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DE1660639C3 - Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls - Google Patents

Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls

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Publication number
DE1660639C3
DE1660639C3 DE19651660639 DE1660639A DE1660639C3 DE 1660639 C3 DE1660639 C3 DE 1660639C3 DE 19651660639 DE19651660639 DE 19651660639 DE 1660639 A DE1660639 A DE 1660639A DE 1660639 C3 DE1660639 C3 DE 1660639C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotary head
threads
friction
friction disks
disks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651660639
Other languages
English (en)
Other versions
DE1660639A1 (de
DE1660639B2 (de
Inventor
Shoji Makabe
Gentaro Minoo Niina
Tadashi Tameshige
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Teijin Ltd
Original Assignee
Teijin Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teijin Ltd filed Critical Teijin Ltd
Publication of DE1660639A1 publication Critical patent/DE1660639A1/de
Publication of DE1660639B2 publication Critical patent/DE1660639B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1660639C3 publication Critical patent/DE1660639C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
    • D02G1/04Devices for imparting false twist
    • D02G1/08Rollers or other friction causing elements
    • D02G1/082Rollers or other friction causing elements with the periphery of at least one disc

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Guides For Winding Or Rewinding, Or Guides For Filamentary Materials (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdrall bei Garnen durch Reibungskontakt. Insbesondere soll gemäß der Erfindung Garnen ein Falschdrall bei hohen Geschwindigkeiten ohne Beschädigung der Fäden erteilt werden.
Das Verfahren zur Erteilung eines Falschdralls mittels Reibungsberührung bezweckt die Erteilung einer Drehkraft auf die sich vorwärtsbewegenden Fäden, indem die Fäden in Berührung mit der Reibungsoberfläche eines sich drehenden Gliedes geführt werden, welches eine Reibungsflächc aus einem nicht abreibbaren Material mit einem hohen Reibungskoeffizienten besitzt. Ein Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, daß man mühelos eine Drehkraft bei hoher Geschwindigkeit den Fäden erteilt.
Das Vorfahren zur Erteilung eines Falschdralls an Fäden mittels Reibungsberührung kann etwa in zwei Arten eingeteilt werden. Gemäß der einen Arbeitsweise werden die Fäden in Berührung mit der Innenfläche eines sich drehenden Rohres geführt. Dieses Verfahren wird sehr verbreitet durchgeführt. Gemäß der anderen Arbeitsweise werden die Fäden in Berührung mit der Oberfläche eines sich drehenden Gliedes geführt.
Bei den vorstehend beschriebenen zwei gebräuchlichen Arbeitsweisen wird, wenn die Berührungspunkte der Fäden auf eine die Achse des drehenden Gliedes im rechten Winkel schneidenden Ebene projiziert werden, entweder eine gerade Linie oder ein Punkt erhalten.
Zur Durchführung der Falschdrallerteilung durch Reibungsberührung müssen die Fäden einer Drehkraft und gleichzeitig einer Kraft in Richtung ihrer Achse unterworfen werden, d. h., es ist notwendig, daß die Fäden in Berührung mit der Reibungsoberfläche des sich drehenden Gliedes eine glatte Laufbewegung vollziehen. Für die wirksame Erteilung einer Drehkrafi an die Fäden werden im allgemeinen um so bessere Ergebnisse erhalten, je höher der Reibungskoeffizient
xo der Reibungsoberfläche des sich drehenden Glieder ist. Wenn jedoch versucht wird, die Falschdrallgeschwindigkeit durch Erhöhung des Reibungskoeffizienten zu steigern, nimmt auch der Reibungskoeffizient entlang der Fadenachse entsprechend zu, und es kann eine Beschädigung der Fäden und des sich drehenden Gliedes eintreten. Insbesondere wird beim Versuch, die Vorgänge bei hoher Geschwindigkeit auszuführen, eine Haft-Gleituewegung der sich vorwärtsbewegenden Fäden erhalten, wodur^u ;.ui teilweise gedrallte Fäden erhalten werden.
Demgemäß waren dem Verfahren zur Erteilung eines Falschdralls an Fäden mittels Reibungsberührung ohne das Auftreten einer Haft-Gleitbewegung oder einer anderen nachteiligen Beeinflussung der Fäden
=5 zahlreiche Beschränkungen im Betrieb auferlegt, und außerdem gab es auch eine Grenze für eine Steigerung der Geschwindigkeit djs Falschdrallens. Um jedoch den Fäden einen zufriedenstellenden Falschdrall zu erteilen, muß die Reibungsberührung zwischen den Fäden und dem Drehglied ausreichend vergrößert sein.
