DE1569153B2 - Polymerisat-Mischung auf der Grundlage von Acrylnitrilpolymerisaten - Google Patents
Polymerisat-Mischung auf der Grundlage von AcrylnitrilpolymerisatenInfo
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Description
Vinylidenchlorid enthält, enthält Acrylnitrilhomopolymere
und Copolymere, Terpolymere und Mischungen von Acrylnitril, die mindestens 70 Gewichtsprozent
Acrylnitril und bis zu 30 Gewichtsprozent einer damit copolymerisierbaren Komponente enthalten, die aus
einer oder mehr polymerisierbaren Komponenten bestehen kann.
Polymerisat A kann ein Copolymer mit 80 bis 98 % Acrylnitril und 2 bis 20% eines anderen Monomeren
sein, der die > C = C c:-Doppelbindung enthält und
mit Acrylnitril copolymerisierbar ist. Geeignete monoolefinische Monomere sind Acrylsäure, Alphachloracrylsäure
und Methacrylsäure; Methacrylate wie Methylmethacrylat, Äthylmethacrylat, Butylmethacrylat,
Octylmethacrylat, Methoxymethylmethacrylat, Beta-Chloräthylmethacrylat
und die entsprechenden Ester der Acryl- und Alphachloracrylsäuren; Methacrylnitril
; Acrylamid und Methacrylamid, Alphachloracrylamid oder Monoalkyl-Substitutionsprodukte hiervon;
Methylvinylketon, Vinylcarboxylate, wie z. B. Vinylacetat, Vinylchloracetat, Vinylpropionat und
N-Vinylsuccinimid; Methylenmalonester; Itaconester; N-Vinylcarbazol; Vinylfuran; Alkylvinyläther; Vinylsulfonsäure;
Äthylenalpha, Beta-Dicarbonsäuren oder ihrer Anhydride oder Derivate, wie z. B. Diäthylfumarat,
Diäthylmaleat, Diäthylcitraconat, Diäthylmesaconat; Styrol; Vinylnaphthalin; Acenaphthen; vinylsubstituierte
tertiäre heterocyclische Amine; wie z. B. Vinylpyridine, 2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 5-Methyl-2-Vinylpyridin
usw., 1-Vinylimidazol und alkylsubstituierte
1-Vinylimidazolen, wie z. B. 2-, 4- oder
5-Methyl-l-Vinylimidazole und andere ^ C == C =c-Doppelbindungen
enthaltende copolymerisierbare Verbindungen.
Das Polymerisat A kann auch ein Terpolymerisat sein, z. B. ein solches, das man durch Interpolymerisation
von Acrylnitril und zwei oder mehr der oben aufgeführten Monomere erhält. Die Terpolymerisate
können z. B. 80 bis 97 % Acrylnitril, 1 bis 10 % eines Vinylpyridins oder eines 1-Vinylimidazols und 2 bis
18 % einer anderen Substanz, wie z. B. Methacrylnitril enthalten.
Das Polymerisat A kann auch eine Mischung aus a) 50 bis 98 % Polyacrylnitril oder eines Mischpolymerisats
sein, das 80 bis 99 % Acrylnitril und 1 bis 20% wenigstens einer anderen, eine ^C = C <-Doppelbindung
enthaltenden Substanz enthält, die mit Acrylnitril copolymerisierbar ist, mit b) 2 bis 50 % eines Mischpolymerisats
aus 10 bis 70% Acrylnitril und 30 bis 90% eines wenigstens eine andere >
C = C <-Doppelbindung enthaltenden polymerisierbaren Monomers.
Wenn das Polymerisat eine Mischung darstellt, wird diese erstens aus einem Copolymer von 90 bis 98%
Acrylnitril und 2 bis 10 % eines anderen monoolefinischen Monomers, wie z. B. Vinylacetat, bestehen und
zweitens aus einer genügenden Menge eines Copolymers aus 10 bis 70% Acrylnitril und 30 bis 90% eines
yinylsubstituierten tertiären heterocyclischen Amins, wie z. B. Vinylpyridin, Methylvinylpyridin oder 1-Vinylimidazol,
wobei die beiden vereinigten Polymere eine anfärbbare Mischung ergeben, die einen Gesamtgehalt
an vinylsubstituiertem tertiärem heterocyclischen! Amin von 2 bis 10 % aufweist, berechnet auf das
Gewicht der Mischung.
