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DE1685889C - Vorrichtung zum Überwachen des Lunten iaufes an Flügelspinnmaschine^ insbeson dere Vorspinnmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Überwachen des Lunten iaufes an Flügelspinnmaschine^ insbeson dere Vorspinnmaschinen

Info

Publication number
DE1685889C
DE1685889C DE1685889C DE 1685889 C DE1685889 C DE 1685889C DE 1685889 C DE1685889 C DE 1685889C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sensor
fuse
wing
signal
lever arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Uster Fern (Schweiz)
Original Assignee
Luwa AG, Zurich (Schweiz)
Publication date

Links

Description

1 2
Die HrliiRiung betrifft eine Vorrichtung zum Ober- übernehmen halte, wäre nicht nur umsländlieh,
wachen des Luntenlaufes an Flügelspinnmaschine!!, sondern wegen des verhältnismäßig geringen gegen
insbesondere Vorspinnmaschinen. seiligen Abslandes derselben baulieh kann1, durch
Unier einer I lügelspiiinma ,chine ist im Rahmen fühlbar.
der umliegenden Eiiindung sowohl eine Vorspinn- 5 Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus. dall
maschine (Flyer) als auch eine Fertigspinnmaschine für die Betriebssicherheil einer Flügelspinnmaschine,
mit Flügeln, also jegliche Art von mit Spinnflügel!! insbesondere Vorspinnmaschine weder irgendeine tier
ausgerüsteter Spinnmaschinen zu verstehen. Dem- bekannten Vorrichtungen tür sich, noch mit HiIIe
gemäß fällt unter den hier verwendeten Begriff Lunte von zwei gemeinsam betriebenen Vorrichtungen das
auch ein sonstiger Fnserstrang, ein Garn od. dgl. io Problem zu losen vermögen und stellt sich die AuI-
F.s isi bekannt, den Lauf der Lunte an Flügelspinn- gäbe, nicht nur beim Nachlassen der normalen
maschinen, insbesondere Vorspinnmaschinen, in Lunienspannung oder bei bereits erfolgtem Lunteii-
einem bestimmten Bereich zu überwachen, bei dort bruch, sondern auch bei anderen Störungen, die zu
auftretenden Störungen ein Signal auszulösen und einem Lunlcnbruch führen können, sofort und selbst-
gegebenenfalls gleich/eilig die Maschine selbsttätig 15 tatig geeignete Maßnahmen wirksam werden zu
abzustellen. lassen. Sie löst diese Aufgabe in baulich einfacher
Bei einer Art solcher Vorrichtungen wird die Lunte und betrieblich zweckmäßiger Weise dadurch, daß
in einem freischwebeuden Bereich vor oder hinter der gleiche Fühler sowohl bei normalem Lauf der
dem Streckwerk, im letzteren Falle also zwischen Lunte an einer zwischen ihrem Austritt aus dem
Streckwerk und Flügelkopf durch einen Fühler abge- ao Streckwerk und ihrem Eintritt in den Flügelkopf
tastet, der sich normalerweise in einem labilen Gleich- liegenden Stelle mit der Lunte in Berührung ist als
gewicht befindet und beim Nachlassen der Lunten- auch beim Auftreten eines Staues im Bereich des
spannung, z. B. bei Luntenbruch, in dem genannten Flügelkopfes in einem bestimmten Abstand oberhalb
Bereich in eine Signallage verschwenkbar ist desselben mit der Luntr in Berührung kommt und
(französische Patentschrift 1 340 637). Mit diesen 95 somit an beiden Stellen unabhängig voneinander
Vorrichtunpen können jedoch Störungen im weiteren durch einen Storungszustand im Sinne des Auslösens Luntenlauf, die sich unmittelbar am Flügel einstellen, eines Signals und gegebenenfalls gleichzeitig des selbst-
nicht erfaßt werden, soL.ige die Lunte zwischen dem tätigen Stillsetzens der Maschine beeinflußbar ist.
