DE1655279C - Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber zur Erzeugung eines Schaltimpulses beim Auftreten einer vorbestimmten Druckdifferenz in zwei Druckmittelkreisen, insbesondere den beiden Bremskreisen einer Zweikreisbremsanlage - Google Patents
Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber zur Erzeugung eines Schaltimpulses beim Auftreten einer vorbestimmten Druckdifferenz in zwei Druckmittelkreisen, insbesondere den beiden Bremskreisen einer ZweikreisbremsanlageInfo
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- DE1655279C DE1655279C DE19661655279 DE1655279A DE1655279C DE 1655279 C DE1655279 C DE 1655279C DE 19661655279 DE19661655279 DE 19661655279 DE 1655279 A DE1655279 A DE 1655279A DE 1655279 C DE1655279 C DE 1655279C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulisch betätigbaren Impulsgeber zur Erzeugung eines Schaltimpulses
beim Auftreten einer vorbestimmten Druckdifferenz zwischen zwei an den Impulsgeber angeschlossenen
Druckmittelkreisen, insbesondere den beiden Bremskreisen einer Zweikreisbremsanlage, bei
dem in einem Zylindergehäuse ein von zwei vorgespannten Zentrierfedern in einer Mittellage gehaltener
schwwimmend angeordneter Kolben vorgesehen ist, der das Zylindergehäuse in zwei Druckräume unterteilt,
die jeweils an einen der beiden Druckmittclkreise angeschlossen sind.
Ein solcher Impulsgeber ist durch die britische Patentschrift
790037 bekannt. Bei dem bekannten Imnulseeber
wird ein Kolben durch die Kraft zweier Zentrierfedern in eine Mittellage gehalten, die sich jeweils
an einem Boden eines Zylindergehäuses abstützen und mit Vorspannung gegen den Kolben anlegen.
Damit ist die Mittellage des Kolbens davon abhängig, daß beide Zentrierfedern mit genau gleicher Kraft gegen
den Kolben drücken. Schon geringe Druckunterschiede in den Druckräumen führen zu einer Bewegung
des Kolbens aus seiner Mittelstellung.
Durch diese Bauweise kann es bei dem bekannten
ίο Impulsgeber bei Druckdifferenzen, die während normaler
Betriebsbedinguiigen auftreten, zu einer unerwünschten
Schaltbewegung des Kolbens kommen. Hierzu ist zu bedenken, daß bei Zweikrcisbremsanlagen
durchaus beträchtliche Druckuntcrschicde in den Bremskreisen auftreten können, was z. B. dadurch
verursacht sein kann, daß eine Bremse schwergängiger ist oder im Laufe der Zeit schwergängiger wird als
die anderen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugründe,
einen hydraulisch betätigten Impulsgeber der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die
während eines normalen Betriebs auftretenden Druckunterschiede in den zwei an dem Impulsgeber
angeschlossenen Druckmittelkreisen nicht zu einer Impulsabgabe und damit Fehlanzeige führen können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Zentrierfedern jeweils zwischen
einem festen Anschlag und einem längsverschieblichen Anschlag angeordnet sind, daß ferner in der Mittellage
des Kolbens die beiden längsverschieblichen Anschläge von den zugehörigen Zentrierfedern
gleichzeitig jeweils in Anlage an einen am Kolben befindlichen festen Anschlag und an einem Anschlag im
Zylindergehäuse gehalten werden.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung können die beiden festen Anschläge für die Zentrierfedern
sowie die längsverschieblichen Anschläge am Kolben vorgesehen sein.
Es ist aber auch möglich, daß die beiden Zentrierfedern auf einer Seite des Kolbens vorgesehen sind
und jeweils gegen einen gehäusefesten Anschlag anliegen und daß ihre beiden längsverschieblichen Anschläge
sich gleichzeitig gegenseitig an einem oder mehreren Anschlägen am Zylindergehäuse und am
Kolben abstützen, wenn der Kolben seine Mittellage einnimmt.
