DE1568222A1 - Verfahren zur Herstellung von Diaethern des Helveticosids und Helveticosols - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Diaethern des Helveticosids und HelveticosolsInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Diäthern dee HelTetiooaide und
HelYetiooBolr.
Sie Torliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
▼on Diäthern des Helreticosids uad HelT«tiooiols der allgemeinen
Forael I
in der R, und EL gleich oder rersohieden sind
und Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinyl-gruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls
duroh niedere Alkoxygruppen alt 1 bis 3 Kohlenstoff
-atoaen substituiert sind, und
Es ist bekannt, daß Helveticosid und sein Reduktionsprodukt Helveti«
ooBol bzw. deren 3'-Konoaethyläther (Cyaarin und Cynarol) bei
intravenöser Applikation ia Tierrersuch und bei» Menschen eine sehr
starke, ait Strophanthin vergleichbare Herzwirkung zeigen, daß sie
aber, genau wie Strophanthin, bei oraler Darreichung nur sehr wenig
wirksaa sind bsw. nur zu eine* niedrigen Prozentsatz resorbiert
werden.
•A
009810/1693
009810/1693
BAD ORIGIMÄ
Ee wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Derivate der beiden
Glykoside, bei denen die beiden freien Hydroxylgruppen in 3,4-Stellung
der Digitoxose durch Alkylreete oder Alkoxyalkylreste
▼erschlossen sind, ausgezeichnet resorbiert werden und enteral eine sehr gute Wirksamkeit aufweisen. Sie sind somit als "orale
Strophantine" für die Behandlung von Herzinsuffizienzen geeignet.
Das erfindungsgesiäSe Verfahren zur Herstellung der Diäther der
allgemeinen Formel I ist daduroh gekennzeichnet, daß sian in an
sioh bekannter Weise Substanzen der allgemeinen Formel II
CH5
in der R. Wasserstoff oder den Rest R,
l4
ir
ir
bedeutet,
mit einem O-Alkjlierungsmitt·! der Formel III
mit einem O-Alkjlierungsmitt·! der Formel III
(III),
in der R^ die oben genannte Bedeutung hat und T einen leioht abspaltbaren,
reaktiven Rest bedeutet,
umsetzt und die so erhaltenen Terbindungen I, in denen R, eine
Aldehydgruppe darstellt, gewunschtenfalls naohträglioh zu den ent·
sprechenden Methylolverbindungen reduziert.
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OHiGlNAL
Als leicht abepaltbare, reaktive Reste kommen insbesondere Halogenatone,
Alkylsulfat- und Diazogruppen infrage. Bei den Substanzen III
handelt es sioh dennaoh vorzugsweise üb Alkylhalogenide, Dialkylsulfate
und Diazoalkane.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrene werden z.B. die
Substanzen II in Gegenwart einer Base, gegebenenfalls unter leichten
Erwärmen, oit Alkylhalogeniden oder Dialkylsulfaten versetzt und in
üblicher Weise aufgearbeitet, wobei Reaktionsbedingungen zu veraeiden
sind, bei denen die Substanzen I oder II alt Mineralsäuren oder anderen starken wässrigen Säuren lh Berührung körnen, da hierbei die Digitoxose
abgespalten wird.
Eine weitere Verfahrensvariante besteht darin, die Substanzen II in
Anwesenheit eines Bilden acidifizierenden Katalysators (wie Borsäure, Borsäuretrialkylestern, Aluoiniunisopropylat, vorzugsweise Eisen-(lll)-chlorid)
ait Diazoalkanen uozu-setzen. Auch hierbei ist zu beachten,
daß einige der häufig verwendeten Katalysatoren, wie Bortrifluorid,
zu sauer sind und in starkes MaBe zu Zersetzungeprodukten führen.
Sie nachträgliche Reduktion der Aldehydgruppe zur Methylengruppe
wird vorzugsweise gemäß DBP 1 114 1ΘΘ, z.B. mit komplexen Metallhydriden
wie Natriuoborhydrid oder Aluminiumisopropylat durchgeführt.
Die ale Ausgangssubstanzen II verwendeten Substanzen sind bekannt,
sofern R. Wasserstoff oder eine Methylgruppe bedeutet. Die übrigen V-Monoalkyläther erhält man intermediär oder ausschließlich bei der
Umsetzung von Helvetioosid alt den oben genannten Alkylierungsaitteln,
wenn man möglichst sohonende Bedingungen einhält. Diese Reaktion ist
insbesondere für die Herstellung geaiechter AtherI(R. ist nicht gleich
Rp) von Bedeutung.
In den nachfolgenden Beispielen ist das erfindungsgemäße Verfahren
näher erläutert.
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BAD
Beispiel 1
Helvetioo8id-3'.4'-dimethyläther
Helvetioo8id-3'.4'-dimethyläther
Variante at 2 g Helvetiooeid werden in 25 ml Dimethylformamid gelöst
und naoh Zugabe von 3»6 g Bariuaoxyd ♦ 3,6 g Bariurohydroxyd unter
Rühren bei Zimmertemperatur tropfenweise sit 8 al Dimethylsulfat
▼ersetzt. Naoh Ansteigen der Innentemperatur auf 50-63° wird abgekühlt
und 30 Minuten weitergerührt. Das Reaktionsgeaisoh wird mit
250 ml Chloroform verdünnt, abgesaugt und das Filtrat «it Wasser
ausgewaschen. Die organische Phase wird naoh Zugabe τοη 2 g
Calciuacarbonat ia Vakuum eingeengt, der Rückstand in Benzol gelöst
über Silicagel filtriert und alt Essigester naohgewaschen. Das Essigester-Filtrat
wird ia Vakuum eingeengt und aus Chlorofora-Äther-Petroläther
kristallisiert. Man erhält 1,75 g Helvetioosid-3·,4-dimethyläther,
Fp. 113-115°.
