DE1642651A1 - Einstoeckige Keimvorrichtung,beispielsweise in der Art eines Saladinkastens fuer Gerste und aehnliche Koernerfruechte - Google Patents
Einstoeckige Keimvorrichtung,beispielsweise in der Art eines Saladinkastens fuer Gerste und aehnliche KoernerfruechteInfo
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Description
Anmelderin: Hheinstalil './anheim GrmbH«
Titel:
iiiustücki^e Keinvorrlehtung, 1OBp. in der Art eines
öaladinkastens für Gerste und ähnliche Körnerfrüchte
Beschreibung
Die -Erfindung; "bezieht sich auf eine einstöckige Keimvorrichtung
bsp. mich Art eines Saladinkaetens für G-erste und andere zu
nälaende Körnerfrüchte, im folgenden "G-ut" genannt, mit einem
n'icj; oben ab'fciiließbaren Aufnahmebehälter, einer zum kragen des
Gutes über dem Behälterboden angeordneten Horde, einer über der Horde mündenden Luftabführ- bzw. luftzuführleitung, sowie einer
zwischen Behälterboden und Horde mündenden absperrbaren Luftzuführbzw,
luftabführleitung. Derartige Keimvorrichtungen sind bsp.
durch DRP 27o.o48 bekannt.
Die Erfindung bezweckt, eine Keimvorrichtung der genannten Art auch
zum V/eichen und/oder Wiederv/eicheii zu verwenden. Die Erfindung
besteht,darin, daß eine //asserzuführungsleitung zum raschen Pullen
des Behaltene mit ,iascsr bis über die Schütthöhe des gekeimten
ü-u ;öe und eine Waeserabf Uhrungsleitung zum raschen Abführen des
V/afjc;ra aus dem Behälter an den Raum zwischen Behälterboden und
Horde angeschlossen ist«
Die Lrfiridung wilj. eine solche vvecheelv/eise Verwendung der Vorricttung
zuji Weichen und Keimen unter besondere gürii.tii/en Bedingungen
209844/0147
BAD ORIGINAi.
ermöglichen, u.ao durch das selbsttätige Arbeiten von Absclilußorganen,
die zur wechselweisen Verwendung notwendig sind, ferner durch
Mittel die in einfacher Weise einen Umlauf der gegebenenfalls mit
Gas angereicherten"Luft ermöglichen sowie schließlich durch Mittel,
die trotz großer Schütthöhen geringe Bauhchen und einfache Möglichkeiten
des Zu- und Abtransportes ergeben.
UOa. wird ein automatischer Abschluß des Eaumes zwischen Behälterboden
und Horde beim Weichen dadurch erzielt,-daß die in den Raum
zwischen Behälterboden und Horde mündende Luftleitung einen Steigschacht' besitzt,, der über die Schütthöhe des Keimgutes hinausx'eicht.
!Ferner kann-der Behälter einen, bsp= durch einen Siphon gebildeten,
abschließbaren Überlauf besitzen, der ein Ansteigen des ",/asserspiegels
über die Steigschachthöhe verhinderte ·
. TJm einen geschlossenen Kreislauf mit mehr oder weniger großem
Zusatz von Frischluft zu ermöglichen, ist der Steigechacht zweckmassigerweise
neben die, über der Horde mündenden Luftzufuhr- bzw. Abführleitung geführt und mit letzterer über einen Ventilator und eine
Klimaanlage verbindbar,, .Dabei kann ein mehr oder weniger abechließ—
barer Saugstutzen zum regelbaren Ansaugen von Frischluft durch den
Ventilator vorgesehen sein.
Weitere Einzelheiten-der Erfindung sind aus der Zeichnung und
der zugehörigen Zeichnungsbeschreibung sowie aus den Ansprüchen
ersichtlich,
209844/0147 3
Die Zeichnung erläutert bsp. eine Vorrichtung nach der L'r findung,
und zwar zeigt . " -■- '
Figo 1 einen senkrechten Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung und '. - ■
i'ig. 2 einen entsprechenden' Längsschnitt gemäß II-II der I1Ig. 1.
