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DE1645951A1 - Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide

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Publication number
DE1645951A1
DE1645951A1 DE19661645951 DE1645951A DE1645951A1 DE 1645951 A1 DE1645951 A1 DE 1645951A1 DE 19661645951 DE19661645951 DE 19661645951 DE 1645951 A DE1645951 A DE 1645951A DE 1645951 A1 DE1645951 A1 DE 1645951A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thiadiazine
tetrahydro
thione
ethyl
general formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661645951
Other languages
English (en)
Inventor
Traber Dr Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agripat SA
Original Assignee
Agripat SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agripat SA filed Critical Agripat SA
Publication of DE1645951A1 publication Critical patent/DE1645951A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D285/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
    • C07D285/15Six-membered rings
    • C07D285/16Thiadiazines; Hydrogenated thiadiazines
    • C07D285/341,3,5-Thiadiazines; Hydrogenated 1,3,5-thiadiazines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

**fe*%av««v#«A - Dr. F. Zumsfein - Dr. E. Assmcrae Λ η / r Q ΕΊ·
AGRIPAT S.A. Dr.R-Koeniqsberqer 1645951
Dr. R. Koenigsberger
)ipl. Phys. R. Hclzbaue
Patentanwälte Mönchen 2, Bräuhaussfra^e 4/III
CH 4000 Basel 21 (Sqhweiz/Switzerland) Dipl. Phys. R. Heizbauer 2319*
Patentanwälte .
Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-ljS^-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Tetrahydro"-l,3,5Tthiadiazin-2-thione mit wertvollen mikrobiziden Eigenschaften? diese neuen Verbindungen, sowie mikrobizide Mittel, die diese Tetrahydro-l,3,5-thiadiazine als Wirkstoff enthalten» ferner Verfahren zur Bekämpfung von Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) und zum Schütze von organischen Materialien und Gebrauchsgegenständen vor dem Befall durch Mikroorganismen, unter·Verwendung solcher Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thione oder diese Verbindungen enthaltender Mittel und die dadurch geschützten Materialien und Gebrauehsgegenstände.
Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thione der allgemeinen Formel I ■»..-.
- N N-
Ar-X-B-N A-R
in der ,
Ar einen unsubstituierten oder substituierten aromatischen ;
Rest,
B ein niederes aliphatisches Brückenglied mit 2 oder Kettengliedern,
0098 29/1803
R' einen unsubstituierten oder durch eine hydrophile Gruppe substituierten aliphatischen Kohlenwasserstoff rest und
X Sauerstoff, Schwefel, die SuIfinyl- oder Sulfonylgruppe bedeuten,
sind bisher nicht bekannt geworden. Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen wertvolle mikrobizide Eigenschaften, worunter eine fungizide, bakteriostatische, fungistatische und insbesondere bakterizide Wirkung verstanden wird. Die Verbindungen sind wenig toxisch, weitgehend farblos und reizen menschliche Haut und Sehleimhäute nicht. Deshalb lassen sie sich auf den verschiedensten Anwendungsgebieten, wie zum Schützen von organischen Materialien und Gegenständen vor Schädigung und Zerstörung durch Mikroorganismen, ferner als desinfizierende Zusätze zu kosmetischen und hygienischen Mitteln, wie Seifen, etc., einsetzen. Die neuen Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thione sind ferner als Fungizide im Pflanzenschutz geeignet.