Die Polymerkompositionen A können auch kleine Mengen von Substanzen enthalten, die die Anfärbbarkeit
verbessern, wie z. B. Itaconsäure, Methallyloxybenzolsulfonat, Allyloxybenzolsulfonat, Vinylbenzolsulfonat,
Natriumpara-Methacrylamidobenzolsulfonat und andere Zusätze, die der Anfärbbarkeit dienen.
Der Acrylnitril-Vinylidenchloridanteil B besteht aus einem Copolymerisat, das nur Acrylnitril und Vinylidenchlorid
enthält. Das Verhältnis von Acrylnitril zu Vinylidenchlorid kann stark variiert werden von 30 %
Acrylnitril und 70% Vinylidenchlorid bis 85% Acrylnitril und 15% Vinylidenchlorid. Mischungen, die
mehr als 50 % Vinylidenchlorid enthalten, sind im allgemeinen mit Polymer A nicht verträglich.
Das Gesamtverhältnis von Polymer A zu Polymer B kann ebenfalls beträchtlich variiert werden. Das Verhältnis
von Polymer A zu Polymer B kann 2: 98Teile bis zu 98: 2 Teile betragen. Vorzugsweise sollte eine
Größenordnung von 80: 20 bis zu 70: 30 des Polymerisats
A zu Polymerisat B eingehalten werden, so daß der Gesamtgehalt an Acrylnitril in der Endmischung
vorzugsweise mindestens 70% und möglichst 80% beträgt. Die zur Ausführung der vorliegenden
Erfindung gebräuchlichen Polymerisate A können durch jegliche herkömmliche Polymerisationsmethode
wie Blockpolymerisation, Lösungspolymerisation oder Emulsionspolymerisation hergestellt werden. Das bevorzugte
Verfahren benutzt die Suspensionspolymerisation, wobei das Polymerisat in fein verteilter Form
anfällt und direkt zur Faserherstellung gebraucht werden kann. Die bevorzugte Suspensionspolymerisation
kann im Beschickungsverfahren durchgeführt werden, wobei die Monomeren mit einem wäßrigen Medium eingesetzt
werden, das die nötigen Katalysatoren und Dispersionsmittel enthält. Eine geeignetere Methode ist
ein halbkontinuierliches Verfahren, in dem das Polymerisationsgefäß, das das wäßrige Medium enthält,
mit den gewünschten Monomeren fortwährend im Laufe der Reaktion beschickt wird. Ebenso können
vollkontinuierliche Verfahren verwendet werden, bei denen dauernd Monomer zugegeben und dauernd Polymer
entfernt wird.
Die geeignetsten Polymerisate zur Herstellung von Fasern sind solche von einheitlicher physikalischer und chemischer Beschaffenheit und von relativ hohem Molekulargewicht. Die Polymerisate sollten ein durchschnittliches Molekulargewicht von wenigstens 10000 und vorzugsweise zwischen 25 000 und 150 000 haben.
Die geeignetsten Polymerisate zur Herstellung von Fasern sind solche von einheitlicher physikalischer und chemischer Beschaffenheit und von relativ hohem Molekulargewicht. Die Polymerisate sollten ein durchschnittliches Molekulargewicht von wenigstens 10000 und vorzugsweise zwischen 25 000 und 150 000 haben.
