DE2130960A1 - Falschdrallverfahren und -vorrichtung zum Drehen von Textilfaeden - Google Patents
Falschdrallverfahren und -vorrichtung zum Drehen von TextilfaedenInfo
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Description
u K Γ H H: · ί 5
i-IEr-:-./\chi;Ti<. 01
Docket
R/Sch
Die Erfindung betrifft ein Falschdrallverfahren und eine -vor· richtung zum Drehen von Textilfaden, wobei den Fäden durch eine
einmalige Drehung eines Drehröhrchens mehrere Drehungen verliehen werden0
In der Patentanmeldung P 21 22 486.2 der gleichen Anmelderin 1st
eine Falschdrallvorrichtung beschrieben, die in ihrer bevorzugten Ausführungsform zwei Drehröhrchen mit je einem Reibring an
einem Ende und eine Fadenführung zwischen beiden Drehröhrchen,
durch die die Laufrichtung des Fadens nach seinem Austritt aus dem ersten und vor seinem Eintritt in das zweite Röhrchen umgekehrt wird, aufweist. Der Faden wird so durch die Drehröhrchen
geführt, daß er in reibendem Eingriff mit den Reibringen steht, so daS er bei einer Drehung der Röhrchen an diesen Reibringen ab·
rollt und daher bei jeder Drehung der Röhrchen mehrmals gedreht wird ο
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Es wurde nun gefunden« daö etwa gleiche Ergebnisse auch mit einer
Falschdrallvorrichtung mit nur einem Drehröhrchen erzielt werden
können.
Gegenstand der Erfindung ist ein Falschdrallverfahren zum Drehen
eines laufenden Textilfadens, das dadurch gekennzeichnet ißt,
daS man den Faden innerhalb eines Drehröhrchen bis zum Anliegen an eine Reibfläche an dessen Austrittsende, von dort über eine
Fadenführung außerhalb des Drehröhrehens zurück sum Eintrittsende und zum Anliegen an eine Reibfläche an dem Eintrittsenda
und von dort wieder durch das Drehröhrchen und aus diesem hinaus führt und das Drehröhrchen dreht, während der Faden gespannt ge·»
halten wird.
Vorzugsweise wird der Faden beiai Eingriff mit der Reibfläche am
Eintrittsende des Drehröhrehens unter größerer Spannung als bei seinem Eingriff mit der Reibfläche am Austrittsende des Dreh=
röhrchens gehalten.
Nach dsm Verfahren gemäS der Erfindung können unter Verwendung
nur eines Drahröhrchens auch mehrere Fäden gleichzeitig gedreht werden, wenn man jedem Fades eine eigene Fadenführung neben dem
Drehröhrchen zuordnet.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Falschdrallvorrichtung
zum Drehen eines laufenden Textilfadens durch Reibung, die dadurch gekennzeichnet ist, daä sie ein Drehröhrchen mit je einem
Reibring an jedem Ende und eine sich neben dem Drehröhrchen von
seinem einen zu seinem anderen Ende erstreckende Fadenführung
aufweist«
Die Fadenführung weist vorzugsweise eine sich auf einem gebogenen
Weg von einer Stelle in der Nähe des einen Endes zu einer Stelle in der Nähe des anderen Endes des Drehröhrehens erstreckende Nut
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zur Aufnahme des Fadens auf.
Die Falschdrallvorrichtung, gemäß der Erfindung kann zur gleichzeitigen
Drehung mehrerer Fäden verwendet werden, wenn jedem dieser Fäden eine eigene Fadenführung neben dem Drehröhrchen zugeordnet
ist.
In den Zeichnungen ist:
Figur 1 eine schematiche Darstellung einer Anlage zur
Bearbeitung eines Fadens, die eine Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung aufweist,
Figur 2 eine vergrößerte Vorderansicht der in der Anlage von Figur i gezeigten Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung mit ihrer Montierung,
Figur 3 eine Draufsicht auf die Falschdrallvorrichtung
von Figur 2,
Figur 4 ein Schnitt durch die Falschdrallvorrichtung
längs der Linie IV-IV von Figur 2,
Figur 5 eine Ansicht der Falschdrallvorrichtung entsprechend Figur 2, in die der Fadenlauf eingetragen ist,
Figur .6 eine Draufsicht auf die Falschdrallvorrichtung
wie Figur j5, die den vermutlichen Fadenlauf während der Drehung des Drehröhrchen zeigt>
und
Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung, in der gleichzeitig mehrere Fäden durch ein einziges
Drehröhrchen gedreht werden.
