DE1560963C - Fur eine flache Kulierwirkmaschine System Cotton, bestimmter Fadenfuhreran - Google Patents
Fur eine flache Kulierwirkmaschine System Cotton, bestimmter FadenfuhreranInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf einen für eine flache werks mit der Bremsschiene zu gemeinsamer Bewe-
Kulierwirkmaschine, System Cotton, bestimmten gung verbunden sind,
,Fadenführerantrieb mit einer hin- und hergehenden Fig. 2 einen lotrechten Längsschnitt durch den in
Bremsschiene, die durch als Rutschkupplung wir- Fig. 1 gezeigten Fadenführerantrieb nach der Linie
kende Bremsbacken mit dem Fadenführer gekuppelt 5 II-II der F i g. 6,
ist, nach dessen Auflaufen auf Anschläge die Brems- Fig. 3 eine Seitenansicht des in den Fig. 1 und 2
backen entlastbar sind. Die Bremsschiene nimmt gezeigten Fadenführerantriebes,
daher bei ihrer Hin- und Herbewegung den Faden- Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht
führer mit, dessen Hub jedoch durch Anschläge auf nach Auflaufen des Fadenführers auf einen Anschlag,
eine Strecke begrenzt ist, die auf ein kleineres Maß io Fig. 5 den lotrechten Längsschnitt nach der Linie
als der Hub der Bremsschiene eingestellt werden V-V der Fig. 1,
kann. Nachdem der Fadenführer nach Mitnahme Fig. 6 den lotrechten Querschnitt nach der Linie
durch die Bremsschiene auf einen Anschlag auf- VI-VI der F i g. 2,
gelaufen ist, setzt die Bremsschiene ihre Bewegung Fig. 7 die sich bei Betrachtung von unten
fort, wobei sie zwischen den Bremsbacken gleitet. 15 ergebende Ansicht einer Ausführungsform des Faden-
Da dieses Gleiten unter starker Reibung erfolgt, führerantriebes mit auf einem Wagen angeordneten
würde sich mangels besonderer Vorkehrungen die Nockenrollen des Spreizwerkes,
Bremsschiene schnell heißlaufen. Um das zu ver- F i g. 8 die zu F i g. 7 gehörige Seitenansicht,.
hindern, werden die Bremsbacken nach dem jedes- F i g. 9 den lotrechten Längsschnitt nach Linie
maligen Auflaufen des Fadenführers auf einen An- 20 IX-IX der'Fig. 7,
schlag entlastet. Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Schnitt-
Bei bekannten Fadenführerantrieben dieser Art ansieht des Fadenführerantriebes bei derjenigen Lage
geschieht dies dadurch, daß die auf die Bremsbacken der Teile, die sich nach Auflaufen des Fadenführers
wirkenden Belastungsfedern entspannt werden. Das auf einen Anschlag ergibt, und
erfordert jedoch eine verwickelte und störungs- 25 Fig. 11 den lotrechten Querschnitt nach der Linie
anfällige Steuerung dieser Federn. XI-XI der Fig. 8.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Die Fadenführer 10 der mehrfonturigen flachen
Entlastung der Bremsbacken ohne Entspannung der Kuliermaschine werden von einer waagerechten
Federn zu ermöglichen. Fadenführerschiene 11 getragen, die in ihrer Längs-
Diese Aufgabe ist nun ernndungsgemäß durch ein 30 richtung hin- und herbeweglich im Maschinengestell
Spreizwerk gelöst, durch das die Bremsbacken gegen geführt ist und zu diesem Zweck an einem Schieber
die Federkraft auseinanderspreizbar sind und das 12 befestigt ist, der auf einer waagerechten Stange 13
durch die Relativbewegung zwischen Bremsschiene des Maschinengestells gleitet. Am Schieber 12 sitzt
und Fadenführer antreibbar ist. starr eine waagerechte Stange 14, die sich parallel zur
Das Spreizwerk kann beispielsweise aus an den 35 Fadenführerschiene 11 erstreckt und an ihren Enden
Bremsbacken gelagerten Nockenrollen und aus Nok- einstellbare Anschlagschrauben 15 hat. Der Hub der
ken bestehen, die mit der Bremsschiene zu gemein- Fadenführerschiene 11 ist an jedem Hubende durch
samer Bewegung verbunden sind. Nachdem der einen am Maschinengestell sitzenden Anschlag 16
Fadenführer jeweils auf einen Anschlag aufgelaufen begrenzt. In Fig. 1 ist nur der linke Anschlag 16
und zum Stillstand gekommen ist, laufen die Brems- 40 gezeigt.