Die Verträglichkeit des Polymerisats B mit Polymerisat A hängt entscheidend von dem Polymerisationsverfahren
ab. Man hat gefunden, daß das Polymerisat B durchLösungs-,Suspensions-oder Emulsionsverfahren
hergestellt werden kann, daß die Polymerisate aber für die Zwecke der Erfindung nicht verträglich
sind, wenn sie nach den herkömmlichen Suspensionsverfahren hergestellt sind. Die Polymerisation wird
vorzugsweise mit Radikal- oder Redoxkatalysatoren ausgeführt, obwohl auch ionische oder Koordinationskatalysatoren
Verwendung finden können. Herkömmliche Radikalinitiatoren können z. B. sein: Azodiisobutyronitril
und Redoxkatalysatorsysteme können aus einem Peroxydkatalysator, wie z. B. Kaliumpersulfat,
und einem SuIf oxyd reduzierenden Mittel bestehen, in dem der Schwefel keine höhere Wertigkeit als 4 hat,
wie z. B. Natriumhyposulfit, Natriummetabisulfit und Schwefeldioxyd. Beim Emulsionsverfahren werden
Emulgatoren, wie z. B. wasserlösliche fettsaure Salze, »Aminoseifen«, wie z. B. Salze von Triäthanolamin,
Nonylphenoxypoly (Äthylenoxy) Äthanol, verschiedene sulfonierte aliphatische Polyester und andere anionische,
kationische, nichtionische oder ampholytische Emulgatoren dem Reaktionsmedium zugesetzt, um die
5 6
Umwandlung von Monomer in Polymer zu erleichtern. dung hergestellte Teppiche wurden zum Zweck ihrer
Ein Emulgator ist für die Copolymerisation von Acryl- Feuersicherheit dem sogenannten Zündholztest unternitril-Vinylidenchlorid-Monomeren
in wäßriger Lö- worfen. Bei diesem Test wurden Streifen eines Teppichs sung wesentlich, besonders, wenn der Vinylidenchlorid- von 20 · 25 cm in eine Einfassung gelegt. Zehn Sichergehalt
in der Monomermischung hoch ist, um eine 5 heitszündhölzer wurden jeweils einzeln angezündet und
zufriedenstellende Ausbeute und chemische Einheit- aufs Geratewohl auf die Oberfläche des Teppichs gelichkeit
des erhaltenen Copolymers zu gewährleisten. legt. Die Sicherheit des Teststreifens gegenüber Feuer
Bei der Herstellung der Produkte der vorliegenden wird als die Prozentzahl der zehn Streichhölzer ausErfindung
kann die herkömmliche, zur Herstellung von gedrückt, bei denen kein Feuer entstand. Ein Tester-Gegenständen
und synthetischen Fasern benutzte Appa- 10 gebnis von 100% zeigt, daß keines der angezündeten
ratur verwendet werden, besonders die, die gewöhnlich Zündhölzer Feuer entstehen ließ,
zur Herstellung von Fasern aus Acrylnitrilpolymeren Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläutedient. Die vorliegende Erfindung ist auf die normalen rung der Erfindung. In den Beispielen bedeuten alle Methoden zur Herstellung synthetischer Fasern, Teile, Verhältnisse und Prozentzahlen Gewichtsangawie z. B. das Trocken- und Naßspinnverfahren an- l5 ben, wenn nicht anders angezeigt,
wendbar. Die bekannten Lösungsmittel, wie z. B. Di- _ . · 1 τ
methylacetamid, Dimethylformamid, Dimethylsulf- B e 1 s ρ 1 e 1 1
oxyd, Salpetersäure, konzentrierte wäßrige Lösung ge- Es wird die Farbaufnahmefähigkeit von gesäuberten wisser Salze, wie z. B. Natriumthiocyanat, Zinkchlo- Fasern mit 3 Denier festgestellt, die aus einer A/B-rid u. ä., können bei der Ausführung der Erfindung 2o Mischung hergestellt sind. Bei dem Polymer A handelt gebraucht werden. Koagulationsbäder, die haupt- es sich um ein Copolymer mit 93% Acrylnitril und sächlich aus einer Lösung eines Lösungsmittels und 7% Vinylacetat, beim Polymer B um ein Copolymer mit einer nicht lösenden Flüssigkeit bestehen, Orientie- 60 % Acrylnitril und 40 % Vinylidenchlorid. Zum Verrungs- und Waschmethoden, die normalerweise bei gleich wird ein Copolymer mit 93% Acrylnitril und dem Naßspinnverfahren Verwendung finden, sind zur 25 7 % Vinylacetat auf Farbaufnahmefähigkeit der daraus Herstellung der erfindungsgemäßen Fasern anwendbar. hergestellten Fasern geprüft. In allen Fällen beobachtet Bei der Herstellung der Mischungen dieser Erfin- man eine gleiche oder bessere Farbaufnahmefähigkeit dung versteht es sich, daß sie weitere Zusätze, wie z. B. der Fasern aus A/B-Mischung.
Hitze- und Lichtstabilisatoren, Weichmacher, anti- Das Polymer B, d. h. das Acrylnitril-Vinylidenchlostatische Mittel, Schmieröle, lichtaufhellende Mittel 30 rid-Copolymer wird folgendermaßen hergestellt. In ein und andere ähnliche Zusätze enthalten können, ohne Reaktionsgefäß werden 720 ml Wasser und 4 g Nonyldaß man den Bereich der Erfindung verläßt und ohne phenoxy-poly-(äthylenoxy)-äthanol als Emulgator hindaß nachteilige Wirkungen durch diesen Zusatz, sei es, eingegeben, und das Gefäß wird in einem Bad auf einer daß er vorher, während oder nach dem Spinnen erfolgt, Temperatur von 30° C gehalten,
eintreten. 35 Als Redoxkatalysatorsystem verwendet man Kalium-Die erfindungsgemäßen Fasern, die aus der anmel- persulfat-Natriumhyposulfit in 2%iger Konzentradungsgemäßen Polymerisat-Mischung mit einem be- tion.
