DE1660639C3 - Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls - Google Patents
Drehkopf zur Erzeugung eines FalschdrallsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdrall bei Garnen durch Reibungskontakt.
Insbesondere soll gemäß der Erfindung Garnen ein Falschdrall bei hohen Geschwindigkeiten
ohne Beschädigung der Fäden erteilt werden.
Das Verfahren zur Erteilung eines Falschdralls mittels
Reibungsberührung bezweckt die Erteilung einer Drehkraft auf die sich vorwärtsbewegenden Fäden,
indem die Fäden in Berührung mit der Reibungsoberfläche eines sich drehenden Gliedes geführt werden,
welches eine Reibungsflächc aus einem nicht abreibbaren Material mit einem hohen Reibungskoeffizienten
besitzt. Ein Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, daß man mühelos eine Drehkraft bei
hoher Geschwindigkeit den Fäden erteilt.
Das Vorfahren zur Erteilung eines Falschdralls an Fäden mittels Reibungsberührung kann etwa in zwei
Arten eingeteilt werden. Gemäß der einen Arbeitsweise werden die Fäden in Berührung mit der Innenfläche
eines sich drehenden Rohres geführt. Dieses Verfahren wird sehr verbreitet durchgeführt. Gemäß
der anderen Arbeitsweise werden die Fäden in Berührung mit der Oberfläche eines sich drehenden Gliedes
geführt.
Bei den vorstehend beschriebenen zwei gebräuchlichen Arbeitsweisen wird, wenn die Berührungspunkte
der Fäden auf eine die Achse des drehenden Gliedes im rechten Winkel schneidenden Ebene projiziert
werden, entweder eine gerade Linie oder ein Punkt erhalten.
Zur Durchführung der Falschdrallerteilung durch Reibungsberührung müssen die Fäden einer Drehkraft
und gleichzeitig einer Kraft in Richtung ihrer Achse unterworfen werden, d. h., es ist notwendig, daß die
Fäden in Berührung mit der Reibungsoberfläche des sich drehenden Gliedes eine glatte Laufbewegung vollziehen.
Für die wirksame Erteilung einer Drehkrafi an die Fäden werden im allgemeinen um so bessere
Ergebnisse erhalten, je höher der Reibungskoeffizient
xo der Reibungsoberfläche des sich drehenden Glieder ist.
Wenn jedoch versucht wird, die Falschdrallgeschwindigkeit durch Erhöhung des Reibungskoeffizienten
zu steigern, nimmt auch der Reibungskoeffizient entlang der Fadenachse entsprechend zu, und es
kann eine Beschädigung der Fäden und des sich drehenden Gliedes eintreten. Insbesondere wird beim
Versuch, die Vorgänge bei hoher Geschwindigkeit auszuführen, eine Haft-Gleituewegung der sich vorwärtsbewegenden
Fäden erhalten, wodur^u ;.ui teilweise
gedrallte Fäden erhalten werden.
Demgemäß waren dem Verfahren zur Erteilung eines Falschdralls an Fäden mittels Reibungsberührung
ohne das Auftreten einer Haft-Gleitbewegung oder einer anderen nachteiligen Beeinflussung der Fäden
=5 zahlreiche Beschränkungen im Betrieb auferlegt, und
außerdem gab es auch eine Grenze für eine Steigerung der Geschwindigkeit djs Falschdrallens. Um jedoch
den Fäden einen zufriedenstellenden Falschdrall zu erteilen, muß die Reibungsberührung zwischen den
Fäden und dem Drehglied ausreichend vergrößert sein.
