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DE1669897A1 - Verwendung einer bestimmten Russart als Fuellstoff in lagerfaehigen Einkomponentenmassen auf Organopolysiloxangrundlage - Google Patents

Verwendung einer bestimmten Russart als Fuellstoff in lagerfaehigen Einkomponentenmassen auf Organopolysiloxangrundlage

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DE1669897A1
DE1669897A1 DE19661669897 DE1669897A DE1669897A1 DE 1669897 A1 DE1669897 A1 DE 1669897A1 DE 19661669897 DE19661669897 DE 19661669897 DE 1669897 A DE1669897 A DE 1669897A DE 1669897 A1 DE1669897 A1 DE 1669897A1
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DE
Germany
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parts
weight
hydrocarbon radicals
halogenated hydrocarbon
carbon black
Prior art date
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DE19661669897
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Inventor
Ross Marcus Edmund
Johnson Wendell Lee
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Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
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Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Publication of DE1669897A1 publication Critical patent/DE1669897A1/de
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
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    • Y10S528/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S528/901Room temperature curable silicon-containing polymer

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Description

Sogenannte "Einkomponentenmaseen" auf Organopolyslloxangrundlage, die bei Raumtemperatur unter Bildung von Elastomeren hurten, aind als Abdichtungs-, Versohlufi-, Besohichtunge- und Einbett-Massen von.großer wirtschaftHoher Bedeutung. Sie haben den Vorteil, daß sie nur am Verwendungeort aufgebracht werden müssen und dann von selbst härten. Dadurch entfällt für den Vorarbeiter das üblicherweise notwendige Vermisohen vor dem Einsatz, und außerdem wird die Gefahr des Verdiokens der katalysierten Masse vor dem Gebrauch vermieden. Dieser letztgenannte Naohteil ist stets mit einer bei Raumtemperatur zu Organopolysiloxanelastomeren hKrtbaren Zweikomponentenmasse verbunden, da diese nach der Kataljreatorzugabe spontan härtet.
In den bei Raumtemperatur zu Organopolysiloxanelaetomeren härtbaren Einkomponentenmassen können beliebige Katalysatoren bei der Herstellung der Formmassen zugesetzt werden, da bei Ausoohluß
BAD ORIGINAL 009843/17 86
von Feuchtigkeit keine Härtung eintritt. Diese bekannten bei Raumtemperatur zu Elastomeren härtbaren Einkoaponentenmassen haben jedoch in gehärteten Zustand ziemlich sohleohte Spannungs-/ Dehnungseigenschaften, das heifit, Zugfestigkelten in der Größen-Ordnung von 55,2 kg/am (500 p.s.l.) und Einreisfestigkeiten in der Größenordnung von 4,5 bis 5,4 kg/on (25 - 30 lbs./in.). PUr viele Anwendungsgebiete sind zwar derartige Eigenschaften ausreichend, aber bei Anwendungsarten, bei welchen die Elastomeren Abriebkräften oder starker mechanischer Belastung ausgesetzt sind, befriedigen diese Eigenschaften häufig nicht. Deshalb wurden seit geraumer Zeit Versuche durchgeführt, um die physikalischen Eigenschaften der Elastomeren aus Elnkomponenten* massen zu verbessern.
Versuche« die Einkomponentenmassen mit verstärkenden SilioiumdloxydfUllstoffen zu verarbeiten, die Üblicherweise bei mit Peroxyden in der Hitze härtbaren Organopolyslloxanela&tomeren verwendet werden, braohten keine Lösung des Problems. Das 1st unter anderem darauf zurückzuführen, daß vielseitig verwendbare Einkomponentenmassen extrudlerbar sein müssen, daß heifit, für den Einsatz am Aufbringungsort müssen sie leioht aus einem Behälter herausgedrückt werden können. Werden Jedooh verstärkende SiliolumdioxydfUlistoffe in zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften ausreichenden Mengen nitVorarbeitet, verlieren die Elnkomponentonmassen Ihre leiohtβ Vorarbeitbarkeit· Dieser Nachteil tritt selbst bei Einarbeitung von Silioiuradioityd«
009843/1786
BAD ORiGiNAL
füllstoffen auf, die mit Organosllanen oder -siloxanen behandelt worden sind. Das Problem kann auch nicht durch Zugabe von Weichmachern gelöst werden» wie dies ebenfalls mit Erfolg bei mit Peroxyden hitzegehärteten Elastomeren muglioh ist.
