DE1514855C3 - Halbleitervorrichtung - Google Patents
HalbleitervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Halbleitervorrichtung mit einem Halbleitergrundkörper, in dem mindestens
ein elektronisches Bauelement vorgesehen ist, mit metallischen Verbindungsleitungen, die verschiedene
Teile des Bauelements bzw. der Bauelemente miteinander verbinden und die von der Oberfläche des
Grundkörpers durch eine nichtleitende Schicht isoliert sind.
. Ein in der Halbleitertechnologie seit langem vorliegendes Problem ist der Abbau von in Sperrichtung
vorgespannten pn-Übergängen in Vorrichtungen, welche hohen Betriebstemperaturen unterliegen. Der
zu diesem Abbau am meisten beitragende Faktor ist die Oberflächeninversion, nämlich die Tendenz des
Halbleitermaterials, an der Oberfläche sich von einem Leitungstyp in den entgegengesetzten Leitungstyp
umzuwandeln. Dieser Effekt herrscht insbesondere in p-Silizium mit aufgebrachter Siliziumoxydschicht vor,
wobei die Oberfläche dazu neigt, sich in n-Süizium zu verwandeln. Da ferner der Kollektor-Basis-Übergang
eines Transistors stark in Sperrichtung vorgespannt ist und die Kollektorzone gewöhnlich schwächer als
Basis und Emitter dotiert ist, tritt der schädliche Effekt der Oberflächeninversion am stärksten in der
Kollektor-Basis-Kennlinie von pnp-Silizium-Planar-Transistoren
in Erscheinung. Die Inversion wird durch stärkere Dotierung der p-Kollektorzone reduziert,
jedoch beschränkt dies den Transistor auf niedere Kollektor-Basis-Durchbruchsspannungen. Zu
einer teilweisen Lösung des Inversionsproblems führt die Verwendung eines einen hohen Widerstand besitzenden
p-Materials für den Kollektor und die anschließende Bildung einer stark dotierten ρ+ -Zone
in der Nähe der Grundkörperoberfläche in der Kollektorzone, die die Basiszone umgibt, jedoch im Abstand
von dieser liegt (vgl. z. B. kanadische Patentschrift 667 423 und die Zeitschrift »Internationale
Elektronische Rundschau«, 1964, Heft 8, S. 423 bis 426). Bei diesem Aufbau wird die ρ+ -Zone als
»Schutzring« (guard ring) bezeichnet, obwohl in manchen Fällen dieser Bereich nicht ring- oder kreisförmig,
sondern vielmehr quadratisch oder rechteckig ist. In jedem Falle liegt jedoch eine in sich geschlossene
Konfiguration vor. Der Schutzring verlangsamt den auf der Oberflächeninversion beruhenden Abbau
des pn-Übergangs und ermöglicht trotzdem, daß die Kollektorzone einen hohen Widerstand besitzt, so
daß die Durchbruchsspannung in Sperrichtung hoch sein kann.
Obwohl der Schutz- oder Sicherheitsring sich bei konventionellen Transistoren als sehr wirksam erwiesen
hat, verliert er seine Wirksamkeit, wenn metallische Streifen auf die Siliziumoxydschicht aufgebracht
werden, die die Oberfläche der Halbleitervorrichtung bedeckt, wie dies bei integrierten Schaltungen für die
Zwischenverbindungen und bei Transistoren mit breiten Kontakten (expanded contacts) notwendig
und beispielsweise aus der USA.-Patentschrift 2 972 092 und der französischen Patentschrift
1 262 176 bekannt ist. Der Leitungsstreifen begünstigt die Bildung einer Inversionsschicht an der
Grundkörperoberfläche, wenn er in bezug auf das darunterliegende Halbleitermaterial stark positiv vorgespannt
ist. Dabei wird eine starke Konzentration an Elektronen (η-Typ Ladungsträger) im Silizium dicht
unter dem Streifen erzeugt. Es entsteht also in Wirklichkeit eine n + -Zone und dort, wo diese an den
ρ+ -Sicherheitsringbereich angrenzt, ergibt sich ein ρ+ /η+ -Übergang. Ein solcher Übergang zeigt von
Natur aus eine sehr niedrige Durchbruchsspannung in Sperrichtung und wirkt praktisch als Kurzschluß. Der
durch die Felder der über dem Halbleitermaterial laufenden Verbindungsleitungen bzw. Elektroden bewirkte
Effekt ist dabei so stark, daß er bei einer, bekannten Halbleiteranordnung zu deren Steuerung
verwendet wurde (britische Patentschrift 954 947). Es ist bereits vorgeschlagen worden (deutsche
ίο Offenlegungsschrift 1 539 070), zur Vermeidung von
Oberflächenströmen auf der Isolierschicht im Bereich des pn-Übergangs eine elektrisch leitende Schicht anzuordnen,
die mit dem als Elektrodenanschluß dienenden Kontakt zu einem oder an den pn-übergang
angrenzenden Bereiche in elektrisch leitender Verbindung steht.
Aufgäbe der Erfindung ist es, die Einflüsse der Oberflächeninversion bei Halbleitervorrichtungen zu
reduzieren.
