[go: up one dir, main page]

DE1669368C - - Google Patents

Info

Publication number
DE1669368C
DE1669368C DE1669368C DE 1669368 C DE1669368 C DE 1669368C DE 1669368 C DE1669368 C DE 1669368C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
caprolactam
fiber
poly
crimps
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

Die Erfindung betrifft kräuselbare, im wesentlichen Verbundfasern mit wasserreversiblen Kräuselungen
aus Poly-e-caprolactam bestehende Verbundfasern. und geringerer Änderung der Kräuselentwicklungs-
Insbesondere betrifft die Erfindung neue kräuselbare fähigkeit infolge Belastung herstellen kann, indem man
Fasern mit wasserreversiblen Kräuselungen. Poly-e-caprolactam und ein aus e-CaproIactam und
Es ist bekannt, daß man kräuselbare Fasern durch 5 einem Salz von Äthylendiamin und einer Dicarbongemeinsames Spinnen von zwei kombinierten Poly- säure bestehendes Copolyamid gemeinsam verspinnt, merisatarten erzielen kinn. Zum Beispiel ist in der Erfindungsgegenstand sind Zweikomponentenfasern, USA.-Patentschrift 2 439 814 ein Verfahren beschrie- bestehend aus einer Poly-e-caprolactam-Komponente ben, demzufolge gekräuselte Fasern durch gemein- und einer Mischpolyamid-Komponente, die aus sames Verspinnen von zwei thermoplastischen Stoffen to ε-Caprolactam und einem Salz aus Äthylendiamin mit mit unterschiedlichen Schrumpftemperaturen, Strecken einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 6 bis 10 Kohlender entstehenden Fasern bis mindestens auf die Stoffatomen, Terephthalsäure und Isophthalsäure aufElastizitätsgrenze des einen Bestandteils und Erhitzen gebaut ist, und wobei das Verhältnis der beiden Komder Fasern auf eine Temperatur zwischen den Schrumpf- ponenten im Querschnitt 8:2 bis 2:8 beträgt und die temperaturen der beiden Bestandteile hergestellt wer- 15 beiden Komponenten exzentrisch im Querschnitt anden können. geordnet sind.
Als geeignete Polymerisate für dieses Verfahren Im folgenden werden zunächst die verwendeten Be-
werden in dieser Patentschrift Polyvinylchlorid und zeichnungen näher erläutert:
ähnliche thermoplastische Vinylpolymerisate, Viskose, Die relative Viskosität (>yrw) entspricht der folgen-
Proteine, Celluloseäther, Celluloseester und Poly- 20 den Gleichung:
amide angegeben, wobei die beiden gemeinsam zu ver- f /,
wendenden Polymerisatarten z. B. hinsichtlich des " °'
Molekulargewichts oder der Lösungsviskosität ver- in der I1 die Zeit in Sekunden bedeutet, die eine Lösung
schiedenartig sein können. In dieser USA.-Patentschrift des Polymerisats in 95,5°/oiger Schwefelsäure bei einer
findet sich jedoch keine genaue Beschreibung der zu 35 Konzentration von I g/100 cm3 zum Tropfen benötigt,
verwendenden Copolyamide. Ferner findet sich keiner- gemessen bei 25°C in einem Ostwald-Viskosimeter;
lei Hinweis auf die Eigenschaften der entstehenden ge- /„ bedeutet die Zeit, die eine 95,5°/„ige Schwefelsäure
kräuselten Fasern, wie Anzahl der Kräuselungen, zum Tropfen benötigt, gemessen unter den gleichen
Kräuseldehnung und Kräuselkraft, welche die gekräu- Bedingungen wie oben,
selten Fasern kennzeichnen. 30 Die Bezeichnung »Anzahl der Kräuselungen« bezieht
In der japanischen Patentschrift 7 260/64 (Societe sich auf die Anzahl der innerhalb einer Länge von de la Viscose Suisse) ist ein Verfahren zum Herstellen 25 mm einer gekräuselten Faser beobachteten Schlineiner kräuselbaren Verbundfaser durch gemeinsames gen bei einer Anfangsbelastung der Faser von 2 mg/d, Verspinnen von Polyamiden und einem chemisch wobei als eine Kräuselung eine Welleneinheit vom andersartig zusammengesetzten Polyamid oder einem 35 Berg zum benachbarten Berg oder vom Tal zum bePolyester beschrieben; bei diesem Verfahren werden nachbarten Tal gezählt wurde.
die erhaltenen Fasern bei einer Temperatur unter, Die Kräuseldehnung entspricht der folgenden
höchsten« aber jedoch 6O0C unter dem Schmelzpunkt Gleichung:
des niedrigerschmelzenden Bestandteils gestreckt, der .. ,„,„..