Die deutsche Patentschrift I 214 355 beschreibt eine
Vorrichtung zum Erzeugen eines Falschdralls beim Kräuseln von Garn durch Abwälzen eines Garns auf
der Oberfläche eines Rotationskörpers. Hierbei wird ein Drehkopf verwendet, wobei ein Außenmantel
mittels einer Einspannbuchse fest getragen wird, ein Ende der Welle eines Drehkörpers mit einer Mehrzahl
von Ringwülsten sich außerhalb des Mantels erstreckt, um einen Hals zu bilden und eine schraubenlinienförmige
Durchführung für Garne /wischen der Innenwand des Außenmantels und der Umfangsoberfläche
des Drehkörpers vorgesehen ist. Das Garn wird dabei durch diese schraubenlinienförmige Durchführung geführt
und auf den Hals aufgewunden, worauf es mittels einer Abzugseinrichtung abgezogen wird. Beim Abziehen
des Garnes wird auf den Hals durch das Umwickeln eine Drehwirkung ausgeübt, wodurch dei
Drehkörper gedreht wird. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß der Antrieb des Drehkörpers durch da«
Drehen des Halsteils durch das Garn selbst bewirkl wira. Bei dieser Ausbildung kann nicht verhinden
werden, daß das Garn einer großen Spannung unterworfen wird. Versuche mit einer derartigen Vorrich
tung bei höheren Geschwindigkeiten zu arbeiten, zeig ten. daß das Auftreten der Verschlechterung hinsieht
lieh des Kräuseleffektes des Garnes, die auf eine Zu
nähme der Spannung zurückgeht, nicht vermieder werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe der Schaffung eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu Grunde
mit der endlosen Fäden mittels Reibungsberühruni ein Falschdrall bei hoher Geschwindigkeit ohne dii
Möglichkeit des Auftretens von Haft-Gleitbewegungei oder einer Beschädigung der Fäden erteilt werden kann
6S Gemäß der Erfindung wird ein Drehkopf zur Er
zeugung eines Falschdralls bei Garnen durch Rci bungskontakt geschaffen, der dadurch gekennzeichne
ist, daß er eine drehbare Welle mit darauf im Abstam
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voneinander ungeordneten Reibscheiben aufweist,
,vobei die Welle mit den Reibscheiben eine Einheit nildet, die als Ganzes eine Faßform aufweist.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung IaPt man die endlosen Fäden in Berührung mit der Oberfläche
eines Drehkopfes mit einer Mehrzahl von sich Jrehenden Reibscheiben laufen, wobei die Fäden
schräg zu einer Mantellinie der Oberfläche laufen. Die Fäden werden zu- und abgeführt, indem sie an
den beiden Stirnflächen des Drehkopfes stark umgelenkt werden.
Es ist ersichtlich, daß dadurch wenn die Berührungspunkte der Fäden auf eine die Achse des Drehkopfes
im rechten Winkel schneidenden Ebene projiziert wird, ein Bogen beschrieben wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Mit Bezug auf Fig. I werden
endlose Fäden 2 in Berührung über eine Reibscheibe, deren äußere Oberfläche aus einem nicht abreibbaren
Material gebildet ist, geführt. In diesem Fall läßt man die Fäden 2 die Scheibe 1 unter einem Winkel « mit
Bezug auf die Drehrichtung der Scheibe mittels Führungen 3 und 4, die an den jeweiligen heiden Seiten
der Scheibe 1 angeordnet sind, berühren. Infolgedessen wirkt die Kraft R der Oberfläche der Reibscheibe 1 auf
die Fäden 2 in Form von zwei Kraftkomponenten S und 7. Das heißt S ist die in Richtung der Fadenachse
wirkende Kraft (Kraft der Fadenzuführung oder des Fadenvorschubs) und 7~isteine Kraft, die die Drehkraft
der Faden bewirkt. Ihre Größen können in folgender Weise ausgedrückt werden:
Kraft in Längsrichtung S-R cos u
Dreh- oder Torsionskraft TR sin η
Dreh- oder Torsionskraft TR sin η
Fs ist hierbei erforderlich, daß die Berührung zwischen
den Fäden und der reibenden Oberfläche vollkommen ist, damit die Kraft R auf die Fäden wirken
kann.
Wenn zu diesem Zweck versucht wird, die Breite W der Schübe zu erhöhen und wenn, wie z. B. in Fig. 2
gezeigt, die Breite z. B. größer als der Durchmesser der Reibscheibe gemacht wird, werden die Fäden, die
in Berührung mit der Scheibe 1 laufen, bei Drehung der Scheibe gebogen, wie dies durch die Linie 2' angezeigt
ist. Dadurch werden die glatten Dreh- und Längskräfte auf den Faden beeinträchtigt und behindert.
