DE945011C - Ammonnitratwettersprengstoffpulver - Google Patents
AmmonnitratwettersprengstoffpulverInfo
- Publication number
- DE945011C DE945011C DEI7896A DEI0007896A DE945011C DE 945011 C DE945011 C DE 945011C DE I7896 A DEI7896 A DE I7896A DE I0007896 A DEI0007896 A DE I0007896A DE 945011 C DE945011 C DE 945011C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sodium chloride
- explosive
- ammonium nitrate
- sieve
- trinitrotoluene
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B31/00—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt
- C06B31/28—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate
- C06B31/32—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate with a nitrated organic compound
- C06B31/38—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate with a nitrated organic compound the nitrated compound being an aromatic
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B23/00—Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
- C06B23/04—Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents for cooling the explosion gases including antifouling and flash suppressing agents
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B31/00—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt
- C06B31/28—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate
- C06B31/32—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate with a nitrated organic compound
- C06B31/38—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate with a nitrated organic compound the nitrated compound being an aromatic
- C06B31/42—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being ammonium nitrate with a nitrated organic compound the nitrated compound being an aromatic with other explosive or thermic component
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S149/00—Explosive and thermic compositions or charges
- Y10S149/11—Particle size of a component
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Air Bags (AREA)
- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
- Glass Compositions (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung
bei der Herstellung von Ammoniumnitratwettersprengstoffpulvern, wie sie in schlagwetterhaltigen
oder staubigen Bergwerken verwendet werden und wobei der empfindlich machende Sprengstoffbestandteil
aus Trinitrotoluol und der fkmmenlöschende Bestandteil aus Natriumchlorid besteht.
Als Beispiel eines solchen Ammoniumnitratsicherheitssprengstoffes sei Douglaspulver genannt, das
durch Vermählen von Trinitrotoluol, Ammoniumnitrat und Natriumchlorid, im wesentlichen in den
Gewichtsverhältnissen von 15 : 69 :16, hergestellt wird
und das ein Leistungsäquivalent von 65% desjenigen von Sprenggelatine besitzt, wie in dem ballistischen
Mörser festgestellt wurde, und das gerade einem englichen Home Office Gallery-Versuch entspricht, bei
dem die Ladung in unverdichteter Form aus einer ■Stahlkanone oder einem Stahlgeschütz einer Bohrung
von 1193,8 mm in einem Raum abgeschossen wird, der eine Mischung von 9 Volumprozent Methan in der
Luft enthält. Die Detonationsgeschwindigkeit von Douglaspulver beträgt etwa 3000 m pro Sekunde. Die
Verbesserung der Sicherheitseigenschaften durch moderne Sprengstoffe und insbesondere eingehüllte Nitroglycerinsprengstoffe
und die in den letzten Jahren wesentlich verbesserten Sicherheitseigenschaften haben
jedoch dazu geführt, daß Versuche angestellt wurden, sicherere Sprengstoffe auf Dinitrotoluol- und Ammoniumnitratbasis
herzustellen, indem der Natriumchloridgehalt derselben vergrößert wird. Infolge der
sich dabei ergebenden Verringerung der Empfindlichkeit hinsichtlich des Fortschreitens der Zersetzung hat
es jedoch nicht zweckmäßig erscheinen lassen, den Natriumchloridgehalt über etwa 25% zu vergrößern,
945 Oil
wie es bei dem Gathurst Pulversprengstoff der Fall ist, der 15% Dinitrotoluol, 60% Ammoniumnitrat und
25% Natriumchlorid enthält und der ein Leistungsäquivalent von 53% desjenigen von Sprenggelatine
und eine Detonationsgeschwindigkeit von etwa 2800 m pro Sekunde aufweist. Um diese Schwierigkeit zu umgehen,
wurden umhüllte Sprengladungen aus Sprengstoffen eingeführt, welche Ammoniumnitrat, Trinitrotoluol
und Natriumchlorid enthalten und die auf ihrer Längsoberfläche zwischen der Umhüllung und einer
äußeren Umhüllung mit einer Schicht von Natriumbicarbonat versehen waren. Diese Natriumbicarbonatschicht
dient dazu, eine Zündung der Scblagwetteratmosphärezuverhindern,undweiterhindazu,diedurch
diese Ladung entwickelte Leistungen zu verringern, ohne daß ihre Fortpflanzungsempfindlichkeit wesentlich
beeinflußt wird. Derartige umhüllten Sprengstoffe haben jedoch den Nachteil, daß für ihre Anwendung
Bohrlöcher mit einem größeren Durchmesser erforderlich sind und die Herstellung solcher umhüllter
Ladungen umständlich ist, weil verhindert werden muß, daß das Umhüllungsmaterial die Endoberfiächen
der Ladungen bedeckt, und somit eine besondere Umhüllung notwendig ist, abgesehen davon,
z5 daß durch Beschädigung dieser Hülle eine Beeinträchtigung
der Wettersicherneit derartiger Sprengladungen eintreten kann.