zur Herstellung von Fasern aus Acrylnitrilpolymeren Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläutedient. Die vorliegende Erfindung ist auf die normalen rung der Erfindung. In den Beispielen bedeuten alle Methoden zur Herstellung synthetischer Fasern, Teile, Verhältnisse und Prozentzahlen Gewichtsangawie z. B. das Trocken- und Naßspinnverfahren an- l5 ben, wenn nicht anders angezeigt,
wendbar. Die bekannten Lösungsmittel, wie z. B. Di- _ . · 1 τ
methylacetamid, Dimethylformamid, Dimethylsulf- B e 1 s ρ 1 e 1 1
oxyd, Salpetersäure, konzentrierte wäßrige Lösung ge- Es wird die Farbaufnahmefähigkeit von gesäuberten wisser Salze, wie z. B. Natriumthiocyanat, Zinkchlo- Fasern mit 3 Denier festgestellt, die aus einer A/B-rid u. ä., können bei der Ausführung der Erfindung 2o Mischung hergestellt sind. Bei dem Polymer A handelt gebraucht werden. Koagulationsbäder, die haupt- es sich um ein Copolymer mit 93% Acrylnitril und sächlich aus einer Lösung eines Lösungsmittels und 7% Vinylacetat, beim Polymer B um ein Copolymer mit einer nicht lösenden Flüssigkeit bestehen, Orientie- 60 % Acrylnitril und 40 % Vinylidenchlorid. Zum Verrungs- und Waschmethoden, die normalerweise bei gleich wird ein Copolymer mit 93% Acrylnitril und dem Naßspinnverfahren Verwendung finden, sind zur 25 7 % Vinylacetat auf Farbaufnahmefähigkeit der daraus Herstellung der erfindungsgemäßen Fasern anwendbar. hergestellten Fasern geprüft. In allen Fällen beobachtet Bei der Herstellung der Mischungen dieser Erfin- man eine gleiche oder bessere Farbaufnahmefähigkeit dung versteht es sich, daß sie weitere Zusätze, wie z. B. der Fasern aus A/B-Mischung.
Hitze- und Lichtstabilisatoren, Weichmacher, anti- Das Polymer B, d. h. das Acrylnitril-Vinylidenchlostatische Mittel, Schmieröle, lichtaufhellende Mittel 30 rid-Copolymer wird folgendermaßen hergestellt. In ein und andere ähnliche Zusätze enthalten können, ohne Reaktionsgefäß werden 720 ml Wasser und 4 g Nonyldaß man den Bereich der Erfindung verläßt und ohne phenoxy-poly-(äthylenoxy)-äthanol als Emulgator hindaß nachteilige Wirkungen durch diesen Zusatz, sei es, eingegeben, und das Gefäß wird in einem Bad auf einer daß er vorher, während oder nach dem Spinnen erfolgt, Temperatur von 30° C gehalten,
eintreten. 35 Als Redoxkatalysatorsystem verwendet man Kalium-Die erfindungsgemäßen Fasern, die aus der anmel- persulfat-Natriumhyposulfit in 2%iger Konzentradungsgemäßen Polymerisat-Mischung mit einem be- tion.
stimmten Chlorgehalt hergestellt wurden, sind feuer- Es wird eine kalte Mischung von monomerem Acrylsicher
ebenso wie Fasern, die man aus einer Mischung nitril und monomerem Vinylidenchlorid im Gewichtsdes
Polymers A mit Vinylchloridhomopolymer erhält, 40 verhältnis 60: 40 hergestellt. Aktiviator, Katalysator
wobei das letztere denselben Chlorgehalt aufweist. Die und Monomermischung werden mit gleichmäßiger Gebasische
Farbaufnahmefähigkeit der erfindungsgemä- schwindigkeit und kontinuierlich 2 Stunden lang in das
ßen Fasern ist genauso groß wie die von handelsüb- Reaktionsgefäß gegeben. Nach Verbrauch der Lösunlichen
Fasern aus Copolymeren von Acrylnitril. An- gen wird die Reaktion noch eine halbe Stunde weiternehmbare
Feuersicherheit, besonders zur Verwendung 45 geführt.
als Teppich, erfordert einen Chlorgehalt der Faser bei Das Produkt wird anschließend in ein großes
etwa 5 bis 8 %, vorzugsweise um 7 Gewichtsprozent. Becherglas übergeführt, mit Wasser verdünnt, filtriert,.