Die Stelle der Berührung des Fadens mit der äußeren Reibungsfläche verlagert sich dabei von Zeit
zu Zeit, wie dies durch die gestrichelte Linie 2" bzw. 2'" angezeigt ist. Wenn das Ausmaß dieses Schwingens
übermäßig wird, werden die Fäden schließlich auf die Scheibe aufgewunden, wodurch der Falschdrallvorgang
unmöglich gemacht wird.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden zur Vermeidung und Ausschaltung dieses Nachteils, um
dadurch die Durchführung eines stabilen Falschdrallvorgangs und überdies in Verbindung mit einer Fadcii-/uführungs-
oder -vorschubbewegung zu ermöglichen, die Fäden in Berührung mit der Oberfläche eines
Drchgliedes mit einer Mehrzahl von sich um eine gemeinsame Welle drehenden Reibscheiben, schräg
zur Drehrichtung dieser Oberfläche laufen gelassen, wobei die Breite W der Reibscheiben vorzugsweise
kleiner als der Durchmesser der Scheiben ist. Wenn die Laufgeschwindigkeit der Fäden verringert wird,
kann man natürlich die Breite W beträchtlich vergrößern. Gemäß der Erfindung wird jedoch ein Drehkopf,
(kr in wenigstens zwei Scheiben unterteilt ist.
verwendet. Hiergei wird vorzugsweise der schräge
Verlauf der Fadenbewegung dadurch gewährleistet, daß man wenigstens eine Führung an einer Stelle zwischen
der Mehrzahl von Reibscheiben vorsieht. Fig. .1 <:eigt in schematischer Darstellung eira: Vorderansicht
eines Drehkopfes zum Flaschdrallen mittels Reibungsberührung mit ausgenommenem Teilstück,
und Fig. 3' stellt eine Stirnansicht davon dar. Durch die Schaffung von Einkerbungen oder Ausnehmungen
ίο Bx, Bo...Bni zur Unterbrechung der Oberfläche der
Reibscheibe 1 wurden η Reibscheiben la, lb,\c.. An
mit einer Breite W gebildet. Fadenführungen in einer Gesamtzahl von n-f 1 waren an den folgenden Stellen
angebracht: jeweils eine an den Stirnflächen der beiden
is Scheiben Xa und In und jeweils eine in den Einkerbungen
B1, B2. ..Bn-v Auf diese Weise wurden die
Fäden 2 in ihrer schräglaufenden Richtung gehalten, die mit der Richtung der Drehung der Reibsche;ben
einen Winkel ο bildet. Außerdem wurden die Fäden
so in c:ner praktisch geraden Linie gehalten.
Wie ersichtlich, ist es nicht notwendig, zwischen allen Reibscheiben jeweils ein' Führung anzuordnen
(Fig. "*), sondern es kann, wenn es zweckmäßig erscheint,
auch eine geringere Anzahl angeordnet wer-
·', den, oder es können auch alle weggelassen werden.
Im allgemeinen ist die Anordnung von Führungen zwi chen den Reibscheiben zweckmäßiger und besonders
erwünscht, wenn die Breite W der Reibscheiben größer wird.
Wenn bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung der vorstehend erwähnte Winkel ο g.ößer wird, nimmt die
Längskraft S zu, während die Drehkraft T geringer wird. Umgekehrt wird, wenn der Winkel ο kleiner
wird, die Längskraft S geringer, während die Drehkraft T zunimmt. Demgemäß kann die Neigung in
einer schrägen Richtung von dem Winkel n, der von den in Berührung mit der drehenden Oberfläche laufenden
Fäden gebildet wird, an irgendeiner beliebigen Stelle geändert werden. In diesem Fall ist es zweckmäßig,
die Länge des vorstehend beschriebenen Bogens von der projizierten Fadenlage durch Anbringen
einer Führung an der vorstehend beschriebenen Ändcrungsstelle konstant beizubehalten.
In Fig. 4 ist ein Beispiel erläutert, bei welchem
eine Änderung der schrägen R-chtung an der Anderungsstelle
mittels einer Führung G bewirkt wurde. In diesem Fall ist die Längskraft S', welche durch die
Reibscheibe la erteilt wird, der Längskraft S, die durch die übrigen Reibscheiben reteilt wird, cntgegengesetzt.