Dies wird bei einer Halbleitervorrichtung der einleitend
beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß jeweils zwischen den Verbihdungsleitungen
und der Oberfläche des Grundkörpers ein elektrisch leitendes Abschirmelement liegt, das mit einem
Oberflächenbereich des Grundkörpers, der im Abstand vom elektronischen Bauelement bzw. einer
Grenzfläche desselben angeordnet ist, elektrisch leitend verbunden ist.
Dabei hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Abschirmelement aus einem Kontaktteil, der mit
einem das Bauelement bzw. einen durch Grenzflächen abgegrenzten Bereich desselben längs einer
geschlossenen Kurve umgebenden Oberflächenbereich des Grundkörpers elektrisch leitend verbunden ist
und sich längs dieser geschlossenen Kurve erstreckt und aus einem Abschirmteil, der auf der gesamten
Länge des Kontaktteils quer zu diesem verläuft und im Abstand von der Grundkörperoberfläche angeordnet
ist, besteht.
Bei einer Halbleitervorrichtung dieser Art mit einem in einem Grundkörper aus monokristallinem
Silizium erzeugten pnp-Planar-Transistor als Bauelement, dessen Kollektor-, Basis- und Emitterzone
über- und ineinanderliegend an eine Oberfläche des Grundkörpers angrenzen, die ,mit Ausnahme von
Kontaktbereichen von einer Siliziumoxydschicht abgedeckt ist, hat es sich ferner als vorteilhaft herausgestellt,
wenn das Abschirmelement mit seinem Kontaktteil mit einem die Basiszone im Abstand umgebenden,
geschlossenen, zur Kollektorzone gehörigen Oberflächenbereich elektrisch leitend verbunden
ist, daß der Abschirmteil oberhalb der Siliziumoxydschicht liegt, daß die letztere und der Abschirmteil
von einer zweiten isolierenden Schicht bedeckt sind und daß elektrische Verbindungsleitungen zur Basis-
und zur Emitterzone vorgesehen sind, die auf der Oberseite der zweiten isolierenden Schicht verlaufen.
Besonders günstig ist dabei eine Ausführungsform, bei der das Abschirmelement oberhalb mit seinem
Kontaktteil mit einem gegenüber dem darunterliegenden Material höher dotierten Bereich elektrisch
leitend verbunden ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich ferner ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen HaIbleitervorrichtungen
erwiesen, bei dem unter Benutzung einer Siliziumoxydschicht als Maske Dotierungsmaterial
in einen Halbleiterkörper eindiffundiert wird, um mindestens eine Zone von gegenüber dem dar-
unterliegenden Material entgegengesetztem Leitfähigkeitstyp zu erzeugen, und bei dem die Siliziumoxydschicht
in einem geschlossenen, die Zone entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps im Abstand umschließenden
Bereich entfernt wird, und das dadurch gekennzeichnet ist, daß in dem geschlossenen Bereich und
längs dessen gesamtem Umfang in einem sich daran anschließenden Bereich oberhalb der Siliziumoxydschicht
ein als Abschirmelement dienender Metallfilm aufgebracht wird, der in dem geschlossenen Bereich
an der Grundkörperoberfläche elektrisch leitend verbunden ist, daß zumindest oberhalb des Metallfilms
eine zweite Siliziumoxydschicht abgeschieden wird, daß ein Kontaktbereich der Zone entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyps von dem Siliziumoxyd befreit wird und daß dann eine den Kontaktbereich bedeckende
und außerhalb desselben oberhalb der zweiten Siliziumoxydschicht verlaufende, streifenförmige, elektrisch
leitende Zuleitung erzeugt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen bekannter
und erfindungsgemäßer Halbleitervorrichtungen sowie einer Vorrichtung zur Herstellung derselben
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines Schnitts durch einen bekannten Transistor,
F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt eines Teils des Transistors gemäß Fig. 1,
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung eines Schnitts durch einen Transistor mit erfindungsgemäßem
Abschirmelement,
F i g. 4 einen vergrößerten Schnitt eines Teils des Transistors gemäß F i g. 3,
F i g. 5 bis 8 Schnitte des Transistors gemäß F i g. 3 während aufeinanderfolgender Fertigungsstufen,
F i g. 9 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung des Transistors gemäß
Fig. 3 teilweise im Schnitt und
Fig. 10 bis 12 perspektivische Darstellungen von
Schnitten durch weitere Ausführungsformen von Halbleitervorrichtungen gemäß der Erfindung.
In F i g. 1 ist ein bekannter, epitaxial gewachsener pnp-Planar-Transistor mit einem Sicherheitsring dargestellt,
der den Einflüssen der Oberflächeninversion entgegenwirkt. Der Transistor umfaßt einen Siliziumgrundkörper
10 mit einem stark p-dotierten Träger 11 und einer leicht p-dotierten epitaxialen Schicht 12.