Streckwerk und dem Flügel in ihrer normalen Bahn Eine solche Vorrichtung, die einen die laufende
verläuft. Es können deshalb dort z. B. durch sich am 30 Lunte leicht berührenden Fühler aufweist, der aus
Flügel bildende Luntenschlingen oder St.? lungen, die einer Normallage in eine durch das Nachlassen der
mit dem Flügel zu rotieren beginnen, Störungen ent- Luntenspannung oder das Fehlen der Lunte verur-
stehen, die den Bruch benachbarter Lunten sowie sachte Signallagc selbsttätig verschwenkbar ist, kann
große Verunreinigungen der Maschine durch die sich erfindungsgemäß verschieden ausgebildet sein, indem
auflösenden Lunten zur Folge haben. 35 der Fühler entweder infolge einer anderen, im Be-
Man kennt allerdings auch schon Vorrichtungen, reich des Flügelkopfes eintretenden S.ö;ung aus der
mit denen unmittelbar am Flügelkopf eintretende Normallage nach der entgegengesetzten Seite in eine
Störungen überwacht werden, indem z. B. fingerartige zweite Signallage verschwenkbar ist, oder indem er
elastische Fühler von dem sich gegebenenfalls ober- als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, wobei der eine
halb oder seitlich des Flügelkopfes stauenden Lunten- 40 Hebelarm oberhalb des Flügelkopfes liegt und durch
material gegen eine Kontaktplatte gedruckt werden, eine in diesem Bereich eintretende Störung im
wodurch das Schließen eines elektrischen Strom- gleichen Schwenksinne beeinflußbar ist wie der
kreises und das Stillsetzen dei Maschine bewirkt andere, auf der entgegengesetzten Seite der Hcbel-
werdcn soll (bri'ische Patentschriften 312 694, achse die laufende Lunte abtastende Hebelarm.
304 5471. Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung 45 Weitere spezielle Erfindungsmerkmale bezüglich
dieser Art wird ein am Flügelkopf schwenkbar ge- der einen oder der anderen Ausbildung der Vor-
lagerter Hebel normalerweise durch die Lunte in richtung ergeben sich aus den betreffenden übrigen
einer bestimmten Lage gehalten und bei Luntenbruch Unterausprüchen.
durch Fliehkraft gegen eine Kontaktschiene Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung
zum Anschlag gebracht (deutsche Auslegeschrift so beispielsweise in zwei Ausführungsformen einer der-
1 005 871J). Vorrichtungen dieser Art sind nicht dazu artigen Vorrichtung dargestellt, die gleichzeitig zui
bestimmt und auch nicht geeignet, Störungen des Erläuterung ihrer Arbeitsweise dienen. Es zeigt
Luntenlaufes in dem vor dem Flügelkopf liegenden Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung bestimmte Bereich zwischen Flügclkopf und Streckwerk, zum Einzelheiten einer Vorspinnmaschine mit den ir
mindestens nicht sofort, zu erfassen. 55 diesem Bereich zur Luntenüberwachung dienender
Für das betriebssichere Arbeiten von Flügelspinn- Elementen, .
maschinen, insbesondere Vorspinnmaschinen, ist nun F i g. 2 bis 4 den zugehörigen Fühler in de
aber der ordnungsmäßige und störungsfreie Lunten- Normallage bzw. in beiden Signallagen,
lauf sowohl im freien Bereich zwischen Streckwerk Fig. 5 bis 7 eine andere Ausführung der gleich
und Flügclkopf als auch im unmittelbaren Bereich des 60 artigen Vorrichtung mit dem zugehörigen Fühler ii
Flügclkopfcs von besonderer Bedeutung. Insoweit der Normnllagc bzw. in den beiden Signallagen,
stellt keine der bisher bekannten Vorrichtungen eine In Fig. I ist mit 11 ein Deckblecii bezeichne!
