DE1668277B1 - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeurechloriden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CarbonsaeurechloridenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/58—Preparation of carboxylic acid halides
- C07C51/60—Preparation of carboxylic acid halides by conversion of carboxylic acids or their anhydrides or esters, lactones, salts into halides with the same carboxylic acid part
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Description
ORIGINAL H^PECTED
Phosgen eingeleitet, wobei die Temperatur zwischen 95 und 1000C gehalten wird. Das unter vermindertem
Druck über eine kurze Kolonne destillierte Produkt ergibt 158 Teile Capryloylchlorid.
Bei Weglassung des Tetramethylthiohamstoffs kann die Reaktionstemperatur nicht aufrechterhalten und
eine Umsetzung nicht beobachtet werden.
IO
In eine Schmelze aus 50 Teilen 1,3-Cyclohexandicarbonsäure
(gemischte cis/trans-Isomere) und 0,5 Teilen Tetramethylthioharnstoff wurden bei 127
bis 1300C innerhalb von 5V2 Stunden 68 Teile Phosgen
eingeleitet. Nach dem Entgasen des Gemisches bei 127 bis 1320C, IV4 Stunden lang, werden aus der
Mischung durch Destillation 56,4 Teile l,3-Bis-(chlorcarbonyl)-cyclohexan (Gehalt 98,6%) erhalten.
78,5 Teile Ölsäure und 0,5 Teile Tetramethylthioharnstoff wurden auf 800C erhitzt, und bei 78 bis
88°C wurden 33/4 Stunden lang 45 Teile Phosgen
eingeleitet. Nach dem Entgasen des Gemisches bei 79 bis 800C, IV2 Stunden lang, wurden 83 Teile
Oleylchlorid (Gehalt 100%) erhalten.
In ein Gemisch aus 86 Teilen cis-Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure,
1 Teil Tetramethylthioharnstoff und 50 Teilen o-Dichlorbenzol wurde 5 Stunden lang
Phosgen bei 130 bis 1400C eingeleitet, bis 100 Teile Phosgen zugesetzt worden sind. Nach dem Entgasen
des Gemisches bei 140 bis 145 0C, 1V2 Stunden lang,
wurde die Mischung unter verringertem Druck destilliert und ergab 69 Teile cis-l,4-Bis-(chlorcarbonyl)-cyclohexan
(Gehalt 98.4%).
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäure- und ß-Chloropropionylchlorid ist. Wenn eine a,/?-unchloriden
durch Umsetzung einer Carbonsäure 5 gesättigte Carbonsäure verwendet wird, ist es vorteilmit
Phosgen bei erhöhter Temperatur in Gegen- haft, ein Kupfersalz zu verwenden, wie z. B. Kupfer(I)-wart
von Carbonsäure-N-alkyl-amiden als Kataly- chlorid oder Kupfer(II)-acetat, um eine Polymerisation
satoren, dadurch gekennzeichnet, daß zu inhibieren.
man als Katalysator Tetramethylthioharnstoff Das erfindungsgemäße Verfahren kann entweder
verwendet. io kontinuierlich oder diskontinuierlich ausgeführt wer-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- den. Eine zweckmäßige Arbeitsweise besteht darin,
zeichnet, daß man als Carbonsäure eine «,jS-unge- Phosgen in ein Gemisch aus der Carbonsäure und dem
sättigte Carbonsäure verwendet. Katalysator einzuleiten. Es wurde gefunden, daß
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- gewöhnlich eine Menge an Tetramethylthioharnstoff
kennzeichnet, daß man als Carbonsäure Acrylsäure 15 von 0,5 bis 6 Gewichtsprozent, vorzugsweise von
verwendet. 2,5 bis 3,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden der Carbonsäure, ausreicht. Das Phosgen wird
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man den vorzugsweise in einem leichten Überschuß, beispiels-Katalysator
in einer Menge von 0,5 bis 6Ge- weise 2 bis 20%, über die stöchiometrisch zur Umwichtsprozent,
vorzugsweise 2,5 bis 3,5 Gewichts- 20 setzung mit der Carbonsäure erforderlichen Menge
prozent, bezogen auf das Gewicht der Carbonsäure, verwendet. Gegebenenfalls kann eine inertes Lösungsverwendet.
mittel, wie z. B. ein Kohlenwasserstoff oder ein
Chlorkohlenwasserstoff, für die Reaktion verwendet
werden. Die Reaktion ist exotherm; die Temperatur
25 kann weitgehend durch Einstellung der Zugabe des Phosgens gesteuert werden. Reaktionstemperaturen
Es ist bekannt, daß Carbonsäurechloride durch im Bereich von 70 bis 100° C werden gewöhnlich bei
Umsetzung von Carbonsäure mit Phosgen hergestellt «,/S-ungesättigten Carbonsäuren angewendet. Bei anwerden
können. Es ist vorteilhaft, einen Katalysator deren Carbonsäuren können auch höhere Temperaanzuwenden,
damit die Reaktion glatt verläuft, so 30 türen verwendet werden.
daß hohe Ausbeuten an Säurechlorid erhalten werden. Das Carbonsäurechlorid kann aus dem Reaktions-
Aus der französischen Patentschrift 1 226 245 ist es gemisch in herkömmlicher Weise isoliert werden. So
bekannt, zur Herstellung von Carbonsäurechloriden kann beispielsweise nach der Entfernung des aufgeeine
Carbonsäure mit Phosgen in Gegenwart von lösten Chlorwasserstoffs das Carbonsäurechlorid durch
Dimethylformamid oder anderen Carbonsäure-N-al- 35 Destillation erhalten werden.
