DE1645275A1 - Verfahren zur Herstellung von Spinnloesungen aus Acrylnitrilpolymeren oder aus Mischpolymeren mit hohem Acrylnitrilgehalt - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Spinnloesungen aus Acrylnitrilpolymeren oder aus Mischpolymeren mit hohem AcrylnitrilgehaltInfo
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Description
β«, IKO
»rrt
■' -SNIA VISCOSA SOCIETA1NAZIOIiALE INDUSTRIA APPLICAZIONI VISCOSA
Via Cernaia,8 - Mailand, Italien L FALL 021
betreffend
Dr. Expl.]
Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen aus Aorylnitrilpolymeren oder aus Mischpolymeren mit hohem Aorylnitrilgehalt,
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen aus Polyacrylnitril oder aus Mischpolymeren
mit hohem Acrylnitrilgehalt, insbesondere mit einem Aorylnitrilgehalt von mehr als 85$. Xm besonderen betrifft die Erfindung ein Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Polymer·« b»w, Misohpolymerlösungen auf der Basis von Acrylnitril
in Dimethylformamid unter kontrollierten Temperaturverhaltnis«·
sen, welche Spinnlösungen besondere Vorteile sei es hinsieht«»
lieh des Molekulargewichtes des Misohpolymeren, sei es hin«·
sichtiiioh der Güte der aus ihnen erhaltlichen Spinnfäden, be«
sonders was ihren Weissegrad anbelangt, aufweisen· Das erfindungsgemässe Verfahren kann allgemein als eine Vervollkommnung und Weiterbildung von bekannten Verfahren, wie
jenes nach der italienischen Patentschrift 501 67k, angesehen
werden» Xn dieser Patentschrift wird die Herstellung von Spinnlösungen durch Auflösung des Monomeren in einem LÖsungs*
mittel, welches geeignet ist, auch das entsprechende Polymere zu lösen, und durch darauffolgende Durchführung der Poly«
merisation in Gegenwart eines Peroxyde als Katalysator be«
ansprucht, Geraäes diesem älteren Patent wurde das Acrylnitril
unmittelbar im Lösungsmittel polymerisiert, welches nach einem der Beispiele des Patentes als Dimethylformamid ang·*· :
geben war*
~1- 0OÖ811/1ßU
Diese bekannten Verfahren besasaen anderen Verfahren gegenüber Vorteile, denen gemäss wKasrige Acrylnitrildispersionen
oder·* emulsionen verwendet wurden»
Es ist ferner bekannt, das« «an Spinnfaden mit einem PoIyaorylnitrilgehalt von mehr als 85^6 herstellen kann, die - geeignete Textil·· und FMrbeigenshhaften besitzen, welche beispielsweise durch Verwendung basischer Farbstoffe erhalten
werden* In diesen Fallen verwendet man jedoch nicht Acrylnitril allein, sondern ternftre Mischungen von wohl bestimmter
Zusammensetzung bestehend aus Acrylnitril und aus Estern der
Acryl- und Metaoryla&ure und Vinylmonomerβ, die Sulfonkeme
enthalten.
Um die Voraussetzungen der Erfindung besser verständlich, zu
machen, sei auf den Inhalt des Beispiels 3 des vorerwähnten italienischen Patentes 501 67% hingewiesen. Das in diesem Beispiel beschriebene Polymerisationsverfahren wurde unter Verwertung von im wesentlichen 35 Gew#^ des gesamten Monomeren
der Mischung durchgeführt.
Setzt man bei diesen bekannten Verfahren die Umwandlung bis
über 60$ etwa des Monomeren fort, dann kann man Polymere mit
einem Molekulargewicht erhalten, das nicht vollkommen für das Verspinnen geeignet und niedriger als 40.000 ist. Die endgültigen Lösungen des Polymeren waren ferner ziemlich dunkel
und führten zu Spinnfäden, welche nicht die wünschenswertesten Eigenschaften der weiese beaassen.