ausreichende Überwachung des Luntenlaufes und die welches den Bereich über den Flügeln einer Vor
umgehende Einleitung entsprechender Maßnahmen spinnmaschine überdeckt und an der den Spindel:
beim Auftreten von Störungen in beiden Bereichen 63 zugekehrten Seite 13 des Maschinengestells lösba
siehe. Die gemeinsame Anordnung von zwei be- oder schwenkbar befestig' ist. Das Deckblech 1
kannten Vorrichtungen, von denen jede die Über- weist U-förmige Aussparungen 12 im Bereich der Flü
wachunti funktion für einen der beiden Bereiche zu gelkronen 14 auf, damit beim Hochklappen des Deck
fcleehes 11 die Lunten IS nicht zerrissen werden. Die Die Signalisierung einer Störung erfolgt elektrisch,
tluvvlkniiien 14 ragen über die (!beiseite des Deck Zu diesem /.weck ist /wischen Grundplatte 17 i'iul
|>lei-hes hinaus, tiher jedem Flügel Ift isl auf dem Deckblech 11 eine elektrisch isolierende /wischen-
|)eckblech Il eine Grundplatte 17 befestigt, an der schicht 28 angebracht. Dei Klappleiter weist lernei
lluali ein Scharnier 18, dessen Achse sich in Längs- r. «-eitlich des Kückens 21 je eine l-'ahne 24 auf, welche
richtung der Flügelspinnma^hine, also i|uer /ur vom Klicken abgewinkelt sind und die Kippbewe-
ilewegungsrichiuiig der Lunte erstreckt, ein als gütigen ties Klappreiiers 20 nach wirne und hinten
Klappleiter bezeichneter Fühler 20 angelenkt ist. begrenzen. Die F'ahnen 24 lauten in Spitzen 2'J aus.
Vor/ug>weise schneiden sich die Scharnierachse unil welche eine eventuelle auf dem Deckblech Il wir-
ilie 1 lügeldrehachse 19 rechtwinklig. ' i< > handene Faserschicht oder einen Ölfilm durclidiinuen
Der Klappreiter 20 ist aus einem dünnen Blech- können und eine leitende Verbindung /wischen stück gebogen und weist mehrere Flachen auf, die mit Grundplatte 17 und Deckblech 11 ergeben. Die AusKücken 21, Fühlerlläche oder Deckel 22. Rundung dehnung der Fahnen 24 nach unten \erringert deien 23 und Fahne 24 bezeichnet sind. Der Rücken 21 Abstand /ur Grundplatte und bestimmt ebenfalls die des Klappreiters 20 verbindet den beweglichen Teil 15 Empfindlichkeit der Vorrichtung. Wenn es wundes Scharniersie mit der Fühlerlläche 22, welche in sehenswert erscheint, kann lic1· pielsweise das hieße ller Normallage (Fig. 2) angenähert in der Horizon- Durchhängen einer Lunte 15 zwischen Streckwerk 26 talen verläuft und sich von dem in dieser Normallagt1 und Flügel 16 durch eine entsprechend lange Spitze nach aufwärts und vorwärts verlaufenden Rücken 21 29 der Fahne 24, welche den K npwinkel begrenzt, rückwärts in Richtung des Streckwerkes 26 erstreckt. 20 als Störung signalisiert werden. An deren, dem Streckwerk 26 benachbarten Ende ist Die Grundplatte 17 ist mit dem einen Pol, das die Fühlerfläche 22 in einer Rundung 23 nach oben Deckblech 11 mit dem anderen Pol einer Stvonuiuelle abgebogen. Die Fühlerfläche 22 erstreckt sich seitlich 35 lei.«nd verbunden. Im selben Stromkreis ist eine so weit, daß sie die Krone 14 des Flügels 16 über- Signalvorrichtung, z. B. eine Signallampe cder ein deckt. In der Tiefe erstreckt sich die Fühlerfläche 22 25 Relais 31 angeordnet, welches beim Schließen des so weit, daß die Rundung ii in der Nurmallage auf Stromkreises anzieht und dadurch den Antnebsder LuntelS aufliegt. Dabei ist die Gesvichtsver- motor 32 und somit die Maschine stillsetzt, teilung am Fühler so gewählt, daß nur ein geringer Es ist besonders vorteilhaft, die Anordnung der Teil desselben an der Lunte wirksam ist; die Lunte Tastfühler 20 zusammen mit einer Luntenbruchwird also aus ihrer ursprünglichen Bahn praktisch 30 absaugung und einer pneumatischen Reinigung der nicht abgelenkt. Der Klappreiter 20 ist aus der Vorspinnmaschine zu kombinieren, indem dann das Normallage (Fig. 2) nach