Zug aufgehoben und die Fasern im entspannten Zu- 40 Krauseldehnung = (L50 - Lt) / L1 · IW ( /0).
stand thermisch behandelt. Bei diesem Verfahren wei- In der obigen Gleichung bedeutet L2 den Abstand sen die gekräuselten Fasern eine Halbwertsentkräusel- zwischen zwei markierten Punkten einer gekräuselten kraft von etwa 6,6 mg/d auf, die praktisch der Kräusel- Faser nach Belasten der Faser mit der obigen Anfangskraft eines Zwirn-Entzwim-Verfahrens entspricht, belastung; L60 einen Abstand zwischen diesen beiden das bisher als Verfahren zum Behandeln von Textilien 45 Punkten, nachdem statt der Anfangsbelastung eine Bebekannt war. In dieser japanischen Patentschrift sind lastung von 50 mg/d ausgeübt worden war.
jedoch lediglich Nylon 66, Nylon 6, Nylon 610 und Als Copolyamide zur gemeinsamen Verwendung mit Nylon 11 als brauchbare Polymerisate genannt. dem Poly-e-caprolactam eignen sich zur Herstellung
In der japanischen Patentschrift 1 024/63 ist eine der erfindungsgemäßen kräuselbaren Verbundfasern Verbundfaser beschrieben, die mindestens zwei nicht 50 alle Copolyamide mit einem zum Schmelzspinnen geaus Cellulose bestehende Polymerisatbestandteile mit eigneten Schmelzpunkt, d. h., mit einem Schmelzpunkt unterschiedlichen Schrumpfeigenschaften enthält; ein unter 3000C. Der Gehalt an Äthylendiamin und Di-Bestandteil besteht hierbei aus einem Polymerisat, das carbonsäuresalz dieses Copolyamids liegt über 3 MoI-lonengruppen enthält, deren Menge mindestens prozent, vorzugsweise über 8 °/0. Brauchbare Dicarbon-50 Milliäquivalent pro Kilogramm Polymerisat, im ss säuren sind beispielsweise aliphatische Carbonsäuren Vergleich zu dem anderen Bestandteil, übersteigt. mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Adipin-, Diese Verbundfaser wird als reversible kräuselbare Azelain- und Sebazinsäure, sowie aromatische Di-Faser bezeichnet, weil sich die Kräuselzahl dieser Fa- carbonsäuren, wie Terephthal- und Isophthalsäure. Mm beim Behandeln mit einer geeigneten Flüssigkeit Mischpolymerisate, die unter Verwendung von Di- und anschließendem Entfernen dieser Flüssigkeit 60 carbonsäuren mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen reversibel ändert, tn dieser japanischen Patentschrift hergestellt wurden, verfärben die entstehenden Fasern sind jedoch als konkrete Beispiele für diese Faser ledig- und sind daher nicht als Fasermuterial geeignet, lieh Acrylpolymerisate mit unterschiedlichem Gehalt Bevorzugt verwendete Mischpolymerisate, die ein an ionischen Gruppen und fasern, die Polyhexa- Salz einer Dicarbonsäure und Äthylendiamin sowie methylenadipamide und Polyhexameihylenadipamid/ 65 t-Caprolaciam enthalten, bestehen aus 3 bis 85 MoI-terephthalamid im Öewichtsverhältnis 70:30 enthal* prozent Dicarbonsäuresalz und Äthylendiamin. (en, als Beispiele genannt. Beträgt der Gehalt an diesem Salz weniger als 3%,
Ei wurde nun gefunden, daß man neue kräuselbare so ist die Anzahl der Kräuselungen in den entstehenden