Ss ist auch bekannt« dass bei den genannten Polymerisationen
oder Mischpolymerisationen die Reaktion eine bestimmte Ein«· satztsmperatur benötigt, welche um 6o° liegt» Die Reaktion
1st stark wlrmeentwiokelnd, so dass die Temperatur der rea-
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gierenden Masse dazu neigt anzusteigen. Dieser Erscheinung
zufolge ist es schwierig, die Umwandlung des bzw. der in das Reaktionsgefäss eingebrachten Monomeren zu kontrollieren und zu begrenzen'und folglich das gewünschte und für
das Spinnen geeignete Molekulargewieht des Polymeren zu erhalten? Der Reaktionsverlauf ist somit unter den vorbestimmten Bedingungen nicht genau wiederholbar·
Venn man Moschpolymere herstellt, die Natriumallylsulfonat
enthalten, dann besitzen ferner die nach den bekannten Verfahren erhaltenen Spinnfäden keine genau konstanten Textil-
und Färbeigenschaffcen, insbesondere schwankt der Gehalt an
Natriumallylsfilfonat, das eines der am meisten verwendeten
Vinylsulfonatmonomere ist, um die besten Färbeigenschaften
der FEden zu erzielen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass
gewöhnlich technischem Natriumallylsulfonat in Pulverform verwendet wird, welches zusammen mit den anderen erforderlichen '
Stoffen in das Reaktionsgefftee eingebracht, Rückstände erzeugt,
die in den erhaltenen Mischpolymerlosungen unlöslich sind. Diese Losungen sind trüb und es ergeben sich Schwierigkeiten beim
Verspinnen, die erhaltenen Spinnfaden besitzen keine gleichbleibenden Anteile an Natriumallylsulfonat und gleiohe Textil-
und Farbeigenschaften. Bekanntlich führt ein Anteil an Natrium-Allylsulfonat, der geringer oder grosser als ein wohl bestimmter, kritischer Anteilsbereich ist (welcher mit 1,5-1,6$ angegeben werden kann), zu Schwierigkeiten und betrachtlichen
Unterschieden in der Fähigkeit, die Farbstoffe zu fixieren. Insbesondere führen niedrigere Anteile als die kritischen
Anteile zu einer völlig ungenügenden Färbung. Es wurde festgestellt, dass die Verwendung von technischem NatriumalIyI-
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ORIGINAL INSPECTED
sulfonat in Pulverform, das als solches in die zu mischpolymerisierende
Masse eingebracht wird, z* Schwankungen des Anteile dieses Salzes bei verschiedenen Proben fuhrt, die auch
mehr als 0,5?" betragen können, wahrend es zur Erzielung einer
wünschenswerten Produktionsgleichförmigkeit von Spinnfäden mit guten und gleichbleibenden Färbeigenschaften zweck»
massig wäre, dass diese Schwankungen nicht grosser als 0,1$
oder höchstens 0,2$ sind.
Erfindungsgemass wurde überraschenderweise festgestellt, das«
man Polymere oder Mischpolymere erhalten kann, deren mittleres Molekulargewicht weitaus grosser als jenes der bisher erhältlichen
Polymeren ist, d.h. in der GRBssenordnung von 60.000-65.OOO,
wenn man den in der Masse enthaltenen Monomeranteil mindestens bis auf 50-60$ erhöht und den Umwandlungsprozess
hingegen bei Werten in der Grössenordnung von 30-^0$ an umgewandelten
Polymeren anhält (d.h. in der Praxis wenn man den Prozess unterbricht, wenn nicht mehr als 1/3 der in der Masse
vorhandenen Monomeren von der Umwandlung betroffen wurden). Wenn die Spinnlösung aus einem Acrylnitrilmischpolymeren besteht,
das NatriumalIyIsulfonat enthält, dann erhält man gemäse
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung helle und
homogene Spinnlösungen, aus denen man Fäden mit konstanten
Textil- und Färbeigenachaften bekommt. Diese Ergebnisse stellen
bekanntlich eine beträchtliche Verbesserung der Güte der
erzeugten Fäden dar.