Y-Ei5SiS--i 2 e C7aarin werden wie im Beispiel 1 a) beschrieben, in
25 ml Dimethylformamid gelöst und naoh Zugabe von 3,6 g Bariumoxyd + 3,6 g Bariumhydroxyd tropfenweise alt θ al Dimethylsulfat versetzt
und aufgearbeitet. Man erhält so 1,7 g Helvetioosid-31,4'-diaethyläther,
Fp. 113-116°.
YiüüiS-Ei * β Helvetiooeid und 300 ag Eisen-(ill Chlorid werden
in 20 al Methylenchlorid gelöst und unter Rühren bei 5-10° innerhalb einer Stunde tropfenweise ait 50 al einer 3 #igen Diazomethanlösung
in Methylenchlorid versetzt. Nach weiteren 30 Minuten Eühren wird ait Wasser verdünnt und alt Chloroform ausgeschüttelt. Die
Chloroformphasen werden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet,
im Vakuum eingeengt und zur Abtrennung von Nebenprodukten einer ■ultiplikativen Verteilung alt dea Phasengemisch Chlorform-Bensol-Methanol-Wasser
(l»3i2i2) unterworfen. Die organische Phase liefert
naoh dem Einengen und Kristallisation aus Chlorofora-Äther-Petroläther
350 ag Helveticosid-3',4'-dia*tl»jlÄther, Fp. 112-114°.
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Baispiel 2
2 g HelYetiooeid-3l t4'-diBethyläther (rgl. Beispiel l) werden in
90 ml Dioxan (+20 i> Wasser) gelöst, alt 450 ag Hatriumborhydrid
versetzt und 4 Stunden bei Ziaaertenperatur stehengelassen. Anaohließend
wird 2n-Sohwefelaäure bis pH 6 zugegeben, mit 400 ml
Wasser verdünnt, nit Chloroform ausgeschüttelt, die Chloroformphase
mit Sodalösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. Zur Abtrennung von Nebenprodukten wird
eine muliiplikaUve Verteilung alt dea Phasengeaisoh Chlorofora-Benzol-Methanol-Wasser
(li3i2i2) durchgeführt. Die organische
Phase liefert nach Einengen und Kristallisation aus Chlorofora-Äther-Petroläther
1,72 g Helvetioosol-31^'-diaethyläther,
Fp. Ι64-Ι6Θ0.
2 g Helveticosid werden in 25 al Dimethylformamid gelöstc, wie ia
Beispiel 1 a) beschrieben, mit 8 al Diäthylsulfat umgesetzt und
aufgearbeitet. Naoh Kristallisation aus Chlorofora-Äther-Petrol-Kther
erhält aan 1,68 g Helveticosid-J«f4'-diäthyläther, Pp. 158-142°
Beispiel 4
H>lvetioosid-3'.4'-diaethoxymethyläther
H>lvetioosid-3'.4'-diaethoxymethyläther
2 g Helveticosid werden in 20 al Dimethylformamid und 10 ml Dimethylanilin
gelöst, alt 5 g Chloraethyl-aethyläther versetzt und 24 Stunden
009810/1693 BAD OFUG]AIAL
•A
fr 1568&22
auf 40° erwärat. Danach vird alt Wasser rerdünnt, alt Petroläther
und anschließend ait Chlorofora ausgeschüttelt, die Chloroforaphase
ia Vakuua eingeengt und der Rückstand in Benzol-Essigester (9il)
gelöst über Silioagel fraktioniert. Die Beniol-Essigester (7O)-Fraktionen
liefern naoh Kristallisation aus Chlorofora-Äther-Petroläther
1,47 S HelTetiooeid-31^'-diaethoxyaethyllther, Fp. 91-93°.
Beispiel 5
HelTeticosol-3'.4'-diäthoiyethyläther
HelTeticosol-3'.4'-diäthoiyethyläther
2 g HelTeticosid und 5 g Chloraethyl-äthyläther werden in 20 al
Diaethylforaaaid und 10 al Diaethylanilin gelöst, vie ia Beispiel 4
beschrieben uagesetzt und aufgearbeitet. Das Rohprodukt (l,8 g HeI-v»tiooiid-3l,4l-diiithoiy«ethyläthtr)
vird in Dioxan (+ 20 % Wasser) gelöst und vie ia Beispiel 2 beschrieben, ait latriuaborhydrid redusiert.
Man kristallisiert aus Chlorofora-Äther-Petroläther ua und erhält
1,46 g HelTeticosol-3l,4l-diIthoxyaethyläther, Pp. 83-85°.
009810/1693
Claims (1)
- Patentanspruch!erfahren zur Her·teilung τοη Diäthern de* Helretioosids und Helretioosols der allgemeinen Formel IR,CH(D.in der R, und R_ gleich oder verschieden sind und Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinyl-gruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoff-atomen, die gegebenenfalls durch niedere Alkozygruppen ait I bis 3 Kohlenstoffatomen substituiert sind, undR, eine Aldehyd- oder Methylolgruppe bedeuten, daduroh gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise Substanzen der allgemeinen Formel II(ii),009810/1693in der R. Wasserstoff oder den Rest R 4bedeutet,
■it eines O-Alkylierungseittel der Pomel IIIY-R1in der R, die oben genannte Bedeutung hat und Y einen leicht abspaltbaren« reak tiven Rest bedeutet,umsetzt und die so erhaltenen Verbindungen I, in denen R3, eine Aldehydgruppe daretellt, gevünsohtenfalls nachträglich zu den ent spreohenden Methylolverbindungen reduziert.009810/1693
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