Im Mittelteil der Schicht 12 ist ein n-leitender Basisbereich
13 ausgebildet. Ein kleiner kreisförmiger Emitterbereich 14 des p-Typs ist im Basisbereich
exzentrisch ausgebildet und läßt Raum für einen Basiskontakt. Basis- und Emitterbereich werden gewöhnlich
durch aufeinanderfolgende Diffusionsvorgänge gebildet, wobei eine Siliziumoxydmaskierung
Anwendung findet, wie sie in der USA.-Patentschrift 3 122 817 beschrieben ist. Das zum Zwecke der Maskierung
gebildete Siliziumoxyd, das auch während der Eindiffundierung der Verunreinigungen vorhanden
ist, bleibt auf der Oberfläche des Grundkörpers 10 als Siliziumoxydbelag 15 erhalten, der, wie dargestellt,
eine abgestufte Konfiguration unterschiedlicher Dicke besitzt, was auf das sukzessive Entfernen des
Oxydes bei der Ausbildung der verschiedenen Bereiche zurückgeht. Verschiedene Oberflächeneffekte,
einschließlich der Gegenwart dieses Oxydbelages 15, haben die Neigung, die darunterliegende Fläche des
p-Bereiches 12 zu veranlassen, sich in einen n-Leitfähigkeitsbereich zu verwandeln, d. h. eine dünne,
der Oberfläche benachbarte Schicht im Silizium zu bilden, die einen Überschuß an freien Ladungsträgem
in Form von Elektronen enthält. Aus diesem Grunde wird in bei dem bekannten Transistor ein stark dotierter,
ringförmiger ρ+-Bereich 16 in der oberen Fläche der Platte gebildet. Dieser Bereich 16, der als
Schutzring bezeichnet wird, kann gleichzeitig mit dem Emitter durch Diffusion hergestellt werden. Die
ίο Basis- und Emitterkontakte am Transistor werden
durch Metallstreifen 17 und 18 gebildet, die durch in den Oxydbelag 15 eingeätzte Öffnungen hindurchgreifen
und eine ohmsche Verbindung zu den entsprechenden Bereichen herstellen. Die Streifen enden
weiterhin in vergrößerten Anschlußstücken 19 und 20. Diese breiten oder expandierten Kontakte sind
bei Hochfrequenzvorrichtungen notwendig, da die aktiven Bereiche extrem klein sind. So hat in manchen
Fällen der Emitter eine Fläche von lediglich einigen hundertstel Millimetern. Wenn die Kontakte
in solchen Fällen nicht größer als die aktiven Bereiche sind, ist es praktisch unmöglich, an ihnen
Drahtzuleitungen zu befestigen. Aus diesem Grunde werden die breiten Kontakte mit den vergrößerten
Anschlußstücken benötigt. Der Transistor der F i g. 1 wird dadurch vervollständigt, daß der Träger 11 auf
einer Metallplatte 21, nämlich einer Grundplatte, befestigt wird, die gleichzeitig die Kollektorelektrode
bildet, und daß Zuleitungsdrähte mit den Anschlußstücken 19 und 20 verbunden werden.
Im Betrieb des Transistors gemäß F i g. 1 werden zwischen Basis und Kollektor und zwischen Emitter
und Kollektor Vorspannungen angelegt, und zwar häufig bei hohen Temperaturen. Dies führt zu einem
Durchbrach oder Kurzschluß der Vorrichtung, so daß diese unbrauchbar wird, ausgenommen bei niederen
Betriebsvorspannungen und/oder niederen Betriebstemperaturen. Dieser Durchbruch wird durch
einen Vorgang veranlaßt, welcher im Bereich dicht an der ringförmigen Zone 16 auftritt, was nun im
einzelnen erörtert werden soll.
F i g. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Teils der F i g. 1 unterhalb des breiten Basiskontaktes 17.
Man erkennt, daß ein flacher Kanal 23 unterhalb der Oxydschicht 15 ausgebildet ist. Dieser Kanal, auch
Inversionsschicht genannt, besitzt eine ziemlich hohe Ladungsträgerkonzentration, nämlich Elektronen im
vorliegenden Fall, so daß er η-Leitfähigkeit besitzt. Stark dotiertes p-Silizium läßt sich nicht leicht in
η-Silizium verwandeln. Deshalb verhütet der ringförmige Bereich 16 Fehler, da der Kanal 23 von der
Basis zum Kollektor nicht kontinuierlich ist. Dieser Aufbau ist so lange wirksam, als breite oder expandierte
Kontakte nicht zur Anwendung kommen.
Der Metallstreifen 17, welcher von der Basis 13 quer über den Kollektorbereich verläuft, verursacht
ein elektrisches Feld E im Dielektrikum und an der Siliziumoberfläche, was auf die Kollektor-Basis-Vorspannung
zurückgeht. Dieses Feld steigert die Konzentration der freien Ladungsträger im Kanal 23, so
daß in Wirklichkeit eine η+ -Zone entsteht. Der Übergang zwischen dem Ringbereich 16 und dem
Kanal 23, insbesondere der Übergang 24, welcher in Sperrichtung vorgespannt ist, bricht nun sehr leicht
durch, da er an beiden Seiten eine hohe Ladungsträgerkonzentration aufweist. Diese nachteiligen Einflüsse
der expandierten Kontakte werden bei Anwesenheit von Wärme noch gesteigert, wobei die
Wärme nicht nur das Bestreben hat, die Inversion an der Sihziumoberfläche zu erhöhen, sondern auch
ein permanentes elektrisches Feld im Dielektrikum erzeugen kann, welches auf den Elektret-Effekt
zurückgeht.