Eine weitere beträchtliche GUteverbesserung erzielt man, nachdem,
man aus den durch diese verfrühte Unterbrechung der Umwandlung erhaltenen Polymeren Spinnfäden bekommt; welche nicht·
die oben angeführten negativen Eigenschaften einer echädli-
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chen Färbung aufweisen, sondern vielmehr einen erheblich
grösseren Ueissegrad besitzen«
Um die erfindungsgemllss vorgesehenen Bedingungen anzuwenden und zu verwirklichen ist es erforderlich, mindestens 50-60$
des Monomeren bzw« der Monomeren bezogen auf das Gesamtgewicht der zu polymerisierenden Mischung in das ReaktionsgefSss
einzubringen. Wenn als Monomeres auoh Natriumallyl-. sulfonat vorhanden ist, da»a ist es ferner vorzuziehen, dasselbe
den anderen Monomeren in Dimethylformamid gelöst in Form einer klaren Lösung in Dimethylformamid zuzugeben« Diese
klare Lösung erhalt man durch Lösung des Natriumallylsulfonats
in Dimethylformamid insbesondere bei etwa 50° um eine Konzentration von etwa 5-6^i zu erhalten« Diese Lösung wird sodann
filtriert und das Filtrat wird wie oben angegeben verwendet«
Die so zubereitete Mischung des bzw« der in Dimethylformamid gelösten Monomeren, welche gegebenenfalls Zusatzstoffe enthält,
wird bis auf eine Temperatur, insbesondere 60°C erwärmt, bei der die Reaktion einsetzen kann» Einer bevorzugten Ausführungsfonn
der Erfindung gemttss wird diese Temperatur erreicht, indem
die Umgebung unter Unterdruck gehalten wird, insbesondere unter dem Restdruck von 400 mm Hg, bei w dem nach Erreichen
der Temperatur von 60° die Mischung zu Sieden beginnt. Sobald
diese Zustünde erreicht sind, wird der Katalysator in die erwärmte
Masse eingebracht und gleichzeitig wird die Erwärmung unterbrochen. Zufolge der vorher erreichten Temperatur setzt
die Reaktion sofort ein. Die sich durch die Reaktion.entwickelnde Wärme kann Jedoch die Temperatur der Masse nicht weiter erhöhen,
da diese WKrtae nach einer bekannten Erscheinung von der
Umwandlung des physikalischen Zustande« der Bestandteile ν der
Masse absorbiert wird, welch® bei dem angegebenen Barometer-
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druck stattfindet.
Die Anwendung dieses Prinzips im Rahmen der Erfindung ist zufolge der Ermittlung des Druckbereiches möglich, in dem das
Siedent. der besonderent verwendeten Mischung stattfindet,
deren Bestandteile für sich Verschiedene Siedetemperaturen besitzen* Di«se Bestandteile werden nach dem Verdampfen ausserhalb des Reaktionsgefässes kondensiert und in abgekühltem
Zustand in das Reaktionsgefass zurückgeleitet.
Da in der Mischung niedrigsiedende Bestandteile vorhanden sind, verändern sich offenbar im Laufe des Fortsehreitens der
Reaktion die Anteilsveghaltnisse dieser Bestandteile.
Es wurde jedoch festgestellt, dass die WärmeSchwankungen der
Masse nioht grosser als 5°C siri, wenn im Reaktionsgefass der
oben angegebenei.Druck von 400 mm aufrechterhalten wird, so
dass sich der gesamte Reaktionsprozess bei Temperaturen zwischen 60° und 650C abspielt, d.h. unter Bedingungen, bei denen sich
die Umwandlung mit einer bestimmten zeitlichen Progression regulär vollzieht, so dass die Möglichkeit beibehalten bleibt,
den Polymerieationsprozess nach einer bestimmten Zeit nach
Reaktionsbeginn zu unterbrechen und Lösungen zu erhalten, in denen ein wohl bestimmter Monomeranteil umgewandelt ist.
Die Durchführung des Verfahret« nach der Erfindung wird anhand
der folgenden vier typischen Beispiele näher erläutert.