Die Herstellung von Ammoniumnitratsprengstoffen, bei denen der empfindlich machende Bestandteil aus
Trinitrotoluol besteht, unterscheidet sich von der Herstellung solcher, bei denen der empfindlich
machende Bestandteil aus einem flüssigen explosiven Salpetersäureester besteht, insofern, als bei dem
ersteren eine Mahlbehandlung notwendig ist, um eine innige Mischung des Trinitrotoluols und des Ammoniumnitrats
herbeizuführen, damit die Mischung gegenüber einem Zünder empfindlich wird, während die
Einführung dieser Bestandteile bei Sprengstoffen, die einen flüssigen explosiven Salpetersäureester enthalten,
nur unter Anwendung einer sanften, mechanischen Mischwirkung und ohne Ausüben eines wesentlichen
Druckes durchgeführt werden darf.
Die Erfindung betrifft nunmehr ein Ammoniumnitratwettersprengstoffpulver,
das Trinitrotoluol und Natriumchlorid enthält und wobei der Ammoniumnitrat- und Trinitrotoluolanteil aus feinen, in inniger
Mischung vorliegenden Teilchen besteht. Das Neue der Erfindung wird darin gesehen, daß die Menge an
dem Natriumchlorid in dem Sprengstoffpulver mindestens 35 Gewichtsprozent des Sprengstoffpulvers ausmacht,
wobei die ganze Menge an Natriumchlorid durch ein Sieb einer Maschenweite von 1,003 mrn hindurchgeht
und mindestens 10 Gewichtsprozent des Natriumchlorids des Sprengstoffes von einem Sieb
einer Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten werden und mindestens 10 Gewichtsprozent des Natriumchlorids
des Sprengstoffes durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgehen.
'Vorzugsweise besteht bei einer an sich bekannten Sprengstoffzusammensetzung aus 35 bis 6o°/0 Natriumchlorid,
5 bis I2°/O Trinitrotoluol und 65 bis 28% Ammoniumnitrat nicht mehr als 25% des Gewichtes
des Sprengstoffpulvers aus Natriumchlorid von einem Feinheitsgrad, daß es durch ein Sieb einer
Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgeht.
Die Herstellung des Sprengstoffpulvers der ange- * gebenen Art erfolgt in der Weise, daß das Trinitrotoluol
und Ammoniumnitrat in an sich bekannter Weise zusammen vermählen werden, worauf dann der
so hergestellten gemahlenen Mischung Natriumchlorid leicht eingemischt wird, von dem mindestens ein Teil
von einem Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm
zurückgehalten wird. Hierbei wird vorzugsweise ein Teil des. Natriumchlorids des fertigen Sprengstoffpulvers,
das so fein ist, daß es durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgeht, in irgendeiner
Stufe der Vermahlung der Mischung von Trinitrotoluol und Ammoniumnitrat während des Mahlens
einverleibt und dann der Teil von Natriumchlorid dem fertigen Sprengstoffpulver zugemischt wird, der
zu grob ist, um durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchzugehen, leicht eingemischt wird.
Bisher wurden bei der Herstellung von Ämmoniumnitrat-Trinitrotoluol-Sprengstoffen,
welche Natriumchlorid oder andere Bestandteile enthalten, diese sämtlich miteinander gemahlen und auf diese Weise
gemischt. Es wurde nun gefunden, daß durch die angegebene feine Verteilung der Natriumchloridteilchen,
die infolge des Zerreibens bei der Mahlbehandlung auftritt, die unempfindlich machende Wirkung
des Natriumchlorids auf den dieses enthaltenden Sprengstoff wesentlich vergrößert wird. Insbesondere
ist dies der Fall, wenn die Sprengstoffe einen so hohen Natriumchloridgehalt aufweisen, wie es beim Erfindungsgegenstand
der Fall ist. Durch diese neue Sprengstoffzusammens'etzung wird die Sicherheit desselben
infolge der Anwesenheit des großen Anteils an Natriumchlorid wesentlich erhöht. Eine Zündung
solcher Sprengstoffe ist aber nur möglich, wenn das Natriumchlorid in der angegebenen Körnungsgröße
verwendet wird.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die geschilderten Verhältnisse nur vorliegen bei Sprengstoffen, die aus
Ammoniumnitrat-Trinitrotoluol und einem Natriumchloridzusatz bestehen, bei denen also eine Mahlbehandlung
zur Mischung erforderlich ist. Bei Sprengstoffen, welche Nitroglycerin enthalten und die nicht
gemahlen werden, treten diese Verhältnisse nicht auf, da eine Verringerung der Teilchengröße des zugesetzten
Natriumchlorids infolge der Vermahlung nicht eintritt.
Es sind schon Sprengstoffe vorgeschlagen worden, welche Ammoniumnitrat-Trinitrotoluol und Natriumchlorid
von einer verhältnismäßig großen Teilchengröße enthalten. Ein solcher Sprengstoff besitzt jedoch
eine geringe Dichte, und es ist notwendig, die Grundstoffe in körniger Form anzuwenden. Wenn
man bei einem solchen Sprengstoff den Anteil an Natriumchlorid auf Werte erhöht, wie sie bei dem vorliegenden
Vorschlag angewandt werden, so würde hierbei eine, sichere Zündbarkeit des Sprengstoffes in
Frage zu stellen sein.
Es ist bei Wettersicherheitssprengstoffmassen, die aus einer Mischung von Trinitrotoluol, Ammoniumnitrat
und Natriumchlorid bestehen, wichtig, daß diese bei der Zündung keine giftigen Rauchgase ent-
wickeln und daß diese Sprengstoffzusammensetzungen ein errechnetes Sauerstoffgleichgewicht zwischen —0,5
und +3g pro ioo g der Zusammensetzung aufweisen
sollten.
