DE1518067A1 - Verfahren zur Herstellung von alpha-Alkyl-omega-amino-alkannitrilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von alpha-Alkyl-omega-amino-alkannitrilenInfo
- Publication number
- DE1518067A1 DE1518067A1 DE19651518067 DE1518067A DE1518067A1 DE 1518067 A1 DE1518067 A1 DE 1518067A1 DE 19651518067 DE19651518067 DE 19651518067 DE 1518067 A DE1518067 A DE 1518067A DE 1518067 A1 DE1518067 A1 DE 1518067A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- alkyl
- parts
- methyl
- process according
- hydrogenation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C255/00—Carboxylic acid nitriles
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C209/00—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
- C07C209/44—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers
- C07C209/48—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers by reduction of nitriles
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Hydrogenated Pyridines (AREA)
Description
DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
W. 21 861/65 15/Loe . P 15 18 067.3
National Distillers and Chemioal Corporation
New York, Ii.Y., V.St.A. · . · '
Verfahren zur Herstellung von ^-Alkyl-<w-amino-■■·■■-· "·; alkannitrilen
Die Erfindung bezieht sich auf neue Aminoalkannitrile
und auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Insbesondere bezieht eioh difl Erfindung auf neue alkylsubstituierte
ccr-Aminoalkannitrile wie" auoh auf ein Verfahren
zu ihrer Herstellung. . ·.
Bisher setzte sioh die Reduktion von organisohen,'
zwei Uitrilgruppen enthaltenden Verbindungen bis zur"
vollständigen !Reduktion beider Nitrilgruppen fort, selbst
bei Verwendung milder Katalysatoren bei Raumtemperatur,
Diese chemische Ersoheinung hat demgemäß die selektive
Hydrierung von nur einer der Hitrilgruppen zur Herstellung wertvoller organischer Verbindungen mit einem weiten
BAD ORiGiNAU 909821/1108
Bereich teohnisoher Anwendungsmöglichkeiten verhindert.
Ein Zweck der Erfindung ist es, ein neuea Verfahren
für die Herstellung von alkylsubstituierten^-A^iöoalkannitrilea
aus^-substituierten aliphatischen Dinitrilen
zu schaffen.
Ein anderer Zweck der Erfindung ist die Sohaffung eines neuen Verfahrens für die Herstellung von 2-Methyl-5-Aminovaleriansäurenitril
aus 2~Methylenglutarsäurenitril.
Ein weiterer Zweok der Erfindung ist die Sohaffung neuer üZ-Alkyl-j^-aniinoalkannitrilverbindungen.
Noch ein weiterer Zweok der Erfindung ist die Schaffung von neuen 2-Alkyl-^-aminoalkannitrilverbindungen
und "besonders von 2-Mβthyl-5-aminovaleriansäurenitril.
. BAD ORIGINAL
909821 /1108
Diese und andere Zweoke der Erfindung sind aus der
nachstehenden Beschreibung eraiohtlioh.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde jetzt festgestellt,
daß die neuen<&-Alkyl-&-aminoalkannitrile duroh
die selektive hydrierung vono^-substituierten, aliphatisohen
Dinitrilen "bei erhöhten Temperaturen und Drücken in Gegenwalrt gewisser spezifischer Katalysatoren und Ammoniak
oder eines zur Unterdrückung der Bildung sekundärer Amine unter den Reaktionsbedingungen geeigneten Amins leicht
hergestellt werden können. Im allgemeinen wird das Verfahren dadurch ausgeführt, daß man das Dinitril-Ausgangsmaterial,
das Ammoniak oder Amin und den selekta?iven Katalysator
in ein gebräuchliches Reaktionsgefäß, wie einen Autoklaven, einführt und das sioh ergebende Reaktionsgemisch
einem erhöhten Waseerstoffdruck bei erhöhten Temperaturen unterwirft, und zwar für eine Zeidauer, die ausreioht,
das Dinitril zu demij-Aminoalkannitril umzuwandeln.