In der allgemeinen Formel I bedeutet das niedere aliphatische BrückengHed in erster Linie einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise eine -(GHp)n-Gruppe mit η gleich 2 oder 3 und insbesondere die Aethylengruppe, Unter dem in der allgemeinen Formel I durch Ar dargestellten aromatischen Rest ist in erster Linie ein Phenylrest zu verstehen. Dieser kann unsubstituiert sein oder einen oder mehrere Substituenten enthalten, beispielsweise nicht-ionogene Substituenten, wie Halogen mit einem Atomgewicht unter 100, insbesondere Chlor und Brom, Halogenalkyl, vorzugsweise Trifluormethyl,
009829/1808
niederes Alkyl, wie Methyl, Aethyl, Propyl und Butyl. Als aliphatischen Kohlenwasserstoffrest R kommt vorzugsweise ein niederer Alkyl- oder Älkenyliest, wie z.B. der Methyl-> Aethyl-, ein Propyl- oder Butylrest, sowie der Allyl- oder Methallylrest in Frage, der als hydrophile Gruppe beispielsweise einen Anionen bildenden Substituenten, wie z.B. die Carboxylgruppe, oder eine in Wasser nicht dissoziierende Gruppe, wie z.B. die Hydroxylgruppe aufweisen kann*
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die neuen Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thione der allgemeinen Formel I hergestellt, indem man ein Salz einer Dithiocarbaminsäure der'allgemeinen Formel II
Ar-X-B-NH-C^ (II)
^ SH
indsr Ar, B und X die unter Formel I angegebenen Bedeutungen haben, in beliebiger Reihenfolge mit 2 Molekülen Formaldehyd und einem Molekül eines primären Amins der allgemeinen Formel III ;
RNH2 (III)
in der R die unter Formel I angegebenen Bedeutungen hat, vorzugsweise jedoch mit einem Additionssalz eines solchen Amins mit einer anorganischen oder organischen Säure, umsetzt. Als Salze von Dithiocarbaminsäuren der Formel II werden beispielsweise die Alkali- oder Erdalkalisalze oder die Salze eines tertiären Amins verwendet.
009829/1808
Gemäss einer Variante dieses Verfahrens werden die Salze der Dithiocarbaminsäure zunächst in die freie Säure übergeführt und dann mit Formaldehyd und einem Amin der Formel III umgesetzt.
Die beschriebenen Verfahren werden vorzugsweise in Gegenwart eines gegenüber den Reaktionsteilnehmern inerten Lösungsmittels, insbesondere von Masser, durchgeführt.
Die Salze der Dithiocarbaminsäure der allgemeinen Formel II werden durch Umsetzen von Aminen der allgemeinen Formel IV ■
Ar-X-B-NH2 (IV)
in der Ar? B und X die unter Formel I angegebenen * Bedeutungen haben, vorzugsweise β-Phenoxy- und
ß-Phenylthio-aethylamine mit Schwefelkohlenstoff, in Gegenwart einer Base, wie z.B. der Hydroxyde der Alkali- oder Erdalkalimetalle, der Alkalicarbonate oder eines tertiären Amins, hergestellt. " ■ Im erfindungsgemässen Verfahren können als Amine
der allgemeinen Formel III beispielsweise die folgenden • . verwendet werden: Methylamin, Aethylamin, n-Propylamin,
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Isopropylamin, n-Butylamin, Isobutylarain, sec. Butylamin, tert.Butylamin, Allylamin, Aethanolamin, Propanolamin, a-Amino-essigsäure, ß-Aminopropionsäure und γ-Aminobuttersäure. Die Amine der Formel III werden vorzugsweise in Form ihrer neutralen Salze, wie z.B. ihrer Chlorhydrate, Sulfate, Phosphate, Acetate usw., in die Reaktion eingesetzt.
Die Herstellung von in 3,5-Stellung symmetrisch oder unsymmetrisch substituierten Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thionen ist bekannt. [VgL DAS 1 145 624, DAS 1 149 014j A. Rieche et al. Arch.Pharm. £96. (1963) Seiten 641 und 77o]. Es wurden aber noch keine unsymmetrisch substituierten Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin~2-thione beschrieben, die in 3-Stellung einen Aryloxyalkyl-, Arylthioalkyl-, Arylsulfoxialkyl- oder Aryisulfonylalkylrest, und in 5-Stellung einen aliphatischen Rest aufweisen.