Es ist weiterhin häufig wünschenswert, solchen Massen bis zu 4,5% Faserbestandteile zuzufügen, um
die Schüttdichte der Zusammensetzung zu verringern und um das Sauerstoffgleichgewicht bei Sprengstoffen
zu erhalten, m denen der Trinitrotoluolbestandteil verringert ist, um eine bessere Sicherheit zu ergeben.
Aus dem angegebenen Sauerstoffgleichgewicht von —" o,5 bis + 3 g Sauerstoff pro ioo g des Sprengstoffes
kann gefolgert werden, daß der Gewichtsprozentanteil an Trinitrotoluol zwischen 5 und 15,5 und der
Gewichtsprozentanteil an Ammoniumnitrat zwischen 40 und 60 betragen soll (wenn sich kein weiteres
Sauerstoff entwickelndes Salz in der Masse befindet), und im Hinblick auf die Gesamtmenge an flammenlöschenden
Bestandteilen eines umhüllten Sprengstoffes, der kein Nitroglycerin aber Trinitrotoluol und
Ammoniumnitrat enthält, kann angenommen werden, daß der Natriumchloridgehalt für mindestens den
gleichen Grad der Wettersicherheit mindestens 30% betragen sollte.
Es wurde weiterhin experimentell festgestellt, daß Ammoniumnitratsprengstoffe der erwähnten Art, die
mindestens 30% Natriumchlorid enthalten, eine Detonationsgeschwindigkeit von mindestens 2000 m/Sek.
enthalten, wenn eine Sicherheit gegeben sein soll, daß die Fortpflanzung der Detonation in einer 1 m
langen Reihe von Ladungen dieser Zusammensetzungen stattfindet, welche einen Durchmesser von3i,7mm
besitzen.
Es wurde weiterhin experimentell festgestellt, daß ein Sprengstoff, der nur Ammoniumnitrat, Trinitrotoluol
und Natriumchlorid enthält und der hinsichtlich seiner Wettersicherheit einem umhüllten Douglaspulver
gleichzustellen ist, so daß eine Menge von 113,4 S dieses Sprengstoffes, wenn sie frei aufgehängt
in einem Versuchsraum gezündet wird, darin nicht eine 9 Volumprozent Methan enthaltende Luftmischung
zündet, mindestens 35% Natriumchlorid enthalten sollte.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht insbesondere darin, daß Ammoniumnitrat-.
Sprengstoffe der Trinitrotoluol enthaltenden Art vorgeschlagen werden und die mindestens 35% Natriumchlorid
enthalten, wobei diese eine Detonationsgeschwindigkeit von mindestens 2300 m/Sek. und
nicht mehr als 2900 m/Sek. aufweisen.
Diese Ammoniumnitratsprengstoffe, welche eine Detonationsgeschwindigkeit von weniger als
2300 m/Sek. besitzen, sind weniger empfindlich, als es im allgemeinen für Gebrauchszwecke erwünscht
ist, während diejenigen, welche eine Detonationsgeschwindigkeit von über 2900 m/Sek. besitzen, in
dem aufgehängten Raumversuch eine ungünstige Wirkung zeigen.
Bei einer Mischung, die 35% Natriumchlorid enthält, ist es beispielsweise wünschenswert, daß mindestens
10% Natriumchlorid, auf die Sprengstoffmasse berechnet, von diesem Sieb zurückgehalten werden,
und bei dem Sprengstoff, der 40% Natriumchlorid enthält, ist es wünschenswert, daß mindestens 17,5 0J0
Natriumchlorid von diesemSieb zurückgehalten werden.
Es ist darauf hinzuweisen, daß, wenn beispielsweise Natriumnitrat in dem Sprengstoff enthalten ist,
weniger als 350/0 Natriumchlorid schon den gewünschten
Sicherheitsgrad ergeben können. ·
Vorzugsweise wird die Vermahlung des Natriumchlorids so weit durchgeführt, daß das ganze Natriumchlorid
durch ein Sieb einer Maschenweite von 1 mm hindurchgeht, um eine Abscheidung des Natriumchlorids
auf dem Transport ζμ verhindern.
Wenn die Menge an mit dem Trinitrotoluol und dem Ammoniumnitrat vermahlenem oder in anderer Weise
in die fertige Sprengstoffmischung eingeführtem Natriumchlorid auf eine so feine Verteilung begrenzt
wird, daß sie durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgeht, nicht mehr als 25 Gewichtsprozent
der fertigen Sprengstoffmischung beträgt, so können Sprengstoffe erhalten werden, die 30 bis 60%
Natriumchlorid und von 5 bis 12% Trinitrotoluol enthalten, wobei der Rest hauptsächlich aus Ammoniumnitrat
besteht. Falls notwendig, kann noch ein oxydierendes Salz eines Metalls, beispielsweise Natriumnitrat,
vorhanden sein und, falls erwünscht, können auch nichtexplosive feste Bestandteile in geringen
Mengen zugegeben werden, um ein befriedigendee Sauerstoffgleichgewicht zu erhalten. Diese Sprengstoffe
besitzen befriedigende Zündeigenschaften und Fortpflanzungsempfindlichkeit, und sie weisen bessere
Wettersicherheitseigenschaften auf als irgendwelche der bekannten nicht umhüllten Ammoniumnitrat-Trinitrotoluol-Natriumchlorid-Sprengstoffe.
