DE1667643C - Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaltigem Rohstoff - Google Patents
Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaltigem RohstoffInfo
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Description
Die Hriindung betrifft ein Kontaktverfahren zur
Her-.tellung '.on Schwefelsäure aus selenhaltigem
Rohstoff. "
Bekannt i->i ein Kontaktverfahren zur Herstellung
von Schwefelsäure aus Schwefel rohstoffen, die eine Sc-Ienb-jimer. jung enthalten, durch Waschen der gewonnenen
Röstgase zuerst mit 60- bis 75° oiger Schwefelsaure bei einer Temperatur von 50 bis 60 C
und dann mit 25- bis 35'J ^iger Schwefelsäure bei
einer Temperatur von 25 bis 35 C, worauf die in NuCelekirofiliern gereinigten und getrockneten Röstgase
durch Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefehrioxyd auf Schwefelsäure verarbeitet
werden.
Die zum Waschen der Röstgase benutzte Schwefelsriure
nimmt zwar das Selen aus dem Röstgas auf, jedoch ist der Ausscheidungsgrad von Selen aus dem
fcöstgas utL. der Selengehalt des Selenschlammes
gering, so daß die Selenausscheidung mehrmals wiederholt werden muß.
Obwohl üblicherweise das Auswaschen der Röstgase nacheinander in fünf Waschapparaten erfolgt,
erhält man eine Abscheidung von Selen aus den Gasen lediglich bis zu 30 bis (0°,'t und nur Schlämme
mit einem Seiengehalt bis zu 3°/o.
Nachdem es sich erwiesen hatte, daß Selen für Schwefelsäure-Kontaktmassen ungiftig ist, hatte man
bereits \orgeFchlagen, auf das Auswaschen des Selens &US den Röstgasen ganz zu verzichten. Hierbei wird
X war die Wäsche und das „«!schließende Trocknen
der Ga^e vermieden unJ Fomit das Gesamtverfahren
Verkür/t, jedoch kein Selen ...Is Nebenprodukt gewonnen,
und demnach werden die Röstgase als wichtige Seknquelle nicht ausgenutzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Waschen des Röstgases mit Schwefelsaure
erst nach der Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefelirioxyd durchgeführt wird, wobei man
zum Waschen eine 93- bis 98"/oige Schwefe'säure
einer Temperatur von !90 bis 260' C anwendet.
Das neue Verfahren wird nachstehend an Hand der Zeichnung, auf welcher das Kontaktverfahren zur
Herstellung von Schwefelsäure schematisch dargsstcllt
ist. näher erläutert.
Das durch Abrösten eines sclenhaltigen Schwefelrohstoffen
erhaltene Röstgas wird in den Elektrofiltcrn 1 \orn Staub gereinigt und das gereinigte Röstgas
mit einem Staubgehall von 50 mg/Nrrv1 bei einer
Temperatur von 300 bis 450'' C dem Kontaktapparat 2 zur Oxidation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxid
zugeführt. Anschließend leitet man das Röstgas mit einer Teinpuratur von 200 bis 450' C
zur Ausscheidung des Selens durch die Waschvorrichtung 3. in welcher das Röstgas mit ijchwefelsäure
gewaschen wird, und anschließend mit einer Temperatur von 200 his 270 · C in den Adsorber 4 zur
Herstellung von Schwefelsäure.
Das Waschen kann sowohl durch ein pneumatisches Druckluftmischen als auch durch Umlauf der
Schwefelsäure durchgeführt werden. Das in der Schwefelsäure aufgelöste Selen wird aus dieser in
bekannter Weise isoliert.
Nach Abtrennung des Selens werden die Schwefrltrioxyd
und Schwefeisäuredämpfe enthaltenden Gase in bekannter Weise mit einer Temperatur von 200 bis
270° C dem Absorber 4 und aus diesem dem Filter 5 zugeführt, in welchem die Gase von Nebel und Spritzern
gereinigt und mittels des Ventilators 6 ins Freie geführt werden, während die im Absorber 4 erhaltene
92,5 bis 95ü'üige Schwefelsäure über den Sammelbehälter
7 mhtels der Tauchpumpe 8 zum Lage:
tank geleitet wird.
Die erfindungsgemäße Selenausscheidung kann
auch bei einem Kontaktverfahren erfolgen, das in zwei Stufen durchgeführt wird (doppeltes Kontaktverfahren),
wobei die Abtrennung des Selens vom Röstgas in der ersten Stufe nach der Oxydation des
Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd vorgenommen wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus selenhaitigem Rohstoff durch Abrösten, Waschen des Röstgases mit Schwefelsäure und Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschen des Röstgases mit Schwefelsäure erst nach der Oxydation des Schwefeldioxyds zu Schwefeltrioxyd durchgeführt wird, wobei man zum Waschen eine '/' bis 98°/oige Schwefelsäure einer Temperatur von 190 bis 260° C anwendet
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