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DE1678324A1 - Flugkarussell - Google Patents

Flugkarussell

Info

Publication number
DE1678324A1
DE1678324A1 DE19631678324 DE1678324A DE1678324A1 DE 1678324 A1 DE1678324 A1 DE 1678324A1 DE 19631678324 DE19631678324 DE 19631678324 DE 1678324 A DE1678324 A DE 1678324A DE 1678324 A1 DE1678324 A1 DE 1678324A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gondolas
carousel
flight
boom
gondola
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19631678324
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Kastner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinr Wilhelm Huss & Co KG
Original Assignee
Heinr Wilhelm Huss & Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinr Wilhelm Huss & Co KG filed Critical Heinr Wilhelm Huss & Co KG
Publication of DE1678324A1 publication Critical patent/DE1678324A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G1/00Roundabouts
    • A63G1/24Roundabouts with seats performing movements in a horizontal plane, other than circular movements

Landscapes

  • Forklifts And Lifting Vehicles (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Flugkarussell, bei dem flugzeugähnliche Gondeln, etwa nach dem Vorbild künftiger sogenannter Weltraumgleiter (Dyna-Soar) oder andere Fluggondeln vom Fluggast geflogen werden.
Bisher ist in der Patentschrift 1 11.1 077 / 77e des Deutschen Patentamtes ein Flugzeugkarussell erfunden, bei dem Flugzeuge an besonderen Auslegern durch Gegengewichte entlastet und durch die Unterstützung von Tragflächen gesteuert und geflogen werden. Die Flugwirkung beruht jedoch nicht nur auf der Gewichtsentlastung und dör Tragflächensteuerung, sondern auch auf der in der Patentschrift gekennzeichneten Art und Form.der Ausleger. Diese sind derart gebogen, daß die Gegengewichte stets näher als die Flugzeuge zur Karussell» mitte angeordnet sind. Die Gegengewichte befinden sich dadurch auch bei abgesenkten Flugzeugen noch in einer Schrägstellung und Neigung nach innen und drängen die Flugzeuge hebelartig nach außen und nach oben ab. Damit wird insbesondere eine Servowirkung für den Aufstieg ier Flugzeuge erzielt und bereits beim Fahrtbeginn eingeleitet. Diese vorteilhafte Wirkung besteht aber auch im Stillstand, so daß die Flugzeuge mit einem Seilzug in die Startstellung heruntergezogen v/erden müssen. Der Vorteil der Aufstiegswirkung führt somit gleich= zeitig zum Nachteil des SeilzugeS| was nun einesteils durch die Erfindung vermieden werden soll. Die Vorteile der Auelegerkrümmung enthalten aber auch Nachteile in der Herstellung und injler Verwendung im Schaustellergewerbe, so daß mit der Erfindung auch einfachere, möglichst gerade Ausleger verwendbar werden sollen. Im Gegensatz au anderen bekannten Konstruktionen, wo gerade Ausleger wenig, nEmlieh nur bis um 90°(Grad) schwenkbar sind, soll in der Erfindung eine Verschwenkung um 180°~mit geraden Auslegern erreicht werden. Da beim ,
sich die Aufstiegswirkung in erster unit auf die Gegengewichte begründet und dadurch für das größere Gesamtgewicht massivere Aufbauten notwendig werden, 1st es auch Aufgabe der Er* fix.dung noch andere Bewegkräfte zum Aufstieg der Gondeln, und zur Unterstützung des Fluges zu nutzen, so daß kleinere Gegengewichte genügen oder auch auf Gegengewichte verzichtet werden kann. Sachteill ergeben sich ab-er auch aus der Kardangelenkanordnung beim Flugzeug« karussell dadurch, daß die Kardangelenke oberhalb der Flugzeuge angeordnet sind. Es ergeben sich aus der Hängewirkung der Flugzeuge eigene Pendelbewegungen und Hebelkräfte, durch die die gewünschten
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gewünschten Plugbewegungen beeinträchtigt werden. Erfindungsaufgabe ist es daher auch, eine geeignet· kardanisch^ Gelenkeinordnung innerhalb der Pluggondel für leichtere und empfindlichere Flugbe* wegungen zu finden. Außerdem soll gleichzeitig eine mitsteuerbare Fluggondelverdrehung in der Längsachse -Rolle nach Plugzeugart-, als Flugergänzung ermöglicht werden, die bisher nur als Einzelfunk= tion innerhalb eines Karussells erreichbar war. Im Gesamtrahmen 1st es also Aufgabe der Erfindung, Nachteile des patentierten Plugzeugkarussells und andereer Karussellkonstruktionen durch Verbesserungen zu beseitigen und durch deren Zusammenfassung ein verbessertes und teilweise neues Plugkarussell, zwar als Ausfluß der bekannten Grundidee, jedoch mit neuen entscheidenden Portsehrit= ten in flugtechnischer und baulicher Einsicht zu erreichen, so daß die praktische Terwendung vereinfacht und der flug und das flügge« fühl bereichert wird.