Um unerwünschte Polymerisation und Nebenreaktionen auf einem Minimum zu halten, wird die Reaktion vorzugsweise
in der Gegenwart eines inerten Verdünnungsmittels durohgeführt. In einigen Fällen ist es auch erwünscht und zweokmäßig,
ein Bewegen oder Rühren während der Reaktion vorzusehen und dies kann duroh Verwendung einer gebrauch-
909821/1108
lichen Einrichtung erreicht werden. Die Vervollständigung
dej· Reaktion zeigt sich duroh eine Beendigung der Wasserstoff
aufnahme an, und dasU-Alkyl-£>-aminoalkannitrilprodukt
kann aus dem erhaltenen Reaktionsproduktgemisoh
duroh gebräuchliche Mittel, wie fraktionierte Destillation,
Extraktion oder dergleichen isoliert oder gewonnen werden.
Das im Verfahren gemäß der Erfindung als Ausgangsmaterial
verwendete IC -substituierte, aliphatisohe Dinitril
hat die folgende Strukturformel:
NC-(CH0L-O-OlT
C-E1 .
E2
E2
worin η eine ganze Zahl von etwa 1 bis 12, vorzugsweise von etwa 1 "bis 6 darstellt, und R1 und R2 Wasserstoff
oder eine aliphatisohe, geradkettige oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1-12 Kohlenstoffatomen, und
vorzugsweise mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen sind. R1 und
Rg können gleioh oder verschieden sein. Beispiele spezifischer
Dinitrilverbindungen, die als AusgangsmateriaD
verwendet werden können, umfassen 2-Methylenglutarsäurenitril,
2-Äthylidenglutarsäurenitril, 2-Äthylidenadipin-
BAD CHiGiMAL
909821/1108
säurenitril und 2-Propylidenglutarsäurenitril. Die Verweadung
von 2-Methylenglutar8äurenitril wird besonders
bevorzugt»
Das Verdünnungsmittel, welches bei der Ausführung
des Verfahrens gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangen kann,muß eine starke Löslichkeit gegenüber dem Dinitril
und dem Ammoniak oder Amin aufweisen. Ss muß auch gegenüber den Reaktionateilnohmarn und den Produkten inert
sein. Beispiele von geeigneten Lösungsmitteln sind Alkanole
mit niedrigem Molekulargewicht mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen je Molekül. Es wurde gefunden, daß die Verwendung
von gesättigten, aliphatischen Alkoholen mit.1 bis 6
Kohlenstoffatomen je Molekül für diesen Zweck besonders
wirksam ist. Solche Alkohole umfassen Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Hexanol od. dgl. Die
tatsächliche Menge an verwendetem Verdünnungsmittel ist nioht kritisch und kann1 innerhalb eines weiten Bereichs
variieren. Im allgemeinen variiert das Volumenverhältnis von Verdünnungsmittel zu Dinitril von etwa 1:1 bis
2x1, vorzugsweise etwa 1i1.
Die Verwendung von Ammoniak als Mittel zur Unterdrückung der Bildung sekundärer Amine wird bevorzugt.
