DE1685889C - Vorrichtung zum Überwachen des Lunten iaufes an Flügelspinnmaschine^ insbeson dere Vorspinnmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Überwachen des Lunten iaufes an Flügelspinnmaschine^ insbeson dere VorspinnmaschinenInfo
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Description
1 2
Die HrliiRiung betrifft eine Vorrichtung zum Ober- übernehmen halte, wäre nicht nur umsländlieh,
wachen des Luntenlaufes an Flügelspinnmaschine!!, sondern wegen des verhältnismäßig geringen gegen
insbesondere Vorspinnmaschinen. seiligen Abslandes derselben baulieh kann1, durch
Unier einer I lügelspiiinma ,chine ist im Rahmen fühlbar.
der umliegenden Eiiindung sowohl eine Vorspinn- 5 Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus. dall
maschine (Flyer) als auch eine Fertigspinnmaschine für die Betriebssicherheil einer Flügelspinnmaschine,
mit Flügeln, also jegliche Art von mit Spinnflügel!! insbesondere Vorspinnmaschine weder irgendeine tier
ausgerüsteter Spinnmaschinen zu verstehen. Dem- bekannten Vorrichtungen tür sich, noch mit HiIIe
gemäß fällt unter den hier verwendeten Begriff Lunte von zwei gemeinsam betriebenen Vorrichtungen das
auch ein sonstiger Fnserstrang, ein Garn od. dgl. io Problem zu losen vermögen und stellt sich die AuI-
F.s isi bekannt, den Lauf der Lunte an Flügelspinn- gäbe, nicht nur beim Nachlassen der normalen
maschinen, insbesondere Vorspinnmaschinen, in Lunienspannung oder bei bereits erfolgtem Lunteii-
einem bestimmten Bereich zu überwachen, bei dort bruch, sondern auch bei anderen Störungen, die zu
auftretenden Störungen ein Signal auszulösen und einem Lunlcnbruch führen können, sofort und selbst-
gegebenenfalls gleich/eilig die Maschine selbsttätig 15 tatig geeignete Maßnahmen wirksam werden zu
abzustellen. lassen. Sie löst diese Aufgabe in baulich einfacher
in einem freischwebeuden Bereich vor oder hinter der gleiche Fühler sowohl bei normalem Lauf der
dem Streckwerk, im letzteren Falle also zwischen Lunte an einer zwischen ihrem Austritt aus dem
tastet, der sich normalerweise in einem labilen Gleich- liegenden Stelle mit der Lunte in Berührung ist als
gewicht befindet und beim Nachlassen der Lunten- auch beim Auftreten eines Staues im Bereich des
spannung, z. B. bei Luntenbruch, in dem genannten Flügelkopfes in einem bestimmten Abstand oberhalb
(französische Patentschrift 1 340 637). Mit diesen 95 somit an beiden Stellen unabhängig voneinander
nicht erfaßt werden, soL.ige die Lunte zwischen dem tätigen Stillsetzens der Maschine beeinflußbar ist.
verläuft. Es können deshalb dort z. B. durch sich am 30 Lunte leicht berührenden Fühler aufweist, der aus
mit dem Flügel zu rotieren beginnen, Störungen ent- Luntenspannung oder das Fehlen der Lunte verur-
stehen, die den Bruch benachbarter Lunten sowie sachte Signallagc selbsttätig verschwenkbar ist, kann
große Verunreinigungen der Maschine durch die sich erfindungsgemäß verschieden ausgebildet sein, indem
auflösenden Lunten zur Folge haben. 35 der Fühler entweder infolge einer anderen, im Be-
mit denen unmittelbar am Flügelkopf eintretende Normallage nach der entgegengesetzten Seite in eine
elastische Fühler von dem sich gegebenenfalls ober- als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, wobei der eine
halb oder seitlich des Flügelkopfes stauenden Lunten- 40 Hebelarm oberhalb des Flügelkopfes liegt und durch
material gegen eine Kontaktplatte gedruckt werden, eine in diesem Bereich eintretende Störung im
wodurch das Schließen eines elektrischen Strom- gleichen Schwenksinne beeinflußbar ist wie der
kreises und das Stillsetzen dei Maschine bewirkt andere, auf der entgegengesetzten Seite der Hcbel-
werdcn soll (bri'ische Patentschriften 312 694, achse die laufende Lunte abtastende Hebelarm.