Der Keimbehälter hat einen Boden 1, zwei senkrechte Längswande 2
und zwei senkrechte Endwände 3ο Auf dem Boden 1 befindet sich eine
luft- und wasserdurchlässige Horde 4. Der Behälter ist oben abge-Lchlossen
und durch einen Vorratsboden 5» auf dem G-ut 6 liegt, das
in einem nächsten Arbeitsgang geweicht und ggf„ gekeimt werden soll,
Das G-ut reicht etwa bis zur Linie 7« Der Wasserspiegel des Gutes
ist mit 8 angedeutet.
Die Zu- und Ableitungen für das ¥eichwasser sind in i'ig. 1 rechts
neben dem Behälter dargestellt. Diese seitliche Anordnung tragt zur Einhaltung geringer Bauhöhe bei. In der Vfand 2 befindet sich eine
Durchbrechung 9» und zwar in derjenigen Hohe über die der Wasserspiegel nicht ansteigen soll. Darüber befindet sich ein verschlossenes
Schauloch 8a. Unten am Behälterboden 1 ist über einen
Siphon 1o die V/a ε ε er zuleitung 11 angeschlossen, während über
eine Anschlußeinrichtung 12 die Wasserabflußleitung 13 angeschlossen
ist. In diese mündet über einen anderen Siphon 14 die Abflußleitung 15» welche überschüssiges Wasser ableitet, das aus dem
Durchbruch 9 austritt, wenn daü Abechlußorgan 11a in der Wasserzuleitung
nicht rechtzeitig abgeschlossen" wird. "Die Schütthöhe des Gutes, d.h. die Linie 7? liegt bsp. 1,5 m über der Horde..
209844/Οί 4 7 J 4 _
ORIGINAL
Sie Zuführung· iron ggf. /angereicherter Luft erfolgt durch einen
Stutzen 16 über einen Ventilator 17 mit Motor 18 durch eine Luft-'
zuführleitung 24. Der Ventilator drängt"die Luft durch eine
Klimatisierungsanlage 19» in der sie erwärmt oder gekühlt und
befeuchtet werden kann;;, und-durch Schlitze 2o der linken Längswand 2a-in den oberen Teil des Behälters„ Wenn das. Wasser ab- gelassen
istp tritt die Luft dann von oben nach unten überall
gleichmäßig durch das Gut und entweicht über einen Steigeschacht ■". " . ν"- ' ' " ...-"■■■.■■"■ '. "" ■«.".. - ■■-.;■■ ;."■
21 > der in diesem Fall leer ist* aber während der Wasserweiche
bis ZMtB. ,.Wasserspiegel 8 mit Wasser gefüllt ist. Pie Luft entweicht
dann "in Richtung des Pfeiles 22 -durch die Luftabführleitung 22ao
Diese luft oder ein größerer Seil dieser Luft kann durch den ■Ventilator 17 wieder angesaugt und erneut durch das Weichgut geschickt
werden» Wird der Stutzen 16 Toilkommen abgedrosselt, so wird lediglieh
mit Umluft gearbeitet.
Die obere Äbschlußwand 5 des Behälters kann ausJalousien bestehens
™ so daß bei deren Drehung das Gut6 von oben gleichmäßig in den Be-.-■■
- halter hineinstürzte Geringe Ungleichmäßigkei%en..-der. hierbei ent-
■ v ■■■■■■ -..-■ ι
stehenden Oberfläche sind insbesondere bei großer-Schütthöhe/und
starken Ventilator 17 für die Entwicklung des Gutes, unbedeutend,,
Die Arbeit, mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung spielt sich,-kurz
gesagt, in folgender Weise ab. Zunächst wird das Gut bsp0 Gerste
auf die Horde 4 gelagert. Dann wird durch Öffnen des Abschlußorganee
Ha Wasser eingelassen, bis es den .■Wasserspiegel. 8-erreicht.. Etwa
überEchüssiges Wasser--läuft durch die Leitung 15 ab. Nach einer,
je nach dem Gut bestimmten Wass ;rweiche, wird -das Wasser durch
. 2.09844/On?
-!t·- ifö . "■■-..■_ K: _
BAD ORIGINAL
1642851
Öffnen des Abschlußorganea 12 abgelassen ; dabei wirft der Steigachaelit
21 Ton Wasser frei« Anschließend wird luft iramVentilator
1? angesaugt, in der Klimatisierungsanlage 19 erwärmt bzw, gekühlt
und "befeuchtet and dann auf die Oberfläche 7. "des fiiatss geleitet.