Bei einer Halbleitervorrichtung nach der Erfindung wird ein Durchbruch im Sperrbereich auf Grund der
oben diskutierten Effekte dadurch verhütet, daß der kritische Bereich in der Nähe der Ringzone gegen
das elektrische Feld abgeschirmt wird. Wie aus F i g. 3 hervorgeht, wird diese Abschirmung durch
ein zusätzliches Abschirmelement verwirklicht, das unterhalb der expandierten oder breiten Zuleitungen
angeordnet ist.
F i g. 3 zeigt einen ebenen, epitaxial gewachsenen pnp-Transistor ähnlich F i g. 1. Wie oben umfaßt auch
hier der Transistor einen Grundkörper 30 mit einem stark dotierten Träger 31 und einer leicht dotierten,
epitaxialen Schicht 32 des p-Typs. In der epitaxialen Schicht ist eine diffundierte Basiszone 33 des n-Typs
und ein diffundierter Emitter-Bereich 34 des p-Typs ausgebildet. Ein stark dotierter ρ+-Bereich 36 umgibt
die Basiszone an der Oberfläche des Grundkörpers, um auf diese Weise die unerwünschten Einflüsse
der Oberflächeninversion zu reduzieren. Zwei verschiedene isolierende Schichten aus Siliziumoxyd
liegen auf der Oberfläche des Grundkörpers. Die erste dieser Schichten stellt eine Schicht 37 aus thermischem
Oxyd dar, welche bei Ausbildung der Basis-Emitter-Zone und der ringförmigen Zone als Diffusionsmaske
benutzt wird. Diese Schicht 37 besitzt eine abgestufte Konfiguration, was auf die Oxydbildung
und dessen Entfernung, sowie auf die Abscheidung der Verunreinigungen während aufeinanderfolgender
Fertigungsstufen zurückgeht. Neben dem thermischen Oxyd ist eine Schicht 38 aus pyrolytisch
abgeschiedenem Siliziumoxyd auf der Oberfläche der Platte vorgesehen. Diese Schicht 38 dient
dazu, die expandierten Kontakte von dem Abschirmelement zu isolieren. Elektrische Verbindungen für
die Basis- und Emitter-Zone werden durch Metallstreifen 39 und 40 vermittelt, welche an der Siliziumfläche
in Öffnungen anliegen, die durch die Oxydlagen hindurchgeätzt sind. Von da verlaufen die
Streifen über das Oxyd heraus zu Anschlußstücken 41 und 42. Den inneren Rand des stark dotierten
Bereiches 36 umgibt ein Abschirmelement 43. Das Abschirmelement liegt mit seinem Kontaktteil über
eine Öffnung, die in die Oxydschicht 37 eingeätzt ist, am Bereich 36 an, wobei diese Verbindung als
ohmscher Kontakt ausgebildet ist. Der Abschirmteil des Abschirmelementes liegt über der Oberseite des
thermischen Oxydbelages 37 und ist nach innen, d. h. auf die Emitterzone zu, ausgerichtet. Das Abschirmelement
43 ist von den verbreiterten Zuleitungen 39 und 40 durch die pyrolytisch abgeschiedene Oxydschicht
38 elektrisch isoliert. Wie am besten aus der vergrößerten Darstellung gemäß F i g. 4 ersichtlich,
wird der kritische Bereich 44 genau innerhalb des innersten Teils der Zone 36 gegen das elektrische
Feld E abgeschirmt, welches dann entsteht, wenn der Kollektor-Basis-Übergang in Sperrichtung vorgespannt
ist, d. h., wenn zwischen dem Streifen 39 und dem Kollektorbereich 31, 32 eine positive Spannung
angelegt ist. Obgleich eine gewisse Inversion wegen der Anwesenheit des Siliziumoxydes auftreten kann,
ist doch der Einfluß des elektrischen Feldes eliminiert. Dementsprechend vermittelt das erfindungsgemäße
Abschirmelement insbesondere zusammen mit den Vorteilen des Sicherheitsringes 36 eine markante
Verbesserung der Durchbruchsspannung bei erhöhter Temperatur.
