DE1609983A1 - Verfahren zum Decken eines Daches mit Platten - Google Patents
Verfahren zum Decken eines Daches mit PlattenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04D—ROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
- E04D3/00—Roof covering by making use of flat or curved slabs or stiff sheets
- E04D3/38—Devices for sealing spaces or joints between roof-covering elements
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Decken eines Daches mit Platten, die in einer Ebene nebeneinander verlegt
und anschließend mit einer Lichtungsschicht, Insbesondere mit
Dachpappe und Bitumen, abgedichtet werden.
Es ist bereits bekannt, Dächer mit flach in einer Ebene nebeneinanderliegenden Platten zu decken und diese nach dem
Verlegen mit Dachpappe und Bitumen abzudichten. Eine fachmännische Abdichtung erfordert dabei mindestens zwei Schichten von
Dachpappe, wobei die einzelnen Bahnen und Enden der Bahnen der Dachpappe übereinanderlappen. Bei schönem und warmem Wetter bereitet ein derartiges Verfahren keine Schwierigkeiten. Ist es
aber kalt und naß, so ist das Verfahren praktisch nicht anwendbar, es muß erst günstiges Wetter abgewartet werden. Der Grund
hierfür besteht darin, daß das Bitumen sofort nach dem Verstrei-
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chen erstarrt und somit darübergelegte Dachpappe sich nicht
mehr fest mit der darunterliegenden Oberfläche verbinden kann. Bei zwei übereinanderliegenden Dachpappenschichten
tritt das Problem in gleicher Weise auf.
Der Wärmeinhalt des verstrichenen Bitumens ist in keinem Fall groß genug, um die zu verbindenden Teile soweit
mitzuerwärmen, daß eine innige Verklebung der miteinander zu
verbindenden Flächen erfolgt. Die verlegte Dachplatte liegt daher an den meisten Stellen lediglich lose auf und kann
leicht durch Wind abgehoben werden. Außerdem kann natürlich Hegenwasser eindringen. Abgesehen davon entstehen wegen der
schnellen Erkaltung des Bitumens häufig Klumpen, wodurch sich Hohlräume zwischen den verlegten Schichten bilden, die dann
durch die Luft eins chlüs se und die darin enthaltene Feuchtigkeit
große Blasen zur Folge haben. Daraus ergibt sich ein sehr unschönes Aussehen des Daches und die Gefahr der Undichtigkeit.
Aufgrund der geschilderten Umstände haben die beschriebenen Nachteile dazu geführt, daß ein Decken eines Daches nach
diesem bekannten Verfahren bei ungünstiger Witterung nicht durchgeführt wird. Dadurch wird aber die weitere Fertigstellung in
dem Neubau wesentlich erschwert, hinsichtlich bestimmter Ar beiten kommt sie ganz sum Erliegen.
dem die.Dachplatten in der Fabrik, und damit unter günstigen
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Bedingungen* auf der Oberseite mit einer Dachpappenschicht
versehen werden, die an zwei Rändern übersteht und nach der Verlegung die benachbarten Dachplatten überlappt. Mit solchen
Dachplatten kann das Decken auch bei ungünstiger Witterung erfolgen, weil die fugen und Stoßstellen zwischen benachbarten Platten durch die Überlappungen zumindest provisorisch
abgedichtet sind. Ee kann somit für die endgültige Abdichtung
günstigere Witterung abgewartet werden, wenn ein Decken bei ungünstiger Witterung erforderlich war.
Von besonderen Nachteil ist bei Verwendung derartiger
Platten jedoch, daß die als Lappen überstehenden Kanten der Dachpappe während des Transport ein- oder abreißen, so daß
eine Abdichtung nicht mehr gewährleistet ist. Ein Aussortieren solcher beschädigter Platten würde natürlich das Dach
wesentlich verteuern. Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung solcher Dachplatten besteht darin, daß die Überlappungen bei der endgültigen Abdichtung angehoben, mit Bitumenmasse
bestrichen und dann miteinander verklebt werden müssen. Diese Arbeit ist äußeret umständlich und erfordert einen großen
Zeitaufwand. Das erforderliche Anheben der Überlappungen führt außerdem leicht in weiteren Hissen oder sonstigen Beschädigungen. DarüberMnaus buten die Überlappungen natürlich Sr- ^
höhungen, die leicht zu Hohlräumen zwischen der Dachpappenschicht mit den Überlappungen und der darüberliegenden Dach-
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pappenschicht führen. Außerdem beeinträchtigen diese Erhöhun gen das Aussehen, und zwar umso mehr, als bei der Verklebung
der Überlappungen sich häufig Klumpen bilden, die weitere Erhöhungen bilden, die die Bildung -von Hohlräumen begünstigen
und das Aussehen beeinträchtigen. Alles das führte in der Praxis dazu, daß man nach Möglichkeit versuchte, solche Dach
platten bei günstigem Wetter zu verlegen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, alle diese Nachteile zu vermeiden und vor allem eine Möglichkeit
zu schaffen, die in einer Ebene nebeneinander verlegten Platten vor jeder Witterung abdichten zu können, und zwar zumindest