vorwärts (Fig. 3) oder Deckblech 11 für beide Einrichtung gemeinsam \ernach rückwärts (Fig. 4) schwenkbar, wobei derselbe wendet werden kann. In einem solchen Fall ist es durch die laufende Lunte in Normallage gehalten zweckmäßig, das vordere Verschalungsblech, welches wird. Der Abstand der Fühlerfläche 22 vom oberen 35 sich über die Abschnitte zwischen den Stanzen erRand der llügelkrone 14 ist so gewählt, daß der streckt, sowie das entsprechende Deckbleci. Il gieichumkippendc Klappreiter durch die Flügelkrone nicht zeitig mit der Signalisierung der Störung selbsttätig berührt wird. zu öffnen, so daß sofort erkannt wird, in welchem
Wenn im Betrieb der Vorspinnmaschine eine Abschnitt der Maschine die Störung stattgefunden Störung auftritt, beispielsweise ein Bruch einer Lunte 40 hat. Ein besonderer Vorteil der Kombination mit der
/wischen Flügel 16 und Streckwerk 26, so kippt der pneumatischen Reinigungsvorrichtung besteht darin.
Klappreiter 20 wegen mangelnder Stützung durch die daß beim Öffnen und nachfolgenden Schließen des Lunter IS unter Wirkung der Schwerkraft nach hinten Deckblechcs sämtliche Klappreiter 20 selbsttätig
gegen das Streckwerk in die eine Signallage um. Eine wieder in die Normallage auf der Lunte 15 gebracht
zweite Art von Störungen kann durch Aufbau eines 45 werden, so daß eine Rückstellung der Fühler von
sogenannten Hutes 34 über der Krone 14 des Flügels Hand entfällt.
erfolgen. Wenn die Höhe dieses Hutes 34 größer Die Klappreiter können auch auf irgendeine
wird als der freie Abstand zwischen Fühlerfläche 22 andere Weise im Bereich der Flügelkronc be-
und Krone 14, so wird die Fühlerfläche durch das fciigt sein, beispielsweise wie an sich bekannt
sich aufbauende Material angehoben, bis der Klapp- 5° (USA-Patentschrift 2 086 0%) auf zugeordneten
reiter seine labile Gleichgewichtslage überschritten Supporten in Flügelnähc, die derart um eine horizon-
hat und unter Wirkung der Schwerkraft nach vorn talc Achse klappbar an der den Spindeln zugekehrten
in die andere Signallage umkippt. Eine dritte Art von Seite des Maschinengestell befestigt sind, daß die-
Störungen kann auftreten, wenn die Luntenspannung selben beim Auswechseln der Spulen nicht stören
nachlaßt und zut Bildung von Kringeln führt, welche 55 Eine weitere Möglichkeit, derartige Störungen zu
beim Austritt der Lunte 15 aus dem seitlichen Loch erfassen, besteht darin, daß eine zusätzliche Fahne
;i7 im Flügelkopf als schwingende Schlingen um den des Klappreiters in der Signallage in, an sich be-
Flügclkcpf herumgewirbelt werden. Solche Schlingen kannter Weise einen längs dar Maschine auf eine
schlagen auf den Rücken 21 des Klappreiters 20 auf Fotozelle gerichteten Lichtstrahl unterbricht und die
und klappen denselben ebenfalls nach vorne um. 6o Maschine fotoelektrisch abgestellt wird. Um dabei
Auch auf der Krone gebildete Schlingen haben diese mit einem einzigen Lichtstrahl pro Spindelreihe aus- Wirkung. Die Schlingen und Hüte sind in vielen zukommen, ist eine weitere Fahne am Klappreiter
!•allen ein Zeichen für einen unmittelbar bevor- derart angebracht, daß dieselbe beim Kippen des
stehenden Bruch der Lunte. Klappreiters nach hinten in die Bahn eines am Flügel
Die Empfindlichkeit des Klappreiters 20 auf sich 65 angebrachten Nockens gerüt, welcher den Klappreiter
bildende Hüte kann durch den Abstand zwischen nach vorne wirft, wobei der Lichtstrahl unterbrochen
Fühlerfläche 22 und Krone 14 verändert werden. Ein und die Maschine stillgesetzt wird. Die Fahnen für
kleinerer Abstand ergibt kürzere Ansprechzeit. die optisrhe Beeinflussung können auch derart ausge-
bildet sein, el;iίΛ sic den Lichtstrahl einfädeln und die eine oder die andere Fahne den Lichtstrahl beim Kippen unterbricht.
