DE1579120C - Reifenaufbaumaschine - Google Patents
ReifenaufbaumaschineInfo
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- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 22
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reifenaufbaumaschine mit einem seitlich konvexe Anlageflächen aufweisenden
Aufbaukern und radial bewegbaren Greifern zum Erfassen, Straffen und Anlegen der den Kern seitlich
überragenden Geweberänder, wobei die Greifer und der Kern koaxial gegeneinander verdrehbar sind und
der Abstand zwischen den Greifern und dem Kern veränderbar ist.
Es sind Reifenaufbaumaschinen mit einem seitliche konvexe Anlageflächen aufweisenden Aufbaukern
bzw. mit einer sogenannten Hochschultertrommel bekannt, bei der die den Aufbaukern seilich überragenden
Geweberänder von radial bewegbaren Greifern erfaßt und die Gewebelagen so unter Spannung seitlich
am Aufbaukern angelegt werden. Mit fortschreitender Anlegebewegung wird dabei der gegenseitige
Abstand zwischen dem Aufbaukern und den Greifern verringert.
Es sind weiterhin Reifenaufbaumaschinen bekannt, bei denen das Reifengewebe mit Hilfe eines abrollfähigen
Balges und eines axial zur Aufbautrommel bewegbaren Außenzylinders auf die Aufbautrommel
aufgelegt wird. Diese vorbekannte Maschine ist so ausgebildet, daß beim Auflegen des Reifengewebes
die Aufbautrommel und der Außenzylinder relativ zueinander verdrehbar sind. Hierdurch ist es möglich,
den Fadenwinkel des Reifengewebes zu verändern.
Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine Reifenaufbaumaschine der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß hierauf ein einem Gürtelreifen ähnlicher Reifen aufgebaut werden kann, der unterhalb seines Laufstreifens schräg zur Reifenumfangsrichtung verlaufende und im Bereich
Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine Reifenaufbaumaschine der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß hierauf ein einem Gürtelreifen ähnlicher Reifen aufgebaut werden kann, der unterhalb seines Laufstreifens schräg zur Reifenumfangsrichtung verlaufende und im Bereich
ίο seiner Seitenwände im rechten Winkel zur Reifenumfangsrichtung
verlaufende Festigkeitsträger aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß der Abstand zwischen dem Kern und den Greifern
während der Verdrehung der Greifer und des Kernes gegeneinander unter Straffung der Geweberänder
vergrößerbar. Zweckmäßigerweise sind dabei zur Vergrößerung des Abstandes zwischen den Greifern
und dem Kern die Greifer radial einwärts bewegbar.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Kern oder die Greifer leicht verdrehbar gelagert sind und wenn weiterhin
die drehbare Lagerung des Kernes und der Greifer unterschiedliche Drehwiderstände aufweisen.
Dazu wird weiterhin vorgeschlagen, daß der Kern oder die Greifer durch axiales Spannen der schräg
verlaufenden Cordfäden verdrehbar sind.
Zur Herstellung eines Luftreifens nach Art eines Gürtelreifens kann nunmehr von einem schräggeschnittenen
Reifengewebe ausgegangen werden. Damit darüber hinaus der vorgenannte Fadenverlauf erreicht
wird und dabei eine faltenfreie Anlage des Reifengewebes an den seitlichen Flächen des Aufbaukernes
sichergestellt ist, wird der Abstand zwischen dem Kern und den Greifern unter Straffung der Geweberänder
vergrößert, während die Greifer einerseits und der Kern andererse:ts gegeneinander verdreht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Reifenaufbaumaschine im Längsschnitt, und zwar in schematischer Darstellung,
F i g. 2 und 3 je Teildraufsichten auf die Maschine
gemäß Fig. 1.
Am freien Ende einer Welle 1 ist ein Kern 2 gelagert. Im Abstand von dem Kern 2 ist ein Greiferpaar vorgesehen, das aus zwei konzentrisch angeordneten Gummibändern 3 und 4 besteht, die an in Richtung der Welle 1 verlaufenden Lenkern 5 und 6 geführt sind. Mit Hilfe der Lenker 5, 6 kann der Greifer betätigt, z. B. durch Durchmesserveränderungen der Gummibänder 3 und 4 eine öffnungs- oder Schließbewegung herbeigeführt, werden. Die Lenker 5, 6 sind ferner in der Lage, die in der Schließstellung befindlichen Gummibänder 3 und 4 in Richtung des Doppelpfeiles 7 radial nach innen oder nach außen zu bewegen, wobei die Gummibänder 3 und 4 gemeinsame Durchmesserveränderungen erfahren. Es ist also mit Hilfe der Greifer möglich, ein auf dem Kern 2 befindliches Reifengewebe α mit schräg verlaufenden Cordfäden b so zu verformen, daß es in einer Endstellung der Gummibänder 3 und 4 etwa die bei 8 angedeutete Gestalt annimmt, wobei das Reifengewebe α an den seitlichen Flächen des Kernes 2 anliegt.