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Die Falschdrallvorrichtung, gemäß der Erfindung kann in jeder Tor«
richtung zur Texturierung von Fäden« in der die Fäden von einer Zulieferungsstelle abgezogen« gedreht und sehlie8lieh aufgespult
werden, verwendet werden.
Figur 1 veranschaulicht einen Teil einer Maschine zur Texturierung von FSden, wobei eine solche Maschine im allgemeinen eine
ganze Anzahl gleicher solcher Teile aufweist. Das Drehröhrchen der Falschdrallvorrichtung 10 dreht sich mit einer Geschwindigkeit» die der Fortschreitungsgeschwindlgkeit des Fadens F angepaßt ist. Die Falschdrallvorrichtung 10 arbeitet so, daß das ihr
zulaufende Fadenende gedreht und das von ihr fortlaufende Ende wieder zurückgedreht wird. Von der Falschdrallvorrichtung 10
läuft der Faden um Spannungssteuerrollen 12 und von dort zu einer darüber angeordneten Aufnahmevorrichtung 14.
unter der Falschdrallvorrichtung 10 befindet sich eine Heiz- und
Drehzone mit einer allen Teilen der Maschine, von denen einer in
Figur 1 gezeigt ist, gemeinsamen Heizvorrichtung 16, die für Jede Falschdrallvorrichtung eine in Flucht mit dieser verlaufende
Nut 18 aufweist. Der Faden F läuft von der Zulieferungsspule 20
aufwärts durch eine Fadenführung 22 und eine Spannungsvorrichtung 24, durch die die Zulieferungsspule 20 von den übrigen Teil
der Maschine isoliert ist, d.h. beim Abwickeln dieser Spule auftretende Spannungsschwankungen ausgeglichen werden. Am unteren
Ende der Heizvorrichtung 16 ist eine Rolle 26 angeordnet, die zusammen mit den über der Falschdrallvorrichtung IO angeordneten
Rollen 12 die Spannung des Fadens in der Heizvorrichtung 16 und der Falschdrallvorrichtung 10 steuert. Der die Falschdrallvorrichtung 10 und die Heizvorrichtung 16 umfassende Teil der in
Figur 1 gezeigten Anlage bildet die in der Zeichnung mit X* bezeichnete Zone, In der dem Faden die Drehung verliehen wird.
Wie insbesondere aus den Figuren 2 bis 5 zu ersehen, ist die
Falschdrallvorrichtung 10 gemäß der Erfindung an einem Schwenk»
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arm 30, der am Rahmen der Maschine befestigt ist, montiert* Dieser Schwenkarm ist an dem Rahmen der Naschine so drehbar gela*
gert, daß er den kappenfärmigen Wirtel 32 eines Drehröhrchen
der Drallvorrichtung zum Anliegen an einen Treibriemen 35» der
sich Über die ganze Länge der Maschine erstreckt und alle Drehröhrchen der Maschine antreibt, zu bringen bzw., wenn der Faden
in das Drehröhrchen eingeführt werden soll, von diesem Treibriemen weg zu bewegen vermag, wobei seine Lagerung derart 1st,
daß er das Drehröhrchen entweder an die Vorder- oder, an die Rückseite des Treibriemens 35 führt, so daS dem Faden entweder eine
0S"- oder "Z"-Drehung verliehen wird„
Der kappenförmlge Wirtel 32 am oberen Ende des Drehröhrchen
1st ebenso wie ein entsprechender kappenförmiger Wirtel 36 auf
das Drehröhrchen 34 aufgepreSt oder in anderer Weise daran befestigt, so daß sie sich zusammen mit dem Drehröhrchen 34 drehen.
Die rohrfönalge stationäre Halterung 38 des Drehröhrchen 34 1st,
wie in Figur 3 gezeigt, mittels einer Schraube 39 am Schwenkarm
30 befestigt. An beiden Enden dieser rohrförmigen Halterung 38
sind Kugellager 4o vorgesehen (Figur 4), und über bzw. unter diesen Kugellagern sind Dichtungen 42 vorgesehen, durch die das
Schmiermittel In den Kugellagern gehalten und Staub und dergl.
von ihnen ferngehalten wird.