Obwohl die ganze Menge an in der Sprengstoff- , mischung vorhandenem Natriumchlorid in einem
Mahlzustand vorliegen kann, der zu grob ist, um durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchzugehen,
wird es vorgezogen, daß mindestens 10% des Natriumchlorids dieser Zusammensetzung einen
feineren Mahlgrad besitzen sollte, da bei frei aufgehängtem Abschießen in einem Versuchsraum Sprengstoffe
gemäß der Erfindung, die diese Menge an feinem Natriumchlorid enthalten, bessere Ergebnisse zeigen
als. solche, die überhaupt keine feinen Bestandteile enthalten und diese in gleicher Weise bei einem Versuch,
wo das Abschießen aus einer Kanone erfolgt, befriedigende Ergebnisse zeigen.
Ein Verfahren zur Herstellung des neuen Ammoniumnitratsicherheitssprengstoffpulvers
gemäß der Erfindung besteht darin, daß Trinitrotoluol und Ammoniumnitrat in an sich bekannter Weise miteinander
vermählen werden und dann in die so erhaltene gemischte Mischung leicht Natriumchlorid eingemischt
wird, von dem mindestens ein Teil von einem Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten
wird.
Bei der Durchführung des Verfahrens zur Herstellung solcher Sprengstoffe gemäß der Erfindung kann das
Trinitrotoluol und Ammomumnitrat zunächst in an sich bekannter Weise gemahlen werden, beispielsweise
in einem Kollergang, und zwar in Abwesenheit von Natriumchlorid. Dann wird das Natriumchlorid, das
ganz oder teilweise eine solche Körnung besitzt, daß
945 Oil
es durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm nicht hindurchgeht, leicht mit der gemahlenen Mischung
ohne weiteres Mahlen vermischt, beispielsweise, indem die Mischung in einen Atlasmischer eingegeben
wird, wobei auf diese Weise das Natriumchlorid der angegebenen Körnung in der Art der
Mischung einverleibt wird, wie es bei dem Vermischen von Sprengstoffbestandteilen der Fall ist, die flüssige
explosive Salpetersäureester enthalten. Es kann aber auch so vorgegangen werden, daß, wenn ein Kollergang
zum Mahlen des Ammoniumnitrats Jind .Trinitrotoluols
verwendet wird, das Kochsalz allein durch Arbeiten der Schaufehl der Masse einverleibt wird, nachdem
dieRollen aus der Mischung angehob en worden sind. Wenn es erwünscht ist, daß eine gewisse Menge des
Natriumchlorids in dem endgültigen Sprengstoff in so feiner Verteilung vorliegt, daß es durch ein Sieb
einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgeht, und dieser Anteil des Natriumchlorids in einem be-
ao liebigen Feinheitsgrad mit dem Trinitrotoluol und Ammoniumnitrat in üblicher Weise vermählen wird,
wird der Anteil an Natriumchlorid, der zu grob ist, um durch ein Sieb 'einer Maschenweite von 0,1245 mm
hindurchzugehen, dann leicht eingemischt, ohne in Masse zu mahlen. Ein anderes Verfahren besteht
darin, daß das Ammoniumnitrat und Trinitrotoluol
mit oder ohne etwas Natriumchlorid in bekannter Weise gemahlen werden und dann in die Mühle eine
Menge von Natriumchlorid eingegeben wird, welches eine Körnung besitzt, so daß es von einem Sieb einer
Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten wird, worauf dann die Mahlbehandlung eine kurze Zeit lang
fortgesetzt wird, bis die Mischbehandlung beendet ist,
so daß der Hauptanteil des Natriumchlorids in der sich ergebenden Zusammensetzung eine Kärnungsgröße
besitzt, so daß es auf einem Sieb einer laschen-1
weite von 0,1245 mm zurückgehalten wird. -
Die gemäß der Erfindung hergestellten Spiengstoffe behalten ihre Empfindlichkeit, d. h. ihre Sprongeigenschaften
über eineZeitdauervon mindestens 6 Monaten.
Die folgenden Tabellen geben die Versuchsergebnisse wieder und lassen die Eigenschaften λ on Sprengstoffzusammensetzungen
erkennen, welche aus Natriumchlorid in Mischung mit Trinitrotoluol und Ammoniumnitrat in einem Verhältnis voni8,2:8i,8 °/0
erkennen.
