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DE1597769A1 - Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte - Google Patents

Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte

Info

Publication number
DE1597769A1
DE1597769A1 DE19671597769 DE1597769A DE1597769A1 DE 1597769 A1 DE1597769 A1 DE 1597769A1 DE 19671597769 DE19671597769 DE 19671597769 DE 1597769 A DE1597769 A DE 1597769A DE 1597769 A1 DE1597769 A1 DE 1597769A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate according
blue
pigment
colorant
resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671597769
Other languages
English (en)
Inventor
Watkinson Leonard James
Moore Brian Joseph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WH Howson Ltd
Original Assignee
WH Howson Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WH Howson Ltd filed Critical WH Howson Ltd
Publication of DE1597769A1 publication Critical patent/DE1597769A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/038Macromolecular compounds which are rendered insoluble or differentially wettable
    • G03F7/0388Macromolecular compounds which are rendered insoluble or differentially wettable with ethylenic or acetylenic bands in the side chains of the photopolymer

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte
Die Erfindung betrifft eine zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte, insbesondere eine zuvor lichtempfindlich gemachte photolithograph!sehe Druckplatte oder eine zuvor lichtempfindlich gemachte Lichtdruckplatte ( in
Fachkreisen gewöhnlich als Lichtdruckmetall bezeichnet)·
Bei einer For© der bekannten lithograph!sehen Druckplatten wird »ine wasserlösliche lichtempfindliche Schicht
dünn auf eine körnig· Aluminiumfolie aufgebracht und unter einem Negativ ύ&τ Lichteinwirkung ausgesetzt, um die belichteten Flächest unlöslich zu machen« Dann wird mit Wasser abgewaschen, wobei sich auf einer hydrophilen Platt·
009826/0478
BAn
Meue Lhtüriaaen tAn. 7 ε ι Ab«. 2 Nr. τ smi a
v. 4,9.
-z-
ein oleophiles Bild ergibt. Eine wässrige Lösung von mit einem Dichromat lichtempfindlich gemachten Ablumin ist ein typisches Beispiel für eine solche lichtempfindliche Schicht« Schichten dieser Art haben Jedoch schwerwiegende Nachteile« Wennxämlich die Aluminiumplatte beschichtet und getrocknet wird, setzt überall eine Härtewirkung, bekannt als "Dunkelreaktion", ein, die die Schicht gewöhnlich wasserunlöslich und zur Bildung eines Bildes ungeeignet macht«
Um den Begrenzungsfaktor hinsichtlich der Lebensdauer einer beschichteten Platte, wie sie vorstehend erläutert ist, auszuschalten« wurden Platten mit der allgemeinen Bezeichnung "zuvor lichtempfindlich gemachte photolithographische Platten" hergestellt, wobei eine lichtempfindliche Schicht auf ein Substrat aus Papier, Aluminium, Zink, Kupfer, hydrolysiertes Celluloseacetat oder Polyestermaterial aufgebracht wird« Diese Schichten sind auch nach monate- oder Jahrelanger Lagerung zur Bildung einer Druckplatte befähigt« Auf diesen Typ von photolithographischen Platten bezieht sich die Erfindung.
In Abhängigkeit von dem lichtempfindlichen Stoff haben das bestrahlte Material und das nichtbestrahlte Material unterschiedliche Löslichkelten entweder in Wasser eder in einer wässrigen Lösung oder in einem organischen Lösungsmittel) das seinerseits wieder in Wasser löslich sein kann« Sie Erfindung bezieht sich auf die letztgenannte Art von lichtempfindlichen Stoffen, d. h» auf solche, die ursprünglich in organischen Lösungsmitteln löslich sind, die jadoch durch die linwirkung von Lichtstrahlung unter einem Negativ unter Ausbildung belichteter
009826/0478 bad
Flächen progressiv schwerer löslich werden, bis diese Lösungsmittel keine Lösungskraft mehr für diese Flächen haben· Das normale Verfahren zur Behandlung solcher lithographischer Druckplatten besteht darin, daß zunächst eine lichtempfindliche Schicht, die gewöhnlich von einer körnigen Aluminiumfolie getragen wird, unter einem photographischen Negativ dem Licht ausgesetzt wird für eine Zeit, die zum Unlöslichmachen der belichtsten Flächen der lichtempfindlichen Schicht ausreichend ist. Die Entwicklung des Druckbildes wird dann durch Eintauchen oder Abwischen der belichteten beschichteten Platte in bzw, mit einem Lösungsmittel oder mit einem Lösungsmitte !gemisch zum Herauslösen der unbelichteten Teile der Schicht bewirkt. Die Platte ist in diesem Stadium noch nicht vollständig bearbeitet, da die nichtdruckenden Flächen die Neigung haben, Druckfarbe anzunehmen, so daß sie noch unempfindlich gemacht werden müssen· Die« wird bewirkt, indem über die Folie eine bekannte lithographische Entsenaibilisierungslösung gerieben wird, die normalerweise ein wasserlösliches Kolloid in Wasser, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Zitronenoder Phosphorsäure und/oder deren Salzen, enthält· Die abschließende Stufe besteht darin, daß die Bildflächen sichtbar gemacht werden, was durch Einreiben mit Farbe oder einem Farblack geschieht.