Am freien Ende einer Welle 1 ist ein Kern 2 gelagert. Im Abstand von dem Kern 2 ist ein Greiferpaar vorgesehen, das aus zwei konzentrisch angeordneten Gummibändern 3 und 4 besteht, die an in Richtung der Welle 1 verlaufenden Lenkern 5 und 6 geführt sind. Mit Hilfe der Lenker 5, 6 kann der Greifer betätigt, z. B. durch Durchmesserveränderungen der Gummibänder 3 und 4 eine öffnungs- oder Schließbewegung herbeigeführt, werden. Die Lenker 5, 6 sind ferner in der Lage, die in der Schließstellung befindlichen Gummibänder 3 und 4 in Richtung des Doppelpfeiles 7 radial nach innen oder nach außen zu bewegen, wobei die Gummibänder 3 und 4 gemeinsame Durchmesserveränderungen erfahren. Es ist also mit Hilfe der Greifer möglich, ein auf dem Kern 2 befindliches Reifengewebe α mit schräg verlaufenden Cordfäden b so zu verformen, daß es in einer Endstellung der Gummibänder 3 und 4 etwa die bei 8 angedeutete Gestalt annimmt, wobei das Reifengewebe α an den seitlichen Flächen des Kernes 2 anliegt.
Das den Kern 2 umschließende, seitlich überstehende Reifengewebe α weist die schräg verlaufenden
Cordfäden b auf und wird zunächst durch eine Spannmanschette 9 auf dem Kern 2 fixiert, so daß Relativbewegungen
des von der Spannmanschette 9 um-
schlossenen Breitenabschnittes des Reifengewebes a gegenüber dem Kern 2 nicht eintreten können.
Nachdem die Gummibänder 3, 4 einen Rand c des Reifengewebes α erfaßt und zwischen sich fest eingeschlossen
haben, erfolgt eine Verdrehung im Sinne der Pfeile 10, z. B. über eine Schablonensteuerung in
Abhängigkeit vom axialen Abstand zwischen dem Kern 2 und den Gummibändern 3, 4. Gleichzeitig
wird der Abstand zwischen den Gummibändern 3, 4 einerseits und dem Kern 2 andererseits vergrößert,
wobei man zweckmäßigerweise die Gummibänder 3, 4 in axialer Richtung festlegt und die Abstandsvergrößerung
durch eine Axialbewegung des Kerns 2 um den Betrag d vornimmt. Dabei entsteht eine Verformung
des Reifengewebes a. Der freie, nicht eingespannte Abschnitt e des Reifengewebes α wird gedehnt,
und zwar in der Weise, daß die Cordfäden b nunmehr nicht mehr schräg, sondern im rechten Winkel
zur Umf angsrichtung des Kernes 2 verlaufen. Von dieser Verformung der Cordfäden b wird der Rand c,
ebenso der mit der Manschette 9 in Berührung stehende Abschnitt des Reifengewebes α nicht beeinflußt.
Diese Abschnitte behalten also die in F i g. 3 angedeutete Schrägstellung bei.
Die durch die gegenseitige Verdrehung hervorgerufene Verformung des Reifengewebes α kann eine Abknickung
an den Rändern der Spannmanschette 9 bzw. am Rand des Kernes 2 zur Folge haben. Eine
solche Abknickung ist jedoch nicht schädlich, weil der Außendurchmesser des Kernes 2 so gewählt wird,
daß der Reifenrohling am äußeren Umfang bei der Behandlung in seiner Form eine Vergrößerung erfährt.
Dadurch, also durch die am äußeren Umfang des Reifenrohlings eintretende Streckung, entsteht ein
allmählicher Übergang zum Abschnitt e. Der fertige Reifen weist also keine Knickstellen, sondern Biegeradien
auf, die von der Resterhebung des Reifenrohlings in der Vulkanisierform abhängig sind.