In ein gläsernes Reaktionsgefass mit Z 1 Pas sung elf ermögen und
k Hälsen, das mit einem Ankerrührwerk, Thermometer, Rückflusskühler und Stickstoffzuleitungerohr versehen ist und in dem
ein Thermostat angeordnet ist, werden
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1) 6θ5 g Dimethylformamid,
2) 3#25g Natriumallyfceulfonat,
3) 590 g destilliertes Acrylnitril,
k)
15 g destillierte« Methylmetacrylat
eingebracht«
Vor dem Einbringen dieser Stoffe wird das Reaktionsgefase mit
einem Stickstoffstrom gewaschen, der auch nach dem Einbringen
der Stoffe und wftlirend der Gesamtdauer der Polymerisation kontinuierlich, jedoch langsamer durchströmen gelassen wird.
Die Masse wird langsam gerührt bia sie eine Temperatur von 580C erreicht.
Dann wird der Peroxydkatalyeator, insbesondere 2,8g Laurylperoxyd eingebracht. Vorzugsweise wird dieses Peroxyd vorher
bei 50°C in 50 g Dimethylformamid gelöst, welche bei der Gewi chtsbewertung des oben angegebenen Inhaltes einen Teil der
605 g des zu Beginn eingebrachten Dimethylformamids darstellen. Insgesamt sind somit in das Reaktionsgef&ss 1216 g
Stoffe eingebracht, von denen die Monomere 5O^ ausmachen. Dieser Monome rant, eil könnte auch durch geeignete Dosierung der anfänglich eingebrachten Stoffe bis auf 60$ erhöht werden.
Nach 20 Minuten ist die Innentemperatur auf 610C angestiegen,
was den erfolgten Polymerisationseinsatz anzeigt«
Nach weiteren 20 Minuten ist die Temperatur weiter Auf 62°C angestiegen und die Masse ist völlig trüb.
Nach insgesamt 4-sttindiger Polymerisation, wahrend welcher die
Innentemperatur durch entsprechende Einregelung des Rührens auf 60-650C gehalten wird, ist die Masse teigig und dickflüssig und neigt dazu, das RU^krwerk zu blockieren.
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Diese Masse besteht ungefähr aus 155° Polymeren, 35$ Monomeren und 50$ Dimethylformamid.
Es werden nun weitere 55Og kaltes Dimethylformamid eingebracht,
wodurch die Polymerisation unterbrochen wird und die Wiederaufnahme des Rührens gestattet wird, so dass das wirksame, regelraässlge Rühren fortgesetzt werden kann«
Nach etwa einer Stunde sind in der mit äusserster Stärke gerührten Masse alle Klumpen verteilt und beseitigt und man erhält eine homogene flüssige Masse, die leicht destillierbar *
ist* Ihr Gewicht beträgt I766 g und sie gesteht etwa aus 11,5$
Polymere«, aus 22,5$ Monomeren und aus 66$ Dimethylformamid·
Die Masse wird im Vakuum bei,6O0C destilliert, um das nicht
polymerisiert© Acrylnitril und Methylmetaorylat zu beseitigen
und rückzugewlnnen« Nach 2-stündlger Destillation sind diese Monomeren völlig beseitigt und man erhält 125Og einer 16,5$-igen
Mischpolymer18sung.
Diese Lösung ist klar und zitronengelb, d.h. viel klarer ale die
nach den bisher bekannten Verfahren erhaltenen Lösungen. Sie ist somit zur Herstellung von Spinnfäden mit verbesserten Veisseeigenschaften geeignet.
Man erhält 20 la Mischpolymer, was beweist, dass die Umwandlung
der Monomere innerhalb von Grenzen von etwa 33$ gehalten wur·»
de. Das mittlere Molekulargewicht des so erhaltenen Polymeren beträgt 65.OOO.
Aus diesem Polymeren sind Spinnfäden erhältlich, die einen zufriedenstellenden Grad optischer Veisse besitzen.
Es versteht sich, dass das erfindungsgemässe Verfahren unter
Verwendung anderer Mittel und Apparate verwirklicht werden kann, wenn man nur im wesentlichen die oben dargelegten und insbesondere nachfolgend definierten Bedingungen einhält, ohne dabei
den Bereich der Erfindung zu verlassen.