304 5471. Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung 45 Weitere spezielle Erfindungsmerkmale bezüglich
dieser Art wird ein am Flügelkopf schwenkbar ge- der einen oder der anderen Ausbildung der Vor-
lagerter Hebel normalerweise durch die Lunte in richtung ergeben sich aus den betreffenden übrigen
einer bestimmten Lage gehalten und bei Luntenbruch Unterausprüchen.
durch Fliehkraft gegen eine Kontaktschiene Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung
zum Anschlag gebracht (deutsche Auslegeschrift so beispielsweise in zwei Ausführungsformen einer der-
1 005 871J). Vorrichtungen dieser Art sind nicht dazu artigen Vorrichtung dargestellt, die gleichzeitig zui
bestimmt und auch nicht geeignet, Störungen des Erläuterung ihrer Arbeitsweise dienen. Es zeigt
mindestens nicht sofort, zu erfassen. 55 diesem Bereich zur Luntenüberwachung dienender
maschinen, insbesondere Vorspinnmaschinen, ist nun F i g. 2 bis 4 den zugehörigen Fühler in de
aber der ordnungsmäßige und störungsfreie Lunten- Normallage bzw. in beiden Signallagen,
lauf sowohl im freien Bereich zwischen Streckwerk Fig. 5 bis 7 eine andere Ausführung der gleich
und Flügclkopf als auch im unmittelbaren Bereich des 60 artigen Vorrichtung mit dem zugehörigen Fühler ii
stellt keine der bisher bekannten Vorrichtungen eine In Fig. I ist mit 11 ein Deckblecii bezeichne!
ausreichende Überwachung des Luntenlaufes und die welches den Bereich über den Flügeln einer Vor
umgehende Einleitung entsprechender Maßnahmen spinnmaschine überdeckt und an der den Spindel:
beim Auftreten von Störungen in beiden Bereichen 63 zugekehrten Seite 13 des Maschinengestells lösba
siehe. Die gemeinsame Anordnung von zwei be- oder schwenkbar befestig' ist. Das Deckblech 1
kannten Vorrichtungen, von denen jede die Über- weist U-förmige Aussparungen 12 im Bereich der Flü
wachunti funktion für einen der beiden Bereiche zu gelkronen 14 auf, damit beim Hochklappen des Deck
fcleehes 11 die Lunten IS nicht zerrissen werden. Die Die Signalisierung einer Störung erfolgt elektrisch,
tluvvlkniiien 14 ragen über die (!beiseite des Deck Zu diesem /.weck ist /wischen Grundplatte 17 i'iul
|>lei-hes hinaus, tiher jedem Flügel Ift isl auf dem Deckblech 11 eine elektrisch isolierende /wischen-
|)eckblech Il eine Grundplatte 17 befestigt, an der schicht 28 angebracht. Dei Klappleiter weist lernei
lluali ein Scharnier 18, dessen Achse sich in Längs- r. «-eitlich des Kückens 21 je eine l-'ahne 24 auf, welche
richtung der Flügelspinnma^hine, also i|uer /ur vom Klicken abgewinkelt sind und die Kippbewe-
ilewegungsrichiuiig der Lunte erstreckt, ein als gütigen ties Klappreiiers 20 nach wirne und hinten
Klappleiter bezeichneter Fühler 20 angelenkt ist. begrenzen. Die F'ahnen 24 lauten in Spitzen 2'J aus.
Vor/ug>weise schneiden sich die Scharnierachse unil welche eine eventuelle auf dem Deckblech Il wir-
ilie 1 lügeldrehachse 19 rechtwinklig. ' i<
> handene Faserschicht oder einen Ölfilm durclidiinuen
Der Klappreiter 20 ist aus einem dünnen Blech- können und eine leitende Verbindung /wischen
stück gebogen und weist mehrere Flachen auf, die mit Grundplatte 17 und Deckblech 11 ergeben. Die AusKücken 21, Fühlerlläche oder Deckel 22. Rundung dehnung der Fahnen 24 nach unten \erringert deien
23 und Fahne 24 bezeichnet sind. Der Rücken 21 Abstand /ur Grundplatte und bestimmt ebenfalls die
des Klappreiters 20 verbindet den beweglichen Teil 15 Empfindlichkeit der Vorrichtung. Wenn es wundes
Scharniersie mit der Fühlerlläche 22, welche in sehenswert erscheint, kann lic1· pielsweise das hieße
ller Normallage (Fig. 2) angenähert in der Horizon- Durchhängen einer Lunte 15 zwischen Streckwerk 26
talen verläuft und sich von dem in dieser Normallagt1 und Flügel 16 durch eine entsprechend lange Spitze
nach aufwärts und vorwärts verlaufenden Rücken 21 29 der Fahne 24, welche den K npwinkel begrenzt,
rückwärts in Richtung des Streckwerkes 26 erstreckt. 20 als Störung signalisiert werden.