| Leistung | Korngröße des | NaCl | Detonations | sicherheit | |
| (V0 Spreng | zurückgehalten von Sieb | geschwindigkeit (m/sek.) |
|||
| NaCl- | gelatine) experimentell |
0,1245 mm | |||
| Gehalt % |
bestimmt | Durchgang durch Sieb 1,003 mm |
fein gemahlen*) (Teile) |
||
| zurückgehalten von Sieb | — | ||||
| 0,252 mm | 2800 | — | |||
| 53 | (Teile) | 25 | 3500 | — | |
| 25 | — | — | 2500 | — | |
| 47 | 25 | 30 | 2600 | — | |
| 30 | — | 28 | 27ΟΟ | — | |
| 2 | 25 | 2800 | . — | ||
| 5 | 20 | 29ΟΟ | — | ||
| IO | 15 | 3100 | — | ||
| 15 | IO | 3200 | — | ||
| 20 | 5 | 33ΟΟ . | + ' | ||
| 25 | — | 2100 | + | ||
| 43 | 3D | 35 | 2200 | + | |
| 35 | 30 | 23ΟΟ | + | ||
| 5 . | 25 | 26ΟΟ | + | ||
| IO | 25 | 29ΟΟ | — | ||
| 20 | 5 | 3IOO | |||
| 30 | — | keineÜbertragung | |||
| 39 | 35 | 40 | der Detonation | + | |
| 40 | — | 2000 | + | ||
| 30 | 2200 | + | |||
| IO | 25 | 2400 "... | + | ||
| 15 | 20 | 3700 . | + | ||
| 20 | IO | 2900 | + | ||
| 30 | — | 2000 | + | ||
| 29 | 40 | 25 | 2400 | + " | |
| 50 . | 25 | IO | 2700 | + | |
| 40 | — | 2000 | + | ||
| 20 | 50 | 20 ' | 2400 | ||
| 60 | 40 | — | |||
| 6O | |||||
*) Durchgang durch Sieb 0,1245 mm
Ein Pluszeichen zeigt an, daß Versuche in einer Gaskammer (aufgehängt und aus der Kanone abgeschossen)
hinsichtlich der Sicherheit positiv verlaufen sind, und ein Minuszeichen zeigt an, daß der Gasversuch
hinsichtlich der Sicherheit nicht den Erfordernissen entspricht.
NaCl-Gehalt
Leistung
(Vo Sprenggelatine)
experimentell
bestimmt
(Vo Sprenggelatine)
experimentell
bestimmt
Korngröße des NaCl Durchgang durch Sieb
0,252 mm
zurückgehalten von Sieb
0,1245 mm
fein gemahlen*)
(Teüe)
(Teüe)
Detoiiations-
geschwindigkeit
(m/sek.)
Gassicherheit
30
35
40
47
43
39
30
10
15
17,5
28
15
17,5
28
35
20
40
40
*) Durchgang durch Sieb 0,1245 mm
Die Erfindung ist in den folgenden Beispielen erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Teile
und Prozentangaben beziehen sich auf Gewichte, wenn nichts anderes vermerkt ist.
In einem Kollergang, der für Mahlbehandlungen eingerichtet ist, werden zusammen 11,9 Teile Flockentrinitrotoluol
und 53,1 Teile Ammoniumnitrat vermählen, das auf seiner Oberfläche eine feine Abscheidung
des Natriumsalzes vontrisulfoniertem p-Rosanilin in einer Menge von 0,1 Gewichtsprozent aufweist.
Die Mahlbehandlung erstreckt sich über 25 Minuten, wobei'nach dieser Zeit die Mischung so fein
gemahlen ist, daß sie durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,104 rom hindurchgeht. Durch eine weitere
Mahlbehandlung wird die Empfindlichkeit nicht weiter verbessert. Nach der Mahlbehandlung wird der Kollergang
angehalten, und die Räder werden aus der Mischung angehoben. Dann werden der Mischung
lediglich durch Arbeiten der Schaufeln 35 Teile Natriumchlorid einverleibt, das eine solche Körnung besitzt,
daß die ganze Menge durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,252 mm hindurchgeht und nur
58 °/0 durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm
hindurchgehen.
Der sich ergebende Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit
von 2400 m pro Sekunde; er läßt sich durch einen handelsüblichen Knallpulverzünder
Nr. 3 zündea, und in Form einer Ladung, die 31,75 mm Durchmesser hat und 76,2 mm lang ist,
setzt sich die Detonation auf die nächste Ladung gleicher Zusammensetzung fort, wenn* diese 25,4 mm
von dem Ende der ersten entfernt ist. Die Leistung beträgt 43% derjenigen von Sprenggelatine, und sie
besitzt eine Dichte von 1,15 g/ccm bei einem Druck 30
35
25
20
25
20
17,5
7
7
40
20
20
2500
3000
3000
2100
2300
2400
2500
2700
2900
2300
2400
2500
2700
2900
keine Übertragung
der Detonation
2300
2700
von 1,4 kg/cm2. Wenn 169,8 g dieses Sprengstoffes
frei aufgehängt in einem Versuchsraum in einer 9 Volumprozent Methan enthaltenden Luftmischung
abgeschossen werden, so wird diese nicht gezündet.
Ein Sprengstoff ähnlicher Zusammensetzung, der jedoch 35% Natriumchlorid in feinverteilter Form
enthält, besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von 2100 m pro Sekunde; er läßt sich nicht von einem
Knallsalzzünder Nr. 3 zünden, und in Form einer Ladung von 31,75 mm Durchmesser und 76,2 mm 10»
Länge setzt sich die Detonation auf eine ähnliche Ladung fort, die 12,7 mm von dem Ende derselben
entfernt ist. Wenn 141,5 g dieses Sprengstoffes frei
aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden, der 9 Volumprozent Methan in der Luft enthält, so
findet keine Zündung dieser Atmosphäre statt.
11,5 Teile Trinitrotoluol werden mit 11,5 Teilen
Natriumnitrat 10 Minuten lang in einem zur Mahlbehandlung eingerichteten Kollergang gemahlen.
40 Teile Ammoniumnitrat und 8 Teile Natriumchlorid werden zugegeben, und die Mischung wird weitere
•20 Minuten lang gemahlen, wobei nach dieser Zeit im wesentlichen die ganze Mischung fein genug ist, um
durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,104 π™ hindurchzugehen.
