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DE251431C - - Google Patents

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Publication number
DE251431C
DE251431C DENDAT251431D DE251431DA DE251431C DE 251431 C DE251431 C DE 251431C DE NDAT251431 D DENDAT251431 D DE NDAT251431D DE 251431D A DE251431D A DE 251431DA DE 251431 C DE251431 C DE 251431C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pendulum
aeroplane
auxiliary
plane
wings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT251431D
Other languages
English (en)
Publication of DE251431C publication Critical patent/DE251431C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G1/00Roundabouts
    • A63G1/28Roundabouts with centrifugally-swingable suspended seats

Landscapes

  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 251431 -KLASSE 77e. GRUPPE
LUDWIG HAMMER in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Oktober 1910 ab.
Vorliegende Erfindung" betrifft eine Volksbelustigungsvorrichtung, bestehend aus zwangläufig im Kreis geführten Aeroplanen, die an in der Ruhelage senkrecht herabhängenden Pendeln aufgehängt sind. Das Neue an der Erfindung ist, daß der Antrieb des ganzen Systems durch an den Pendeln angeordnete, zweckmäßig von einer außerhalb der Pendel liegenden hydraulischen Primärmaschine betätigte Luftschrauben erfolgt, die ein Aufsteigen der Fahrzeuge nach Art von Flugmaschinen bewirken, zum Zwecke, das Heben der Fahrzeuge nicht oder doch nur in ganz geringem Maße durch die Zentrifugalkraft hervorzurufen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. ι in Seitenansicht veranschaulicht. In den Fig. 2 bis 14 sind Einzelheiten dargestellt.
Ein Turm T trägt an seinem oberen Ende eine ringförmige Laufbahn L, auf welcher unter Vermittlung von Kugeln oder Rollen der sternförmige zwei-, vier- oder mehrarmige Träger T1 um die Turmachse drehbar gelagert ist.
Am Ende eines jeden Armes ist in Lagern L1 je ein als armierter Träger konstruiertes Pendel P (Fig. 1 und 2) aufgehängt, welches an seinem unteren Ende den Hauptaeroplan Ae mit Gondel G und den' Hilfsaeroplan Ah mit Motor m und Propeller Pr trägt. Am Fuß des Turmes T ist der Eingang E sichtbar, durch welchen man auf die Plattform g und zu den Sitzen in der Gondel G der Hauptaeroplane Ae gelangt. Die Plattform g trägt die antreibende Maschine D und die hydraulische Maschine M, von welcher Druckrohr R1 und Saugrohr R2 nach der Spitze des Turmes in den Verteiler V führen. Von diesem Verteiler V gehen nach jedem Pendel P je eine Druckleitung r1 und eine Saugleitung· r2. An der Achse des mehrarmigen Trägers T1 ist oberhalb desselben ein Scheinwerfer Sn angebracht, welcher etwas langsamer oder etwas schneller oder in entgegengesetzter Richtung als der Träger T1 rotiert, so daß die im Fluge befindlichen Aeroplane bei Nacht abwechselnd das Dunkel und den Schein des Lichtkegels durchfliegen und auf diese Weise die Aufmerksamkeit der Beschauer auf sich ziehen. Oberhalb des Scheinwerfers befindet sich ein Blitzableiter B. Die kreisförmige Plattform g trägt an ihrer Außenseite die Fangschiene Fs,, an die sich die Fangrollen der Hauptaeroplane beim Landen derselben nach beendetem Fluge anlegen.
Der mehrarmige Träger T1 trägt die Lager L1, in welchen die hohle Welle W gelagert ist (Fig. i, 2 und 3). In das durch Zwischenwände entsprechend unterteilte Innere dieser Welle münden auf der einen Seite das Druckrohr r1, auf der anderen das Saugrohr r2 unter Vermittlung der in Fig. 4 dargestellten Gelenkstücke K1 bzw. K2, welche dicht an die Welle angepreßt sind und entsprechende Boh-
rungen Oe besitzen. Durch gleiche Gelenkstücke K3 und K* und biegsame Rohrleitungen rs und r* sind die Druck- und Saugkammern der Welle W mit den linken bzw. rechten, aus Rohren gebildeten Konstruktionsteilen der Pendel P verbunden.