gekräuselten Fasern geringer; liegt dagegen der Gehalt Eine charakteristische Eigenschaft der nach dem eriiher 85%, so erhöht sich der Schmelzpunkt des Co- findungsgemäßen Verfahren hergestellten gekräuselten Polymerisats derart, daß sich durch Verbundspinnen Fasern hesteht in der Tatsache, daß selbst beim therruir schwierig einheitliche Fasern erhalten lassen. mischen Behandeln unter Belastung kaum eine Ver-Bei der Erfindung werden die obengenannten Be- 5 änderung der Kräuseleigenschaften auftritt, soweit die standteile entweder durch Vermischen des s-Caprolac- Belastung 0,5 bis 10 mg/d beträgt. Es ist allgemein tams mit dem Salz (2N-SaIz) des Äthylendiamins und bekannt, wie sich auch aus dem Magazin »Kagaku der Dicarbonsäure und anschließendes Erwärmen des Keizeit (Chemical Economy), Bd. 65, S. 471 (1965), Gemisches in an sich bekannter Weise copolymerisiert, ergibt, daß die Kräiiseldehnung einer gekräuselten oder man vermischt ein aus diesem 2N-SaIz herge- io Faser, die 200 bis 300% beträgt, falls keine Belastung stelUes Homopolyamid mit Poly-e-caprolactam und angewandt wurde, auf 50 bis 100% sinkt, wenn man erwärmt das Gemisch, wobei eine Amidaustausch- eine ganz geringe Belastung in der Größenordnung reaktion stattfindet. von 0,2 mg/d anwendet; dabei ändern sich die Kräusel-Das gemeinsame Spinnen erfolgt in an sich bekann- entwicklungseigenschaften der Faser infolge der Beter Weise, indem man das Copolyamid und das Poly- 15 lastung stark. Hieraus ergibt sich, daß beim thermif-caprolactam getrennt schmilzt, die beiden bestand- sehen Behandeln von gewirkten oder gewebten Tuchen teile unmittelbar vor dem Strangpressen durch eine aus diesen gekräuselten Fasern unter lokal ungleicher Spinndüse vereinigt, die beiden Bestandteile durch eine Belastung die Kräuselentwicklungseigenschaften der Spinndüse strangpreßt und dann die entstehenden Garne ebenfalls lokal und ungleichmäßig werden. Der-Fäden aufnimmt. In diesem Fall können die beiden ao artig ungleichmäßige Kräuselentwicklungseigenschaf-Bestandteile entweder nebeneinander oder in Mantel- ten wirken sich jedoch nachteilig für das Aussehen der Kern-Struktur mit exzentrischem Kern angeordnet gewirkten oder gewebten Tuche aus. sein. Hinsichtlich der Anzahl Kräuselungen erhält man Die erfindungsgemäßen kräuselfähigen Verbundjedoch durch Nebeneinanderordnung ausgezeichnetere fasern zeigen jedoch die Eigenschaft, daß ihre Kräusel-Garne. Das Verhältnis der beiden Bestandteile kann 25 eigenschaften, wie Anzahl der Kräuselungen u. dgl., dabei zwischen 2:8 und 8:2 schwanken. selbst bei unterschiedlichen Belastungen von weniger Das Strecken der auf diese Weise gebildeten Fasern als 10 mg/d nicht schwanken, selbst wenn die Belastunerfolgt auf gleiche Weise wie bei nicht gestreckten gen unterschiedlich sind. Daher geben die erfindungs-Fasern, die lediglich eiuen gewöhnlichen einzigen Be- gemäßen gekräuselten Fasern beim thermischen Bestandteil enthalten. Die fasern können also entweder 30 handeln nach dem Wirken oder Weben vorteilhaft gekalt oder warm unter Verwendung einer gewöhnlichen wirkte und gewebte Tuche mit gleichmäßigem Aus-Streckzwirnmaschine gestreckt werden. Falls die Fa- sehen.