Ein Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 3 wird nachstehend angegeben. Wie aus
F i g. 5 ersichtlich, ist das Ausgangsmaterial für den Träger 31 eine quadratische Platte von etwa 762 mm
Seitenlänge, welche in diesem Stadium lediglich ein
ίο noch nicht abgetrenntes Segment einer großen
Scheibe aus monokristallinem Silizium des p-Typs ist, deren Durchmesser etwa 2,5 cm und deren Dicke
etwa 254 mm beträgt. Eine Schicht 32 aus p-Material mit höherem Widerstand wird epitaxial auf die Oberfläche
des Trägers aufgebracht. Hierauf wird eine erste Oxydschicht 37 über der epitaxialen Schicht 32
ausgebildet, und in der Oxydschicht 37 wird eine Öffnung 46 angebracht, was durch Fotoresist-Maskierung
und Ätzung erfolgen kann. Der Grundkörper 30 mit dem Träger 31 und der epitaxialen Schicht
32 wird hierauf einem n-Diffusionsvorgang unterworfen, wobei eine Donatorverunreinigung, beispielsweise
Phosphor, in die Oberseite des epitaxialen Bereiches 32 eindiffundiert wird, um auf diese Weise
die Basiszone 33 zu bilden. Gleichzeitig bildet sich über der Öffnung 46 wieder Siliziumoxyd aus. Wie
aus F i g. 6 hervorgeht, wird in dem wieder gewachsenen Teil der Oxydschicht 37 ein kleineres Loch 47
angebracht; außerdem wird eine periphere Öffnung 48 hergestellt. Beide Öffnungen werden mit Hilfe
der gleichen Fotoresist-Maskierung und der gleichen Ätzoperation gewonnen. Die Scheibe wird hierauf
einem Diffusionsvorgang des p-Typs unterworfen, während dessen Bor oder eine andere Akzeptor-Verunreinigung
durch die Öffnungen in die Oberfläche hineindiffundieren. Gleichzeitig bildet sich das
Oxyd wieder aus. Auf diese Weise entstehen die Emitterzone 34 und der Bereich 36 des peripheren
Sicherheitsringes, wie dies in F i g. 7 dargestellt ist.
Die Vorrichtung ist nunmehr bereit zur Ausbildung des Abschirmelements. Zu diesem Zweck wird eine
periphere Öffnung 49 in der Oxydschicht 37 ausgebildet. Ein Film aus leitendem Metall, beispielsweise
Molybdän oder Chrom, wird über die gesamte Oberfläche der Platte oder der Scheibe abgeschieden. In
der Öffnung 49 haftet dann Metall an der Siliziumfläche und bildet mit dieser einen ohmschen Kontakt.
Das für das Abschirmelement verwendete Metall soll mit Silizium oder Siliziumoxyd bei den Temperatüren
der anschließenden Oxydabscheidung möglichst nicht reagieren. Der Metallfilm wird in den
Bereichen, wo er nicht benötigt wird, durch einen Fotoresist-Vorgang entfernt, so daß lediglich das
Abschirmelement 43 verbleibt, das die Transistorbasiszone an der Oberfläche der Platte umgibt. Nunmehr müssen die expandierten Kontakte an die Basis-
und Emitter-Bereiche angebracht werden. Da diese Kontakte über dem Abschirmelement 43 verlaufen,
müssen entsprechende Isolierungsvorkehrungen getroffen werden. Dementsprechend wird die Schicht
38 aus Siliziumoxyd aufgebracht, vorzugsweise durch Abscheidung bei niedriger Temperatur aus dem
Dampf einer Oxysilan-Verbindung in Gegenwart von Sauerstoff. Eine Vorrichtung für die Durchführung
dieses bevorzugten Verfahrens der Oxydabscheidung ist in F i g. 9 dargestellt. Ein Rohrofen SO ist mit
einem Heizelement 51 für die Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 500° C im Innern des Ofens
versehen. Mehrere Scheiben werden in einem Schiffchen 52 in den Ofen eingebracht, wobei jede Siliziumscheibe
zählreiche Grundkörper 30 in unterteilter Form enthält. Die Reaktionsgase werden in den Ofen
durch eine Anordnung eingebracht, die eine Leitung 53 einschließt. Durch diese Leitung wird: mit einer
Förderrate von etwa 0,03 m3 pro Minute Sauerstoff gedrückt. Das Gas perlt durch eine bestimmte Menge
von flüssigem Tetraäthylorthosilikat 54 in einen Kolben 55,. in welchem ein Dampf des Oxysilans
mitgenommen wird. Hierauf gelangt die Gasmischung über eine Leitung 56 in den Ofen. Weiterer Sauerstoff
wird durch eine Leitung 57 in den Strom eingebracht, und zwar mit einer Förderrate von etwa
0,03 ms pro Minute. Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann die Siliziumoxydschicht 38 mit einer Geschwindigkeit
von 2000 AE pro Stunde abgeschieden werden, wobei eine Dicke von etwa 4000 AE für die
vorliegenden Isolierungszwecke adäquat ist. Im Anschluß an die Abscheidung der Oxydschicht 38 werden
Öffnungen 58 und 59 im Oxyd über den Basis- und Emitterzonen ausgebildet, um die Siliziumfläche
zum Zwecke der Herstellung ohmscher Verbindungen mit diesen Transistorbereichen freizulegen. Ein
Film aus Kontaktmetall wird anschließend über die gesamte Oberfläche in der Weise aufgedampft, daß
das Metall haftet und einen nicht gleichrichtenden Kontakt mit der Siliziumoberfläche in den Öffnungen
58 und 59 herstellt. Hierauf wird nicht benötigtes Metall entfernt, so daß die erwünschten Kontakte,
das verbreiterte Zuleitungsmuster, einschließlich der Streifen 39 und 40 sowie die Anschlußstücke 41 und
42 gemäß Fig. 3 verbleiben. Die Siliziumscheibe, in der eine große Anzahl von Vorrichtungen gemäß
Fig. 3 ausgebildet sind, wird nunmehr angerissen und in einzelne Einheiten zerlegt, die anschließend
auf Transistorgrundplatten 60 in üblicher Weise befestigt werden können. In diesem Stadium wird ein
Kollektorkontakt erzeugt, der entweder durch die Lötung gebildet wird, die zur Befestigung des Grundkörpers
30 auf der Grundplatte benutzt wird, oder von der Grundplatte selbst oder von einem metallisierten
Bereich einer keramischen Transistorpackung. Schließlich werden zu den Basis- und Emitteranschlußstückeii
41 und 42 Verbindungen durch kleine Golddrähte hergestellt, die zu geeigneten Haltern
oder Elektroden in der Grundplatte verlaufen. Schließlich wird die Einkapselung dadurch vervollständigt,
daß. an der Grundplatte eine Dose oder ein anderer Verschlußkolben befestigt wird.