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Aus obigen Darlegungen ergibt sich ohneweitere» wie es das verbesserte Verfahren naoh der Erfindung gestattet, ein
Polymeres zu erhalten, welches dank seines geeigneten mittleren Molekulargewichtes und dank seines Grades der Weisse besonders
günstige Qualitäten zum Spinnen besitzt und welches sich in einer verbaltnismäsaig kurzen Zeit (in der Grössenordnung
von k Stunden) herstellen lässt, was mit anderen bekannten Verfahren nicht möglich wäre.
Ferner 1st *neichtlich, dass man, wenn hingegen mit niedrigeren
Temperaturen und mit geringeren Monomerkonzentrationen gearbeitet würde, Verfahren heranziehen müsste, die viel länger
dauern, um für die Erzeugung von Spinnfäden geeignete Molekulargewichte zu erhalten. Arbeitet man beispielsweise bei Temperaturen
in der Grttssenordnung von 45««50ο0, dann würde das Verfahren
ungefähr 48 Stunden benötigen»
BEISPIEL 2
BEISPIEL 2
In ein gläsernes Reaktionsgefäss mit 2 1 Fassungsvermögen und
k Hälsen« das mit einem Ankerrührwerk, Thermometer, Rückflusskühler
und Stickstoffzuleitungsrohr versehen ist, und das in
einem Wasserthermostaten bei 650G angeordnet ist, werden dir
Reihe nach, zwei getrennt· StoffzusammenSetzungen eingebracht,
und swart
1) eine Mischung bestehend aus
454 g destilliertes Dimethylformamid,
590 g destilliertes Acrylnitril»
15 g destilliertes Methylmetacrylat,
0,12g Thiohamatoffbioxyd,
2) 108 g einer 65^-igen NatrinmalIyIsulfonatlösung in Dimethylformamid,
die warm zubereitet und filtriert wurde«
Die Masse wird langsam gentthrt und erwärmt, wobei im Inneren
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des Reaktionsgefässes bis zum Erreichen einer Innentemperatur von 60°C ein Vakuum von 36O mm Hg erzeugt wird. Ee werden
dann 2,8g Laurylperoxyd, in 50 g Dimethylformamid bei 60°C gelöst eingebracht und die Erwärmung wird unterbrochen. Nach
20 Minuten beginnt die Innentemperatur um einige Grade anzusteigen, was den erfolgten Polymerieationseinsatz anzeigt.
Die Polymerisation wird k Stunden lang unter ständigem Rühren
durchgeführt, während welcher Zeit die Innentemperatur nicht
über 60-650C ansteigt und die Beatandteile der siedenden Mischung werden kondensiert und abgekühlt in das Reaktionsgefäes zurückgeleitet· Dann werden 550 g Dimethylformamid zugegeben und die Mischung wird eine Stunde lang stark gerührt,
bis man eine flüssige, homogene und leicht destillierbare Dispersion erhält, aus der durch Destillation im Vakuum die
nicht polymerisieren Monomere beseitigt werden und die gewünschte klare, helle Mischpolymerlösung erhalten wird, die
sogleich versponnen werden kann.
Die erhaltene Lösung wiegt 11^5 g und enthält 17,96$ Peststoffe, entsprechend etwa 205 g Mlsohpolymerem.
Daraus ergibt sich, dass 33tk$ der eingebrachten Monomere umgewandelt wurden. Die Analyse des Polymeren ergab die Anwesenheit von 1 ,5/0 Natriumallylsulfonat und dieser Bestandteil
erwies sioh in einer Anzahl aufeinanderfolgender Proben als
im wesentlichen konstant« Das Polymere weist bei der Analyse einen Stickstoffgehalt von 23,53# auf, der 8956 anwesenden
Polyacrylnitril entspricht*
Das nach bekannten Methoden errechnete mittlere Molekulargewicht des Polymeren betrug 60.000 (die Berechnung erfolgte
insbesondere nach der, in der USA-Patentschrift 2 kok 713
beschriebenen Methode)·
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Zum Nachweis der Produktionsgleichmassigkeit werden noch die
entsprechenden Mengen- und Analyse wer te eines anderen Vor·*
suches angegeben.
Bei diesem anderen, unter den gleichen Bedingungen wiederholten Versuch, wurden 1i60g Lösung mit 17$ Feststoffen, entsprechend 197 g Mischpolymeren! mit einer Umwandlung von 32,2$
erhalten.
