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DE1420080C - N-Benzyl-beta-(isonicotinoylhydrazin)propionsäureamid und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

N-Benzyl-beta-(isonicotinoylhydrazin)propionsäureamid und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE1420080C
DE1420080C DE1420080C DE 1420080 C DE1420080 C DE 1420080C DE 1420080 C DE1420080 C DE 1420080C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
benzyl
isonicotinoylhydrazine
propionic acid
acid amide
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Barry Malcolm Jackson Heights; Carnahan Robert Edward Massapequa; N.Y. Bloom (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Charles Pfizer and Co Inc

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Description

1 2
Gegenstand der Erfindung ist N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)-propionsäureamid der Formel
N -CO-NH-NH-CH2-Ch2-CO-NH-CH,-'
und ein Verfahren zu seiner Herstellung. 5 bereits durch einfaches Vermischen der Reaktions-
Das erfindungsgeinäßc Verfahren besteht darin, daß teilnehmer und etwa I bis 3 Tage langes Stehenlassen
man /i-OsonicotinoylhydrazinJ-propionsäuremethyl- des Gemischs bei Raumtemperatur erreicht werden
ester nach an sich bekannten Methoden mit Benzyl- kann, zieht man im allgemeinen zur Abkürzung der
ainin umsetzt. Reaktionszeit Temperaturen von etwa 60 bis 200"C
Das N-Benzyl'/J-iisonicotinoylhydrazitO-propion- ίο vor. Bei Reaktionstemperaturen von etwa 130C er-
säureaniid kann auch dadurch hergestellt werden, daß zielt man in 2 bis 4 Stunden ausgezeichnete Ausbeuten.
man N-Benzyl-ß-hydrazinpropionsäureamid mit Iso- Im allgemeinen werden die Reaktionsteilnehnicr in
nicotinsäure oder deren Derivaten acyliert, oder ein äquimolarer Menge verwendet, obgleich mit Vorteil
Hydra/.on der allgemeinen Formel auch geringe Überschüsse von bis zu 10°/0 Uen/.yl-
i> n\ Mn μ _ m\ m\ r-rnviuoi 1S amin bzw. N-Benzyl-^-hydrazinpropionsäureamid an-
Iv L-v/ — [N ΓΙ —- IN — Lit -~— LMj LvJ INrltv. · < ■ .-. τ \- \r ι ·· η
* gewendet werden können. Die Verwendung größerer
in der R den Isonicotinoylrest und R1 den Benzylrest Überschüsse bewirkt keinen merklichen Vorteil. So-
bedeutet, hydriert, oder Isonicotinoylhydrazin mit bald die Umsetzung beendet ist, wird das Reaktions-
einem Acrylsäurederivat der allgemeinen Formel gemisch gekühlt und aus einem Lösungsmittel, z. B.
CH2-CH — COR2 umsetzt, in der R* — OH, 20 Äthylacetat, niederen Alkoholen, wie Methanol,
--OCH3, -OC2H5 oder — NiIR1 bedeutet, wobei Äthanol oder Propanol, umkristallisiert.
R1 wiederum die Benzylgruppe bedeutet, und, falls Der als Ausgangsstoff verwendete /J-(Isonicotinoyl-
R8 nicht --NHR1 bedeutet, die erhaltene Verbin- hydrazin)-propionsäuremethylester ist durch Um-
diing mit Benzylamin umsetzt. Setzung von Isonicotinoylhydrazin mit einer gegebenen-
Das N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)-propion- »5 falls als Diacetal vorliegenden Carbonylverbindung säureamid kann anschließend mit Säuren mit einem der Formel O = CH — CH, — COOH oder deren pK\-Wert bis zu 3 in pharmakologisch geeignete Halogeniden, Estern usw. und anschließende ReSalze übergeführt werden. duktion des erhaltenen Hydrazons zugänglich.
Das N-Benzyl-/i-(isonicotinoylhydrazin)-propion- Zur Herstellung des N-Benzyl-/9-(isonicotinoylhy-
säureamid eignet sich zur Behandlung psychischer 3° drazin)-propionsäureamids durch Hydrierung des
Störungen und ist in wesentlich geringeren Dosen entsprechenden Hydrazons wird letzteres vorzugs-
wirksam als das bekannte Beruhigungsmittel Iproni- weise in äthanolischer Lösung bei einem Druck von
azid (N-Isonicotinoyl-N'-isopropylhydrazin). Im Stan- 3 Atmosphären in Gegenwart von Platinoxyd mit
dard-Reserpin-Antagonismus-Test bei Nagetieren ent- Wasserstoff behandelt.
sprachen IO mg N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)- 35 Die Umsetzung des Isonicotinoylhydrazins mit
propionsäureamid 100 mg Jproniazid. Klinische Unter- einem Acrylsäurederivat erfolgt durch Erhitzen eines
suchungen ergaben ferner, daß die bei Verabreichung Gemisches aus mindestens äquimolaren Mengen der
von Iproniazid gefürchteten Nebenerscheinungen, beiden Reaktionsteilnehmer in einem inerten orga-
nämlich hepatische Toxizität, Sehstörungen und nischcn Lösungsmittel, vorteilhaft in Gegenwart einer
starker Unterdruck beim N-Benzyl-/3-(isonicotinoyl- 40 niederen Alkancarbonsäure, die im allgemeinen in
hydrazin)-propionsäureamid nicht auftreten. Seine katalytischen Mengen verwendet wird. Die Mengen
Nebenwirkungen sind gering und vorübergehend. dieser Säure sollte, bezogen auf das gesamte Reak-