schiene und die mit ihr verbundenen Nocken weiter, Parallel zur Fadenführerschiene 11 erstreckt sich
und die Nocken wirken dann auf die Nockenrollen die in ihrer Längsrichtung hin- und herbewegte
und spreizen mit ihrer Hilfe die Bremsbacken aus- Bremsschiene 17, deren Hub den größtmöglichen
einander, so daß diese keine Bremskraft mehr auf Hub der Fadenführerschiene 11 übertrifft und die
die Bremsschiene ausüben können. Diese kann sich 45 von einem flachen Stab gebildet wird (vgl. den in
daher weiterbewegen, ohne sich zu erwärmen. Fig. 6 gezeigten Querschnitt). Um nun diese Brems-
Bci einer anderen Ausführungsform der Erfindung schiene 17 mit der Fadenführerschiene 11 zu kuppeln,
besteht das Spreizwerk aus an den Bremsbacken sind zwei als Rutschkupplung wirkende Bremsbacken
befestigten Nocken und aus Nockenrollen, die auf vorgesehen, die je aus einer Schiene 19 und aus einem
. einem mittels der Bremsschiene antreibbaren und 50 diese bedeckenden und an ihr befestigten Bremsbelag
dieser gegenüber beweglichen Wagen sitzen. Nach- 20 bestehen und ebenso breit bemessen sind wie die
dem bei dieser Ausführungsform die Fadenführer- Bremsschiene 17. Die beiden Bremsbacken, deren
schiene jeweils auf einen Anschlag aufgelaufen und eine oben und deren andere unten an der Bremssamt
den Bremsbacken zum Stillstand gebracht ist, schiene 17 anliegt, sind von einem waagerechten
läuft die Bremsschiene weiter und nimmt dabei den 55 Rahmen umgeben, der aus zwei seitlichen, hochkant
Wagen unter dem Einfluß von dessen Lagerreibung stehenden, parallelen, flachen Stangen 21 und 22 und
mit, bis die von dem Wagen getragenen Nocken- aus Querschienen 23 und 24 besteht, welche die
rollen auf die an den Bremsbacken befestigten Enden der Stangen 21 und 22 starr miteinander verNocken
auflaufen und mit deren Hilfe die Brems- binden. Wie der in Fig. 5 gezeigte Längsschnitt
-backen auseinanderspreizen. Dabei können an dem 60 erkennen läßt, sind die rechten Enden der parallel
Tragrahmen der Bremsbacken Anschläge für den die zur Bremsschiene 17 verlaufenden Stangen 21 und 22
Nockenrollen tragenden Wagen sitzen. zwischen zwei parallelen Querschienen 23 einge-
Die Erfindung sei nachstehend im einzelnen an klemmt, zwischen denen die Brcmsschicnc 17 gleitend
Hand zweier Ausführungsbcispiele beschrieben, die geführt ist. Die anderen Enden der Stangen 21 und 22
in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen 65 sind in entsprechender Weise zwischen zwei Querzeigt
schienen 24 eingeklemmt. An den Schienen 23 und 24
Fig. 1 einen Grundriß einer Ausführungsform des liegen die Bremsbacken 19, 20 mit ihren Enden an.