Das analysierte Mischpolymere enthielt 1,6% Natriumallyleulfonat, d.h. einen Anteil} der Innerhalb der angegebenen kritischen Grenzen liegt, um die günstigsten Textil- und Färbeigenschaften zu erhalten. Diese letztere Lösung enthielt bei der
Analyse 23,53$ Stickstoff und besass . ein Molekulargewicht
von 61«000.
BEISPIEL 3
Unter den gleichen Modalitäten wie im Beispiel 2 werden in das.
Reaktionsgefass der Reihe nach zwei getrennte Stoffzusammensetzungen eingebracht, und zwart
1) eine Mischung bestehend aus
k^k g destilliertes Dimethylformamid,
590 S destilliertes Acrylnitril,
32 g Aethylacrylat,
0,12g Thioharnstoffbioxyd.
2) 108g einer 6$-igen Natriumallylsulfknatlöeung in Dimethylformamid, die warm zubereitet und filtriert wurde.
Die Polymerisation wird auf gleiche Weise wie im Beispiel 2 durchgeführt, nur dass kein Vakuum angewandt wird, um die
Reaktionstemperatur auf dem gewünschten Wert konstant zu halten.
Die Polymerisation wird k Stunden lang fortgesetzt, wobei
dauernd gerührt wird, so dass die Innentemperatur nicht
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Jq
über 6O-65°C ansteigt.
Nun werden 55Og Dimethylformamid zugesetzt und die Mischung
wird eine Stunde lang stark gerührt, bis eine flüssige, homogene und leicht destillierbare Dispersion erhalten wird, aus
der durch Destillation im Vakuum die nicht polymerisieren Monomere entfernt werden und 1i80g einer Lösung erhalten werden, welche 18$ Feststoffep entsprechend 212 g Mischpolymerem,
enthalt.
Man hatte somit eine Umwandlung von 33,8$ der eingebrachten
Monomere. Das Mischpolymere enthält 1,45$ Natriumallyleulfonat und 23,7$ Stickstoff und sein Molekulargewicht beträgt 62«300·
BEISPIEL 4
Es wird wie im Beispiel 2 vorgegangen, indem der Reihe nach zwei getrennte Stoffzusammensetzungen in das Reaktionsgefäss
eingebracht werden, und zwar t
1) eine Mischung bestehend aus
454 g destilliertes Dimethylformamid,
590 g destilliertes Acrylnitril,
32 g Methylacrylat,
0,12g Thioharnstoffbioxyd.
2) 108 g einer 6$-igen NatriumallylsulfonatlBsung in Dimethylformamid, die warm zubereitet und filtriert wurde.
Man führt die Polymerisation wie im Beispiel 2 beschrieben durch. Nach der Zugabe von 550 g Dimethylformamid und Abdestillation der nicht polymerisieren Monomere erhält man 1210g
einer viskosen Lösung, die 18,1$ Peststoffe, entsprechend 219g
Mischpolymeren! enthält.
Es ergibt sich eine,erfolgte Umwandlung von 34,9$ der eingebrachten Monomeren. Das Mischpolymere enthält 1,5$ Natrium—
Allylsulfonat und 23,6$ Stickstoff und sein Molekulargewicht
beträgt 64.300.