Ferner wurden Versuche unternommen« die physikalischen Eigenschaften der bei Raumtemperatur härtbaren Einkomponentenmassen durch Einarbeitung von RuS als Füllstoff zu verbessern. Jedoch auch hierbei wurden keine anderen Ergebnisse als mit verstärkenden SlliclumdioxydfUllstoffen erzielt, da die Elastomeren entweder keine Verbesserung hinsichtlich Zugfestigkeit und Einreiöfestigkeit zeigten, oder die Formmassen nicht mehr extrudierbar waren, oder beide Nachtelle gleichzeitig auftraten.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß eine Kombination spezieller Rußarten mit speziellen Ketoximsiloxanen zu bei Raumtemperatur zu Elastomeren härtbaren Einkomponentenmassen führt, die eine lange Lagerstabilität besitzen (d.h., sie können gelagert werden und bleiben für 6 Monate und länger extrudierbar) und trotzdem in gehärtetem Zustand Zugfestigkeitswerte von über 56,2 kg/cm2 (800 p.s.i.) und Einrelfifestigkeitswerte von über 27 kg/cm (150 lbs./in.) zeigen, was als großer Fortschritt auf dem Gebiet der Einkoraponentenmassen zu werten ist.
BAD ORfGtNAL 009843/1786
Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung einer Rußart mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von weniger als 50 Millimicron und einem Strukturindex von 130 bis 200 in Mengen von 25 bis 55 Gew.-Teilen als Füllstoff in bei Ausschluß von Feuchtigkeit lagerfähigen, unter Zutritt von Feuchtigkeit bei Raumtemperatur zu Elastomeren härtbare Einkomponentenformmassen aus l40 Gew.-Teilen Organopolysiloxanen mit Si-gebundenen, gegebenenfalls halogenierten Kohlenwasserstoffresten und Si-gebundenen Ketoxlmgruppen der Formeln
π -ON = CR0 oder -ON « CR",
worin R einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste und R" zweiwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste bedeuten, und gegebenenfalls Hartwigskatalysatoren.
Die für die Formmassen verwendbaren OrganopoIysiloxane (1) sind bekannte Produkte, die in der Britischen Patentschrift 975 beschrieben sind. Es ist ferner bekannt, daß zu Elastomeren härtbare OrganopoIysiloxane durchschnittlich
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annähernd 2 (d.h. von 1,9 bis 2,01) einwertige, gegebenenfalls halogenlerte Kohlenwasserstoffreste je Sl-Atom enthalten. Wie in der genannten Patentschrift beschrieben, können die zu Elastomeren härtbaren Ketoximreete enthaltenden Organopolysiloxane auf verschiedenen Wegen hergestellt werden. So können beispielsweise Silane der allgemeinen Formel R'bSi(ON«X)^-b , worin b 0 oder 1 ist, und R' gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste bedeutet, mit in den endständigen Einheiten Hydroxylgruppen aufweisenden Organopolysiloxanen der allgemeinen Formel
H0(R'cSi04_0)xH ,
TT
worin c Durchschnittswerte von etwa 2 hat und χ eine ganze Zahl ist, vermischt werden. Ein zweites Verfahren besteht . darin, daß in den endständigen Einheiten Halogenatome aufweisende Organopolysiloxane mit durchschnittlich mindestens 3 Si-gebundenen Halogenatomen je Molekül mit einem Oxim der Formel X-NOH in Gegenwart eines Halogenwasserstoffbindenden Mittels, wie Pyridln, umgesetzt werden. Bei dieser Umsetzung werden die Si-gebundenen Halogenatome in jeder Position duroh Ketoximgruppen ersetzt unter Freisetzung von Halogenwasserstoff als Nebenprodukt.
Ein drittes Verfahren besteht darin, daß Silane der allgemeinen Formel YR'fSi(ON-X)d, worin Y einen Alkonylrost bedeutet, f Werte von 0 bl· 1 hat, d 2 odor J> und dlo Summe
009843/1786
von f + d 31 st «an Organopolysiloxane alt SiH-Gruppen in Gegenwart von Katalysatoren» wie ChlorplatinaÄure, addiert werden« Die Alkenylsilane werden hierbei an die SiH-Oruppen addiert unter Bildung von Polysiloxanen alt der Gruppierung
ff
•SiR'"Sl(O»-X)d
anstelle der ursprtlnglloh vorhandenen SIH-Gruppen. Diese angeführten Verfahren sind nur als Beispiele für eögllche Herstellungswese der erf indimgegemSß verwendbaren Organopolyslloxane (1) aufgeführt.