Die deutsche Patentschrift I 214 355 beschreibt eine
Vorrichtung zum Erzeugen eines Falschdralls beim Kräuseln von Garn durch Abwälzen eines Garns auf der Oberfläche eines Rotationskörpers. Hierbei wird ein Drehkopf verwendet, wobei ein Außenmantel mittels einer Einspannbuchse fest getragen wird, ein Ende der Welle eines Drehkörpers mit einer Mehrzahl von Ringwülsten sich außerhalb des Mantels erstreckt, um einen Hals zu bilden und eine schraubenlinienförmige Durchführung für Garne /wischen der Innenwand des Außenmantels und der Umfangsoberfläche des Drehkörpers vorgesehen ist. Das Garn wird dabei durch diese schraubenlinienförmige Durchführung geführt und auf den Hals aufgewunden, worauf es mittels einer Abzugseinrichtung abgezogen wird. Beim Abziehen des Garnes wird auf den Hals durch das Umwickeln eine Drehwirkung ausgeübt, wodurch dei Drehkörper gedreht wird. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß der Antrieb des Drehkörpers durch da« Drehen des Halsteils durch das Garn selbst bewirkl wira. Bei dieser Ausbildung kann nicht verhinden werden, daß das Garn einer großen Spannung unterworfen wird. Versuche mit einer derartigen Vorrich tung bei höheren Geschwindigkeiten zu arbeiten, zeig ten. daß das Auftreten der Verschlechterung hinsieht lieh des Kräuseleffektes des Garnes, die auf eine Zu nähme der Spannung zurückgeht, nicht vermieder werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe der Schaffung eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu Grunde mit der endlosen Fäden mittels Reibungsberühruni ein Falschdrall bei hoher Geschwindigkeit ohne dii Möglichkeit des Auftretens von Haft-Gleitbewegungei oder einer Beschädigung der Fäden erteilt werden kann
6S Gemäß der Erfindung wird ein Drehkopf zur Er zeugung eines Falschdralls bei Garnen durch Rci bungskontakt geschaffen, der dadurch gekennzeichne ist, daß er eine drehbare Welle mit darauf im Abstam
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voneinander ungeordneten Reibscheiben aufweist, ,vobei die Welle mit den Reibscheiben eine Einheit nildet, die als Ganzes eine Faßform aufweist.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung IaPt man die endlosen Fäden in Berührung mit der Oberfläche eines Drehkopfes mit einer Mehrzahl von sich Jrehenden Reibscheiben laufen, wobei die Fäden schräg zu einer Mantellinie der Oberfläche laufen. Die Fäden werden zu- und abgeführt, indem sie an den beiden Stirnflächen des Drehkopfes stark umgelenkt werden.
Es ist ersichtlich, daß dadurch wenn die Berührungspunkte der Fäden auf eine die Achse des Drehkopfes im rechten Winkel schneidenden Ebene projiziert wird, ein Bogen beschrieben wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Mit Bezug auf Fig. I werden endlose Fäden 2 in Berührung über eine Reibscheibe, deren äußere Oberfläche aus einem nicht abreibbaren Material gebildet ist, geführt. In diesem Fall läßt man die Fäden 2 die Scheibe 1 unter einem Winkel « mit Bezug auf die Drehrichtung der Scheibe mittels Führungen 3 und 4, die an den jeweiligen heiden Seiten der Scheibe 1 angeordnet sind, berühren. Infolgedessen wirkt die Kraft R der Oberfläche der Reibscheibe 1 auf die Fäden 2 in Form von zwei Kraftkomponenten S und 7. Das heißt S ist die in Richtung der Fadenachse wirkende Kraft (Kraft der Fadenzuführung oder des Fadenvorschubs) und 7~isteine Kraft, die die Drehkraft der Faden bewirkt. Ihre Größen können in folgender Weise ausgedrückt werden:
Kraft in Längsrichtung S-R cos u
Dreh- oder Torsionskraft TR sin η
Fs ist hierbei erforderlich, daß die Berührung zwischen den Fäden und der reibenden Oberfläche vollkommen ist, damit die Kraft R auf die Fäden wirken kann.