Die Begrenzung der Kippheweuung des Klappreiters 20 kann statt durch I ahnen 24 beispielsweise auch durch quer zur Rückenflächc 21 angeordnete Nadeln erfolgen. Wenn es zweckmäßig erscheint, können beim Kippen des Klappreiters nach den entgegengesetzten Seiten unterschiedliche Signale ausgelöst werden.
Die Schwenkachsen der Klappreiter können sieh auch in einem Winkel zur Masehincnlängsachse erstrecken.
I-'s ist ferner auch möglich, den Klappreitcr nicht um eine ortsfeste Achse schwenkbar auszubilden, sondern auf einem bogenförmigen Fuß abrollen zu lassen.
Mit der zweiten Ausführung gemäß den Fig. 5 bis 7 soll mit noch größerer Sicherheit die Möglichkeit einer Signallage des Fühlers ohne entsprechende Strörungsursaehe verhindert werden. Bei der oben beschriebenen ersten Ausführung gemäß den Fig. I bis 4 muß nämlich darauf geachtet werden, daß die Normallage des Fühlers so weit von seiner labilen Gleichgewichtslage entfernt ist, daß er über diese hinweg nicht schon, z. B. durch Erschütterungen oder Schwingungen der Maschine oder durch Verdickungen der Lunte, in die andere Signallage gekippt wird. Wenn jedoch die gewichtsmäßige Belastung der Lunte durch den Fühler so gering sein soll, daß dessen Normallage einen zu kleinen Abstand von seiner labilen Gleichgewichtslage hat. ist es vorteilhaft, den Fühler in der nachstehend beschriebenen Weise auszubilden und anzuordnen.
Beim Normalbctrieb der Vorspinnmaschine lauft die Lunte 15 aus dem in den F i g. 5 bis 7 nicht dargestellten Streckwerk schräg nach unten, also schräg von oben her in den Flügelkopf 14 hinein. Die zugehörige Überwachungsvorrichtung ist an einem geeigneten Maschinenteil, beispielsweise wieder an dem Deckblech 11 befestigt, mit dem ein Vorrichtungsträger 46 verbunden, vorzugsweise verschraubt ist. Als Fühler ist ein zweiarmiger Hebel 40, beispielsweise in Form eines Metallstreifens, vorgesehen. Der Fühler 40 ist in einem Gelenk oder Scharnier 44 mit dem freien Ende des Trägers 46 schwenkbar verbunden und in bezug auf Flügel und Luntcnlauf derart angeordnet, daß der eine Hebelarm 41 im Abstand über dem Flügelkopf 14 liegt und der andere Hebelarm 43 von oben her an die in den Flügelkopf einlaufende Lunte 15 heranreicht. Der zweiarmige Hebel 40 steht unter dem Einfluß eines Schwenkmomentes um die Drehachse 44. welches in der Zeichnung im Gegcnuhrzeieersinn gerichtet ist und dadurch zustande kommt, daß der Hebelarm 43 eecenüber dem Hebelarm 41 ein geringes Übergewicht aufweist.
Bei ordnunesEcmäßem Luntenlauf, wie er in F i c. 5 dargestellt ist. liegt das freie Ende des Hebelarmes 43 infolge des Schwenkmomentes auf der in den Flügelkopf einlaufenden Lunte 15.