Fadenführerantriebs, bei der die Nocken des Spreiz- Sie werden an die Bremsschiene 20 durch gewölbte
3 4
Blattfedern 25 und 26 angedrückt, die ebenso breit Die Stange 22 hat einen sehr breit bemessenen
wie die Bremsschiene und ebenso lang wie die Brems- mittleren Abschnitt 22' (Fig. 4) mit einem mittleren
backen 19, 20 bemessen sind und in ihrer Mitte von Ausschnitt 50, in den eine am Schieber 12 sitzende
einem Spannrahmen umgeben werden. Dieser besteht Zunge 51 eingreift. Das führt dazu, daß die Faden-
aus einem U-förmigen Bügel, dessen Steg 28 auf dem 5 führerschiene 11 mit dem aus den Teilen 21 bis 24
mittleren Teil der gewölbten Blattfeder 25 aufliegt gebildeten Rahmen und mit den beiden von diesem
und dessen Schenkel 29 an den beiden Bremsbacken, umgebenen Bremsbacken 19, 20 zu gemeinsamer Vcr-
der dazwischenliegenden Bremsschiene 17 und der Schiebung gekuppelt ist.
unteren Blattfeder 26 vorbeigehen und unterhalb Die Wirkungsweise ist folgende: Nimmt der von
dieser Blattfeder eine Querwelle 30 tragen, die mit io den Teilen 21 bis 24 gebildete Rahmen gegenüber
einem Spann-Nocken 31 versehen ist. Wird die Welle dem von den Teilen 40 bis 43 gebildeten, an der
30 mit Bezug auf F i g. 5 im Gegenuhrzeigersinn Bremsschiene 17 befestigten Rahmen die in F i g. 4
gedreht, dann legt sich der Spann-Nocken 31 unten gezeigte Lage ein, in der entweder die rechten oder
an die Blattfeder 26 an, wodurch der Steg 28 gegen die linken Nockenrollen 36 in die Aussparungen 44
die Blattfeder 29 gezogen wird. 15 eingreifen, dann pressen die in ihrer Mitte durch den
Die Welle hat einen Arm 32, der in seiner jeweili- Bügel 28, 29 gegeneinander abgestützten Blattfedern
gen Einstellage durch eine an ihm gelenkig ange- 25 und 26 die beiden Bremsbacken 19, 20 an die
brachte Sperrklinke 33 gehalten wird, welche in eine Bremsschiene 17 und kuppeln diese dadurch mit dem
am vorderen Arm 29 angebrachte Sperrverzahnung die Federn umgebenden Rahmen 21 bis 24 und daher
eingreift. 20 auch mit der Fadenführerschiene II. Diese wird
Jede der beiden Blattfedern 25, 26 hat flache End- daher von der Bremsschiene 17 unter Reibung mitabschnitte,
die parallel zur Bremsschiene 17 verlaufen genommen. Sobald aber eine der Anschlagschrauben
und sich an den gewölbten Abschnitt der Blattfeder 15 auf einen ortsfesten Anschlag 16 aufläuft, wird
anschließen. Dieser flache Endabschnitt jeder Feder dadurch die Fadenführerschiene Il und mit ihr der
liegt in einer Aussparung einer Querstange 35, die 25 Schieber 12, die Zunge 51, der Rahmen 21 bis 24 und
sich quer über die betreffende Bremsbacke 19, 20 die Bremsbacken 19, 20 festgehalten, während die
erstreckt und unter der Spannung der Blattfeder auf Bremsschiene 17 ihre Bewegung fortsetzt. Nach einem
die Bremsbacke gepreßt wird. Die flachen Enden der weiteren Weg von wenigen Millimetern werden aber
Blattfeder 25, 26, die darunter befindlichen Böden die oberen Nockenrollen 36 von den unteren Nockender
Aussparungen der Stangen 35 und die Brems- 30 rollen 36 abgespreizt. Das geschieht durch die auf die
backen sind miteinander vernietet (vgl. F i g. 6). Es Nockenrollen auflaufenden Nocken 53, die von den
sind also vier Querstangen 35 vorgesehen (vgl. Enden der verbreiterten Abschnitte der Längsschie-F
i g. 5), und an jedem Ende dieser vier Querstangen nen 42 und 43 gebildet werden.