Wenn zu diesem Zweck versucht wird, die Breite W der Schübe zu erhöhen und wenn, wie z. B. in Fig. 2 gezeigt, die Breite z. B. größer als der Durchmesser der Reibscheibe gemacht wird, werden die Fäden, die in Berührung mit der Scheibe 1 laufen, bei Drehung der Scheibe gebogen, wie dies durch die Linie 2' angezeigt ist. Dadurch werden die glatten Dreh- und Längskräfte auf den Faden beeinträchtigt und behindert. Die Stelle der Berührung des Fadens mit der äußeren Reibungsfläche verlagert sich dabei von Zeit zu Zeit, wie dies durch die gestrichelte Linie 2" bzw. 2'" angezeigt ist. Wenn das Ausmaß dieses Schwingens übermäßig wird, werden die Fäden schließlich auf die Scheibe aufgewunden, wodurch der Falschdrallvorgang unmöglich gemacht wird.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden zur Vermeidung und Ausschaltung dieses Nachteils, um dadurch die Durchführung eines stabilen Falschdrallvorgangs und überdies in Verbindung mit einer Fadcii-/uführungs- oder -vorschubbewegung zu ermöglichen, die Fäden in Berührung mit der Oberfläche eines Drchgliedes mit einer Mehrzahl von sich um eine gemeinsame Welle drehenden Reibscheiben, schräg zur Drehrichtung dieser Oberfläche laufen gelassen, wobei die Breite W der Reibscheiben vorzugsweise kleiner als der Durchmesser der Scheiben ist. Wenn die Laufgeschwindigkeit der Fäden verringert wird, kann man natürlich die Breite W beträchtlich vergrößern. Gemäß der Erfindung wird jedoch ein Drehkopf, (kr in wenigstens zwei Scheiben unterteilt ist.
verwendet. Hiergei wird vorzugsweise der schräge Verlauf der Fadenbewegung dadurch gewährleistet, daß man wenigstens eine Führung an einer Stelle zwischen der Mehrzahl von Reibscheiben vorsieht. Fig. .1 <:eigt in schematischer Darstellung eira: Vorderansicht eines Drehkopfes zum Flaschdrallen mittels Reibungsberührung mit ausgenommenem Teilstück, und Fig. 3' stellt eine Stirnansicht davon dar. Durch die Schaffung von Einkerbungen oder Ausnehmungen
ίο Bx, Bo...Bni zur Unterbrechung der Oberfläche der Reibscheibe 1 wurden η Reibscheiben la, lb,\c.. An mit einer Breite W gebildet. Fadenführungen in einer Gesamtzahl von n-f 1 waren an den folgenden Stellen angebracht: jeweils eine an den Stirnflächen der beiden
is Scheiben Xa und In und jeweils eine in den Einkerbungen B1, B2. ..Bn-v Auf diese Weise wurden die Fäden 2 in ihrer schräglaufenden Richtung gehalten, die mit der Richtung der Drehung der Reibsche;ben einen Winkel ο bildet. Außerdem wurden die Fäden
so in c:ner praktisch geraden Linie gehalten.
Wie ersichtlich, ist es nicht notwendig, zwischen allen Reibscheiben jeweils ein' Führung anzuordnen (Fig. "*), sondern es kann, wenn es zweckmäßig erscheint, auch eine geringere Anzahl angeordnet wer-
·', den, oder es können auch alle weggelassen werden. Im allgemeinen ist die Anordnung von Führungen zwi chen den Reibscheiben zweckmäßiger und besonders erwünscht, wenn die Breite W der Reibscheiben größer wird.
Wenn bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung der vorstehend erwähnte Winkel ο g.ößer wird, nimmt die Längskraft S zu, während die Drehkraft T geringer wird. Umgekehrt wird, wenn der Winkel ο kleiner wird, die Längskraft S geringer, während die Drehkraft T zunimmt. Demgemäß kann die Neigung in einer schrägen Richtung von dem Winkel n, der von den in Berührung mit der drehenden Oberfläche laufenden Fäden gebildet wird, an irgendeiner beliebigen Stelle geändert werden. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die Länge des vorstehend beschriebenen Bogens von der projizierten Fadenlage durch Anbringen einer Führung an der vorstehend beschriebenen Ändcrungsstelle konstant beizubehalten.