Bei «Inez· Form der bekannten Lichtdruckmetalle wird eine Schicht aus Zink, Kupfer oder Magnesium gründlich gereinigt und alt einem lichtempfindlichen Stoff beschichtet. Gebräuchlich* lichtempfindliche Materialien sind Kolloide
BAD CHl
008826/0478
w 7 "*ίν ν
wiβ Gummiarabikum, Fischleiai und Polyvinylalkohol, die mit Anraoniumdichromatlösung sensibilisiert sind· Diese lichtempfindlichen Stoffe werden gewöhnlich durch Schleudern auf die Oberfläche der Platte aufgebracht· Die beschichtete Platte wird dann nach dem Trocknen unter einem Negativ der Lichtbestrahlung ausgesetzt, um die belichteten Flächen des Überzugs, die den Flächen der Platte entsprechen, die nicht geätzt werden sollen, unlöslich zu machen· Die nichtgehärteten Flächen des Überzugs werden dann von der Platte durch Waschen mit Wasser oder einem anderen geeigneten Entwickler entfernt· Um dann das durch die gehärteten Flächen des Überzugs gebildete Bild besser sichtbar zu machen und um zu prüfen, ob die Platte vollständig entwickelt ist, wird die Platte durch Eintauchen für wenige Minuten in eine Farbstofflösung, beispielsweise von Methylviolett, gefärbt. Die so hergestellte Schablone ist gewShnlich nicht hart genug, um der Einwirkung der verwendeten Ätzlösungen zu widerstehen, und es ist weiterhin eine Erhitzungsstufe über einem Gasbrenner erforderlich· Dieser Vorgang ist als "Einbrennen" bekannt, und es ist eine erheblich· Erfahrung notwendig, um die richtige Menge an anzuwendender Wärme zu bestimmen« Die Platte kann dann durch Einbringen in ein Bad mit einer geeigneten ützlusung oder durch Verwendung einer staubfreien ÜLtssmasohine geätzt werden·
▲us den vorstehenden Ausführungen wird erslohtliok, dafl» wenn zur Erstellung einer fertigen Druckplatte» «· h* einer entwickelten, in gewünschter Welse entsensiblli-
bad
009826/0478
sierten, nach dem Bearbeiten ein sichtbares Bild aufweisenden Platte, die Anzahl der Herstellungsstufen vermindert werden kann, die für die Herstellung der Druckplatte erforderliche Zeit herabgesetzt und gleichzeitig das Verfahren wirtschaftlich attraktiver gemacht werden kann.