sern kalt gestreckt wurden, entwickelt das gestreckte Ein weiteres charakteristisches Merkmal der erfin-Garn nicht sofort Kräuselungen, selbst wenn die Fa- dungsgemäßen kräuselbaren Fasern besteht in den sern von der Spule abgewickelt und entspannt werden, 35 wasserreversiblen Kräuselungen, obwohl die erfinfalls man nicht eine thermische Behandlung oder eine dungsgemäßen Fasern aus zwei, praktisch gleichen Behandlung mit einem Quellmittel durchführt. Falls Gehalt an Ionengruppen aufweisenden Polymerisatdie Fasern in der Wärme gestreckt wurden, insbtson- arten bestehen. Gemäß der japanischen Patentschrift dere bei einer Temperatur über 6O0C, entwickeln die 1024/63 sollen sich die beiden Bestandteile einer gestreckten Fasern unmittelbar nach dem Abwickeln 40 Verbundfaser hinsichtlich des Gehalts an ionischen sen der Spule und dem Entspannen Kräuselungen. Gruppen in gewissem Maß unterscheiden. Die wasser-Behandelt man diese Faser weiterhin thermisch, so reversiblen Kräuselungen der erfinclungsgemäßen gewerden die Kräuselungen der Fasern feiner. Es stellte kräuselten Verbundfasern sind jedoch unabhängig vom sich jedoch heraus, daß selbst beim ti ,rmischen Be- Gehalt an ionischen Gruppen. Diese Eigenschaft behandeln der Fasern ohne Belastung manchmal eine 45 sitzen die herkömmlichen Verbu/idfasern nicht; BeiVerstärkung der Kräuselungen eintritt; dabei gibt es spiele für derartige Verbundfasern sind Poly-e-capro-Fälle, bei denen, entgegen der allgemeinen Erwartung, lactam in Verbindung mit einem Terpolymerisat aus die Kräuselungen feiner werden, wenn man die Fasern e-Caprolactam, Hexamethylendiammoniumdipat und mehr oder weniger während der thermischen Behänd- Hexamethylendiammoniumterephthalat (vgl. die ällung belastet. Dies stellt eine neue Tatsache dar. Das 50 tere japanische Patentschrift 20 125/70); Poly-e-capro-Strecken in der Wärme kann mit Hilfe von Heizplatten, lactam mit Polyhexamethylenadipamid; Poly-e-capro-Heizstiften oder Heizwalzen erfolgen. lactam in Verbindung mit einem Copolymerisat aus Die thermische Behandlung nach dem Strecken er- ε-Caprolactam und Hexamethy'endiammoniumdipat folgt unter folgenden Bedingungen: (vgl. die japanische Patentschrift 14 611/66); PolyFalls die Fasern kalt gestreckt wurden, erfolgt eine 55 e-caprolactam und Hexamethylenterephthalamid (vgl. thermische Behandlung der Fäden unter einer Be- japanische Patentschrift 15 847/65). lastung von weniger als 10 mg/d, vorzugsweise 0 bis Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuetwa 1 mg/d; bei wärmegestreckten Fasern erfolgt da- terung der Erfindung, gegen die Wärmebehandlung bei einer Belastung von
weniger als 5 mg/d, vorzugsweise 0,5 bis 1 mg/d. Die 60 B e i s ρ i e 1 1 thermische Behandlungstemperatur liegt zwischen 60
bis mindestens 100C unter dem Schmelzpunkt des 90 Molprozent e-Caprolactam und 10 Molprozent
niedrigerschmelzenden Polymerisat», vorzugsweise zwi- eines Salzes von Äthylendiamin und Sebazinsäure wur- ·
sehen 80 und 12O0C. Die thermische Behandlungszeit den miteinander vermischt, Das Gemisch wurde in an
beträgt 5 Minuten bis mehrere Stunden, vorzugsweise 65 sich bekannter Weise copolymerisiert und mit heißem
30 Minuten bis 1 Stunde. Beider thermischen Behänd- Wasser extrahiert. Dabei wurde ein Copolymerisat
lung werden Luft, Dampf, Wasser oder andere Flüssig- mit einer relativen Viskosität von 2,3 und einem
leiten als Heizmedium verwendet. Schmelzpunkt von 190 bis 195°C erhalten. Dieses Co-
polymerisat wurde tils der eine Bestandteil einer Verbundfaser verwendet, Per andere Bestandteil der Verbundfaser bestand aus Poly-e-cuprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,3 und einem Gehalt von 0,2 Gewichtsprozent Titandioxid. Die beiden obigen Polymerisate wurden miteinander vereinigt und in gleichem Volumen bei 2800C durch eine Seile-bei-Sei.t.e-Spinndüse mit zehn Löchern von 0,5 mm Durchmesser stranggepreßt. Die entstehenden Fasern wurden mit einer Geschwindigkeit von 300 m/Min, aufgenommen. Die so erhaltenen nicht gestreckten Fasern wurden in einer üblichen Streckzwirnmaschine bei Zimmertemperatur mit einer Geschwindigkeit von 400 m/Min, auf das 3,5fache gestreckt. Dabei wurden gestreckte Verbundfasern von 300 Denier/30 Fasern erhalten. Die gestreckten Fasern wurden mit einer Belastung von jeweils 0,5, 1,5 und 5 mg/d belastet und 30 Minuten mit Dampf von 80°C behandelt. Dabei wurden gekräuselte Verbundfasern mit einer Kräuselzahl von 30, 28 und 32 pro 25 mm erhalten.