Wenn die Fäden in dieser Weise geführt werden, nimmt die Anzahl von Falschdrallwindungen zu.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird grundsätzlich so ausgebildet, wie es mit Bezug auf Fig. 5
beschrieben wird. Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 5 werden die endlosen thermoplastischen synthetischen
Fäden 2 von der Spule über Vorschubwalzen 5.5 durch einen Erhitzer 9 in Berührung mit der Oberfläche
eines Drehkopfes 10 schräg geführt, wie ctie? vorstehend beschrieben wurde. Den erhitzten Fädcr
5n wird ZU diesem Zeitpunkt eine Drehkraft mit einei
Längskraft zur Bildung eines gekräuselten Garns erteill und danach werden sie auf einen Wickel mittels einei
Reibungswalze 7 über Aufnahmewalzen 6,6' aufgewunden.
Die Fig. 5 zeigt einen Drehkopf 10, welcher aus dre
im Abstand voneinander angeordneten Rcibscheiber besteht, die mittels einer gemeinsamen Welle in dei
durch den Pfeil angezeigten Richtung gedreht werden
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Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann auf diese Weise ein gekräuseltes Garn hei hohen Gcschwindigkeiten
hergestellt werden, ohne daß irgendeine Schädigung des Garns oder das Auftreten einer
Haft-Gleitbewegung während des Falschdrallvorgangs auftritt. So sind Geschwindigkeiten von 500 bis
1000 m/min möglich. Außerdem kann durch Änderung des Winkels ρ in der schrägen Richtung der Griff des
erhaltenen Kräuselgarnes ebenfalls geändert werden.
Nachstehend wird der praktisch angewandte Drehkopf für die Falschdrallerteilung mittels Reibungsberührung
näher beschrieben. Obgleich der Drehkopf aus einer Mehrzahl von Reibscheiben, die im Abstand
voneinander auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, besteht, und somit als ganzes einen einzigen Drehkörper
darstellt, ist seine Gesamtgestalt nicht auf eine zylindrische Form mit FJnkerbungen beschränkt, wie
sie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Die in den Fig. 6, 7 und 8 gezeigten Ausbildungsformen sind
solche, die außer einer Änderung hinsichtlich der Anzahl von Einkerbungen und der Breite der Reibscheiben
in allen Fällen eine Gesamtgestalt aufweisen, die im wesentlichen faß- oder tonnenförmig ist.
Der faß- oder tonnenförmige Drehkopf ist nicht nur zweckmäßig und bequem, um der Steigerung der
Kraft, mit welcher die Fäden in Berührung mit seiner Oberfläche laufen, zu dienen, sondern auch, um die
Kraft der Berührung zwischen den Teilen, bei welchen die Fäden den Drehkopf betreten und verlassen sowie
am Mittelabschnitt davon einheitlich zu gestalten. Daher kann im Vergleich mit dem Fall, bei welchem
die Gesamtgestalt zylindrisch ist, die Breite von einer tier Reibscheiben groß gemacht werden, wie dies
beispielsweise in Fig. 8 gezeigt ist. Im allgemeinen ist die Breite der Reibscheibe bei einem zylindrischen
Drehkopf geringer als ihr Durchmesser und gewöhnlich in der Größenordnung von 3 bis 100 mm. Andererseits
braucht die Breite der Einkerbung nur so groß zu sein, um die Einrichtung einer Führung zu erlauben.
Üblicherweise ist eine Breite in der Größenordnung von 2 bis 30 mm ausreichend.
Bei dem Drehkopf gemäß der Erfindung wird vorzugsweise
eine Anzahl von Führungen zwischen den Reibscheiben vorgesehen, um den Weg des Fadens in
einer schrägen Richtung in Berührung mit diesem Drehkopf zu unterstützen. Diese Führungen, einschließlich
der Führungen 3 und 4 und der Mehrzahl von dazwischen angeordneten Führungen können auf
einer einzigen Stange angebracht sein, wodurch eine freie Änderung des Winkels ρ durch Änderung der
Richtung, in welcher diese Stange angeordnet ist, ermöglicht wird. Diese Trägerstange kann mit einer
pantographenartigen oder gleitbügelartigen Bewegungseinrichtung ausgestattet sein, und die Führungen
können zur jederzeitigen Bewegung über diesen Ausnehmungen oder Einkerbungen B1, Bt.. ..Sn-, in einer
senkrechten Ebene zu der Drehwelle ausgebildet sein, wenn der vorstehend beschriebene Winkel ρ sich
ändert.