An deren, dem Streckwerk 26 benachbarten Ende ist Die Grundplatte 17 ist mit dem einen Pol, das
die Fühlerfläche 22 in einer Rundung 23 nach oben Deckblech 11 mit dem anderen Pol einer Stvonuiuelle
abgebogen. Die Fühlerfläche 22 erstreckt sich seitlich 35 lei.«nd verbunden. Im selben Stromkreis ist eine
so weit, daß sie die Krone 14 des Flügels 16 über- Signalvorrichtung, z. B. eine Signallampe cder ein
deckt. In der Tiefe erstreckt sich die Fühlerfläche 22 25 Relais 31 angeordnet, welches beim Schließen des
so weit, daß die Rundung ii in der Nurmallage auf Stromkreises anzieht und dadurch den Antnebsder LuntelS aufliegt. Dabei ist die Gesvichtsver- motor 32 und somit die Maschine stillsetzt,
teilung am Fühler so gewählt, daß nur ein geringer Es ist besonders vorteilhaft, die Anordnung der
Teil desselben an der Lunte wirksam ist; die Lunte Tastfühler 20 zusammen mit einer Luntenbruchwird also aus ihrer ursprünglichen Bahn praktisch 30 absaugung und einer pneumatischen Reinigung der
nicht abgelenkt. Der Klappreiter 20 ist aus der Vorspinnmaschine zu kombinieren, indem dann das
Normallage (Fig. 2) nach vorwärts (Fig. 3) oder Deckblech 11 für beide Einrichtung gemeinsam \ernach rückwärts (Fig. 4) schwenkbar, wobei derselbe wendet werden kann. In einem solchen Fall ist es
durch die laufende Lunte in Normallage gehalten zweckmäßig, das vordere Verschalungsblech, welches
wird. Der Abstand der Fühlerfläche 22 vom oberen 35 sich über die Abschnitte zwischen den Stanzen erRand der llügelkrone 14 ist so gewählt, daß der streckt, sowie das entsprechende Deckbleci. Il gieichumkippendc Klappreiter durch die Flügelkrone nicht zeitig mit der Signalisierung der Störung selbsttätig
berührt wird. zu öffnen, so daß sofort erkannt wird, in welchem
/wischen Flügel 16 und Streckwerk 26, so kippt der pneumatischen Reinigungsvorrichtung besteht darin.
gegen das Streckwerk in die eine Signallage um. Eine wieder in die Normallage auf der Lunte 15 gebracht
zweite Art von Störungen kann durch Aufbau eines 45 werden, so daß eine Rückstellung der Fühler von
sogenannten Hutes 34 über der Krone 14 des Flügels Hand entfällt.