Das Abschirnielement gemäß der Erfindung kann bei einer integrierten Halbleiterschaltung der in
Fig. 10 gezeigten Art Anwendung finden. Die in Fig. 10 gezeigte Halbleitervorrichtung umfaßt einen
Grundkörper 64 aus monokristallinem η-Silizium mit einem in dem Grundkörper ausgebildeten Transistor
und einem Widerstand, wobei der Transistor einen Kollektorbereich 65. des p-Typs, einen Basisbereich
66 des η-Typs und einen Emitterbereich 67 des p-Typs einschließt, während der Widerstand eine isolierende
Zone 68 des p-Typs und einen Bereich 69 des η-Typs umfaßt, wobei der letztere Bereich den
eigentlichen Widerstand bildet. Selbstverständlich kann der gleiche Grundkörper sehr viel mehr Transistoren
und Widerstände, wie auch andere Schaltkomponenten, beispielsweise Dioden und Kondensatoren,
aufweisen. Zur Darstellung des Prinzips sind im vorliegenden Fall lediglich zwei Komponenten
gezeichnet. Der Transistor ist vom Widerstand elektrisch durch einen pn-übergang in dem Grundkörper
isoliert; der Kollektorbereich 65 ist vom Widerstand 69 durch drei derartige Übergänge zwischen den Bereichen
65, 64, 68 und 69 getrennt. Jedoch kann die Isolierung zwischen den Komponenten, wie auch die
Isolation zwischen einer Komponente und dem Grundkörper 64, welcher gewöhnlich geerdet ist,
durch die Bildung einer Oberflächeninversionsschicht
ίο verlorengehen, wie dies oben für einen Transistor
bereits erörtert wurde. Um die Inversion zu reduzieren, enthalten die p-Bereiche ringförmige, stark
dotierte ρ+-Bereiche 70 und 71. Dies allein kann sich jedoch als unzureichend erweisen, und zwar
wegen der expandierten Kontakte und Verbindungen, wie dies untenstehend noch erörtert wird. Der Grundkörper
64 besitzt eine Siliziumoxydschicht 72, die die Oberfläche mit Ausnahme der Stellen bedeckt, wo
ohmsche Kontakte hergestellt werden. Die Schicht 72 liegt in verschiedenen Dicken vor, was auf das
benutzte Verfahren zur Herstellung der Transistor- und Widerstands-Bereiche zurückgeht, nämlich auf
die aufeinanderfolgenden Abscheidungen und Diffusionen im Zusammenhang mit der Oxydmaskierung.
In der Oxydschicht72 werden.über den ρ+-Bereichen
70 und 71 ringförmige Öffnungen erzeugt. Kontaktmetall wird selektiv aufgebracht, so daß die
Abschirmelemente 73 und 74 entstehen. Eine Oxydschicht 75 wird über den Abschirmelementen 73 und
74 abgeschieden, so daß diese von den sie überquerenden Zuleitungen isoliert sind. Die Schicht 75
wird bei relativ niederer Temperatur durch die oben im Zusammenhang mit Fig. 9 erläuterte Oxydabscheidetechnik
gebildet. Öffnungen werden durch beide Oxydschichten 72 und 75 in den Bereichen
erzeugt, wo Kontakte hergestellt werden müssen. Anschließend wird Metall selektiv über das Oxyd und
in die Öffnungen eingebracht, um einen leitenden Streifen 76 für eine Verbindung zum Emitter herzustellen.
Ein weiterer eingebrachter Streifen 77 dient der Kollektorverbindung, ein Streifen 78 der Verbindung
zwischen der Transistorbasis und dem einen Ende des Widerstandes 69 und ein Streifen 79 der
Verbindung mit dem anderen Ende des Widerstandes.
Im Betrieb der Vorrichtung gemäß Fig. 10 können verschiedene Vorspannungsbedingungen herrschen,
welche z. B. die Tendenz haben, die Isolierung zwischen den Komponenten auf Grund eines Kurzschlusses
durch eine Inversionsschicht zu zerstören.
