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DE1543482C - Jodzearalenone und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Jodzearalenone und Verfahren zu deren Herstellung

Info

Publication number
DE1543482C
DE1543482C DE1543482C DE 1543482 C DE1543482 C DE 1543482C DE 1543482 C DE1543482 C DE 1543482C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
zearalenones
preparation
weight
atom
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Edward B.; Hidy Phil H.; Wehrmeister Herbert L.; Terre Haute Ind. Hodge (V.StA.). C07d 5-04
Original Assignee
Commercial Solvents Corp., Terre Haute, Ind. (V.StA.)
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft Jodzearalenone der allgemeinen Formel
OH
HO
:0 CH3 : ^
C — 0 — CH- (CH2)3v
C=O
CH = CH-(CH2)/ · ■■■·
in der X ein Jodatom und Ϋ ein Wasserstoffatom oder ein Jodatom bedeutet, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung. . , - -. , .
Es ist bekannt, Fleisch erzeugenden Tieren zu deren Wachstumssteigerung östrogene, wie Diäthylstilböstrol, zu verabreichen. Bei einer solchen Verwendung von Verbindungen mit hoher östrogener Aktivität ergaben sich jedoch Schwierigkeiten bei der Tieraufzucht infolge der Erscheinungen künstlicher Brunsterzeugung, und in manchen Fällen traten beim Menschen nach Genuß des Fleisches solchermaßen behandelter Tiere Hormonstörungen auf.
Es wurde gefunden, daß die Jodzearalenone der obigen allgemeinen Formel bei Fleisch erzeugenden Tieren eine gute Wachstumssteigerung bewirken, jedoch im Gegensatz zu den bekannten Üstrogenen eine wesentlich verminderte östrogene Aktivität aufweisen. So beträgt die östrogene Aktivität weniger als 1% derjenigen von Diäthylstilböstrol, wie durch den Mäusegebärmuttertest gemäß »Endocrinology«, Bd. 49, S. 429 bis 439 (1951), ermittelt wurde. Dies stellt einen großen Vorteil dar, da bei Fleisch erzeugenden Tieren eine merkliche Brunst, die z. B. mit Diäthylstilböstrol hervorgerufen wird, mit den obigen Jodzearalenonen vermieden wird und Hormonstörungen beim Menschen, die durch den Genuß des Fleisches von mit Diäthylstilböstrol behandelten Tieren auftreten können, nicht zu befürchten sind.
Die wachstumssteigernde Wirkung wurde in Vergleichsversuchen mit Gruppen von je 27 Lämmern geprüft, wobei eine Gruppe als Kontrollgruppe diente, während einer Gruppe 12 mg Diäthylstilböstrol und zwei weiteren Gruppen jeweils 12 mg Monojodzearalenon (Beispiel 1) bzw. Dijodzearalenon verabreicht wurden. Die Lämmer wurden gewogen, und die Testsubstanzen wurden ihnen subkutan in einem Ohr eingepflanzt. Jede Lämmergruppe wurde mit dem gleichen pelletisieren Futter aus 64 Gewichtsteilen gemahlenen Maiskolben, 60 Gewichtsteilen gemahlenen Maiskörnern, 31 Gewichtsteilen entwässertem Alfalfamehl, 12 Gewichtsteilen getrockneter Melasse, 30 Gewichtsteilen Sojabohnenmehl, 1,4 Gewichtsteilen Dicalciumphosphat, 2 Gewichtsteilen Spurenmineralien und 1,9 Gewichtsteilen eines Vitamingemisches während einer Zeit von 42 Tagen ernährt. Danach wurde die Gewichtszunahme aller Tiere bestimmt