Konstruktiv günstig ist ein Auführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die beiden Zentrierfedern gemeinsam
in einem der beiden Druckräume angeordnet sind.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in folgendem
näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Axialschnitt des Impulsgebers nach
der Erfindung, bei dem die beiden Druckfedern in je ein^m der Druckräume angeordnet sind, und
F i g. 2 einen Axialschnitt durch einen Impulsgeber mit in einem der Druckräume angeordneten Zentrierfedern.
In den Figuren ist das Zylindergehäuse mit 1, der Kolben mit 2, die beiden Zentrierfedern mit 3 und 4
und die beiden Druckräume mit 5 und 6 bezeichnet. Auf dem Kolben 2 sind zwei Dichtringe 7 und 8 angeordnet,
die den mittleren Kolbenteil gegenüber den beiden Druckräumen 5 und 6 abdichten. Dieser
mittlere, zwischen den beiden Dichtringen 7 und 8 liegende Kolbenteil weist eine Ringnut von kegelförmigem
Querschnitt auf, in die ein Schaltstift 9, der in
einer Bohrung des Zylindergehäuses 1 geführt ist. eingreift
und, wenn der Kolben 2 seine Mittcllage einnimmt,
auf dem Grund der Ringnut 10 aufliegt, so daß er bei einer axialen Verschiebung des Kolbens 2 infolge
der schrägen Nutwände aus der Nut 10 herausgehober .vird.
Der Kolben 2 ist auf beiden Seiten mit jeweils zwei
festen Anschlägen 11 12, 13 und 14 versehen, zwischen denen jeweils die beiden Zentrierfedern 5
und 6 und eine Anschlaghülse 15 und 16 angeordnet sind. Die Ividen Anschlaghülsen 15 und 16 sind dabei
so ausgebildet, daß sie, wenn der Kolben 2 seine Mittellage einnimmt, sowohl andern Anschlag 11 bzw. 14
a;n Kolben 2. als auch an den beiden Stirnflächen des Zylindergehäuses anliegen. Über die in den Enden des
Zylindergehäuses 1 angeordneten DruckanschVüsse 17 und 18 sind die beiden Druckräume 5 und 6 an zwei
Druckmittelkreisen, beispielsweise die beiden Bremskreise einer Zweikreisbremsanlage, angeschlossen.
Sind im normalen Betriebsfall die Drücke in den beiden Druckmittelkreisen annähernd gleich, so wird
der Kolben 2 durch die beiden Zentrierfedern 3 und 4 in einer Mittellage gehalten. Geringe betriebsbedingte
Druckschwankungen werden durch die Anordnung der vorgespannten Zentrierfedern 3 und 4 ausgeglichen,
da eine Auslenkung des Kolbens 2 aus seiner Mittellage erst dann erfolgen kann, wenn die aus der
Druckdifferenz resultierende Druckkraft grc3eristals
die Vorspannkraft der entsprechenden Zentrierfeder.