Die Erfindung 1st somit ein Plugkarueeell, an dessen Drehgerüst vorzugsweise gerade einfache Ausleger radial um 180° schwenk- und steuerbar sind, die an den nach außen schwenkbaren Auslegerarmen Fluggondeln kardanisch führen und dadurch große Auftriebkräfte er= halten, daß die Zentrifugalkraft nicht nur durch die Gegengewichte von den nach innen schwenkbaren Auslegerannen und durch eine kombi» nierte Tragflächen- und Gondelsteuerung, sondern, daß auch durch eine federnde Verspannung oder auch durch eine zusätzliche Aufstiegs= einrichtung mit Auslegerbewegkräften der Aufstieg und Flug unter» stützt und das Gesamtgewicht verringert werden kann, während außer» dem mit einer angepaßten Kardangelenkeinordnung in die Pluggondeln weitergehende Plugbewegungen empfindsamer und leichter steuerbar sand.
In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darge* stellt und zwar in Abbildung 1 eine radialt Gliederung, mit dea tragenden, zum Stützkreuz ausgeschwenkten Aggregatswagen, mit den ι Drehgerüst und den Auslegern mit Fluggondeln .und Gegengewichten In vertikalen und horizontalen Positionen, in Abbildung 2 die larusetll« aufbauten mit den Pluggondeln und Gegengewichten in vertikaler und in einer angedeuteten horizontalen Position und außerdem ein Schema j der federnden Verspannung und einer steuerbaren ^
in Abbildung 3 eine Gondel seitlich la Schnitt mit kardanischer | Gelenkainordnung und den Hebelverbindungen swiechen der kombiniert« ' Tragflächen- und Gondel steuerung, in Abbildung 4 eine Fluggonuel * >i f oben gesehen, bei horizontaler Auslegers teilung, in Abbildung 5 3r Gondel in einem Querschnitt und in Abbildung .6 eine bildlich* Darstellung zur Funktion der Steuer- und Hebelverbindungen-.
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Nach dem Erfindungsbeispiel ist das Karussell auf einem tragenden Aggregatswagen 1 mittels Kugellager oder auf Laufrollen 2 drehbar gelagert. Der Wagen 1 enthält den Karussellantrieb und ist durch zwei Ubereinanderliegende stabile Plattformen zweiteilig. Die obere Plattform 3 kann zum Betrieb des Karussells rechtwinkelig herausge= schwenkt und so der Wagen 1 auf einfache Weise als tragendes Stütz= 'kreuz verwendet werden, wie es zu dem großen Ausflug des Karussells zweckmäßig ist. Der Wagen 1 und die ausgeschwenkte Plattform 3 sind durch angebaute absenkbare Stützen einfach und schnell waagerecht aufstellbar. In der Mitte befindet sich ein üblicher Drehkranz, der an schrägen Stützbalken 4 und an Verbindungsstreben 5 das Drehgerüst trägt. An den Querstreben 9 des Drehgerüstes lagern radial schwenk= bare Ausleger 6, die ihrerseits an dem nach aufien schwenkbaren Arm eine Fluggondel 7 und am andern Arm gegenüber ein Gegengewicht 8 tragen. Die Ausleger 6 können beliebig geformt und auch gerade sein, damit sie zum Aufbau und Transport in der Verwendung im Schausteller*= gewerbe vorteilhaft sind. Ba an geraden Auslegern 6 aber die Servo» wirkung für den Aufstieg fehlt, besonders, solange die Gondeln 7 in der Startstellung vertikal abgesenkt und die Gegengewichte 8 oben in der gleichen vertikalen Ebene·sind, kann erfindungsgemäß eine federnde Verspamiung oder auch eine steuerbare Aufstiegseinrichtung den Aufstieg einleiten. Eine schräge Absenkung der Ausleger 6 bei der die Fluggondeln 7 bewußt einen größeren Radius für den Anfange« aufstieg hätten, ist, wenn auch nützlich, nicht verwendbar, weil sie in das geschützte Princip des patentierten Flugzeugkarusselle fällt.