Bei den erfindungsgemMfien ForaeAssen kann der RuB in verschiedenen Herstellungsstufen der Organopolyailoxane (1) -alt denselben vermischt werden. So lähmen beispielsweise Organopolyslloxane, die bereits eingebundene X«HO-Gruppon enthalten« mit dem Ruß vermischt werden. Der RuS kann jedooh auoh mit einem Hydroxylgruppen enthaltenden Polysiloxan und einen Ketoxingruppen aufweisenden Silan in beliebiger Reihenfolge vermlsoht werden· Unter diesen Bedingungen reagiert aller Wahrsohelnllohkelt nach das Ketoxlasilan alt den Si-gebundenen OH-Oruppen unter Bildung von Polysiloxanen ait Sigebundenen Ketoximgruppen· unter bestlaaten Bedingungen kann es Jedooh möglioh sein, dai die Silane und yolgruppen enthaltenden Siloxane veraisoht werden kennen, ohne daß in
009843/1786
Abwesenheit von Feuchtigkeit eine Reaktion eintritt. Die erfindungsgemäfien Formmassen sind aber nicht an den Ablauf eines bestimmten Reaktionsmeohanismus gebunden. Unter der Definition der Organopolyeiloxane (1) sind jedenfalls sowohl Polymerisate mit Sl-gebundenen Ketoximgruppen zu verstehen als auch Gemische von Hydroxylgruppen aufweisenden Siloxanen und Silanen oder Siloxanen mit Si-gebundenen Ketoximgruppen.
Die entscheidenden Substituenten an den Si-Atomen der Bestandteile (1) sind die oben angeführten Ketoximgruppen, neben Kohlenwasserstoff« und/oder halogenieren Kohlenwasserstoffresten, wobei die letzteren ein- oder mehrwertig sein können·
In den Bestandteilen (1) kann R" ein beliebiger zweiwertiger Kohlenwasserstoff- oder halogenierter Kohlenwasserstoffrest sein, dessen beide Valenzen mit dem C-At ora der ONO-Gruppe verknttpft sind. Beispiele für Reste R" sind solche der Formeln
-CH2(CHg)4CH2-,
CH,
-CH2CHCH2CH2CH2-, ^^^\Br* -CFg(CFg)3CF2-, -CF
009843M786
Beispiele für einwertige Reste R sind Alkylreste, wie Methyl-« Äthyl-, Isopropyl-, tert.Butyl-, 2-Äthylhexyl-, Dodeeyl-, 1-Isobutyl-3,5-dimethylhexyl-, Octadeoyl- und Myrioylrestej Alkenylreste, wie Vinyl-, Allyl-, Deoenyl- und Hexadienylrestej cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste, wie Cyolopentyl-, Cyclohexyl- und Cyclohexenylreste; Arylreste, wie Phenyl-, Naphthyl- und Xenylreste und Aralkylreste, wie Benzyl-, Phenylethyl- und S-Phenylpropylreste und Alkarylreste, wie Tolyl-, Xylyl- und Methylnaphthylreste. Beispiele für halogenierte einwertige Kohlenwasserstoffreste R sind Chlormethyl-, 3,3,3-Trifluorpropyl-, ^,^-Dibroraoyclohexyl-, »<.,o<, o<.-Trifluortolyl-, S,4-Dibronabenzyl-, Difluormonochlorvinyl-, <vi,ß,ß-Trifluor-tK-chloroyclobutyl- und S-Jod-cyolopenten-J-ylreste.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Organopolysiloxane (1) können beliebige einwertige oder zweiwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste, wie oben für R und R" angeführt, an Si-Atome gebunden enthalten, das heißt, diese Reste können sowohl an Si-Atome von Siloxanen, als auch von gegebenenfalls in (1) vorhandenen Siloncn gebunden sein.