Es wurde versucht» dieses Problem durch Vorwendung von farbigen Entwicklern zu lösen, mit weichen nach der Belichtung eine lithographische Druckplatte durch die Verwendung einer Emulsion, die zur Färbung des Bildes einen Farbstoff enthält, entwickelt wird. Ein solches Verfahren ist in der britischen Patentschrift 921 529 beschrieben.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung geeignet entwickelter lithographischer Druckplatten mit gefärbten Bildern besteht darin, daß durchweg Löaungsmitte!entwickler verwendet werden, die entweder Farbstoffe oder suspendierte Pigmente enthalten. Diese Arten von Entwicklern sind in den schwebenden britischen Patentanmeldungen Nos· 35 072/63 und 30 056/64 der Anmelderin beschrieben« Diese Entwickler sind jedoch für die Verwendung auf lithographischen Druckplatten tue körnigem oder anodisiertem Aluminium, au» Zink, einem Kunststoff, Papier oder anderen Metallfläclien bestimmt, die mit Silikaten, Chroma ten oder Polykomplexen von Wolf rase oder Molybdän behandelt sind, auf denen eich die lichtempfindlich· Schicht befindet, die im wesentlichen farblos
Bin wichtiger Nachteil der bekannten asuvor lichtempfindlich gemachten Druckplatten uad der Verfahren »u ihrer
bad e*;c·* 009826/0478
Herstellung besteht darin, daß es bein Aufbringen eines farbigen Entwicklers durch die Maskierungswirkung des Farbstoffes oder des in dem Entwickler suspendierten Pigments schwierig festzustellen ist, ob der unbelichtete Überzug vollständig weggelöst worden ist« Deshalb ist es erforderlich, den Überschuß an farbigem Entwickler von der Platte durch Abwischen oder Abspülen mit Wasser zu entfernen, um asu prüfen, ob der nichtbelichtete Überzug vollständig weggelöst worden ist· Es ist vorgeschlagen worden, diesen Nachteil durch Verwendung eines ßlazoharzea, der mit einem farbstoffhaltigen Harz überzogen ist, auszuschalten (vgl« britische Patentschrift 9kk 276). Diese Platten sind jedoch nicht völlig zufriedenstellend, insbesondere deswegen, weil die abriebbeständigen, farbstoffhai feigen Harzüberzüge und das auf tier Platt« befindlich* lichtempfindliche Di&aiöhiirüi vor der Bestrahlung mit Licht nicht fest miteinander verbunden sind, so daß diese Platten schon vor der Belichtung leicht beschädigbar sind«
Ein zweiter Nachteil ist, daß bei Verwendung eines gefärbten Entwicklers das Bild nicht sofort erscheint, sondern sich der Kontrast langsam ausbildet. Sin weiterer Nachteil 1st, daß wegen der Verwendung von Farbstoffen oder Pigmenten sur Färbung des Bildes eine Verfärbung der umliegenden Arbeitsfläche, insbesondere der Hand* des die Arbeit Durchführenden„ unveraeidlioh ist. Außerdem ist das Harzmuster auf den Lichtdruokaetall normals-rwele· nioht ausreichend hart, um das Metall vor der Xinwlrkunf der Atχlösung au schützen, wenn mient auf
BAD ORK>;t
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■·.-■■ ;;,*■<,: Vi".-.; :V:ä /1.WjUA
das ecliwierig· Einbrennverfahren aurUckg·griffen -wird.
Ziel der Erfindung ist die Abschwaoliung der vorstellend genannten Mangel unter Beibehaltung der Vorteile der Schnelligkeit der Herstelltang, der guten Sichtbarkeit des Bildes und der Sauberkeit des Herstellungsverfahrens.
Erfindungsgemäß wird eine suvor lichteepfindlich gemachte Druckplatte hergestellt, die «dt einen Überzug, der ein lichtempfindliches Harz aus der Gruppe Stärkecinnamat, Cellulosecinnanat, Stärkefurfurylacrylat, Gellulosefurfurylacrylat und Polyvinylfurfurylacrylatharzen enthält, versehen wird, auf welchen dann als separater Überzug ein Färbemittel aufgetragen wird·
Eine zuvor lichtempfindlich gemachte photolithographische Druckplatte nach der Erfindung besteht vorzugsweise aus einer entweder körnigen oder körnigen und anodieierten Aluminiumplatte, die mit einer lichtempfindlichen Polyvinylcinnamatharzschicht beschichtet 1st, die gleichmäßig alt einer Färbemitteldispersion gefärb« ist, oder aus einer zuver lichtempfindlich gemachten Lichtdruck» platte aus Zink, Kupfer oder Magnesium, die mit einer lichtempfindlichen Polyvinyloinnamatharzschicht beschichtet ist9 die gleichmäßig mit einer Färbemitteldispersion «•färbt ist.
Überraschenderweise wtrde festg··*·!!*» dafi die Druokplatten nach «er Iffinduag seht· beständig gegenüber Beanspruchtmg a«f der Druckpresee und auoh gegenüber den Itziösungen sind* Das Färbemittel verbindet sich Uberraschender-
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weise sehr fest mit dem lichtempfindlichen Harz, selbst wenn auf ein Bindemittel verzichtet wird.
Geeignete Färbemittel sind beispielsweise Farbstoffe, fein verteilte Pigmente oder Pigmentdispersionen· Letztere sind als Färbemittel besondere vorteilhaft· Beispiele für geeignete Färbemittel sind Azoverbindungen wie Permanen tbordeaux F2R (C.I. Pigment Red 12), Anthrachinonverbindungen wie Indanthrenblau (C«I, Vat Blue k), Phthalocyaninblau oder -grün (C.I. Pigment Blue 15 oder C.I. Pigment Green 7) oder Schwermetallkomplexe von basischem Farbstoff wie Viktoriablau (C.I. Pigment Blue 1).