Das N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)-propion- tionsgemisch, mindestens 1 Volumprozent betragen, säureamid besitzt ferner tuberkulostatische und Die. optimale Menge der Alkancarbonsäure liegt im krampflösende Wirkung, lindert anginale Schmerzen 45 allgemeinen zwischen 1 und S Volumprozent des Re- und hebt die Gemüstverfassung von an rheumatischer aktionsgemischs. Größere Mengen können die AusArthritis Erkrankten. Auch als Monoaminooxydase- beute verringern. Obgleich vorzugsweise Essigsäure Inhibitor, insbesondere im Zentralnervensystem, ist es als Katalysator verwendet wird, können auch andere wirksam. niedere Alkancarbonsäuren, wie Ameisen-, Propion-
Zur therapeutischen Anwendung kann es in üblicher 50 oder Buttersäure, zur Anwendung kommen.
Weise in oral und parenteral applizierbare Dosierungs- Als inerte organische Lösungsmittel für diese Umformen übergeführt werden, wobei man vorteilhaft die Setzung eignen sich insbesondere tertiäre Alkohole, Wasserlöslichkeit der Salze ausnutzt. Zur Salzbildung z. B. 1,1-DimethylpropanoI, 1,1-Dimethylbutanol, eignen sich pharmakologisch brauchbare Säuren mit 1-Methyl-l-äthylbutanol und 1,1-Dimethylpentanol. einem pKx-Wert von 3 oder darunter, z. B. Salzsäure 55 Das Gemisch wird zweckmäßig auf die Rückflußßromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, temperatur des Lösungsmittels erhitzt, jedoch können Phosphorsäure, Benzolsulfonsäure, Toluolsulfonsäure, auch niedrigere Temperaturen von z.B. SO0C an-Methylsulfonsäure und Äthylsulfonsäure. gewendet werden. Die Umsetzung ist in kurzer Zeit,
Die Umsetzung des //-(Isonicotinoylhydrazin)-pro- etwa nach 6 Stunden, abgeschlossen, kann jedoch
pionsäuremethylesters mit Benzylamin bzw. des 60 auch über 18 Stunden durchgeführt werden. In vielen
N-ßcn/yl-/Miydrazinpropionsäureamids mit Isonico- Fällen erwies sich die Verwendung eines Überschusses
tinsaurc oder deren Derivaten wird bei Temperaturen von bis zu 40% an Acrylsäure bzw. ihren Derivaten
bis-zu etwa 200"C, gegebenenfalls in Anwesenheit als vorteilhaft. Nach Beendigung der Umsetzung wird
eines inerten organischen Lösungsmittels, durchge- das Produkt nach üblichen Verfahren, z. B. durch
führt. Bei der Acylierung des N-Ben/yl-//-hydra/in- 65 Einengen, Kristallisieren und Filtrieren aufgearbeitet,
propionsiiureamids mit einem Isonicotinsäurehalo- Es kann durch Umkristallisieren aus z. B. niederen
genid ist die Gegenwart eines Halogenwasserstoff- Mkanolen, wie Methanol, Äthanol, Prupanol, aus
ak/eptors /wcckniältig. Obgleich die Umsetzung Äthylacetat oder Aceton gereinigt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindung.
B e i s pi el 1
7,5 g (0,034 Mol)/?-(Isonicotinoylhydrazin)-propionsäuremethylester und 5 ecm Benzylamin wurden aufgeschlämmt und unter Rühren 3 Stunden auf 1300C erhitzt. Dann wurde gekühlt und aus Äthylacetat umkristallisiert. Man erhielt so weiße Nadeln aus N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)-propionsäureamid vom Schmelzpunkt 151,1 bis 152,1 'C.
Analyse für C16H18N1O:
Berechnet: ...C = 64,43, H ----- 6,07, N - 18,77%; gefunden: ...C = 64,43, H = 6,27, N = 10,17%.
B e i s ρ i e 1 2
28,0 g (0,4 Mol) Acrylsäuremethylester wurden tropfenweise innerhalb einer Stunde zu einer lösung
10 von 54,8 g (0,4 Mol) Uonicotinoylhydrazin und 10 ecm Eisessig in 400 ecm tert. üutylalkohol gegeben. Dann wurde 18 Stunden auf einem Dampfbad erhitzt. Das Einengen des Reaktionsgemischs auf 100 ecm ergab 13,0 g nicht umgesetzten Isonicotinoylhydrazins. Das Filtrat wurde zu einem dicken Sirup eingedampft, der mit wasserfreiem Äther verrieben und aus Isopropylalkohol umkristallisiert wurde. Man erhielt so /J-Isonicotinoylhydra/in-propionsäuremethylester vom Schmelzpunkt 87 bis 88,5° C.
Analyse für C1OHUH; N -■ 5, 87%;
Berechnet : ...C = N 5, 65%.
gefunden· C-
.O3:
= 53,81,
= 54,08,
Die Umsetzung dieses Esters mit Benzylamin nach dem Verfahren des Beispiels I ergab N-Benzyltf-(isonicotinoylhydrazin)-propiünsäiirearnid.
Die gleiche Verbindung erhielt man auch durch Hydrierung des Isonicotinoylhydrazons von N-Benzylformylessigsäureamid bzw. durch Umsetzung von Isonicotinoylhydrazin mit N-Ben/ylacrylsäureamid.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. N-Benzyl-/?-(isonicotinoylhydrazin)-propionsäureamid der Formel
    N'"
    ■CO —NH-NH-CHj-CHj-CO-NH-CH2-;
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von N-Benzyl- ß- (isonicotinoylhydrazin) -propionsäureamid, dadurch gekennzeichnet, daß man /HIsonicotinoylhydrazin)-propionsäuremethylester nach an sich bekannten Methoden mit Benzylamin umsetzt.

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