Die angeführten Gruppen umfassen im wesentlichen alle Si-gebundenen Reste von (1). Daneben können t1edoch geringe Mensen Si-gebundener H-Atome. Alkoxy- und Hydroxylgruppen zugegen sein, die als Verunreinigungen oder als nicht umgesetzte Bestandteile im SiIoxan (1) vorhanden nlnd.
009843/1786 BAD ORIGINAL
Als für die erzielte Verbesserung wesentliche Bestandteile der erfindungsgemäßen Formmassen werden Rußarten der angegebenen Teilchengröße verwendet. Mit Rußarten, deren Teilchen größer sind als oben definiert, werden nicht die verbesserten Eigenschaften erzielt.
Unter dem Strukturindex im Bereich von 120 bis 200 der Rußarten ist ein arithmetischer Wert zu verstehen, der durch Messen der ölabsorption des Rußes und anschließendem Dividieren dieses Wertes durch die gemessene ölabsorption einer normalen Rußart derselben Teilchengröße erhalten wird. Der Strukturindex ist also ein Maß für die Teiluhenagglomeration der betreffenden Rußart. Es wurde festgestellt, daß Rußarten mit Strukturindices unterhalb der angegebenen Werte keine besondere Verstärkung ergeben, während solche mit Strukturindicee über 200 nloht extrudierbare und sehr schlecht lagerfähige Formmassen liefern.
Einzelheiten über Strukturindioes von Rußarten sind in "Introduction to Rubber Technology" von Maurice Morton, S. 192-196, Jahrg. (1959) zu finden.
Als Beispiel zur Bestimmung des Strukturindex' seien die Ausführungen auf Seite I96 der genannten Literaturstelle angeführt.
BAD ORIG'NAL 009843/ 1786
Eine Rußsorte mit einer Teilchengröße von 31*9 Millimioron und einer Olabeorption von 140 ral/lOO g muß eine höhere Struktur als eine normale Rußart dieser Teilchengröße haben« deren ölabsorption etwa 82 ml/100 g betrKgt. Der Strukturindex für die erste Rußart ergibt sloh aus diesen Zahlen wie folgt:
140 χ 100
Für die erfindungsgemäßen Formmassen werden die Rußarten in den angegebenen Mengen verwendet. Bei Einsatz von weniger als 25 Gew.-Teilen auf 140 Gew.-Teile Slloxan (1), werden keine großen Unterschiede in den Zugfestigkeiten gegenüber bekannten Einkomponentenmassen erzielt. Bei Einsatz von mehr als 55 Gew.-Teilen Ruß sind die Formmassen nicht länger extrudierbar.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Einkomponentenmassen hat sloh das folgende Verfahren besonders bewährt:
(la) in den endständigen Einheiten Hydroxylgruppen aufweisende Organopolyslloxane einer Viskosität von mindestens 1.000 cSt./25° C, die je Si-Atom durchschnittlich etwa 2 Si-gebundene, einwertige, gegebenenfalls halogenlerte Kohlenwasserstoffreste enthalten, werden mit
(Ib) Silanen der allgemeinen Formel
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R1 β' r m
[(X - NO)dSi-RIM]aSi - (ON - X)4.a-m
worin d eine ganze Zahl von 1 bis 3»
f eine ganze Zahl von 0 bis 3«
a eine ganze Zahl von 0 bis 4,
m eine ganze Zahl von 0 bis 2,
die Summe von a + m nicht größer als 4, die Summe von φ
d + (4-a-m) mindestens 3, die Summe von d+f 3 ist, X Rjeste der Formeln «CR« oder ^cR",
R und R1 unabhängig voneinander einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste, Rn zweiwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste und R'" zweiwertige aliphatische Kohlenwasserstoffreste bedeuten, und
(2) 25 bis 55 Gew.-Teile Ruß auf jeweils 140 Gew.-Teile (la) + (Ib) in Abwesenheit von Feuchtigkeit vermischt und das Gemisoh anschließend mindestens 30 Minuten lang auf 75° bis 200° C erhitzt.
Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft, wenn auf 140 Gew.-Teile des Hydroxylgruppen enthaltenden Polysiloxans da) + Silan 25 bis 4o Gew.-Teile Ruß verwendet v/erden, obgleich auch dor gesamte in der Erfindungsdefinition anßocobene Mongenbcrelch der Rußart eingesetzt werden kann. Nach beendetem Erhitzen
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werden die Formmassen In Abwesenheit von Feuchtigkeit gelagert· Bei Zutritt von Feuchtigkeit härten diese Formmassen zu zähen Elastomeren« die noch bessere Eigenschaften haben als solche, die durch einfaches Vermischen mit (1) ohne Vorerhitzen hergestellt worden sind.
