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DE1567469C - Verfahren zur gleichzeitigen Abtrennung von Aluminiumchlorid und Titantetrachlorid aus den bei der Chlorierung oder H\dro Chlorierung von Silicium anfallenden Reaktions gasen - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Abtrennung von Aluminiumchlorid und Titantetrachlorid aus den bei der Chlorierung oder H\dro Chlorierung von Silicium anfallenden Reaktions gasen

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Publication number
DE1567469C
DE1567469C DE1567469C DE 1567469 C DE1567469 C DE 1567469C DE 1567469 C DE1567469 C DE 1567469C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcl
halide
silicon
reaction gases
alkaline earth
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr 8752 Wasserlos Meyer Simon Eugen Dr 6000 Frankfurt Schwarz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleich- Das Kennzeichnende der Erfindung ist darin zu
zeitigen trockenen Abtrennung von Aluminiumchlorid sehen, daß die Reaktionsgase über einen Reaktionsund Titantetrachlorid aus den bei der Chlorierung turm mit festem Alkali- oder Erdalkalihalogenid oder von Silicium und Silicium enthaltenden Stoffen deren Mischungen in Gegenwart geringer Mengen anfallenden flüchtigen Reaktionsprodukten durch 5 eines metallischen Reduktionsmittels bei Tempera-Überleiten der Reaktionsprodukte über festes Alkali- türen von mehr als 1000C, vorzugsweise von mehr als und/oder Erdalkalihalogenid bei erhöhter Temperatur. 1500C, geleitet werden, und: die. gebildete Metall-
Die bei der Hydrochlorierung von handelsüblichem chlorid-Alkalihalogenid- und/oder Erdalkalihalogenid-Ferrösilicium entstehenden Reaktionsprodukte SiCl4, schmelze vom festen Alkalihalogenid und/oder Erd-SiHCl3 und Wasserstoff, welche unter anderem zur io alkalihalogenid abgezogen wird..
Herstellung von hochdispersem Siliciumdioxid durch Wie überraschenderweise gefunden wurde, reagiert
Flammenhydrolyse verwendet werden können, ent- dampfförmiges AlCl3 selbst in großer Verdünnung im halten neben geringen Mengen TiCl4 etwa 2 Gewichts- Chlorsilane enthaltenden Reaktionsgas praktisch vollprozent AlCl3 als Verunreinigung. Die Abtrennung ständig mit festem, auf über 1000C aufgeheiztem von AlCl3 aus den Reaktionsprodukten, z.B. durch 15 Alkali- oder Erdalkalihalogenid unter Bildung der Abkühlung der Gasgemische oder durch eine Naß- oberhalb 1000C schmelzenden komplexen Verbindunwäsche, z. B. mit flüssigem SiCl4, stellt ein nicht zu gen. Diese Umsetzung kommt erstaunlicherweise unterschätzendes Problem des Prozesses dar, da es nicht nach oberflächiger Reaktion an den Alkali- oder sowohl in Gasphase als auch in Lösung sehr stark zur Erdalkalihalogenidstücken zum Erliegen. Die geschmol-Übersättigung neigt und daher leicht zu Verstopfung 20 zene Komplexverbindung tropft vielmehr ab, und der Anlaß geben kann. · Umsatz mit weiteren AlCl3 setzt sich auf den Alkali-
Dagegen läßt sich Titantetrachlorid durch eine- 'oder Erdalkalihalogenidstücken fort.