erfolgen. Wenn die Höhe dieses Hutes 34 größer Die Klappreiter können auch auf irgendeine
wird als der freie Abstand zwischen Fühlerfläche 22 andere Weise im Bereich der Flügelkronc be-
und Krone 14, so wird die Fühlerfläche durch das fciigt sein, beispielsweise wie an sich bekannt
sich aufbauende Material angehoben, bis der Klapp- 5° (USA-Patentschrift 2 086 0%) auf zugeordneten
reiter seine labile Gleichgewichtslage überschritten Supporten in Flügelnähc, die derart um eine horizon-
hat und unter Wirkung der Schwerkraft nach vorn talc Achse klappbar an der den Spindeln zugekehrten
in die andere Signallage umkippt. Eine dritte Art von Seite des Maschinengestell befestigt sind, daß die-
nachlaßt und zut Bildung von Kringeln führt, welche 55 Eine weitere Möglichkeit, derartige Störungen zu
beim Austritt der Lunte 15 aus dem seitlichen Loch erfassen, besteht darin, daß eine zusätzliche Fahne
;i7 im Flügelkopf als schwingende Schlingen um den des Klappreiters in der Signallage in, an sich be-
schlagen auf den Rücken 21 des Klappreiters 20 auf Fotozelle gerichteten Lichtstrahl unterbricht und die
und klappen denselben ebenfalls nach vorne um. 6o Maschine fotoelektrisch abgestellt wird. Um dabei
!•allen ein Zeichen für einen unmittelbar bevor- derart angebracht, daß dieselbe beim Kippen des
stehenden Bruch der Lunte. Klappreiters nach hinten in die Bahn eines am Flügel
bildende Hüte kann durch den Abstand zwischen nach vorne wirft, wobei der Lichtstrahl unterbrochen
kleinerer Abstand ergibt kürzere Ansprechzeit. die optisrhe Beeinflussung können auch derart ausge-
bildet sein, el;iίΛ sic den Lichtstrahl einfädeln und die
eine oder die andere Fahne den Lichtstrahl beim
Kippen unterbricht.
Die Begrenzung der Kippheweuung des Klappreiters
20 kann statt durch I ahnen 24 beispielsweise auch durch quer zur Rückenflächc 21 angeordnete
Nadeln erfolgen. Wenn es zweckmäßig erscheint, können beim Kippen des Klappreiters nach den entgegengesetzten
Seiten unterschiedliche Signale ausgelöst werden.
Die Schwenkachsen der Klappreiter können sieh auch in einem Winkel zur Masehincnlängsachse erstrecken.
I-'s ist ferner auch möglich, den Klappreitcr nicht
um eine ortsfeste Achse schwenkbar auszubilden, sondern auf einem bogenförmigen Fuß abrollen zu
lassen.
Mit der zweiten Ausführung gemäß den Fig. 5
bis 7 soll mit noch größerer Sicherheit die Möglichkeit einer Signallage des Fühlers ohne entsprechende
Strörungsursaehe verhindert werden. Bei der oben beschriebenen ersten Ausführung gemäß den Fig.
I bis 4 muß nämlich darauf geachtet werden, daß die Normallage des Fühlers so weit von seiner labilen
Gleichgewichtslage entfernt ist, daß er über diese hinweg nicht schon, z. B. durch Erschütterungen oder
Schwingungen der Maschine oder durch Verdickungen der Lunte, in die andere Signallage gekippt wird.
Wenn jedoch die gewichtsmäßige Belastung der Lunte durch den Fühler so gering sein soll, daß dessen
Normallage einen zu kleinen Abstand von seiner labilen Gleichgewichtslage hat. ist es vorteilhaft, den
Fühler in der nachstehend beschriebenen Weise auszubilden und anzuordnen.
Beim Normalbctrieb der Vorspinnmaschine lauft die Lunte 15 aus dem in den F i g. 5 bis 7 nicht dargestellten
Streckwerk schräg nach unten, also schräg von oben her in den Flügelkopf 14 hinein. Die zugehörige
Überwachungsvorrichtung ist an einem geeigneten Maschinenteil, beispielsweise wieder an dem
Deckblech 11 befestigt, mit dem ein Vorrichtungsträger
46 verbunden, vorzugsweise verschraubt ist. Als Fühler ist ein zweiarmiger Hebel 40, beispielsweise
in Form eines Metallstreifens, vorgesehen. Der Fühler 40 ist in einem Gelenk oder Scharnier 44 mit
dem freien Ende des Trägers 46 schwenkbar verbunden und in bezug auf Flügel und Luntcnlauf derart
angeordnet, daß der eine Hebelarm 41 im Abstand über dem Flügelkopf 14 liegt und der andere
Hebelarm 43 von oben her an die in den Flügelkopf einlaufende Lunte 15 heranreicht. Der zweiarmige
Hebel 40 steht unter dem Einfluß eines Schwenkmomentes um die Drehachse 44. welches in der
Zeichnung im Gegcnuhrzeieersinn gerichtet ist und dadurch zustande kommt, daß der Hebelarm 43
eecenüber dem Hebelarm 41 ein geringes Übergewicht aufweist.
Bei ordnunesEcmäßem Luntenlauf, wie er in
F i c. 5 dargestellt ist. liegt das freie Ende des Hebelarmes
43 infolge des Schwenkmomentes auf der in den Flügelkopf einlaufenden Lunte 15.
