
Gefunden: 7,6 %; 15,2 %.
-
Beispiel 9:
0,6 molarer Ansatz: 147 g Benzylmercaptan werden in 600 ccm Benzol gelöst. Diese
Lösung versetzt man zunächst mit 123 g Triäthylamin, anschließend bei 15 bis 200C
tropfenweise unter Rühren mit 140 g 0-(4-Methylcyclohexyl)-phosphorsäureesterdichlorid,
rührt die Mischung danach noch einige Stunden und arbeitet sie dann in der oben
beschriebenen Weise auf. Es werden so 195 g (79 * der Theorie) des O-(4-Methyl-cyclohexyl-)-S,S-dibenzyl-dithiolphosphorsäureesters
in Form eines farblosen wasserunlöslichen Öles erhalten.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 406: 7,6 %; 15,7 %;
Gefunden: 7,1 %; 15,0 %.
-
Beispiel 10
0,6 molarer Ansatz: Man löst 147 g Benzylmercaptan in 6-00 com Benzol, fügt zu dieser
Lösung zunächst 123 g Triäthylamin und anschließend tropfenweise unter Rühren bei
20 bis 35 0C 140 g O-(2-Methylcyclohexyl)-phosphorsäureesterdichlorid. Nach Beendigung
der Zugabe wird das Reaktionsgemisch noch 3 Stunden auf 40 bis 50 0C erwärmt und
dann wie in Beispiel 1 aufgearbeitet. Es werden auf die Weise 105 g
(43
% der. Theorie) des O-(2-Methylcyclohexyl)-S,S-dibenzyldithiolphosphorsäureesters
in Form eines schwach gelben wasserunlöslichen Öles erhalten.
-
Analyse: P S Berechnet für ein Molgewicht von 406: 7,6 %; 15,8 %;
Gefunden : 7, 6 % ; 16, 1 %.