Naßwäsche mit z. B. flüssigem, im Kreislauf geführtem Es wurde ferner gefunden, daß sich auch das
SiCl4 abtrennen. Es darf allerdings der TiCl4-Gehalt Titantetrachlorid gleichzeitig mit dem Aluminiumder-Waschflüssigkeit im Hinblick auf die Phasen- 25 chlorid aus den Reaktionsgasen entfernen läßt, wenn gleichgewichtslage eine bestimmte zulässige- Größe die Reaktionsgase über festes Alkali- oder Erdalkalikeinesfalls überschreiten, so daß eine fortgesetzte halogenid in Gegenwart eines metallischen Reaktions-Entnahme und Aufbereitung großer Mengen Wasch- mittels, vorzugsweise Aluminiumpulver oderZinkstaub, flüssigkeit unvermeidbar sind. geleitet werden, wobei das Titantetrachlorid zu
Es ist aus der USA.-Patentschrift 3 038 781 bekannt, 30 Titantrichlorid reduziert wird, das sich unter Bildung aus Gemischen von Schwermetallchloriden, wie z.B. von komplexen Verbindungen in der AlCl3-Alkali-bzw. Tantal-, Niobium- und Wolframchlorid das Alu- Erdalkalihalogenidschmelze löst und mit ihr abläuft, minium- und Eisenchlorid abzutrennen, indem man Die Abscheidung von AlCl3 allein gelingt, wenn die
die Dämpfe dieser Chloride über festes Kochsalz bei gasförmigen Reaktionsprodukte über festes Alkali-Temperaturen zwischen 250 und 5500C leitet, wobei 35 oder Erdalkalihalogenid, insbesondere Kochsalz, bei Aluminium- und Eisenchlorid mit Kochsalz eine Temperaturen von mehr als 1000C, vorzugsweise von Schmelze bilden und abgezogen werden können, mehr als 1500C, geleitet wird. Das Gasgemisch wird während die übrigen Chloride in der Dampfphase hierzu über einen mit NaCl-Stücken gefüllten, beheizverbleiben, ten Reaktionsturm geführt und anschließend das
Nach einem arideren bekannten Verfahren gemäß 4° SiCl4 durch Tiefkühlung vollständig auskondensiert, der belgischen Patentschrift 644 997 kann Aluminium- In den SiCl4-Kondensaten kann man den Gehalt an chlorid von Verunreinigungen, wie z.B. von Haloge- AlCl3 und in der ablaufenden Schmelze des NaClniden des Titans, Vanadiums und insbesondere des Turms das Verhältnis NaCI: AlCl3 bestimmen.
Eisens in der Weise abgetrennt werden, indem in Turms das Verhältnis NaCl zu AlCl3 bestimmen. Gegenwart von metallischem Aluminium die Ver- 45 Der AlCl3-Gehalt der SiCl4-Kondensate beträgt unreinigungen durch Reduktion in nicht sublimierbare, gleichbleibend 0,01%. Die vom NaCl-Turm abnicht flüchtige Produkte übergeführt werden und Alu- laufende Salzschmelze hat stets einen Schmelzpunkt miniurhchlorid aus dieser Mischung abgedampft wird. von 150 bis 152°C, das entspricht einer molekularen
Ferner ist es aus der deutschen Auslegeschrift Zusammensetzung von 48 Molprozent NaCl und 1 150 661 bekannt, bei der Gewinnung von Hexa- 50 52 Molprozent AlCl3 und damit weitgehend der bei chlordisiloxan aus seinen Gemischen mit Titantetra- 155,5°C schmelzenden Komplexverbindung Na(AlCl4). chlorid letzteres bei erhöhten Drücken und Tempera- Die Vollständigkeit der AlCl3-Abtrennung wurde in türen in einen Autoklav durch Reduktion mit metal- Abhängigkeit von der Temperatur der NaCl-Charge Hschen Reduktionsmitteln in TiCl3 zu überführen, im Absorptionsturm geprüft, und zwar im Bereich von wobei dieses als Schlamm ausfällt und von der flüssigen 55 120 bis 450°C-Hexachlordisiloxanphase abgetrennt wird. Es konnte festgestellt werden, daß der AlCl3-Gehalt
Der Erfindung lag jedoch die Aufgabenstellung der SiCl4-Kondensate merklich zunimmt, wenn die zugrunde, ein Verfahren zur gleichzeitigen und Temperatur im NaCI-Turm über 4000C liegt,
trockenen Abscheidung von Aluminiumchlorid und Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Erstarrungs-
Titantetrachlorid aus den bei der Chlorierung oder 60 punkt der ablaufenden Salzschmelze abzusenken, Hydrochlorierung von Silicium und Silicium ent- indem statt reinem Kochsalz eine gleichmolare haltenden Ausgangsmaterialien, wie Siliciumlegierun- homogene Mischung von NaCl und KCl im Absorpgen, Siliciden, Kieselsäure und ihren Verbindungen tionsturm vorgelegt wurde. Die ablaufende Salzanfallenden Reaktionsgase durch Überleiten der schmelze hatte in diesem Falle folgende Zusammen-Reaktionsgasc über festes Alkali- oder Erdalkali- 65 setzung:
halogenid bei erhöhter Temperatur anzugeben, mittels q __ 7·^ 290/ ^l = 15 79°/
welchem die oben beschriebenen Nachteile und x!o ■_ ς.%001' γ -ίαιοι
r, ..... , .... ΓΝα —'■ D, Zo In. Γ^ — - /,Hl /η.
