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DE1568213B - Verfahren zur Herstellung von epsilon Hydroxycapronsauremethylester aus Gemischen der Cyclohexan Oxydation - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von epsilon Hydroxycapronsauremethylester aus Gemischen der Cyclohexan Oxydation

Info

Publication number
DE1568213B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydroxycaproic acid
mixtures
production
methyl ester
acid methyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dr 6700 Ludwigsha fen Winderl Siegfried Dr 6900 Heidel berg Hoffmann Herwig Dr 6710 Franken thai C07c Haarer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG

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Description

Es ist aus der deutschen Patentschrift 965 903 bekannt, das bei der Oxydation von Cyclohexan mit Luft als Nebenprodukt anfallende ε-Hydroxycapronsäure enthaltende Säuregemisch mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen unter schonenden Bedingungen bei höherer Temperatur und unter Druck zu verestern und anschließend durch fraktionierte Destillation bzw. Extraktion oder Extraktivdestillation den entsprechenden ε-Hydroxycapronsäureester zu isolieren. Die Veresterung soll unter schonenden Bedingungen erfolgen, um eine Zersetzung der ε-Hydroxycapronsäure zu vermeiden. Als höhere Temperatur wird in den Beispielen 200° C angegeben.
Es wurde nun ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von fi-Hydroxycapronsäuremethylester aus Destillationsrückständen, die man aus Gemischen der Cyclohexanoxydation durch Auswaschen mit Wasser und Abdestillieren der leichtflüchtigen Anteile erhält, durch Umsetzung mit Methanol bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck gefunden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Umsetzung oberhalb der kritischen Temperatur des Methanols durchführt.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung werden Verweilzeiten von weniger als 15 Minuten erzielt, während die angezogene Patentschrift in ihren Beispielen 4 Stunden vorschreibt. Gleichzeitig bedeutet die kürzere Verweilzeit einen technischen Fortschritt dergestalt, daß großvolumige Druckapparate erspart werden, das Verfahren so vereinfacht wird und damit vorzugsweise für kontinuierliche Prozesse besser geeignet ist, d.h., die Wirtschaftlichkeit der Veresterung wird erhöht.
Andererseits waren diese vorteilhaften Ergebnisse beim Verestern im hyperkritischen Bereich angesichts der Reaktionsfreudigkeit von ε-Hydroxycapronsäure nicht zu erwarten, nachdem dort schon auf die Labilität und die Neigung der ε-Hydroxycapronsäure zur Polykondensation mit sich selbst und mit anderen im Reaktionsgemisch vorhandenen Carbonsäureestern und Alkoholen hingewiesen ist. Auch war zu befürchten, daß beim Übergang zum .hyperkritischen Zustand des Alkohols mit dessen Verschwinden aus der Flüssigkeitsphase des Reaktionsgemisches gleichzeitig eine wesentliche Verschlechterung der Ausbeute an ε-Hydroxycapronsäureester eintreten würde. Überraschenderweise findet __ — zumindest in nennenswertem Maße — keine Ätherbildung der Alkohole im Reaktionsgemisch mit sich selbst bzw. mit ε-Hydroxycapronsäure statt.
Bei dem vorliegenden Verfahren werden Destillationsrückstände, die man aus Gemischen der Cyclohexanoxydation durch Auswaschen mit Wasser und Abdestillieren der leicht flüchtigen Anteile der sich ergebenden Waschwässer erhält, umgesetzt.'