Wenn beispielsweise der Streifen 78 mit Bezug auf den Grundkörper 64 positiv ist, könnte für das linke
Ende des Widerstands 69 die Neigung bestehen, einen Kurzschluß mit dem Grundkörper zu bilden,
und zwar durch Inversion unterhalb des Streifens, falls das Abschirmelement 74 nicht zugegen ist. In
gleicher Weise könnte unter diesen Bedingungen die Basis des Transistors mit dem Grundkörper einen
Kurzschluß bilden. Wenn ferner die Leitung 78 in bezug auf den Kollektorbereich 65 positiv jedoch mit
Bezug auf den Grundkörper negativ ist, könnte ein Kurzschluß in der anderen Richtung stattfinden,
nämlich ausgehend vom Grundkörper zum Basisbereich 66. Aus diesem Grunde erstrecken sich die
Abschirmelemente 73 und 74 in beiden Richtungen, ausgehend von dem Kontaktpunkt mit der Siliziumfläche.
Bei einer integrierten Schaltung unter Verwendung eines p-Trägers 80 und npn-Transistoren gemäß
109 540/282
Fig. 11 umgibt ein Abschirmelement 81 den Kollektorbereich
82 über einer stark dotierten, ringförmigen Zone 83; dasselbe Abschirmelement kann andere
benachbarte Komponenten, beispielsweise einen Widerstand 84 umgeben. Wie oben stellen Leitungsstreifen
über pyrolytisch abgeschiedenem Oxyd Verbindungen zu den Bereichen des Transistors und
Widerstandes her. Außerdem bilden diese Leitungsstreifen die Zwischenverbindungen zwischen den
Komponenten. .
Zahlreiche Halbleitervorrichtungen des epitaxialen Typs verwenden einen p-Träger mit einer epitaxialen
η-Schicht, in welcher die einzelnen Komponenten durch Diffusion ausgebildet werden. In einer integrierten
Schaltung dieser Art, von der ein Beispiel in Fig. 12 dargestellt ist, arbeitet eine epitaxiale
n-Schicht91 als Kollektor der npn-Transistoren 92 und 93, wobei die Basis und der Emitter in diese
eindiffundiert ist. Zur Isolierung der Kollektorbereiche dieser Transistoren 92 und 93 bildet eine
ρ+-Isolierungsdiffusion ein Netz von stark dotierten Bereichen. Selbst wenn diese Bereiche eine hohe
Akzeptorkonzentration besitzen, besteht die Möglichkeit, daß die Oberfläche unter extremen Betriebsbedingungen
zum n-Leitfähigkeitstyp invertiert, wo- as durch die Isolation zwischen den Komponenten zerstört
wird. Deshalb umgibt ein Abschirmelement 95 jede Komponente über die stark dotierte Zone 94
hinweg. Das Abschirmelement 95 liegt an der Siliziumoberfläche in den Isolationsbereichen 94 an,
verläuft von da über die thermische Oxydbeschichtung in beiden Richtungen und liegt über einem Teil
des n-Bereiches 91, so daß auch die Inversion des η-Materials verhindert ist. Das gleiche Inversionsproblem würde in anderen epitaxialen Vorrichtungen
mit expandierten Kontakten auftreten, beispielsweise in einem epitaxialen Basistransistor und einem epitaxialen
Kanal-Feldeffekt-Transistor. In jedem Fall wird ein Abschirmelement über der ρ+-Isolierungsdiffusion angefügt, um einen auf Oberflächeninversiori
zurückgehenden Kurzschluß zu verhüten.
Das erfindungsgemäße Abschirmelement bewirkt eine Reduzierung der auf elektrischen Feldern beruhenden
Oberflächeninversion. In manchen Fallen kann ein solches Abschirmelement ohne stark dotierten
Sicherheitsring Anwendung finden. In diesem Fall enthält der Transistor gemäß F i g. 3 keine starke
Dotierung des Bereiches 36 sondern lediglich ein Abschirmelement 43. Der Bereich unter dem »Sicherheitsring«
wird in diesem Fall von dem elektrischen Feld abgeschirmt und eine Oberflächeninversion ist
merklich herabgesetzt.
Das Abschirmelement gemäß der Erfindung kann auch in anderen Halbleitervorrichtungen verwendet
werden, als in den oben erläuterten Transistoren usw. So werden beispielsweise die Kenndaten im
Sperrbereich einer Diode merklich durch die Anwendung eines erfindungsgemäßen Abschirmelements
verbessert. Die Basis-Kollektor-Übergänge des hier beschriebenen Transistors können als Dioden betrachtet
werden, wenn man die Emitter und Emitterkontakte ignoriert.
Vorstehend wurde in erster Linie die Verwendung eines Abschirmelements zur Vermeidung einer Verschlechterung
der Halbleitereigenschaften auf Grund einer Inversion von p-Silizium herausgestellt, da dies
das Material zu sein scheint, bei welchem der behandelte Effekt am meisten stört. Es tritt jedoch auch
die Inversion von η-Silizium auf, und es ist selbstverständlich, daß die Prinzipien der Erfindung sich
in gleicher Weise auch auf npn-Transistoren od. dgl. anwenden lassen, die in Aufbau und Wirkungsweise
den erörterten pnp-Elementen entsprechen. Schwach dotiertes η-Silizium zeigt den Inversionseffekt ziemlich merklich; in mäßig dotiertem Silizium des n-Typs
wird Inversion gewöhnlich nicht beobachtet. Bei dem Transistor gemäß F i g. 3 könnten die Kollektorbereiche
31 und 32 und der Emitterbereich 34 η-leitend und der Basisbereich 33 p-leitend sein. Der
Sicherheitsring 36 würde dann n+ — anstatt p+ — leitend sein. Eine bezüglich des Kollektors negative
Vorspannung der Basis würde unterhalb des Streifens ein Feld erzeugen, welches bestrebt wäre, eine
positive Ladung in die Nähe der Siliziumöberfläche zu bringen. Auf diese Weise bestünde die Tendenz,
die Oberfläche des η-Kollektors in eine Fläche des p-Typs zu verwandeln. Das Abschirmelement 43
würde dies verhindern, da es das Feld ebenso wie' in der pnp-Anordnung eliminieren würde.