9 0 9 8 2 1/110 8 dad cr.iG'.NAL
Es wurde jedooh auoh gefunden, daß tertiäre Alkylamine
mit etwa 3 bis 18 Kohlenstoffatomen je Molekül auoh
wirksam sind. Von den tertiären Alkylaminen werden(tertiäre
aliphatisohe Amine wie Triäthylamin, Srimethylamin,
Tri-n-butylamin, Triisobutylamin, Tri-n-propylamin und
Tri-n-amylamin bevorzugt. Nur eine hinreichende Menge
des Ammoniaks oder Amins, welohe notwendig sind um die
Bildung sekundärer Amine zu unterdrücken, muß zur Anwendung gelangen. Im allgemeinen variiert jedoch das Molverhältnis
von Ammoniak oder Amin zu dem Ausgangsmaterial
aus aliphatisohem ^initril von etwa 1x1 bis 10»1 variiere»-,
und zwar vorzugsweise von 4:1 bis 6:1. Ss ist eraichtlioh, daß auoh höhere Verhältnisse angewandt
werden können, ohne daß das Ausmaß der Umwandlung zum erwünsohten Q£->Aikyl~(j-Aminoalkannitrilprodukt beeinflußt
wird ·
Der bei der Ausführung des selektiven Hydrierungsverfahrens verwendete Katalysator ist ein wiobtiges Merkmal
der vorliegenden Erfindung. Es wurde gefunden, daß es wesentlich ißt, einen Hydrierungskatalysator der Gruppe
VIII des Periodensystems zu verwenden, da gefunden wurde, daß andere Metallkatalysatoren unwirksam oder für die
909821/1108
vorliegenden Zwecke nicht zweckmäßig sind. Die "bevorzugten
Katalysatoren bestehen aus Mlokel-, Kotalt- lind
Hutheniummetall enthaltenden Katalysatoren* Kur katalytisohe
Mengen solcher Katalysatoren müssen verwendet werden«
In einigen Fällen ist es erwünsoht, einen Katalysator auf einer inerten Unterlage oder einem inerten
Träger, wie Kieseiguhr, Kohle, Silioiumdioxyd, Aluminiumoxyd oder dergleichen vorzusehen* Es ist auch möglioh,
die Aktivität des Katalysators duroh die Verwendung eines Metall-oder Metallpxydpromotors, wie Zirkonoxyd, zu erhöhen·
Es ist jedoch ersiohtlich, daß weder die Verwendung einee Trägers noch die Verwendung eines Promotors
kritische Merkmale der Erfindung sind. Besonders "bevorzugte
Katalysatoren sind Raney-Kobalt, Zirkon als Promotor enthaltendes Kobalt auf Kieseiguhr, Raney-Niokel,
Kiokel auf Kieseiguhr und Ruthenium auf Kohle. Jeder dieser Katalysatoren ist im Handel erhältlich.
Die zur Anwendung gelangende Menge an Metallkatalysator
muß nur hinreichend groß sein, um die katalytisohe Wirkung zu erhalten. Im allgemeinen variiert
jedoch die verwendete Menge des Metallkatalysators
909821/1108
zwischen etwa 6 und 50 $, und zwar vorzugsweise zwischen
10 und 40 Gew.$, bezogen auf das Gesamtgewicht des Dinitrilbesohiokungsmaterials.
Obgleich die Temperatur, bei weloher die selektive Hydrierungsreaktion stattfindet, nicht kritisoh ist, liegt
der breite Bereich zwischen etwa 50° und 150° C. Vorzugsweise variiert die Reaktionstemperatur zwischen etwa
80° und 120° Q. Wenn niedrige Temperaturen angewandt werden, würde gefunden, daß das Reaktionsausmaß unerwünscht niedrig ist. Es ist Jedoch offensichtlich, daß
höhere lemporaturen wirksam in dem Pail angewandt werden
können, wenn erhöhte Keaktionsausmaße für notwendige erachtet
werden. Der genaue zur Anwendung gelangende Druok
ist ebenfalls kein wesentliches Markmal des Verfahrens gemäß der Erfindung, und der Druck muß,nur hinreichend
erhöht werden, um das Ammoniak oder Amin in der flüssigen Pha3e bei den erhöhten, "bei der Durchführung der
Reaktion verwendeten Temperaturen zu halten. Im allgemeinen betragen die Drücke mindestens 75 at, mit oinem
breiten Bereich von etwa 75 bis 700 at. Der bevorzugte Druckbereioh liegt zwischen etwa 85 und 350 at, obgleich
es für einige Zwecke und für gewisse der vorstehend genannten Katalysatoren, wie Raney-Uiekel, vorteilhaft ist,
909821 /1108
Drliokö unterhalb etwa 2QO at zu verwenden.