Die Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thione der allgemeinen Formel I zeigen in dem von Leonard und Blackford ausgearbeiteten Agar-Incorporations-Test (Prüfung des Bakterien- und Pilzwachstums auf Agar, dem die Wirkstoffe in verschiedenen Konzentrationen einverleibt sind) gegenüber Mikroorganismen, wie Bakterien, z.B. grampositiven und gramnegativen Bakterien und Pilzen, wie z.B. Aspergillus niger, Peniclllium italicum, Fusarium oxysporum, Candida albicans, Acrostalagmus spec, eine vorzüglich wachstumhemmende Wirkung, weshalb sie zum Schützen von organischen Materialien aller Art vor der Zerstörung und Schädigung durch Bakterien
009829/1808
und Pilze besonders geeignet sind. Die Wirkstoffe sind fer-' ner wegen ihrer geringen Toxizität in der Hygiene und Kos-' metik verwendbar. Für den Schutz von organischen Materialien, werden die Wirkstoffe der allgemeinen Formel I entweder in das Material eingearbeitet oder dieses wird mit Wirkstoff lösungen oder Wirkstoffdispersionen imprägniert. Auf diese Weise lassen sich" keratinisehe Materialien, wie Häute, Leder, Wolle sowie Materialien auf Cellulosebasis, wie Holz, Cellulose, Papier? Baumwolle, ferner Zubereitungen, wie Schleime, Druckverdicker aus Stärke- und Cellulosederivaten, OeIe aller Art, Behandlungsflotten für Papier- und Textilien, Kunststoffe und synthetische Materialien aller Art usw,, vor dem Befall durch solche Mikroorganismen schützen=.
Für die Hygiene und Kosmetik werden die Wirkstoffe in Reinigungsmittel, wie in Seifen und in kosmetische Mittel, wie Salben, Cremen, Desodorantien, eingearbeitet. Für Lösungen zur Materialimprägnierung kommen insbesondere organische Lösungsmittel, wie Petrolfraktionen, Alkohole, Aether, wie Aethylenglykolalkyläther, in Frage. Diesen Lösungen können für den Materialschutz geeignete oberflächenaktive Substanzen, wie Emulgatoren und andere Verteilungsmittel Usw., zugesetzt werden, wodurch man zur Materialimprägnierung geeignete Dispersionen erhält. Der Wirkstoffgehalt in solchen Lösungen oder Dispersionen beträgt mindestens 0,1 g/Liter.
In allen Anwendungsformen, seien sie nun für technische, kosmetische oder hygienische Anwendungsbereiche bestimmt, können die Wirkstoffe der allgemein Formel I allein oder
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zusammen mit anderen bekannten mikrobiziden Wirkstoffen angewendet werden.
Sie können z.B. mit halogenierten Salicylsäurealkylamiden und -aniliden, mit halogenierten Diphenylharnstoffen, mit halogenierten Benzoxazolen oder Benzoxazolonen, mit Polychlorhydroxydiitenylmethanen, mit Halogendihydroxy-diphenylsulfiden, mit halogenierten Hydroxydiphenylaethern, mit 2-Imino-imidazolidinen oder -tetrahydropyrimidinen oder mit quaternären Vebindungen oder mit gewissen Dithiocarbaminsäurederivaten, wie mit Tetramethyl thiuramdisulf id, kombiniert werden. Gegebenenfalls können auch Trägerstoffe mit günstiger Eigenwirkung, wie z.B. Schwefel, als Pudergrundlage oder Zinkstearat als Komponente von Salbengrundlagen, verwendet werden.
Anhand des nachfolgenden Beispiels wird die Herstellung von Tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thionen der allgemeinen Formel I beschrieben. Teile bedeuten, sofern nichts anderes vermerkt ist, Gewichtsteile. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
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Beispiell
Zu einer aus 10,6 Teilen Natriumcarbonat, 13,7 Teilen ß-Phenoxyäthylamin und 7,6 Teilen Schwefelkohlenstoff hergestellten Lösung des Natriumsalzes der N-ß-Phenoxyäthyl-dithiocarbaminsäure in 1000 Teilen Wasser werden 9,5 Teile Isopropylamin-Hydrochlorid und 16,7 Teile einer ca. 36$igen wässrigen Formaldehyd-Lösung gegeben. Das milchig' weisse Reaktionsgemisch wird 12 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Dann trennt man die nunmehr kristalline Fällung ab, trocknet sie im Vakuum und kristallisiert sie mehrmals aus Methanol um. Das 3-(ß-Phenoxyäthyl)-5-isopropyl-tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2rthion hat den Fp: 85-87°.
Auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise werden unter Verwendung aequimolarer Mengen der entsprechenden Ausgangsstoffe, Salze der Dithiocarbaminsäure der Formel II hergestellt und diese mit Formaldehyd und dem Chlorhydrat des entsprechenden Amins der Formel III zu neuen Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen umgesetzt, die in der folgenden Tabelle aufgeführt sind:
Verbindung Schmelzpunkt - 92°
3-(ß-Phenoxy-äthyl)-5-methyl-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thion
90 - 84°.
