DE1696495B1 - Vernebelungsmasse - Google Patents
VernebelungsmasseInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vernebelungsmasse mit flüssig ,ein Nebelerzeuger.
- Bekannte flüssige, nebelerzeuc:"ende Substanzen für Momentanvernebelungen sind die sogenannte »Nebelsäure« (HCI - SO3 + SO.), Titantetrachlorid und Zinntetrachlorid. Ein Vorteil dieser Substanzen besteht darin, daß sie einen sehr dichten Nebel erzeugen, doch haben sie den Nachteil, daß der Nebel beim Zerplatzen des Gehäuses, das zur Ausbreitung nötig ist, nicht vollständig ausgenutzt werden kann, da diese Substanzen in einem solchen Maß zerstäubt werden, daß die flüssigen Teilchen schnell mit dem Wasserdampf der Luft reagieren, auch wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist. Auf diese Weise hat die erzeugte Nebelwolke einen kleinen Umfang, und die Tatsache, daß ihre Dichte höher als nötig ist, kann nicht ausgenutzt werden.
- Es ist weiterhin aus der deutschen Auslegeschrift 1179 479 eine Raurh#granate bekannt, die einen Behälter mit flüssigem Nebelerzeuger enthält, der von einer zusätzlichen Substanz umschlossen ist. Diese Substanz, die aus gehärtetem Kunststoff und Kaliumperchlorat besteht, ist bei alleiniger Verwendung ein schlechter Nebelerzeuger, verstärkt jedoch die Vernebelung des flüssigen Nebelerzeugers. Der verbesserte Vernebelungseffekt wird hier durch das Zusanimenwirken zweier getrennter Nebelerzeuger erzielt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vernebelungsmasse mit flüssigem Nebelerzeuger zu schaffen, bei der zur Erzeugung von Momentanvernebelungen eine bessere Ausbreitung der Vernebelung erreicht wird, wobei die erforderliche Dichte des Nebels erhalten bleibt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die nebelerzeugende Substanz mit einem gut getrockneten Pulver eines Materials mit geeigneten Adsorptionseigenschaften in Mengen von 5 bis 15 Gewichtsprozenten, bezogen auf das Gemisch, vermischt ist, wobei der Zerteilunasgrad einer Adsorptionsfläche von mindesens 50 qm/g entspricht.
- Dabei kann die nebelerzeugende Substanz in vorteilhafter Weise mit einem gut getrockneten Pulver aus synthetischem Calciumsilikat vermischt -werden.
- Dabei kann als nebelerzeugende Substanz beispielsweise Titantetrachlorid verwendet werden.
- Die erfindungsgemäße Vernebelungsmasse mit flüssigem Nebelerzeuger ergibt eine verbesserte Lösung der Vernebelungsprobleme ohne irgendeinen zusätzlichen festen Nebelerzeuger und weist verschiedene Vorteile auf, wie z. B. einen größeren Raum für den flüssigen Nebelerzeuger in -der Nebelmunition sowie eine, bessere Ausbreitung der Vernebelung, wobei die erforderliche Dichte des Nebels erhalten bleibt.
- DieErklärung für denAusbreitungseffekt, der durch Vermischen eines aktiven Adsorptionspulvers mit der nebelerzeugenden Substanz erzielt wird, kann darin gesehen werden, daß die Umsetzung dieser Substanz mit der Luftfeuchtigkeit verzögert wird, so daß die an den Pulverkörnern adsorbierten Teilchen dieser Substanz ausreichend Zeit haben, um sich übex eine größere Fläche auszubreiten, bevor sie sich mit der Luftfeuchtigkeit umsetzen.
- Ein Pulver, das für diesen Zweck besonders geeignet ist, besteht aus einem synthetischen Calciumsilikat, das durch Feinpulverisierung eine Adsorptionsfläche von mehr als 50 m#/g erhalten hat. Ein Pulver dieses Typs, das im industriellen Maßstab in Qualitäten mit einer Adsorptionsfläche von bis zu 150 m2/g hergestellt wird, ist unter der Bezeichnung »Micro Cel« im Handel. Innerhalb eines gewissen Bereichs kann die zugesetzte Pulvermenge um so kleiner gewählt werden, je feinkömiger das Pulver für den zu erzielenden Effekt ist, was bedeutet, daß eine größere Menge nebelerzeugende Substanz adsorbiert werden kann. Versuche haben gezeigt, daß eine Vernebelungsmasse mit 5 bis 15 0Jo Pulyer (Rest flüssige, nebelerzeugende Substanz) eine wesentliche Verbesserung der Vernebelungswirkung der nebelerzeugenden Substanz liefert.