Nahe der Innenseite der Lager L1 sind fest an der Welle W gabelförmige Hebel h1 und h2 befestigt, welche mit ihren Gabeln die Zapfen
ίο der Seil- oder Kettenrollen S1, S2 fassen. Durch die Querstange Q sind die Hebel h und die Welle W zu einem starren Rahmen vereinigt. Über die Rollen ,S1 und Sz läuft ein Seil oder eine Kette k, deren beide Enden an der obersten Querstange St des Pendels P befestigt sind. An dem Zapfen der Rollen S1 und S2 sind parallel zueinander die Hebel hs und /ι4 befestigt, welche unter Vermittlung einer Kette, eines Seiles oder Drahtzuges k1,
ao den Hebel H1 (Fig. 5) der Steuervorrichtung betätigen.
Die Steuervorrichtung (Fig. 5 und 6) besteht aus folgenden Teilen:
Auf dem Querträger Q sitzt der Hufeisenmagnet U, zwischen dessen Schenkeln das untere, scheibenförmige Ende des eisernen Hebels H mit Hilfe des Zapfens Z derart gelagert ist, daß es fest an den Magnetschenkeln anliegt (Fig. 6). Der Hebel H besitzt an seinein vertikalen Teil einen Schlitz /, der als Führung für das aus nicht magnetischem Material, bestehende Gleitstück u dient. Dieses vertikale Gleitstück u trägt wieder ein um das Zäpfchen z1 drehbares Gleitstück u1, welches in einem Schlitz f1 gleitet, der in einem der beiden Schenkel des Magneten U vorgesehen ist.
Am oberen Ende trägt der Hebel H einen Zapfen z2 und um diesen drehbar den Doppelhebel if1. Der obere Arm H1 legt sich dicht an die Innenseite des Zahnradsegmentes z, an welchem er mit etwas Reibung gleiten kann.
An den Enden des Zahnradsegmentes ζ sind
gelenkig die aus zwei ineinander schiebbaren Teilen bestehenden und um den Zapfen Z drehbaren Speichen sp befestigt. Durch zwei Federn e werden die beiden Speichenteile ineinandergeschoben und dadurch das Zahnradsegment ζ dauernd auf den Hebel H1 gepreßt.
An dem Hebel Jf1 ist ein Zäpfchen zs vorgesehen,, an welchem das Seil k1 angreift. Dem Zahnradsegment ζ gegenüber steht ganz nahe, jedoch für gewöhnlich nicht mit demselben in Eingriff, ein Zahnrad Z1, welches dem in Fig. 8 veranschaulichten hydraulischen Teile der Steuervorrichtung angehört.
Die Lagerung des Hebels H zwischen den Schenkeln des Hufeisenmagneten U hat den Zweck, die Drehbarkeit des Hebels um den Zapfen ζ so zu erschweren, daß im ersten Augenblick der Bewegung des Seiles k1 zuerst ein Kippen des Hebels H1 um den Zapfen z2 hervorgerufen und dadurch das Zahnsegment ζ mit dem Zahnrad Z1 in Eingriff gebracht wird, und erst wenn dieser Eingriff erfolgt ist, kann der gebremste Hebel H dem Seilzug von k1 folgen.
Das Zahnrad Z1 ist auf der Schraubenspindel Y festgekeilt, die ihre Mutter in dem Kegelrad Z2 findet und durch Ring und Nut i ,70 in den Halsteil des verstellbaren inneren Ge-; häuses / einer variablen hydraulischen Transmission 'eingreift. Zahnrad Z2 ist durch Ring und Nut i1 in dem Halsteil des äußeren Gehäuses A dieser Transmission achsial arretiert und greift in das die Welle W mit der Nabe umfassende, aber mit dem mehrarmigen Träger T1 fest verbundene Kegelradsegment Z3 ein. Die Spindel Y ist in ihrem oberen Teil als Vierkant α ausgebildet, über welchen sich leicht beweglich die Hülse der Spiralfeder e1 verschieben kann.