Auch diese Ausführung der Vorrichtung reagiert auf verschiedene Störungen des I.untenlaufes. Die eine, in 1 ;i g.fi veranschaulichte Störung kommt dadurch zustande, daß der vom Streckwerk her gelieferte l.unterMraiiti nicht mehr ordnungsgemäß in den Flüiiel hinein nachgezogen wird und sich deshalb an der Oberseiu es Flügelkopfcs 14 anhäuft. Es baut mcIi deshalb auf dem Flügelkopf ein Luntenwickel 34 in Form eines Miuenannten Hütchens oder Nestes auf. Mit zunehmender Höhe stößt der Luntenwickel 34 gegen den Hebelarm 41 und drückt diesen nach 5 oben, wodurch der I iihler in die dargestellte Störungs- oder Signallagc gelangt. Die Lrfassiing diesel Störungssituation ist von Bedeutung, weil die Bildung eines Luntcnwickels 34 am Flügelkopf 14 mit einem fehlerhaften Verzug der Lunte zwischen dem ίο Einlauf in den Flügel und der Aufwickelstelle (PreB-finger) einhergeht, welcher in der Regel in kurzer Zeit zu einem Luntenbruch führt. Gleichzeitig wird auch der Luntenabschnitt zwischen Streckwerk und Flügel lose, so daß beim Verschwenken des Fühlers in >5 die Störlagc der Hebelarm 43 durch diesen Limienabschnitt praktisch keinen Widerstand erfährt.
Die zweite Störungsart stellt sich bei einem Luntenbruch zwischen Streckwerk und I lügelkopf oder beim Ausbleiben der Lunte ein und ist in F i g. 7 ao dargestellt. Infolge eines solchen Luntenbruchcs wird der Hebelarm 43 des Fühlers freigegeben, und der Fühler geht vermöge des genannten Schwenkmomentes in die gleiche Signallage wie nach F i g. (■>.
Zur Signal-sierung der Störungslage eines Fühlers as 40 zwecks Steuerung der Maschine bestehen verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann der Fühler, wie bei der ersten Ausführung, in der Störungslage einen direkten Kontaktschluß in einem elektrischen Steuerstromkreis bewirken, oder es kann am Fühler eine Fahne oder ein Lappen vorgesehen sein, welcher in der Störungslage den Lichtstrahl einer fotoelektrischen Lichtschranke unterbricht.
Als besonders vorteilhaft erweist sich jedoch bei dieser Ausführung eine magnetische Steuerung in Abhängigkeit von der Fühlerlage. Zu diesem Zweck ist auf dem Träger 46 ein Schutzrohrkontakt 50 angeordnet und am freien Ende des Hebelarms 41 ein kleiner Permanentmagnet 42 befestigt. Der Permanentmagnet 42 dient gleichzeitig als Gegengewicht zur annähernden Ausbalancierung des Fühlers 40.
In der Normallage des Fühlers nach F i g. 5 befindet sich der Permanentmagnet 42 in relativ großem Abstand vom Kontakt 50. der deshalb geöffnet ist. In der Signallage des Fühlers 40 nach den F i c 6 und 7 hat sich der Magnet jedoch durch Anlie-en gegen den Träger 46 so weit dem Kontakt 50 genähert, daß dieser geschlossen ist; dabei muß dt' Träger 46 aus einem nichtmagnetisierbaren Material gefertigt sein. Der Kontakt 50 liegt im Errceuncs-Stromkreis 52 eines Relais 31. das den Maschinenmotor 32 und oder eine Signaleinrichtung steuert.
Bei der beschriebenen Gestaltung des Fühlers 40 als zweiarmiger Hebel besteht für diesen keine labile Gleichgewichtslage. Falls der Hebelarm 43 infolge von Schwingungen oder durchlaufenden Verdickunccn der Lunte 15 leichte Stöße erfährt, so wird der Fühler entgegen dem an ihm wirkenden Schwenkmoment nur vorübergehend etwas aus der Normallage herausbewegt, wobei eine fälschliche Störunesanzeige jedoch nicht eintritt. Man hat es also in der Hand, die Auflagekraft des Hebelarmes 43 nuf der Lunte 15 praktisch beliebig klein zu wählen, so daß gerade noch das sichere Verschwenken im Falle des Luntenbruchs gewährleistet ist.