Die Räder des Kollerganges werden dann aus der Mischung abgehoben, und 29 Teile Natriumchlorid von einem solchen Feinheitsgrad, daß
die ganze Menge durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,252 mm hindurchgeht und von einem Sieb einer
Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten werden, werden der Mischung lediglich durch Einwirken der
Schaufehl des Kollerganges einverleibt.
Der erhaltene Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von 2600 m pro Sekunde und eine
945 Oil
solche Empfindlichkeit, daß er sich von einem Knallsalzzünder Nr. 3 zünden läßt, wobei bei Ladungen von
31,75 mm Durchmesser und 76,2 mm Länge die Detonation
übertragen wird, wenn die Ladungen 25,4 mm voneinander entfernt sind. Die Leistung dieses Sprengstoffes
beträgt 41 °/0 derjenigen'von Sprenggelatine, und
der Sprengstoff besitzt eine Dichte von 1,15 g pro ecm
bei einem Druck von 1,4 kg/cm2. Wenn 141,5 g dieses
Sprengstoffes frei aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden,, so findet keine Zündung einer
9 Volumprozent Methan enthaltenden Luftmischung statt.
Ein Sprengstoff ähnlicher Zusammensetzung, der 37% Natriumchlorid enthält, das in der Mischung
fein gemahlen vorliegt, besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von 2000 m pro Sekunde; er läßt sich
nicht von einem Knallsalzzünder Nr. 3 zünden, und wenn Ladungen von 31,75 mm Durchmesser und
76,2 mm Länge 12,7 mm voneinander entfernt sind,
so findet keine Übertragung der Detonation statt. 169,8 g dieses Sprengstoffes zünden in einem Versuchsraum frei aufgehängt nicht eine 9 Volumprozent
Methan enthaltende Luftmischung.
11 Teile Trinitrotoluol werden mit 11 Teilen Natriumnitrat
10 Minuten lang in der im Beispiel 2 beschriebenen Weise vermählen. 38 Teile Ammoniumnitrat
werden zugesetzt, und die Mischung wird
:3o weitere 20 Minuten lang gemahlen. Die Räder der Mühle werden dann aus der Mischung angehoben, und
40 Teile Natriumchlorid werden zugegeben, welches einen derartigen Körnungsgrad besitzt, daß die ganze
Menge durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,252mm hindurchgeht und von einem Sieb einer Maschenweite
von 0,1245 mm zurückgehalten wird. Dieses Natriumchlorid
wird der Mischung lediglich durch Einwirken der Schaufeln einverleibt.
Der sich ergebende Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von 2700 m pro Sekunde, er läßt sich durch einen handelsüblichen Knallsälzzünder Nr. 3 zünden, und wenn Ladungen von 31,75 mm Durchmesser und 76,2 mm Länge 37,6 mm voneinander entfernt sind, so findet eine Übertragung der Detonation statt. Die Leistung dieses Sprengstoffes beträgt 39% derjenigen von Sprenggelatine, und er besitzt eine Dichte von 1,15 g pro ecm bei einem Druck-von 1,4 kg/cm2. Wenn 141,5 g dieses Sprengstoffes frei aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden, so findet keine Zündung einer 9 Volumprozent Methan enthaltenden Luftmischung statt.
Der sich ergebende Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von 2700 m pro Sekunde, er läßt sich durch einen handelsüblichen Knallsälzzünder Nr. 3 zünden, und wenn Ladungen von 31,75 mm Durchmesser und 76,2 mm Länge 37,6 mm voneinander entfernt sind, so findet eine Übertragung der Detonation statt. Die Leistung dieses Sprengstoffes beträgt 39% derjenigen von Sprenggelatine, und er besitzt eine Dichte von 1,15 g pro ecm bei einem Druck-von 1,4 kg/cm2. Wenn 141,5 g dieses Sprengstoffes frei aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden, so findet keine Zündung einer 9 Volumprozent Methan enthaltenden Luftmischung statt.
Bei einem Sprengstoff ähnlicher Zusammensetzung, der 4O°/0 Natriumchlorid in feingemahlenem Zustand
enthält, findet keine Übertragung der Detonation statt.
11 Teile Trinitrotoluol und 11 Teile Ammoniumnitrat
werden 10 Minuten lang gemahlen. 38 Teile Ammoniumnitrat und 20 Teile Natriumchlorid werden
zugesetzt und die Mischung weitere 20 Minuten lang gemahlen. 20 Teile Natriumchlorid einer solchen Körnung,
daß die ganze Menge durch ein Sieb einer Maschenweite von 1,003 mm hindurchgeht und von
einem Sieb einer Maschenweite von 0,252 mm zurückgehalten werden, werden zugegeben, und die Mahlbehandlung
wird weitere 3 Minuten fortgesetzt. Nach dieser Zeit ist die Mischung vollkommen, und es hat
nur eine geringe Vermahlung des Natriumchlörids stattgefunden.