Das Mutter- und Radialkolbensystem C, c wird während des Betriebes durch den Motor m1 (Fig. 5) beständig in Rotation erhalten und bewirkt, wenn der Kolben exzentrisch steht, eine Zirkulation von Flüssigkeit zwischen den beiden, mit dem Außengehäuse in Verbindung stehenden Kammern N1 und N2, die durch zwei Querwände und die Längswand w in der hohlen Welle W gebildet sind. Diese beiden Kammern 2V1 und N2 stehen durch die streckenweise biegsamen Rohrleitungen I1 und I2 mit der Auftriebssteuerung der Hilfsaeroplane Ah in Verbindung.
Der Hilfsaeroplan ist in Fig. 9 in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht.
Die Flächen des Hilfsaeroplans Ah, welcher als Ein- oder Mehfdecker konstruiert sein kann, sind an der unteren Hälfte des Pendels P so befestigt, daß sie in jeder Lage des Pendels in bezug" auf ihre Längsrichtung zur Pendelachse parallel bleiben, sonst aber in mehrfacher Hinsicht verstellbar sind.
Die Tragflächen Ah sind ihrer ganzen Länge nach um ihre Längsachsen p drehbar, die an den vertikalen Streben St2 befestigt sind. Diese Streben sind vertikal verstellbar in Hülsen.befestigt, welche fest mit den Querstreben St1 des Pendels P verbunden sind. An der mittleren Querstrebe .Si1 ist der den Propeller Pr antreibende Motor m befestigt. Etwa in der mittleren Querebene sind ferner an den hier befindlichen Querrippen der Flächen Ah in Gelenken d1, d1 und d2, d2 die Zugstangen S1 und JT2 angebracht, von denen die eine S2 durch Federn e2, welche an der Querstrebe .Si1 befestigt sind, in einer mittleren Stellung erhalten wird und dadurch auch die Tragflächen in diese Mittellage einstellt. An der Hülse A4 ist die in Fig. 10 dargestellte hydraulische Einstellvorrichtung befestigt, die aus einem Zylinder n, dem Kolben 0, den beiden Kolbenstangen t, zwei Rollen .S"3, den
Zuleitungen I1 und P der Verbindungsleitung ν und dem Nadelventil j besteht. Die über die Rollen Ss gelegten Seile k2 sind einerseits durch Nocken b1 und b2 an die Strebe St2, andererseits durch Gelenke odef Ösen b an geeigneten Stellen der Aeroplanrippen befestigt. Die Tragflächen der Hilfsaeroplane sind hinsichtlich ihrer Lage zur Pendelebene durch die Streben Sl'2 so eingestellt, daß infolge der durch sie entstehenden Stirnwiderstandsmomente die von den Hauptaeroplanen verursachten Drehmomente in bezug auf die Längsachse der Pendel P aufgehoben werden.
Fig. 11 stellt einen der Hauptaeroplane mit seiner Gondel und deren Aufhängung dar.
Die Gondel G hängt mit ihren vier Eckträgern auf Federn es, welche sich auf die an den beiden horizontalen Trägern q der Gondel befestigten Hülsen y stützen. Die beiden Träger q sind durch Versteifungen q1 (Fig. 1 und 11) verbunden und durch die Tragstangen St3 an dem an die Haupttragseile O des Pendels P gelenkig aufgehängten Hauptträger W1 (Fig. ii, 12, 13 und 14) befestigt. Die Hauptaeroplane Ae besitzen eine Längsachse p1, welche drehbar gelagert von den vier an den Gondelträgern q1 befestigten Streben St* getragen wird. Senkrecht auf die Achse p1 sind an dieser die der Versteifung der Tragfläche dienenden Streben h5 angebracht. Durch die an dem Träger W1 befestigte Feder el erhält die Tragfläche Ae ihre normale Neigung gegen die Horizontale, welche dem unbelasteten Zustande der Gondel entspricht.