Beim Eintauchen der gekräuselten Fasern in heißes Wasser von 50° C verschwanden die Kräuselungen praktisch vollständig und traten beim Stehen und Trocknen an der Luft wieder auf. Die Kräuselungen zeigten also Wasserreversibilität.
Andererseits wurden die obigen nicht gestreckten Fasern mit einer Geschwindigkeit von 200 m/Mir, auf einer auf 130° C erhitzten Heizplatte auf das 3,5fache gestreckt, wodurch eine gekräuselte Faser mit einer Kräuselzahl von 20 pro 25 mm erhalten wurde. Die so erhaltenen gekräuselten Fasern wurden 30 Minuten bei 8O0C mit und ohne den obigen Belastungen behandelt. Die ohne Belastung behandelten Fasern besaßen keine Kräuselungen mehr; dagegen wiesen die unter Cen obengenannten Belastungen behandelten Fasern Kräuselungen mit einer Kräuselzahl von etwa 18 pro 25 mm auf.
Der Gehalt an Ionengruppen des Poly-e-caprolactams und des Copolymerisats betrug 115 bzw. 120 meq/kg.
Beispiel 2
90 Molprozent e-Caprolactam und 10 Molprozent eines Salzes aus Äthylendiamin und Adipinsäure wurden miteinander vermischt. Das Gemisch wurde in an sich bekannte· Weise copolymerisiert und mit heißem Wasser extrahiert, wobei ein Copolymerisat mit einer relativen Viskosität von 1,7 und einem Schmelzpunkt von 195 bis 2000C erhalten wurde. Dieses Copolymerisat wurde als der eine Bestandteil einer Verbundfaser verwendet und Ροΐν-ε-caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,0 wurde als zweiter Bestandteil verwendet. Diese beiden Polymerisate wurden miteinander vermengt und in gleichem Volumverhältnis durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit einem Lochdurchmesser von 0,5 mm bei 280° C ,stranggepreßt; die hierbei erhaltenen Pasern wurden mit einer Geschwindigkeit von 300 m pro Minute auf· genommen. Die so erhaltenen nicht gestreckten Fasern wurden in einer üblichen Streckzwirnmaschine mit einer Geschwindigkeit von 400 m pro Minute bei Zimmertemperatur auf das 3,5fache gestreckt. Dabei wurde eine gestreckte Faser von 15 Denier/l Faser erhalten. Diese gestreckte Faser wurde 30 Minuten lang bei 80°C unter Belastungen von 0,5, 1,5 und 5 mg/d dampfbchandell. Dabei entwickelten die behandelten Fasern Kräuselungen, wobei die Anzahl der Kräuselungen 14; 12 bzw. 16 und 25 mm betrug. Die Kräiiscldehniiiigen der Fasern betrugen 100, 95 bzw. 105% und die Kräuselungen waren wasserreversibcl.