- Natürlich können auch andere Pulver als das vorstehend angegebene synthetische Calciumsilikat verwendet werden, wenn deren Adsorptionseigenschaften in der gleichen Größenordnung liegen.
- Es kann nur ein gut getrocknetes Pulver verwendet werden, da die nebelerzeugende Substanz auch bei Anwesenheit kleiner Mengen Wasser zersetzt wird und korrodierende Komponenten abgibt. Bei Verwendung von Titantetrachlorid oder Zinntetrachlorid als nebelerzeugende Substanzen wird z. B. Chlorwasserstoffsäure freigesetzt, die unter anderem Aluminium, das gewöhnlich einen Bestandteil von Nebelgranaten darstellt, oder andere mit einer nebelerzeugenden Substanz gefüllte Gegenstände angreift.
- Die vorgeschlagene Vermischung eines äußerst feinkörnigen aktiven Adsorptionsmaterials mit einer flüssigen nebelerzeugenden Substanz trägt auch zur Lösung eines anderen Problems bei. Die Erfindung ermöglicht nämlich die Verwendung einer flüssigen Vernebelungssubstanz in draUstabilisierten Geschossen-. Die Substanz nimmt an der Drehung des Geschosses teil, ohne die eine Instabilität auftreten würde, wodurch die Flugbahn des Geschosses beeinträchtigt werden würde. Durch das zugemischte Pulver ist die Viskosität der Vernebelungsmasse so hoch, daß diese weitgehend an der Drehbewegung teilnimmt oder durch einfache Hilfsmittel dazu gebracht werden kann. Diese, Hilfsmittel bestehen z. B. aus Platten oder entsprcchenden Teilen, die als Halterungen ke-. axial im Gehäuse für die Vernebelungsmasse angeordnet sind. Aus dem vorstehend genannten Grund ist es wichtig, daß der prozentuale Anteil_ des Pulvers in der Vernebelungsmasse bei drallstabilisierten Geschossen hoch ist. Aus naheliegenden Gründen darf jedoch der Anteil der nebelerzeugenden Substanz nicht zu gering sein.
- Ein Pulver aus Calciumsilikat mit einer Adsorptionsfläche von 50 bis 150 m2/g hat sich sowohl hinsichtlich der Stabilität des Geschosses als auch hinsichtlich der Dichte und des Umfanges -der-Vernebelung als günstig erwiesen, wenn sein Anteil in der Vernebelungsmasse- 10 bis 15 Gewichtsprozent betrug.
Claims (2)
- Patentanspräche: 1. Vernebelungsmasse mit flüssigem Nebelerzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß die nebelerzeugende Substanz mit einem gut getrockneten Pulver eines Materials mit geeigneten Adsorptionseigenschaften in Mengen von 5 bis 15 Gewichtsprozenten, bezogen auf das GeniL-ch, vermischt ist, wobei der Zerteilungsgrad einer Adsorptionsfläche von mindestens 50 m2/g entspricht.
- 2. Vernebelungsmasse nach Anspruch., dadurch gekennzeichnet, daß die nebelerzeugende Substanz mit einem gut getrockneten Pulver aus synthetischem Caleiumsilikat vermischt ist. 3. Vernebelungsmasse nach Anspruch 1 -und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nebelerzeugende Substanz Titantetrachlorid ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0052965 | 1967-07-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1696495B1 true DE1696495B1 (de) | 1971-08-26 |
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|---|---|---|---|
| DE19671696495 Withdrawn DE1696495B1 (de) | 1967-07-14 | 1967-07-14 | Vernebelungsmasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1696495B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2606966A1 (de) * | 1975-02-24 | 1976-09-30 | Foerenade Fabriksverken | Rauchmunition |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1179479B (de) * | 1962-06-13 | 1964-10-08 | Foersvarets Fabriksstyrelse | Drallstabilisierte Rauchgranate |
-
1967
- 1967-07-14 DE DE19671696495 patent/DE1696495B1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2606966A1 (de) * | 1975-02-24 | 1976-09-30 | Foerenade Fabriksverken | Rauchmunition |
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Legal Events
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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