DE1405925B - Kraftfahrzeugdach mit einem in sich starren, mittleren Dachteil - Google Patents
Kraftfahrzeugdach mit einem in sich starren, mittleren DachteilInfo
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Description
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Durch die deutsche Patentschrift 713 106 ist ein Kraftfahrzeugdach mit einem mittleren Dachteil bekannt,
der schmaler und kürzer als das eigentliche Dach ausgeführt ist und der zum Schließen bündig in
eine Aussparung der Dachfläche eingefügt wird. Bei dieser Bauart ist es erforderlich, daß enge Fertigungstoleranzen
eingehalten werden, damit ein ansprechendes Aussehen erhalten wird. Außerdem sind
besondere Dichtungselemente erforderlich, die das Eindringen von Wasser verhindern. Diese Dichtungselemente werden beim öffnen oder Schließen des
mittleren Dachteiles, einem sogenannten Schiebedach, durch den auf ihnen gleitenden mittleren Dachteil
beansprucht, was im Laufe der Zeit zu Beschädigungen und Undichtheiten führen muß.
Durch die französische Patentschrift 788 412 ist ein Kraftfahrzeugdach bekannt, das einen bewegbaren
Dachteil besitzt, der etwa den Bereich von der Frontscheibe bis zur Heckscheibe einnimmt. Das gesamte
Dach ist bei dieser Bauart als Zylindermantelfläche ausgebildet, wobei der bewegbare Dachteil die
volle Breite des Fahrzeugdaches einnimmt. Bei dieser Bauart ist die Fertigung insofern relativ aufwendig,
als die Radien für den bewegbaren Dachteil und den daran im Heckbereich anschließenden Teil genau
übereinstimmen müssen. Darüber hinaus ist die Abdichtung des bewegbaren Dachteiles bei dieser bekannten
Bauart sehr schwierig, weil Dichtungselemente vorgesehen werden müssen, die Teile gegen-,
einander abdichten, welche unmittelbar aneinander entlang gleiten. Eine derarige Abdichtung ist sehr
aufwendig und, insbesondere da sie den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, einem relativ schnellen Verschleiß
ausgesetzt.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeugdach der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem relativ große Fertigungstoleranzen zugelassen werden können
und bei dem dennoch weitgehend ohne zusätzliche Dichtungselemente eine gute Abdichtung gegeben
ist.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß der ein- oder mehrteilig ausgebildete mittlere Dachteil
von dem Bereich der Oberkante der Windschutzscheibe bis zum Bereich der Oberkante der Heckscheibe
reicht und an die seitlichen Dachteile mit einer Stufe oder einem Winkel anschließt, wobei die
anschließenden Flächen dieser Dachteile in der Höhe zueinander versetzt sind und die dadurch gebildeten
Längsfugen sich in an sich bekannter Weise über die gesamte Dachlänge erstrecken.
Der stufen- oder winkelförmige Anschluß läßt relativ große Toleranzen zu, ohne daß der optische
Eindruck des Kraftfahrzeugdaches nachteilig beeinflußt wird. Dadurch, daß die anschließenden Flächen
in der Höhe zueinander versetzt sind und daß sich über die gesamte Dachlänge erstreckende Längsfugen
vorhanden sind, wird erreicht, daß sich im Bereich des mittleren Dachteils kein Wasser ansammeln
kann, sondern vielmehr sofort nach außen abgeleitet wird. Versuche haben ergeben, daß es bei einer derartigen
Ausbildung sogar möglich ist, auf zusätzliche Dichtungselemente zu verzichten. Es ist auch nicht zu
befürchten, daß durch diese Ausbildung störende Fahrgeräusche hervorgerufen werden können, weil es
ohne weiteres möglich ist, durch eine besondere Ausbildung der Kanten des mittleren Dachteils die auftretenden
Geräusche auf ein zulässiges Maß zu beschränken. Der mittlere Dachteil kann verschiebbar,
aufklappbar oder gänzlich entfernbar angeordnet werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, die nur als
echte Unteransprüche gelten sollen. In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Personenkraftwagen mit einem Dach der genannten
Art,
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Wagen gemäß Fig. 1,
F i g. 3 und 4 Querschnitte durch Dächer,
F i g. 5 einen Längsschnitt durch den vorderen Teil eines Daches,
F i g. 6 und 7 schematische Querschnitte durch Personenkraftwagen mit weiteren Dächern und
Fig. 8 bis 15 schematische Darstellungen von Dächern
im Querschnitt.