Die federnde, mehrfachwirkende Vorspannung wird dadurch erreicht, daß eine radial gegliederte Seilverspannüng 14 von der Karuesellmittt aus, etwa von einem zentralen Haltering 13f über je eine Zugfeder 17 auf die Ausleger 6 kura oberhalb, ihrer Lagerstellen wirkt. Die Feder* spannung hält damit nicht nur Drehgerüst entgegen der fliehkraft konzentrisch zusammen, sondern außerdem auch die Ausleger 6 fester in den Lagerstellen. Drehgerüst und Lagerstellen werden somit ent= lastet. Da die Seile 14 aber etwas oberhalb der Lageretellen auf die Ausleger 6 hebelartig wirken, erhalten die Ausleger 6 daraus ein Drehmoment zum Aufstieg der Fluggondeln 7. Die Aufstiegetärke richtet sich dabei nach der Federkraft 17 und ihrer Spannung und nach hebelmäßigen Seilanordnung 18 am Ausleger. Das Seil 14 wird dafür am Ausleger 6 über einen exzentrischen Bogen 18 geführt, so daß sich der Abstand zum Auslegerlager un<* damit auch die Seil-Hebel» wirkung vergrößert, wenn der Ausleger 6 etwa in die Seilrichtung 14 wird. Der exzentrifjche Ab3tützbogen 18 kann so einseitif
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einseitig groß angelegt werden, daß der Seilablauf durch den großen Seilbogen. 18 nach oben wieder ausgeglichen .wird. Die Federspannung würde dabei nicht nachlassen. Ist der Seilbogen 18 aber größer als der Seilablauf, so nimmt die Seilspannung zum Auslegerschwenkungs= ende sogar wieder zu und reguliert so die Federkraft 17 zum Aufstieg und zur Aufstiegsbegrenzung ein. Durch die federnde Verspannung wird daher nicht nur eine Festigung des Drehgerüstes und der Ausleger= lager und damit eine.leichtere Bauart, sondern auch ein größerer Auftrieb und eine Verringerung der Gegengewichte erreicht. Zum Auf= bau werden die Zugfedern 17 der Seilverspannung 14 einfach in den Haltering 13 eingehängt und danach gemeinsam gespannt, indem der !!altering 13 durch eine Spannschraube oder eine Zugeinrichtung nach unten zum Mast gezogen wird. Soll die Aufstiegswirkung erst zum Fahrtbeginn einsetzen, so kann diese Zugeinrichtung vom Fahrstand aus- bedient und vor der Fahrt angezogen werden.