Vorzugsweise werden die Fäden scharf entlang der äußeren End- oder Stirnfläche 12 des Drehkopfes an
der Stelle gebogen, an welcher der Faden zugeführt und/oder abgeführt wird, wodurch die Kraft, mit
welcher die Fäden diese berühren, erhöht wird, um die Abnahme in der Zwirnung zu verhindern. Für
diesen Zweck wird α«.τ Drehkopf vorzugsweise so ausgebildet,
wie in Fig. 9 dargestellt ist. Von den zwei äußeren Scheiben wird wenigstens eine, vorzugsweise
beide einen Außenrandtcil /' ihrer Drehoberfläche aufweisen, der über die äußere Stirnfläche 12 hcrausragt.
So ermöglicht der ausgesparte Teil 13, der an dem Außenendc gebildet ist, das Anbringen einer
Führung 3 in einer dem Drehkopf besonders nahen Lage. Hierdurch wird ein scharfes Biegen der Fäden
ermöglicht, ohne daß der Falschdrall des Fadens 1 an der Ausnehmung nach rückwärts bis zur 1 lei/.zonc
mittels der Führung 3 geändert wird.
to In diesem Fall neigt die ringförmige Lippe, die tier
vorstehend beschriebenen Randteil einschließt. 7ui Deformierung durch die Zcntrigufalkraft, die sich be
der Drehung des Drehkopfes ergibt, obgleich hier cn gewisser Unterschied im Ausmaß oder Grad in Abis
hängigkeit von der Gestalt und dem verwendeter Material besteht. F.s ist daher erwünscht, die Findet
des Drehkopfes durch Einbetten z. B. eines ringförmi gen Verstärkungsstückes von L-förmigem Querschnitt
wie im Querschnitt von Fig. 9 gcz.eigt ist, oder eine!
ao Verstärkungsstückes von anderer Gestalt zu verstärken Der Drehkopf kann durch Aufbringen oder Auf
passen von elastischen Ringen aus natürlichem odei synthetischem Kautschuk oder aus Kunststoffen ar
in geeigneter Weise durch Abstand getrennten Ab
as schnitten um einen zylindrischen oder faß- oder ton
nenförmigen Drehkopf aus Holz, Metall oder Kunststoffen hergestellt werden. Der Drehkopf kann zweck
mäßig in eine Form mit geeigneten Einkerbunger oder Ausnehmungen darin gebracht werden, wöbe
die vorstehenden Teile entweder die aufgepaßten odei angebrachten elastischen Ringe sind oder aus einen
Überzug aus elastischem Material bestehen. Anderer seits kann der ganze Drehkopf aus einem Stück au1
Kautschuk oder Kunststoffen gebildet sein.
Ferner kann die Berührungskraft der Fäden ge
steigert und die Abnutzung der Endteile des Dreh kopfes verhindert werden, indem man verschieden*
Materialien für seine Endteile und seinen Mittelab schnitt verwendet. Beispielsweise kann die Berühruni
des Fadens mit dem Mittelteil unter Verhinderung de Abnutzung der beiden Endteile vergrößert werden
indem für die vorstehend beschriebene Mehrzahl vot Reibscheiben, die den Zwirnkopf als Ganzes bilden
Scheiben von einer relativ großen Härte, z. B. au Kautschuk mit einer Härte von 60 bis 75° für wenig
stens eine der Scheiben an den beiden Enden des Dreh kopfes, und Scheiben mit einer verhältnismäßig ge
ringen Härte, z. B. aus Kautschuk mit einer Härte voi 40 bis 50° für den Rest der Scheiben im Mittelte;l de
Drehkopfes verwendet werden.