Der in den F i g. 1 und 2 dargestellte Personenkraftwagen 1 weist ein aus vier Teilen, nämlich den
beiden seitlichen Dachteilen 2 und den beiden mittleren Dachteilen 3 und 4 zusammengesetztes Dach auf.
Die beiden mittleren Dachteile 3 und 4 sind von den seitlichen Dachteilen 2 durch Trennfugen 5 getrennt,
die parallel zueinander verlaufen und sich über die ganze Länge des Fahrzeugdaches erstrecken. Zwischen
den mittleren Dachteilen 3 und 4 ist eine Querfuge 6 vorgesehen. Die äußeren Konturen der mittleren
Dachteile 3 und 4, die sich bis an die Vorderbzw. Hinterkante des Daches erstrecken, setzen bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Konturen der seitlichen Dachteile stetig fort. Die Dachteile 3
und 4 könnten statt dessen aber auch so ausgebildet sein, daß ihre äußeren Konturen gegenüber den Konturen
der seitlichen Dachteile 2 vor- oder zurückste- ts hen.
Bei einem Dach gemäß den F i g. 1 und 2 ist mindestens
eines der beiden mittleren Dachteile 3 und 4 beweglich ausgebildet und kann beispielsweise in
Längsrichtung des Personenkraftwagens 1 verscho- ao ben, aufgeklappt und/oder gänzlich entfernt werden.
Es können aber auch zusätzlich die beiden seitlichen Dachteile 2 beweglich angeordnet sein. Zu diesem
Zweck können beispielsweise im Bereich der Trennfugen 5 Scharniere für die äußeren Dachteile 2 vorgesehen
sein. Die Dachteile 2 könnten statt dessen aber auch um Scharniere aufklappbar sein, die im Bereich
der äußeren Kanten des Daches angeordnet sind. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die äußeren
Dachteile 2 gänzlich entfernbar auszubilden.
Ein Dach gemäß den Fig. 1 und 2 ist sehr leicht herstellbar, weil die mittleren Dachteile 3 und 4 nur
hinsichtlich ihrer Breite genau dimensioniert und im Bereich der Trennfugen 5 zwischen die seitlichen
Verkleidungsteile 2 eingepaßt werden müssen. Der Abstand paralleler Kanten kann mit hinreichender
Genauigkeit sehr leicht eingehalten werden, insbesondere dann, wenn die Fugen stufen- oder winkelförmig
ausgebildet sind. Da die Dachteile 3 und 4 bis an die Vorder- bzw. Hinterkante des Fahrzeuges reichen, ist
ihre Länge keineswegs kritisch. Dies gilt insbesondere für mittlere Dachteile, deren vordere bzw. hintere
Konturen gegenüber den Konturen der seitlichen Dachteile 2 vor- oder zurückstehen. Auch können die
Dachteile 3 und 4 während der Montage wegen der Parallelität der Trennfugen 5 in gewissen Grenzen in
Längsrichtung des Fahrzeuges verschoben werden, so daß auch die Lage der Querfuge 6 zwischen den mittleren
Dachteilen 3 und 4 nicht sehr kritisch ist.
Die F i g. 3 und 4 zeigen Dächer im Querschnitt, bei welchen die seitlichen Dachteile 2 die oberen
Bleche von seitlichen Dachträgern 7 bilden. Die Trennfugen 5 zwischen den seitlichen Dachteilen 2
und dem mittleren Dachteil 4 verlaufen hier im Bereich der inneren Flanken 8 der seitlichen Dachträger
7. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 ist der mittlere Dachteil 4 leicht konvex gewölbt und
weist einen abgewinkelten Rand 9 auf, der in ein rinnenartiges Profil 10 an der unteren inneren Kante des
Dachträgers 7 eingreift. Der Dachteil 4 ist dabei so angeordnet, daß er unterhalb der Verlängerung der
Fläche des Dachteiles 2 zu liegen kommt und mit der inneren Flanke 8 des Dachträgers 7 einen Winkel bildet.
