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Dachabschlußprofil
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Die Erfindung bezieht sich auf T-förmige Dachabschlußprofile aus
Blech, bei denen die freie Längskante des Steges spitzwinklig abgekantet ist.
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Bisher bekannte Dachabschlußprofile aus Blech, Strangpreßmaterial
oder Kunststoff sind zu aufwendig und zu kompliziert und außerdem nur bei einer
Dachform oder -art oder bei nur ganz wenigen Dachformen oder -arien verwendbar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein durch Abkanten von
Blechbahnen leicht herzustellendes und bei praktisch allen Arten und Formen von
Dächern anwendbares Dachabschlußprofil zu schaffen.
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Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmale a) bis c) gelöst.
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Weitere Erfindungsmerkmale sind den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und mehrerer Anwendungsbeispiele des erfindungsgemäßen
Dachabschlußprofils zu entnehmen.
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Das erfindungsgemäße Dachabschlußprofil zeichnet sich durch einfache
Ausbildung und daher billige Herstellung, vielseitige Verwendbarkeit und einfache
Montage aus.
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In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 in Perspektive ein Teilstück eines
erfindungsgemäßen Dachabschlußprofils,
Fig. 2 die Anwendung desselben
am Giebelrand (Drtgang) eines normalen Schieferdaches, Fig. 3 die Anwendung als
Abschluß am Rand eines einfachen mit Dachpappe gedeckten Daches ohne Regenfangrinne,
Fig. 4 die Anwendung bei einem mit Wellplatten gedeckten Dach, Fig. 5 einen Haltestreifen
in perspektivischer Darstellung, Fig. 6 die Anwendung des gleichen Abschlußprofils
als wasserabweisender Schornsteinabschluß im senkrechten Schnitt, Fig. 7 eine Draufsicht
auf eine Schornsteinecke ohne Abdeckplatte, Fig. 8 die Anwendung des Dachabschlußprofils
an einem Flachdach mit Innenablauf und Fig. 9 in Perspektive ein Verbindungsprofil
fUr den Längsstoß von zwei Dachabschlußprofillängen.
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Das in Fig. 1 als Teilstück dargestellte Dachabschlußprofil il 1
ist T-förmig ausgebildet und aus Blech, vorzugsweise Aluminiumblech, so abgekantet
daß ein Steg 2 mit einer spitzwinkligen Abkantung n und zwei Flansche 4, 5 gebildet
werden, wobei der eine Flansch 4 durch eine Blechdopplung bzw. -falzung gebildet
wird, während der andere Flansch 5 einfache Blechstärks und die gleiche Breitenabmessung
b wie der gedoppelte bzw. ge-@@itze Flansch 4 aufweist.
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-ig. e Z d oe nwendun des vorbeschriebenen Dachabschlußprofils @
am Ortgang eines Schieferdaches mit Sparren 6, Schalung 7, Dachparne oder -folie
8, Ortbrettern 9 und Schiefern Das Dachabschlußprofil 1 wird so am Dachrand ver@agelt
daß
der Steg 2 nach unten und die spitzwinklige Abkantung 3 nach
innen, d. h. zur Giebelwand, zeigt. Dadurch ergibt sich zwangsläufig, daß der gedoppelte
bzw. gefalzte Flansch 4 außen und der Flansch 5 mit einfacher Blechstärke innen
liegt. Die Schiefer 10 können bis an den Außenrand des Flansches 4 verlegt werden,
so daß keine Richtschnur notwendig ist. Das Dachabschlußprofil kann vor dem Schiefern
als Randbefestigung für die Dachpappe 8 dienen.
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In den weiteren Figuren der Zeichnung werden für gleiche oder ähnliche
Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den Fign.
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1 und 2 verwendet, auch wenn diese bereits beschriebenen Teile in
der folgenden Erläuterung der weiteren Figuren nicht mehr ausdrücklich erwähnt sind.
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Fig. 3 zeigt den Rand eines einfachen flachen oder schrägen mit Teerpappe
o.dgl. gedeckten Daches ohne Regenfangrinne oder mit einer solchen nur an einem
Rand. Auch bei diesem Anwendungsbeispiel ist das Dachabschlußprofil 1 wie bei dem
Anwendungsbeispiel nach Fig. 2 angeordnet. Nach dem Aufbringen einer Lage Dachpappe
8 auf die Schalung 7 wird der Flansch 5 des Dachabschlußprofils 1 aufgenagelt und
dann eine weitere Lage 8b der Dachpappe 8 oder nur ein Randstreifen (wie dargestellt)
aufgeklebt. Das Dachabschlußprofil 1 erübrigt ein sonst übliches Herunterknicken
der Dachpappe 8 an den Dachrändern.
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In Fig. 4 ist die Anwendung des gleichen Dachabschlußprofils 1 bei
einem Dach dargestellt, das mit Wellplatten 11, z.B. Wellasbestzementplatten, gedeckt
ist. Hier empfiehlt es sich, das Dachabschlußprofil 1 so anzuordnen, daß der Steg
2 auf der Dachfläche, d.h. auf der Schalung 7, aufliegt und dort vernagelt wird,
wobei die spitzwinklige Abkantung 3 nach oben zeigt. Das Befestigen des Dachabschlußprofils
2 kann bei dieser Anwendungsweise auch durch auf die Länge verteilte Haltestreifen
12 erfolgen. Ein solcher Haltestreifen 12 nach Fig. 5 weist ein hakenförmiges Ende
13 auf, das die spitzwinklige Abkantung 3 des Steges 2 des Dachabschlußprofils 1
übergreift, wie in Fig. 4 dargestellt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die
Haltestreifen 12, die auf die Schalung 7 aufgenagelt werden können und zu
diesem
Zweck vorgestanzte Nägel- oder Schraubenlöcher 14 aufweisen, nicht in jedem Fall
erforderlich sind.