An dem Traggerippe der Gondel ist eine Rolle S4 angebracht, über welche das mit einem Ende an dem Träger q mit dem anderen an einer geeigneten Stelle bs des rückwärtigen Teiles einer Hauptaeroplanrippe befestigte Seil ks gelegt ist. An dem Träger W1 ist oberhalb des Hauptaeroplans Ae vermittels der Streben St5 die kleine Hilfsfläche F um ihre Längsachse verdrehbar befestigt. An dem Gestänge St5 ist ferner der Hebel hs angelenkt, welcher eine zweite Steuerfläche F1 trägt und durch ein Seil £4 mit der Steuerfläche F verbunden ist.
Die Gondel G ist mit einem weitmaschigen Drahtnetz versehen, welches den ungehinderten Ausblick gestattet, aber das Hinausstürzen von Personen oder größeren Gegenständen verhindert. Sie enthält einen oder mehrere Sitze gs und eine Tür gt. An dem Rahmen ihres Fußbodens sind federnd gelagerte Rollen gr angebracht, welche beim Landen sich an die Fangschienen Fs der Gallerie g (Fig. 1) anlegen und etwaige Stöße mildem.
Die Gondel muß nicht gerade unterhalb der Aeroplanfläche Ae gelegen sein, sondern sie kann auch in den Schwerpunkt der Fläche Ae gerückt werden, so daß der Fliegende über die Flügel hinwegsieht.
Schließlich wird die Welle W1 (Fig. 14) unmittelbar neben der Aufhängung an den Seilen O, durch das gabelförmig gestaltete Ende Ga der untersten Pendelstangen P1 des starren Pendels P locker umfaßt.
In den Fig. 12, 13 und 14 ist die Aufhängung des Hauptaeroplans an dem Pendel P veranschaulicht. P1 ist das unterste Pendelende mit der Gabel Ga, welche die von den Seilen O mit Hilfe der Öse Os getragene Welle W1 umfaßt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Von der Plattform g gelangen die Personen in die an der Gallerie anliegenden Gondeln der Aeroplane Ae. Je nach dem Gewicht der die Gondel besteigenden Personen werden sich die Federn es (Fig. 11) zusammendrücken und dementsprechend durch Herabziehen der Rolle S* und des Seiles ks die Aeroplanflächen Ae mehr oder weniger steil einstellen, so daß der Winkel der Tragfläche gegen die Horizontale und damit ihr Auftrieb dem zu hebenden Gewicht entspricht. Durch Betätigung der Antriebsmaschine D wird sodann der hydraulische Motor M angetrieben und preßt durch die Steigleitung T?1 und die Radialleitungen r1 Druckflüssigkeit in die Propellermotoren m und in die Reguliermotoren Wi1, welche dadurch zur Rotation kommen. Das Zahnrad Z2 (Fig. 8) ist, da die Pendel P vertikal herabhängen, bis zu einem bestimmten Punkt auf dem Zahnradsegment Z3 abgewälzt und hat somit das Innengehäuse I ganz herabgeschraubt, so daß 10α durch den Motor m1 Drucköl durch die Leitung I1 oberhalb des Kolbens 0 (Fig. 10) gepreßt und dieser herabgedrückt wird, wodurch die.Hilfsaeroplanflächen Ah, welche in diesem Augenblick parallel zur Turmachse liegen, so gestellt werden, daß sie sich mit ihrer Vorderkante nach außen richten und eine starke Neigung gegen die Richtung der beginnenden Bewegung annehmen. Zugleich beginnt infolge des Zuges der Propeller die no Bewegung der Aeroplane, welche, gezwungen durch die sie fesselnden Pendel, nicht geradlinig anlaufen, sondern eine kreisförmige Bahn um den Turm beschreiben und bei zunehmender Geschwindigkeit infolge ihres aviatischen Auftriebes immer weitere und höhere Spiralen ziehen, bis sie ihre höchste Lage etwa in der Florizontallage der Pendel oder 10 bis 150 darüber hinaus erreicht haben.