ist ein Lagerzapfen zur Aufnahme einer drehbaren Nachdem also die linke Anschlagschraube 15 auf
Nockenrolle 36 befestigt. Es sind also vier obere 35 den in Fig. 1 gezeigten festen Anschlag 16 auf-
Nockenrollen 36 und unter diesen vier untere Nocken- gelaufen ist, läuft die Bremsschiene 17 weiter nach
rollen36 vorgesehen. links in Richtung auf die in Fig. 3 gezeigte Stellung,
Auf diese Nockenrollen können nun Nocken in der die verbreiterten Abschnitte der beiden Längseinwirken,
die mit der Bremsschiene 17 zu gemein- schienen 42 und 43 die oberen Nockenrollen von den
samer Bewegung verbunden sind. Zu diesem Zweck 40 unteren Nockenrollen abrücken und dadurch die
sind an der Bremsschiene zwei Querstangen 40 und Enden der Federn 25, 26 und die mit diesen verin
erheblichem Abstand davon zwei Querstangen 41 nieteten Bremsbacken 19, 20 auseinanderspreizen,
befestigt, und zwar derart, daß zwischen den Quer- Zwischen den Bremsbacken und der Bremsschiene 17
stangen 40 die Bremsschiene hindurchgeht und sich besteht daher keine Reibung mehr. Die Stellung, in
in entsprechender Weise auch zwischen den Schienen 45 der die Bremsbacken stehen bleiben, hängt daher
41 befindet. Zwischen den Querstangen 40 sind nun von der Einstellung der Anschlagschraube 15 und des
die rechten Enden zweier waagerechter Längsschie- festen Anschlags 16 ab.
nen 42 und 43 befestigt, die sich parallel zur Brems- Kehrt die Bremsschiene 17 ihre Bewegung um,
schiene 17 erstrecken und mit ihren anderen Enden nachdem sie sich in der Richtung der Pfeile der
zwischen die Schienen41 ragen und an diesen be- 50 Fig. 1 und 3 bis zu ihrem Hubende nach links
festigt sind. Mithin bilden die Querstangen 40 und 41 bewegt hat, dann vermag sie den Rahmen 21 bis 24
und die Längsschienen 42 und 43 einen Rahmen, der mit der Fadenführerschiene 11 zunächst noch nicht
mit der Bremsschiene 17 ein starres Ganzes bildet. mitzunehmen. Der Fadenführer 10 verbleibt vielmehr
Die Längsschienen 42 und 43 haben verhältnismäßig so lange in Ruhe, bis die Nockenrollen 36 wieder
schmale Endabschnitte (F i g. 3), während der mitt- 55 freigegeben sind und die Bremsbacken sich durch die
lere Abschnitt verhältnismäßig breit bemessen und in Blattfedern an die Bremsschicne 17 andrücken lassen,
der Mitte oben und unten mit Aussparungen 44 vcr- Erst dann wird die Fadenführerschiene H von der
sehen ist, deren Schrägflächen Nocken 53 bilden. Bremsschiene 17 nach rechts mitgenommen, bis sie
Wenn die Bremsbacken an der Bremsschiene 17 an- an dem in den Zeichnungen nicht dargestellten
liegen (Fig. 4 und 6), dann ist der Abstand der 60 anderen festen Anschlag anstößt und stehen bleibt,
oberen Nockenrollen 36. von den unteren Nocken- während die Bremsschicne 17 allein weiterläuft und
rollen 36 kleiner heinessen, als es der Breile der ver- unmittelbar darauf mittels der Längsschienen 42,
breiterten Abschnitte der Längsschienen 42, 43 ent- und der Nocken 53 das Auseinanderspreizen der
spricht. Die Nockenrollen befinden sich dann ent- Bremsbacken bewirkt.
weder in den Aussparungen 44 oder über und unter 65 Das aus den Nockenrollen 36 und den Nocken
den schmaleren Endabschnitten der Schienen 42, 43, bestehende Spreizwerk ist also durch die Relativ-
deren Übergänge ebenfalls Nocken 53 bilden, wie es bewegung zwischen der Bremsschiene 17 und dem
Fig. 4 zeigt. Fadenführer 11 antrcibbar und spreizt die Brems-
backen 19, 20 gegen die Kraft der Blattfedern 25, 26 auseinander, unmittelbar nachdem die Fadenführerschiene
11 durch Anstoßen der Anschläge 15, 16 zum Stillstand gebracht ist.