Die Lage des mittleren Dachteiles 4 ist infolgedessen auch im Hinblick auf seine Höhe keineswegs
kritisch, wodurch die Herstellung eines solchen Daches weiter vereinfacht wird. Bei 11 ist gestrichelt
eine Randleiste angedeutet, die zur Befestigung von Hilfseinrichtungen am Dach des Kraftfahrzeuges dienen
kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fi g. 4 übergreift das hier konkav gewölbte Dach mit
seinem abgewinkelten Rand 12 den oberen Rand des Dachträgers 7, wobei dieser Rand 12 mit dem äußeren
Dachteil 2 wiederum einen Winkel bildet, so daß es auch hier weder auf die Höhenlage noch die Breite
des Dachteiles 4 besonders ankommt.
F i g. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem am Rande eines oberhalb der Windschutzscheibe 13 verlaufenden
Trägers 20 mit Hilfe eines Scharnieres 21 ein nach vorn aufklappbarer mittlerer Dachteil 3 angelenkt
ist. Der hintere Rand des Dachteiles 3 überdeckt den vorderen Rand eines weiteren mittleren
Dachteiles 4, der gleichfalls beweglich ist und beispielsweise nach Aufklappen des vorderen Dachteiles
3 gänzlich entfernt werden kann. An der Innenseite des vorderen Dachteiles 3 ist eine Dichtung 22
vorgesehen, die an dem hochgebogenen Rand 23 des hinteren Dachteiles Anlage findet.
Weitere Ausführungsbeispiele für die Gestaltung der Dachteile bei Dächern gemäß der Erfindung zeigen
die F i g. 6 bis 15 in schematischer Darstellung. Das Kraftfahrzeug gemäß den F i g. 6 und 7 weist
seitliche Dachträger 24 auf, deren Außenbleche wieder die äußeren Blechteile 2 bilden. Die mittleren
Dachteile 4 übergreifen hier wieder die Ränder der äußeren Dachteile 2 unter Bildung von Längsfugen
bzw. Trennfugen 5 und können in Längsrichtung des Fahrzeuges verschiebbar, aufklappbar und/oder
gänzlich abnehmbar sein. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 6 ist der innere Rand des Dachteiles
2 bei 25 rinnenförmig ausgebildet, während bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 7 der mittlere
Dachteile 4 den äußeren Dachteil 2 unter Bildung einer Stufe übergreift. Bei den Ausführungsbeispielen
gemäß den F i g. 8 bis 15 sind Dachlängsträger 26 durch Kreise schematisch angedeutet. Diese Dachlängsträger
können außerhalb oder innerhalb der Dachkontur liegen und wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig.'9 zum Anschluß von Dachaufbauten 27 dienen. Der Übergang von dem beweglichen
mittleren Dachteil 3 auf die äußeren Dachteile 2 kann durch entsprechende Ausbildung der Ränder dieser
Dachteile in den verschiedenen dargestellten Weisen erfolgen. Insbesondere sind bei den Ausführungsbeispielen
gemäß den F i g. 8, 9 und 13 winkelförmige und in den Ausführungsbeispielen gemäß den
Fig. 11 und 15 stufenförmige Übergänge dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Kraftfahrzeugdach mit einem in sich starren, mittleren Dachteil, der unter Bildung paralleler
Längsfugen zwischen feststehenden seitlichen Dachteilen bewegbar angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der ein- oder mehrteilig ausgebildete mittlere Dachteil (3 und 4) von
dem Bereich der Oberkante der Windschutzscheibe (13) bis zum Bereich der Oberkante der
Heckscheibe reicht und an die seitlichen Dachteile (2) mit einer Stufe oder einem Winkel anschließt,
wobei die anschließenden Flächen dieser Dachteile (2, 3 und 4) in der Höhe zueinander
versetzt sind und die dadurch gebildeten Längsfugen sich in bekannter Weise über die gesamte
Dachlänge erstrecken.
2. Dach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennfugen (5) zwischen dem
beweglichen mittleren Dachteil (3, 4) und den seitlichen festen Dachteilen (2) im Bereich der inneren
Flanken (8) der seitlichen Dachträger (7) verlaufen.
3. Dach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Dachteil
aus zwei oder mehr einzelnen Abschnitten (3 und
4) zusammengefügt ist, die durch Querfugen (6) voneinander getrennt sind und im Bereich dieser
Querfugen mit einem Winkel oder einer Stufe aneinander anschließen.
4. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Dachteil
(3 und 4) um Scharniere (21) schwenkbar ist, die im Bereich seiner vorderen oder hinteren Kante
liegen.
5. Dach nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
mittlere Dachteil tiefer liegt als die seitlichen Dachteile.
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