Obwohl die Anlaufgeschwindigkeit .zur Vermeidung . unerwünschter Fliehkraftwirkungen im Anfange nur gering ist, tritt sogleich eine genügend starke, die Pendel von der Turmachse abhebende Kraft auf, da sich
die Hilfsaeroplane in der günstigsten Stellung" befinden und sich unter dem größten möglichsten Winkel gegen die Luftmassen bewegen. Die hebende Kraft der Hauptaeroplane Ae ist im Anfange sehr unbedeutend und nimmt erst mit fortschreitender Erhebung zu, bis sie bei Horizontalstellung der Pendel ihren größten, und zwar den ihrer Aufgabe entsprechenden Wert besitzt. Die
ίο Haupt- oder Personenaeroplane sind nämlich so berechnet, daß sie nur die Last der in der Gondel befindlichen Personen zu tragen haben, während die Hilfsaeroplane Ah außer ihrem Eigengewicht, dem Gewicht des Motors und der unteren Hälfte des Pendels auch noch das Gewicht des Aeroplane Ae und seiner Gondel zu tragen haben.· Die Hauptaeroplane Ae haben also nur die lebende Last, die Hilfsaeroplane dagegen alle tote Last zu heben.
Damit die Aeroplane unter den verschiedenen Wind- und Belastungsverhältnissen annähernd alle die gleiche Flughöhe einhalten, ist zunächst eine bleibende Einstellung gewisser Konstruktionsteile notwendig.
. Angenommen, die Aeroplane fliegen bei Windstille, auf ihre normale Tragfähigkeit belastet, horizontal in der Höhe des mehrarmigen Trägers T1. Die normale Geschwindigkeit in dieser größten Entfernung von der Turmachse ist so berechnet, daß die auftretenden Fliehkräfte nicht größer werden können, als es bei vollständig frei, mit derselben Geschwindigkeit und in demselben Kreise fliegenden Aeroplanen der Fall wäre.
Ihre Schrägstellung wird daher eine solche sein, daß die Resultierende aus Schwerkraft und Fliehkraft durch den Schwerpunkt der Personen geht und somit nicht als Druck nach außen empfunden wird. Außer der Fliehkraft treten jedoch bedeutende Stirnwiderstände auf. Dementsprechend wird zunächst die Neigung der Aeroplanflächen Ae durch Einstellung der Federn e4 und die Wahl des Punktes bs (Fig. 11) sowie die Neigung der Aeroplane Ah durch Einstellung der Federn e2 (Fig. 9) so bestimmt, daß bei den verschiedenen möglichen und zulässigen Belastungen und bei der stets gleichen Fluggeschwindigkeit die Aeroplane bis in die Horizontale emporsteigen. Außer den Aeroplanen erleiden jedoch auch die Gondeln der Hauptaeroplane Stirnwiderstände, die je nach ihrer Läge und Größe Drehmomente in bezug auf den Aufhängepunkt bzw. die Längsachse des Pendels hervorbringen können, wodurch ein Aufbäumen oder Nachvornkippen der Aeroplane Ae stattfinden würde. Zwischen diesen Drehmomenten wird durch Einstellung der Hilfsfläche F (Fig. 11) und die Hochoder Tief stellung der Hilfsaeroplane Ah in bezug auf die Pendelebene vermittels der Streben 5"i2 (Fig. 9) das Gleichgewicht hergestellt.
Nach Vollendung dieser Einstellungen werden die Aeroplane einen stabilen Flug besitzen.
Bei windigem Wetter gestalten sich die Verhältnisse schwieriger und sind deshalb besondere Vorkehrungen zum Schütze der Pendel gegen zu große Biegungsbeanspruchungen getroffen.