3-(ß-Phenoxy-äthyl)-5-äthyl-tetrahydro-
1,3,5.-thiadiazin-2-thion
82 -146°
3-(ß-Phenylthio-äthyl)~5-methyl-tetra-
•hydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
145 -114°
3-(ß-Phenoxy-äthyl)-5-carboxymethyl-
tetrahydro-1,3, 5-thiadiazin-2-thion
113 -166°
3_[ß_(2'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-methyl-
tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
165 -118°
3-[ß-(2'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-äthyl-
tetrahydro-l,3,5-thiadiasin-2-thion
117 - 85°
3-[ß-(2'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-iso-
propyl-tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion
84 -137° !
I
3-[ß-(2·-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-φ '-
hydroxyäthyl)-tetrahydro-l, 3,5-thiadiazin-
2-thion
136 135°
3-[ß-(2'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-carboxy-
methyl -te tr ahydr o-l , 3,5-thiacliazin-2-thion
-120°
3-[ß-(4'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-methyl-
tetrahydro-1,3 j 5-thiadiazin-2»thion
119 -159°
3-[ß-(4!-Chlorphenoxy)-äthyl].5-äthyl-
tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
157 -1090
3-[ß-(4'-Chlorphenoxy)-äthyl]-5-isopropyl-
tetrahydro-1,3,5»thiädi&siXi-2f thlon
108
öö 9STlTTfW"
- IP -
Verbindung
Schmelzpunkt
3- [ß-( 4 ' -Chi or phenoxy) -äthyl ]-5-(ß '-hydroxyäthylA tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(4'-Chlorphenylthio)-äthyl]-5-methyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(4'-Chlorphenylthio)-äthyl]-5-p' -hydroxyäthyl)-tetrahydro-l ,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(2·,4'-Di chlorphenoxy)-äthyl]-5-methyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(2·,4' -Di chlorphenoxy) -äthyl ]-5-äthyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(2',4'-Dichlorphenoxy)-äthyl]-5-isopropyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3- [ß-(2 ·, 4' -Di chi or phenoxy.).-äthyl ]-5-
(ß ' -hydr oxyäthyl)- te tr ahydro-1,3,5-thiadiazin-
2-thion
3-[ß-(3',4'-Dichlorphenoxy)-äthyl]-5-methyltetrahydro-l,3,5-thxadiazin-2-thion
3-[ß-(3',4·-Dichlorphenoxy)-äthyl]-5-äthyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(3',4'-Dichlorphenoxy)-äthyl]-5-isopropyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(3'-Trifluormethyl-4!-chlorphenylthio)-äthylJ-5-methyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-
2-thion
3- [ß-(3'-Trifluormethyl-4'-chlorphenylthio)-äthyl j-5-φ' -hydroxyäthyO>-tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(4'-Methylphenylthio)-äthyl3-5-φ '-
hydroxyäthyD-tetrahydro-1,3,5~thiadiazin-2-thion
3- [ß-( 4f -Chlorphenylthio) -äthyl ]-5-(ß .· -carboxy- -■thy3)-tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion -
117° 126°
107°
192°
-133°
128 -130° I
135° -154° 122° 127°
140°
119° - 93°
-154°
009829/1908
Verbindung
3-[β-(4'-Bromphenylthio)-äthyl]-5-n-butyltetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion-
3_[ß-(4t-Bromphenoxy)-äthyl]-5-allyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-(Y-Phenoxypropyl)-5-methyl-tetrahydro^ l,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[γ-(4'-Chlorphenqxy)-propyl]-5-methyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[γ-(4'-Bromphenoxy)-propyl]-5-methyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[Y-(4'-n-Butyiphenoxy)-propyl]-5-methyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-(ß-Phenylsulfinyläthyl)-5-methyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(3·-Trifluormethyl-4'-chlorphenylsulfinyl)-äthyl J -5-iß' -hydroxyäthyl)-tetrahydro-l, 3,5-thiadiazin-2-thion
3-[ß-(21,4'-Dichlorphenylsulfonyl)-äthyl]-5-isopropyl-tetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion
3_[ß„(41-Methylphenylsulfonyl)-äthyl]-5iß'-hydroxyäthyli-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion
009829/1808
Die mikrobizide (antimikrobielle) Wirkung einiger erfindungsgemässer Verbindungen wurde in den folgenden Versuchsanordnungen geprüft und ihre Wirkungsbreite ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich.