Der sich ergebende Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit
von 2400 m pro Sekunde, und er läßt sich durch einen handelsüblichen Knallsalzzünder
Nr. 3 zünden. Ladungen mit einem Durchmesser von 31,75 mm und einer Länge von 76,2 mm
übertragen die Detonation, wenn sie 25,4 mm voneinander entfernt sind. Die Leistung eines solchen
Sprengstoffes beträgt 39% derjenigen von Sprenggelatine, und er besitzt eine Dichte von 1,15 g pro ecm
bei einem Druck von ,1,4 kg/cm2. Wenn 169,8 g dieses
Sprengstoffes frei aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden, so findet kerne Zündung einer
9 Volumprozent Methan enthaltenden Luftmischung statt. Bei einem Sprengstoff ähnlicher Zusammensetzung,
der 40% Natriumchlorid in feinverteiltem Zustand enthält, findet keine Übertragung der Zersetzung
statt.
5,6 Teile Trinitrotoluol und 5,6 Teile Ammoniumnitrat werden 10 Minuten lang in einem Kollergang
gemahlen. 48,9 Teile Ammoniumnitrat und 16,4 Teile Natriumchlorid werden zugegeben, und es wird
weitere 20 Minuten lang gemahlen. Dann werden 3,5 Teile Holzmehl zugesetzt und die Mischung weitere
5 Minuten gemahlen. 20 Teile Natriumchlorid von einem solchen Feinheitsgrad, daß die ganze Menge
durch ein Sieb einer Maschenweite von 1,003 mm hin-" durchgeht und von einem Sieb einer Maschenweite
von 0,252 mm zurückgehalten werden, werden zugesetzt, und die Masse wird weitere 3 Minuten lang
gemahlen. Nach dieser Zeit ist die Mischung vollkommen, und es hat nur eine geringe Vermahlung des
Natriumchlorids stattgefunden.
Der sich ergebende Sprengstoff besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit
von 2600 m pro Sekunde, und er läßt sich von einem handelsüblichen Knallsalzzünder
Nr. 2 zünden. Bei Ladungen, die einen Durchmesser von 31,75 mm und eine Länge von 76,2 mm
besitzen, und die in einer Entfernung von 25,4 mm ω
angeordnet sind, findet eine Übertragung der Detonation statt. Die Leistung des Sprengstoffes beträgt
41% derjenigen von Sprenggelatine, und er besitzt eine Dichte von 0,89 g pro ecm bei einem Druck
von 1,4 kg/cm2. Wenn 169,8 g dieses Sprengstoffes "5
frei aufgehängt in einem Versuchsraum gezündet werden, der eine 9 Volumprozent Methan enthaltende
Luftmischung enthält, so findet keine Zündung dieser Gasmischung statt.
Ein Sprengstoff ähnlicher Zusammensetzung, der 36,4 Teile Natriumchlorid in feinverteilter Form enthält,
besitzt eine Detonationsgeschwindigkeit von m pro Sekunde, er läßt sich von einem handelsüblichen
Knallsalzzünder Nr. 3 nicht zünden, und wenn Ladungen dieses Sprengstoffes mit einem Durchmesser
von 31,75 mm und 76,2 mm Länge in einem
945 Oil
Abstand von 12,7 mm angeordnet sind, so setzt sich die Detonation fort. 169,8 g dieses Sprengstoffes
zünden nicht eine 9 Volumprozent Methan enthaltende Luftmischung, wenn sie in einem Versuchsraum frei
aufgehängt sind.
Claims (4)
1. Ammoniumnitratwettersprengstoff pulver, das , Trinitrotoluol und Natriumchlorid enthält, wobei
der Ammoniumnitrat- und Trinitrotoluolanteil aus feinen, in inniger Mischung vorliegenden Teilchen
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Natriumchlorid in dem Sprengstoffpulver mindestens
35 Gewichtsprozent des Sprengstoffpulvers ausmacht, wobei die ganze Menge an Natriumchlorid
durch ein Sieb einer Maschenweite von 1,003 mni hindurchgeht und mindestens 10 Gewichtsprozent
des Natriumchlorids des Sprengstoffes von einem Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten werden und mindestens
10 Gewichtsprozent des Natriumchlorids des Sprengstoffes durch ein Sieb einer Maschenweite
von 0,1245 mm hindurchgehen.
2. Sicherheitssprengstoff nach Anspruch 1, wobei dieser 35 bis 60% Natriumchlorid, 5 bis I2°/O
Trinitrotoluol und 65 bis 28% hauptsächlich Ammoniumnitrat enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß nicht mehr als 25 % des Gewichtes des Sprengstoffpulvers aus Natriumchlorid von einem Feinheitsgrad
besteht, daß es durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm hindurchgeht.
3. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumnitratsicherheitssprengstoffpulver
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trinitrotoluol 'und Ammoniumnitrat
in an sich bekannter Weise zusammen vermählen werden, worauf dann der so hergestellten gemahlenen
Mischung Natriumchlorid leicht eingemischt wird, von dem mindestens ein Teil von
einem Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm zurückgehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Natriumchlorids des
fertigen Sprengstoffpulvers, das so fein ist, daß es durch ein Sieb einer Maschenweite von 0,1245 mm
hindurchgeht, in irgendeiner Stufe der Vermahlung der Mischung von Trinitrotoluol und Ammoniumnitrat
während des Mahlens einverleibt wird und dann der Teil von Natriumchlorid dem fertigen
< Sprengstoffpulver, der zu grob ist, um durch ein Sieb einer Mäschenweite von 0,1245 mm hindurchzugehen,
leicht eingemischt wird.
Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 299462, 552646;
Chemisches Zentralblatt 1950, S. 2391/92.