Schwierigkeiten vermieden werden können.
Das Verhältnis NaChKCl im Ablauf betrug 0,825. Ihr Schmelzpunkt lag bei 115°C. Der Cl3-Gehalt des Siliciumtetrachlorides betrug nach • Behandlung wie bei Verwendung von reinem
ichsalz 0,01 %■ :
Auch die Bromide der angegebenen Alkalimetalle, ; z. B. .Kaliumbromid, sind zur Abtrennung von Cl3 geeignet. AlCl3 und KBr bilden nämlich ein bei i°G schmelzendes Eutektikum mit 66 Molprozent Jr. Setzt man AlCl3-Dampf mit festem KBr bei va 250° C um, so entsteht das Doppelsalz KBr · AlCl3 £ einem Schmelzpunkt von 213 0C.
Ebenso sind zur Abtrennung von AlCI3 auch die logenide des Lithiums geeignet, z. B. bildet Lithiumorid mit AlCl3 ein bei 114° C schmelzendes Eutekum mit 41 Molprozent LiCl, und bei der Umsetzung ,1 AlCl3-Dampf mit festem LiCl läuft bei etwa }°C das bei 143,5°C schmelzende Doppelsalz :i/ÄlCl3ab. .; · . /
i η gleicher Weise wie mit Alkalihalogeniden gelingt :h mit Erdalkalihalogeniden, insbesondere MgCl2, Abscheidung von AlCl3. MgCl2 und AlCl3 bilden bei 186°C schmelzendes Eutektikum mit 16 MoI-)zent MgCl2. Läßt man jedoch AlCl3-Dampf mit em MgCl2 reagieren, so bildet sich beiTemperaturen ;r 250° C die Doppelverbindung MgCl2 - 2 AlCl3, die :n Schmelzpunkt von 228°C besitzt.
is ist nun ein wesentlicher Teil der Erfindung, das aer noch nicht einbezogene Titantetrachlorid aus 1. eingangs erwähnten Reaktionsgasen unter Berückltigung der vorstehenden Ergebnisse gleichzeitig dem AlCl3, durch Zugabe von Metallpulvern, >. Aluminium oder Zink, vorzugsweise jedoch verförmigem Aluminium, zum Alkali- bzw. Erdalihalogenid abzuscheiden.