So gibt der Polymeranteil A der Mischung die Anfärb- gewaschen und dreimal auf geschlemmt, bei 55° C ge-
barkeit und das Polymer B die Feuersicherheit. Vinyli- trocknet und dann durch ein 40-Maschensieb hin-
denchlorid hat einen genügend hohen Chlorgehalt, um 50 durchgeschüttelt. Das erhaltene Polymer hat eine
seine Anwendung bei feuersicheren Fasern interessant spezifische Viskosität von 0,13 (gemessen in einer
zu machen, aber es ist nur der einmaligen Kombina- Konzentration von 0,1 g pro Deziliter Dimethylform-
tion von Zusätzen und der sorgfältigen Kontrolle der amid bei 25° C) und einen Endgehalt von Vinyliden-
Polymerisationsbedingungen in dieser Erfindung zu chlorid von 39,6 %.
verdanken, daß eine Mischung herausgefunden wurde, 55 Dieses Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymer mit
die das Problem der Verträglichkeit löst und eine einem Verhältnis von Acrylnitril zu Vinylidenchlorid
Vinylidenchlorid enthaltende Mischung ergibt, die in von 60: 40 wird mit einem Acrylnitril-Vinylacetatden
handelsüblichen Lösungsmitteln wie Dimethyl- Copolymer gemischt, das 93% Acrylnitril und 7%
acetamid und Dimethylformamid löslich ist. Die Fa- Vinylacetat enthält (Polymer A). Die beiden Polysem
sind homogen, wobei die Komponenten so fein 60 merisate B und A werden zu einer 25 %igen Spinnlöverteilt
sind, daß keine Phasentrennung mikroskopisch sung in der üblichen Weise verarbeitet, wobei sie in Dierkennbar
ist. Darüber hinaus sind Lichtechtheit, methylacetamid bei annähernd 70° C aufgelöst werden.,
ursprüngliche und erhitzte Farbe und Homogenität be- Die erhaltene Spinnlösung ist vollständig homogen,,
sondere Charakteristika der Mischungen dieser Er- und selbst nach 12 Stunden ist keine Phasentrennung
findung. Aus Mischungen dieser Erfindung hergestellte 65 zu beobachten. Die Lösung wird nach einem Standard-Teppiche
zeigen Beständigkeit bei Druckbeanspruchung naßspinnverfahren unter Verwendung eines Koagula-
und eine Erhaltung ihrer Dicke, die mit handelsübli- tionsbades aus 88 % Polyäthylenglycol des Molekularchen
vergleichbar ist. Aus Mischungen dieser Erfin- gewichts 1000 und 12% Lösungsmittel und mit einer
Temperatur von 90 bis 95° C zu Fasern mit einem Chlorgehalt von 7 % versponnen.
Die Fasern werden auf die Farbaufnahmefähigkeit hin untersucht, und zwar ohne und mit verschiedenen
Gehalten an Stabilisatoren. Die Ergebnisse des Standardtests für die Farbaufnahme sind in Tabelle I
angeführt. Δ P und Δ Br in der Tabelle I beziehen sich
auf Veränderungen der Reinheit und Klarheit, gemessen durch ein G.E.-Spectrophotometer nach 25 Minuten
Erhitzen bei 145° C. Alle untersuchten Fasern sind aus Mischungen mit einem Anteil von 25 % an Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat
(39,6 % Vinylidenchlorid) hergestellt, abgesehen von den an erster Stelle in der Tabelle I angegebenen Vergleichsfasern.
Aus der Kenntnis der chemischen Zusammensetzungen des Polymers A und des Polymers B kann der Anteil
des Polymers B in der A/B-Mischung berechnet werden, der für einen bestimmten Gehalt b von Acrylnitril
in der Mischung erforderlich ist. Der Chlorgehalt der Mischung kann dann leicht errechnet werden.
Die folgenden allgemeinen Gleichungen sind maßgebend:
χ =
■xlOO
ζ =
ic-a)
(100 - a) (c - b)
(1)
χ ■ Til (2)
χ ■ Til (2)
Faser, hergestellt aus
Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymer
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat
+1 % Triisopropanolamidborat
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat
+ 2 % Triisopropanolamidborat
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat
und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat + 1% Dibutylzinnoxyd ...