Kach dem Prinzip der federnden Verspannung wirkt erfindungsgemäß auch die im Auaführiragsbeispiel verwendete steuerbare Gondel-Auf= stiegseinrichtung auf die Ausleger 6, indem eine Bewegkraft, etwa ein Seilaug 19f durch eine Mastaufwickelung, einen Motor oder durch eine einkuppelbare Seiltrommel 20 gesteuert wird und für eine Aus= le^erverschwenlcung bis um 180° mit einem Gondelaufstieg bis zur höchsten Stellung verwendet werden kann. Datei könnt«! anstelle des Seilzuges 19 auch andere Kraftverbindungen, wie Ketten-, Wellenoder ähnliche Bewegungseinrichtungen wirken, während für die Kräfte der Seiltrommeln 20 naturgemäß auch vergleichbar· Kräfte der üblichen Mechanik) Hydraulik oder Druckluft gewählt werden könnten. Die im Beispiel verwendeten Seiltrommeln 20 befinden sich neben den tragen* den Laufrollen 2 und können mit einer welchen Kupplung über eine Bowdenzug- oder sndtre Steuerschaltung wahlweise an die laufrollen an oder abgekuppelt werden. ¥ird die Seiltrommel 20 im Betritt* as die Laufrolle 2 angekuppelt, eo wickelt eich das Seil 19 auf und zieht über einen konBentrisehen Seil-Absttitabogen 21 den Aueleger» arm 6 mit dem FluggonäeX 7 nach oben, Ton den Laufrollen 2 wird über die Schleif- oder netzkupplung aber eine weiche elastische Kraft auf die Seiltrommeln 20 übertragen, die t Je nach Steuerung) auch einen ί Schlupf zuläßt und sich damit an den jeweiligen Außlegerfcetrieb anpassen kann, selbst wenn die Kupplung etwa laienhaft falsch, also auch su einer unpaseenden Zeit und entgegen einer Auslegerbewegung eingeschaltet werden sollte« Die Kupplung löst sich aber auch selbsttätig, wenn sich das Zugseil 19 bis zu einem Sei!-Endanschlag
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Eidanschlag aufwickelt, die Gondel 7 also hochgezogen und die Kupplung trotzdem noch nicht vom Fluggast ausgeschaltet ist. Der En&nschlag kann dann die Kupplung über einen Hebel einfach selbst ausrücken. Gleitet die Gondel nach unten, so läuft das Seil 19 durch die gelöste · von der Seiltrommel 20 ab,und die Kupplung kann beliebig zum erneuten Aufstieg wieder eingeschaltet werden.
Da der Seilzug 19 nur für den Aufstieg wirkt, dürfen die Gegenge= wichte 8 dafür leichter und nur so schwer sein, daß die hochgezogenen. Pluggondeln 7 auch leicht genug wieder nach unten pendeln. Die Gegen= gewichtö 8 können daher verhältnismäßig leicht und klein sein. Sie können aber auch nur aus dekorativen Gründen, etwa wegen des schöneren und beweglicheren Bildes, als Attrappen wirken oder auch weggelassen werden. Die Aufetiegseinrichtung ist manuell, direkt vom Fluggast oder auch indirekt, synchron mit anderen Punktionen, etwa einer Tragflächenschaltung steuerbar und zwar so, daß die Kräfte der Einzel= funktionen sich unterstützen und zu einer Gesamtfunktion zusammen= wirken können.
Unabhängig davon sollen die Gegengewichte 8 aber auch am Ausleger 6 verschiebbar sein, indem ein Motor im Gegengewicht 8 über am Aus= leger 6 einseifende Zahnräder oder dergleichen das Gewicht 8 von oder zu der Auslegerlagerstelle bewegt. Kit der damit sich verän= dornden Ilebelgröße und Ilebelkraft des Gegengewichtes 8 kann vor allem die Differenz zwischen den schwereren vollbesetzten Gondeln 7 und den leichteren nur mit Kindern besetzten Gondeln bereits am Fahrtbeginn durch eine entsprechende Verschiebung der Gegengewichte 8 ausgeglichen werden. Jeder Motor kann einfach vom Fahrstand aus oder aber durch gewichtsabhängige Schalter automatisch gesteuert werden und so jeweils die Gegengewichte 8 für die beginnende Fahrt ein= stellen. Am Fahrtende werden alle Gegengewichte 8 gemeinsam nach unten bis zur Auslegerlagerstelle zurückgesteuert, wodurch die Flug= gondeln 7 wieder schneller zum Startplatz nach unten gleiten.