Vorrichtungen, die aus anderen Halbleitermaterialien als Silizium bestehen, beispielsweise aus Germanium
oder Ill-V-Verbindungen, können ebenfalls mit Vorteil durch Abschirmelemente gemäß der Erfindung
verbessert werden. Silizium würde, lediglich als Beispiel gewählt, da der Inversionseffekt in diesem
Material besonders stark auftritt.
Claims (5)
1. Halbleitervorrichtung mit einem Halbleiter-. grundkörper, in dem mindestens ein elektronisches
Bauelement vorgesehen ist, mit metallischen Verbindungsleitungen, die verschiedene
Teile des Bauelements bzw. der Bauelemente miteinander verbinden und die von der Oberfläche
des Grundkörpers durch eine nichtleitende Schicht isoliert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwischen den Verbindungsleitungen (39, 40; 76 bis 79) und der Oberfläche
des Grundkörpers (32; 64) ein elektrisch leitendes Abschirmelement (43; 73, 74) liegt, das
mit einem Oberflächenbereich (36; 70, 71) des Grundkörpers (32; 64), der im Abstand vom
elektronischen Bauelement bzw. einer Grenzfläche desselben angeordnet ist, elektrisch leitend
verbunden ist.
2. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement
(43; 73, 74) aus einem Kontaktteil, der mit einem das Bauelement bzw. einem durch Grenzflächen
abgegrenzten Bereich (33) desselben längs einer geschlossenen Kurve umgebenden Oberflächenbereich
(36; 70, 71) des Grundkörpers (32; 64) elektrisch leitend verbunden ist und sich längs
dieser geschlossenen Kurve erstreckt und aus einem Abschirmten, der auf der gesamten Länge
des Kontaktteils quer zu diesem verläuft und im Abstand von der Grundkörperoberfläche angeordnet
ist, besteht.
3. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1 und 2 mit einem in einem Grundkörper aus
monokristallinem Silizium erzeugten pnp-Planar-Transistor
als Bauelement, dessen Kollektor-, Basis- und Emitterzone über- und ineinanderliegend
an eine Oberfläche des Grundkörpers angrenzen, die mit Ausnahme von Kontaktbereicheri
; von einer Siliziumoxydschicht abgedeckt ist, da-
durch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement (73) mit seinem Kontaktteil mit einem die Basiszone
(66) im Abstand umgebenden, geschlossenen, zur Kollektorzone (65) gehörigen Oberflächenbereich
(70) elektrisch leitend verbunden ist, daß der Abschirmten1 oberhalb der Siliziumoxydschicht
(72) liegt, daß die letztere und der Abschirmteil von einer zweiten isolierenden
Schicht (75) bedeckt sind und daß elektrische Verbindungsleitungen (76, 78) zur Basis- (66)
und zur Emitterzone (64) vorgesehen sind, die auf der Oberseite der zweiten isolierenden Schicht
(75) verlaufen (Fig. 10).
4. Halbleitervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abschirmelement (43; 73, 74) mit seinem Kontaktteil mit einem gegenüber dem
darunterliegenden Material höher dotierten Bereich (36; 70, 71) elektrisch leitend verbunden ist.
5. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche, bei dem unter Benutzung einer Siliziumoxydschicht als Maske Dotie-
rungsmaterial in einen Halbleiterkörper eindiffundiert wird, um mindestens eine Zone von gegenüber
dem darunterliegenden Material entgegengesetztem Leitfähigkeitstyp zu erzeugen, und bei
dem die Siliziumoxydschicht in einem geschlossenen, die Zone entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps im Abstand umschließenden Bereich entfernt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem geschlossenen Bereich und längs dessen gesamten
Umfangs in einem sich daran anschließenden Bereich oberhalb der Siliziumoxydschicht ein als
Abschirmelement dienender Metallfilm aufgebracht wird, der in dem geschlossenen Bereich
mit der Grundkörperoberfläche elektrisch leitend verbunden ist, daß zumindest oberhalb des
Metallfilms eine zweite Siliziumoxydschicht abgeschieden wird, daß ein Kontaktbereich der Zone
entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps von dem Siliziumoxyd befreit wird und daß dann eine den
Kontaktbereich bedeckende und außerhalb desselben oberhalb der zweiten Siliziumoxydschicht
verlaufende, streifenförmige, elektrisch leitende Zuleitung erzeugt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| US39083164A | 1964-08-20 | 1964-08-20 | |
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|---|---|---|---|
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