Beispiel 3
75 Molprozent e-Caprolactam und 25 Molprozent eines Salzes von Äthylendiamin und Terephthalsäure wurden miteinander vermischt. Das Gemisch wurde in an sich bekannter Weise copolymerisiert und mit heißem Wasser extrahiert, wobei ein Copolymerisat
ίο mit einer relativen Viskosität von 2,2 und einem Schmelzpunkt von 1700C erhalten wurde. Dieses Copolymerisat wurde als der eine Bestandteil einer Verbundfaser verwendet. Als zweiter Bestandteil wurde Poly-e-caprolactam mit einer relativen Viskosität von
2,3 und einem Gehalt von 0,2 Gewichtsprozent Titandioxid verwendet. Die obigen beiden Bestandteile wurden miteinander verlangt und in gleichem Volumen bei 2700C durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit 24 Löchern von 0,5 mm Durchmesser stranggepreßt; die hierbei entstehenden Fasern wurden mit einer Geschiwndigkeit von 400 m pro Minute aufgenommen. Die so erhaltenen nicht gestreckten Fasern wurden in einer Streckzwirnmaschine bei Zimmertemperatur mit einer Geschwindigkeit von 200 m pro
Minute auf das 3,5fache gestreckt, wobei eine gestreckte Verbundfaser mit 50 Denier/24 Fasern erhalten wurde. Die gestreckten Fasern wurden 30 Minuten bei 800C unter Anwendung von 0,5, 1,5 bzw. 5 mm/d dampfbehandelt, wobei gekräuselte Fasern mit einer
Kräuselzahl von 35, 33 bzw. 32 pro 25 mm erhalten wurden. Die Fasern besaßen wasserreversible Kräuselungen.
Beispiel 4
85 Molprozent e-Caprolactam und 15 Molprozent eines Salzes von Äthylendiamin und Azelainsäure wurden miteinander vermischt. Das Gemisch wurde in an sich bekannter Weise polymerisiert und mit heißem Wasser extrahiert, wobei ein Copolymerisat mit einer relativen Viskosität von 2,0 und einem Schmelzpunkt von 172° C erhalten wurde. Dieses Copolymerisat wurde als der eine Bestandteil einer Verbundfaser verwendet. Als zweiter Bestandteil der Verbundfaser wurde Poly-e-caprolactam mit einer relativen Viskositat von 2,3 und einem Gehalt von 0,2 Gewichtsprozent Titandioxyd verwendet. Diese beiden Polymerisate wurden miteinander vermischt und in gleichem Volumen durch eine exzentrische Mantel-Kern-Spinndüse mit einem Loch von 0,5 mm Durchmesser stranggepreßt; di? hierbei erhaltene Faser wurde mit einer Geschwindigkeit von 300 m pro Minute aufgenommen. Die so eihaltenen nicht gestreckten Fasern wurden in einer herkömmlichen Streckzwirnmaschine bei Zimmertemperatur mit einer Geschwindigkeit von 400 m pro Minute auf das 3,5fache gestreckt. Dabei wurden gestreckte Fasern von 15 Denier/l Faser erhalten. Die gestreckten Fasern.wurden 30 Minuten bei 30°C unter Belastungen von 0,5,1,5 bzw. 5 mg/d dampf behandelt; dabei entwickelten sich Kräuselungen, deren Anzahl 15,14 bzw. 17 pro 25 mm betrug. Die Kräuseldehnungen dieser Fasern betrugen 88, 80 bzw. 95°/0) und die Kräuselungen waren wasserreversibel.
Beispiel 5
6s Poly-e-caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,7 und einem Schmelzpunkt von 215°C und ein Copolymerisai mit einem Schmelzpunkt van 21K" C, das aus 3 Molprozcnt eines Salzes von Tcrephthal·
säure und Äthylendiamin und 97% e-Caprolactam hergestellt worden war, wurden durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit zehn Löchern von 0,5 mm Durchmesser stranggepreßt. Das Strangpressen der beiden Polymerisate erfolgte gleichzeitig in gleichen Volummengen bei einer Spinndüsentemperatur von 250°C und einer Aufnahmegeschwindigkeit von 500 m pro Minute. Die hierbei erhaltenen, nicht gestreckten Verbundfasern wurden bei Zimmertemperatur mit einer Geschwindigkeit von 150 m pro Minute auf das 3,5fache gestreckt, wobei eine Verbundfaser von 30 Denier/10 Fasern erhalten wurde. Diese Fasern wurden im entspannten Zustand 30 Minuten lang mit Dampf von 120°C behandelt, wobei eine ausgezeichnete gekräuselte Faser mit einer Kräuselzahl von 40 pro 23 mm erhalten wurde.