1Cl4 reagiert bei Temperaturen über 1000C, jesondere bei Anwesenheit von AlCl3, mit dem miniumpulver unter Bildung von TiCl3, das sich Na3TiCl6 in der Schmelze löst und mit dieser ezogen werden kann. · lan kann die Abtrennung des TiCl1 in einer von Abtrennung des AlCl3 getrennten Reaktionsstüfe nehmen, indem man das Aluminiumpulver nicht NaCl-Charge des Turms, sondern der ablaufenden \ICI4-Schmelze zusetzt und die Al: NaAlCl4-persion in einem zweiten Reaktionsturm mit dem I4 des Gasgemisches reagieren läßt. Diese Verensweise hat den Vorteil, daß das metallische luktionsmittel gleichmäßig verteilt zur Reaktion lmt und von dem Gasstrom auch nicht fortgeblasen Jen kann. ■
erner ist es möglich, das Aluminiumpulver der jlaufenen NaAlCl4-Schmelze zuzumischen, diese lten und erstarren zu lassen und stückig dem Salz Reaktionsturms beizugeben.
:ne partielle Abscheidung von AlCl3 mit NaCI bei peraturen zwischen 400 und 5000C ist ebenfalls" lieh. Bei Temperaturen über 4000C besitzt vlCl4 nämlich bereits. einen erheblichen AlCl3-ipf druck, z.B. bei 5000C schon etwa 25 Torr, so die AlCl3-Abtrennung mit steigender Temperatur er unvollständiger wird, während bei Tempera-1 über 5000C kein AlCl3 auf diesem Wege mehr schieden werden kann.
is aus dem Reinigungsturm abziehende AlCl3-TiCl4-freie Gasgemisch aus Siliciumtetrachlorid Wasserstoff kann, falls es für die weitere Verwendes Gemisches erforderlich sein sollte, einer Anlage zur Trennung der beiden Komponenten zugeführt werden.
B e i s ρ i e Γ 1
Ein aus dem Si-Chlorierungsprozeß anfallendes Gasgemisch aus 2;6 m3 Wasserstoff und 1,32 m3 SiCl4-Dampf (das sind 10 kg SiCl4) enthält als Verunreinigungen 0,2 kg AlCl3 und 0,010 kg TiCl4, das entspricht 2% AlCl3 und 0,1 % TiCl4, bezogen auf die Menge SiCl4;
Zur Abtrennung des AlCl3 leitet man dieses Gasgemisch durch einen mit NaCl-Stücken gefüllten und auf 1600C geheizten Turm. Dabei reagiert AlCl3 mit NaCl unter Bildung von 0,3 kg des bei 152°C schmelzenden Komplexes Na(AlCl4), der abläuft und in einer Vorlage gesammelt wird.
Das TiCl4 wird in einer Stufe mit AlCl3 abgeschieden, indem man der Kochsalzcharge geringe Mengen Aluminiumpulver zusetzt. Das TiCl1 wird dabei zu TiCl3 reduziert, das mit NaCI den in der ablaufenden NaAlCl4-Schmelze löslichen Komplex Na3TiCl6 bildet, zur Reduktion von 0,10 kg TiCl4 werden beispielsweise 5 g Aluminiumpulver benötigt. Es entstehen 0,08 kg TiCl3. Der AlCl3-GehaIt des Gasgemisches beträgt nach der Behandlung <0,01°/0, bezogen auf die Menge SiCl4, während TiCl4 nicht mehr nachweisbar ist.
Beispiel 2
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 werden die AlCl3- und TiCl4-haltigen Gasgemische aus Wasserstoff und Siliciumtetrachlorid durch eine auf mindestens 1400C heiße feinstückige Schüttung einer homogenen, äquimolaren Mischung aus NaCl und KCl geführt. Die von der Schüttung ablaufende Salzschmelze besteht aus 71,3% Cl; 15,8% Al; 5,3% Na und 7,6% K. Ihr Schmelzpunkt liegt bei 1150C.
In einem Teil dieser Schmelze wird so viel Aluminiumpulver dispergiert, daß der Gehalt an letzterem etwa 1% beträgt. Diese Aluminiumdispersion wird nach dem Erstarren und Zerkleinern der NaCl: KCl-Schüttung beigefügt, wobei sie bei den herrschenden Betriebstemperaturen vollständig schmilzt und das Aluminiumpulver auf der NaCl: KCl-Schüttung verteilt, so daß nun auch das TiCl4 unter Bildung von Na3TiCI6 bzw. K3TiCl6 gleichzeitig mit dem AlCl3 aus den Gasgemischen abgeschieden wird.