Das Schwenkmoment des Hebels 4fl kann auch auf andere Weise als durch ein Übergewicht des Hebelarms 43 hervorgerufen werden, beispielsweise mittels einer Feder oder durch magnetische Mittel.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Überwachen des Luntenlaufes an FKigelspinnmaschinen, insbesondere Vorspinnmaschinen mit Hilfe eines die Lunte in ihrer normalen Bahn abtastenden, vorzugsweise als schwenkbarer Fühler ausgebildeten Elementes, das beim Ausweichen aus seiner normalen Lage ein Signal auslöst und gegebenenfalls auch tin selbsttätiges Stillsetzen der Maschine bewirkt. dadurch gekennzeichnet, daß der gleiche Fühler (20; 40) mit der Lunte (15) sowohl bei normalem Lauf derselben an einer zwiichen ihrem Austritt aus dem Streckwerk (26) und ihrem Eintritt in den Flügelkopf (14) liegenden Stelle in Berührung ist als auch beim Auftreten eines Staues im Bereich des Flügelkopfes in einem bestimmten Abstand oberhalb desselben in Berührung kommt und somit an beiden Stellen unabhängig voneinander durch einen Störungszu- ao stand im Sinne des Auslösens eines Signals und gegebenenfalls gleichzeitig des selbsttätigen Stillsetzens der Maschine beeinflußbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem zur leichten Berührung der zwischen dem Streck- »5 werk ιιιιά lun Γ".1^;λ.,ρί !aufenden Lunte bestimmten Fühler, der aus einer Normallage in eine durch das Nachlassen der Luntenspannung oder das Fehlen der Lunten verursachte Signallage selbsttätig verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) infolge einer anderen, im Bereich des Flügelkopfes (14) eintretenden Störung aus der Normallage nach der entgegengesetzten Seite in eine zweite Signallage verschwenkbar ist (Fig. 1 bis 4).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) außer seinem die laufende Lunte berührenden Teil (23) eine Fläche (22) aufweist, die in seiner Normallage einen im Abstand über dem Flügelkopf (14) liegenden Deckel bildet (F i g. 2).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) außer seinem die laufende Lunte berührenden Teil ein z. B.
als Fläche (21) ausgebildetes Prallelement aufweist, das in geringem Abstand von der Umfangsfläche des Flügelkopfes (14) liegt (F i g. 1).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) mittels eines Scharniers (18) angeknkt ist, dessen Achse annähernd rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der aus dem Streckwerk (Z6) kommenden Lunte (15) und der Fiügeldrehiichse (19) verläuft (F i g. 1 bis 4).
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) zwei Signalfahnen (24) aufweist, die je einer Signallage zugeordnet sind (Fig. 1,2, 3, 4).
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem zur leichten Berührung der zwischen dem Streckwerk und dem Flügelkopf laufenden Lunte bestimmten Fühler, der aus einer Normallage in eine durch das Nachlassen der Luntenspannung oder das Fehlen der Lunte verursachte Signallage selbsttätig verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (40) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, wobei der eine Hebelarm (41) im Abstand oberhalb des Flügelkopfes (14) liegt und durch eine in diesem Bereich eintretende Störung im gleichen Schwenksinne beeinflußbar ist wie der andere, auf der entgegengesetzten Seite der Hebelachse (44) die laufende Lunte (15) abtastende Hebelarm (43) (F i g. 5 bis 7).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß der die laufende Lunte (15) abtastende Hebelarm (43) ein Übergewicht gegenüber dem anderen Hebelarm (41) hat.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem einen Hebelarm (41) des Fühlers sich ein Permanentmagnet (42) befindet, der in der Signallage des Fühlers zur Steuerung eines Schutzrohrkontaktes (50) dient (I ig. 5 bis 7).
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (42) ein das Übergewicht des anderen Hebelarmes (43) auf den gewünschten Minimalwert reduzierendes Gegengewicht bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen

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