Bei der Kontrollgruppe lag die durchschnittliche Tageszunahme bei 0,50 Pfund xund die Futterumwandlung bei 774 kg/100 kg Gewichtszunahme. Bei den übrigen Gruppen dagegen lag die durchschnittliche Tageszunahme bei etwa 0,60 Pfund und die Futterumwandlung in der Größenordnung von 600 kg/ 100 kg Gewichtszunahme. Die geprüften Jodzearalenone besitzen somit eine dem Diäthylstilböstrol gleichwertige Wachstumsförderung, jedoch eine wesentlich geringere östrogene Aktivität.
:--. ..Die Jodzearalenone der oben angegebenen Formel werden dadurch hergestellt, daß man Zearalenon der Formel
OH
HO
CH== CH (CH2);
in an sich bekannter Weise in Essigsäurelösung mit Perjodsäure und Kaliumiodid jodiert.
Das als Ausgangsverbindung verwendete Zearalenon erhält man aus Kulturen von Gibberella zeae
(Gordon) NRRL 2830. ■
Die Jodzearalenone der obigen allgemeinen Formel können den Tieren auch oral oder parenteral verabreicht werden. Für die orale Verabreichung werden die Verbindungen zweckmäßig dem Futter zugemischt und für die pafenterale Verabreichung beispielsweise in Erdnußöl suspendiert.
Beispiell
Eine erste Stammlösung A wurde durch Auflösen von 433 mg Zearalenon in 80 ml Essigsäure und anschließendes Verdünnen der Mischung mit Wasser - auf 100 ml zubereitet. Eine zweite Stammlösung B wurde durch Auflösen von 5 g Perjodsäure in 200 ml Wasser und Zugabe von 800 ml Essigsäure bereitet.
.25 ml der Stammlösung A wurden mit 50 ml der Stammlösung B versetzt. Nach einer Stunde wurden dem Gemisch 5 ml einer 20%igen wäßrigen Kaliumjodidlösung und nach weiteren 10 Minuten nochmals
50- 5 ml dieser 20%igen Kaliumjodidlösung zugegeben.
Nach weiteren 5 Minuten wurde das überschüssige Jod mit 0,1038 n-Natriumthiosulfatlösung titriert. Die titrierte Mischung wurde dann mit 500 ml Wasser
. verdünnt und nach 1 stündigem Stehen filtriert. Der Filterkuchen wurde mit 50 ml Wasser gewaschen und in einem Vakuumexsikkatorgetrocknet, wobei 115 mg Substanz erhalten wurden. Durch Umkristallisation aus Cyclohexan wurden 76 mg Monojodzearalenon vom F. 164 bis 166° C erhalten.
■.'■..,-,:■ ' ' ■ -. '■
B e i s ρ i e Γ 2 ·
20 ml der Stammlösung A des Beispiels 1 wurden mit 50 ml der Stammlösung B versetzt. Nach einer halben Stunde wurden dem Gemisch 3 ml einer 20%igen wäßrigen Kaliumjodidlösung und nach weiteren 16 Stunden nochmals 7 ml dieser Kaliumjodidlösung zugegeben. Das überschüssige Jod wurde mit
Natriumthiosulfatlösung titriert, der Niederschlag wurde abfiltriert, der Filterkuchen mit Wasser gewaschen und in einem Vakuumexsikkator getrocknet. Man erhielt 91 mg einer Substanz vom F. 88 bis 960C. Die Substanz wurde zunächst aus Cyclohexan und dann aus η-Hexan umkristallisiert, wobei das Dijodzearalenon vom F. 125,5 bis 127° C in einer Ausbeute von 53 mg erhalten wurde.

Claims (2)

Patentansprüche: IO
1. Jodzearalenone der allgemeinen Formel . '
oh Λ ■ . ■ : ' ™T
C=O
20
in der X ein Jodatom und Y ein Wasserstoffatom oder ein Jodatom bedeutet.
2. Verfahren zur Herstellung von Jodzearalenonen der allgemeinen Formel
CH,
C —O —CH-
-(CH2)3\ :
C = O
CH== CH-(CH2);
in der X ein Jodatom und Y ein Wasserstoffatom oder, ein Jodatom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man Zearalenon der Formel /
OH.
CH,
C—O —CH-(CH2)3\
CH = CH-(CH2)3
C = O
/ ■ · ■
in an sich bekannter Weise in Essigsäurelösung mit Perjodsäure und Kaliumjodid jodiert.'

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