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Claims (1)
- ft■ PATENTANSPRUECHE1) Vorfahren zur Herstellung von Spinnlösungen aus Polymeren oder Tiischpolymeren mit hohem Polyacrylnitrilgehalt, der im allgemeinen höher als 85$ ist, durch unmittelbare Zubereitung derί
Polymer- oder MischpolymerlBsung ausgehend von ο einer Masse· die Acrylnitril in Dimethylformamid«.! enthält, vorzugsweise im Verein mit anderen Monomeren, wie Methylmetacrylat und Natriumallylsulfonat, dadurch gekennzeichnet, dass der Polymer!sationsprozess einer Masse, die eine verhältnismässig grosse Monomer« menge enthält)! unter kontrollierten Temperaturbedingungen begonnen und erst nach erfolgter Umwandlung eines Teiles des bzw« der Monomeren unterbrochen wird, so dass eine zur Bildung von verbesserten Spinnfäden was ihr Molekulargewicht und ihre ¥eisse anbelangt, geeignete Spinnlösung erhalten wird.2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation unterbrochen wird, wenn etwa 1/3 des bzw. der Monomeren umgewandelt ist,3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Masse der Polymerisation unterworfen wird, die 50-60$ des bzw. der Monomeren enthält und dass die Polymerisation unterbrochen wird, wenn 30-40^> des bzw« der vorhandenen Monomeren umgewandelt sind«k) Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden An-• sprUche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation bei Temperaturen in der Grössenordnung von 60—65$C durchgeführt wird««13- 009811/16145) Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausgangsmasse Acrylnitril» Methylmetacrylat und Natriumallylsulfonat enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Natriumallylsulfonat den anderen Bestandteilen der reagierenden Masse in Form einer klaren Lösung in Dimethylformamid zugegeben wird. =6) Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass die klare Natriumallylsulfonat18sung in Dimethylformamid eine Konzentration von 4-6$ besitzt.7) Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturkontrolle mittels eines Unterdruckes im Reaktionsraum durchgeführt wird, Wahrend die reagierende Masse auf die Polymerisationstempera— tür gebracht wird, bei der dieMasse zu Sieden beginnt und dass die Umsetzung bei im wesentlichen konstanter Temperatur und bei dem gleichen Barometerdruck fortschreitet zufolge der Absorption der Wärmeenergie der Reaktion zur Verwandlung der Mischung in Dampf, so dass die Umsetzung und insbesondere das Fortschreiten der Umwandlung des bzw· der Monomeren unter Kontrolle gehalten wird,8) Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in einem Raum durchgeführt wird-p. in dem einRestdruck von 400 mm Hg herrscht.9) Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jbu Bieginn der Polymerisation mit einer Monomerlösung in einer verhältnismässig ge-Dimethylformamid ringen Menge/gearbeitet wird und dass eine weitere Dimethyl formamidzugabe durchgeführt wird, wenn die Masse der Produkte Dichtewerte erreicht, die das Rühren behindern, so dass dieif 009811/1614••14—Polymerisation unterbrochen wird und dLe Masse wieder in einen homogen flüssigen Zustand versetzt wird, um das bzw· die nicht umgesetzten Monomeren leicht abdestlllieren zu können·10) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das am Ende der Polymerisation zugegebene Lösungsmittel Raumtemperatur besitzt·11) Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht umgewandelten Monomeren in einem Destillat rückgewonnen warden, in dem sie sich in Dimethylformamid befinden, ■12) Spinnlösung, die nach dem Verfahren gemäss einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche hergestellt wurde, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere in der Spinnlösung ein Molekulargewicht in der Grössenordnung von 65*000 besitzt·13) Spinnlösung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie klar und zitronengelb let und zur Herstellung von Spinnfaden mit guten Veisseeigensohaften geeignet ist.-15-009811/1614
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651645275 Pending DE1645275A1 (de) | 1964-05-19 | 1965-05-17 | Verfahren zur Herstellung von Spinnloesungen aus Acrylnitrilpolymeren oder aus Mischpolymeren mit hohem Acrylnitrilgehalt |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE664058A (de) |
| DE (1) | DE1645275A1 (de) |
| FR (1) | FR1448092A (de) |
| GB (1) | GB1101008A (de) |
| NL (1) | NL6506295A (de) |
-
1965
- 1965-05-17 GB GB20683/65A patent/GB1101008A/en not_active Expired
- 1965-05-17 BE BE664058D patent/BE664058A/xx unknown
- 1965-05-17 DE DE19651645275 patent/DE1645275A1/de active Pending
- 1965-05-17 FR FR17326A patent/FR1448092A/fr not_active Expired
- 1965-05-18 NL NL6506295A patent/NL6506295A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1448092A (fr) | 1966-08-05 |
| GB1101008A (en) | 1968-01-31 |
| BE664058A (de) | 1965-11-17 |
| NL6506295A (de) | 1965-11-22 |
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