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Die vielseitige Verwendbarkeit des Dachabschlußprofils 1 ist auch
aus den Fign. 6 und 7 ersichtlich, in welchen die Verwendung des Profils 1 als Schornstein-
bzw. Kaminabschluß gezeigt ist, und zwar bei einem Schornstein, der außen mit Schiefer
10 beschlagen wird und auf dem Kranz des Mauerwerks 15 eine Asbestzement-Abdeckplatte
16 erhält. Hierbei bildet das Profil 1 einen wasserabweisenden Abschluß zum Schornsteinschacht
hin, und es wird so angeordnet, daß der Steg 2, mit der spitzwinkligen Abkantung
3 nach unten zeigend, waagerecht liegt. Dabei wird zur Bildung der Schornsteinabschlußecken
17 der Steg 2 des Abschlußprofils 1 aufgeschnitten, so daß nach rechtwinkligem Umbiegen
Kanten 18 (Fig. 7) entstehen. Diese Kanten 18 werden durch die Asbestzement-Abdeckplatte
16 überdeckt, die eine quadratische oder rechteckige Platte mit einer die Schornsteinöffnung
freigebenden Aussparung ist und in der Nähe des äußeren Randes-auf der Unterseite
eine ringsum verlaufende Nut 19 zur Bildung einer Tropfkante 20 aufweist. Die Abdeckplatte
16 kann vor dem Aufsetzen auf den Schornstein mit dem Abschlußprofil 1 verschraubt
werden. In Fig. 6 ist eine Schraube 21 mit Mutter 22 undeiner Dichtungsscheibe 23
unter dem erweiterten Schraubenkopf dargestellt. Abdeckplatte 16 und Abschlußprofil
1 können dann in bzw. auf ein Mörtelbett 24 aufgesetzt werden. Die Befestigung kann
aber auch einfacher ohne Mörtelbett 24 durch Nagelung oder Verdübelung erfolgen.
Auch ist die hier gezeigte Verwendung des Abschlußprofils 1 nicht an den Aufbau
des Schornsteins gebunden, der beim gezeigten Ausführungsbeispiei eine feuerfeste
Auskleidung 25, evtl. eine Wärmedämmschicht 26 und außen Latten 27 und eine Brettschalung
28 aufweist. Die Außenverkleidung unter den Schiefern 10 kann auch aus Bimsdielen
bestehen. Die Obergangsfuge zwischen dem Abschlußprofil 1 bzw.
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dem gedoppelten Flansch 4 desselben und der Abdeckplatte 16 kann durch
ein eingelegtes Dichtungsband 29 und/oder eine dauerelastische Masse 30 abgedichtet
werden.
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Fig. 8 zeigt die Verwendung des Dachabschlußprofils 1 an einem Flachdach
31 aus Beton mit überstand 32 oder auch ohne überstand. Hierbei bildet das Profil
1 einen Abschluß an allen Rändern des Flachdaches 31, das einen Regenablauf nach
innen aufweist. Bei dieser Anwendung empfiehlt es sich, den Steg 2 auf die Dachfläche
aufzulegen und die spitzwinklige Abkantung 3 beizudrücken, damit der Steg 2 möglichst
flach aufliegt. Der gedoppelte Flansch 4 steht am Dachrand nach oben und der Flansch
5 von einfacher Blechstärke nach unten. Die Dachpappe 8 kann mit einem hochstehenden
Schenkel 8c am gedoppelten Flansch 4 verklebt oder verschweißt werden. Auch hier
kann (und wird in der Regel) wie bei dem Anwendungsbeispiel für einfache Dachpappendächer
nach Fig. 3 eine Dachpappen- oder -folienbahn unter dem Dachabschlußprofil 1 vorgesehen
sein, welche einen nach unten abgeknickten Streifen (wie 8a in Fig. 3) aufweist.
Das Flachdach 31 kann in der üblichen Weise einen Kiesbelag 33 haben.
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Die Stoßverbindung zweier Dachabschlußprofile 1,die je eine Grundlänge
von 2 oder 3 Metern aufweisen können, kann mit Hilfe eines Stoßverbindungsbleches
34 hergestellt werden, das in Fig. 9 dargestellt ist. Dieses Stoßverbindungsblech
34 hat zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Schenkel 35, 36, von denen der Schenkel
35 in die Dopplung des flansches 4 des Dachabschlußprofiis 1 eingeschoben werden
kann, während der Schenkel 36 so bemessen ist, daß er mit seinem freien Rand in
der Kehlung zwischen dem Steg 2 und der spitzwinkligen Abkantung 3 sitzt und dicht
am Steg 2 anliegt. Ein Teilstück des Dachabschlußprofils ist in Fig. 9 dargestellt.
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In den meisten anwendungsfällen können aber auch aneinandergrenzende
Dach@@@@@lupprofils @neinandergeschoben werden, und zwar so, daß die sich dem Wasserblauf
entsprechend überlappen. Bei diese Verbindungsort können die Dopplung des Flansches
4 und die spitzwinklige Abkantung 3 von dem Zusammenschieben der @@ch@b@chlußprofile
1 etwas Aufgebogen und nach dem Zusammenschieben @@@@ beigedrückt @@@@@@