Sämtliche Aeroplane eines Apparates, z. B. deren sechs, sind infolge ihrer dauernden Fesselung durch die starren, an dem mehrarmigen Träger T1 befestigten Pendel gezwungen, mit genau der gleichen Winkelgeschwindigkeit um den Turm zu fliegen. Während eines Kreisumlaufes wird somit die relative Geschwindigkeit der Aeroplane gegenüber einer geradlinigen Luftströmung von einem Maximum durch alle Zwischenstufen zu einem Minimum sinken und in umgekehrter Funktion wieder zu einem Maximum an-. steigen. Die Stirnwiderstände und Aufiriebskräfte müßten diesen Schwankungen folgen und hätten einerseits Biegungsbeanspruchungen der Pendel, einmal nach vorn, einmal nach rückwärts, beständiges Emporschnellen und Herabsinken der Aeroplane und Pendel zur Folge. Beides wird verhindert bzw. auf das zulässige Maß beschränkt, durch die Aufhängungsmethode der Pendel nach Fig. i, 2 und 3 und die Regulierung des Anflugwinkels der Hilfsaeroplane Ah durch die in Fig. 3, 5, 9, 10 und ir dargestellten Vorrichtungen.
Wenn infolge der Zunahme des Stirnwiderstandes ein Pendel gegenüber der konstanten Geschwindigkeit zurückbleibt, wird die Kette k bewegt, durch die die Rollen ,S1 und S2 mit den Hebeln h3, hl·, welche ihre Bewegung durch das Seil k1 auf den leicht drehbaren Doppelhebel H1 übertragen, im Sinne des Uhrzeigers um einen bestimmten Winkel verdreht werden.
Der um den Zapf en s2 leicht drehbare Hebel H1 bewirkt, infolge seiner Segmentgestalt und der durch den Magneten U verursachten Bremsung des Hebels H, zunächst den Eingriff des Zahnradsegments ζ in das Zahnrad Z1 und bei der weiteren Bewegung die Drehung des Zahnrades Z1, welches die Spindel Y (Fig. 8) betätigt.
Das durch die Spindel Y geführte Exzentergehäuse / liegt, solange sich das Zahn rad Z1 nicht im Eingriff mit dem Zahnsegment ζ befindet, und somit das Zahnrad Z2 auf Zahnrad Z3 nicht abgewälzt ist, genau zentrisch zu dem Kolben C, so daß trotz der fortdauernden Rotation des Kolbensystems C, c kein Flüssigkeitsstrom entsteht. Wird aber infolge des Zurückbleibens des Pendels das Gehäuse I in exzentrische Stellung zum
äußeren Gehäuse A gebracht, dann wird Druckflüssigkeit in die Kammer Nz und durch die Leitung P unter den Kolben ο der Steuerung (Fig. 9 und io) gepreßt, durch dessen Aufwärtsbewegung der Anflugwinkel der Flächen Ah verkleinert und dadurch der Stirnwiderstand vermindert wird. Das Entgegengesetzte, nämlich eine Vergrößerung des-Anflugwinkels von Ah tritt ein, wenn ein Pendel voreilt. Dieser Vorgang wird durch das Zahnrad Z2 unterstützt, welches durchVerstellung des Gehäuses I eine Verkleinerung oder Vergrößerung des Anflugwinkels der TragflachenAh bewirkt, je nachdem durch Vergrößerung oder Verkleinerung des Auftriebes ein Ansteigen oder Sinken des Pendels erfolgt. Sobald nach erfolgter Regulierung des Stirnwiderstandes die rückläufige Bewegung des Pendels beginnt, wird durch den Hebel H1 die Auslösung des Segments Z aus dem Zahnrad Z1 bewirkt, und dieses schnellt infolge der Spannung . der Spiralfeder e1 in die Mittelstellung zurück. Das so^ fortige Wiederanpressen des Segments Z an das Zahnrad Z1 beim weiteren Zurückgehen des Pendels in die Mittellage wird durch die Zunge u (Fig. 5 und 6) verhindert, welche bei der Verstellung des Hebels H durch den Klotz u1 und den Schlitz f1 in dem Schlitz / des Hebels H nach oben geschoben wurde und nun den Hebel Ji1 arretiert, bis das Segment wieder die Mittellage erreicht.