Es sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäßen Formmassen im Hinblick auf die Feuchtigkeitsempflndliohkeit der Sl-gebundenen Ketoximgruppen im wesentlichen unter feuchtigkeit sfreien Bedingungen hergestellt und gelagert werden sollen. Unter diesen Bedingungen sind die Formmassen praktisch unbegrenzt haltbar, bei Zutritt von Feuchtigkeit härten sie hingegen rasch.
Gegebenenfalls können in die erfindungsgemäßen Formmassen Übliche Siloxan-Härtungskatalysatoren eingearbeitet werden, z.B. Schwermetallsalze von Carbonsäuren, wie Dibutylzinndiacetat, Dibutylzinndilaurat, Stannoootoat und Ferrloctoat.
Die erfindungsgemäßen Formmassen sind wertvolle Abdichtungs-, Besohiohtungs- und Einbettungsmassen für elektrische Ausrüstungen.
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Beispiel
Durch Vermisohen der aufgeführten Bestandteile in den angegebenen Anteilen wurden in praktischer Abwesenheit von Feuchtigkeit die im folgenden beschriebenen Einkomponentenmassen hergestellt. Die Einkomponentenmassen wurden in Behältern gelagert und dann stranggepreßt und zur Härtung der Feuchtigkeit ausgesetzt. Die physikalischen Eigenschaften der gehärteten Elastomere sind In der folgenden Tabelle zusammengestellt. Die Formmassen 1 bis einschließlich J liegen innerhalb des Erfindungsbereiches. Die Formmassen 4 bis einschließlich 8 fallen nicht in den Bereich der Erfindung und sind zu Vergleichszweoken aufgeführt, um die aufgrund der Erfindung erzielte Verbesserung zu zeigen.
Produkt 1
I4o Gew.-Teile eines Hydroxylgruppen aufweisenden Dimethylpolyeiloxans mit einer Viskosität von 12.500 cSt./25° C wurden mit 50 Oev/. -Teilen Ruß mit einem durchschnittlichen Teilchendurohmesser von 31,9 Millimicron und einem Strukturindex von I65 und mit 10 Gew.-Teilen des Lilans dor Formol
CH2-CH-Si [ ONoC (C2II5) (CH3) ],
vonnlsüht. Das Gemisch war In Abwain -/ihoLb am Fmioht !.{'!:<> i.t ιΐί·5,.ΐ! uii I war tuioh '•-wWchlgfir· Γ<>;.· 111H-, ' Ί i !'>fi 'm i' Ιι
UU9H4-.N I7tf4; BAD ORIGINAL
Die Formmasse wurde herausgepreßt und zum Härten stehengelassen. Die Eigenschaften sind in der Tabelle aufgeführt.
Produkt 2
l4o Gew.-Teile des Siloxane aus Formmasse (1) wurden mit 40 Gew.-Teilen des Rußes aus Formmasse (1) und 10 Gew.-Teilen des Silane aus Formmasse (1) vermischt und das Gcmisoh wurde 1 Stunde in Abwesenheit von Feuchtigkeit unter Vakuum auf 100° C erhitzt. Das erhaltene Produkt war in Abwesenheit von Feuchtigkeit stabil. Es ließ sich leicht aus der Tube herausdrücken und härtete in Anwesenheit von Feuchtigkeit zu einem Produkt mit den aufgeführten Eigenschaften.
Unter Verwendung des Verfahrens gemäß Formmasse (2) wurden folgende Formmassen hergestellt ι
Produkt 3
l4o Oew.-Teile des Polymerisate gemäß (1), 30 Gew.-Teile des Rußes gemäß (1) und 10 Oew.-Teile des Silane gemäß (1).
Produkt 4
l40 Qdvt. »Teile ilen Polymerlaats gemüQ (L), 20 Gew.-Teil« den Hu/ioo gaiiiUÖ (i) 1JmJ i:> flow.-Teile (lon Sllnnu ftßmtiß (1),
' j ir,U \ 1 I
BAD ORiGlNAt
Produkt J5
l4o Gew.-Teile des Polymerisats gemäß (1), 40 Gew.-Teile eines pyrogen in der Gasphase gewonnenen SiliciumdioxydfUllstoffes, der mit Dimethylcyclotrisiloxan behandelt worden war, 10 Gew.-Teile des Silane gemäß (1).