Nach dem Trocknen der beschichteten Platte wird über die lichtempfindliche Schicht das Färbemittel aufgetragen, worauf die Platte erneut getrocknet wird. Das sum Auftragen des Färbemittels verwendete Mittel darf die lichtempfindliche Schicht nicht lösen, und das Färbemittel soll· te eine gute Affinität gegenüber der lichtempfindlichen Schicht zeigen, wenn während des nachfolgenden Entwicklungsprozesses mit Lösungsmitteln behandelt wird. Unter den vorstehenden Bedingungen ist die Auswahl der Stoffe nicht begrenzt· Ss wurde beispielsweise festgestellt, daß diese Forderungen erfüllt werden, wenn das Färbemittel aus einem Lösungsmittel, wie beispielsweise einem Alkohol oder Glykol wie Äthanol, Propanol, Butanol, Methyl-iso-butylcarbinol, Äthylenglykol, Äthylenglykol-monomethyläther oder Äthylenglykol-monoäthyläther aufgetragen wird»
Nach dem Belichten unter einem photograph!sohen Negativ für «ine sum Unlöslichmachen des belichteten Teils der
0 09 826/0478 bad
-α-
Iicntempiindlichen Schicht erforderlich.· Zeit wird auf die Platte ein klarer, farbloser Entwickler aufgetragen, beispielsweise durch Anfeuchten mit eine« Schwamm, Watte oder Baumwalle oder durch Aufsprühen, wodurch das Bild sichtbar wird und sich ein scharfer Kontrast zu dem Hintergrund der Platte ergibt, welcher durch die gleiche Wirkung gewünschtanfalle gegenüber Druckfarbe entsensibilisiert wird. Nach dem Abspülen des Entwicklerüberschusses von der Platte mit Wasser ist die Platte fertig für die Benutzung auf einer Druckmaschine und kann mit einem geeigneten Ätzmittel geätzt oder nach Überwischen mit Gummiarabikumlösung und Trocknen für spätere Verwendung gelagert werden*
Im allgemeinen wird bei den lithographischen Platten nach der Erfindung ein farbloser Entwickler verwendet, und zwar sind sowohl farblose Emulsionen als auch farblose Lösungen geeignet. Die Vorbedingung für beide Entwicklertypen ist, daß sie ein organisches Lösungsmittel enthalten, das das nichtbelichtete lichtempfindliche Harz zu lösen imstande ist, und daß sie gewünschtenfalls den nichtdruckenden Hintergrund der lithograph!·· sehen Platte entsensibilisieren können· Das bei der Herstellung des Entwicklers zu verwendende Lösungsmittel kann von Fachleuten bei Kenntnis des besonderen licht«· empfindlichen Harzes, mit dem die lithographische Platte beschichtet ist, leicht bestimmt werden. Beispielsweise ist ein lichtempfindliches Harz aus Polyvinylalkohol und Zimtsäure löslich In Kohlenwasserstoffen wie
BAt) ORIGIN
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Toluol und/oder Xylol i« Gemisch »it Äthanol, chlorierten Kohlenwasserstoffen wie Trichloräthylen, Perchloräthylen und Chlorbenzol, Estern wie Aaylacetat und Methylamylacetat, Olykolätheracetaten wie 2-Methoxyäthylacetat, 2-Äthoxyäthylacetat und 3-Methoxybutylacetat, Alkoholen wie Benzylalkohol und Tetrahydrofurfurylalkohol, Ketonen wie Methyl-iso-amylketon, Äthyliso-amylketon, Di-iso-butylketon und Cyclohexanon und mischenden Lösungsmitteln wie Tetralin) Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Benzaldehyd, Nitrobenzol und Nitropropan. Für die Herstellung einer Emulsion können aus den vorstehend genannten Beispielen solche Lösungsmittel ausgewählt werden, die in Wasser unlöslich sind oder derartig wirken.