Wie am besten aus Figur 4 ersichtlich, 1st in eine Vertiefung In
dem kappenförmigen Wirtel 32 am oberen Ende des Drehröhrchen« und
in dem kappenförmigen Wirtel 36 am entgegengesetzten Ende des
Drehröhrchen« je ein O-Rlng 44 bzw. 46 eingepreßt. Diese Ringe
besteben aus einem elastomeren Material und haben eine reibende
Oberfläche. Sie sind so tief In die Wirtel 32 bzw. 36 eingepreßt,
daS ihre Mittellinie unter bzw. über der Endwand des entsprechenden Wirteis, mit dem sie sich drehen, liegt, so dad sie sich beim
Drehen des Drehröhrchen mit den Wirtein und damit dem Drehen des Fadens nicht lösen können. Beide Reibringe 44 und 46 haben kon-
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vexe AuQenf lachen, die von der Bndwand des zugehörigen Wirt eis um
eine beträchtliche Stracke vorragen, und der Innendurchmesser Jedes dieser Ringe 44 und 46 ist etwas geringer als der der Bohrung
48 des DrehrShrchens 34. Dadurch wird bewirkt, daß ein durch die
Bohrung 48 geführter Faden in festen reibenden Kontakt mit den
Ringen 44 bzw. 46 kommt und in der Heiz-/Dreh°Zone X* gedreht
wird, wenn das Drehröhrehen 34 gedreht wird.
Die Ausbildung der Fadenführung 50 ist insbesondere aus den Figuren 1 bis 3» 5 und 6 ersichtlich. Diese Fadenführung ist mittels
eines einstückig mit ihr ausgebildeten Ansatzes 52, der In eine
entsprechende Ausnehmung am äuSeren Ende des Schwenkarms 30 eingreift, und einer Einstellschraube 54, die durch ein Loch In der
Seite des Schwenkanna 30 geschraubt 1st und an dem Ansatz 52 anliegt, so an diesem Schwenkarm 30 befestigt, daS ihre Vorderwand
56 parallel zur Achse des Drehröhrchene 34 und eine In dieser
Fadenführung 50 ausgebildete umlaufende Nut 58 radial zur Achse des DrehrShrchens verläuft. Die Nut 58 ist zweckmäßig mit einem
abnützungsfesten Material geringer Reibung, beispielsweise einem keramischem Material, überzogen, so daß der Faden leicht In dieser Nut gleiten kann. An ihren Enden 59 und 60 ist die Nut etwas
nach innen gezogen, so dafl der Faden an diesen Stellen nicht über
scharfe Kanten laufen muß.
Der Lauf des zu drehenden Fadens in der Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung 1st aus den Figuren 5 und 6 zu sehen. Der
Faden F verläuft etwa gradlinig von der Heizvorrichtung 16 zur axialen Bohrung 48 des Drehröhrchens 34 und durch den Reibring 46, ohne mit diese» in Kontakt zu koaaen. Am entgegengesetzten Ende des Drehröhrohena 34 wird er über den Reibring 44
und In die Nut 58 der Fadenführung 50 gezogen. Er verläuft also,
wie aus Figur 5 zu ersehen, in einem Winkel zur Achse der Bohrung des DrehrShrchens 34. Un eine ausreichende Reibung zwischen
dem Ring 44 und dem Faden zu gewährleisten, wird der Faden in
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spitzem Winkel um den Ring 44 und in die Nut 58 der Fadenführung
59 geführt. Der Winkel des Fadenlaufe vom Ring 44 zu der Nut 59 beträgt zweckmäßig wenigstens 5° gegen eine Ebene normal zur
Achse des Drehröhrchens und ist in Figur 5 bei A eingetragen» Der Faden F verläuft dann durch die KUt 58 und von deren Auetrittsende in einem Kinkel B (Figur 5) gegen eine Ebene normal
zur Achse des Drehröhrchens« der zweckmäßig etwa 10° beträgt«
damit wiederum eine ausreichende Reibung zwischen Faden und Ring 46 gewährleistet ist. Die Zone des Kontaktes des Fadens mit
dem Ring 44 Über die Nut 58 bis zum Kontakt mit dem Ring 46 ist
in Figur 5 mit )T bezeichnet. Von der Stelle seines Kontaktee
mit dem Ring 46 wird der Faden wieder durch die Bohrung des Dreh»
röhrchens 24 geführt und tritt durch den Ring 44 aus diesem aus«
ohne dabei mit dieses: Ring 44 in Kontakt zu .kommen« so dafl er natürlich wieder von der Stelle seines Kontaktes mit dem Ring 46
bis zum Austritt aus dem Drehröhrchen in einem Winkel zur Achse des Drehröhrchens verläuft. D.h.» wie aus Figur 5 zu ersehen«
kreuzen sioh die beiden durch das Drehröhrchen verlaufenden Fadenenden« kommen jedoch nicht in Berührung miteinander« so dafl
sie nicht aneinander reiben können.