Unterdessen gelangen die Aeroplane wieder in die entgegengesetzte Windrichtung, so daß sich der beschriebene Vorgang im entgegengesetzten Sinne wiederholen muß. Um nun diesen abwechselnd nach der einen und der anderen Richtung erfolgenden Steuerungsvorgang möglichst elastisch zu gestalten, ist durch die Federn e2 und die Verbindungsleitung ν zwischen der Ober- und Unterseite des Zylinders η (Fig. 9 und 10), welche durch die feste Einstellung der Ventilspindel j die richtige Drosselung erhält, für ein entsprechend langsames oder rasches Zurückgehen der Flächen Ah in die Normalstellung und dadurch für den allmählichen Übergang aus der einen in die andere Stellung gesorgt.
Wenn trotz dieser Vorrichtungen einzelne, gegenüber den anderen zu leicht belastete Aeroplane über das zulässige Maß die Horizontalstellung überschreiten, dann tritt die in Fig. 7 dargestellte Sicherheitsvorrichtung in Tätigkeit, indem in dieser unzulässigen Stellung des Pendels durch die Öffnung Oe1 Drucköl aus der Welle W in die Leitung I gelangt, welche zu einem an der Maschine D angebrachten Schaltapparat führt, welcher diese Maschine bremst oder ganz abstellt.
Zum Ausgleich kleinerer oder plötzlicher Schwankungen der Gleichgewichtslage der Hauptaeroplane Ae sind die Steuerflächen F und F1 (Fig. 11) angebracht. Neigt sich z. B. der Aeroplan etwas nach vorn, bzw. erfährt das leicht konstruierte Pendel eine leichte Verdrehung in diesem Sinne, dann erhält die Fläche F1 Winddruck von oben und stellt unter Vermittlung des Seiles ft4 die Steuerfläche F etwas steiler und umgekehrt.
Ganz ähnlich wie beim Auffluge arbeiten die Steuervorrichtungen bei der Landung der Aeroplane. Wenn durch langsames Abstellen der Maschine D die Kraftzufuhr vermindert wird, dann sinken die Aeroplane allmählich in einer Raumspirallinie herab. Gleichzeitig gelangt das Zahnrad Z2 zur Abwälzung auf dem Zahnsegment Z3 und verursacht entsprechend der zunehmenden Neigung der Pendel gegen die Horizontale die Vergrößerung des Anflugwinkels der Flächen Ah, so daß trotz der verminderten Fluggeschwindigkeit ein ganz sanftes und langsames Landen der Aeroplane bzw. der Gondeln an der Fangschiene Fs der Plattform g erfolgt.

Claims (13)

  1. Patent-An speüche:
    ι. Volksbelustigungsvorrichtung, bestehend aus zwangläufig im Kreis geführten Aeroplanen, die an in der Ruhelage senkrecht herabhängenden Pendeln aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des ganzen Systems durch an den Pendeln angeordnete, zweckmäßig von einer außerhalb der Pendel liegenden hydraulischen Primärmaschine betätigte Luftschrauben erfolgt, die in Verbindung mit den Aeroplanflächen ein Aufsteigen der Fahrzeuge nach Art von Flugmaschinen bewirken, zum Zwecke, das Heben der Fahrzeuge durch die Tragflächen, dagegen nicht oder doch nur in ganz geringem Maße durch die Zentrifugalkraft hervorzurufen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Träger zwei Aeroplane angeordnet sind, von denen der eine zweckmäßig stets parallel zur Pendelachse bleibende Hilfsaeroplan (Ah) die konstante tote Last und der gelenkig am unteren Ende des Pendels befestigte Hauptaeroplan (Ae) die variable lebende Last trägt, zum Zwecke, durch entsprechende Einstellung der Hauptaeroplanfläche diesen der jeweiligen Belastung anpassen zu können, so daß alle Aeroplane annähernd in gleicher Höhe schweben und in ihrer ganzen Bahn die Lage von im Kreise freifliegenden Aeroplanen einnehmen können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedes Pendelgelenk ein Regulierorgan eingebaut ist,
  4. welches, wenn ein einzelnes Pendel über eine bestimmte Höhe angehoben wird, auf die Primärmaschine (M) einwirkt und deren Antrieb herabmindert (Fig. 7).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsaeroplane von Doppeldeckern gebildet werden, deren Flächen in bezug auf ihre Entfernung zur Pendelebene verstellbar sind, zum Zwecke durch Änderung ihrer relativen Lage gegen die Pendelebene die ober- und unterhalb der Pendelebene auftretendenLuftwiderstandsmomente gegeneinander auszubalancieren und derart eine Verdrehung der Pendel um ihre Längsachse zu vermeiden.