Beispiel 6
Poly-e-caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,3 und einem Gehalt von 0,1 Gewichtsprozent Titandioxid und ein Copolymerisat mit einem Schmelzpunkt von 184° C, das aus 15 Molprozent eines Salzes von Isophthalsäure und Äthylendiamin und 85 Molprozent e-Caprolactam hergestellt worden war, wurden durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit einem Loch von 0,8 mm Durchmesser stranggepreßt. Das Strangpressen der beiden Polymerisate erfolgte gleichzeitig in gleichem Volumverhältnis bei einer Spinndüsentemperatur von 270° C, wobei die entstehenden Fasern mit einer Geschwindigkeit von 700 m pro Minute aufgenommen wurden. Die so erhaltenen nicht gestreckten Verbundfasem wurden auf einer auf 1000C erhitzten Heizplatte mit einer Geschwindigkeit von 120 m pro Minute auf das 3,2fache gestreckt. Dabei wurden Verbundfasem mit 15 Denier/l Faser erhalten. Diese Fasern wurden 60 Minuten in siedendem Wasser von 100° C behandelt, wodurch ausgezeichnete gekräuselte Fasern mit einer Kräuselzahl von 7 pro 25 mm erhalten wurden.
Beispiel 7
Poly-F-caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,5 und einem Schmelzpunkt von 215°C und ein Copolymerisat mit einem Schmelzpunkt von 1600C, das aus 40°/o eines Salzes von Terephthalsäure und Äthylendiamin und 60% e-Caprotactam hergestellt worden war, wurden durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit einem Lochdurchmesser von 0,3 mm stranggepreßt. Das Strangpressen der beiden Polymerisate erfolgte bei einer Spinndüsentemperatur von 2800C und einem Verhältnis Poly-e-caprolactam zu Mischpolymerisat von 1,5:1; die hierbei erhaltenen Fasern wurden mit einer Geschwindigkeit von 700 m pro Minute aufgenommen. Die so erhaltenen nicht gestreckten Verbundfasem wurden auf einer auf 1200C erhitzten Heizplatte mit einer Geschwindigkeit von 120 m pro Minute auf das 2,6fache gestreckt; dabei wurden Verbundfasem mit 15 Denier/l Faser erhalten. Diese Fasern wurden 60 Minuten in heißem Wasser von HO0C behandelt, wobei ausgezeichnete gekräuselte (asern mit einer Kräuselzahl von 30 pro 25 mm erhalten wurden.
Beispiel 8
Ein Copolyamid mit einer relativen Viskosität Von 2,3, das aus 5 Molprozent eines Salzes von Sebazin-
säure und Äthylendiamin und 95 Molprozent e-Caprolactam hergestellt worden war, sowie Poly*e«caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,5 wurden gemeinsam durch eine Seite-bei-Seite-Spinndüse mit 15 Löchern von 0,3 mm Durchmesser stranggepreßt.
ίο Das Strangpressen der beiden Polymerisate erfolgte gleichzeitig und in gleichem Volumverhältnis bei einer SpinndUsentemperatur von 2600C; die hierbei erhaltenen Fasern wurden mit einer Geschwindigkeit von 500 m pro Minute aufgenommen. Die so erhalte-
IS nen nicht gestreckten Fasern wurden bei Zimmertemperatur mit einer Geschwindigkeit von 300 m pro Minute auf das 3,5fache gestreckt. Dabei wurden Verbundfasem mit 45 Denier/15 Fasernerhalten. Diese Fasern wurden 30 Minuten mit Dampf von 1200C
ifl behandelt, wobei gekräuselte Fasern mit einer Kräuselzahl von 25 pro 25 mm erhalten wurden.