Die Fluggondeln 7 werden an * geraden Auslegern 6 mittels einer neu= artigen Kardangelenkanordnung so innerhalb der Karussellbahn geführt, daß damit die Flugbewegungen vollendet variabel und leicht steuerbar sind. Voraussetzung dazu ist aber, daß die Gondeln 7 aus der stören= den flughemmenden Schwerkraft und Fliehkraft weitgehend neutralisiert und für die Steuerkräfte der Flugbewegungen empfindlicher wirksam werden. Da3 Kardangelenk_wird daher nicht am Ausleger 6 oberhalb der Gondel 7, sondern möglichst so tief in die Fluggast-Sitζebene elnge= ordnet, daß die Gondel 7 zwar gerade noch im Gleichgewicht waagerecht bleibt, aber nur noch wenig der Schwerkraft und Zentrifugalkraft auB=
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ausgesetzt und somit auch leicht lenk- und steuerbar ist. Das radiale Gelenk 15 dieser Kardaneinordnung ist dafür zu beiden Seiten des Sitzes zweiteilig eingeordnet, während das tangentiale Gelenk 16 davon unabhängig hinter dem Sitz im Zentrum der Gondellängsackse liegt. Beide Gelenke können damit so tief eingeordnet werden, daß ein Ausgleich zwischen den Gleichgewichts- und Steuerkräften statt= finden oder ein ausreichender einseitiger Kraftüberhang zur Steuerung" der Pluggondeln 7 vorherrschen kann. Während damit das radiale Gelenk 15 äußerst empfindliche Flugneigungen auf- und abwärts gewähr= leistet, ermöglicht das tangentiale Gelenk 16 seitliche Neigungen und außerdem eine volle unbegrenzte Verdrehung der Gondeln 7 um 360° in der Längsachse, wie es beim Kunstflug als Rolle möglich ist. Es han= delt sich dabei aber nicht nur um eine spezielle Karuasell-Einzel= funktion, sondern vielmehr um eine wichtige Flugergänzung, zumal alle anderen vorhandenen Flugbewegungen uneingeschränkt und gleichzeitig erhalten bleiben und in der Eraöglichung dieses Zusammenwirkens erst , das vollendete Pluggefühl ergeben.
In ihrer Porm sind die Pluggondeln 7 einezi künftigen Plugkörper, einem sogenannten Weltraumgleiter(Dvna-Soar) nachgebildet und haben längliche, verhältnismäßig schmale durchgehende Tragflächen 10, die vorn verjüngt und nach hinten in Dreiecksforai breiter werden. üngeiShr in der Mitte sind sie auf je einer Halbwelle 11 schwenkbar gelagert und durch den Steuerhebel 22 getrennt steuerbar. Dieser Hebel 22 kann in einer Hülsenführung 23 verdreht werden und bewegt dabei unterhalb einen Querlenker 24, dessen Arme über Yerbindungsgestange 25 auf je einen Tragflächenhebel 12 der beiden Halbwellen 11 und so auf die Tragflächen 10 in gegensätzlicher Sehwenkrlchtung wirken. Er kann außerdem aber auch gleichzeitig nach vorn oder nach hinten gesteuert werden, da dia Hülsenführung 23 Ihrerseits an einem drehbar gelagerten Kabelrohr 26 sitzt und dadurch nach vorn und hinten schwenkbar ist. Wird der Steuerhebel 22 gerade nach vorn gesteuert, so werden über den Querlenker 24, der unten gerade nach hinten schwenkt, sowie über das Verbindungsgestänge 25 und über die Trag= flächenhebel 12 und di· Halbwellen 11 beide Tragflächen 10 vorn gleichmäßig nach unten geschwenkt und die Fluggondel 7 gleitet im Fahrtwind mit einer Flugneigung nach unten. Die Flugneigung geht aber nicht allein vom Fahrtwind aus, sondern wird außerdem auch aus der mitgesteuerten Verdrehung des Hebelrohrs 26 mit den beiden lleigungshebeln 27 über die Verbindungsstangen 28 auf die Tragbügel= hebe'l 29 vom Tragbügel 30 in einer bestimmbaren Abhängigkeit begren= zend gesteuert. Wird der Steuerhebel nach hinten gezogen, so bewegen