Die I/uft tritt dann aas der Horde 4 gleioniaäSIg ame und wird
dann zum größeren IeIl durch denVentilator 1? wieder angesaugt,
wobei durch den Stutzen 16 zusätzliche Außenlüft angesaugt werden
kann- 331e Öffnung des Stutzens kann durch übliche Mittel mehr oder
weniger groß eingestellt werden»
Das-G-ut "bleibt zum Keimen in demselben Behälter, wozu die "Luftführung
entsprechend reguliert wird. Während des Keimvorganges, der nach neuerer Erkenntnis schon gleieh nach "dem ersten Weichen '
einsetzt, kann zwecks wiederholten Weiehens mehrfach Wasser ein-
und ausgelassen werden.
Infolge der Möglichkeit große, Luftüber- bzw. -unterdrücke mittels
des Ventilators zu erzielen, wird mit großen Schütthöhen gearbeitet und beträgt, zu diesem Zweck der Abstand zwischen dem oberen
Behälterrand und der Horde mehr als 80 cm, vorzugsweisei mehr als
12o cm, bsp. 22o cm„ .
Um trotz der hohen Schüttung geringe Bauhöhen zu erreichen, können
Vorrateboden 5> Horde 4 und Behälterboden 1 als.Jalousien ausge-
- bleche
bildet sein, die das G-ut beim Kippen der Jalousie/nach unten
fallen lassen. Die Ausbildung kann im einzelnen gemäß den älteren
209844/0147. * baO
Patentanmeldungen der Anmelderin B 84 597 llfa/6a vom 2o. 11.,A965 ;
oder B 84 66o I¥a/6a vom 24..11.1965 erfolgen, wobei insbesondere
je ein tTaliottsielDlech der Horde und des Bodens starr miteinander
verbunden sein können und jedes Jalouaiebleoli des Bodens wannenartig ausgebildet is.t. -
Doch bestellt auch die Möglichkeit, das &ut von oben durch verschließ»·
bare trichter oder andere Mittel auf die Horde zu führen und durch
^ Glatt vorrichtungen einzuebnen. Auch das Abführen des G-utes kann .
durch andere Mittel geschehen,.bsp. bei feststehender Horde durch
einen .das Gut von der Horde seitlich-abführenden Kratzer. Ist die
Horde jalousieartig und der Boden feststehend, d.h. nicht [.
jalousieartig, so kann zwischen Horde und Boden ein Kratzer eingeführt werden, der das von der jalousieartigen Horde abgeworfene
Gut vom Boden seitlich abbefördert.
Die vOrrichtungen gemäß der Erfindung können abweichend vom gezeichneten
Ausführungobeispiel mittels Rädern verschiebbar sein, um
V sie je nach Bedarf, bsp. zum-Beladen und Entladen auf besondere
Plätze des Mälzraumes zu verschieben, welche die jeweils benötigten
Zu- und Abführungsvorrichtungen besitzen.