Die neuen Verbindungen, die durch die Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens hergestellt werden,
sind U -Alkyl- GT-alkannitrile mit der folgenden Strukturformell
M-(CHj-OH-CN tu ti η ι
wobei η eine ganze Zahl von 1 bis 12, vorzugsweise etwa 2 bis 6 darstellt, und R» ein geradkettiger oder verzweigtkettiger
Alkylrest mit 1 biß 12 Kohlenstoffatomen, und vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist. Spezifische
Verbindungen umfassen beispielsweise;
2-Methyl-5-aminovaleronitril 2-Äthyl-7-aminoheptannitril
2-Äthyl-4-aminobutyronitril
2-Me thyl-10-aminode oanni fcril
2-Äthyl-6-aminooapronitril
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert.
909821 /1108
(A) 100 !Teile 2-Me thylenglut ar säuren! tr il, 1.4 Seile
Raney-Kobalt, 115 Teile absolutes Äthanol und 90 Teile
wasserfreies Ammoniak wurden in einen Autoklaven eingebracht
und unter 366 at (5 200 psl) Wasserstoffdruck 16
Stunden lang auf 85° 0 erhitzt. Das Produktgemisoh wurde
von dem Katalysator abdekantiert und unter vermindertem Druck fraktioniert destilliert. Eine Hauptfraktion von
5.9 löilen wurde als 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril
identifiziert j Kp·« 118-120° C/33 mmj Neutralisationsäquivalent
Ί11,5; Dichte bei 25° 0:0,9173» ^reohungsindex
bei 20° 0 1,4532. Analyse: bereohnet ^: 64,3 #;
Ht 10,7 /«; II; 25,0 1»\ gefunden: 0:64,2 i°\ H: 10,7 >\
Ni 24,9 95.
(B) Unter vergleichbaren Bedingungen, aber unter Verwendung von 2-lIethylglutarsäurenitril als Ausgangsmaterial,
wurde kein 2-Methyl-5~aminovalerlansäurenitril
erhalten. Das Hauptprodukt war das Diamln.
Beispiel 2
25 Teile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
25 Teile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
9 0 9 8 21/110 8 BAD original
Gegenwart von 14,7 !eilen Raney-Mokel, 50 Teilen absolutem
Äthanol und 30 Seilen wasserfreiam Ammoniak bei
88° G und 158 at (2 250 pei) hydriert. 10 Teile 2-fethyl-5-aminovalerianaäurenitril
wurden erhalten.
201 Teile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
Gegenwart von 69,3 Teilen eines durch die Deduktion von
basisohem Niokelsalz erhaltenen liiokelkatalyeators, 356
Teilen absolutem Äthanol und 352 Teilen wasserfreiem Ammoniak bei einer temperatur von 100° C unter einem Druck
von 135 at hydriert. Das Produkt enthielt 74,3 Teile 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril (Kp « 10a°C/20 mm),
13,5 Teile 3-Methylpiperidin (Kp » 36° C/33 mm) und 74,8
Teile eines viskosen polymeren Rückstandes.
24,9 Teile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
Gegenwart von 4,0 Teilen eines Ruthenium auf Kohle Katalysators, 59 Teile reinem Äthanol und 10 Teilen Wasserfreiem
Ammoniak bei einer Temperatur von 100° C unter
909821/1108
einem Druok von 88 at hydriert. 11,5 Teile 2-Methyl-5-aminovalerianBäurenitril
und 10,6 Teile eines viskosen Huokstandee wurden gebildet.
F 40 !eile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
Gegenwart von 12,5 Seilen eines Katalysators aus einem Zirkonoxyd als Promotor enthaltenden Kobalt auf Kieselguhr,
47 Seilen absolutem Äthanol und 55 Teilen wasserfreiem Ammoniak bei 90° 0 und 352 at (5 000 psi) hydriert.
20 Teile 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril wurden erhalten.
100 Teile 2-Methylenglutarsäurenitril wurden in
Gegenwart von 36 Teilen eines reduzierten und stabilisierten Nioke!katalysators, 200 Teilen absolutem Äthanol
und 101,2 Teilen Triäthylamin bei einer Temperatur von 90 C unter einem Druok von 136 at hydriert. Das Produkt
wurde mittels Vakuumdestillation isoliert und enthielt 40 Teile 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril (Kp « 108° C/
20 mm)
909821/1108
und 45,6 Teile eines leioht viskosen polymeren Rückstandes.