In Fig. 4 ist ein Beispiel erläutert, bei welchem
eine Änderung der schrägen R-chtung an der Anderungsstelle mittels einer Führung G bewirkt wurde. In diesem Fall ist die Längskraft S', welche durch die Reibscheibe la erteilt wird, der Längskraft S, die durch die übrigen Reibscheiben reteilt wird, cntgegengesetzt. Wenn die Fäden in dieser Weise geführt werden, nimmt die Anzahl von Falschdrallwindungen zu. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird grundsätzlich so ausgebildet, wie es mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben wird. Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 5 werden die endlosen thermoplastischen synthetischen Fäden 2 von der Spule über Vorschubwalzen 5.5 durch einen Erhitzer 9 in Berührung mit der Oberfläche eines Drehkopfes 10 schräg geführt, wie ctie? vorstehend beschrieben wurde. Den erhitzten Fädcr
5n wird ZU diesem Zeitpunkt eine Drehkraft mit einei Längskraft zur Bildung eines gekräuselten Garns erteill und danach werden sie auf einen Wickel mittels einei Reibungswalze 7 über Aufnahmewalzen 6,6' aufgewunden.
Die Fig. 5 zeigt einen Drehkopf 10, welcher aus dre im Abstand voneinander angeordneten Rcibscheiber besteht, die mittels einer gemeinsamen Welle in dei durch den Pfeil angezeigten Richtung gedreht werden
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Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann auf diese Weise ein gekräuseltes Garn hei hohen Gcschwindigkeiten hergestellt werden, ohne daß irgendeine Schädigung des Garns oder das Auftreten einer Haft-Gleitbewegung während des Falschdrallvorgangs auftritt. So sind Geschwindigkeiten von 500 bis 1000 m/min möglich. Außerdem kann durch Änderung des Winkels ρ in der schrägen Richtung der Griff des erhaltenen Kräuselgarnes ebenfalls geändert werden.
Nachstehend wird der praktisch angewandte Drehkopf für die Falschdrallerteilung mittels Reibungsberührung näher beschrieben. Obgleich der Drehkopf aus einer Mehrzahl von Reibscheiben, die im Abstand voneinander auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, besteht, und somit als ganzes einen einzigen Drehkörper darstellt, ist seine Gesamtgestalt nicht auf eine zylindrische Form mit FJnkerbungen beschränkt, wie sie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Die in den Fig. 6, 7 und 8 gezeigten Ausbildungsformen sind solche, die außer einer Änderung hinsichtlich der Anzahl von Einkerbungen und der Breite der Reibscheiben in allen Fällen eine Gesamtgestalt aufweisen, die im wesentlichen faß- oder tonnenförmig ist.
Der faß- oder tonnenförmige Drehkopf ist nicht nur zweckmäßig und bequem, um der Steigerung der Kraft, mit welcher die Fäden in Berührung mit seiner Oberfläche laufen, zu dienen, sondern auch, um die Kraft der Berührung zwischen den Teilen, bei welchen die Fäden den Drehkopf betreten und verlassen sowie am Mittelabschnitt davon einheitlich zu gestalten. Daher kann im Vergleich mit dem Fall, bei welchem die Gesamtgestalt zylindrisch ist, die Breite von einer tier Reibscheiben groß gemacht werden, wie dies beispielsweise in Fig. 8 gezeigt ist. Im allgemeinen ist die Breite der Reibscheibe bei einem zylindrischen Drehkopf geringer als ihr Durchmesser und gewöhnlich in der Größenordnung von 3 bis 100 mm. Andererseits braucht die Breite der Einkerbung nur so groß zu sein, um die Einrichtung einer Führung zu erlauben. Üblicherweise ist eine Breite in der Größenordnung von 2 bis 30 mm ausreichend.