ORIGINAL
209844/0U7
Claims (1)
- Patentansprüche 'Ιο) Binöföckige Keimvorilohtuags bsp. nach Art eines SaladinkSBtens für G-erste und andere zu malzende Körnerfrüchte p_ im folgenden ''Gut5' genannt, mit einem nach oben abschließbaren Aufnahmebehälters, einer zum !ragen des .Gutes geeigneten '.„ über dem Behälterboden angeordneten Horde5 einer über der Horde mündenden Luftabführ- bzw« Luftzufuhrleitung9 sowie einer zwischen V 'Behälterboden und Horde miiha-epden absperrbarea Luftsmführ-bsw. Luft abfuhr leitung g fetureja. gekeimzelcfanetg daß eine Vasserzuführungsleituo-g (11)ί, zum raschen Eüllea 4es. Behälters mit Wasser bis über die SohiittliGhe (7) des gekeimten ß-utesj und eine/WasEerabführüngsleitung(Ij) zum racchen Abführen des Wassers aus dem Behälter an den Eaum zwischen Behä.l*örboden (1) und Eorde (4) angeschlossen ist»2.) Vorrichtung nach Anspruch 19: dadurch gekennzeichnet, daß die in den Raum zwischen Behälterboden (1) und Ho'rde (4) mündende Luftleitung einen Steigschaelit (21) besitzt,, der über die Schütthöhe (?) des gekeimten (Jutes hinausreicht ο3») Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2S dadurch gekennzeichnet; daß der Behälter (1?2) einen, bspo durch einen Siphon (H) abschließbaren Überlauf (9) besitzts der ein Ansteigen des Viasserspiegels über die Höhe des Steigschachtes (21) verhindert«209844/01474-»} Vorrichtung nach einem, der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet 9 daß der Steigschacht (21) neben die über -der Horde (4) mündenden 3üuftzuführ- bzw» -abfuhrleitung (24 bzw»22a) geführt ist und mit letzterer über einen Ventilator (17) und eine
Klimaanlage {19) verbindbar ist, wobei ein mehr oder weniger abschließbarer Saugstutzen (16) zum Ansaugen von Frischluft durch den Ventilator .vorgesehen sein kann,,...§«.").V-öiaJlehtün'g aaoh einem der Ansprüche 1 bis 4V dadurch gekenn-ä.äß der Abstand zwischen den oberen Behälterwand(bei 9) -and äer Hoa?de (4) mehr als 8o cm» vorzugsweise mehr als 12o ems bap« 22©οηι beträgt»6.) Torriehtmtig' iiach einem der Ansprüche 1 bis 4» dadurch gekenndag der Behälter oben durch eine Jalousie (5) abgeist die zur Auflagerung und Zuführung des G-utes (6)auBgsMIdet ist, . -. .'ο) Vorriöiitiang nach einem der Ansprüche 1 bis 6 g dadurch gekenndal der Behälterboden (1) aus einer abdichtendenJalousie besteht f durch welche das Gut bei geöffneter Jalousie nach unten herausfällt.8.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7? dadurch gekennzeichne t s daß die Horde (4) aus einer Jalousie besteht^ durch welche das G-ut bei geöffneter Jalousie herabfällt0"m-nk::«^ '. 209844/0147""^ ';BAD ORIGINAL9o) Vorrichtung nach Anspruch 7 und" 8, dadurch gekennizeiciinet, daß je ein JaIousie*blech der Horde (4) und den. Bodens (1) starr miteinander verbunden sind, wobei jedes JalousieloleGh des Bodens wannenartig ausgeMldeii ist» -Leers e it e
Applications Claiming Priority (1)
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| DER0046227 | 1967-06-10 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE1642651B2 DE1642651B2 (de) | 1973-08-30 |
| DE1642651C3 DE1642651C3 (de) | 1974-04-04 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671642651 Expired DE1642651C3 (de) | 1967-06-10 | 1967-06-10 | Einstöckige Vorrichtung zum Weichen und Keimen von Gerste und anderen zu mälzenden Körnerfrüchten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1642651C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005083050A1 (de) * | 2004-03-01 | 2005-09-09 | Bühler AG | Vorrichtung zum weichen von gerste |
| WO2013044984A1 (de) * | 2011-09-30 | 2013-04-04 | Bühler AG | Vorrichtung und verfahren zum weichen, keimen, darren, fermentieren und/oder kombinationen daraus von korn |
-
1967
- 1967-06-10 DE DE19671642651 patent/DE1642651C3/de not_active Expired
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| EA008125B1 (ru) * | 2004-03-01 | 2007-04-27 | Бюлер Аг | Устройство для замочки зерна |
| AU2005217011B2 (en) * | 2004-03-01 | 2008-12-11 | Buhler Ag | Device for softening grain |
| US8991301B2 (en) | 2004-03-01 | 2015-03-31 | Buehler Ag | Device for softening grain |
| WO2013044984A1 (de) * | 2011-09-30 | 2013-04-04 | Bühler AG | Vorrichtung und verfahren zum weichen, keimen, darren, fermentieren und/oder kombinationen daraus von korn |
| AU2011377869B2 (en) * | 2011-09-30 | 2016-02-04 | Buhler Ag | Device and method for steeping, germinating, kilning, fermenting, and/or combinations thereof, grain |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1642651B2 (de) | 1973-08-30 |
| DE1642651C3 (de) | 1974-04-04 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |