DE152122C - - Google Patents
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- DE152122C DE152122C DENDAT152122D DE152122DA DE152122C DE 152122 C DE152122 C DE 152122C DE NDAT152122 D DENDAT152122 D DE NDAT152122D DE 152122D A DE152122D A DE 152122DA DE 152122 C DE152122 C DE 152122C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G1/00—Calenders; Smoothing apparatus
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Bei den zum Glätten von Papier gegenwärtig meist üblichen Kalandern wird das
Papier zwischen hochpolierten Hartgußwalzen und dazwischen angeordneten sogenannten
Papierwalzen wiederholt einem sehr hohen Druck unterworfen. Der Glanz wird hierbei
gewöhnlich durch flaches, starkes Andrücken an die polierte Fläche der Hartguß walzen erreicht.
Für manche Zwecke gibt man auch
ίο den polierten Walzen eine um wenig größere
Umfangsgeschwindigkeit als der mit ihr zusammenarbeitenden Gegendruckwalze. Im wesentlichen beruht jedoch die Wirkung
dieser sogenannten Friktionskalander ebenfalls auf der wiederholten Anwendung eines
außerordentlich hohen Flächendruckes.
Die zahlreichen, für jeden derartigen Kalander erforderlichen, durch hohen Druck belasteten
schweren Walzen ergeben außerordentlich hohe Maschinengewichte und Bauhöhen. Außerdem sind die polierten Hartgußwalzen
infolge des hohen Druckes sehr empfindlich gegen die im Papier vorhandenen Sandkörnchen und sonstigen harten Fremdkörper;
diese drücken sich in die polierten Flächen ein und bilden dadurch Vertiefungen und Risse, welche sofort nach ihrem Entstehen
durch Abschleifen der Walzen beseitigt werden müssen, da sie sich sonst als fehlerhafte
Stellen dem ganzen Papier mitteilen. Dies ist mit häufigen Betriebsstörungen verknüpft.
Die zur Herstellung von einseitig glattem Papier üblichen Trockenzylinder, auf welchem
das Papier nach starkem Andrücken getrocknet wird, haben ebenfalls sehr große Gewichte
und müssen ebenso oft nachpoliert werden. Sie leiden ferner noch an dem Übelstande
einer großen Explosionsgefahr, welche sich wegen der Unberechenbarkeit der Gußspannung
des Materials praktisch nicht vermeiden läßt. Zudem ist die Bedienung sowohl dieser
Trockenzylinder wie auch der Kalander schwierig und gibt namentlich beim Einführen
des Papiers zu häufigen schweren Unglücksfällen Veranlassung.
Nach vorliegender Erfindung soll nun eine vollkommene Glättung von Papier jeder Art,
vorzugsweise Pappe, Karton oder dergl., in Bahnenform ohne Aufwand eines bedeutenden
Druckes und unter Vermeidung der Übelstände der bisher bekannten Glättmaschinen dadurch ermöglicht werden, daß das Papier
durch polierte Walzen bearbeitet wird, welche leicht gegen das zu glättende Papier angedrückt
und dabei gedreht werden. Die Glättung wird hier also statt durch bloßen Druck durch das schnelle Gleiten der Metallflächen
auf dem Papier vermöge einer Art von Schleifwirkung erzielt.
Bei der Ausführung des Verfahrens kann man das Papier entweder durch solche
Flächen stützen, welche sich mit demselben ■ bewegen, oder man kann auch das Papier
zwischen feststehenden Stützflächen und den schnell rotierenden Glättwalzen durch entsprechend
langsam bewegte Transportwalzen hindurchziehen.
In Fig. ι ist eine Einrichtung der erstgenannten
Art dargestellt. Diese Einrichtung besteht aus zwei mäßig großen und nötigenfalls
heizbaren Zylindern α und b, die in einem gemeinsamen Gestell drehbar gelagert
sind und gegen deren Oberfläche eine Anzahl von Transportwalzen c gedruckt werden, die
mit derselben Umfangsgeschwindigkeit wie die Trockenzylinder a und b angetrieben werden.
Zwischen den Zylindern α und b und den Transportwalzen c wird die Papierbahn d
hindurchgeführt, und zwar so, daß dieselbe erst um einen Teil des Zylinders α im Sinne
des Uhrzeigers herumläuft, worauf die Papierbahn wie durch Pfeile angedeutet, nach
dem unteren Teil des Zylinders b übergeführt wird, um welchen sie in entgegengesetzter
Drehungsrichtung herumläuft, so daß die Fläche des Papiers, welche mit dem Zylinder α in Berührung kommt, auf dem
Zylinder b außen liegt. Über eine Leitwalze e wird dann die Papierbahn fortgeführt.
Zwischen den Transportwalzen c sind an der Umfläche der Zylinder α und b eine Anzahl
von kleinen Glättwalzen / angeordnet, die an ihrer Oberfläche poliert sind und
welche, indem sie mit leichtem Druck das Papier gegen die Zylinder α und b andrücken,
mit großer Geschwindigkeit beispielsweise von einem gemeinsamen Triebrade g mittels Triebriemen,
Ketten oder dergl. in der einen oder der anderen Richtung gedreht werden, so
daß ihre Umflächen auf der Oberfläche des Papiers schleifen und hierdurch diese polieren.
Der Druck, mit welchem die Walzen/ gegen das Papier und die Zylinder α und b
angepreßt werden, kann ganz nach Bedarf bemessen werden und kann sich unter Umständen
mit zunehmender Glätte des Papiers steigern lassen. Dieser Druck muß natürlich so bemessen werden, daß die durch das
Gleiten der Walzen hervorgerufene Reibungskraft die Zerreißfestigkeit der Papierbahn
nicht übersteigt. Dadurch, daß auf dem Zylinder b die auf dem Zylinder α vorher unbearbeitet
gebliebene Innenseite der Papierbahn d nach außen zu liegen kommt, wird es erreicht, daß beide Seiten des Papiers geglättet
werden. Will man dem Papier nur einen einseitigen Hochglanz geben, so läßt
man dasselbe von der letzten Transportwalze c des Zylinders a, wie bei h angedeutet,
unmittelbar über die Führungswalzen e ablaufen.
Wie bereits erwähnt, kann man indessen auch die mit der Papierbahn sich bewegenden
Zylinder α und b durch feststehende Flächen ersetzen, über welche die Papierbahn mit ehtsprechender
Geschwindigkeit durch Transportwalzen fortgezogen wird. Bei der in Fig. 2 dargestellten Einrichtung sind diese
Stützflächen für das Papier in Form von sauber geglätteten Tischen k ausgebildet,
welche nötigenfalls durch Rohranschlüsse Z mit. Dampf beheizt werden können. Zwischen
diesen Tischen k, deren eine beliebige Anzahl in gleicher Höhe hintereinander angeordnet
sein können, sind Transportwalzenpaare m angeordnet, die den Vorschub der
Papierbahn d bewirken, welche über diese feststehenden Tische fortgeführt ist. Oberhalb
der Papierbahn sind die polierten Glättwalzen / in geeigneter Anzahl angeordnet,
welche, wie bei der vorher beschriebenen An-Ordnung erwähnt, mit solcher Geschwindigkeit
angetrieben werden, daß ihre Umflächen auf der Papierbahn gleiten, indem sie, unter
Umständen unter Ausbalancierung ihres Eigengewichtes, mit leichtem Drück auf der Papierbahn
lasten. Die eigentlichen unter den Glättwalzen liegenden Stützflächen der Tische k
können, wie punktiert angedeutet, für sich eingelegt oder seitlich eingeschoben oder auswechselbar
sein, teils um den polierten Glattwalzen/je nach der Härte der eingelegten Stützflächen
einen verschiedenartigen elastischen Gegendruck bieten zu können, teils um die Wirkung der unvermeidlichen Abnutzung
dieser Stützflächen beseitigen zu können.
Wenn man bei Anwendung derartiger feststehender Stütztische für die Polierwalzen
eine beiderseitige Glättung des Papiers erzielen will, so kann man dies beispielsweise
leicht dadurch erreichen, daß man, wie in Fig. 3 angedeutet, die Stellung der abwechselnden
Stütztische k und der dazu gehörigen Polierwalzen / vertauscht, so daß die Polierwalzen
die obere und die untere Seite der Papierbahn abwechselnd bearbeiten. Die Anzahl
der Stütztische k sowie der auf jedem derselben angeordneten Glättwalzen/ kann je
nach Bedarf gewählt werden.
Das beschriebene Glättverfahren kann in der Weise ausgeführt werden, daß das Papier
in kaltem oder auch in erhitztem Zustand bearbeitet wird. Indessen kann man auch
das Papier mehr oder weniger feucht in die Glättmaschine einführen und gleichzeitig mit
dem Glätten der Trocknung unterwerfen. Um die glättende Wirkung der polierten Walzen zu erhöhen, kann man denselben
neben ihrer schnellen Drehung auch eine mehr oder weniger schnelle axiale Hin- und
Herbewegung geben.
Das beschriebene Verfahren bietet den wesentlichen Vorzug, daß die kleinen polierten
Walzen, welche zur Ausführung desselben notwendig sind, viel leichter und wohlfeiler
und bei Vorhandensein von Rissen, Riefen und "dergl. leichter zu ersetzen und auszuwechseln
sind als die schweren polierten Ka-
landerwalzen, und ferner daß die Leistungsfähigkeit der polierten Flächen an sich schon
dadurch außerordentlich steigerungsfähig \vird, daß man die Relativgeschwindigkeit zwischen
dem Papier und den polierten Walzenoberflächen in hohem Grade steigern kann. Glättmaschinen
der beschriebenen Art erhalten daher bedeutend geringere Gewichte. Auch sind die zum Betriebe solcher Maschinen erforderlichen
Betriebskräfte wesentlich geringer und ihre Bedienung ist mit weit weniger Gefahr
verbunden als die der üblichen Glättmaschinen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zum Glätten von Papier, Karton, Pappe und dergl. in Bahnenoder Bogenform, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des durch eine Fläche von geeigneter Widerstandsfähigkeit und Form gestützten Papiers durch polierte, rotierende Walzen, die gegebenenfalls auch in axialer Richtung bewegt werden, bearbeitet wird, wobei die Walzen mit leichtem Druck auf dem Papier lasten und mit großer Geschwindigkeit auf der Papieroberfläche gleiten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE152122C true DE152122C (de) |
Family
ID=418882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT152122D Active DE152122C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE152122C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2522965A1 (de) * | 1974-05-23 | 1975-12-04 | Valmet Oy | Vorrichtung in einer papiermaschine zur verbesserung der glaette und des glanzes der papier- oder pappoberflaeche |
| FR2325764A1 (fr) * | 1975-09-27 | 1977-04-22 | Voith Gmbh | Appareil pour lisser et lustrer du papier, carton, etc., en feuille continue |
| DE3815446A1 (de) * | 1988-05-06 | 1989-11-16 | Kuesters Eduard Maschf | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von glaette und glanz auf bahnen aus papier und dergleichen |
-
0
- DE DENDAT152122D patent/DE152122C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2522965A1 (de) * | 1974-05-23 | 1975-12-04 | Valmet Oy | Vorrichtung in einer papiermaschine zur verbesserung der glaette und des glanzes der papier- oder pappoberflaeche |
| FR2325764A1 (fr) * | 1975-09-27 | 1977-04-22 | Voith Gmbh | Appareil pour lisser et lustrer du papier, carton, etc., en feuille continue |
| DE3815446A1 (de) * | 1988-05-06 | 1989-11-16 | Kuesters Eduard Maschf | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von glaette und glanz auf bahnen aus papier und dergleichen |
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