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bewegen sich umgekehrt wie beschrieben beide Tragflächen 10 vorn nach oben und auch die Gondel 7 wird wie bei einer aufsteigenden Flugbahn vom Fahrtwind und von der kombinierten Steuerung nach oben gerichtet. Eine bloße Verdrehung des Steuerhebels 22 bleibt jedoch für die Jeweilige Gondelneigung ohne Einfluß, weil damit über den Querlenker 24 nur die Tragflächen 10 mehr oder weniger gegeneinander verschwenkt werden. Mit dieser gegensätzlichen Tragflächenverschwn&ng nach Art der Windmühlenflügel wird aber im Fahrtwind eine Verdrehung der gesamten Fluggondel 7 in ihrer Längsachse im tangentialen Gelenk 16 erreicht, bia der Steuerhebel 22 wieder gerade zurückgedreht wird. Da das tangentiale Gelenk 16 ..Jedoch bewußt etwas oberhalb vom Zentrum der Längsachse liegt, wird die Fluggondel 7 nach jeder Verdrehung, bei einer unangepaßten Bedienung, wieder aufgerichtet. Die Flug= gondel» 7 kann im tangentialen Gelenk 16 unabhängig von einem etwai&ri Auf- oder Abstieg und auch damit gleichseitig zusammen 'beliebig lange verdreht oder wieder horizontal gerade weitergesteuert werden. Die Fluggäste können soirit wahlweise Auf- und Abstieg und Verdrehung gleichzeitig kombinieren und ,Ie nach Temperament ungeaiinte und bisher nicht erreichbare Flugeituationen innerhalb der ILarusseilbahn errei= chen, die über das normale FlüggefUlli noch weit hinausgehen. Das Karussell wird sicherlich daher und vor allen;, weil dieser Flug aber ungezwungen vom Fluggast aeltet nach den gebotenen Möglichkeiten für jede menschliche Veranlagung wunschgemäß gestaltet und beliebig aus= geweitet werden kann, zu einer allgemeinen Beliebtheit führen.
Am Startplatz werden die Gondeln 7 stete, insbesondere zum Bin- und Aussteigen dadurch automatisch horizontal gehalten, daß vom Drehge= rüst exzentrisch zur Auslegeraufhängung ein Seil 31 über eine Feder 32 auf die Kurbel 33 der Tragbügelachse 30 wirkt. Die Kurbel 33 wird dadurch nach oben gezogen und die Gondel 7 über ihre Iragbügelaohse horizontal gedreht, wenn die Gondel 7 jeweils nach unten kommt. Ie wird damit aber auch verhindert, daß Gondeln 7 beim Afcwärtsgleiten sich unten noch weiterdrehen können. Solche Verdrehungen unten in einer zu tiefen Zone würden rechtzeitig toi erreichen de υ Start* platzes unter der elastischen Einwirkung der Feder 32 atigefangen und zum Stillstand gebracht werden, wobei die Kurfc«! 33 naoh oben u»4 die Gondel 7 waagerecht gehalten wird« Beim Bin- und Aussteigen störende Gondelneigungen nach vorn und hinten werden aber dadurch vermieden, daß ein Üblicher mechanischer Sicherheitsbügel am Sitz der Gondel 7 nicht nur zur Sicherung der Fluggäste vorgesehen ist, sondern beim Aufklappen nach außen darüber hinaus noch einen sei t»
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seitlichen. Neigungshebel 28 sperrt und somit auch die Gondel= neigungen blockiert, solange dtr Sicherheitsbügel in dieser Stel= lung geöffnet ist. DeF geöffnete und eingerastete Bügel sichert damit die Gondeln am Startplatz für die Fluggäste, die gerade ein- oder aussteigen wollen. An Gondeln, die nicht besetzt werden, die aber nach dem System des Karussells-mit aufsteigen, bleibt der Sioherheitsbtigel auch während der Fahrt offen und in den Neigungs= hebel 28 eingerastet, so daß die Gondeln dann auch während des unbemannten Fluges gegen selbsttätige Neigungen gesichert werden. Diese Sicherungseinrichtung bedarf den Umständen nach aber keiner großen Halteenergie, zumal die beschriebene.lcardanische, gleich= gewichtsbetonte Gondelführung schon naturgemäß bestrebt ist, auch leere Fluggondeln in ^eder Stellungund Bewegung aufzurichten. Aus gleichen Erwägungen sind aber schließlich auch die Tragflächen nach der Art eines Windsteuers hinten größer, damit der Fahrtwind zur Ausrichtung der Tragflächen und zur Beruhigung der leeren Pluggondeln mitwirkt.