Die Winkel A und B müssen einen solchen Wert haben« daß die Reibung des Fadens mit den Ringen 44 und 46 während des Drehens ausreichend groß ist. Der Faden F darf nicht so stark vibrieren« daß er den Kontakt mit den Reibringen verliert. Es wurde gefunden« daß der Winkel B etwas größer sein kann als der Winkel A«
weil der Faden« wenn er unter der Falschdrallvorrichtung 10 erwärmt, gedreht und dann wieder gekühlt ist« etwas weniger gespannt ist, als an der Stelle« wo er mit dem Ring 46 in Eingriff
kommt. Wenn der Winkel A zu groß 1st« 1st die Reibung für den ziemlich schwach gespannten Faden so groß« daß der Faden in
Vibration versetzt wird. Dadurch wird die Fadendrehung geringer und in dem Ring 44 entstehen Ratternarben« so daß dieser Ring
häufiger ausgewechselt werden muß. Diese Vibration ist wenig-
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st;ens zum Teil auf eine zu starke Ablenkung des Fadens von seinem Weg P8 (Figur 6) bei ruhendem Röhrchen zurückzuführen· Eine
gewisse Auslenkung des Fadenlaufs erfolgt aber immer bei Drehung des Drehröhrchen^ wie durch den Laufweg F2 in Figur 6 gezeigt.
An der Stelle des Kontaktes des Fadens mit dem Hing 44 erfährt
der Laufweg eine Ausbuchtung F^. Je größer der Winkel A 1st,
desto größer ist die Reibung zwischen dem Ring 44 und dem Faden F
und desto größer ist auch die Ausbuchtung Ir. Je größer aber die
Ausbuchtung F^ wird, desto größer wird auch die Neigung des Fa~
dens, zwischen einer ext reinen Ausbuchtung und einer Laufrichtung
3twa gleich der mit F bezeichneten hin- und herzuspringen. Wenn
der Faden die Zone X durchläuft, wird seine Spannung durch den Kontakt mit dem Ring 44 und der Führung 50 erhöht. Durch diese
erhöhte Spannung wird eine stärkere Ausbuchtung des Fadenlaufs
bei dem Kontakt des Fadens mit dem Ring 46 zulässig* so daß der
Winkel B, in dem der Faden dem Ring 46 zuläuft, größer sein kann
als der Winkel A. D.h. der Faden kann über eine längere Strecke mit dem Ring 46 in Kontakt stehen als mit dem Ring 44, ohne dafl
er dadurch in Vibration versetzt wlrdo
Die dem Faden durch die Reibringe 44 und 46 verliehenen Drehungen
summieren sich nicht, d.h. dem Faden wird nicht durch den einen Ring eine bestimmte Anzahl Drehungen und durch den anderen eine
weitere Anzahl Drehungen verliehen, sondern beide Ringe wirken in der Weise zusammen-, daß dem Faden ein bestimmter Drehungswert
verliehen wird« Ob dem Faden eine "SM~ oder nZ"»Drehung verliehen
wird, hängt davon ab, von welcher Seite des Treibriemens 25 das
Drehröhrchen gedreht wird«
Sin besonderer Vorteil der Falschdrallvorrichtung gemäß der
Erfindung liegt darin, dafl der Faden praktisch gsradlinig In die
Vorrichtung eintritt und ebenfalls praktisch geradlinig wieder aus ihr austritt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, den Fadenlauf
zwischen der Heizvorrichtung 16 und der Falsch^ Uvorrioh-
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tung sowie zwischen der Falschdrallvorrichtung und der Spannungfisteue
!"vorrichtung 12 umzulenken. Dadurch wird es auch möglich,
die neue Falschdrallvorrichtung in bereits vorhandene Drallmaschinen,
in denen der Faden vertikal von unten nach oben läuft» einzubauen.