1) Die Wirkung auf Bakterien wurde an den nachstehenden Bakterienstämmen getestet: Staphylokokkus aureus SG 511, Bacillus pumilus, Sarcina ureae .
Als Testmethode diente der "Agar Incorporation Test" nach Leonard und Blackford: Nutrient Agar-Platten mit 100, 30, 10 und 3 ppm Wirksubstanz (ppm bedeutet Teile Wirkstoff pro 10 Teile Verdünnungsmittel) werden mit Lösungen der obgenannten Stämme beimpft und 2 χ 24 Stunden bei 37° bebrütet. In der folgenden Tabelle sind die das Wachstum der einzelnen Stämme hemmenden Grenzkonzentrationen aufgeführt:
I Verbindung Staph.aureus -
SG 511
Bac.
pumilus
Sar.
ureae
3-(ß-Phenoxy-äthyl)-5-
isopropyl-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thion
30 30 100
3-[β-ζ4·-Chior-phenoxy)-
äthylJ-5-methyl-tetra-
hydro-1,3,5-thiadiazin-
2-thion
30 30 100
: 3-[ß-(2'-Chlor-phenoxy)-
äthylJ-5-isopropyl-tetra-
hydro-l,3,5-thiadiazin-
2-thion
30 100 • 30
3-[ß-(2'-Chlor-phenoxy)-
ä t hy 1J - 5 - (β i-hy dr oxy -
äthyl)-tetrahydro-1,3,5-
thiadiazin-2-thion
10 30 100
Ό09829/1808
!Verbindung Stapluaureus
SG 511
Bac.
pumilus
Sar.
ureae
3-[β-(4'-Chlor-phenoxy)-
äthylJ-5-carboxy-methyl-
cetrahydro-l,3,5-thia-
diazin-2-thion
30 30 30
3-(β-Phenylthioäthyl)-
' 5-methyl-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thion
30 30 100
3-[ß-(4·-Chlrophenylthio-
; äthyl ]'-5- (β ' -hydroxy-
5äthyl)-tetrahyäro-1,3,5-
?thiadiazin-2-thion
10 30 100
[:_[ß_(4·-Chlorphenyl-
|öhio)-äthyl]-5-(ß'-carboxy-
jäthyl)-tetrahydro-l,3,5-
itiiiadiazin-2-thion
10 30 100
2) Die Wirkung auf Pilze wurde an den nachstehenden Pilzstämmen getestet: Aspergillus niger, Penicillium italicum, Fusarium oxysporum, Candida albicans, Acrostalagmus spec.
Als Testmethode diente der "Agar Incorporation Test" nach Leonard und Blackford: Nutrient Agar-Platten mit 100, 30, 10 und 3 ppm Wirksubstanz (ppm bedeutet Teile Wirkstoff pro 10 Teile Verdünnungsmittel) werden mit Lösungen der obgenannten Stämme beimpft und 3 χ 24 Stunden bei 28° bebrütet. In der folgenden Tabelle sind die das Wachstum der einzelnen Stämme hemmenden Grenzkonzentrationen aufgeführt:
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Verbindung Asp.niger >100 Pen.
italicum
Fus.
oxysporum
Cand.
Albican.
Acr.
3 spec.
3-'( β -Phenoxy -äthyl) -5-
isopropyl-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thio*|
30 3 30 30 3
3 - [ β i 4' -,Chi or -phenoxy ) -
äthyl]-5-methyl-tetra- .