Auch diese Ausführung der Vorrichtung reagiert auf verschiedene Störungen des I.untenlaufes. Die
eine, in 1 ;i g.fi veranschaulichte Störung kommt dadurch
zustande, daß der vom Streckwerk her gelieferte l.unterMraiiti nicht mehr ordnungsgemäß in den
Flüiiel hinein nachgezogen wird und sich deshalb an
der Oberseiu es Flügelkopfcs 14 anhäuft. Es baut
mcIi deshalb auf dem Flügelkopf ein Luntenwickel
34 in Form eines Miuenannten Hütchens oder Nestes
auf. Mit zunehmender Höhe stößt der Luntenwickel 34 gegen den Hebelarm 41 und drückt diesen nach
5 oben, wodurch der I iihler in die dargestellte Störungs-
oder Signallagc gelangt. Die Lrfassiing diesel
Störungssituation ist von Bedeutung, weil die Bildung eines Luntcnwickels 34 am Flügelkopf 14 mit
einem fehlerhaften Verzug der Lunte zwischen dem ίο Einlauf in den Flügel und der Aufwickelstelle (PreB-finger)
einhergeht, welcher in der Regel in kurzer Zeit zu einem Luntenbruch führt. Gleichzeitig wird auch
der Luntenabschnitt zwischen Streckwerk und Flügel lose, so daß beim Verschwenken des Fühlers in
>5 die Störlagc der Hebelarm 43 durch diesen Limienabschnitt
praktisch keinen Widerstand erfährt.
Die zweite Störungsart stellt sich bei einem Luntenbruch zwischen Streckwerk und I lügelkopf
oder beim Ausbleiben der Lunte ein und ist in F i g. 7 ao dargestellt. Infolge eines solchen Luntenbruchcs wird
der Hebelarm 43 des Fühlers freigegeben, und der Fühler geht vermöge des genannten Schwenkmomentes
in die gleiche Signallage wie nach F i g. (■>.
Zur Signal-sierung der Störungslage eines Fühlers
as 40 zwecks Steuerung der Maschine bestehen verschiedene
Möglichkeiten. Beispielsweise kann der Fühler, wie bei der ersten Ausführung, in der Störungslage
einen direkten Kontaktschluß in einem elektrischen Steuerstromkreis bewirken, oder es kann am Fühler
eine Fahne oder ein Lappen vorgesehen sein, welcher in der Störungslage den Lichtstrahl einer fotoelektrischen
Lichtschranke unterbricht.
Als besonders vorteilhaft erweist sich jedoch bei dieser Ausführung eine magnetische Steuerung in
Abhängigkeit von der Fühlerlage. Zu diesem Zweck ist auf dem Träger 46 ein Schutzrohrkontakt 50 angeordnet
und am freien Ende des Hebelarms 41 ein kleiner Permanentmagnet 42 befestigt. Der Permanentmagnet
42 dient gleichzeitig als Gegengewicht zur annähernden Ausbalancierung des Fühlers 40.
In der Normallage des Fühlers nach F i g. 5 befindet
sich der Permanentmagnet 42 in relativ großem Abstand vom Kontakt 50. der deshalb geöffnet
ist. In der Signallage des Fühlers 40 nach den F i c 6 und 7 hat sich der Magnet jedoch durch Anlie-en
gegen den Träger 46 so weit dem Kontakt 50 genähert, daß dieser geschlossen ist; dabei muß dt'
Träger 46 aus einem nichtmagnetisierbaren Material gefertigt sein. Der Kontakt 50 liegt im Errceuncs-Stromkreis
52 eines Relais 31. das den Maschinenmotor 32 und oder eine Signaleinrichtung steuert.
Bei der beschriebenen Gestaltung des Fühlers 40 als zweiarmiger Hebel besteht für diesen keine labile
Gleichgewichtslage. Falls der Hebelarm 43 infolge von Schwingungen oder durchlaufenden Verdickunccn
der Lunte 15 leichte Stöße erfährt, so wird der Fühler entgegen dem an ihm wirkenden Schwenkmoment
nur vorübergehend etwas aus der Normallage herausbewegt, wobei eine fälschliche Störunesanzeige
jedoch nicht eintritt. Man hat es also in der Hand, die Auflagekraft des Hebelarmes 43 nuf der
Lunte 15 praktisch beliebig klein zu wählen, so daß gerade noch das sichere Verschwenken im Falle des
Luntenbruchs gewährleistet ist.