Vergleichbare Ergebnisse wurden unter Verwendung von Tri-n-amylamin anstelle von Üriäthylamin erhaltend
Die vorstehend angegebenen Werte zeigen, daß das Verfahren gemäß der Erfindung mühelos zur Bildung von
c^-Alkyl-^-aminoalkannitrilen zur Anwendung gelangen
kann. Insbesondere wird die Herstellung von 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril
gezeigt. Diese besondere Verbindung ist ein neues und wertvolles ohemisches Zwisohenprodukt.
Diese Verbindung kann leioht zu 2-Methyl-5-aminopentansäure
duroh Erhitzen unter ^üokfluß mit 40 $-iger Schwefelsäure während einer genügend langen
Z.eitdauer hydrolysiert werden. Dies istt für die Herstellung
von Polyamiden nützlich. Auch ein Weg zur Herstellung des zyklischen lactams, 2-0xo-3-Methylpiperldin,
ist gemäß dem Verfahren von Aschan, 2er. 24, 2444 - 2445
vorgesehen. Dieses Lactam ist bei der Herstellung von "Methylnylon-5" und Mischpolymerisaten brauchbar. Das
2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril kann auoh als Ausgangsmaterial
für ein wichtiges Zwischenprodukt von Arzneimitteln gegen Malaria verwendet werden.
9 0 9 8 2 1/110 8
Anhand der folgenden Beispiele wird die Hydrolyse von 2~Methyl-5-amlnovaleriansäurenitril zu 2-Methyl-5-aminopentansäure
und die Umwandlung des ersteren .zu
Laotam, bzw. 2-0xo-3-methylpiperidin näher veransohaulioht.
11,2' Teile 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitril
wurden während einer Zeitdauer von 3 Stunden mit 130 Teilen 40 %-iger Sohwefölsäure hydrolysiert. !Das sioh
ergebende Gemisoh wurde mit 100 Teilen Bariumoarbonat
neutralisiert, filtriert, das Filtrat wurde konzentriert und dann mit Ble.ioarbonat und anschließend mit Schwefelwasserstoff behandelt, danaoh filtriert und erneut kon-
* zentriert« Die rphe Saure wurde duroh Ausfällen mit Alkohol erhalten· Ausbeute» 4,8 Teile (P * 180° - 200° C).
Naoh der Umkristalliaierung aus Alkohol schmolz die Säure
bti 183° - 183,5° 0.
Diese Säure, 2-Methyl-5-aminopentansäure, kann leioht
zu dem lactam 2-Oxo-3-methylpiperidin entwässert werden,
welohes seinerseits zu "Methylnylon-5" polymerisiert werden
kann· '
909821/1108
98 Teile 2-Methyl-5-Aminovaleriansäurenitril wurden
bei Erhitzen unter Rückfluß während drei Stunden mib etwa IO4O Teilen 40 $-iger Schwefelsäure hydrolysiert.
Dae Reaktionsgemisoh wurde mit 783 Teilen -oariumcarbonat
neutralisiert, während heißer Wasserdampf durch das Gemisch hindurohgeleitet wurde. Nach dem filtrieren wurde
der Niederschlag mit kaltem Wasser gewaschen und das Tiltrat und die damit vereinten Waschflüssigkeiten zur
Trookene verdampft. Der Rüokstand wurde auf 180° C erhitzt,
während das gebildete V/asser abdestilliert wurde. Naoh Erhitzen unter Rückfluß während einer Stunde bei
180° bis 190° 0, wurde das Lactam bei 135° - 145° 0 unter einem Drück von 20 mm Hg überdestilliert· Ausbeute:
50 Teile (P - 55,1° - 55,3° C, Kp « 249° - 250° C;
gefunden:
AnalyeeiYC: 36,33 63,ao 1>\ H, 9^0, 9,91 £; Nt 12,42, 12,27
(C6H11ON erfordert» Oi 63,7 ti Et 9,74$, N: 12,4 >).