Britische Patentschriften Nr. 299462, 552646;
Chemisches Zentralblatt 1950, S. 2391/92.
609 540 6.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB29198/52A GB743710A (en) | 1952-11-19 | 1952-11-19 | Improved explosive compositions |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE945011C true DE945011C (de) | 1956-06-28 |
Family
ID=10287705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI7896A Expired DE945011C (de) | 1952-11-19 | 1953-11-13 | Ammonnitratwettersprengstoffpulver |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2839374A (de) |
| BE (1) | BE524351A (de) |
| DE (1) | DE945011C (de) |
| FR (1) | FR1092612A (de) |
| GB (1) | GB743710A (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3093521A (en) * | 1960-10-26 | 1963-06-11 | Du Pont | Explosive composition |
| US3108917A (en) * | 1961-07-03 | 1963-10-29 | Canadian Ind | Tnt-tetraborate gelled aqueous explosive slurry |
| DE1239967B (de) * | 1963-12-30 | 1967-05-03 | Ici Ltd | Salzpaar-Wettersprengstoff |
| RU2164507C2 (ru) * | 1999-02-08 | 2001-03-27 | Открытое акционерное общество "Уральский научно-исследовательский и проектный институт галургии" | Взрывчатое вещество типа аммонит |
| RU2201913C2 (ru) * | 2001-07-05 | 2003-04-10 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Пермский завод им. С.М.Кирова" | Способ получения промышленных взрывчатых веществ и установка для его осуществления |
| RU2248340C1 (ru) * | 2003-09-01 | 2005-03-20 | Федеральное государственное унитарное предприятие (ФГУП) "Пермский завод им. С.М. Кирова" | Способ получения промышленного взрывчатого вещества и устройство для его осуществления |
| WO2008009031A1 (en) * | 2006-07-11 | 2008-01-17 | Korporacija Trayal | Technological procedure for making industrial powdered explosives |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB299462A (en) * | 1927-10-27 | 1929-03-28 | Adolphe Segay | Improvements in or relating to explosives for use in mines containing "fire-damp" and like gases |
| GB552646A (en) * | 1941-09-15 | 1943-04-19 | John Whetstone | Improvements in or relating to low density granular or powder explosives and their manufacture |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL80828C (de) * | 1950-05-05 |
-
0
- BE BE524351D patent/BE524351A/xx unknown
-
1952
- 1952-11-19 GB GB29198/52A patent/GB743710A/en not_active Expired
-
1953
- 1953-11-02 US US389887A patent/US2839374A/en not_active Expired - Lifetime
- 1953-11-10 FR FR1092612D patent/FR1092612A/fr not_active Expired
- 1953-11-13 DE DEI7896A patent/DE945011C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB299462A (en) * | 1927-10-27 | 1929-03-28 | Adolphe Segay | Improvements in or relating to explosives for use in mines containing "fire-damp" and like gases |
| GB552646A (en) * | 1941-09-15 | 1943-04-19 | John Whetstone | Improvements in or relating to low density granular or powder explosives and their manufacture |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB743710A (en) | 1956-01-25 |
| US2839374A (en) | 1958-06-17 |
| FR1092612A (fr) | 1955-04-25 |
| BE524351A (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3321943C2 (de) | ||
| DE1571227A1 (de) | Sprengstoffmassen | |
| DE945011C (de) | Ammonnitratwettersprengstoffpulver | |
| DE863615C (de) | Wettersprengstoff | |
| DE3104464A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines nebelsatzes sowie nebeltopf mit darin untergebrachten nebelsatz | |
| CH647220A5 (de) | Sicherheitssprengstoff. | |
| DEI0007896MA (de) | ||
| DE2116353C3 (de) | Pulverförmiger, von flüssigen Salpetersäureestern freier, Ammoniumnitratsprengstoff hoher Wasserfestigkeit und Dichte | |
| DE1077589B (de) | Ammoniumnitratsprengstoffe hoher Sensibilitaet | |
| DE2019968C3 (de) | Sprengstoffmischung hoher Brisanz und hoher Gesamtenergie und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1232506B (de) | Stabilisierte Sprengstoffzusammensetzung vom Slurry-Typ | |
| DE2605632C3 (de) | Ammonsalpetersprengstoff | |
| DE2553055C3 (de) | Sicherheitssprengstoff | |
| DE1571237A1 (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Explosivstoffe | |
| DE903319C (de) | Verfahren zur Verminderung des Setzens von Ammonnitratsprengstoffen | |
| DE412651C (de) | Verfahren zum Phlegmatisieren von Bleiazid | |
| DE19507807C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines gelatinösen Sprengstoffes | |
| DE1004091B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sicherheitssprengstoffen | |
| DE1646299C (de) | Sprengstoff auf der Basis von Nitro glyzenn in plastischer Form und als Auf schlammung | |
| DE857318C (de) | Gelatinesprengstoff | |
| DE2826589A1 (de) | Aluminium- und aminnitrat-sensibilisierte gelartige sprengstoffzusammensetzung und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1964537C (de) | Sprengstoff und Verfahren zur Herstellung desselben | |
| DE1012552B (de) | Ammoniumnitratsicherheitssprengstoff | |
| AT226580B (de) | Ammoniumnitratsprengstoffe hoher Sensibilität | |
| DE1242490B (de) | Plastisches Sprengmittel mit erhoehter Detonationsgeschwindigkeit |