kylamiden als Katalysator umzusetzen. Überraschen- Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele
derweise wurde nun gefunden, daß reinere Reaktions- näher erläutert, in denen alle Teile in Gewicht ausgeprodukte
erhalten werden, wenn an Stelle von Di- drückt sind,
methylformamid Tetramethylthioharnstoff als Kataly- Beisoiel 1
methylformamid Tetramethylthioharnstoff als Kataly- Beisoiel 1
sator verwendet wird. Die auf diese Weise hergestellten 40
Reaktionsprodukte sind weniger stark verfärbt, und In ein Gemisch aus 432 Teilen Acrylsäure und
es besteht eine geringere Tendenz zur Bildung von 1 Teil Kupfer(II)-acetat und 10 Teilen Tetramethyl-Teereinschlüssen,
thioharnstoff von 80° C werden 695 Teile Phosgen Die Erfindung betrifft also ein Verfahren zur Her- eingeleitet, wobei die Temperatur durch Rückflußstellung
von Carbonsäurechloriden durch Umsetzung 45 kondensation zwischen 80 und 100° C gehalten wird,
einer Carbonsäure mit Phosgen bei erhöhter Tempe- Das Gemisch ergibt bei der Destillation unter atmoratur
in Gegenwart von Carbonsäure-N-alkylamiden sphärischem Druck mit Hilfe einer kurzen Kolonne
als Katalysatoren, welches dadurch gekennzeichnet ist. 333 Teile Acryloylchlorid, welches 3 % /S-Chlorodaß
man als Katalysator Tetramethylthioharnstoff propionylchlorid enthält,
verwendet. 50 Ohne Tetramethylthioharnstoff ist beim obigen
verwendet. 50 Ohne Tetramethylthioharnstoff ist beim obigen
Jede Carbonsäure kann mit Phosgen durch das Versuch keine Umsetzung zu beobachten,
erfindungsgemäße Verfahren umgesetzt werden. So
erfindungsgemäße Verfahren umgesetzt werden. So
könnenaliphatische,cycloaliphatische,arylaliphatische Beispiel 2
und aromatische Mono- oder Polycarbonsäuren verwendet werden. Beispiele für Carbonsäuren, die ver- 55 In ein Gemisch aus 122 Teilen Benzoesäure und
wendet werden können, sind: Essigsäure, Propion- 3 Teilen Tetramethylthioharnstoff werden 125 Teile
säure, Buttersäure, 2-Äthylhexansäure, Dodecansäure, Phosgen eingeleitet, wobei die Temperatur zwischen
Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Ölsäure, 95 und 118° C gehalten wird. Destillation des Gemisches
Chloressigsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure, Adipin- unter vermindertem Druck über eine kurze mit
säure, Sebacinsäure, Benzoesäure, Phenylessigsäure, 60 Kugeln bepackte Kolonne ergibt 133 Teile Benzoyl-Zimtsäure
und Terephthalsäure. chlorid.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders für Ohne Tetramethylthioharnstoff kann eine Um-
die Herstellung von Säurechloriden aus «,/S-unge- setzung nicht festgestellt werden,
sättigten Carbonsäuren, wie z. B. Acrylsäure, brauchbar, da das dabei erhaltene Acryloylchlorid ein wichti- 65 Beispiel3
ges Zwischenprodukt ist, das insbesondere für die
sättigten Carbonsäuren, wie z. B. Acrylsäure, brauchbar, da das dabei erhaltene Acryloylchlorid ein wichti- 65 Beispiel3
ges Zwischenprodukt ist, das insbesondere für die
Herstellung von Farbstoffen mit Acrylamidogruppen In ein Gemisch aus 144,5 Teilen Caprylsäure und
brauchbar ist. Bei der Umsetzung von Acrylsäure mit 7 Teilen Tetramethylthioharnstoff werden 120 Teile
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB43624/66A GB1161220A (en) | 1966-09-29 | 1966-09-29 | Preparation of Carboxylic Acid Chlorides. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1668277B1 true DE1668277B1 (de) | 1972-02-03 |
Family
ID=10429600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671668277 Withdrawn DE1668277B1 (de) | 1966-09-29 | 1967-09-28 | Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeurechloriden |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3544627A (de) |
| DE (1) | DE1668277B1 (de) |
| GB (1) | GB1161220A (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| US4689233A (en) * | 1986-01-06 | 1987-08-25 | Siegfried Aktiengesellschaft | Coronary therapeutic agent in the form of soft gelatin capsules |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE620385A (de) * | ||||
| BE553871A (de) * | ||||
| FR1226245A (fr) * | 1958-06-03 | 1960-07-08 | Basf Ag | Procédé pour la production de chlorures d'acides |
Family Cites Families (2)
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| US3149155A (en) * | 1958-06-03 | 1964-09-15 | Basf Ag | Production of acid chlorides |
-
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- 1966-09-29 GB GB43624/66A patent/GB1161220A/en not_active Expired
-
1967
- 1967-09-25 US US670442A patent/US3544627A/en not_active Expired - Lifetime
- 1967-09-28 DE DE19671668277 patent/DE1668277B1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE620385A (de) * | ||||
| BE553871A (de) * | ||||
| FR1226245A (fr) * | 1958-06-03 | 1960-07-08 | Basf Ag | Procédé pour la production de chlorures d'acides |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| US3544627A (en) | 1970-12-01 |
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|---|---|---|---|
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