Die Herstellung von gekräuseltem Garn unter An wendung des Drehkopfes gemäß der Erfindung fü
die Falschdrallerteilung durch Reibungsberührunj wird an Hand der nachstehenden Beispiele beschrieben
Zur Herstellung von Kräuselgarn wurde ein Poly amidgarn mit einem Titer von 100 den und 24 Fädet
durch ein elektrisch geheiztes Rohr mit einer auf 1800C
geregelten Temperatur geleitet, worauf es bei eine Geschwindigkeit von 500 m je Minute einem Dreh
kopf, der sich mit 5000 U/min drehte, zugeführt wurde
Die Fäden waren in dem geheizten Rohr in einem hoch gezwirnten Zustand von 2500 Drehungen je Meter. E
wurde ein Drehkopf, wie in Fig. 3 gezeigt, verwendet wobei die Reibungsoberfläche, bei welcher das Garr
im spitzen Winkel bei Punkt P, wie in Fig. 9 gezeigt
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lebogcii wurde, mit synthetischem Kautschuk mit
tiner Kautschukhärte von 60 bedeckt war. Die anderen
Dimensionen sind nachstellend aufgeführt:
Drehkopf länge KH mm
Scheibcndurchmesser 70 mm
Sehcibenan/ahl 5
S^heibenbreite 12 mm
Hieitc der Einkerbungen 7 mm
In jeder Ausnehmung war cine I übr.ing vorgesehen,
*nd die laden wurden in Berührung mit dem Drehkopf in einer geraden Linie laufen gelassen, die mit
der Achse des letzteren einen Winkel von 9 30' bildete.
Die Fäden wurden dann zwischen den Ab/ugswal/en
Und der Aufwickelwalzc entspannt und zu einem Wickel unter geringer Spannung aufgewickelt.
Die im Beispiel I beschriebene Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß der Drehkopf
Verändert wurde. Der hier zur Anwendung gelangende Drehkopf besaß eine faß- oder tonnenförmige Ausbildung,
wie in Fig. 6 gezeigt, und die Reibungsoberiläche, bei welcher das Garn im spitzen Winkel am
Punkt /'. wie in Hg. 9 gezeigt, gebogen wurde, war mit synthetischem Kautschuk mit einer Kautschukhärte
von 60 überzogen. Die anderen Abmessungen waren die folgenden:
Drehkopflänge 69 mn
Scheibendurchmesser
an den beiden lindtcilen 67 mm
am Mittelteil 71 mm
Scheibenbreite !2 mm
Breite der Einkerbungen 7 min
In jeder Ausnehmung war eine Führung vorgesehen.
Der Winkel, der von den die Führung an der ersten Einkerbung erreichenden Fäden und der Achse gebildet
wurde, wurde, wie in Fig. 4 gezeigt, von 0' bis 15 geändert. An der Stelle, bei welcher die Längskraft
sich änderte, wurden die Fäden in Berührung mit dem Drehkopf in eine gerade Linie gebracht, die mit der
Achse des letzteren einen Winkel von 9"3O' bildete.
In diesem Fall betrug die Anzahl von Falschzwirnungen
2300 Drehungen je Meter bei 0° und 2800 Drehungen je Meter bei 15 \ Die Fäden wurden dann zwischen
den Abzugwalzen und den Aufwickelwalzen entspannt und unter geringer Spannung zu eindm Wickel aufgewunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Drehkopf zur Erzeugung eines Falschdralls bei Garnen durch Reibungskontakt, dadurch
gekennzeichnet, daß er eine drehbare Welle mit darauf im Abstand voneinander angeordneten
Reibscheiben aufweist, wobei die Welle mit den Reibscheiben eine Einheit bildet, die als
Ganzes eine Faßform aufweist.
2. Drehkopf nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der einzelnen, die Reibungsoberfläche bildenden Reibscheiben nicht
größer ist als deren Durchmesser und daß der Abstand zwischen den Reibscheiben mindestens so
groß ist, daß zwischen den Reibscheiben Fadenführungseinrichtungen Platz finden.
3. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der beiden äußeren Reibscheiben mn ihrer Reiboberfläche über die
Stirnfläche des Drehkopfes in Richtung der Drehachse hinausragt.
4. Drehkopf nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der äußeren Reibscheibe eine Armierung für den überragenden Rand vorgesehen
ist.
5. Drehkopf nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der äußeren Reibscheiben
aus einem Material großer Härte und die übrigen Reibscheiben aus einem Material geringerer
Härte gefertigt sind.
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| GB1114135A (en) | 1968-05-15 |
| DE1660639B2 (de) | 1974-06-06 |
| CH1199065A4 (de) | 1970-01-30 |
| CH490534A (de) | 1970-01-30 |
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