Diefl^-Alkyl-to-aminoalkannitrile gemäß der Erfindung
können auch für die Herstellung von zyklischen laotarnen verwendet werden, wobei die Anzahl der Kohlenstoffatome
im Ring von der Anzahl der Kohlenstoffatome in der geraden Kette dea Aminoalkannitrils abhängt.
909821/1108
Claims (8)
1) oc -Alkyl-ij -aminoalkannitrile der allgemeinen
Formel
H2N-(CHg)n-CH-CH
in.welcher η eine ganze Zahl von 1 Die 12 ist und FU
einen Alkylrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen darstellt.
2) <t -Alkyl- y -aminoalkannitrile gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in der angegebenen Formel R, Methyl bedeutet und η = 3 ist.
3) Verfahren zur Herstellung voni^-Alkyl-c^-aminoalkannitrilen nach Anspruch 1 oder 2, durch Reduktion
einer zwei Nitrilgruppen enthaltenden organischen Verbindung, dadurch gekennzeichnet, daß man eine
Verbindung der allgemeinen Formel
NC-(CHj-C-CN
' ?-R1
R2
worin η eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet und R1
und R2 Vaeserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 12
Kohlenstoffatomen darstellen, bei erhöhten Temperaturen und Drücken in Gegenwart von Ammoniak oder einem ter-
9.09821/1 108
tiären Älkylamin als die Bildung von sekundärem Amin
unterdruckende Verbindung und in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators der Gruppe VIII des Periodensystems hydriert.
4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mandLe Hydrierung bei einer Temperatur
zwischen 5o°C und 15o°C und bei einem Druck von wenigstens 75 at durchführt.
5) Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung in Gegenwart
eines inerten Verdünnungsmittels durchführt.
6) Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes Verdünnungsmittel ein Alkanol mit niederem Molekulargewicht, vorzugsweise Äthanol, verwendet.
7) Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Methylenglutareäurenitril zu 2-Methyl-5-aminovaleriansäurenitr;Ll in Gegenwart eines Nickel-, Kobalt- und Rutheniummetall
enthaltenden Hydrierungskatalysators der Gruppe VIII der Periodensystems hydriert.
8) Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Raney-Kobält, Zirkon als Promotor enthaltendes Kobalt auf
Kieselgur,Raney-Nickel, Nickel auf Kieselgur oder
Ruthenium auf Kohle verwendet.
909821/1108
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US385500A US3322815A (en) | 1964-07-27 | 1964-07-27 | Aminoalkanenitriles and process for preparing the same |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1518067A1 true DE1518067A1 (de) | 1969-05-22 |
Family
ID=23521638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651518067 Pending DE1518067A1 (de) | 1964-07-27 | 1965-07-27 | Verfahren zur Herstellung von alpha-Alkyl-omega-amino-alkannitrilen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3322815A (de) |
| BE (1) | BE667489A (de) |
| DE (1) | DE1518067A1 (de) |
| GB (1) | GB1046387A (de) |
Families Citing this family (19)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR89767E (fr) * | 1965-03-18 | 1967-08-18 | Rhone Poulenc Sa | Procédé de dimérisation linéaire de l'acrylonitrile |
| DE1908466C3 (de) * | 1969-02-20 | 1979-09-13 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Aminonitrile und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE3921263A1 (de) * | 1989-06-29 | 1991-01-24 | Bayer Ag | Verfahren zur selektiven hydrierung nitrilgruppenhaltiger olefine |
| US5151543A (en) * | 1991-05-31 | 1992-09-29 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Selective low pressure hydrogenation of a dinitrile to an aminonitrile |
| US5237088A (en) * | 1992-03-25 | 1993-08-17 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Transfer hydrogenation of nitriles using amine donors |
| US6080884A (en) * | 1998-03-20 | 2000-06-27 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US5986127A (en) * | 1999-03-15 | 1999-11-16 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6346641B1 (en) | 1998-07-20 | 2002-02-12 | Basf Aktiengesellschaft | Method for simultaneous production of 6-aminocapronitrile and hexamethylenediamine |
| DE19839338A1 (de) | 1998-08-28 | 2000-03-02 | Basf Ag | Verbessertes Verfahren zur gleizeitigen Herstellung von 6-Aminocapronitril und Hexamethylendiamin |