Wird die Druckdifferenz zwischen den beiden Druckmittelkreisen jedoch größer als die Vorspannkraft
der Zentrierfedern 3,4, so wird der Kolben 2 infolge der resultierenden Druckkraft aus seiner Mittellage
verschoben, wobei die in dem Druckraum, in dem der geringere Druck herrscht, angeordnete Zenlrierfeder
gespannt wird. Die andere Zentrierfeder bleibt unwirksam, da sich die Anschlaghülse 15 auf dem festen
Anschlag 1L am Kolben 2 abstützt und vom Kolben 2 in seiner Bewegung mitgenommen wird. Der Schait-
stift 9 wird bei der Bewegung des Kolbens axial verschoben und betätigt das mit ihm verbundene Schaltoder
Steuerorgan. Die beiden Enden 19, 20 des Kolbens 2 sind dabei so ausgebildet, daß sie, nachdem der
ίο Kolben 2 den erforderlichen Schaltweg zurückgelegt
hat, an den Stirnwänden des ZyÜndergehäuses zur Anlage kommen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind zwischen festen Anschlägen 21, 22 und 23 am Zylindergehäuse 1 in dem Druckraum 6 die beiden
Zentrierfedern 3 und 4 mit den beiden Anschlagscheiben 24 und 25 angeordnet. Zwischen den beiden
Anschlagscheiben 24 ui.;i 25, die die Kraft der beiden
Zentrierfedern an dem Anschlag 22 abstützen, befindet sich die fest auf dem Kolben 2 angeordnete Anschlagscheibe
26, die in axialer Richtung annähernd die gleiche Breite wie der Anschlag 22 aufweist. Die
Normallage des Kolbens 2 in entlastetem Zustand ist somit durch die Lage des Anschlags 22 im Zylindergehäuse
1 und der Anschlagscheibe 26 auf dem Kolben 2 bestimmt. Die Funktion dieser Federanordnung
entspricht der der Federanordnung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1. Die beiden Kolbenenden 19
und 20 des Kolbens 2 stellen mit den Stirnwänden des Zylindergehäuses zwei Endanschläge dar, so daß der
Kolben bei Auslenkung infolge einer Druckdifferenz nur um den erforderlichen Weg in der einen oder der
anderen Richtung bewegt werden kann und die dabei
' auftretenden Volumenverluste gering bleiben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber zur Erzeugung eines Schaltirnpulses beim Auftreten
einer vorbestimmten Druckdifferenz zwischen zwei an den Impulsgeber angeschlossenen Druckrnittelkreisen,
insbesondere den beiden Bremskreisen einer Zweikreisbremsanlage, bei dem in
einem Zylindergehäuse ein \on zwei vorgespannten Zentrierfedern in einer Mittellage gehaltener,
schwimmend ungeordneter Kolben vorgeseher: ist, der das Zylindergehäuse in zwei Druckräume unterteilt,
die jeweils an einen der beiden Druckmittelkreise angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Zentrierfedern (3. 4) jeweils zwischen einem festen Anschlag
(12 bzw. 13: 21 bzw. 23) und einem längsverschieblic-hen
Anschlag (15 bzw. 16; 24 bzw. 25} angeordnet sind, daß ferner in der Mittellage des
Kolbens (2) die beiden iängsveiseniebüchen Anschläge
(15 bzw. 16; 24 bzw. 25) von den zugehörigen Zentrierfedern (3 bzw. 4) gleichzeitig jeweils
in Anlage an einen am Kolben (2) befindlichen festen Anschlag (11 bzw. 14: 26) und an einem Anschlag
(22) im Zylindergehäuse (1) gehalten werden.
2. Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
festen Anschläge (12 und 1?) für die Zentrierfedern
(3 und 4) sov.ie die läiigsverrchieblichen
Anschläge (15 und 16) am Kolben (2) vorgesehen sind.
3. Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Zentrierfedern (3, 4) auf einer Seite des Kolbens (2) vorgesehen sind und jeweils gegen einen
gehäusefesten Anschlag (21 bzw. 23) anliegen und daß ihre längsverschieblichen Anschläge (24 und
25) sich gleichzeitig an einem oder mehreren Anschlägen (22) am Zylindergeliäuse und am Kolben
(22) abstützen, wenn der Kolben (2) seine Mittellage einnimmt.
4. Hydraulisch betätigbarer Impulsgeber nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Zentrierfedern (S. 4) gemeinsam in einem der beiden Druckräume (6) anueordnet
sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET0031924 | 1966-08-23 | ||
| DET0031924 | 1966-08-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1655279A1 DE1655279A1 (de) | 1971-03-25 |
| DE1655279B2 DE1655279B2 (de) | 1972-09-14 |
| DE1655279C true DE1655279C (de) | 1973-04-05 |
Family
ID=
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