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DE1667643C - Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaltigem Rohstoff - Google Patents

Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaltigem Rohstoff

Info

Publication number
DE1667643C
DE1667643C DE1667643C DE 1667643 C DE1667643 C DE 1667643C DE 1667643 C DE1667643 C DE 1667643C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
selenium
production
raw material
roasting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Anatolij G.; Borodastowa Sinaida B.; Moskau; Schteingart Genrich M. Ordschonikidse; Jahschke Elena Wladimirowna Moskau; Tsopanow Ruslan Soltanbekowitsch Ordschonikidse; Osmulkewitsch Wjacheslaw Andrejewitsch Moskau; Wasilijewa Nina Georgijewna Ordschonikidse; Lisunow Ewgeny Wasil Amelin
Original Assignee
Nautschno-issledowatelskij institut po udobrenijam i insektofungizidam im. prof. Ya. W. Samoilowa, Moskau
Publication date

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Description

Die Hriindung betrifft ein Kontaktverfahren zur Her-.tellung '.on Schwefelsäure aus selenhaltigem Rohstoff. "
Bekannt i->i ein Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus Schwefel rohstoffen, die eine Sc-Ienb-jimer. jung enthalten, durch Waschen der gewonnenen Röstgase zuerst mit 60- bis 75° oiger Schwefelsaure bei einer Temperatur von 50 bis 60 C und dann mit 25- bis 35'J ^iger Schwefelsäure bei einer Temperatur von 25 bis 35 C, worauf die in NuCelekirofiliern gereinigten und getrockneten Röstgase durch Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefehrioxyd auf Schwefelsäure verarbeitet werden.
Die zum Waschen der Röstgase benutzte Schwefelsriure nimmt zwar das Selen aus dem Röstgas auf, jedoch ist der Ausscheidungsgrad von Selen aus dem fcöstgas utL. der Selengehalt des Selenschlammes gering, so daß die Selenausscheidung mehrmals wiederholt werden muß.
Obwohl üblicherweise das Auswaschen der Röstgase nacheinander in fünf Waschapparaten erfolgt, erhält man eine Abscheidung von Selen aus den Gasen lediglich bis zu 30 bis (0°,'t und nur Schlämme mit einem Seiengehalt bis zu 3°/o.
Nachdem es sich erwiesen hatte, daß Selen für Schwefelsäure-Kontaktmassen ungiftig ist, hatte man bereits \orgeFchlagen, auf das Auswaschen des Selens &US den Röstgasen ganz zu verzichten. Hierbei wird X war die Wäsche und das „«!schließende Trocknen der Ga^e vermieden unJ Fomit das Gesamtverfahren Verkür/t, jedoch kein Selen ...Is Nebenprodukt gewonnen, und demnach werden die Röstgase als wichtige Seknquelle nicht ausgenutzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Waschen des Röstgases mit Schwefelsaure erst nach der Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefelirioxyd durchgeführt wird, wobei man zum Waschen eine 93- bis 98"/oige Schwefe'säure einer Temperatur von !90 bis 260' C anwendet.
Das neue Verfahren wird nachstehend an Hand der Zeichnung, auf welcher das Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure schematisch dargsstcllt ist. näher erläutert.
Das durch Abrösten eines sclenhaltigen Schwefelrohstoffen erhaltene Röstgas wird in den Elektrofiltcrn 1 \orn Staub gereinigt und das gereinigte Röstgas mit einem Staubgehall von 50 mg/Nrrv1 bei einer Temperatur von 300 bis 450'' C dem Kontaktapparat 2 zur Oxidation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxid zugeführt. Anschließend leitet man das Röstgas mit einer Teinpuratur von 200 bis 450' C zur Ausscheidung des Selens durch die Waschvorrichtung 3. in welcher das Röstgas mit ijchwefelsäure gewaschen wird, und anschließend mit einer Temperatur von 200 his 270 · C in den Adsorber 4 zur Herstellung von Schwefelsäure.
Das Waschen kann sowohl durch ein pneumatisches Druckluftmischen als auch durch Umlauf der Schwefelsäure durchgeführt werden. Das in der Schwefelsäure aufgelöste Selen wird aus dieser in bekannter Weise isoliert.
Nach Abtrennung des Selens werden die Schwefrltrioxyd und Schwefeisäuredämpfe enthaltenden Gase in bekannter Weise mit einer Temperatur von 200 bis 270° C dem Absorber 4 und aus diesem dem Filter 5 zugeführt, in welchem die Gase von Nebel und Spritzern gereinigt und mittels des Ventilators 6 ins Freie geführt werden, während die im Absorber 4 erhaltene 92,5 bis 95ü'üige Schwefelsäure über den Sammelbehälter 7 mhtels der Tauchpumpe 8 zum Lage: tank geleitet wird.
Die erfindungsgemäße Selenausscheidung kann auch bei einem Kontaktverfahren erfolgen, das in zwei Stufen durchgeführt wird (doppeltes Kontaktverfahren), wobei die Abtrennung des Selens vom Röstgas in der ersten Stufe nach der Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaitigem Rohstoff durch Abrösten, Waschen des Röstgases mit Schwefelsäure und Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschen des Röstgases mit Schwefelsäure erst nach der Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd durchgeführt wird, wobei man zum Waschen eine '/' bis 98°/oige Schwefelsäure einer Temperatur von 190 bis 260° C anwendet

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