Zum Sntsensibilisieren der nichtdruckenden Flächen der lithographischen Druckplatte ist es notwendig, Kolloide mit die Druckplatte lithographisch entsensibilisierenden Eigenschaften zu verwenden· So können Gummiarabikum und synthetische Stoffe wie Methylcellulose, Äthylhydroxyäthyl· cellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Natriumalginat und Acrylamidmischpolymerisate sowie Phosphor- und Zitronensäure und/oder deren Salze verwendet werden. Ss ist zu bemerken, daß, da alle diese Kolloide wasserlöslich sind und deshalb beim Lösen in Wasser eine farblose Entwickler emulsion mit wasserunlöslichen Lösungsmitteln bilden können, die Auswahl des Kolloids zur Verwendung in einem farblosen Lösungsmittelentwickler durch seine Löslichkeit in dem besonderen ausgewählten Lösungsmittel bestimmt wird« Wenn jedoch zum Lösen des Kolleids ein
009826/047Θ
Lösungsmittel verwendet wird und dieses Lösungsmittel nicht zum Lösen der nichtbelichteten Schicht imstande ist, können zur Gewinnung einer geeigneten farblosen Entwicklerlösung andere organische Lösungsmittel zugesetzt werden, die die lichtempfindliche Schicht lösen können und die mit der Kolloidlösung mischbar sind·
Gewünschtanfalle können sowohl einem Emulsionsentwickler als auch einem Lösungsmittelentwickler Emulgiermittel zugesetzt werden, und zwar im erstören Fall zur Unterstützung der Bildung einer Emulsion und im zweiten Fall, um das lichtempfindliche Harz beim Vaschen der Platte mit Wasser nach dem Entwickeln in Suspension zu halten·
Außerdem kann der Emulsionsentwickler mit einem Bakterieid versetzt sein, um die amylolytische enzymatische Zersetzung des Kolloids zu verhindern.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der näheren Veranschaulichung der Erfindung· In ihnen bedeuten alle Teile Gewichtsteile·
Beispiel 1
Körnige Aluminiumplatten und körnige und anodieierte AIuminiunplatten wurden Hit einem lichtempfindlichen Polyvinyl cinnamatharζ (gehandelt von Kodak Limited unter dem Warenzeichen "Kodak Photo Resist") beschichtet, worauf unter. Verwendung einer der folgenden Gemische Färbemittel aufgetragen wurdent
ORIGINAL !MSPECTEO
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Färbemittel A Irgalite Fast Red MPS 3 Estergummi
Butanol
Teile
MMHMB
2 1
87
Färbemittel B Irgalite Victoria Blue SGP 1 Polyvinylalkohol
Wasser
95
Färbemittel C Irgalite Fast Blue MPS 2
Schellack
Alkohol
2 2
87
Färbemittel D
Microlith Red RT
Methyl-iso-butylcarbinol
90
Irgalite Fast Red MPS und Microlith Red RT sind jeweils eine Dispersion dines Azopigments, Irgalite Victoria Blue SGP 1 ist ein· Dispersion eines Schwermetallkomplexes von Victoria Blue, und Irgalite Fast Blue MPS 2 ist eine Dispersion von Phthalocyaninblau, *IrgaliteM und "Mic*olithN sind Warenzeichen·
Die auf vorstehend beschrieben· Veise hergestellten lithographischen Platten wurden dann zum Unlöslichmachen bestimmter Flächen belichtet. Di· belichteten Platten wurden
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35 ,0
k ,8
0 ,1
-13-
dann mit den folgenden Entwicklern erfolgreich entwickelt, wobei die Entwickler A und B Dispersionen und die Entwickler C, D und E Lösungen waren, um eine entsensibilisierte Platte zu erhalten.
Entwickler A
Lösungamittelphaae . Teile
Äthylglykolacetat Dirnethylacetamid Polyoxyäthylensorbitanmonolaureat Wässrige Phase
Gummi arabikumlösung S. G. 1,13 60,0 Phosphorsäure S.G. 1,75 0,1
Die Emulsion wurde durch langsamen Zusatz der Lösungsmittelphase zu der wässrigen Phase unter kräftigem Ruh· ren hergestellt.
Entwickler B
Lösunganitte!phase Teile
3-Methoxybutylacetat 30,0
Texofor F60 1,0
Wässrige Phase Natriumhexaaetapho sphat 1,0 Zitronensäure 3,0 Phosphorsäure S.O. 1,75 2,5 Aaaoniuaalginat 5,0 Natriecitrat 6,0
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Methyl-p-hydroxybenzonat Wasser
0,1
ad 100,0
Die Emulsion wurde durch langsames Zusetzen der Lösungsmittelphase zu der wässrigen Phase unter kräftigem Rühren hergestellt.