Nach der Verformung des Abschnittes e erfolgt das Anlegen des Reifengewebes a; die Gummibänder 3, 4
verringern ihren Durchmesser. Der axiale Abstand zwischen den Gummibändern 3, 4 und dem Kern 2
wird dabei vermindert, so daß in der Endstellung die bei 8 gestrichelt wiedergegebene Gewebestellung erreicht
wird.
Nachdem dieser Arbeitsgang vollzogen ist, kann der Kern 2 abgezogen und so gedreht werden, daß
nunmehr der gegenüberliegende Geweberand von den Greifern erfaßt und in der vorstehend beschriebenen
Art und Weise beeinflußt werden kann.
Wie vorstehend ausgeführt wurde, erfolgt während der Verdrehung eine Vergrößerung des Abstandes
ίο zwischen den Greifern und dem Kern 2.
Es ist aber auch möglich, die Maschine wie folgt auszubilden und zu handhaben: Nachdem das Reifengewebe
α auf den Kern 2 aufgebracht und durch die Manschette 9 fixiert worden ist, erfassen die
Gummibänder 3, 4 den Rand c. Es erfolgt dann eine Verspannung und Straffung des Abschnittes e, ohne
daß dabei der axiale Abstand zwischen den Greifern und dem Kern 2 verändert wird. Es erfolgt dann die
Anlegebewegung unter weiterer Verspannung des Abschnittes e durch eine Radialbewegung der Greifer,
also durch eine Durchmesserverringerung der Gummibänder 3 und 4. Dabei wird der Kern 2 in Abhängigkeit
von der Bewegung der Greifer in Richtung auf die Welle 1 verdreht. Diese Arbeitsweise der Maas
schine hat zur Folge, daß keine Knickstellen am oberen Rand des Abschnittes e entstehen. Die gegenseitige
Verdrehung des Kerns 2 und der Greifer kann dabei durch Schablonen gesteuert werden. Es ist aber
in jedem Falle dafür zu sorgen, daß bei der gegenseitigen Verdrehung und der gleichzeitig dabei durchgeführten
Verspannung und Anlegebewegung der Abschnitt e gestrafft bleibt. Im vorliegenden Fall wird
die effektive Abstandsvergrößerung zwischen den Greifern und dem Kern 2 durch die Radialbewegung
der Greifer erzielt. Dieses hat auch den Vorteil, daß man durch eine entsprechende Ausbildung der erwähnten
Steuervorrichtung in der Lage ist, den Übergang zwischen dem Schrägverlauf der Cordfäden b
unterhalb der Spannmanschette 9 einerseits und der gewünschten Radialstellung der Cordfäden b im Abschnitt
e zu beeinflussen. Es sind große Ubergangsradien bzw. Krümmungsradien der einzelnen Cordfäden
b des Reifengewebes α möglich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Reifenaufbaumaschine mit einem seitlich konvexe Anlageflächen aufweisenden Aufbaukern
und radial bewegbaren Greifern zum Erfassen, Straffen und Anlegen der den Kern seitlich
überragenden Geweberänder, wobei die Greifer und der Kern koaxial gegeneinander verdrehbar
sind und der Abstand zwischen den Greifern und dem Kern veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen dem Kern (2) und den Greifern während der Verdrehung
der Greifer und des Kernes (2) gegeneinander unter Straffung der Geweberänder vergrößerbar
ist.
2. Reifenaufbaumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung des
Abstandes zwischen den Greifern und dem Kern (2) die Greifer radial einwärts bewegbar sind.
3. Reifenaufbaumaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kern (2) oder die Greifer leicht verdrehbar gela-' gert sind.
■ 4. Reifenaufbaumaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
drehbare Lagerung des Kerns (2) und der Greifer unterschiedliche Drehwiderstände aufweisen.
5. Reifenaufbaumaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (2) oder die
Greifer durch axiales Spannen der schräg verlaufenden Cordfäden verdrehbar sind. (
6. Reifenaufbaumaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verdrehung in Abhängigkeit vom axialen Abstand der Greifer vom Kern (2) steuerbar ist.
7. Reifenaufbaumaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung in Abhängigkeit
von der Radialbewegung der Greifer steuerbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC0032463 | 1964-03-20 | ||
| DEC0032463 | 1964-03-20 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1579120A1 DE1579120A1 (de) | 1970-01-29 |
| DE1579120C true DE1579120C (de) | 1973-01-25 |
Family
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