Beispiel 9
iS Ein Copolyamid mit einer relativen Viskosität von 2,1, das aus 40 Molprozent eines Salzes von Sebazinsäure und Äthylendiamin und 60 Molprozent e-Caprolactam hergestellt worden war, sowie Poly-e-caprolactam mit einer relativen Viskosität von 2,2 und einem Gehalt von 0,3 Gewichtsprozent an Titandioxid wurden gemeinsam in einer Seite-bei-Seite-Spinndüse mit einem Lochdurchmesser von 0,8 mm stranggepreßt. Das Strangpressen der beiden Polymerisate erfolgte gleichzeitig in gleichem Volumverhältnis und bei einer
3$ SpinndUsentemperatur von 2400C, wobei die entstehenden Fasern mit einer Geschwindigkeit von 600 m pro Minute aufgenommen wurden. Die so erhaltenen nicht gestreckten Fasern wurden auf einer auf 140° C erhitzten Heizplatte mit einer Geschwindigkeit von 380 m pro Minute auf das 3,0fache gestreckt; dabei wurden Verbundfasem mit 15 Denier/1 Faser erhalten. Die Fasern wurden 30 Minuten lang in siedendem Wasser von IQO0C unter einer Belastung von 0,5 g/d behandelt. Dabei wurden gekräuselte Fasern
mit einer Kräuselzahl von ?0 pro 25 mm e.falten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Zweikomponentenfasern, bestehend aus einer so Poly-e-caprolactam-Komponente und einer Mischpolyamid-Komponente, die aus e-Caprolactam und einem Satz aus Äthylendiamin mit einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, Terephthalsäure oder Isophthalsäure aufgebaut ist, und wobei das Verhältnis der beiden Komponenten im Querschnitt 8:2 bis 2*:8 beträgt und die beiden Komponenten exzentrisch im Querschnitt angeordnet sind.
2. Zweikomponentenfasern nach Anspruch 1, So dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an
Äthylendiamin und zweibasischer Sänrc in dem Mischpolyamid 3 bis 85 Molprozent beträgt.
209 631/131

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1660425B2 (de) Spinnverfahren zur herabsetzung der ablenkung von aus einer spinnduese austretenden verbundfaeden
DE2341156C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Florteppichen
DE1807144A1 (de) Fibrillierter Faden
DE1660428A1 (de) Schrumpffaehige Polyamidfasern und Verfahren zur Herstellung derselben
DE1435527B1 (de) Verfahren zur Herstellung kraeuselbarer Verbundfaeden
DE2414637B2 (de) Gekräuseltes synthetisches Garn und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1669368C (de)
DE2338286A1 (de) Kraeuselfaehige verbundfaser
DE1669485A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Bikomponentenfadens mit latenter,hochelastischer und sehr gut wiederherstellbarer Kraeuselung
DE1669372B1 (de) Verfahren zum Herstellen von gekraeuselten Verbundfaeden
DE2454119C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines hydrophilen Blockcopolymeren
DE1669368A1 (de) Kraeuselbare Verbundfasern
DE1669368B (de) Polyamid Zweikomponentenfasern
DE1719235C3 (de) Schmelzformungsmassen aus Polyester und Polyäther-Polyamid-Blockcopolymeren
DE1669485C (de) Verfahren zur Herstellung eines kräuselbaren Bikomponentenfadens
DE1669484C (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyamidverbundfadens mit hoher Kräuselbarkeit
DE2325139C3 (de) Verfahren zur Herstellung von vollaromatischen Polyamidfasern
DE1669372C (de) Verfahren zum Herstellen von gekrau selten Verbundfaden
DE1914399C (de) Zusammengesetzter Polyamid/Polyester Faden mit einer elastischen Kräuselung
DE1669383A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bi-Komponenten-Faeden
DE1669479C (de) Zusammengesetzte Polyolefin/Polyamid Faden
DE1669436C3 (de) Verbundfaden aus zwei verschieden stark schrumpfenden Polymeren
DE1669545C (de) Verfahren zur Herstellung von gekräuselten bzw. kräuselfähigen Zweikomponentenfäden
DE2030703A1 (de) Als Kunstleder geeigneter Schichtstoff
DE883037C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus synthetischen linearen Polykondensationsprodukten