hydro-l,3,5-thiadiazin-
2-thion
loo ■ 10 30 30 30
3-[ß-(2'-Chlor-phenoxy)-
äthylJ-5-isopropyl-
■ "cetrahydro-1,3,5-
thiadiazin-2-thion
100 10 30 30 30
3- [ß-(2 '-Chlor-phenoxy)-
äthyl]-5-(ß-hydroxy-
'äthyD-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thion
100 30 30 30 j
100
3-[ß-(4'-Chlor-phenoxy)-
äthylJ-5-carboxy-
methyl-tetrahydro-1,3,5-
thiadiazin-2-thion
100 10 30 30 ί
ίο ι
3-(ß-Phenylthio-äthyl)-
5-raethyl-tetrahydro-
1,3,5-thiadiazin-2-thion:
i
100
10 30 30 10
3-[ß-(4'-Chlor-phenyl- |
thio) -äthyl ] - 5-L ß-hydrox«-
äthyl]-tetrahydro-l,3,5-|
thiadiazin-2-thion I>100
10 30 100 3
3-[ß-(4'-Chlor-phenyl-
thio)-äthyl]-5-carboxy-
äthyl-tetrahydro-i,3,5-
thiadiazin-2-thion
30 30 30 30 j
j
009829/1108
_ 15 -
Die folgenden Äufarbeitungsformen dienen zur Veransehaulichung der vorliegenden Erfindung; soweit nichts anderes vermerkt, bedeuten Teile Gewichtsteile.
Beispiel I
In einer Lösung bestehend aus 50 Teilen Dimethylformamid und 5Ö' Teilen Aethylenglykolmonomethyläther werden 5 Teile 3-[ß-(4'-Chlorptienoxy)-äthyl]-5-(ßl-hydroxyäthyD-tetrahydrö-l,3,5-thiadiazin-2-thion gelöst. Dieser Lösung werden 5000 Teile einer Dispersionsfarbe mit weissem Pigment, die auf der Basis von copolymerem Polyvinylacetat als Binder hergestellt ist und ca. 50 $ Festkörperanteil enthält, zugegeben. Die erhaltene 0,1 # Wirkstoff enthaltende streichfertige Farbe ist gegen Bakterienbefall unempfindlich.
Beispiel II
Zur Herstellung einer Seife werden 76-76,5 Teile Talg-Seife
0,5-1 " Wirkstoff, z.B. 3~(ß-Phenoxyäthyl)-5-methyltetrahydro-l,3,5-thiadiazin-2-thion
15,000 π Kokos- oder Plamker
0,010 I! freies Alkali (bere
6,065 11 Wasser
1,000 π Riechstoff
0,200 . II optischer Aufheller
0,050 . ti Farbstoff
0,125 11 Titanweiss
0,050 11 Sequestren ST
0,500 11 Glycerin
009829/1808
miteinander vermischt. Die so hergestellte Seife weist eine mikrobizide Wirkung auf.
009829/1808

Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Tetrahydrol,3,5-thiadiazin-2-thionen der allgemeinen Formel I
VS
T I (I)
,Ar-X-B-N N-R
in der
Ar einen unsubstituierten oder substituierten aromatischen Rest,
B ein niederes aliphatisches Brückenglied mit
2 oder 3 Kettengliedern,
R einen unsubstituierten oder durch eine hydrophile Gruppe substituierten aliphatischen Kohlenwasserstoff rest und
X Sauerstoff, Schwefel, die SuIfinyl- oder Sulfonylgruppe
bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salz einer Dithiocarbaminsäure der allgemeinen Formel II
Ar - X - B - NH - C ' (II)
SH
in der Ar, B und X die oben angegebenen Bedeutungen haben, in beliebiger Reihenfolge mit 2 Molekülen Formaldehyd und
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einem Molekül eines Amins der allgemeinen Formel III
RNH2 (III)
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, oder ein Additionssalz eines Amins der Formel III mit einer anorganischen oder organischen Säure, umsetzt.
2.· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Dlthiocarbaminsäuresalz der allgemeinen Formel II verwendet, in der B die Aethylen Gruppe bedeutet,
3. Mittel zur Bekämpfung von Mikroorganismen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem Tetrahydrol,3,5-thiadiazin-2-thion der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I,
4. Mittel nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem Tetrahydro-ljS^-thiadiazin-2-thion der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I, in der B die Aethylengruppe bedeutet.
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DE19661645951 1965-12-29 1966-12-28 Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide Pending DE1645951A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1802665A CH457459A (de) 1965-12-29 1965-12-29 Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1645951A1 true DE1645951A1 (de) 1970-07-16

Family

ID=4429873

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661645951 Pending DE1645951A1 (de) 1965-12-29 1966-12-28 Verfahren zur Herstellung von Tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thionen und ihre Verwendung als Mikrobizide

Country Status (6)

Country Link
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