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat
+ 2% Dibutylzinnoxyd ..,
Gemisch aus Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat
und Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat + 3 % Dibutylzinnoxyd ...
| AP | Λ Br |
| 2,8 | 3,1 |
| 5,3 | 7,2 |
| 4,4 | 6,0 |
| 5,9 | 7,6 |
| 6,3 | 8,2 |
| 6,3 | 7,8 |
| 6,3 | 7,4 |
9,5
9,14 wobei:
ζ = % Chlor in der A/B-Mischung,
Farbauf- x= % Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymer in
nähme- der A/B-Mischung,
fähigkeit a = % Acrylnitril im Acrylnitril-Vinylidenchloridao
Copolymer (Polymer B),
b = % Acrylnitril in der A/B-Mischung,
c = % Acrylnitril im Polymer A.
Wenn z. B. c = 93%, b = 85% und α = 30%, beas
trägt der Chlorgehalt 6,5 %.
Es wird die gegenseitige Verträglichkeit der beiden Komponenten A und B verschiedener Mischungen
nach der Erfindung geprüft, wobei ein großer Bereich von Mischungsverhältnissen berücksichtigt wird. Die
Ergebnisse sind in Tabelle II aufgeführt.
9,53 Die Verträglichkeit wird bestimmt, indem 100 g
einer Lösung (5 % Feststoffgehalt) verschiedener Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Cöpolymere
jeweils zu 100 g einer Lösung (12,5% Feststoffgehalt) von Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymer
mit 93% Acrylnitril und 7% Vinylacetat hinzugefügt werden. Die vermischten
9,12 Lösungen werden jeweils 30 Minuten gerührt und einige
Stunden stehengelassen.
»Volle Verträglichkeit« bei der jeweiligen Probe wird dadurch angezeigt, daß diese für das Auge vollkommen
klar und homogen ist. Wenn die flüssige Probe homo-9,25 gen, aber nicht vollständig klar ist, wird eine mikrosko-
pische Untersuchung vorgenommen. Werden unter dem Mikroskop zwei Phasen sichtbar, dann ist keine
Verträglichkeit gegeben, sonst liegt »Ziemliche Verträglichkeit« vor.
8,80 Variationen beim Polymerisationsverfahren zur
Herstellung des Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymers
sind durch die Angabe des jeweiligen Polymerisationsmediums und Mengenverhältnisses von Katalysator
zu Aktivator (K2S2O8 bzw. SO2) in der Tabelle II
8,84 hervorgehoben.
| Aktivator | Polymerisationsmedium | Gehalt an | Verträglichkeit | |
| Katalysator |
V
/o |
Vinylidenchlorid (%) | ||
| % | SO2 | im Acrylnitril- | ||
| K2S2O8 | 65: 35-Gemisch aus t-Butanol H2O | Vinylidenchlorid- | vollverträglich | |
| 2,0 | 65: 35-Gemisch aus t-Butanol H2O | Copolymerisat | vollverträglich | |
| 2,0 | 1,5 | 65 : 35-Gemisch aus t-Butanol H2O | 47,0 | vollverträglich |
| 1,5 | 1,0 | wäßrig + Emulgator | 45,6 | vollverträglich |
| 1,0 | 2,0 | CH3COOH + H2O | 38,7 | vollverträglich |
| 2,0 | 2,0 | 37,7 | ||
| 2,0 | 35,8 | |||
309 582/4Π
B e i s ρ i e 1 III
Zur weiteren Prüfung der Verträglichkeit werden verschiedene Polymere A mit einem Polymeren B (Verhältnis
Acrylnitril zu Vinylidenchlorid gleich 60:40 bzw. 55 : 45) gemischt, und zwar jeweils im Verhältnis
10
5 : 2. In den meisten Fällen wird »volle Verträglichkeit« beobachtet. Außer der visuellen Beobachtung wird
eine mikroskopsiche Prüfung eines aus jeder Mischung gegossenen Films durchgeführt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle III aufgeführt.
| A/B-Mischung im Verhältnis 2:5 | Komponente B (Acrylnitril-Vinyliden- chlorid-Copolymerisat) " Acrylnitril-Vinyliden- .. chlorid-Verhältnis |
Verträglichkeit |
| Komponente A | 60:40 55:45 |
vollverträglich vollverträglich |
| Acrylnitril-Vinylacetat-Vinylidenchlorid-Terpolymerisat (85 : 8 : 7) |
60:40 1 55:|45 |
vollverträglich ziemlich verträglich |
| Acrylnitril-Methacrylat-Copolymerisat (94: 6) | : 60: !40 ■ 55:45 |
vollverträglich vollverträglich |
| Acrylnitril-Vinylacetat-Styrol-Terpolymerisat (91: 7: 2) | : 60:40 | *) vollverträglich |
| Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat (93 : 7) | ||
*) Über den gesamten Bereich von 98 : 2 bis 2: 98.