Bei der in den F i g. 7 bis 1 i gezeigten Ausfühningsform
der Erfindung ist auf der Bremsschiene 60 ein Rahmen gleitend geführt, der aus zwei rechteckigen,
aufrechten, parallelen Platten 61 und 62 besteht, die sich quer zur Bremsschiene 60 erstrecken
und je eine mittlere Öffnung haben, in der diese Bremsschiene gleitend geführt ist. Die beiden Platten
61 und 62 sind miteinander durch Schienen 63 und 64 verbunden, die neben der Bremsschiene 60 parallel
zu dieser verlauten (vgl. Fig. 11). Zwischen den beiden Platten 61 und 62 befinden sich die Bremsbacken
65 und 66, die je mit einem Bremsbelag 67 versehen sind und in Richtung aufeinander durch
Blattfedern 68 und 69 gedrückt werden. Diese entsprechen hinsichtlich ihrer Form und Wirkung den
Blattfedern 25, 26, und sie werden ebenso wie diese durch einen Spannrahmen gespannt, dessen Teile
und Spannwerk dieselben Bezugszahlen erhalten haben wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Wie F i g. 9 zeigt, trägt jede Bremsbacke 65 an
jedem Ende einen aufrechten Flansch 70, der sich quer zur Bremsschiene 60 erstreckt und zwei Finger
71 verbindet. Da die beiden Bremsbacken insgesamt vier Flansche 70 haben, sind also insgesamt acht
solcher Finger 71 vorgesehen. Jeder Finger 71 hat die Gestalt einer flachen, hochkant stehenden Schiene,
die parallel zur Bremsschiene 60 verläuft. Ihre dieser Bremsschiene 60 zugewandte innere Kante 72 hat
zwei geneigt zur Bremsschiene 60 verlaufende Abschnitte und ist daher in ihrer Mitte weiter von der
Bremsschiene 60 entfernt als an ihren Enden; die innere Kante 72 bildet somit Nocken 72.
Über den beiden Schienen 63 und 64 erstrecken sich parallel zu diesen je eine Stange 75 bzw. 77, deren
Enden durch quer verlaufende Achsen 79 verbunden sind. Entsprechende Stangen 76 und 78 verlaufen je
unterhalb einer der Schienen 63 und 64. Auch ihre Enden sind durch Achsen 80 verbunden. Die oberen
Stangen 75 und 76 sind durch je zwei Zugfedern 81 mit den unteren Stangen 76, 78 verbunden. Auf den
Achsen 79, 80 sind je eine Rolle 82 bzw. 83 gelagert. die oben und unten auf der Bremsschiene 60 aufrollen.
Außerdem trägt jede Achse 79 und 80 beiderseits der Rolle 82 je eine in Kugellagern gelagerte
NockenroHe 84, die sich zwischen den inneren Kanten 72 der Finger 71 befindet.
Die Schiene 64 hat einen seitlichen Ansatz 86 (F i g. 7 und 8), der mit der Fadenführerschiene 87
zu gemeinsamer Verschiebung verbunden ist. Der Hub der Fadenführerschiene 87 ist durch feste Anschläge
88 begrenzt. Zu diesem Zweck sind an ihr verstellbare Anschläge 89 befestigt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Solange sich der von den Stangen 75 bis 78
gebildete Wagen, der die Nockenrollen 84 trägt, mit Bezug auf die Bremsbacken in der mittleren Lage
befindet, die in den Fi g. 7, 8, 9 und 11 dargestellt ist,
pressen die Blattfedern 68 und 69 die beiden Bremsbacken 65 und 65 an die Bremsschiene 60 an und
bewirken dadurch die Mitnahme der Bremsbacken. Sobald aber die Fadenführerschiene 87 durch Auflaufen
eines ihrer Anschläge 89 an den ortsfesten Gegcnanschlag 88 zum Stillstand gebracht ist, während
die Bremsschiene 60 ihre Bewegung fortsetzt, tritt folgendes ein: Infolge der Lagerreibung zwischen
den Achsen 79, 80 und den Rollen 82, 83 drehen sich diese Rollen nicht. Daher wird der von diesen Achsen
und von den Stangen 75 bis 78 gebildete Wagen durch die Bremsschiene 60 mitgenommen. Diese Mitnahme
währt aber nur wenige Millimeter. Dann nämlich laufen die Nockenrollen 84 auf die Nocken
auf, die von den Schrägflächen der Kanten 72 der Finger 71 gebildet werden. Sobald dies geschieht,
ίο wälzen sich die Rollen 82, 83 auf der Bremsschiene
60 und die Nockenrollen auf den als Nocken dienenden Kanten 72 ab, was die Wirkung hat, daß der
Wagen mit der halben Laufgeschwindigkeit der Bremsschiene 60 in deren Richtung weiterwandert.