in einem solchen Maße, daß die Arbeiten an dem Neubau weiter gehen können. Trotzdem soll gewährleistet sein, daß eine spätere,
endgültige Abdichtung-bei günstigem Wetter ohne Schwie rigkeiten und besonderem Zeitaufwand durchgeführt werden kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, daß die Fugen zwischen den nebeneinanderliegenden Platten mit einer Dichtungsmasse, vorzugsweise mit Bitumen, ausgegossen werden, und daß danach die Abdichtung mit der Dichtungsschicht erfolgt. Der besondere Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Verlegung der Dachplatten und vor allem die vorläufige Abdichtung
bei jeder Witterung durchzuführen ist. Pur die Abdichtung der
Fugen können moderne Mittel verwendet werden, die sich auch bei
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Kälte verarbeiten lassen, beispielsweise lieißflässige und
kaltflüssige bituminöse Massen und aus zwei Komponenten zusammengesetzte Kunststoffe. Da die Fugen verhältnismäßig
schmal gemacht werden können, ist der Materialverbrauch dabei gering. Aber auch Bitumenemulsion und Bittamenheißvergußmasse
sind als Vergußmasse sehr gut zu verarbeiten. Bas Material wählt man zweckmäßig in Abhängigkeit von der herrschenden
Witterung aus. Bei Hasse eignet sich besonders gut Bitumenemulsion
mit besonderen Zusätzen, beispielsweise Zement. Macht man die Fugen nicht allzu schmal, so ist die Wärmekapazität
des vergossenen Bitumens in den Saugen im Verhältnis
zu den wärmeableitenden flächen, nämlich den Seitenkanten der Dachplatten, verhältnismäßig groß. Dadurch ist eine gute
Haftung des Dichtmaterials an den Seitenkanten und damit eine gute Abdichtung gewährleistet. Gemäß einer Weiterbildung der
Erfindung sind Vorkehrungen getroffen, die ein Herauslaufen des flüssigen Bitumens aus der Fuge nach unten vermeiden. Die
Mittel bestehen dabei aus Dichtungsstreifen, beispielsweise aus Schaumstoff, die an die Seitenkanten der Dachplatten angehezftet
sind. Diese Dichtungsstreifen gestatten außerdem den Ausgleich von Toleranzen in den Dachplatten bei der Verlegung
und verhindern zusätzlich, daß bei starker Erhitzung im Sommer Bitumen durch die Fugen nach unten wegfließen kann. Die Dichtwirkung der Vergußmasse ist dadurch auch über Jahre hinaus
beständig. · BAD ORIGINAL
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Das für die Dachplatten verwendete Material ist weitgehend beliebig. Es kann Material verwendet werden, das so
dicht und wasserbeständig ist, daß eine provisorische Abdichtung bis zur endgültigen Abdichtung bei guter Witterung
gewährleistet ist. Aber auch weniger dichtes Material, beispielsweise eine bekannte Holzfaserplatte, die aus Holzfasern
und Zement gepreßt ist, kann verwendet werden. Dazu ist es jedoch zweckmäßig, gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
bereits in der fabrik auf der Oberseite der' Dachplatte eine Dichtungsschicht aus Dachpappe aufzubringen. Die Aufbringung
der Dachpappe bringt dabei wegen der in der fabrik herrschenden günstigen fertigungsbedingungen keine Schwierigkeiten mit
sich. Da die Platten zur Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht mit seitlichen Überlappungen ausgerüstet
sein müssen, kann die Dachpappenschicht Alt der Seitenkante
der Dachplatte abschneiden, eine besondere Sorgfalt beim Transport ist daher nicht mehr erforderlich, ein Ausschuß
durch beschädigte Überlappungen ist ausgeschlossen. Besonders günstig ist es auch, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung
der Erfindung die Seit entern ten der Dachplatten mit Bitumen
besprüht oder getränkt sind. Dieser Arbeitsgang erfolgt ebenfalls bereits in der fabrik und ist daher ohne Schwierigkeiten
durchzuführen. Dazu brauchen lediglich die Seitenwände der Stapel besprüht oder bestrichen zu werden, zu denen die
Dachplatten in der fabrik aufgehäuft sind. Die so getränktes.
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Seltenwände verbinden sich besonders innig mit der in die
Fugen gegossenen Vergußmasse, da sich jetzt nur noch die Vergußmasse mit der gleichartigen Masse an den Seitenkanten zu
verbinden braucht.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels soll das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Dachplatte zur Verwendung bei diesem Verfahren näher erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt von der Seite einen Träger 1, auf
den im Querschnitt dargestellte Dachplatten 2 und 3 aufgelegt sind. Die Dachplatten 2 und 3 sind vor der Verlegung bereits
in der Fabrik mit Dachpappenschichten 4 und 5 versehen worden, die die Dachplatten 2 und 3 auf der Oberseite abdichten. Die
Dachplatten 2 und 3 selbst bestehen in diesem fall aus gepreßten, mineralisierten Holzfasern und Zement als Bindemittel.