Bei dem Drehkopf gemäß der Erfindung wird vorzugsweise eine Anzahl von Führungen zwischen den Reibscheiben vorgesehen, um den Weg des Fadens in einer schrägen Richtung in Berührung mit diesem Drehkopf zu unterstützen. Diese Führungen, einschließlich der Führungen 3 und 4 und der Mehrzahl von dazwischen angeordneten Führungen können auf einer einzigen Stange angebracht sein, wodurch eine freie Änderung des Winkels ρ durch Änderung der Richtung, in welcher diese Stange angeordnet ist, ermöglicht wird. Diese Trägerstange kann mit einer pantographenartigen oder gleitbügelartigen Bewegungseinrichtung ausgestattet sein, und die Führungen können zur jederzeitigen Bewegung über diesen Ausnehmungen oder Einkerbungen B1, Bt.. ..Sn-, in einer senkrechten Ebene zu der Drehwelle ausgebildet sein, wenn der vorstehend beschriebene Winkel ρ sich ändert.
Vorzugsweise werden die Fäden scharf entlang der äußeren End- oder Stirnfläche 12 des Drehkopfes an der Stelle gebogen, an welcher der Faden zugeführt und/oder abgeführt wird, wodurch die Kraft, mit welcher die Fäden diese berühren, erhöht wird, um die Abnahme in der Zwirnung zu verhindern. Für diesen Zweck wird α«.τ Drehkopf vorzugsweise so ausgebildet, wie in Fig. 9 dargestellt ist. Von den zwei äußeren Scheiben wird wenigstens eine, vorzugsweise beide einen Außenrandtcil /' ihrer Drehoberfläche aufweisen, der über die äußere Stirnfläche 12 hcrausragt. So ermöglicht der ausgesparte Teil 13, der an dem Außenendc gebildet ist, das Anbringen einer Führung 3 in einer dem Drehkopf besonders nahen Lage. Hierdurch wird ein scharfes Biegen der Fäden ermöglicht, ohne daß der Falschdrall des Fadens 1 an der Ausnehmung nach rückwärts bis zur 1 lei/.zonc mittels der Führung 3 geändert wird.
to In diesem Fall neigt die ringförmige Lippe, die tier vorstehend beschriebenen Randteil einschließt. 7ui Deformierung durch die Zcntrigufalkraft, die sich be der Drehung des Drehkopfes ergibt, obgleich hier cn gewisser Unterschied im Ausmaß oder Grad in Abis hängigkeit von der Gestalt und dem verwendeter Material besteht. F.s ist daher erwünscht, die Findet des Drehkopfes durch Einbetten z. B. eines ringförmi gen Verstärkungsstückes von L-förmigem Querschnitt wie im Querschnitt von Fig. 9 gcz.eigt ist, oder eine!
ao Verstärkungsstückes von anderer Gestalt zu verstärken Der Drehkopf kann durch Aufbringen oder Auf
passen von elastischen Ringen aus natürlichem odei synthetischem Kautschuk oder aus Kunststoffen ar in geeigneter Weise durch Abstand getrennten Ab
as schnitten um einen zylindrischen oder faß- oder ton nenförmigen Drehkopf aus Holz, Metall oder Kunststoffen hergestellt werden. Der Drehkopf kann zweck mäßig in eine Form mit geeigneten Einkerbunger oder Ausnehmungen darin gebracht werden, wöbe die vorstehenden Teile entweder die aufgepaßten odei angebrachten elastischen Ringe sind oder aus einen Überzug aus elastischem Material bestehen. Anderer seits kann der ganze Drehkopf aus einem Stück au1 Kautschuk oder Kunststoffen gebildet sein.
Ferner kann die Berührungskraft der Fäden ge steigert und die Abnutzung der Endteile des Dreh kopfes verhindert werden, indem man verschieden* Materialien für seine Endteile und seinen Mittelab schnitt verwendet. Beispielsweise kann die Berühruni des Fadens mit dem Mittelteil unter Verhinderung de Abnutzung der beiden Endteile vergrößert werden indem für die vorstehend beschriebene Mehrzahl vot Reibscheiben, die den Zwirnkopf als Ganzes bilden Scheiben von einer relativ großen Härte, z. B. au Kautschuk mit einer Härte von 60 bis 75° für wenig stens eine der Scheiben an den beiden Enden des Dreh kopfes, und Scheiben mit einer verhältnismäßig ge ringen Härte, z. B. aus Kautschuk mit einer Härte voi 40 bis 50° für den Rest der Scheiben im Mittelte;l de Drehkopfes verwendet werden.