Gewebe aus Fasern, die aus einer Mischung von ' und mindestens 6 % Chlor enthalten, erweisen sich bei
Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Copolymerisat mit einem 30 Prüfung gemäß dem Standardtest Nr. 33-1962 (»Pro-Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Verhältnis
von 60 : 40 und ceedings of the American Association of Textile Che-Acrylnitril-Vinylacetat-Copolymerisat
mit einem Acryl- mists and Colorists«; Okt. 15, 1962) als völlig feuernitril-Vinylacetat-Verhältnis
von 93 : 7 hergestellt sind sicher.
Claims (1)
1 2
daß eine Trennung der Spinnlösungen in zwei flüssige
Patentanspruch: Phasen eintrat und die erhaltenen Fasern schlechte
Qualität infolge dieser Trennung aufwiesen. Der
Polymerisat-Mischung mit verbesserter Anfärb- Ausdruck »verträglich« bezieht sich auf den Zustand
barkeit und Flammwidrigkeit auf der Grundlage 5 der Spinnlösung, wenn zwei Polymere in einem gemein-
von Acrylnitrilpolymerisaten, bestehend aus: samen Lösungsmittel aufgelöst werden und nach dem
A) 2 bis 98 Gewichtsprozent eines Acrylnitril- Mischen in eine einzelne homogene Phase übergehen,
Homo- oder -Mischpolymerisats, das gegebe- die eine einheitliche Viskosität und einen einheitlichen
nenfalls durch Copolymerisation von Acryl- Brechungsindex zeigt. Die aus einer solchen Lösung
nitril mit bis 30 Gewichtsprozent anderer io gesponnenen Fasern zeigen einheitlichen Querschnitt
äthylenisch ungesättigter Monomerer erhal- und Denier. Wenn die beiden Lösungen nach dem
ten worden ist, oder einer Mischung aus a) 50 Mischen entweder mit dem Auge oder durch normale
bis 98 Gewichtsprozent eines Acrylnitril-Ho- Prüfungsmethoden unterscheidbar sind, liegt eine
mo- oder -Mischpolymerisats, das gegebenen- »Unverträglichkeit« der Polymere vor, die sich bei der
falls durch Copolymerisation von Acrylnitril 15 Faserherstellung ungünstig auswirkt. Selbstverständmit
1 bis 20 Gewichtsprozent anderer äthyle- hch sind solche unverträglichen Lösungen zum Vernisch
ungesättigter Monomerer erhalten wor- spinnen im großen Maßstab nicht geeignet.
den ist, und b) 2 bis 50 Gewichtsprozent eines Aus der USA.-Patentschrift 2 763 631 ist bereits
Acrylnitrilmischpolymerisats, das durch Co- ein Verfahren bekannt, bei dem Acrylnitril in Gegenpolymerisation
von 10 bis 70 Gewichtsprozent 20 wart einer wäßrigen Emulsion von Vinylchloridpoly-Acrylnitril
mit 30 bis 90 Gewichtsprozent ande- merisat oder Vinylidenchloridpolymerisat polymerirer
äthylenisch ungesättigter Monomerer er- siert wird, d. h. in Gegenwart des im eigenen Polymerihalten
worden ist, und sationsgemisch vorliegenden, vollständig auspoly-
B) 2 bis 98 Gewichtsprozent eines Acrylnitril- merisierten Polyvinylchlorids oder Polyvinylidenchlo-Vinylidenchlorid-Mischpolymerisats,
das we- 25 rids. Man muß daher in zwei Schritten vorgehen. Zuerst
niger als 80 Gewichtsprozent Vinylidenchlorid wird Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid oder ein Geenthält,
misch dieser Stoffe in wäßriger Emulsion oder in fein
dispergierter Form in Gegenwart eines Polymerisations-
katalysators vollständig auspolymerisiert, wonach die
30 gesamte gewünschte Acrylnitrilmenge zusammen mit
Gegenstand der Erfindung ist eine Polymerisat- einem zusätzlichen Katalysator dem Polymerisations-Mischung
mit verbesserter Anfärbbarkeit und Flamm- Gemisch, welches das Vinylchlorid oder Vinylidenwidrigkeit
auf der Grundlage von Acrylnitrilpolymeri- chlorid in polymerisierter Form enthält, zugegeben
säten. und die Polymerisationsreaktion zu Ende geführt wird.