Die einzelnen Hebel und Hebel^-ei'verbindungen der Tragflächen-Gondel= steuerung sind durch .Arretierungsanschläge nur soweit beweglich und derart begrenzt, daß die Tragflächen- und Gondelneigungen odsr Verdrehungen auf ein angenehm empfindbares Maß abgestimmt sind.
In werbetechnischer Hinsicht wirkt die Erfindung dahingehend noch über den üblichen Rahmen hinaus mit, indem ein anreizender Effekt und eine interessante Gesamtansicht dadurch erzielt wird, daß an jedem Gegengewicht 8 ein Scheinwerfer angebracht wird, der in einem Richtstrahl genau die auf- und abgleitende oder drehende Fluggondel, die aich zum Gegengewicht immer in einer Gegenüberstellung befindet, in Jeder möglichen Bewegung attraktiv anstrahlt, umgekehrt können Scheinwerfer auch noch von den Huggondeln aus,die als Erdsatelliten und sonstige Raumkörper verkleideten Gegengewicht» 8 anstrahlen. Dieser Scheinwerferstrahl kann entweder vom Auslegerende aus fest auf das Gegengewicht ausgerichtet sein, oder aber von der Gondel aue dauernd schwenkend und drehend bewegliche Richtungen begründen und dabei das Gegengewicht gelegentlieh, wenn die Gondel aufgerichtet ist, anstrahlen. In der Karussellansicht würde sich dadurch ein sehr interessantes und anwerbendes Lichtspiel von den rotierend und Dchwenkend sich bewegenden und kreisend auf- und absteigenden Scheins
werfern ergeben„Die se dauernd in dreidimensionaler Richtung wechseln= daiStrahlenbündel wirken weithin werbend und anziehend interessant.-
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Claims (1)

  1. Betrifft: Aktenzeichen K 49 123 Ic / 77e
    Entwurf für *■*
    Patentansprüche ?
    Anspruch 1
    Karussell, bei dem die Flugzeuge an schwenkbaren Auslegern des Drehgerüstes kardanisch hängend lagern und durch Gegengewichte an den vorzugsweise mittlg angewinkelten und zum Anhängungsbogen geformten Auslegern so entlastet werden, daß die Flugzeuge leichter mit steuerbaren {Pragflächen nach außen und oben pendeln, dadurch gekennzeichnet,
    daßdie Flugzeuge oder Gondeln(7) an schwenkbaren einfachen, μ vorzugsweise geraden Auslegem(6), mit oder ohne Gegengewichts= entlastung, unter Mitanwendung anderer technischer Hilfskräfte zur Tragflächensteuerung mehr und stärker bewegt werden und dadurch größere ausschwingende Flugbewegungen erreichen.
    Anspruch 2
    Karussell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfskräfte zusätzlich zur Tragfläehensteuerung bekannte technische Mittel und Einrichtungen der Hydraulik, Druckluft, Mechanik oder llektromeehanik nutsbar sind und zeitlich genau mit den üfragflächen( 10) zusammen auf die Plugzeuge oder Gondeln(7) und Ausleger(6) wirken.
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    Leerseite
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3401199A1 (de) * 1984-01-14 1985-08-22 Franz Friedrich 4018 Langenfeld Molitor Flugzeugkarussell

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3401199A1 (de) * 1984-01-14 1985-08-22 Franz Friedrich 4018 Langenfeld Molitor Flugzeugkarussell

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