Ein besonderer Vorteil der Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung
ist die einfache Auswechselbarkeit der Reibringe 44 und 46. Wenn eine Seite eines dieser Reibringe abgenutzt 1st, so kann
er einfach herausgenommen und in umgekehrter Stellung wieder eingepreßt
werden, so daß beide Selten für das Drallverfahren verwendet werden können. Auch ist die Einführung des Fadens in die
Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung außerordentlich einfach»
Im folgenden wird ein Beispiel für die Anzahl Drehungen« die einen
Faden bei bestimmten Abmessungen der Reibringe verliehen werden,
gegeben;
Wenn jeder der Ringe 44 und 46 der Falschdrallvorrichtung 10 einen
Innendurchmesser von 0,83 cn, einen Außendurcbmesser von 1,78 cm.
und einen Querschnittsdurchmesser von 0,475 cm hat, so ergibt
sich ein wirksamer Dralldurchmesser von etwa 1 cm, wenn der Faden so durch die Vorrichtung geführt wird, daß er nit diesen Ringen
44 und 46 in Kontakt kommt. Wenn das Drehröhrchen mit 20000 Up«
gedreht wird, so wird bei Verarbeitung eines 70°Denier-Fadens mit
einem Durchmesser von etwa 0,115 cm ein theoretisches Verhältnis Drehröhrehen/Paden von 1:90 entwickelt, und dieses Verhältnis
wird durch den Schlupf auf ein tatsächliches Verhältnis von vermutlich
etwa 1:80 gesenkt. Wenn der Faden mit einer Geschwindigkeit
von 507 m/min durch die Vorrichtung geführt wird, so werden
ihm daher etwa 30 Drehungen Je cn verliehen. D.h. der Faden kann
mit hoher Geschwindigkeit durch die Falschdrallvorrichtung 10 geführt und es können Ihm bei verhältnismäßig niedriger Umdrehungsgeschwindigkeit des Drehröhrchens 34 eine beträchtliche Anzahl
von Drehungen verliehen werden.
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Figur 7 veranschaulicht eins Modifikation der in den Figuren 1
bis 6 veranschaulichten Falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung, die die gleichzeitige Verarbeitung von zwei Fäden F und
unter Verwendung nur eines Drehröhrchens ermöglicht» wobei
jedem Faden eine eigene Fadenführung 50, um ihn von dem Reibring
44 am einen Ende des Drehröhrchen^ zu dem Reibring 46 am anderen
zu führen, zugeordnet ist. Es können natürlich auch mehr als zwei Fäden in einem Drehröhrchen gedreht werden, sofern nur für jeden
einzelnen Faden genügend Baum bleibt» um bei Drehung des Dreh= röhrchens die Ausbuchtung F^ (Figur 6) auszubilden, ohne daS die
Fäden miteinander in Berührung kommen und sich verwirren.
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Claims (1)
- Patentansprüche'Ii Verfahren zum Drehen eines laufenden Textilfaden«, dadurch gekennzeichnet, daS man den Faden innerhalb eines Drehröhrchens bis zum Anliegen an eine Reibfläche an dessen Austrittsende, von dort Über eine Fadenführung außerhalb des Drehröhrohens zurück zum Eintritteende und zum Anliegen an eine Reibfläche an diesen Eintrittsende und von dort wieder durch das Drehröhrchen und aus dleeem hinaus führt und das Drehröhrchen dreht, während der Faden gespannt gehalten wird«2· Verfahren nach Anspruoh 1, dadurch gekennzeichnet, daä der Faden beim Eingriff mit der Reibfläche am Eintrittsende des Drehröhrchens unter größerer Spannung als bei seinem Eingriff mit der Reibfläche an Aus trittsende des Drehröhrchens gehalten wird.3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zu« gleichzeitigen Drehen mehrerer Fäden unter Verwendung nur eines Dreh« röarohens, dadurch gekennzeichnet, dafi man jeden Faden über eine eigene Fadenführung vom Austrittsende zum Eintrittsende des Drehröhrchens zurückführt.4. Falschdrallvorrichtung zum Drehen eines laufenden Textilfa= dens durch Reibung, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Drehröhrchen mit je einen Reibring an jeden Ende und eine sich neben dem Drehröhrchen von seinem einen zu seinem anderen Ende erstreckende Fadenführung aufweist.109853/ 17182 Ί 309605. Falschdrallvorrichtung nach Anspruch K, dadurch gekennzeichnet , daß die Fadenführung eine Führungsnut aufweist ί die eich auf einem gebogenen Weg von einer Stelle in der Nähe des einen Endes zu einer Stelle in der Nthe des anderen Endes des Drehröhrchen« erstreckt.6. Falschdrallvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5 zur gleichzeitigen Drehung mehrerer Fäden mittels eines Dreh« röhrchens, dadurch gekennzeichnet« da8 sie für Jeden Faden eine eigene Fadenführung neben dem Drehröhrchen aufweist.109853/1718A3Leerseite
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