Die Cyclohexanoxydation wird in üblicher Weise, d. h. bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck mit sauerstoffhaltigen Gasen, vorzugsweise mit Luft, mit oder ohne Katalysator, in einer oder mehreren Stufen durchgeführt. Aus den dabei anfallenden Reaktionsgemischen werden die als Nebenprodukte gebildeten Säuren in ebenfalls üblicher Weise mit Wasser ausgewaschen. Aus den dabei erhaltenen Waschwässern werden zunächst die Hauptmenge des darin gelösten Cyclohexanons und Cyclohexanols, Wasser sowie der Hauptteil der gebildeten Monocarbonsäuren (meist Säuren von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen) abdestilliert. Dies geschieht zweckmäßig unter vermindertem Druck, z. B. bei 10 bis 100 mm Hg und bei Badtemperaturen,- die im allgemeinen bis zu 100° C betragen. Der verbleibende Destillationsrückstand enthält neben ; ε-Hydroxycapronsäure. in der Hauptsache Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Cyclohexanol, Cyclohexanon und in geringem Umfang Monocarbonsäuren mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, die zum Teil in veresterter Form vorliegen.
Die Veresterung mit Methanol erfolgt im hyperkritischen Bereich, d. h. über dessen kritischer Temperatur, jedoch nicht oberhalb von 36O0C (Methanol über 24O0C). Man arbeitet im allgemeinen auch über dem kritischen Druck, vorzugsweise im Bereich von 50 bis 150 at (bei Methanol über 99 at).
Die Veresterung nach dem vorliegenden Verfahren im hyperkritischen Bereich, vorzugsweise ohne Katalysatoren und kontinuierlich, kann wie folgt durchgeführt werden: Der Destillationsrückstand wird zusammen mit dem Methanol in einen Röhrenreaktor, der auf eine Temperatur über dem kritischen Punkt des Methanols aufgeheizt wird, gepumpt und während einer Verweilzeit von weniger als 15 Minuten verestert. Anschließend wird das Veresterungsgemisch wie üblich, d. h. durch Destillation, aufgearbeitet und der gewünschte ε-Hydroxycapronsäureester isoliert; ein verbleibender Rückstand wird mit frischem Zulauf an Reaktionspartnern in den Röhrenreaktor zurückgeführt. _ . -' .:
Beispiel.
Eine Lösung von 2224 Gewichtsteilen Destillationsrückstand der Cyclohexanoxydation in 6600 Gewichtsteilen Methanol wird einem Röhrenreaktor, der mit einer auf 1800C beheizten, Vorheizstrecke versehen ist, zugeführt. Die Reaktorfemperatur beträgt 255° C, der Druck etwa 100 at, die Verweilzeit 12 Minuten.
Das entstandene Veresterungsgemisch wird in eine Kolonne entspannt, wobei der größte Teil des Methanols und des Reaktionswassers über Kopf abdestilliert und das Rohestergemisch über den Sumpf der Kolonne abgezogen Wird. Aus dem Rohestergemisch (2190 Gewichtsteile) werden 2030 Gewichtsteile destillierbare Ester abdestilliert (0,5 bis 10 mm Hg, Blasentemperatur 50 bis 100° C). Nach Abtrennung der destillierbaren Ester wird der Rückstand mit Methanol und frischem Zulauf erneut der Veresterung zugeführt. Die destillierbaren Ester werden in einer 35-Bodenkolonne mit einem Rücklaufverhältnis 1:1,5 fraktioniert. Dabei erhält man 446 Gewichtsteile Vorlauf — enthaltend Bernsteinsäure — und Glutarsäuredimethylester, Cyclohexanol und Cyclohexanon —, dann 1070 Gewichtsteile einer Fraktion bei 710C und 0,5 mmHg, enthaltend Adipinsäuredimethylester und schließlich 514 Gewichtsteile einer Fraktion von ε-Hydroxycapronsäuremethylester bei 850C und 0,5 mm Hg. 160 Gewichtsteile Rückstand verbleiben.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von ε-Hydroxycapronsäuremethylester aus Destillationsrückständen, die man aus Gemischen der Cyclohexanoxydation durch Auswaschen mit Wasser und Abdestillieren der leichtflüchtigen Anteile erhält, durch Umsetzung mit Methanol bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung oberhalb der kritischen Temperatur des Methanols durchführt.

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