Der Gehalt der Gasgemische nach dieser Behandlung an AlCl3 beträgt <0,01% und der von TiCl4 <0,005%.
B ei sp i el 3
Entsprechend dem Beispiel 1 werden die mit AICl3 und TiCl4 verunreinigten Reaktionsgase durch einen auf 2800C geheizten und mit Stücken aus völlig wasserfreiem MgCl2 gefüllten Reaktionsturm geleitet. Der MgCl2-Charge sind 20 g Aluminiumpulver pro Kilogramm MgCl2 in feinverteilter Form beigegeben.
Es läuft eine von einer geringen Menge TiCI3 leicht rotgefärbte Schmelze der Zusammensetzung
MgCI2-2 AlCl3 "
ab. Ihr Schmelzpunkt liegt zwischen 220 und 225°C. In den Reaktionsgasen ist nach dieser Behandlung kein TiCl4 mehr nachweisbar. Der AICl3-Gehalt ist <0,05%, bezogen auf die Menge SiCl1.
B ei sp i el 4
Die Reaktionsgase werden wie im Beispiel 2 durch einen mit NaCl-Stücken gefüllten und auf mindestens 1400C geheizten Turm geleitet, wobei das AlCl3 unter Bildung von MaAlQ4 reagiert und abfließt. In dieser abgelaufenen Schmelze dispergiert man sodann 0,5 Gewichtsprozent Zinkstaub, fördert diese Zn: NaAlCl4-Dispersion in einen zweiten, ebenfalls mit NaCl-Stücken und auf 1800C geheizten Turm und läßt sie dort mit dem TiCl4 des Gasgemisches reagieren. Von diesem Turm läuft die NaAlCl4-Schmelze mit nichtumgesetztem Zinkstaub und einer kleinen Menge Na3TiCl6 ab. Sie kann zur besseren Ausnutzung des Zinkstaubes mehrfach dem zweiten Turm aufgegeben und anschließend abgelassen werden. Der TiCl4-Gehalt der Reaktionsgase beträgt nach dieser Behandlung <0,005°/0 und der AlCl3-Gehalt <0,05°/Oi

Claims (5)

Patentansprüche: 20
1. Verfahren zur gleichzeitigen und trockenen Abscheidung von Aluminiumchlorid und Titanletrachlorid aus den bei der Chlorierung oder Hydrochlorierung von Silicium und Silicium enthaltenden Ausgangsmaterialien, wie Siliciumlegierungen, Siliciden, Kieselsäure und ihre Verbindungen, anfallenden Reaktionsgase durch Überleiten der Reaktionsgase über festes Alkali- oder Erdalkalihalogenid bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsgase über einen Reaktionsturm mit festem Alkali- oder Erdalkalihalogenid oder deren Mischungen in Gegenwart geringer Mengen eines metallischen Reduktionsmittels bei Temperaturen von mehr als ~i00° C5 vorzugsweise von mehr als 1500C, geleitet werden und die gebildete Metallchlorid-Alkalihalogenid- und/oder Erdalkalihalogenidschmelze vom festen Alkalihajogenid und/oder Erdalkalihalogenid abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkalihalogenid Natriumchlorid verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Natrium-Kalium-Halogenidgemisch verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als metallisches Reduktionsmittel Aluminiumpulver oder Zinkstaub verwendet wird, das dem festen Alkalihalogenid zugesetzt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsgase zuerst über das feste Alkalihalogenid geleitet werden, dann der ablaufenden Schmelzmischung das Aluminium- oder Zinkpulver zugesetzt und diese Dispersion anschließend demselben oder einem weiteren angeschlossenen Reaktionsturm zugeführt wird.

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