Entwickler C
30 #ige wässrige Gummiarabikumlösung Phosphorsäure S.u. 1,75 Dimethylformamid 3-Methoxybutylacetat Solumin PX 85S Polyoxyäthylensorbitanmonolaureat Teile
50,0
1,0
35,0
15,0
0,5
1,0
Entwickler D
Dirne thylformamid 3-Methoxybutylacetat Methylcellulose
Phosphorsäure S.G. 1,75 Polyoxyäthylensorbitanmonolaureat
Teile
79,0
21,0
*.O
0,1
0,5
Entwickler B
Methoxyäthylacetat Isopropanol Texofor DI Phosphorsäure S.G. 1,75 Teile
65,5 20,0
7,5 0,25
Texofor F60 und Texofor D1 sind Polyoxyalkylenkondensate,
009826/0A
und Solumin FX 85S ist das Natriumsalz von sulfatiertem Alkylphenoxy-polyäthoxyäthanol. "Texofor" und "Solumin" sind Warenzeichen.
Beispiel 2
Eine Platte aus Lichtdruckzink wurde durch Scheuern mit Bimsstein und Wasser und anschließendes gründliches Abspülen mit Wasser gereinigt und dann getrocknet. Die trockene Zinkplatte wurde dann mit einer wässrigen FoIyvinylcinnamatharzlösung (gehandelt von Kodak Limited unter dem Warenzeichen "Kodak Photo Resist") durch Aufschleudern beschichtet. Die Platte wurde dann getrocknet, wonach sie eine lichtempfindliche Schicht aufwies. Unter Verwendung eines der Gemische A, B, C, D oder E gemäß Beispiel 1 wurde dann darauf ein Färbemittel aufgetragen.
Die eingefärbten Platten wurden dann getrocknet.
Die auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellten Platten wurden dann zum Unlöslichmachen bestimmter Flächen der Überzugsschicht belichtet, indem das Licht einer Bogenlampe durch ein photographisches Negativ auf sie gerichtet wurde. Die belichteten Platten wurden dann durch Eintauchen in ein Xylol enthaltendes Bad entwickelt. Weitere auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellte und mit den Färbemitteln A, B, C und D versehene Platten wurden mit einem Gemisch von Dimethylformamid und 2-Methoxyäthylacetat sowie mit einem Gemisch aus Toluol und Äthanol entwickelt. In allen Fällen wurden Lichtdruckplatten er-
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halten, die mit 12 #iger Salpetersäure geätzt werden konnten, ohne daß das Harz eingebrannt werden mußte. Auf diese Veise wurden zufriedenstellende Ätzplatten erhalten.
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Claims (9)

Patentansprüche
1. Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte, gekennzeichnet durch einen Überzug, bestehend aus einem lichtempfindlichen Harz der Gruppe Stärkecinnamat, Cellulosecinnama.t, Polyvinylcinnamat, Stärkefurfurylacrylat, Cellulosefurfurylacrylat und Polyvinylfurfurylacrylatharzen, sowie einem Färbemittel, das als separater Überzug auf das Harz aufgetragen ist»
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtempfindliche Harz Polyvinylcinnamatharz ist,
3· Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug eine Schicht aus lichtempfindlichem Harz enthält, die gleichmäßig mit einem Farblack gefärbt ist, der das Färbemittel und ein Bindemittel enthält.
4. Platte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel Bstergummi, Polyvinylalkohol oder Schellack ist.
5» Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Färbemittel ein Farbstoff, ein fein verteiltes Pigment oder eine Pigmentdispersion ist.
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-18-
6. Platte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Färbemittel eine Azoverbindung, eine Anthrachinonverbindung oder ein Schwermetallkomplex eines basischen Farbstoffes ist.
7· Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Färbemittel Permanentbordeaux F2R (C.I. Pigment Red 12), Indanthrenblau (CI. Vat Blue 4), Phthalocyaninblau oder -grün (C.I. Pigment Blue 15 oder C.I. Pigment Green 7) oder Viktoriablau (C.I. Pigment Blue 1) ist.
8. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus körnigem Aluminium oder aus körnigem und anodisiertem Aluminium besteht·
9. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 7t dadurch ge-
/ kennzeichnet, daß sie aus Zink, Kupfer oder Magnesium besteht.
RH/Ba
ORiQlNAL INSPFCTEO
009326/0A78
DE19671597769 1966-05-26 1967-05-25 Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte Pending DE1597769A1 (de)

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NL162752B (nl) 1980-01-15
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