Die Herstellung von gekräuseltem Garn unter An wendung des Drehkopfes gemäß der Erfindung fü die Falschdrallerteilung durch Reibungsberührunj wird an Hand der nachstehenden Beispiele beschrieben
Beispiel 1
Zur Herstellung von Kräuselgarn wurde ein Poly amidgarn mit einem Titer von 100 den und 24 Fädet durch ein elektrisch geheiztes Rohr mit einer auf 1800C geregelten Temperatur geleitet, worauf es bei eine Geschwindigkeit von 500 m je Minute einem Dreh kopf, der sich mit 5000 U/min drehte, zugeführt wurde Die Fäden waren in dem geheizten Rohr in einem hoch gezwirnten Zustand von 2500 Drehungen je Meter. E wurde ein Drehkopf, wie in Fig. 3 gezeigt, verwendet wobei die Reibungsoberfläche, bei welcher das Garr im spitzen Winkel bei Punkt P, wie in Fig. 9 gezeigt
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lebogcii wurde, mit synthetischem Kautschuk mit tiner Kautschukhärte von 60 bedeckt war. Die anderen Dimensionen sind nachstellend aufgeführt:
Drehkopf länge KH mm
Scheibcndurchmesser 70 mm
Sehcibenan/ahl 5
S^heibenbreite 12 mm
Hieitc der Einkerbungen 7 mm
In jeder Ausnehmung war cine I übr.ing vorgesehen, *nd die laden wurden in Berührung mit dem Drehkopf in einer geraden Linie laufen gelassen, die mit der Achse des letzteren einen Winkel von 9 30' bildete. Die Fäden wurden dann zwischen den Ab/ugswal/en Und der Aufwickelwalzc entspannt und zu einem Wickel unter geringer Spannung aufgewickelt.
Beispiel 2
Die im Beispiel I beschriebene Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß der Drehkopf Verändert wurde. Der hier zur Anwendung gelangende Drehkopf besaß eine faß- oder tonnenförmige Ausbildung, wie in Fig. 6 gezeigt, und die Reibungsoberiläche, bei welcher das Garn im spitzen Winkel am Punkt /'. wie in Hg. 9 gezeigt, gebogen wurde, war mit synthetischem Kautschuk mit einer Kautschukhärte von 60 überzogen. Die anderen Abmessungen waren die folgenden:
Drehkopflänge 69 mn
Scheibendurchmesser
an den beiden lindtcilen 67 mm
am Mittelteil 71 mm
Scheibenbreite !2 mm
Breite der Einkerbungen 7 min
In jeder Ausnehmung war eine Führung vorgesehen. Der Winkel, der von den die Führung an der ersten Einkerbung erreichenden Fäden und der Achse gebildet wurde, wurde, wie in Fig. 4 gezeigt, von 0' bis 15 geändert. An der Stelle, bei welcher die Längskraft sich änderte, wurden die Fäden in Berührung mit dem Drehkopf in eine gerade Linie gebracht, die mit der Achse des letzteren einen Winkel von 9"3O' bildete.
In diesem Fall betrug die Anzahl von Falschzwirnungen 2300 Drehungen je Meter bei 0° und 2800 Drehungen je Meter bei 15 \ Die Fäden wurden dann zwischen den Abzugwalzen und den Aufwickelwalzen entspannt und unter geringer Spannung zu eindm Wickel aufgewunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls bei Garnen durch Reibungskontakt, dadurch gekennzeichnet, daß er eine drehbare Welle mit darauf im Abstand voneinander angeordneten Reibscheiben aufweist, wobei die Welle mit den Reibscheiben eine Einheit bildet, die als Ganzes eine Faßform aufweist.
2. Drehkopf nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der einzelnen, die Reibungsoberfläche bildenden Reibscheiben nicht größer ist als deren Durchmesser und daß der Abstand zwischen den Reibscheiben mindestens so groß ist, daß zwischen den Reibscheiben Fadenführungseinrichtungen Platz finden.
3. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der beiden äußeren Reibscheiben mn ihrer Reiboberfläche über die Stirnfläche des Drehkopfes in Richtung der Drehachse hinausragt.
4. Drehkopf nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der äußeren Reibscheibe eine Armierung für den überragenden Rand vorgesehen ist.
5. Drehkopf nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der äußeren Reibscheiben aus einem Material großer Härte und die übrigen Reibscheiben aus einem Material geringerer Härte gefertigt sind.
DE19651660639 1964-08-27 1965-08-25 Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls Expired DE1660639C3 (de)

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