Produkt 6
l40 Gew.-Teile des Polymerisate gemäß (1), 40 Gew.-Teile Ruß mit einer Teilchengröße von 70 Millimicron und einem Strukturindex von 170 und 10 Gew.-Teile des Silane gemäß (1).
Produkt 7
140 Gew.-Teile des Polymerisats gemäß (1), 40 Gew.-Teile des Rußes gemäß (1) und 10 Gew.-Teile Orthokieselsäure-n-propylester.
Produkt 8
l4o Gew.-Teile des Polymerisats gemäß (1), 40 Gew.-Teile des Rußes gemäß (1) und 10 Gew.-Teile Methyltriacetoxysilan.
Produkt 9
140 Gew.-Teile des Polymerisats gemäß (1), 40 Gew.-Teile eines Rußes mit einer Teilchengröße von 38 Millimicron und einem
Strukturindex von 300 und 10 Gew.-Teile des Silane gemäß (1).
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TABELLE
Probe Nr.
Shore-Härtemessung
1 50
2 40
O
O
3 28
co
co 4 22
5
-J 6 33
00
cn 7 35
3 40
9
Zugfestigkeit in kg/cm2 (p.s.i.)
Dehnung
52,4 (745) 510
55,8 (794) 930
42,2 (600) 870
26,4 (375) 700
zu dick zum Herauspressen
32,4 (462) 800
38,7 (550) 640
38,7 (550) 650
Nonnkörper B Einreißfestigkeit
kg/cm (p.p.i.)
konnte nach 1 Tag aus dem Behälter nicht herausgepreßt werden
23,6 (115) 166989
27 (150)
14,6 ( 81)
4,86 ( 27)
7,38 ( 42)
7,38 (42)
16,2 ( 90)
It werden

Claims (2)

Patentansprüche
1. Verwendung einer Rußart mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von weniger als 50 Millimicron und einem Strukturindex von 1J50 bis 200 in Mengen von 25 bis 55 Gew.-Teilen als Füllstoff in bei Ausschluß von Feuchtigkeit lagerfähigen, unter Zutritt von Feuchtigkeit bei Raumtemperatur zu Elastomeren härtbare Einkomponentenformmassen aus 140 Gew.-Teilen Organopolysiloxanen mit Si-gebundenen, gegebenenfalls halogenierten Kohlenwasserstoffresten und
Si-gebundenen Ketoximgruppen der Formeln
Π -ON = CR0 oder -ON = CR",
worin R einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste und R" zweiwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste bedeuten, und gegebenenfalls Härtungskatalysatoren.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß Gemische aus 140 Gew.-Teilen
(la) in den endständigen Einheiten Hydroxylgruppen aufweisenden Organopolysiloxanen einer Viskosität von mindestens 1000 cSt./25°C, die je Si-Atom durchschnittlich etwa 2 Si-gebundene, einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste enthalten und
(Ib) Silanen der allgemeinen Formel
R' R* [(X - NO)dSif- R'"laSim- (ON - X)4_a_m
- CL -
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«σ
worin el eine ganze Zahl von 1 bis 3, f_ eine ganze Zahl von O bis 3, a eine ganze Zahl von O bis 4, m eine ganze Zahl von 0 bis 2,
die Summe von a + m nicht größer als 4, die Summe von ä + (4-a-m) mindestens 3* die Summe von d + f 3 ist, X Reste der Formeln =CR~ oder=CR", R und R' unabhängig voneinander einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste, R" zweiwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste und
R'* * zweiwertige aliphatische Kohlenwasserstoffreste bedeuten, mit 25 bis 55 Gew.-Teilen Ruß unter Ausschluß von Feuchtigkeit mindestens 30 Minuten lang auf 75° bis 2000C erhitzt worden sind.
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DE19661669897 1965-06-01 1966-05-16 Fuellstoff in lagerfaehigen einkomponentenmassen auf organo polysiloxangrundlage zwecks erhoehung der lagerstabilitaet Pending DE1669897B2 (de)

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US (1) US3398112A (de)
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GB (1) GB1118016A (de)
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