Das Schwenkmoment des Hebels 4fl kann auch auf andere Weise als durch ein Übergewicht des Hebelarms
43 hervorgerufen werden, beispielsweise mittels einer Feder oder durch magnetische Mittel.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Überwachen des Luntenlaufes an FKigelspinnmaschinen, insbesondere
Vorspinnmaschinen mit Hilfe eines die Lunte in ihrer normalen Bahn abtastenden, vorzugsweise
als schwenkbarer Fühler ausgebildeten Elementes, das beim Ausweichen aus seiner normalen
Lage ein Signal auslöst und gegebenenfalls auch tin selbsttätiges Stillsetzen der Maschine bewirkt.
dadurch gekennzeichnet, daß der gleiche Fühler (20; 40) mit der Lunte (15) sowohl
bei normalem Lauf derselben an einer zwiichen ihrem Austritt aus dem Streckwerk (26)
und ihrem Eintritt in den Flügelkopf (14) liegenden Stelle in Berührung ist als auch beim Auftreten
eines Staues im Bereich des Flügelkopfes in einem bestimmten Abstand oberhalb desselben
in Berührung kommt und somit an beiden Stellen unabhängig voneinander durch einen Störungszu- ao
stand im Sinne des Auslösens eines Signals und gegebenenfalls gleichzeitig des selbsttätigen Stillsetzens
der Maschine beeinflußbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem zur leichten Berührung der zwischen dem Streck- »5
werk ιιιιά lun Γ".1^;λ.,ρί !aufenden Lunte bestimmten
Fühler, der aus einer Normallage in eine durch das Nachlassen der Luntenspannung
oder das Fehlen der Lunten verursachte Signallage selbsttätig verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühler (20) infolge einer anderen, im Bereich des Flügelkopfes (14) eintretenden
Störung aus der Normallage nach der entgegengesetzten Seite in eine zweite Signallage
verschwenkbar ist (Fig. 1 bis 4).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) außer seinem
die laufende Lunte berührenden Teil (23) eine Fläche (22) aufweist, die in seiner Normallage
einen im Abstand über dem Flügelkopf (14) liegenden Deckel bildet (F i g. 2).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühler (20) außer seinem die laufende Lunte berührenden Teil ein z. B.
als Fläche (21) ausgebildetes Prallelement aufweist, das in geringem Abstand von der Umfangsfläche
des Flügelkopfes (14) liegt (F i g. 1).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühler (20) mittels eines Scharniers (18) angeknkt ist, dessen Achse annähernd
rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der aus dem Streckwerk (Z6) kommenden Lunte (15)
und der Fiügeldrehiichse (19) verläuft (F i g. 1 bis 4).
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20) zwei Signalfahnen
(24) aufweist, die je einer Signallage zugeordnet sind (Fig. 1,2, 3, 4).
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem zur leichten Berührung der zwischen dem Streckwerk
und dem Flügelkopf laufenden Lunte bestimmten Fühler, der aus einer Normallage in eine durch
das Nachlassen der Luntenspannung oder das Fehlen der Lunte verursachte Signallage selbsttätig
verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (40) als zweiarmiger Hebel ausgebildet
ist, wobei der eine Hebelarm (41) im Abstand oberhalb des Flügelkopfes (14) liegt und
durch eine in diesem Bereich eintretende Störung im gleichen Schwenksinne beeinflußbar ist wie
der andere, auf der entgegengesetzten Seite der Hebelachse (44) die laufende Lunte (15) abtastende
Hebelarm (43) (F i g. 5 bis 7).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß der die laufende Lunte (15) abtastende
Hebelarm (43) ein Übergewicht gegenüber dem anderen Hebelarm (41) hat.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem einen Hebelarm (41) des Fühlers sich ein Permanentmagnet (42) befindet,
der in der Signallage des Fühlers zur Steuerung eines Schutzrohrkontaktes (50) dient (I ig.
5 bis 7).
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet
(42) ein das Übergewicht des anderen Hebelarmes (43) auf den gewünschten Minimalwert reduzierendes Gegengewicht bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
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