Das führt aber dazu, daß die Nockenrollen 84 auf den von den Kanten 72 gebildeten Nocken entlanglaufen
und die Finger 71 auseinanderspreizen. Sobald das geschehen ist, bleiben der Wagen, die Bremsbacken
und der Rahmen 61 bis 64 stehen, während die Bremsschiene 60 allein weiterläuft. Der Wagen
läuft mit der Bremsschiene 60 so lange mit, bis seine in der Bewegungsrichtung vorn liegenden Nockenrollen
84 an die Platte 61 bzw. 62 anstoßen. Nach Umkehr der Bremsschiene 60 wälzen sich die Rollen
82 und 83 in der entgegengesetzten Richtung an den schräg verlaufenden Kanten oder Nocken 72 der
Finger 71 ab und bringen dadurch den Wagen wieder in die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Mittelstellung,
in der die Bremsbacken sich an die Bremsschiene 60 anlegen und dadurch die Fadenführerschiene 82 mit
der Bremsschiene 60 kuppeln.
Infolge der Symmetrie des Fadenführerantriebs zu dessen lotrechter Mittelebene tritt die gleiche Wirkung
auf, wenn die Fadenführerschiene 87 am anderen Anschlag anläuft und die Bremsschiene 60 allein
weiterläuft und dann ihre Bewegung umkehrt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht das Spreizwerk
also aus den an den Bremsbacken 65, 66 befestigten Nocken, die von den schrägen Kanten 72
der Finger 71 gebildet werden, und aus den Nockenrollen 84, die auf den Wagen 75 bis 80 sitzen, der
durch die Bremsschiene 60 und die Rollen 82, 83 antreibbar ist und sich gegenüber der Bremsschiene
bewegen kann.
Die Platten 61, 62 des Tragrahmens der Bremsbacken bilden Anschläge für den Wagen.
Claims (4)
1. Für eine flache Kulierwirkmaschine, System Cotton, bestimmter Fadenführerantrieb mit einer
hin- und hergehenden Brems'schiene, die durch als Rutschkupplung wirkende Bremsbacken mit dem
Fadenführer gekuppelt ist, nach dessen Auflaufen auf Anschläge die Bremsbacken entlastbar sind,
gekennzeichnet durch ein Spreizwerk, durch das die Bremsbacken (19. 20; 65, 66) gegen
die Federkraft (25, 26; 68, 69) auseinanderspreizbar sind und das durch die Relativbewegung zwischen
Bremsschiene (17; 60) und Fadenführer (10,11; 87) antreibbar ist.
2. Fadenführerantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizwerk aus an
den Bremsbacken gelagerten Nockenrollen (36) und aus Nocken (53) besteht, die mit der Bremsschiene
(17) zu gemeinsamer Bewegung verbunden sind.
3. Fadenführerantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizwerk aus an
den Bremsbacken (65, 66) befestigten Nocken (72) und aus Nockenrollen (84) besteht, die auf
einem mittels der Bremssehiene (60) antreibbaren und dieser gegenüber beweglichen Wagen (75 bis
78) sitzen.
4. Fadenführerantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Tragrahmen
(61 bis 64) der Bremsbacken (65, 66) Anschläge für den die Nockenrollen (84) tragenden Wagen
(75 bis 78) sitzen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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