| US6258745B1 (en) | 1999-04-28 | 2001-07-10 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6680403B1 (en) | 1999-11-30 | 2004-01-20 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Process for hydrogenating dinitriles in aminonitriles |
| US6841507B2 (en) * | 1999-11-30 | 2005-01-11 | Invista North America S.A.R.L. | Aminonitrile production |
| US6569802B1 (en) | 1999-11-30 | 2003-05-27 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Catalyst for selective hydrogenation of dinitriles |
| US6566297B2 (en) * | 2000-03-10 | 2003-05-20 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6455724B1 (en) | 2001-10-02 | 2002-09-24 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6455723B1 (en) | 2001-10-02 | 2002-09-24 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6710201B2 (en) | 2001-10-02 | 2004-03-23 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| US6506927B1 (en) | 2001-10-02 | 2003-01-14 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Aminonitrile production |
| EP1768951A4 (de) | 2004-06-17 | 2011-06-15 | Musc Found For Res Dev | Nicht-natürliche aminosäuren |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2208598A (en) * | 1938-09-24 | 1940-07-23 | Du Pont | Aliphatic amino-nitriles and process of producing them |
| US2257814A (en) * | 1940-05-02 | 1941-10-07 | Du Pont | Preparation of omega-amino nitriles |
| US2762835A (en) * | 1953-03-12 | 1956-09-11 | Celanese Corp | Preparation of amino nitriles |
| US2830072A (en) * | 1955-12-31 | 1958-04-08 | Stamicarbon | Process for the preparation of omega-amino alkane nitriles |
-
1964
- 1964-07-27 US US385500A patent/US3322815A/en not_active Expired - Lifetime
-
1965
- 1965-07-23 GB GB31577/65A patent/GB1046387A/en not_active Expired
- 1965-07-27 BE BE667489A patent/BE667489A/xx unknown
- 1965-07-27 DE DE19651518067 patent/DE1518067A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3322815A (en) | 1967-05-30 |
| BE667489A (de) | 1965-11-16 |
| GB1046387A (en) | 1966-10-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1518067A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von alpha-Alkyl-omega-amino-alkannitrilen | |
| DE1543793A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylpentamethylendiamin | |
| DE3003728A1 (de) | Verfahren zum hydrieren von aromatischen nitrilen | |
| DE1668516A1 (de) | Bifunktionelle Cyclohexenylverbindungen und deren Herstellung | |
| DE69815983T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von tertiären Aminen mit höher Qualität | |
| DE1902460B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aide hyden und Alkoholen durch Oxo Synthese | |
| DE2360406A1 (de) | Herstellung von beta-alkoxy-omegalactamen | |
| DE1518772A1 (de) | 4-(Aminomethyl)-cyclohexancarbonsaeurenitril sowie Verfahren zur Herstellung desselben | |
| DE2416584C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Squalan | |
| DE1518118B2 (de) | Verfahren zur Hydrierung von Nitrilen | |
| DE754412C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden | |
| DE1493752A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem wasserfreiem 2-Amino-propionitril | |
| DE1908466C3 (de) | Aminonitrile und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1795485C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyaminen. Ausscheidung aus: 1770057 | |
| DE2514004A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 3-methylpiperidin | |
| DE3128575A1 (de) | "verfahren zur herstellung von n,3-disubstituierten propanamiden" | |
| DE1468779A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylaminen aus Dicyclohexanolen | |
| DE2655794A1 (de) | Verfahren zur herstellung von aethylencyanhydrin | |
| DE2114211C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Citronellal | |
| DE1230791B (de) | Verfahren zur Herstellung von Carbodiimiden | |
| DE2328605C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Diastereoisomerengemisches von Zearalanol | |
| DE875357C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyaminen | |
| DE2715518C2 (de) | ||
| DE709539C (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivaten | |
| DE1282018B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Isomerengemisches von Bis-(4-aminocyclohxyl)-methan mit Gleichgewichtsverteilung der Isomeren |