  5. 5. Hilfsaeroplan nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Federn (e2) o. dgl. in eine zweckmäßige Mittellage eingestellten Tragflächen (Ah) durch eine von der Pendelstellung abhängige Steuervorrichtung eine veränderliche Neigung" gegen die jewei-. lige Flugebene erhalten können (Fig. 9).
  6. 6. Hilfsaeroplan nach Anspruch 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseits des die Tragflächen steuernden Kolbens (Ö) liegenden Zylinderräume durch eine in ihrem Durchgangsquer-. schnitt regulierbare Rohrleitung (v) verbunden sind, zum Zwecke, die Geschwindigkeit der Rückkehrbewegung der gesteuerten Flächen in ihre Mittelstellung beliebig regeln zu können (Fig. 10).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendel (P) mit ihren in dem Sternkreuz (T1) gelagerten Wellen unter Vermittlung beweglicher Zwischenglieder [über Rollen (S1, S2) geführte Ketten (K), Hebel o. dgl.] verbunden sind, zum Zwecke, jedem Pendel die für die selbsttätige Steuerung· notwendige Bewegung in seiner Schwingungsebene und senkrecht zu derselben zu ermöglichen (Fig-3)·
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine mittels der gelenkigen Aufhängung des Pendels (P) betätigte Kupplung, welche bei schädlichen Bewegungen der Pendel aus ihrer Mittellage senkrecht zu ihrer Schwingungsebene die hydraulische Steuerung der Hilfsaeroplane beeinflußt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung mit einer Klemmvorrichtung versehen ist, welche bei Beginn der Rückkehrbewegung des Pendels in seine Mittellage eine sofortige Auslösung der gekuppelten Teile bewirkt, zum Zwecke, eine zu lange andauernde Einwirkung der Steuervorrichtung hintanzuhalten.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung von einem dreh- und verschiebbar gelagerten Zahnsegment (Z) gebildet wird, gegen dessen Unterseite eine segmentförmig gestaltete und exzentrisch in · einem magnetisch gebremsten Hebel (H) gelagerte Drehklinke (H1) anliegt, durch deren Verdrehung das Zahnsegment entgegen der Wirkung von Federn (e) vorgeschoben und in Eingriff mit einem die hydraulische Steuerung beeinflussenden Zahnrad (Z1) gebracht wird (Fig. 5 undo).
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 2, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Regulierorgan (Y, Z2) auf ein gegenüber der Pendelbewegung feststehendes Organ (Z3) derart einwirkt, daß die Tragflächen der Hilfsaeroplane, je nachdem die Pendel eine kleinere oder größere Neigung gegen die Turmachse einnehmen, eine größere bzw. kleinere Neigung gegen die jeweilige Flugbahn erhalten, zum Zwecke, sowohl bei Beginn des Fluges als auch beim Landen, die die Pendel vom Turm abhebende Tragkraft der Hilfsaeroplanflächen möglichst zu vergrößern.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung der Gondeln (g) der Hauptaeroplane (Ae) unter Vermittlung von Federn (es) erfolgt und die Gondel (G) mit der Tragfläche derart zwangläufig verbunden ist, daß je nach der Belastung der Gondel die Einstellung des Anflugwinkels der Tragflächen entgegen der Wirkung einer die Tragfläche in der Normallage erhaltenen Feder (e4) o. dgl. erfolgt. ■
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptaeroplane und Gondeln an nur auf Zug beanspruchten Seilen (O) hängen, während die auftretenden Biegungsbeanspruchungen von den den Gondelträger (W1) mit Gabeln (Ga) lose umfassenden starren Pendeln (P) aufgenommen werden (Fig. 12, 13 und 14).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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