Acrylnitrilmischpolymerisate finden in großer Zahl 35 Dabei muß beachtet werden, daß die einzelnen Kompo-
Verwendung zur Herstellung von Fasern, Filmen und nenten in bestimmten Mengenverhältnissen eingesetzt
anderen geformten Artikeln, die auf dem Textil- und werden. Acrylnitril muß beispielsweise mit 60 bis
anderen Anwendungsgebieten gebraucht werden. Diese 95 Gewichtsteilen vorliegen, während Vinylchlorid
ausgezeichneten Fasern haben jedoch den Nachteil, daß oder Vinylidenchlorid mit 40 bis 50 Gewichtsteilen vor-
sie nicht feuersicher sind. Man hat die verschiedensten 40 handen sein muß.
Versuche unternommen, dies zu beheben. Copolymeri- Bei dem bekannten Verfahren ist also eine genaue
sation von Acrylnitril mit gewissen anderen Monome- Steuerung und Überwachung des Polymerisationsren, wie z. B. Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid, er- Verfahrens erforderlich, die Verfahrensführung ist dagab
eine wesentliche Verbesserung der Feuersicherheit, bei kompliziert und dementsprechend teuer. Weiterhin
aber das Produkt war von schlechterer Qualität bezug- 45 ist die Anfärbbarkeit der nach dem bekannten Verlieh
der anderen Eigenschaften, wie z. B. Anfärbbar- fahren hergestellten Produkte noch nicht zufriedenkeit,
Schrumpfung und Knitterfestigkeit. Wenn eine stellend.
bestimmte Menge eines Zusatzes mit dem Acrylnitril Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Acrylnitrilcopolymerisiert
wurde, um die erforderliche Verbesse- Vinylidenchlorid-Mischpolymerisat zu vermitteln, das
rung der Feuersicherheit zu gewährleisten, so fand man 50 verbesserte Feuersicherheit ohne Verminderung der
gewöhnlich, daß die erhaltenen Fasern so niedrige anderen wünschenswerten Eigenschaften aufweist und
Klebetemperaturen und hohe Schrumpfung bei erhöh- das mittels eines einfachen Verfahrens herstellbar ist.
ten Temperaturen aufweisen, daß sie für die meisten Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst,
Verwendungszwecke auf dem Textilgebiet nicht ge- daß man zwei Polymerkomponenten miteinander
eignet waren. Wenn Acrylnitril z. B. mit 20 bis 40 % 55 mischt, deren eine (A) 2 bis 98 Gewichtsprozent eines
Vinylidenchlorid oder Vinylchlorid copolymerisiert Acrylnitril-Homo- oder -Mischpolymerisats, das bis zu
wurde, zeigten die erhaltenen Fasern eine verbesserte 30 % anderer Monomerer einpolymerisiert enthält, und
Feuersicherheit, aber ihre Klebetemperatur lag unter die andere Komponente (B) 2 bis 98 Gewichtsprozent
1500C, und sie schrumpften stark in ihrer Länge in eines Acrylnitril-Vinylidenchlorid-Mischpolymerisats
kochendem Wasser oder Dampf. Man hat Versuche 60 enthält mit weniger als 80% Vinylidenchlorid. Die
unternommen, die Feuersicherheit zu verbessern und beiden Mischungskomponenten werden in einem gegleichzeitig
die Anfärbbarkeit und andere Eigenschaf- meinsamen Lösungsmittel aufgelöst, vermischt oder in
ten zu erhalten, indem man entweder Chlor enthaltende Lösung zusammengerührt, wobei sie ein vollständig
Polymere mit einem anfärbbaren Acrylnitrilpolymer verträgliches Gemisch bilden, und anschließend durch
vermischte oder indem man Chlor enthaltende Poly- 65 herkömmliche Naßspinnverfahren versponnen, wobei
mere auf das anfärbbare Acrylnitrilpolymer auf pfropf te. sie eine Faser bilden, die zum größten Teil Acrylnitril
Oft waren jedoch die Vinylchlorid-oder Vinylidenchlo- und in wesentlicher Menge Vinylidenchlorid enthält,
ridpolymere so unverträglich mit Acrylnitrilpolymeren, Der Anteil der Mischung, der Acrylnitril, aber kein
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