Bei der Verlegung werden dl· Dachplatten 2 und 3 und
natürlich auch alle anderen Dachplatten bo ausgerichtet, daß sich zwischen Seitenflächen 6 und 7 ein« Fuge bildet. An der
Dachplatt· 2 i«t Mittels Drahtkleamen 8 ein Schaumstoffstreifen
9 angeheftet, der sowohl an der Seitenfläche 6 als auch an der Seitenfläche 7 anliegt und daher den Fugenraum nach unten hin
abdichtet. Die Ausrichtung der Dachplatten 2 und 3 beim Verlegen erfolgt dabei natürlich so, daß eine Abdichtung durch
den Schaumetoffetreifen 9 über die gesamte Länge erfolgt. Der
S chausurtof fetreif en 9 ist verhältnismäßig nachgiebig und kann
daher große Toleranzen der Dachplatten und bei Verlegung ausgleichen. , BAD ORIGINAL
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Nach dieser Verlegung der Dachplatten 2 und 3 wird in
den von den Seitenflächen 6 und 7 und von dem Schaumstoffstreifen 9 abgegrenzten Fugenraum Dichtungsmasse, die in
diesem fall aus Bitumen 10 besteht, eingegossen. Die Seitenflächen
6 und 7 sind in der Fabrik bereits mit Bitumen bespritzt oder getränkt, so daß die Verbindung mit dem Bitumen
10 sehr innig ist. Vor allem ist dadurch gewährleistet, daß auch bei kaltem und feuchtem Wetter eine gute Abdichtung erzielt
wird.
Ein in dieser Weiße bei beliebiger Witterung gedecktes und schon vorläufig abgedichtetes Dach ist bereits so dicht,
daß mehrere Monate bis zur endgültigen Abdichtung vergehen können. Für die endgültige Abdichtung kann daher die günstigste
Witterung abgewartet werden, außerdem ist auch eine bessere Arbeitsplanung., möglich. Die endgültige Abdichtung erfolgt
mittels einer Dachpappenschicht 11, die in der bekannten Weise
durch Bestreichen mit Bitumen auf die Dachpappenschichten 4 und 5 aufgeklebt wird. Dabei wird auch der Bereich der Dichtfuge
zwiechen den Seitenflächen 6 und 7 und das ale Dichtmasse
dienende Bitumen 10 überdeckt, so daß die gesamte Abdichtung fachmännisch und dauerhaft let. Da das Bitumen 10 nicht über
die Dachpappenschichten 4 und 5 voratent, liegt die Dachpappenschicht
11 völlig oben auf,- so daß leine Hohlräume und unschönen
Buckel entstehen können.
BAD OFHGiNAL Sl/Sch 009818/0396 -Ansprüche-
Claims (9)
- AnsprücheJy Verfahren zum Decken eines Daches mit Platten, die in einer Ebene nebeneinander verlegt und anschließend mit einer Dichtungsschicht, insbesondere mit Dachpappe und Bitumen, abgedichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen zwischen den nebeneinanderliegenden Platten mit einer Dichtungsmasse, vorzugsweise mit Bitumen, ausgegossen werden, und daß danach die Abdichtung mit der Dlchtungsschicht erfolgt.
- 2. Dachplatte zur Verwendung bei der Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Dachplatte wenigstens zeitweise witterungsbeständig ist.
- 3. Dachplatte zur Verwendung bei der Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachplatte auf der Oberseite mit einer mit den Seitenkanten der Dachplatte abschneidenden Dichtungsschicht beschichtet ist.
- 4. Dachplatte nach Inspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seltenkanten der Dachplatten Dichtungsstreifen so angebracht sind, daß die bei Verlegung der Dachplatten zwischenBAD ORIGINAL001610/0396zwei gegeneinander stoßenden Kanten gebildeten Eugen nach unten hin abgedichtet sind, so daß das Wegfließen von • Dichtungsmasse vermieden wird.
- 5. Dachplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstreifen Streifen aus Schaumstoff sind, die mittels Klammern angeheftet sind.
- 6. Dachplatte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Setfcenkanten jeweils mit einem Absatz .versehen sind, derart, daß die Absätze zweier nebeneinanderliegender Kanten übereinanderliegen und die zwischen den Kanten gebildete Euge soweit abdichten, daß ein nach oben offener Gießraum für die Dichtungsmasse gebildet ist.
- 7. Dachplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten det Dachplatten zur besseren 7 er bindung des in die Fugen gegossenen Bitumens mit den Seitenkanten der Dachplatten diese sit Bitumen besprltst oder getränkt sind.
- 8. Dichtungsmasse zur Verwendung bei dem Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsmasse aus einer Bitumenemulsion besteht.
- 9. Dichtungsmasse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tülletoff, vorzugsweise Zement, zugesetzt 1st.SL/Sch. 009818/0396
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